Fontblog Schriftgeschichten

Tilburg Sans macht die Runde

Gestern schrieb mir Benjamin Ritter, ein 32jähriger Steinmetz aus Nordhessen:

Hallo Herr Siebert,

vor nunmehr über einem Jahr habe ich, haupt­säch­lich aus persön­li­chem Interesse, die TYPO Berlin »Wanderlust« besucht, was eine Kette von Ereignissen nach sich zog und noch immer zieht, von denen ich Ihnen einfach mal berichten möchte.

Begonnen hat alles in einem eher klei­neren Saal im Haus der Kulturen der Welt (TYPO Show), auf dessen Bühne plötz­lich zwei Holländer auftauchten und ihre TilburgsAns präsen­tierten. Sie, lieber Herr Siebert, erin­nern sich mit Sicherheit, weil Sie dieses tolle T-Shirt von den beiden über­reicht bekamen. Ich war begeis­tert von dem Vortrag, insbe­son­dere der Idee, die TilburgsAns-Lettern zur Adoption frei zu geben.

Jürgen Siebert mit dem TilburgsAns-T-Shirt »She loves you yeah, yeah, yeah«

Zurück in der Heimat habe ich schnell mit Sander Neijnens Kontakt aufge­nommen und nach nur wenigen Mails war klar, dass ich den Buchstaben Å (= Aring) adop­tieren möchte. Sander und sein Kollege Ivo van Leeuwen wiederum fanden es aufre­gend, dass jemand, der 400 Kilometer von Tilburg entfernt lebt, Interesse an ihrer Schrift zeigt.

Also haben sie sich ein paar Tage später ins Auto gesetzt und mir den Buchstaben persön­lich vorbei gebracht. Kurze Führung durch die Steinmetzwerkstatt, zusammen Nudeln essen und schon waren die zwei wieder verschwunden. Ein kleines Video dieses Road-Trips ist ganz nebenbei auch noch entstanden:

Kurze Zeit später bat mich die Rockband meines Bruders – Grannys Garden – um den Entwurf eines Logos. Und weil mich der Charakter dieser Band sehr an den Charakter der Stadt Tilburg erin­nert hat, kam TilburgsAns zum ersten Mal komplett zum Einsatz (Erläuterungen zum Logo-Design, PDF). Das fanden wiederum Ivo und Sander so toll (»Wow, eine deut­sche Band mit unserer Schrift«), so dass Ivo uns mit seiner Familie zum jähr­li­chen Werkstattkonzert besuchte, auf dem die Band das erste Mal unter neuer Flagge auftrat.

Ivo versprach nach dem Konzert einen Auftritt für die Jungs in Tilburg zu orga­ni­sieren und so haben sie am 12. Oktober auf dem »Forgotten Hits«-Festival gespielt. Natürlich nicht ohne sich zuvor die Stadt von den TilburgsAns-Macher zeigen zu lassen, um endlich mal die ganzen Icons der Schrift im Original zu sehen.

Das Logo der nord­hes­si­schen Band Grannys Garden, inspi­riert von TilburgsSans

Nächstes Jahr wird dann Ivo mit seiner Band in unserer Werkstatt spielen. Bis dahin bin ich gespannt, was noch alles in TilburgsAns geschrieben werden wird. Einige Buchstaben habe ich in der Zwischenzeit auch schon in Stein gemei­ßelt. Hier eignet sich ganz wunderbar die Black-Version. Ob Steinhocker, Gartenskulptur oder sogar im Tiergrabmalbereich … die Schrift findet immer wieder ihre Berechtigung.

Viele Grüße aus Neukirchen und alles Gute für Sie,

Benjamin Ritter


Neue, lebendige »Holzdruck«-Schriftfamilie Kontiki

Meine Begeisterung für die Digitalisierung indus­tri­eller Schriften – also Stempel-, Schablonen-, Baukasten-Schriften und ähnli­ches –, begann an einem Sonntagnachmittag vor 27 Jahren, in den Räumen von MetaDesign/FontShop in der Bergmannstraße in Kreuzberg. Ein Praktikant namens Just van Rossum legte mir einen Plastikstreifen mit Buchstaben aus der Dymo-Prägepistole auf den Schreibtisch und sagte: »Das müsste man mal digi­ta­li­sieren, oder‽« Ich antwor­tete: »Ja, mach mal …« und keine zwei Stunden später hatte ich die Dymo-Buchstaben auf meinem Computer.

Das fand ich genial: Kein Prägegerät, keine Kunststoff-Streifen in verschie­denen Farben, kein Fehlprägungen, keine Größenvorgabe … einfach nur ohne Ende Dymo-Schriftzeilen tippen, und nach Belieben weiter­ver­ar­beiten. Einige Wochen später haben wir Justs Dynamoe mit 4 weiteren Industrieschriften als FF Instant Types auf den Markt gebracht, und sie begrün­deten ein neues Genre im Bereich digi­ta­li­sierter Schriften.

Einen sehr ähnli­chen Weg hat jüngst auch der Kölner Schriftentwerfer Felix Braden zur Entwicklung seiner neuen Schriftfamilie Kontiki beschritten, wobei die Vorlagen bei weitem mehr Handwerk und Raffinesse erfor­derten, als das Bedienen einer Etiketten-Präge-Maschine. Kontiki simu­liert einen hand­ge­machten Holzdruck, ist aber im Digitalen weniger aufwändig in der Produktion und besser zu steuern. Den Anwendern bieten sich so die Möglichkeit, ein Druckbild – ähnlich einem tradi­tio­nellen Holzschnitt – zu schaffen, ohne dass Missgeschicke und Fehldrucke dazwi­schen­funken. Der Charme von manuell herge­stellten Drucksachen hat immer noch einen beson­deren Wert und gilt heute als Zeichen »hand­made« oder »mit Liebe gemacht«.

Für die Erstellung der Schrift wurden 193 Glyphen per Hand aus fünf Holzplatten geschnitten und manuell gedruckt. Aus unzäh­ligen Testdrucken wurden die inter­es­san­testen vier ausge­wählt und digi­ta­li­siert, um die unter­schied­li­chen Schnitte von Kontiki zu erstellen. Zu jedem der 560 Zeichen bietet die Schrift vier verschie­dene Druckbilder und gibt den Benutzern so die Möglichkeit zu vari­ieren und ein bewegtes Schriftbild nach eigenen Vorstellungen zu schaffen.

Die Kontiki Familie bietet vier Schnitte mit unter­schied­li­chem Druckbild als sepa­rate Schriftdateien mit jeweils 560 Glyphen. Die Pro Version vereint alle 2240 Zeichen in einer Schriftdatei und enthält die einzelnen Varianten als Stylistic Alternates. Außerdem ermög­licht das Opentype Feature Contextual Alternates eine zufäl­lige Variation der Glyphen mit unter­schied­li­chem Druckbild. Beim Kauf der Pro Version sind die einzelnen Schnitte kostenlos enthalten. Wer mit seiner Layout-Software keinen Zugriff auf diese Opentype Features hat, sollte die Einzelschnitte verwenden. Alle anderen sollten die Pro-Version nutzen, schon wegen des opti­mierten Kernings bei Glyphen aus unter­schied­li­chen Schnitten.

Kontiki wird aktuell bei MyFonts zum Einführungspreis (50%) ange­boten.

Felix Braden lebt und arbeitet in Köln. Er hat an der Fachhochschule Trier Kommunikationsdesign bei Andreas Hogan studiert und mit Jens Gehlhaar bei Gaga Design gear­beitet. Er war eines der Gründungsmitglieder von Glahaus-Design, und arbeitet zur Zeit als Art Director bei MWK Cologne und als frei­schaf­fender Schriftgestalter. Im Jahr 2000 grün­dete er die Foundry Floodfonts und gestal­tete viele Schriften die über Adobe Typekit verfügbar sind (Moby, Bigfish, Hydrophilia, u.a.). Seine kommer­zi­ellen Schriften werden vertrieben vom Fontshop (FF Scuba), Floodfonts (Capri, Sadness, Grimoire), URW++ (Supernormale), Volcanotype (Bikini) und Ligature Inc (Tuna als Kooperation mit Alex Rütten). FF Scuba ist einer der Gewinner des Communication Arts Typography Annual 2013.


»Neue« Regierungsschrift für die USA

Auf einer Website der US-Behörde GSA (General Services Administration) hat die haus­ei­gene Kommunikationsagentur 18F die Vorschau einer 9-schnit­tigen Schriftfamilie veröf­fent­licht, die aktuell für die Verwaltungen der USA entwi­ckelt wird. Die GSA ist eine unab­hän­gige Dienststelle der US-Regierung zur Unterstützung von Bundesbehörden mit Hauptsitz in Washington, D.C.

Wie GitHub zu entnehmen ist, heißt die Regierungsschrift seit zwei Monaten Public Sans – der Name ist Programm –, zuvor war sie unter Libre Franklin bekannt. Libre Franklin ist eine Neuinterpretation (besser: Kopie) des Morris Fuller Benton-Klassikers Franklin Gothic. Sie wurde von Pablo Impallari digi­ta­li­siert, ein argen­ti­ni­scher Schriftentwerfer, der eher für Nachahmungen als für origi­nelle Neuheiten bekannt ist. Seine Website impallari​.com wurde von einigen Monaten abge­schaltet. Die dort imple­men­tierten Font-Test-Routinen waren unter Schriftentwerfern beliebt. Im Copyright der Schriftdateien von Public Sans ist Pablo Impallari einge­tragen, zusammen mit Rodrigo Fuenzalida und Dan O. Williams, der für »Modifikationen« verant­wort­lich zeichnet.

Ich kenne das Briefing für die geplante Regierungsschrift nicht, aber irgendwie scheint mir der Prozess »von hinten durch die Brust ins Auge« zu gehen. Warum bastelt die Agentur der GSA an der digi­talen Kopie einer 1903 für den Bleisatz entwor­fenen Schrift herum, anstatt mit erfah­renen Schriftentwerfern ein maßge­schnei­dertes Font-Konzept zu entwi­ckeln, das sich an den aktu­ellen Herausforderungen der digi­talen visu­ellen Kommunikation einer Regierung orien­tiert?


Sans Klassiker Haas Unica™ wird moderne Großfamilie

„Etwas luftiger in der Laufweite und die Buchstaben etwas schmaler.“ Seine Komplett-Überarbeitung der Haas Unica™ Familie für Linotype beschreibt Toshi Omagari, Absolvent des renom­mierten Typeface Design Kurses an der University of Reading, bescheiden. Die Neuveröffentlichung greift André Gürtlers Unica von 1980 auf.

In den späten 1970er beauf­tragte die Haas’sche Schriftgiesserei eine zeit­ge­mäße Interpretation ihrer Helvetica Familie, die der tech­ni­schen Entwicklung zum Fotosatz Rechnung tragen sollte und gleich­zeitig die Formgebung der Zeit aufnehmen sollte. Es enstand die Haas Unica – der Name ein Spiel mit den beiden großen Schrift-Ahnen Helvetica und Univers®. 

Haas-Unica-Schnitte bei FontShop

Omagaris aufwän­dige Interpretation baut die Originalfamilie nicht nur auf neun Schriftschnitte mit passenden Kursiven von Ultra Light bis Extra Black aus, er kreuzt geschickt einen weiteren Titan unter den Sans-Klassikern ein: die Akzidenz Grotesk. Um den globa­li­sierten Kommunikationsanforderungen gerecht zu werden, gehören nun auch Non-Latin-Zeichen für die zentral- und ost-euro­päi­schen Sprachen zum Zeichenvorrat, sowie Griechisch, und Kyrillisch.

Mehr zur neuen Haas Unica und ein Einführungsangebot steht in den FontShop News.


Familienzuwachs: Lukas Schneider & FF Utility

Wie wirkt die Erweiterung einer Schriftfamilie sich auf das Gesamtkonzept aus? Sind Familien je ausgewachsen?  FF Utility, 2002 als Diplomarbeitsprojekt begonnen, erhielt kürzlich zwei neue Light-Schnitte – und eine komplette Überarbeitung. Zu den Hintergründen haben wir mit Lukas Schneider gesprochen.

Eine Schrift zu gestalten war für Designer Lukas Schneider schon deshalb nahe­lie­gend, weil man während des Studiums „ständig mit Schrift hantiert“ – und er im Rahmen seiner Diplomarbeit kost­bare sechs Monate Zeit hatte. Zudem fand Lukas („Das war wie eine Erleuchtung für mich!“) am Schwarzen Brett einen Aushang von Linotype: Akira Kobayashi suchte eine studen­ti­sche Aushilfskraft („Ich hab den Zettel sofort abge­rissen, damit ihn kein anderer sieht“). So profi­tierte Lukas von Supervision bei der Entwicklung der FF Utility – oder damals noch ihrer Urform namens Gazoline. Die lag nach dem Diplom aller­dings „erstmal ewig rum“ …

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FontFont veröf­fent­lichte die Ur-FF-Utility-Familie mit fünf Fonts 2008. Im letzten Monat kamen die Erweiterungen Thin und Extra Light hinzu.  

Wie die weitere Entwicklung der FF Utility verlief, beschreibt Lukas so:

Lukas, war der Name Programm?

Nicht ursprüng­lich. Beim Gestalten dachte ich an 50er-Jahre-Schriften an Tankstellen in den USA und hatte Gazoline im Sinn; das fand ich kraft­voll – ging aber nicht, gab es schon. Es gab Namensvorschläge von Stephen Coles (soweit ich mich erin­nern kann), – Utility fand ich am passendsten. Irgendwann sieht man das prag­ma­tisch. Zudem hatte sich die Ästhetik der Schrift im Gestaltungsprozess geän­dert.

Warum kommt jetzt die Erweiterung? Was war deine Motivation?

Die Erweiterung, oder die Idee zur Erweiterung, war schon da, bevor die FF Utility mit fünf Schnitten 2008 als FontFont herauskam.

Das klingt, als hätte FontFont gedrän­gelt?

Ja, schon (lacht leise)… Zum Beispiel möchte das FF-Type-Department immer vier Ziffernsätze. Die haben wir für fünf Ur-Schnitte gemacht von Light bis Black. Damals dachte ich schon, es wäre schön, etwas noch Leichteres für große Headlines zu haben. Oder eine Condensed. Schon 2008  habe ich erste Versuche gemacht – nebenher – dann lagen die Sachen eine Weile rum – und jetzt war es einfach an der Zeit.

Inzwischen konzen­triere ich mich mehr auf Schrift (Lukas Schneider resü­miert).

Weil ich für mich gelernt habe, ohne Konzentration wird es nichts.

Die Entwürfe liegen sonst zu lange herum und man hinter­fragt Details ständig neu. Anfang des Jahres habe ich mir gesagt, jetzt ziehst du das durch. FontFont freuen sich ja auch immer, Ivo fragt: „Gibt’s denn auch mal Italics?“ Jetzt haben wir zwei neue leichte Schnitte gemacht, bzw. einen ganz dünnen Master, die Thin, und dann eine Interpolation, die Extra Light.“

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Die Gesamtheit aller Schriftschnitte muss stimmen, einer einheit­li­chen Formensprache folgen. Also über­ar­bei­tete Lukas Schneider anläss­lich der Neuzugänge die Ur-Familie gleich mit.

Der Prozess hielt konzep­tio­nelle Überraschungen bereit: Es war nicht so einfach wie anfangs gedacht. Diese zwei leichten Schnitte waren von mir damals nicht einge­plant. Das heißt, wenn ich sie genau nach Plan durch­ge­zogen hätte, wären die Proportionen im Gesamtbild nicht wirk­lich harmo­nisch gewesen.Das hat dazu geführt, dass ich dann doch auch die Proportionen der alten Schnitte über­ar­beitet habe, was vorher eigent­lich nicht so geplant war.

Ich dachte anfangs, die alten Schnitte packst du einfach gar nicht an (lacht leise):

Man sieht Sachen, die man vorher nicht gesehen hat. Das will man dann einfach nicht so stehen lassen wie es war.

Ich finde die Schriftfamilie ist durch die Anpassungen moderner geworden und durch die Erweiterung des Zeichensatzes durch SmallCaps beispiels­weise auch viel­sei­tiger einsetzbar.“

Lukas, warum eigent­lich keine Kursive?

Ich weiß, es gab Rezensionen zur FF Utility; einige meinten, dass es keine Kursive braucht und Auszeichnung auch anders geht. Jetzt geht das ja auch mit Small Caps. Ganz ehrlich – für mich war das damals zu viel Arbeit. FF Utility ist mein aller­erstes Schriftprojekt und so nicht geplant. Im Grunde wäre es schon gut, Kursive zu haben …

Gibt es einen Trend, auf Kursive zu verzichten?

Das sehe ich nicht so.

Selbst aktu­elle Monospace-Schriften haben Italics.

Wenn ich mich so umschaue, sehe ich keinen Trend darin – Gottseidank. Die FF Utility gibt das gestal­te­risch her. Prinzipiell bin ich auch sehr kritisch wenn es um die eigene Arbeit geht und die Überarbeitung der FF Utility hat mir bereits viel Zeit geraubt, also nicht ,geraubt‘, sondern mich Zeit gekostet. Heute erwarten ja viele von einer Schrift, dass sie mindes­tens 16 Schnitte hat. Ich denke aber, weniger ist manchmal mehr und ich finde es durchaus legitim einfach erstmal die Geradestehenden zu veröf­fent­li­chen und dann weiter zu schauen.

Meine Schlussfolgerung: Die Familienplanung damals war viel­leicht unbe­darft.

In Zukunft würde ich auch die Italics mitplanen.

Es wäre besser, parallel zu planen oder alles zumin­dest ansatz­weise mitzu­denken, mitzu­skiz­zieren. Es ist für mich schwierig, über eine – oder viel­leicht speziell diese – Schrift zu spre­chen.

Die FF Utility war sein Schneiders Einstieg. „Ohne inhalt­liche Hintergedanken“ sei er damals an die Schriftgestaltung heran­ge­gangen, ohne an bestimmte Anwendungsbereiche zu denken – „frei Schnauze“. Trotzdem, oder viel­leicht deshalb, trägt seine FF Utility ihren Namen selbst­be­wusst und ganz zu Recht und voller Würde.

Lukas_Schneider_Interview

Zeichnen, drucken, korri­gieren, zeichnen drucken korri­gieren … Lukas Freizeitaktivitäten haben bis zum Release der neuen FF Utility Schnitte immens abge­nommen. Das wird jetzt anders. Oder kommen doch Italics? 

Und was macht Lukas Schneider, wenn er mal nichts Nützliches tut? Für ihn offenbar die scho­ckie­rendste aller Fragen: „Oh je. In letzter Zeit … oh je … das hat ganz schön abge­nommen. Fahrrad fahren, also bißchen inten­si­viert, Rennrad, aber … mmh … das ist immer echt schwierig.“ Ich bin mir nicht sicher, meint er „immer“ diese Fragen oder „immer“ diese Freizeit, und möchte ihn nicht länger quälen – da kommt ein entschie­dener Nachsatz: „Ich bastele gerne. Sachen vom Sperrmüll aufmö­beln, eine Designer-Couch zum Beispiel – einen alten Plotter habe ich umge­baut. Und sonst, ja … nee. Also es hat schon ziem­lich viel mit Schrift zu tun. Man rennt mit offenen Augen rum, foto­gra­fiert, sammelt“.

Wir freuen uns, wenn er weiter­bas­telt – auch an der FF Utility.

Lieben Dank für das Interview, Lukas! Das Interview führte Sonja Knecht .


FF Mister K. Station 2014: OpenType Webfont

Seit Kafka sie schrieb und seit ihrer Veröffentlichung als FontFont im Dezember 2008, reist die FF Mister K Familie der finni­schen Schriftgestalterin und Philologin Julia Sysmäläinen umher

Ihr Ursprung: Die Prager Tagebücher des Schriftstellers Franz Kafka (1883–1924) ab 1914. Als die Nationalsozialisten 1939 in Prag einmar­schieren, rettet Max Brod Kafkas lite­ra­ri­sche Aufzeichnungen und mit ihnen Kafkas Handschrift, Station:  Tel Aviv. 55 Jahre später werden Kafkas Tage- und Notizbücher, ihrem Format nach auch Quarthefte genannt, in Frankfurt erst­mals digi­ta­li­siert. 2004 beginnt eine neue Digitalisierung, 2007 die Umwandlung in in Outlines, Station: Berlin. 2010 reist FF Mister K. mit der Ausstellung Travelling Letters nach Lahti, Finnland.FF-Mister-K-Web-OT-Feat-Screen_DEEndlich auf dem Bildschirm wie im Druck verfügbar: FontFont veröf­fent­licht die FF Mister K. Familie von Julia Sysmäläinen als Webfont mit umfang­rei­chen OpenType-Features

Formal gehört FF Mister K. zur Gruppe der Schreibschriften oder Script-Fonts. Wie Kafkas Handschrift kenn­zeichnet Sysmäläinens Mister K. die eigen­stän­dige und viel­fäl­tige, aber gleich­zeitig gut lesbare Formensprache. Der Name Mister K. nimmt die Namen der Hauptfiguren der Romane Der Prozess und Das Schloß auf.

Die aktu­elle Station auf der Reise von Mister K. ist das Web. Erst seit Kurzem ist es möglich Script-Fonts mit komplexen OpenType-Features auch als Webfont einzu­setzen. Alle Browser (ausser Safari) unter­stützen jetzt zum Beispiel Contextual Alternates, wie den Einsatz des „langen S“. Die OpenType Features von FF Mister K. können auf FontShop​.com betrachtet werden.

FF Mister K. Sheep_spread

Die Originalhandschrift aus einem Quartheft von Franz Kafka und Julia Sysmäläinens digi­ta­li­sierte Form. Aus Stop Stealing Sheep, 3. Auflage (2013), Erik Spiekermann, Adobe Press.

Wie die OpenType Layout Features bei Web FontFonts aussehen und welches Kommando welches Feature akti­viert, zeigt die Web FontFont Microsite. Wie der Printer-Font, besteht auch der Webfont aus inzwi­schen sieben Mister-K.-Schriftschnitten Splendid Light, Dingbats, Splendid, Regular, Onstage, Informal, Crossout und Dingbats UI.

Während der Regular Font den Fluss einer weit­ge­hend verbun­denen Handschrift digital simu­liert weist Onstage verstärkt kalli­gra­phi­sche Züge mit über­wie­gend allein stehenden Zeichen auf. Crossout schließ­lich enthält den gesamten Zeichensatz in nach Kafkascher Manier akri­bisch durch­ge­stri­chener Form. Die Schriftschnitte werden durch Mister K Dingbats ergänzt, einem Satz von 600 Piktogrammen, in der Form dem Regular-Font ange­passt.

FF Mister K bei FScom

Direkt auf den Bildschirm kann der FF Mister K. Webfont auspro­biert werden und wandelt sich, je nach geschrie­benem Zeichen in den passenden Anschlussbuchstaben um

Die FF Mister K. OpenType Features ermög­li­chen viel­fäl­tige kontext­be­zo­gene Substitutionen und hauchen dem Zeichenfluss varia­ti­ons­rei­ches Leben ein, indem im Wort- und Satzbild Formwiederholungen vermieden werden. Diese Features sorgen für authen­ti­sches Handschrift-Verhalten:

Standard Ligatures: Substituieren Zeichenfolgen durch zwei, drei oder vier Zeichen verbin­dende Ligaturen und erzeugen verbun­dene Worteinheiten mittels alter­na­tiver Zeichen für hohe, mitt­lere und tiefe Verbindungen

Contextual Alternates: sorgen für Unterstreich- und Durchstreichoptionen, sowie deko­ra­tive Endformen

Stylistic Sets: gene­rieren verein­fachte, nicht verbun­dene Zeichensätze für Abkürzungen, Akronyme und Formeln

Discretionary Ligatures: ersetzen Wörter mit zuge­ord­neten Piktogrammen.

Für FF Mister K. empfing Julia Sysmäläinen ein Certificate of Excellence in Type Design bei der inter­na­tional Modern Cyrillic 09 Competition in Moskau und einen Premier Award der International Society of TypoGrafikdesign Competition in London.


Gut gelaunt: Christmas Icons von LiebeFonts

Hohoho! Spätestens heute, nach dem ersten Adventswochenende, steht Weihnachten unaus­weich­lich vor der Tür. Und passend für alles, was auf den letzten Drücker weih­nacht­lich und char­mant bebil­dert werden muss, unser der Woche: LiebeChristmas Icons. LiebeFonts die Berliner Font-Manufaktur von Ulrike Rausch räumt dem Handwerk im Gestaltungsprozess viel mehr Platz ein. Ergebnis sind kalli­gra­fisch inspi­rierte Lettering Fonts und Dingbats. LiebeChristmas_Socken Nur für kurze Zeit erhalten die feier­li­chen Dingbats einen Endjahres-Rabatt von 25% und kosten als OT- oder Webfont je 11,20 Euro (zzgl. MwSt.). Hier geht es zu den Christmals Icons …


Jubiläum – FF Scala von Martin Majoor wird 25

FontShop: FF Scala Jewel Er brachte die Buchschrift-Tradition mit der Welt der digi­ta­li­sierten Schriften in Einklang: Martin Majoor. Seine FF Scala Familie wurde in dieser Woche 25 Jahre alt. Wir gratu­lieren!

Martin Majoor erin­nert sich: »Dank der Möglichkeiten der neuen digi­talen Design-Technologien genoss ich bei der Gestaltung von Scala große Freiheit und konnte ein verbin­dendes Konzept für Serif- und [1993] die Sans-Version entwi­ckeln. Viele der allge­mein akzep­tierten Ideen erscheinen mir nicht logisch. Als unab­hän­giger Designer war ich zum Glück nicht verpflichtet, ihnen zu folgen.« 

FF-Scala-Oneliner

Obwohl sichtbar durch Elemente ihrer Antiqua-Vorgänger beein­flusst, ist es FF Scala gelungen, ihren unver­wech­sel­baren Stil zu finden

Benannt nach der Mailänder Scala aus dem späten 18. Jahrhundert  wurde FF Scala ursprüng­lich für das Corporate Design des Vredenburg-Konzertgebäudes in Utrecht entworfen. Auch gestal­te­risch reichen die Scala-Wurzeln zurück zu den frühen vertikal-betonten Schriften des fran­zö­si­schen Typografen Pierre Simon Fournier, der 1737 den Punkt als Einheit für die Schriftgröße einge­führt hatte, und der sich an der huma­nis­ti­schen Form von Bembo orien­tierte.

In den späten 80er Jahren, als die ersten Scala-Schnitte entstanden, schlug das Pendel typo­gra­fi­scher Trends gerade in das andere Extrem: »The Grafic Language of Neville Brody« war 1988 erschienen und hatte die Welt der Gestaltung revo­lu­tio­niert

FontShop: FUSE 1: 'State', poster and fonts by Neville BrodyDas neue Schriftenhaus, das Erik Spiekermann mit Neville Brody grün­dete, sollte typo­gra­fi­sche Grenzen ausloten und biegen, um eine moderne, digi­tale Schriften-Bibliothek aufzu­bauen: Schriften verschie­denster Stile und für unter­schied­lichste Zwecke – zeit­ge­nös­sisch, expe­ri­men­tell, unor­thodox und radikal.

←Scala-Zeitgenosse: Poster aus FUSE 1 ‘State’, Neville Brody (Hrsg.), 1991, zur FUSE-Anthologie …

Die FontFont-Bibliothek entstand. Ausgerechnet Martin Major stieß hinzu. Dem FontFont-Schriftenzauber setzte er seine Buchschrift entgegen, die sich an der 500-jährigen Tradition der Renaissance Antiqua orien­tierte. Elegante Lettern mit hoher Wiedererkennbarkeit und belast­barer Satz kenn­zeichnen die FF Scala Schriftart und machte sie zu einem der bis heute belieb­testen FontFonts.

FontShop: FF Scala EntwicklungEntwicklung der FF Scala aus der Renaissance-Bembo über die Form von Fournier aus dem 18. Jahrhundert bis zur FF Scala von 1990

Scala bedeutet auch »Spektrum«, ein weiteres Merkmal der FF Scala, die als eine der ersten Sippen dem Serif-Stamm eine Sans-Familie mit iden­ti­schen Laufeigenschaften hinzu­fügt.

Von Light bis Black, der förm­li­chen bis zur deko­ra­tiven Typografie, bauen alle FF Scala-Schnitte auf dem glei­chen Formprinzip auf.

Aus der Serif-Version entstand durch das Abtrennen der Endstriche und aufwän­diges Anpassen des Kontrasts die Form der Sans-Variante. Die »Knochengerüste« beider Schriften sind absolut iden­tisch, so dass sie sich wunderbar kombi­niert einsetzen lassen.

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Als eine der ersten Schriftenfamilien erhielt die FF Scala einen korre­spon­die­renden Sans-Vertreter, der perfekt mit den Serif-Verandten harmo­niert, ohne die Harmonie des Textes zu beein­träch­tigen

Die ausger­prägten Serifen wurden ursprüng­lich für den zacken­freien 300 dpi Laser-Ausdruck entwi­ckelt. Auch kräf­tige Konturen und geringer Kontrast verhin­dern das Aufbrechen dünner Teile.

Robust meis­tert FF Scala schwie­rige Satzumgebungen wie den Druck auf minder­wer­tigem Papier.

Aus dem glei­chen Grund hat auch der Kursiv-Schnitt starke Serifen, die der Scala Italic einen eigenen »Klang« verleihen.

Der ausge­feilten Konstruktion der Zeichen fügte Martin Majoor einen enormen Zeichenvorrat hinzu, der großen Zeichenumfang des OpenType-Formats vorweg nahm. So verfügt FF Scala über vier Ziffernarten: Versalziffern für Tabellen, propor­tio­nale Versalziffern, Mediävalziffern für Tabellen und propor­tio­nale Mediävalziffern. Ziffern, Ligaturen, bedingte Ligaturen, Ordinalzeichen und Hochstellungen lassen sich heute komfor­tabel über das OpenType-Menü steuern.

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Eine tradi­tio­nelle Antiqua und die perfekt harmo­nie­rende Sans-Variante: Die Scala-Familie berei­chert die FontFont-Bibliothek um einen Buchsatz-Klassiker

Weitere Zeichen – die die Scala zu einer zeit­ge­mäßen Schrift für alle gestal­te­ri­schen Lebenslagen machen – sind Sterne, Rahmenelemente und geome­tri­sche Formen, mit denen man Formulare bauen kann oder die in einer Präsentation als Aufzählpunkt (Bullet) dienen. Eine Kuriosität sind rund 40 Zeigehände, die zu PostScript-Zeiten als sepa­rater Font ange­boten wurden. Seit der OpenType-Ära gehören sie zum Schnitt FF Scala Sans Regular. Zum Auswählen bzw. Aufrufen einer bestimmten Zeigehand leistet in Adobes InDesign das »Glyphen«-Fenster im Schriftmenü beste Dienste.

FontShop: FontFont-Focus No. 1 FF Scala

FF Scala-Pakete: Alle sech­zehn Schriftschnitte der Scala-Familie finden sich im  FF Scala OT Complete Suite Paket oder mit erwei­tertem Zeichenvorrat mit Fremdsprachen-Unterstützung in der FF Scala Pro Complete Suite. Weitere Pakete mit Grundschnitten oder Webfonts zeigt die FF Scala-Übersichtsseite.

Eine ausführ­liche Übersicht bietet die FF Scala FontFont Focus Broschüre (5,1 MB, 50 Seiten).

Scalas Lesbarkeit, ihr Konstruktionsprinzip und ihr Zeichenumfang machen sie zu einer belibten Satzschrift für Bücher und Zeitschriften, mühelos gelingen ihr Corporate-Aufgaben und sie ist sogar als Leitsystem (für die Metro in Los Angeles) im Einsatz. Im Schriftenranking der 100 besten Schriften aller Zeiten belegt FF Scala Platz 34.

FF Scala_handshake–M. Majoor

 

Über den Entwerfer: Seit Mitte der 1980er Jahre entwirft Martin Majoor Schriften. Nach einem studen­ti­schen Praktikum bei URW in Hamburg wech­selte er 1986 als typo­gra­fi­scher Gestalter in die F&E-Abteilung von Océ-Netherlands. Ab 1988 arbei­tete er als Grafikdesigner für das Vredenburg Music Centre in Utrecht, für das er die Schrift Scala für CI-Material entwarf. Zwei Jahre später veröf­fent­lichte FontShop International FF Scala als erste Textschrift in der neu gegrün­deten FontFont-Library.

1994 über­nahm Majoor die typo­gra­fi­sche Gestaltung des hollän­di­schen Telefonbuchs. Er entwarf eigens eine neue Schrift: Telefont. 2000 folgten FF Seria und FF Seria Sans, 2004 FF Nexus in den Versionen Sans, Serif, Mix und Typewriter.


Mit Schriften Geld verdienen? Das geht.

HVD-Fonts-CoverHannes von Döhren weiß wie man’s macht. Er entwirft Schriften, vertreibt Schriften, managed Schriften und admi­nis­triert Schriften. Seine Entwürfe erfreuen sich in Web- und Print- Publikationen großer Beliebtheit. Brandon Grotesk ist Headlinefont von Wired Online oder Textfont in Skype Kampagnen. Pluto ziert das Elle Decor Magazin und das Computer Arts Magazin.

Hannes gehört zu den »Charakterdarstellern« einer jungen Generation von Schriftenentwerfern, wie Jan Middendorp im Vorwort zu Hannes von Döhrens gerade erschie­nenem HVD Fonts Type Book beschreibt. Er meis­tert die zwei so unter­schied­li­chen wie wesent­li­chen Disziplinen Entwurf und Vermarktung.

Eine Schrift,  die über­zeugen (und gekauft werden) will, so Middendorp, muss heute mehr sein als eine Sammlung smarter Ideen und ansehn­li­cher Glyphen. Ihr einziges Ziel, als Schrift ein nütz­li­ches Werkzeug, zu werden, fußt auf der Fähigkeit typo­gra­fi­sche Lücken auszu­ma­chen und der Fertigkeit diese zu schließen.

Ein weiteres Pfund ist Hannes von Döhrens Produktivität, seine Besessenheit die Familien, die er entwirft Schnitt für Schnitt anwachsen zu lassen und die Begeisterung, zu beob­achten, wie der Zuwachs Form annimmt, »sich rundet«, wie er es beschreibt.

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So ist HVD Fonts Type Book zunächst eine Übersicht der auf inzwi­schen 358 Fonts ange­wach­senen HVD Schriftenbibliothek: 130 Seiten umfasst der Katalog der Text-Schriften, 100 weitere Seiten zeigen von Döhrens Display-Fonts. 

Der Schriftenkatalog findet sich einge­bettet in die Kapitel zur zweiten wesent­li­chen Disziplin des Schriftenentwerfens: der Schriftenvermarktung. Wie Erik Spiekermann in seinem Intro launig bemerkt:

Allein in Berlin gibt es inzwi­schen mehr Schriftenentwerfer als Polizisten.

Jenseits aller typo­gra­fi­sche Trends und Stilfragen bricht Hannes sein Rezept für den Erfolg als Schriftenentwerfer, Schriftvermarkter und Foundry in hand­liche Tipps auf. 10 steps to become a type desi­gner enthält die Essenz der gesam­melten Versuch-und-Irrtum-Erfahrungen in einer Liste, ange­fangen bei »Find an Idea«, über »Type Foundry vs. Self Publishing« bis »Action on the web«.

Schließlich erhält jeder Käufer des Buchs eine Font-Kostprobe der HVD Fonts Bestseller. Pluto Medium, Brandon Groteque Thin, Supria Sans Bold Italic, Niveau Grotesk Regular und Niveau Serif Medium Small Caps können mithilfe des perso­na­li­sierten Codes auf der letzten Seite kostenlos herun­ter­ge­laden werden.

Brandon-Grotesque-Sample

Wir verlosen unser Rezensionsexemplar. Da es Zeit für Weihnachtskarten ist: Welche Schrift kommt dieses Jahr auf die Karte? Und warum? Stichtag ist Montag, der 24. November, 12:00 Uhr Mittag. Mehr über Hannes von Döhren: im Fontblog-Interview, das wir führten, als seine Foundry HVD Fonts in das FontShop-Angebot aufge­nommen wurde.

Hannes von Döhren: Every Day I Draw at Least One Letter. The HVD Fonts TYPE BOOK | Text englisch, 296 Seiten, davon 24 Seiten auf Zeitungspapier mit 31 Font-Familien mit insge­samt 358 Einzelfonts, Format 17 x 24 cm, inklu­sive 5 Fonts im Wert über 70 Euro zur freien Nutzung | 39,80 € – beim Verlag Hermann Schmidt Mainz bestellen.

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Fotos: Cover ©Verlag Hermann Schmidt Mainz, Innenseiten © Hannes von Döhren


Texta – Sans-Allrounder von Latinotype

Zeitgemäß, offen und viel­seitig präsen­tiert sich die Texta Familie. Die Schriftschnitte Thin, Light, Book, Regular, Medium, Bold, Heavy, Black, und jeweils passende Kursive, stemmen ein Vielzahl typo­gra­fi­scher Aufgaben. Modell für die Familie standen die huma­nis­ti­schen Sans Familien von Adrian Frutiger und Edward Johnston. Zusätzlich flossen bei der Gestaltung der Versalien Schriften von Beschilderungen ein. Texta-Poster FontShop Macht eine gute Figur in den unter­schied­li­chen Gestaltungsräumen: Texta Sans eignet sich für Texte und Headlines ebenso wie für Displays, Poster und Verpackungen Latinotypes Daniel Hernández SánchezMiguel Hernández Montoya konzen­trierten sich beim Entwurf der seri­fen­losen Brotschrift auf den Kontrast aus ratio­naler Formenstrenge der Zeichen und der Dikten der Schriftschnitte. Dazu entwarfen sie einen Alternate-Font, der einer mono­tonen Anmutung entge­gen­wirkt und der für jeden Schriftschnitt geome­tri­sche Alternativen bereit hält. Wie bei allen Schriften von Latinotype sorgen auch bei Texta ausge­feilte Details für Charakter.  Texta-Alternates FontShopClou der Texta-Familie sind die Alternate-Schnitte, die Kleinbuchstaben, zum Beispiel ‚a‘ ‚g‘, oder ‚y‘ mit ihren geome­tri­schen Gegenstücken darstellen Das Texta-Komplett-Paket ist unser ★ der Woche: Für kurze Zeit können wir das Paket mit 32 Fonts für 14,64 statt 183 Euro anbieten. – – – Der Preis versteht sich zzgl. MwSt., Preisänderungen vorbe­halten.