Fontblog Spaß

Die neuen Emoji 2018 sind da

Mit dem heute veröf­fent­lichten Update 12.1 des mobilen Betriebssystems iOS hat Apple über 100 neue Emojis einge­führt. Neu im Bereich Smileys sind Sticker für kalt, warm, verkleiden und betrunken. Bei den Nahrungsmitteln kommen Mango, Spinat, Bagel, Cup-cake und Créme Caramel hinzu. Menschen mit roten, lockigen und gar keinen Haaren werden sich über neue, zu ihrer Frisur passende Emojis in allen Hautfarben freuen. Weitere Ergänzungen: Superhelden, Wanderschuhe, Skateboard, Seifenspender, Klopapier und die Flagge von St. Pauli.


Große Netzmarken, im Stil der 1980er animiert

Er nennt sich FuturePunk und ist Experte für Retro-Design und Animation. In seinem neuesten Show-Reel hat er große Netzmarken wie Instagram, Amazon, Google, Youtube oder Twitter im Stil der 1970er/1980er Jahre animiert. Weitere Beispiele, unter anderem auch Logo-Adaptionen von Apple, Microsoft und Ebay, auf seiner Website …


Kostenloser Color-Font: Brand New Roman

Das expe­ri­men­telle Designbüro Hello Velocity bietet seit einer Woche den Color-Font Brand New Roman zum »kosten­losen« Download an (Bezahlung mit Name und Mail-Adresse). Sein Zeichensatz setzt sich aus den Buchstaben-Logos welt­be­kannter Marken zusammen, von Amazon bis Zenith. Die Schöpfer schreiben dazu: »Wir haben sowohl eine farbige als auch eine Standard-Monochrom Version gebaut. Farbfonts sind noch relativ neu und nicht mit allen Browsern oder Programmen kompa­tibel. Colorfonts​.wtf hat einen voll­stän­digen Leitfaden zur Kompatibilität.« Wer die Download-Seite für den Font in Firefox aufruft, das Color-Fonts unter­stützt, kann dort umge­hend farbige Schriftmuster erstellen.

Mein abschlie­ßender Tipp: Ihr benutzt diesen Font nur für private Experimente, denn selbst­ver­ständ­lich genießt jeder »Buchstaben« welt­weiten Markenschutz. #brand­ne­w­roman


Start-up-Dokusoap »Unlimited Ltd.«, der Pilot

Alles redet von der Berliner Startup-Szene. Doch wie sieht es tatsäch­lich hinter den Kulissen aus? Der Fontblog-Humor-Agent Michael Bukowski hat sich unter die Nerds und IT-Strippenzieher in der Hauptstadt gemischt, um die unter­ka­pi­ta­li­sierte, über­per­for­mante Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Die Pilotfolge seiner gerade gestar­teten Dokutainment-Mockumentary-Reality-Fiction-Cameo-Venture-Capital-Serie »Unlimited Ltd.«, ausge­strahlt auf YouTube, liefert einen erster Eindruck.

Die Redaktion von Unlimited Ltd. lädt euch zum Feedback ein, auch Whistleblower und Product-Placement-Verkäufer sind herz­lich einge­laden mitzu­ma­chen … die im Film genannte e-Mail-Adresse funk­tio­niert wirk­lich und führt direkt in den Newsroom der Redaktion getunlimitedlimitedapphq23@gmail.com.


Haselnussbrotaufstrich mit eigenem Namen

Mir gefallen ja solche Aktionen, wie sie gerade von Nutella veran­staltet werden. Unter dem Motto »dein nutella« können Fans des süßen Brotaufstrichs auf nutella​.de ihr eigenes Etikett beschriften und sich zusenden lassen. Die Texteingabe wird von einer Vornamen-Datenbank über­wacht, so dass Firmennamen und Konkurrenzmarken nicht ange­nommen werden. Schade … nichts wäre skur­riler auf dem Frühstückstisch als ein Nutella-Glas, das sich Nudossi nennt.

nutella


Schlimmer geht’s immer: Fahrschule Edelweiss

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Vor gut drei Jahren habe ich mir erlaubt, die Leuchtreklame der Fahrschule Edelweiss in Berlin Wilmersdorf ausein­ander zu nehmen: Schriftverbrecher. Einige Monate später hab’ ich noch mal »nach­ge­treten«: Ronald W. ist sauer auf uns Typografen. Fontblog-Leser reagierten vergrätzt darüber, dass ich mich verbal an kleinen Dienstleistern vergreife. Dabei wollte ich doch nur das Bewusstsein aller Beteiligten dafür schärfen, dass da noch was geht … quali­täts­mäßig.

Die Botschaft scheint ange­kommen. Seit einigen Wochen ist die Fahrschule Edelweiss eine neue Filiale der mega Qualitäts-Fahrschulen (»4 x in Berlin«). Die Beschilderung wurde komplett ausge­tauscht: Endlich keine gequetschte Bell-Centennial-Schrift mehr … dafür ganz toll viele Informationen in unser aller Lieblingsschrift Bauhaus. Besonders beein­dru­ckend sind die versteckten Botschaften in der Beschilderungsarchitektur, zum Beispiel das Argument preis­be­wusst. Während der Schildermacher damals zwei unter­schied­liche lange Transparente produ­zierte (auf Kosten der Schrift, die er einfach stauchte), ließ die mega Qualitäts-Fahrschule einen einzigen Entwurf anfer­tigen, der in zwei­fa­cher Ausführung gedruckt wurde. Das Duplikat sparte nicht nur Entwurfskosten, sondern verrin­gerte auch die Herstellungskosten dank Serienproduktion. Ganz zu schweigen vom zusätz­li­chen Lichtgewinn und dem gestei­gerten Werbeeffekt in den Abendstunden. Geht doch!

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Meine Lieblingsfahrschule in Berlin-Wilmersdorf


Versal-Eszett-Schnee von gestern [Update]

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Liebe Leute,

wir haben noch eine wich­tige Nachricht aus dem letzten Jahr nach­zu­tragen. Informierte Kreise sind viel­leicht über diesen Eintrag auf typo​grafie​.info gestol­pert: Font-Wiki – FF Quixo von Frank Grießhammer. In einem Community-Kommentar vom 9. Dezember 2013 hieß es dort: »Das große Eszett ist enthalten, wurde aber absicht­lich sabo­tiert. Das zeugt von wenig Respekt des Typedesigners gegen­über den Nutzern der Schrift.«*

Was war passiert? Oppositionelle hatten das Versal-Eszett in der Schrift Quixo geschändet. Auf den Sockel des Buchstabens waren die Lettern D O O F gesprüht, was angeb­lich »Deutsche Oben-Ohne-Front« heißen soll.

Der Herausgeber von FF Quixo hat sofort reagiert und das Graffiti entfernt. Bereits seit dem 23. Dezember 2013 liegen die berei­nigten Fontdateien auf dem Server von font​shop​.com. Die bishe­rigen 283 Käufer der Schrift FF Quixo wurden über die neuen Daten infor­miert und auto­ma­tisch mit Austauschdateien belie­fert. Ende des Schnees von gestern … wo bleibt der von morgen?

*[Update: Der zitierte Kommentar wurde nach Erscheinen dieses Beitrags entfernt]


Agentur Amateur baut sich eine Homepage

In der von arte Creativ TV portrai­tierten Agentur Amateur werden die krea­tiven Aufgaben von Amateuren über­nommen. Das von Maximilian Williams gegrün­dete Werbebüro will für »frischen Wind in der Branche« sorgen. In der aktu­ellen Folge steigt das Quintett ins Internet ein … und wäre fast geschei­tert, beim Versuch den ersten Tweet zu senden und ein Facebook-Profil zu erstellen. Ganz zu schweigen vom Bauen einer Homepage:


Arte-Creative-Serie: Amateure machen Werbung

AgenturAmateurDaumen

»Die Kreativebranche ist wie der Wilde Westen, da wird mit Ideen um sich geschossen …« verkündet Agenturchef Maximilian Williams zu Beginn der zweiten Folge von »Agentur Amateur«, eine Doku von Arte Creativ. Es soll ein Corporate Design entwi­ckelt werden. In der Agentur Amateur werden alle krea­tiven Aufgaben von Amateuren über­nommen, die für frischen Wind in der Werbebranche sorgen möchten. Die vier Neulinge jonglieren dabei mit Video, Foto, Logo, Web, Musik und Auftraggebern. Arte Creative doku­men­tierte die Anfangszeit der Agentur.

In der ersten Folge stellen sich die Amateure kurz vor. Der Geschäftsführer erklärt das Konzept der Agentur. Gemeinsam entwi­ckeln sie die Firmenphilosophie «Team, Kreativ, Freiheit, Erfolg«.

In Folge 2 (»Corporate Design«) brain­stormen die Amateure nach einem Slogan. Danach entwerfen sie ein Logo, zuerst auf Papier dann am Mac. Abschließend präsen­tieren die Amateure ihre Designs.

In der heute erschie­nenen Folge 3 geht es um die ENtwicklung eines Imagefilms. Dabei benutzen die Amateure zum ersten Mal eine Videokamera.

LogoPrototyp01-1a


bukowskigutentag 12/13: Prognose-Vorhersage

Heute möchte ich mich für den Wirtschaftsnobelpreis nomi­nieren. Oder mich zumin­dest ins Spiel bringen, falls man sich nicht selbst nomi­nieren darf. (Bestimmt ließe sich das in wenigen Minuten im Internet recher­chieren. Da bin ich absolut zuver­sicht­lich.) Aber zum Grund für mein Vorhaben: Es handelt sich um eine Forschungsarbeit im Bereich Prognose-Wissenschaft.

Ausgangspunkt meiner Forschung ist folgender Sachverhalt: Mit jeder Wirtschaftskrise findet sich ein Wirtschaftswissenschafter, der die Krise prognos­ti­ziert hatte. Dieser Wirtschaftswissenschaftler erhält dann vorher­sagbar den Wirtschaftsnobelpreis für seine Vorhersage. So weit, so bekannt. Aber jetzt komme ich mit einer, wie Sie gleich merken werden, bahn­bre­chenden Arbeit ins Spiel.

Tatsächlich prognos­ti­zieren täglich tausende Wirtschaftswissenschafter auf der ganzen Welt wirt­schaft­liche Entwicklungen. Es werden dadurch alle über­haupt mögli­chen Entwicklungen in Verknüpfung mit allen mögli­chen Zeitpunkten vorher­ge­sagt.

Aufgrund dieser statis­ti­schen Sachlage ist es ausge­schlossen, dass ein Ereignis eintreten kann, das niemand prognos­ti­ziert hat. Daher kann ich persön­lich prognos­ti­zieren, dass auch bei der nächsten Krise jemand mit dazu passender Prognose gefunden werden wird und man sich die Aufregung über den nur auf den ersten Blick erstaun­li­chen Treffer schlicht sparen kann.

So, ich wäre dann so weit. Wir können zur Preisverleihung schreiten.

Michael Bukowski

P.S.: Autoren, die diesen Beitrag geschrieben haben, haben auch diese Beiträge geschrieben.