Fontblog Lehrreich

Fontlisten zu über 700 Themen [update]

FS.com-FontlistenFontlisten sortieren die knapp 10.000 Familien auf der FontShop.com-Site anschau­lich nach Zweck, Thema oder Epoche Zusätzlich zur typo­gra­fi­schen Klassifikation in Sans, Serif, Slab, Script und weitere Stile, empfiehlt die FontShop​.com Site Schriften für viel­fäl­tige gestal­te­ri­sche Vorhaben. So bündeln die Fontlisten Schriften nach Genre (Art-Deco, Geometric Sans, Bauhaus inspi­riert, …), listen Problemlöser (Branding & Identity, Editorial, kalli­gra­fi­sche Scripts, Monospaced, …) oder widmen sich bestimmten Epochen (20er, 30er, 50er …). Fontlist Compu-Retro, FontShop.comIn drei Ansichten stehen die Fontlisten-Schriften zur Verfügung: Als Oneliner (Bild), Cluster und bebil­derte Liste mit Hintergrund-Informationen. Liste: Compu-retro, zusam­men­ge­stellt von Yves Peters  Ein Großteil der Listen zeigt Alternativen zu häufig verwen­deten Schriftklassikern (Helvetica, Trajan, Futura, …). Schriftexperten wie Stephen Coles (Typographica, FontBook, FontBook App), Yves Peters (FontFeed) oder Jürgen Siebert (Fontblog, TYPO Konferenzen) haben die Erstellung der Listen tatkräftig unter­stützt. Wer sich einloggt (linke Seitenleiste, Logo aufklappen, ganz unten) kann eigene Listen erstellen, zum Beispiel für Jobs, die öffent­lich sichtbar sind und eigene URLs besitzen, oder – auf Wunsch – privat bleiben. 


Warum Webfonts?

Webfonts sorgen für ein vielfältiges und angenehm lesbares Internet. Die Online- Schriften sind ausschließlich für den Einsatz im Internet angefertigt. Webdesigner sind endlich nicht mehr allein auf die wenigen Systemschriften angewiesen, die bei allen Website-Besuchern installiert sind.

Webfonts werden so in den Code einer Website program­miert, dass HTML-Texte für alle Besucher die gleiche, indi­vi­du­elle Typografie aufweisen können. Bei FontShop sind Webfonts genauso einfach zu lizen­zieren wie herkömm­liche Desktop-Schriftarten.

FF_Clan_Web - Webfonts

Die FF Clan Familie verleiht dem Online-Auftritt der Red Bull Music Academy (RBMA), einem welt­weiten Programm aus Workshops und Festivals, die visu­elle Klammer

Webfonts können ganz einfach auf der Webseite gehostet werden. Drucksachen und Webseiten im glei­chen Stil ermög­li­chen die Wiedererkennbarkeit der Corporate Identity oder des Markenauftritts.

Die Vorteile von Webfonts auf einen Blick:

gleiche Print- und Web- FontsSchützen Sie ihre Marke.
Verwenden Sie die glei­chen Schriften, die Ihre Identität in der Print-Welt defi­nieren.. Optimieren Sie Ihre Entwicklung.

Device Austausch Optimieren Sie Ihre Entwicklung.
Webfont-Text ist dyna­misch – sehr viel einfa­cher zu aktua­li­sieren und anzu­passen als stati­sche Bilder.

Suchen und SkalierenMachen Sie Ihre Webseite für Suchmaschinen lesbar.
HTML-Text, der mit Webfonts ausge­lie­fert wird, ist für Suchmaschinen opti­miert und einfach zu editieren.

Schützen Sie Ihre Marke und ermög­li­chen den Einsatz von dyna­mi­schen Text, sodass Ihre Website für Suchmaschinen opti­miert wird. Alle aktu­ellen Webbrowser-Versionen unter­stützen Webfont-Formate.

Zu den Webfonts von FontShop …


Webfonts bei FontShop

Inzwischen haben viele unab­hän­gige Schriftenhäuser Webfonts veröf­fen­licht. Entstanden ist eine inter­na­tio­nale Vielfalt, die Schriften für unter­schied­liche Einsätze bietet. So können zum Beispiel Web-Zeitschriften auf bewährte Editorialschriften vertrauen, eine große Auswahl von Srcipt-Schriften verleiht Webseiten kalli­gra­fi­sche Wärme und für mobile Anwendungen gibt es iOS oder Android-App-Fonts.

Webfont Fondries FontShop

Baseline, Shinntype, Type-Ø-Tones, Mark Simonson und viele weitere Foundries bauen ihre Bibliotheken im den Webfont-Formaten .EOT und .WOFF aus, quali­täts­ge­prüft von FontShop International


Webfonter: Webfonts online testen

Alle Webfonts aus dem Angebot von FontShop können Sie vor dem Kauf auspro­bieren. Für das Live-Testen von Webfonts haben wir WebFonter entwi­ckelt. Wer seine Homepage oder  ein aktu­elles Projektin einer anderen Schrift lesen oder für ein Projekt ein paar Fonts durch­spielen möchte, kann sich sofort auf webfonter​.font​shop​.com einen Eindruck verschaffen.

WebFonter Screenshot

Ein beson­derer Leckerbissen sind Einstellmöglichkeiten für Schriftgröße, Zeilenabstand und Laufweite, was sowohl per Regler als auch nume­risch erfolgen kann

Selbstverständlich ist der WebFonter ein kosten­loses Tool. Hier geht es zur Einführung in den WebFonter …


Webfonts von FontFont

Webfonts erlauben nicht nur das freie typo­gra­fi­sche Gestalten von Internet-Seiten. Marken und Unternehmen sind endlich in der Lage, Drucksachen und Webseiten im glei­chen Stil zu gestalten. Zu diesem Zweck stehen natür­lich auch die erfolg­reichsten FontFont-Schriften zur Verfügung, darunter FF DIN, FF Meta, FF Dax und FF Kievit.

Zu den Webfonts von FontFont …

Formate
WebFonts Web BrowserWeb-FontFonts werden in 3 Formaten gelie­fert: EOT Lite, WOFF und Comp. EOT Lite und WOFF werden von den meist­be­nutzten Browsern unter­stützt, nämlich Internet Explorer 6+, Opera 11.10+, Firefox 3.6 +, Google Chrome 5+ und Safari 5.1+.
Alle übrigen Browser über­nimmt Typekit. Die Web-FontFonts werden zusätz­lich mit Comps-Fonts ausge­lie­fert. Diese TrueType-basierten OpenType-Schriften erleich­tern die interne Entwurfs- und Abstimmungsphase (und dürfen auch nur dafür verwendet werden). Erstmals können z. B. Layouts der eigenen Website in Photoshop getaltet werden.

Ausstattung
Geliefert werden Web-FontFonts entweder als Einzelschnitte oder als komplette Familienpakete. Genau wie bei den Office-FontFonts sind versale Tabellenziffern Standard. Mediävalziffern kommen in Small-Caps-Schnitten zum Einsatz, wenn diese zur Familienausstattung gehören, und sind als Einzelschnitte lieferbar. Austauschen lassen sich die Ziffernarten mit dem Subsetter.

Lizenzen
Die Lizenzierung der Web-FontFonts richtet sich nach den Pageviews pro Monat der Websites und deren Subdomains, auf denen die Schriften zum Einsatz kommen. Es gibt drei leicht zu kalku­lie­rende Lizenzstufen: bis zu 500.000 (Grundlizenz), bis zu 5 Mio oder bis zu 50 Mio Pageviews/Monat.

Unternehmenslizenzen, die über die 50-Mio-Schwelle hinaus gehen, werden auf Anfrage ermit­telt. Eine Grundlizenz,  zum Beispiel für einen Einzelschnitt  der FF DIN Web kostet nur 49 € je nach typo­gra­fi­scher Ausstattung und entspricht dem  OpenType-FontFont-Einzelschnitt-Preis für PrePress-Anwendungen (Adobe InDesign, Quark XPress, …).

Technik
Weil Webfonts auf Bildschirmen zum Einsatz kommen, werden sie für diesen Zweck tech­nisch opti­miert (Hinting). Die Web-FontFonts unter­stützen die verbrei­tete ClearType-Schriftglättung von Microsoft, die bereits mit Windows XP einge­führt wurde.

Fremdsprachen
DFremdsprachen Zeichenie Sprachunterstützung der Webfonts entspricht der ihrer Parallelprodukte im OpenType-Format (OTF) bzw. der Office-FontFonts (TTF). Die Ausführung »Standard« deckt die west­li­chen Sprachen ab, »Pro« zusätz­lich die zentral­eu­ro­päi­schen, oft auch grie­chisch und kyril­lisch. Jeder Bestellung liegt ein 12-seitiger Benutzerleitfaden bei, mit kurzen, verständ­li­chen Anleitungen für Webdesigner und Webserver-Administratoren.

Web-FontFont-Benutzerleitfaden
Auf 13 Seiten enthält das Dokument im PDF-Format tech­ni­sche Informationen für drei Gruppen von Anwendern: Web-Entwickler, System-Administratoren und Website-Besucher.

Web_FontFont_BenutzerleitfadenHier den Web-FontFont-Benutzerleitfaden herunter laden (PDF, 13 Seiten, 266 kB) .

FontShop bietet einen .woff-Font zum Ausprobieren an: FF Nuvo Medium, die sich jeder hier kostenlos laden kann.

Schlanke Webfonts
Subsetter entschlackt Webfonts. Das Online-Tool ermög­licht auch Font-Technik-Laien, die Ausstattung ihrer Webfonts für die eigenen Zwecke maßzu­schnei­dern. WebFonter kann die  Größe eines Webfonts auf bis zu 10 % redu­zieren.

Bei den Empfängern der Website sorgt der FontFont-Subsetter für einen schnel­leren Seitenaufbau und für dras­tisch redu­zierten Traffic beim Betreiber der Website. Hier den FontFont-Subsetter auspro­bieren …  Wer gerade keinen Web-FontFont zu Hand hat, lädt sich vorort die kosten­lose FF Nuvo Web.

FontFont Subsetter

FontFonts Subsetter ist ein kosten­loses Online-Tool für die Optimierung und Anpassung der Web-FontFont-Dateien. In drei einfa­chen Schritten redu­ziert der Subsetter die Dateigrößen Ihrer Web-FontFonts, um Ladezeiten und Traffic zu senken.

Subsetter entfernt Glyphen aus dem Datensatz, die Sie nicht benö­tigen. Nicht verwen­dete Sprachzeichen, Satzzeichen oder Kerning-Informationen werden im Handumdrehen gelöscht. Generiert wird eine neue, leich­tere Webfont-Datei, die nur wirk­lich benö­tigte Zeichen enthält. Sparen Sie mit dem Subsetter Ladezeiten und Volumen-Gebühren.

Weitere Fragen zu Technik, Programmierung und Lizenzierung von Webfonts behan­delt unser Wissensbereich.


Webfonts im Layout testen auf FontShop​.com

Mit dem Tryout-Feature können jetzt Webfonts auf der FontShop.com-Site direkt für Standard-Layouts ausprobiert werden. Drei Layout-Umgebungen: Postkarte, Blog und Buch, können in der unteren linken Ecke ausgewählt werden.

FS.Next-Layout-Feature-grossTryout-Postkarte mit Trend Slab Five (Zeile 1 und 3) und in der Mitte Acta Poster. Hintergrundbild: Riksarkivet – National Archives of Norway, Flickr Commons 

In drei vorein­ge­stellten Feldern des Postkartenlayouts können Headlines zum Beispiel mit Display- oder Script- Fonts auspro­biert werden. Weitere Felder können mit Klick auf „+“ hinzu­ge­fügt werden. Eine Zeichenpallette erscheint als Kopfzeile, sobald man in ein Schriftenfeld klickt. Die Klappmenüs links  enthalten Tipps, Angaben über zuletzt getes­tete Fonts oder der Link zu allen verfüg­baren Webfonts. Nach der Auswahl erscheint rechts die gelbe Spalte, die alle test­baren Webfonts von FontShop, unter­teilt nach typo­gra­fi­schen Kategorien enthält.

FS.Next-Layout-Feature-DetailZum Gestalten des Layouts stehen die obere Zeile mit Zeichenmenü und die rechte Spalte mit Webfont-Familien zur Verfügung. Schriften, die in grau erscheinen stehen nur im Printformat OpenType zur Verfügung. 

Mit Klick neben die Textrahmen verschwinden die Zeichenpaletten. Die fertige Postkarte kann betrachtet und an Team oder Auftraggeber verschickt werden. Oben rechts bei Klick auf den Pfeil wird ein indi­vi­du­eller Link zum Layout erzeugt.

Ob sich der ausge­wählte Font im Blog verhält wie erwartet, lässt sich in diesem Test-Template schnell heraus­finden. Einfach oben links im Klappmenü Font auswählen – und los. Ein Klick auf das ⓘ – Icon oben rechts zeigt neben den Schriftblöcken Font und Schriftgröße an.

FS.Next-Layout-Feature-BlogIm Blog-Template könne Laufeigeneschaften der Text-Schriften und die Kombination von Text- und Headline- und Auszeichnungs- Schriften getestet werden

Die Gestaltung von E-Books stellt hohe Anforderungen an Laufverhalten und Lesbarkeit der einge­setzten Textschriften. Das Book-Template konzen­triert sich auf den Vergleich von Fließtexten. Wie belastbar eine Textschrift Inhalte trans­por­tiert und ob ihre Anmutung zum Thema des Textes passt, kann links- oder rechts­bündig, zentriert oder im Blocksatz heraus­ge­funden werden. FS.Next-Layout-Feature-Book Dreimal Kafka: Wie unter­schied­lich Lesbarkeit und Stimmung des Textes ausfallen können, zeigen die Fließtextmuster in Bernhard Modern (1937), Magda Clean Mono (1998) und FF Videtur (2013)

 Daisy-LudwigType-Asterisk


Buchtipp für Designer: »Die Aura des Wertvollen«

pricken_wertvoll Viele von uns glauben ein Gefühl dafür zu haben, was wert­voll ist. Tatsächlich ist Wert mindes­tens ein rela­tives Kriterium, wenn nicht sogar zu einem hohem Maße subjektiv. Der US-ameri­ka­ni­sche Großinvestor Warren Buffet hat das mal so beschrieben: »Der Preis ist, was wir bezahlen. Der Wert ist, was wir bekommen.« Anders ausge­drückt: Die Dinge haben in hohem Maße einen Wert, den wir selbst ihnen geben. Ob etwas wert­voll ist, liegt also im Auge des Betrachters? Ganz so einfach ist es auch nicht. »Meine Frau begehrt dieses Paar Schuhe nicht deshalb, weil sie es als wert­voll wahr­nimmt, sondern wert­voll erscheint es ihr nur deshalb, weil sie es begehrt.« so beschreibt der Autor und Kreativtrainer Mario Pricken (»Kribbeln im Kopf«) die psycho­lo­gi­sche Begleitmusik des Themas im Vorwort seines neuesten Buches »Die Aura des Wertvollen«, das gerade erschienen ist.

Vier Jahre lang hat Pricken über 300 Objekte unter­sucht und vorrangig nach jenen Faktoren Ausschau gehalten, die es – unab­hängig von bestimmten Branchen, Lebensbereichen und Moden – schaffen, ein Ding zum Strahlen zu bringen. Im ersten Schritt stellte er sich die Frage, welche Parameter oder Codes ein Objekt enthalten muss, damit es in einem Menschen Wertvorstellungen auslöst. Anschließend grup­pierte er diese Produkte zu Klassen (Designmöbel, Kosmetika, Mobiltelefone, …), analy­sierte diese und filterte schließ­lich jene Parameter heraus, die mit ihrer sugges­tiven Kraft übli­cher­weise nur im Verborgenen wirken.

Auf rund 200 Seiten legt Mario Pricken dar, wie und mit welcher Intention bestimmte Produkte Geschichten erzählen, die Emotionen bei ihren Konsumenten wecken. Diese Emotionen bindet uns an Produkte. Insgesamt 80 Parameter hat Pricken iden­ti­fi­ziert, die sich zum Beispiel in den Biografien wert­voller Autos, Uhren, Genussmittel, Kunstwerke oder auch Dienstleistungen wieder­finden. Das können Elemente der Einzigartigkeit sein, der Verknappung, der Wirkung von Zeit oder insze­nierter Übergaben. Am Ende liefert das Buch einen umfas­senden Fragenkatalog als Anregung für die Entwicklung eigener Ideen, um Produkten oder Services jene Aura zu verleihen, die Begehren auslöst.

»Die Aura des Wertvollen« ist sowohl ein Werkstattbuch für krea­tive Vordenker und Markenentwickler, als auch ein Lesebuch für den Konsumenten in uns. Es zielt auf Intuition und Verstand, ist zugleich inspi­rie­rend, unter­haltsam und leicht verständ­lich – nicht zuletzt durch die mini­ma­lis­ti­schen Illustrationen von Christina Hrdlicka und Maximilian Mauracher.

Mario Pricken: »Die Aura des Wertvollen«, Publicis Publishing, Erlangen 2014, 252 Seiten, 24,4 x 22,2 x 2,1 cm, 39,90 €, ISBN 978-3895784385


Büchergilde Gestalterpreis 2014 an Martin Stark

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Zeitgleich mit dem Erscheinen der illus­trierten Neuausgabe von Heinrich Manns »Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen« vergibt die Büchergilde Gutenberg den Gestalterpreis 2014 an den Illustrator Marin Stark. Alle zwei Jahre vergibt das Frankfurter Verlagshaus seinen Gestalterpreis für ein illus­triertes Buch, um junge Künstler zu fördern und die Kunst der Buchillustration in einer zeit­ge­mäßen Form weiter­zu­ent­wi­ckeln. Die Entscheidung für Martin Stark, der an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung studierte, fiel einstimmig. Er »verbindet gekonnt verschie­dene Bildebenen, Bilder aus dem Film ›Der blaue Engel‹, expres­sio­nis­ti­sche Bilder, Comic-haftes und Modernes zu einem indi­vi­du­ellen und über­zeu­genden Stil. Perspektivwechsel, Proportionsänderungen und der Schwarzweißraum sind wunderbar insze­niert«, so die Jury in ihrer Begründung.

9783864060397_Mann_ProfUnratMit dem 1905 erschienen Roman »Professor Unrat« begrün­dete Heinrich Mann seinen Weltruhm. Der strenge Gymnasialprofessor Raat, den alle nur ›Unrat‹ nennen, ist besessen von einem unbän­digen Hass auf alles und jeden. Er malträ­tiert die Schüler mit nahezu unlös­baren Klausuren und genießt es, wenn sie die Versetzung nicht schaffen. Der Roman wurde in zahl­reiche Sprachen über­setzt und erlangte 1930 mit der Verfilmung »Der blaue Engel« große Popularität. Doch das Werk brachte Heinrich Mann auch Ablehnung ein. In Lübeck wurde es kriti­siert, weil man den Roman als Kritik am Bürgertum der Stadt verstand, obwohl Mann ledig­lich von einer »nord­deut­schen Kleinstadt« schreibt.

Martin Stark hat das 232-seitige Buch mit 35 schwarz­weißen Illustrationen versehen. Bei der Typografie entschied sich die Herstellerin Cosima Schneider für die Perpetua von Eric Gill, der Buchrücken ist aus Leinen, die Fadenheftung und das Lesebändchen sind knallrot wie der Titelsatz. Zur Buchbestellung bei der Büchergilde …


Berlin: Ausstellung »Das Luzerner Plakat«

plakat

Das inter­na­tio­nale Plakatfestival Weltformat präsen­tiert demnächst in Berlin eine Auswahl von Arbeiten namhafter Gestalterinnen und Gestalter aus Luzern, der Heimatstadt des Festivals in der Zentralschweiz. Die Ausstellung ermög­licht einen Einblick in das aktu­elle Schaffen von renom­mierten Grafiker/innen sowie aufstre­benden Newcomern. Aktuell genießt die Luzerner Plakatgestaltung eine starke inter­na­tio­nale Wahrnehmung, die durch diverse Auszeichnungen und Ausstellungen im Ausland bestä­tigt wird. Unter den ausge­stellten Plakaten sind Arbeiten von Niklaus Troxler, Felix Pfäffli, Melchior Imboden, Erich Brechbühl, Hi, und vielen anderen zu sehen. Zusätzlich werden auch die gerade ausge­wählten 30 Siegerplakate des »Mut zur Wut« 2014 Wettbewerbs zu bewun­dern sein. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Berliner Grafiker Sven Lindhorst-Emme reali­siert.

Vernissage: Freitag 11. Juli ab 20 Uhr
Finissage: Sonntag 20. Juli ab 20 Uhr
Ausstellungsort: Alte Metzgerei, Weserstrasse 44, 12045 Berlin


»Replies«: Fotobuch von Andreas Trogisch

replies»Nach 2 Jahren Arbeit und Reifeprozess«, wie er mir schreibt, hat Andreas Trogisch ein neues Fotobuch mit dem Titel »Replies« bei Peperoni Books heraus­ge­bracht. Es ist struk­tu­riert als eine Reihe klei­nerer Unterhaltungen, so wie in einer kleinen Runde mit Freunden, die beim Essen zusam­men­sitzen. Einer sagt etwas, der nächste nimmt das Thema auf, dann wieder der nächste, bis alle etwas beigetragen oder auch nur beifällig genickt haben. Dann schweigt man einen Augenblick, bis das Gespräch mit einer neuen Wendung wieder auflebt.

Andreas Trogisch ist nicht nur ein visu­eller Entdecker (Grappa, Blotto), als Fotograf ist er eine Entdeckung. In den vergan­genen 35 Jahren hat er ein umfang­rei­ches Bilderwerk geschaffen, aber bis vor ein paar Jahren war davon nichts zu sehen. 2010 hat Peperoni Books dann begonnen, Trogischs Arbeiten zu publi­zieren. Sechs Fotomappen sind in kurzer Folge erschienen, Ausflüge in seine fabel­hafte Bilderwelt, präsen­tiert unter Namen wie »Magico«, »Desiderata« oder »Asphalt«.

Mit »Replies« folgt jetzt das große Buch mit 138 Bildern auf 176 Seiten, zusam­men­ge­stellt zu »drei­zehn kleinen Unterhaltungen«. Die Bilder sind an vielen verschie­denen Orten auf der Welt entstanden. Innen- und Außenaufnahmen, Landschaften, Bäume, Häuser, Menschen, Stills, Nahaufnahmen – so einfach, einfach so. Nicht abstrakt und doch oft rätsel­haft. Einfach zu lesen und doch nie ganz zu verstehen. Wie unser Leben. oder anders ausge­drückt: »Der Kopf macht klick, der Verschluss macht klack … das war’s«.

Berliner sollten sich die Präsentation des Buches nicht entgehen lassen, am 27. Juni um 19 Uhr bei 25books, Brunnenstraße 152, Berlin-Mitte.


Unternehmenstypen im Kommunikationsdesign

bestiariumWer ein Designbüro oder eine Werbeagentur beauf­tragt, hat meist ähnliche Anforderungen. Die Internetseite soll moderner, eine Informationsbroschüre gestaltet oder ein Werbeplakat konzi­piert werden. Doch häufig diffe­ren­zieren Kunden nicht zwischen Design, Werbuzng, Marketing, Kommunikation … was Probleme zur Folge hat. Um dies zu vermeiden und Unterstützung bei der Wahl des rich­tigen Partners zu bieten, hat Jakob Maser ein Buch geschrieben. »Das Bestiarium – Unternehmenstypen im Kommunikationsdesign« heißt das Werk des 41-Jährigen, der an der Fachhochschule Münster Design studiert hat.

Maser stellt verschie­dene Unternehmenstypen mit dem scho­nungs­losen Blick des Insiders vor, wobei er die SWOT-Analysen auf alle vorge­stellten Unternehmenstypen anwendet. SWOT-Analysen (engl. strenghts, weak­nesses, oppot­u­nities, threats, auf Deutsch: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) sind ein bewährtes Werkzeug für Einkäufer, um zum Beispiel den rich­tigen Kooperationspartner zu finden.

Frank Hoppmann hat die Unternehmenstypen mit nur dürftig verstecktem Amusement illus­triert. Er arbeitet unter anderem für Tageszeitungen und Magazine, seine Arbeiten sind mehr­fach mit Preisen ausge­zeichnet.

Jakob Maser ist leiden­schaft­li­cher Designer und Unternehmer in Münster, Westfalen. Er spricht als Freischaffender und Berater in einer CI-Agentur aus eigener Erfahrung über den Kosmos der Designer und wie dieser manchmal auf Auftraggeber wirkt.

Bezugsquelle für das nur 19,95 € güns­tige Buch: Werkstoff-Verlag …


Münchener Typografie-Sommer: ab 27. Juni

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Zwei  Konferenzen, ein Typo-Wochenende, sechs Workshops, vier Ausstellungen und ein Sommerfest: die Typographische Gesellschaft München (tgm) und die Agentur Kochan & Partner holen auch diesen Sommer wieder inter­na­tio­nale Charaktere, ausge­zeich­nete Typen und wegwei­sendes Design nach München.

Die Turn Designkonferenz am 27. Juni 2014 setzt den Startschuss. Internationale Experten und Um-die-Ecke-Denker widmen sich den verschie­denen (Aus-)Richtungen der »Orientierung« und spüren dabei neue Zugänge zu diesem Themengebiet auf: in Gesellschaft und Unternehmen, in der Kommunikation und ihrer Branche, der Kreativwirtschaft, in der Technologie. Spielerisch, nach­denk­lich und inspi­rie­rend beschäf­tigen sich mit dem Thema »Orientierung« u. a. Ruedi Baur, Gerd Fleischmann, Peter Gorgels, Martina Grabovszky, Simone Heißel, Dennis Hlynsky, Boris Kochan, Michael Lukas, Margret Prietzsch, Hans Albu Sanmiguel, Prof. Kilian Stauss und Martin Summ.

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Unter dem Motto »WetterFest« leitet das Kochan & Partner Sommerfest am 18. Juli 2014 ein viel­fäl­tiges typo­gra­fi­sches Wochenende ein: Wein-, Bier- und Redseligkeit, Essen und Musik sowie die Eröffnung von verschie­denen Ausstellungen sind der Auftakt für zwei Tage Granshan-Konferenz. Am Samstag und Sonntag, den 19. und 20. Juli 2014, kommt die inter­na­tio­nale Konferenz aus Bangkok erst­mals nach München. Mit Vorträgen, Workshops und der Mitmach-Perfomance »Writing with the Broom« nähert sie sich dem Thema »Design und Identität« aus verschie­denen Perspektiven. Schriftforscher und Typografen aus aller Welt zeigen, wie die Schönheit der Sprache sich durch Schrift entfalten kann: Timothy Donaldson, Edik Ghabuzyan, Prof. Lars Harmsen, Boris Kochan, Santi Lawrachawee, Gerry Leonidas, Bruno Maag, Ben Mitchell, Vaibhav Singh und Adi Stern.

Vier Ausstellungen, Eröffnung jeweils am 18. Juli 2014

  • 60. TDC-Show (23. Juli bis 17. August 2014)
  • GRANSHAN die Gewinner 2013 (23. Juli bis 17. August 2014)
  • From hot-metal to OpenType (23. Juli bis 17. August 2014)
  • TypoLyrics:
Music meets Type meets Music
(18. Juli bis 20. Juli 2014)

Münchener Designsommer, Halle 27 und Rotis’serie, Hirschgartenallee 27, München


Das HKS Colourmatch Magazin Nº 23 ist da

colormatch

Mit dem Periodikum »Colourmatch« bewirbt der Offset-Druckfarben-Standard HKS regel­mäßig eine kleine Auswahl aus seinem ca. 3000 Farbtöne umfas­senden Farbsystem. Die Ausgaben greifen unter­schied­liche Themen auf und behan­deln diese typo­gra­fisch. Eingesetzt werden beson­dere Schriften, meist von klei­neren Foundries, die durch den Einsatz von Sonderfarbe beson­ders zur Geltung kommen. HKS verzichtet seit Einführung des Colourmatch völlig auf herkömm­liche, in Prozessfarben gedruckte Produktwerbung und hat mit dem Colourmatch ein sammel­wür­diges und inspi­rie­rendes Medium geschaffen. Jede Ausgabe ist aufwändig in fünf Sonderfarben gedruckt und kostenlos auf der Website www​.hks​-farben​.de zu abon­nieren.

Gestaltet wird das Colourmatch von CLMNZ / Clemens Hartmann aus Karlsruhe – www​.clmnz​.de. Die vorge­stellten Schriften sind dieses Mal Mineral von Benoît Bodhuin und die DIN Breitschrift von Peter Wiegel. Das HKS COLOURMATCH 23 besteht zu 100% aus folgenden Volltonfarben: HKS 5 K-80-00, HKS 7 K-80-00, HKS 92 K-80-10, HKS 91 K-30-50 und HKS 50 K-20-00.