Der Fontblog ist jetzt Geschichte

Liebe Leser,

dies ist der letzte Fontblog-Beitrag. Als Fontblog vor 13 Jahren star­tete, gab es noch kein Facebook, kein Twitter und kein Instagram. Wir alle hatten viel Zeit zum Schreiben langer Texte und langer Kommentare. Gerne erin­nere ich mich an Debatten über Stadtlogos (Cottbus, 279 Kommentare), unsere kosten­lose Alternativschrift Trivia zur Fußball-WM im eigenen Land, die Premiere der Webfonts oder den Jungen auf der Kinderschokolade.

Solche Diskussionen gibt es auch heute noch. Wir führen sie in den sozialen Netzen, schneller, einfa­cher und demo­kra­ti­scher, denn jeder Empfänger ist auch Sender – jede Kommentatorin und jeder Kommentator auf Augenhöhe mit dem Schöpfer einer Nachricht. Wer hätte vor wenigen Jahren geahnt, das wir für unsere beruf­li­chen und privaten Mitteilungen dasselbe Nachrichtenmedium wie der Präsident der Vereinigten Staaten nutzen können.

Fontblog bleibt als Archiv weiterhin im Netz. Ich selbst schaue mindes­tens einmal die Woche hier nach … zum Beispiel um ein Datum zu checken, oder Juli Gudehus’ Kritik an den Deutschen Designwettbewerben nach­zu­lesen, oder mit Freunden das typo­gra­fi­sche Wer wird Millionär noch mal zu spielen. Wir sehen uns auf Twitter, Instagram, Facebook, der TYPO-Konferenz und an vielen weiteren Orten. Vielleicht schon morgen in München, auf der Editorial-Design-Konferenz EDCH, wo ich unter anderem eine Theorie der glaub­wür­digen Schriften vorstellen möchte. j“


Buchtipp: Vom Blatt zum Blättern

Vom Blatt zum Blättern

Jetzt ist die Zeit im Jahr, wo Druck und Verarbeitung den Unterschied machen! Weihnachtskartenzeit. Wie dick ist das Papier? Wie einfalls­reich der Druck? Wurde gekonnt gefalzt, lackiert, geprägt oder gar gelasert? Kreativität ist gut, Professionalität besser. Karten, die sich gut anfühlen, bleiben in der Hand. Ihre Absender bleiben in Erinnerung.

Weil Printobjekte nicht nur am Jahresende, sondern ganz allge­mein wieder im Trend liegen, haben die Grafikdesignerinnen Franziska Morlok und Miriam Waszelewski mit »Vom Blatt zum Blättern« ein Buch verfasst, das von der Planung einer Drucksache über den Ablauf der Herstellung, das Format, die Wahl des Papiers und die Ausstattung alle Fragen aufgreift, die im Print-Prozess entstehen.

Auf mehr als 400 Seiten und mit über 1000 Infografiken und Abbildungen erklären die Autorinnen, wie Bücher und Broschüren mit Falz, Draht, Leim, Faden, Spirale, Ring, Schraube oder Gummi raffi­niert in Szene gesetzt werden. Die Buchausstattung erhält ein eigenes Kapitel. Tipps von Buchbindern und Hinweise zu Fehlerquellen helfen Stolpersteine zu vermeiden.  

Analoge Haptik kehrt zurück. Für Geschäftsberichte, Imagebroschüren oder Lifestyle-Magazine war sie nie weg. Dieses Buch hilft Printobjekte so zu produ­zieren, dass sie zur begehrten Anfass-Sache werden.

Über die Autorinnen

Franziska Morlok studierte visu­elle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und der Hochschule der bildenden Künste Saar. Sie arbei­tete unter anderem für Sagmeister inc, Leonardi.Wollein und Fons Hickmann, grün­dete 2007 das Designbüro Rimini in Berlin und lehrte an der Kunsthochschule Weissensee, der Universität der Künste Berlin und zur Zeit an der FH Potsdam. Morloks Arbeiten gewannen natio­nale und inter­na­tio­nale Auszeichnungen, darunter die des Type Directors Club New York, der Stiftung Buchkunst, des Type Directors Club Tokio, den Red Dot Award, den Joseph-Binder-Award, 100 beste Plakate und DDC Award. 

Das urbanes Lebensgefühl nicht allein im Internet zuhause ist, zeigt  Miriam Waszelewski seit 2015 durch Konzeption und Art Direction von me.Urban, einem Magazin-Spinoff von Musikexpress. Ihre Buchgestaltung für den Verlag Moderne Kunst brachte ihr große Anerkennung ein. Als Expertin für Magazin- und Buchdesign sorgt sie für frische und Zeitgemäße Impulse der von ihr betreuten Drucksachen.

Franziska Morlok | Miriam Waszelewski
Vom Blatt zum Blättern: Falzen, Heften, Binden
für Gestalter, 420 Seiten mit über 1000 Infografiken und Abbildungen
Format 18 x 24 cm, Festeinband mit Prägung und drei­sei­tigem Blattschnitt,
mit inte­griertem 20-seitigen Flatbook und umfang­rei­chen Glossar

Verlag Hermann Schmidt, Oktober 2016
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Buchverlosung

Das vorge­stellte Buch und zwei weitere Veröffentlichungen aus dem Verlag Herrmann Schmidt, den Band Typografie 37 des Type Directors Club New York und den CMYK-Kalender 2017 verlosen wir unter unseren Twitter-Followern.

Type Directors Club Annual 2017 cmyk_2017_packshot_1000px

 

 

Und so geht’s:

Zwischen dem 21. 12. 2016 und dem 13. 1. 2017 #Schmidt-Buchverlosung @MonotypeDACH liken und teilen. Unter allen Followern, die sich betei­ligt haben, verlosen wir die Bücher und den Kalender.

Teilnahmebedingungen

1. Dieses Gewinnspiel wird von Monotype GmbH („Monotype“), Werner-Reimers-Straße 2-4, 61352 Bad Homburg, Deutschland, veran­staltet. Es unter­liegt deut­schem Recht.
2. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 14 Jahren mit einer Postadresse inner­halb Deutschlands, der Schweiz und Österreichs. Angestellte von Monotype und von mit Monotype verbun­denen Unternehmen und ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausge­schlossen.
3. Alle Personen, die unserem Twitter-Profil @MonotypeDACH folgen und zwischen dem 21. 12. 2016, 12:00 Uhr mittags und dem 13. 1. 2017, 12:00 Uhr mittags den Hashtag #Schmidt-Buchverlosung liken und teilen werden Teilnehmer am Gewinnspiel.
4. Die Gewinner werden durch Losentscheid ermit­telt und per Twitter-Direktnachricht am Ende des Gewinnspiels benach­rich­tigt. Die Gewinner erhalten je eine der drei verlosten Publikationen. Der Preis kann nicht umge­tauscht oder in bar ausge­zahlt werden.
5. Die von den Teilnehmern erho­benen Daten werden von Monotype ausschließ­lich zur Durchführung dieses Gewinnspiels genutzt.
6. Monotype behält sich das Recht vor, diese Teilnahmebedingungen jeder­zeit zu ändern oder das Gewinnspiel ganz oder teil­weise vorzeitig zu beenden.
7. Der Rechtsweg ist ausge­schlossen.


ARTS+ auf der Frankfurter Buchmesse

01-theartslogorein-083_buntes-logoZum ersten Mal gibt es den THE ARTS+ Fair auf der Frankfurter Buchmesse: Eine bran­chen­über­grei­fende Messe für neue Geschäfte in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Künstler, Architekten, Juristen, Technikexperten und disku­tieren die neuen Schnittstellen von Kunst und Technologie. Ausstellungsflächen, ein Salon für Gespräche, ein Lab für inter­ak­tive Formate und einen Runway für Präsentationen und Performances sorgen für ein abwechs­lungs­rei­ches Programm. Das Kick-off-Event wird die THE ARTS+ Konferenz am 19. Oktober sein.
Wir sind mit drei Vorträgen auf dem Runway der ARTS+ Fair (Halle 4.1) vertreten. Wir verlosen drei Karten für die ARTS+ Fair am Ende des Artikels und verraten euch wie ihr 20% beim Ticketkauf für beide Veranstalungen sparen könnt.

weiss1200x600Unsere Sprecher auf dem ARTS+ Fair Runway

Steffi Hengge und Ulrike Rausch
19. Oktober 2016, 11:15 Uhr, THE ARTS+ FAIR RUNWAY
Bringing Characters to Life: The Added Value of Art, Branding Culture with Type

Erik Spiekermann
20. Oktober 2016, 11:15 Uhr, THE ARTS+ FAIR RUNWAY
From Digital to Analogue: New Chances for Letterpress Printing

Frank Rausch
21. Oktober 2016, 11:15 Uhr, THE ARTS+ FAIR RUNWAY
It’s just the begin­ning: The Rise of typo­graphy in the digital age

Wer unsere Sprecher live erleben möchte, kann eine von 3 Karten für den ARTS+ Fair gewinnen.
Die Karten sind für den ARTS+ Fair an allen 5 Tagen gültig und berech­tigen auch zum Besuch der Frankfurter Buchmesse; nicht einge­schlossen ist die ARTS+ Conference. Einfach bis Dienstag, 18. 10. 2016 um 12 Uhr hier einen Kommentar hinter­lassen. Verratet uns in den Kommentaren: Was ist eure Lieblingsschnittstelle?

1. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 14 Jahren. Angestellte von Monotype und ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausge­schlossen.
2. Alle Personen, die sich unter diesem Artikel zum Einsendeschluss mit einem Kommentar betei­ligen, werden auto­ma­tisch Teilnehmer am Gewinnspiel.
3. Der Gewinner wird durch Losentscheid ermit­telt und per E-Mail am Ende des Gewinnspiels benach­rich­tigt. Der Gewinner erhält eine Eintrittskarte für die ARTS+ Fair. Der Preis kann nicht umge­tauscht oder in bar ausge­zahlt werden.
4. Monotype behält sich das Recht vor, diese Teilnahmebedingungen jeder­zeit zu ändern oder das Gewinnspiel ganz oder teil­weise vorzeitig zu beenden.
5. Der Rechtsweg ist ausge­schlossen.

Mit dem Code THEARTSPLUS2016_Monotype gibt es 20% Rabatt auf das Ticket für die ARTS+ Conference. Und wer die Messe ARTS+ Fair besu­chen möchte spart 20% beim Kauf des 5-Tage-Tickets mit diesem Code: THEARTSPLUS2016_FAO5day20monotype. Für die Gültigkeit und Einlösbarkeit des Codes über­nimmt Monotype keine Verantwortung.


Monotype Themen auf der dmexco

Übernächste Woche, am 14. und 15. September trifft sich die Digitalwirtschaft auf der Kölner Kongressmesse dmexco. In fünf Hallen werden Marketing- und Medienprofis wie Kreative die Business-Potenziale von morgen disku­tieren. Digitaler Hype? Digiconomy? Ja. Und wir mitten­drin.

In der Congress Hall, wo die zentralen Keynotes und Panels über die Bühne gehen, wird das Team von Monotype zum ersten mal mit eigenem Stand vertreten sein: Halle 9, Stand C-031a.

weiss1200x600Besuchen Sie uns in Halle 9, Stand C-031a: Wir zeigen die neuesten Entwicklungen beim Kommunikationswerkstoff Schrift.

Heiß disku­tierte Themen der Kommunikations-, Media- und Marketing-Industrie lauten: Wie treten wir in Kontakt mit unseren Zielgruppen? Welche Plattformen und Formate bieten sich an? Sind Influencer die neuen Markenbotschafter? Reicht es authen­tisch zu bleiben? Wie profi­tiert Kreativität von Technology? Wie treibt Branding die Performance?

Schriften sind der Stoff aus dem die visu­elle Kommunikation gemacht ist – oder, um Erik Spiekermann zu zitieren: »Schrift ist sicht­bare Sprache.«

Unsere dmexco-Themen beleuchten die Rolle der Schrift in der geschrie­benen Kommunikation, dem Dialog mit Kunden. Wir zeigen an unserem Stand wie die neueste Generation der Webfonts den Marken-Auftritt vervoll­kommnet.

monotype_fonts_fonts-for-web_opentype_germanWie im Print-Bereich können OpenType-Features inzwi­schen auch online gesteuert werden: Unterschneidung, Ligaturen, alter­na­tive Zeichen und Ziffern, Kapitälchen, Ordnungszahlen, Zierbuchstaben, Brüche – moderne Browser unter­stützen endlich anspruchs­volle Typografie.

Web-Fonts verbinden krea­tives Auftreten mit besserem Suchmaschinen-Ranking, schnellen Ladezeiten und maxi­maler Lesbarkeit.

Für die Benutzerführung in Apps spielen App-Fonts eine zentrale Rolle. Stammkunden verlassen sich auf das vertraute Branding, Neukunden werden durch klare Typografie über­zeugt.

fonts_fonts-for-apps_branding_germanMit einer klaren Markenidentität finden Sie und Ihre App gerät­über­grei­fend Beachtung. Wird das Corporate Design konse­quent durch­ge­setzt, werden Ihre Kunden auch künf­tige Apps sofort zuordnen.

HTML5-Anzeigen und das Ende von Flash sind in aller Munde. Seit dem 30. Juni akzep­tiert Google keine Flash-Anzeigen mehr. Das bedeutet, dass jede neue Anzeige für Google in HTML5 program­miert sein muss. Ab Januar 2017 erlischt der Bestandsschutz für zuvor hoch­ge­la­dene Flash-Anzeigen.

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Das HTML5-Format beendet das Gestalten viel­fäl­tiger Anzeigen-Formate. Die Anzeigen verhalten sich adaptiv und passen sich auto­ma­tisch der Größe und Orientierung des Formats an.  

HTML5-Anzeigen können responsiv gestaltet werden und funk­tio­nieren auf jedem Bildschirm oder Gerät. Funktionen wie Inline-Video, markier­barer Text und naht­lose, wech­sel­sei­tige Interaktionen sorgen für eine bessere Aufnahme durch Internetnutzer. Die Verwendung von Live-Text mit Web-Fonts gestatten es, Programmatische Werbung auszu­lie­fern.

Messaging Apps mit Emoji-Schriften liegen in den USA bereits voll im Trend und reichen von einfa­chen Nachrichten-Apps bis zu kompletten Social Media Hubs mit Features wie Spielen, Bezahlservices, Video-Streaming, Emoji-Tastaturen und digi­tale Marktplätze für Sticker.

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Emoji- und Sticker-Inhalte mit Branding können Nutzer über ihre Messenging-Apps weiter­geben. Dies eröffnet einen neuen Kanal für über­zeu­gende wie mess­bare Kampagnen.

Monotype ist ein welt­weit ange­se­hener Anbieter von Produkten, Technologien und Dienstleistungen im Bereich Schrift. Wir wissen, wie Kommunikation mit Schriften geht.

Besuchen Sie uns an unserem Stand und erhalten Sie die Updates über #Webfonts, #Appfonts, #Html5-Ads und #Emojis. Wenn Sie uns auf der dmexco treffen möchten, um sich über die neuesten Entwicklungen in der Welt der Schriften zu infor­mieren, freuen wir uns, Sie zu begrüßen. Hier geht es zur Termin-Seite: mono​type​.de/​d​m​e​cxo.


Emoji Chinesisch – müssen wir das lernen?

Gasteditorial von Jochen Gros

Als Designer und Designtheoretiker reflek­tiert Jochen Gros seit 1974 verschie­dene Entwicklungen der »Do-it-Yoruself«-Kultur, zunächst im Rahmen der Des-In-Gruppe mit selbst gebauten Möbeln aus Abfallmaterialien. Seit 1994 als Gründer des C-Labors und Initiator von Newcraft mit Enwürfen für die hand­werk­liche Fertigung durch compu­ter­ge­steu­erte Maschinen, und seit dem Ausscheiden aus der HfG Offenbach 2004 nicht nur mit Icons im Stil von Handschrift, sondern nun auch mit dem Versuch einer digi­talen Reanimation von Handschrift, d. h. einem alten grafi­schen Inbegriff des Selbermachens. Seit vielen Jahren beschäf­tigt sich Jochen Gros auch mit der visu­ellen Kommunikation mittels stati­scher Symbole (Icons) und animierter Symbole (Movicons).

Prof. Gros ist Autor verschie­dener Bücher und veröf­fent­licht seit 1976 in Fachzeitschriften wie form, Domus, Page etc. Auch im Fontblog meldet er sich nicht zum ersten Mal zu Wort.

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In dem Buch Die Schrift: Hat Schreiben Zukunft? prophe­zeit Vilém Flusser bereits 1993 ein neues “Universum der tech­ni­schen Bilder” und dafür war er sogar bereit, das Alphabet aufzu­geben. So weit sind wir natürlich noch lange nicht. So weit wird es nie kommen. Und doch:

1. Stellen Sie sich vor, Sie schreiben eine Email, einen Geschäftsbrief, was auch immer, und bei bestimmten Wörtern wird jedesmal ange­zeigt, dass sie auch durch Emoji zu ersetzen sind.

Wer älter als 13 ist, muss das nicht unbe­dingt cool finden. Aber genau so funk­tio­niert inzwi­schen die ganz normale chine­si­sche Texteingabe. Wer hier zum Beispiel “che” (Auto) tippt, der erhält zunächst ein Pop-up Menü mit synonymen Schriftzeichen und dazu gehören jetzt auch Emoji, Seite an Seite und gewis­ser­maßen auf Augenhöhe mit den klas­si­schen Schriftzeichen.

Emoji Chinesisch Abb 1

Na gut, könnte man jetzt sagen, die Chinesen erhalten ohnehin bei jedem Wort zunächst ein Pop-up Menü mit synonymen Zeichen, einfach weil es in ihrer Sprache so viele davon gibt. Und da kommt es wohl auf ein weiteres, anschei­nend gleich­be­deu­tendes Bildchen auch nicht mehr an. Unsere Textverarbeitung dagegen funk­tio­niert doch ganz anders, und da kann der Kinderkram sicher nicht so weit ausufern. Sie werden sich noch wundern.

2. Stellen sie sich vor, Sie schreiben auf dem iPad, wie gewohnt, einen Text, und einzelne Wörter erscheinen auto­ma­tisch im Highlight. Damit zeigt das Programm an, dass man nur mit dem Finger auf ein solches Wort tippen muss und es verwan­delt sich, Sim Sala Bim, in ein Emoji. Zukunftsmusik? Nein, genau so funk­tio­niert die Texteingabe bei Apple in dem neuen iOS 10 Messenger.

3. Und stellen Sie sich dann auch noch das umge­kehrte Verfahren vor: Bestimmte Wörter erscheinen gar nicht erst im Highlight, sondern werden, quasi ohne uns zu fragen, sofort durch ein Bildchen ersetzt. So können wir das Wortbild zwar nicht wählen, aber immerhin mit einem Sonderzeichen (#) wieder abwählen. Das aller­dings ist nun doch Zukunftsmusik. Gleichwohl kann man das Verfahren bereits mit einem expe­ri­men­tellen Font auspro­bieren, mit Emoji English.ttf (1).

Fassen wir zusammen: Alle drei Beispiele, und am Ende kommt noch eins dazu, illus­trieren eine Art Paradigmenwechsel: Emoji werden nicht mehr in Menüs ange­boten, sondern mit Wörtern in den Text einge­schrieben. Das ist in der Tat unschlagbar prak­tisch, hat aber auch weit­rei­chende Konsequenzen. Nichts für einge­fleischte Ikonoklasten.

Emoji-Typing mit Risiken und Nebenwirkungen

Das neue Verfahren, kurz Emoji-Typing, funk­tio­niert natürlich nur, wenn man Wörter defi­nitiv mit mehr oder weniger gleich­be­deu­tenden Bildchen asso­zi­iert. Und das wiederum führt mit der Zeit, fast wie in einer Muttersprache, zu einem, wenn auch nur parti­ellen Vokabular wohl­de­fi­nierter Wortbilder. Einen Vorgeschmack darauf vermit­telt zum Beispiel ein Emoji namens “Freudentränen”, das es immerhin schon zum Wort des Jahres 2015 gebracht hat (2). Wer jetzt also regel­mäßig Wörter durch bestimmte Emoji ersetzt, der entwi­ckelt nach und nach so etwas wie eine alpha­be­ti­sche und visu­elle Zweisprachigkeit mit jeweils unter­schied­li­chen Emotionen und Konnotationen.

Gäbe es einen Plan dahinter, abge­sehen vom prak­ti­schen Vorteil, es wäre die zusätz­lich Einführung einer neuen Bilderschrift. Aber auch heute schon ist infolge zuneh­mend prak­ti­ka­bler Verfahren durchaus zu befürchten, dass immer mehr Wörter durch kind­liche Emoji ersetzt werden. Und was sollen wir dann machen, wenn wir uns von den infan­tilen Bildchen beläs­tigt fühlen, die Freunde und Partner uns andau­ernd zusenden? Müssen wir die wört­liche Bedeutung der uns aufge­drängten Emoji dann am Ende auch noch erlernen? Hier gibt es wohl nur zwei Möglichkeiten: Entweder man zettelt einen gewal­tigen Aufstand gegen den ganzen Kinderkram an, oder man versucht “das Beste” daraus zu machen. Doch einerlei, wie man sich entscheidet, die zu Grunde liegende Technologie kann keiner mehr außer Acht lassen und schon gar nicht ihre fantas­ti­schen Möglichkeiten.

Und warum eigent­lich können Emoji nicht auch ganz anders aussehen?

Für eine Befürchtung immerhin, die zuneh­mende Infantilisierung, gibt es womög­lich einen Lichtblick. Wenn wir den Begriff Emoji nämlich nicht nur an den derzei­tigen Beispielen dafür fest­ma­chen, wenn wir viel­mehr von der japa­ni­schen Übersetzung ausgehen, von “e” Bild und “moji” Schriftzeichen, dann kommen heute nicht immer mehr Emoji auf uns zu, sondern neue Schriftbildzeichen. Und als solche wird man sie wohl – analog zu den alpha­be­ti­schen und chine­si­schen Schriftzeichen – früher oder später eben­falls in typo­gra­fi­scher Vielfalt und für unter­schied­liche Zielgruppen gestalten. Vielleicht gibt es dann auch “Emoji” für Erwachsene.

In der Praxis sieht das zunächst einmal so aus: Apple zum Beispiel inte­griert ab iOS 10 auch Emoji und Sticker von Fremdanbietern in seinen iMessenger. Und dafür gibt es nur einen Grund: typo­gra­fi­sche Vielfalt. Die Bandbreite der Emoji Gestaltung wäre dann aber  auch noch mit einer ganz  anderen Art von Schriftbildzeichen zu erwei­tern, mit Piktogrammen und Icons. Auch die haben ja in der Regel, und trotz vieler grafi­scher Varianten, eine nicht nur bei “Mann” und “Frau” wört­lich zu lesende Bedeutung und eine lange Vorgeschichte als “Hilfsbilderschrift” (3). In den Text einzu­schreiben sind Piktogramme aller­dings nur, wenn sie sich gewis­ser­maßen in die Zeile ducken.

Emoji ChinesischUnd wenn wir schon dabei sind: Mit Piktogrammen lassen sich offenbar noch viel mehr Begriffe visua­li­sieren, als im Stil heutiger Emoji. In der chine­si­schen Texteingabe jeden­falls finden sich bis heute noch keine Bildchen für zum Beispiel die folgenden Begriffe.

Emoji Chinesisch Abb-3

Doch selbst wenn sich nun Emoji entwi­ckeln, die auch ganz anders aussehen, als die bishe­rigen: grafi­sche und typo­gra­fi­sche Vielfalt macht, insbe­son­dere bei visu­ellen Begriffen, selbst­ver­ständ­lich nur Sinn, wenn man die neuen Schriftbildzeichen auch seman­tisch diffe­ren­ziert und lingu­is­tisch kulti­viert. Nennen wir es Grammatik.

Einsicht in eine Wort-Bild-Grammatik

Sicher kann man die wört­liche Bedeutung von Emoji auch aus dem Gebrauch heraus erlernen, beispiels­weise wenn dieses Zeichen ????  in der chine­si­schen Schrift immer Schlips bedeutet. Man kann Schriftbildzeichen aber auch so gestalten, dass sie einen Begriff überall eindeutig und dazu noch wie selbst­ver­ständ­lich bezeichnen! Dieses Projekt einer wort-bild­li­chen und gleich­wohl sich selbst erklä­renden Grammatik ist hier natürlich nur beispiel­haft zu veran­schau­li­chen, ange­fangen mit der regel­mä­ßigen Unterscheidung zwischen dem jeweils Gemeinten und seiner Umgebung, zwischen dem visu­ellen “Text” und seinem Kontext.

Emoji Chinesisch Abb-4

Eine umfas­sende Darstellung dieser Grammatik (4) reicht inzwi­schen von der Unterscheidung zwischen Artikel, Verb, Adjektiv usw. bis hin zur regel­ge­rechten Satzbildung. Und die funk­tio­niert offenbar allein schon mit zwei Personalpronomen und einem durch Speedlines gekenn­zeich­neten Tätigkeitswort bzw. Verb:

Emoji Chinesisch Abb 5 I love You1000

Doch wie auch immer wir heute versu­chen, “das Beste” aus den neuen Schriftbildzeichen zu machen, es erfor­dert Zeit, viel Zeit, und dabei rast uns die tech­no­lo­gi­sche Entwicklung nur noch weiter davon. Inzwischen nämlich funk­tio­niert das Bilder-mit-Wörtern-Schreiben nicht nur offline, wie bisher, sondern auch online – mit buch­stäb­lich Schwindel erre­genden Aussichten.

One more thing ….. Nehmen wir zum Beispiel
Slash, ein App mit virtu­eller Tastatur und einer Sondertaste. Tippt man die an, dann erscheint zunächst eine Auswahl von Internet  Plattformen: /emoji, /sticker, /giphy, /soundcloud usw.. Hier wählen wir zum Beispiel /giphy und tippen “happy”.

Emoji chinesisch Abb 6 +text

In der oberen Zeile erscheinen jetzt verklei­nerte GIFs zum Scrollen und Durchblättern. Es sind vermut­lich alle, die bei giphy mit dem Wort “happy” einge­reicht wurden. So aber entsteht nur ein wüstes Durcheinander. Wesentlich brauch­barer wäre das Verfahren viel­leicht, wenn man auch hier zwischen unter­schied­li­chen Stilen wählen könnte, um die Anzahl wort-bild­li­cher Animationen für den jewei­ligen Gebrauch zu beschränken. Und das gilt im Prinzip dann auch für die Anbieter von Emoji, Fotos, Videos und Musikstücken, die über Slash und ähnliche Programme online abzu­greifen sind.

Nun wollte ich diesen Text eigent­lich so beenden, wie er ange­fangen hat, mit einem Zitat von Vilém Flusser, selbst wenn Flusser den Kern der Sache wiederum überspitzt: “Alle Revolutionen sind tech­ni­sche Revolutionen” (5). Doch jetzt drängt sich doch noch ein Verweis auf in Richtung Philosophie und Kunstwissenschaft.

Auf, auf zum erneuten Bilderstreit!

Der Streit um die Bedeutung, die Gewichtung und den Gebrauch von Wörtern, oder Bildern, der so genannte Bilderstreit, hat bekannt­lich eine lange Tradition bis hin zur Sinnbild feind­li­chen Abstraktion als Kennzeichen der Moderne. In seiner aktu­ellen Ausprägung geht es dabei jedoch vor allem um den„Pictorial Turn“ (6), um eine, in der Digitalisierung und im Zeitgeist ange­legte Tendenz zur Visualisierung unseres Denkens und Kommunizierens. Doch dieser „Pictorial Turn“ wird bislang vor allem philo­so­phisch, oder medien- und kunst­theo­re­tisch reflek­tiert. Inzwischen jedoch lenken kleine, nied­liche, kitschige Emoji, die quasi von ganz unten, aus einer kind­li­chen Graswurzelbewegung heraus aufge­taucht sind, den Blick immer stärker auch auf die Form und Formulierung einzelner Wörter und Begriffe, und damit zugleich auf den Kern unserer Kultur. Im Chinesischen jeden­falls schreibt man das Wort “Kultur” von je her als Inbegriff mit den Zeichen für „Schrift“ und „Entwicklung“.

(1) Gros, Jochen, Emoji English.ttf, ein Font zum Herunterladen
http://​icon​-language​.com/​b​a​s​i​c​/​t​o​d​a​y​.​h​tml

(2) Gros, Jochen (2016) Freudentränen – Word of the Year, in: form 264, S. 78-82

(3) Neurath, Otto, Gesammelte bild­päd­ago­gi­sche Schriften, Band 3, Wien 1991, S.432

(4) Gros, Jochen (2016) Emoji Chinesisch, PDF, mit einem Piktogramm-Vokabular und
einer ausführlichen Grammatik der visu­ellen Begriffsbildung und Satzbildung.
http://​icon​-language​.com/​b​a​s​i​c​/​t​o​d​a​y​_​f​i​l​e​s​/​E​m​oji %20Chinesisch_Essay.pdf

(5) Flusser, Vilém (1988): Alle Revolutionen sind tech­ni­sche Revolutionen.
In: Kunstforum International, Bd.97, 1988, S.120 (6) Mitchell, W.J.T.,
Pictorial Turn, in: Picture Theory, The University of Chicago Press,
Chicago 1994, S.11

(6) Mitchell, W.J.T., Pictorial Turn, in: Picture Theory, The University of Chicago Press, Chicago 1994, S.11


Köln! Wir kommen!

Logo_dmexco

Gleich zweimal besu­chen wir im September die Rhein-Metropole. Zunächst  werden wir am 14. und 15. September erst­mals mit eigenem Stand auf der dmexco, Kongress und Messe der Digitalwirtschaft, vertreten sein. Uns findet ihr in Halle 9, Stand C-031a. Wir zeigen die neueste Generation der Webfonts, warum unsere Schriften viele Apps erfolg­rei­cher machen, wie HTML5-Anzeigen schneller laden und unsere Emoji-Kampagnen in den USA alle Rekorde brechen.

Nur noch bis nächsten Montag könnt ihr euch hier das kosten­lose dmexco-Ticket sichern, statt 399 € an der Tageskasse zu zahlen. Übrigens: ›DIGITAL is ever­ything, not every thing is digital‹ – das dies­jäh­rige Motto ist gesetzt in FF ThreeSix.


typo-day-logo Köln

Zwei Wochen später, am 30. September, gastiert unser Kommunikations-Seminar für Profis, TYPO Day im Deutschen Sport und Olympia Museum. TYPO Day zeigt, was Schrift heute kann. Das Themenspektrum reicht von der Ästhetik und der typo­gra­fi­schen Qualität, über Markenbildung, neue Ausgabegeräte, bis hin zu den neuesten Technologien.

Mit von der Partie sind neben Gastgeber Jürgen Siebert, der Schriftentwerfer, Informationsdesigner, Autor und Typomane Erik Spiekermann, Schrift-Entwerferin und Lettering-Künstlerin Ulrike Rausch, E-Pub-Expertin und Dozentin Andrea Nienhaus, App-Herausgeber und UI-Berater Frank Rausch, Decode-Unicode-Gründer Johannes Bergerhausen und Editorial-Designer Henning Skibbe. Wir freuen uns, den frisch geba­ckenen Type Director von Monotype Deutschland, Hendrik Weber als Sprecher zu präsen­tieren.

Bis 6. September gilt der Early Bird-Tarif. Zum Programm und den Tickets …


Buchtipp: Lust auf Lettering

Lust_auf_Lettering_Cover1_PSDAuf den wach­senden Stapel der Bücher über Handlettering haben Martina Flor und der Hermann Schmidt Verlag soeben ein weiteres Buch gelegt. Die meisten Bücher, die bereits auf dem Stapel lagen, sind entweder Übungsbücher mit zwei Dritteln leerer, linierter Seiten, Activity-Bücher zum Reinmalen oder Bastelbücher mit Anleitungen zum Beschriften von Marmeladengläsern. Und selbst das Buch von Jessica Hische, der anderen Queen of Handlettering, ist in großen Teilen eine detail­liert erläu­terte Portfolioshow, wenn auch eine äußerst aufschluss­reiche und inspi­rie­rende.

Nicht so das Buch von Martina Flor. Also, nein, nein, es ist natür­lich auch aufschluss­reich und inspi­rie­rend, aber eben viel mehr als das. Auf die Gefahr, dass ein Lob dieser Größenordnung unglaub­würdig wirkt: work­shop-erprobt und char­mant illus­triert, schön gestaltet und gut gedruckt – Martina Flors „Lust auf Lettering“ ist ein Traum in Buchform. Und man weiß schon jetzt: ein Standardwerk.

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Lettering Digital: »Anfangs fühlt sich das Zeichnen in der digi­talen Umgebung an, als würden wir auf dem Mond laufen.«

Denn „Lust auf Lettering“ ist endlich ein Buch, das fundiert ins zeit­ge­nös­si­sche Handlettering einführt, statt sich in Step-by-Step-Projektanleitungen zu verlieren und das typo­gra­fi­sche Fachwissen, das man auch fürs Lettering braucht, herun­ter­zu­spielen. Hier findet man keine Alphabet-Vorlagen zum Abzeichnen und keine Step-by-Step Dekoprojekte. Stattdessen teilt Martina Flor groß­zügig ihr Wissen und ihre Techniken aus dem Kontext der Schriftgestaltung und erklärt, welche Rolle diese beim Lettering spielen. Sie vermit­telt umfas­send und syste­ma­tisch, wie man kennt­nis­reich Buchstabenformen entwi­ckelt, die eigenen Entwürfe hinter­fragt und verbes­sert und schließ­lich als „exqui­site Buchstaben-Bilder“ digital voll­endet.

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Sparsam mit Ankern und trotzdem detail­ge­treue Digitalisierung der Vorlage: Martina Flor erklärt Schritt für Schritt wie die analogen Buchstabenformen am Computer nach­ge­ar­beitet werden 

Kapitel eins unter­scheidet Lettering von Kalligrafie und Typografie und zeigt dessen viele Verwendungszwecke. Kapitel zwei schult das typo­gra­fi­sche Auge und lehrt analy­ti­sches Sehen anhand von Fassadenschriften. Mit unzäh­ligen Beispielzeichnungen führen Kapitel drei und vier in die typo­gra­fi­schen Grundlagen ein und stellen Lettering-Werkzeuge und ihre Anwendung vor. In Kapitel fünf geht es um die Vielfalt gestal­te­ri­scher Stile, Kapitel sechs beleuchtet, wie man Lettering-Entwürfe kompo­niert. Den Weg von schnellen Bleistiftskizzen zu perfekten Bézierkurven erklären Kapitel sieben und acht und Kapitel neun zeigt den letzten Schliff mit Farbe und Textur. Abschließend gibt Martina Flor jede Menge Praxistipps für die Arbeit als profes­sio­neller Lettering Artist, basie­rend auf ihrer lang­jäh­rigen Erfahrung als eine der welt­weit bekann­testen Vertreterinnen ihres Fachs.

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Auf den 168 Seiten fehlt manchen viel­leicht die Überleitung in die Praxis, also konkrete Impulse für den Einstieg ins eigene Tun. Möglicherweise ist die Du-Ansprache im Text einigen zu jovial. Und klar, Martina Flors perfekter, orna­men­taler Stil ist viel­leicht nicht jeder­manns Sache. Aber so oder so: dieses Buch sollte bei allen, die sich ernst­haft mit Lettering befassen, ganz oben auf dem Stapel liegen.

 

Rezension von Chris Campe / All Things Letters, Hamburg, Abbildungen: Verlag Hermann Schmidt Mainz (1 – 3), Chris Campe (4)

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Martina Flor: Lust auf Lettering

Ein praxis­er­probter Workshop in zehn Schritten, 168 Seiten mit unzäh­ligen Abbildungen, Tipps und Tricks, Format 21 x 24 cm, Halbleinenband mit farbiger Prägung, Verlag Hermann Schmidt, Mainz.

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TYPO Berlin 2016 Souvenirs

Vor einem Monat endete die TYPO Berlin 2016. Das bleibt:

Nur 40 Exemplare gibt es von der TYPO Helvetica® Uhr, mit hell­grauem Ziffernblatt, schwarzen Hauptzeigern, weißem Sekundenzeiger und rotem 12-Uhr-Strich.

Mondain-Spiekermann1

Eigens für die TYPO Berlin Designkonferenz hat Mondaine ein limi­tiertes Modell aufge­legt, das Zifferblatt entworfen vom TYPO-Gründer und -Gastgeber Erik Spiekermann

Erik Spiekermann über seine Gestaltung: »Wie bei der Mondaine Bahnhofsuhr seit 30 Jahren Tradition, verzich­tete ich auf Ziffern und gab dem Sekundenzeiger eine farb­liche Betonung. Die runden Minutenmarken sind ich aus dem mittel­ste­henden Punkt der Helvetica Regular in 6 Pt gesetzt.«

Die Mondaine Helvetica® Uhr im spezi­ellen TYPO Design kommt nicht in den Verkauf. Fontblog hat ein Exemplar zum Verlosen ergat­tert. Und so geht’s:

Antwortet in den Kommentaren: Welche Schrift würdet Ihr für ein Ziffernblatt verwenden? Und warum?

Unter allen Kommentierenden verlosen wir unser TYPO-Souvenir. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 22. Juni um 12:00 Uhr mittags.

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1. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 14 Jahren. Angestellte von Monotype und ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausge­schlossen. 2. Alle Personen, die sich mit einem Kommentar im Fontblog betei­ligen, werden auto­ma­tisch Teilnehmer am Gewinnspiel. 3. Der Gewinner wird durch Losentscheid ermit­telt und per E-Mail am Ende des Gewinnspiels benach­rich­tigt. Der Gewinner erhält eine TYPO Helvetica Uhr. Der Preis kann nicht umge­tauscht oder in bar ausge­zahlt werden. 4. Monotype behält sich das Recht vor, diese Teilnahmebedingungen jeder­zeit zu ändern oder das Gewinnspiel ganz oder teil­weise vorzeitig zu beenden. 5. Alle Personen, die sich bis zum Einsendeschluss mit einem Kommentar im Fontblog betei­ligen nehmen an der Verlosung teil. 6. Der Rechtsweg ist ausge­schlossen.

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Markenmacher Schrift beim TYPO Day Basel

Am 10. Juni – das ist Freitag nächster Woche – gastiert das TYPO Day Kompakt-Seminar in Basel. Mit dem Thema »Markenmacher Schrift« wendet sich das Ein-Tages-Seminar an profes­sio­nelle Designer, Markenbetreuer und Publishing-Experten und liefert einen Überblick zum aktu­ellen Stand der digi­talen schrift­li­chen Kommunikation. Das Themenspektrum reicht von den ästhe­ti­schen Grundlagen und der Bedeutung der typo­gra­fi­schen Qualität, über Markenbildung, neue Ausgabegeräte, bis hin zu den jüngsten Font-Produkten, ­-⁠Technologien und ­-⁠Anwendungen.

Sechs Referenten, sechs Perspektiven, sechs Vorträge. Dazwischen Diskussion und Fragen. Nur noch bis morgen zum Early-Bird-Preis anmelden.

Programm

Early-Bird-Ticket: 199 CHF (bis zum 31.5.2016)
Ticket: 299 CHF (ab dem 1.6.2016)

3er-Gruppenticket: 169 CHF pro Person

Sprecher

Erik SpiekermannSeine Schriften und ihre Rolle in promi­nenten Design-Projekten geniessen inter­na­tio­nale Anerkennung.  Ob im öffent­li­chen Raum, im Corporate Design oder auf Verpackungen: Meta, Officina und viele exklu­sive Haus-Schriften leisten vorzüg­liche Arbeit. Für den TYPO Day hat Prof. Erik Spiekermann neue Erkenntnisse humor­voll zusam­men­ge­fasst. In Basel wird Eriks Vortrag als Video gezeigt, alle Teilnehmerhaben auch später Zugriff auf das Video.

Andrea NienhausAndrea Nienhaus arbeitet als Dozentin und Kommunikationsdesignerin in Berlin. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Design und die Programmierung von digi­talen Publikationen sowie die Entwicklung von Workflows für cross­me­diales Publizieren. Sie unter­richtet an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und an der Universität der Künste (UdK). Gemeinsam mit Nikola Richter (mikro­text) orga­ni­siert und kura­tiert sie die Electric Book Fair.

Frank Rausch ist Interaktionsdesigner und Spezialist für die typo­gra­fi­sche Gestaltung von User Interfaces (UI). Er ist Mitbegründer von Raureif, einer UI-Design-Beratungsfirma, und wirkte an vielen Projekten als Designer und Entwickler mit. Er unter­richtet Gestaltung grafi­scher Benutzeroberflächen am Copenhagen Institute of Interaction Design und an der FH Potsdam.

Johannes Bergerhausen ist Professor für Typografie an der Hochschule Mainz, wo er 2004 das inter­na­tional prämierte Projekt Decode Unicode star­tete. Sein Ziel ist, den Computernutzern einen verständ­li­chen Zugang zu den exotischsten Zeichen der Welt zu ermög­li­chen. Auf dem TYPO Day gibt Bergerhausen eine Einführung in die Unicode-Zeichenvielfalt.

Henning SkibbeHenning Skibbe ist Kommunikationsdesigner und Schriftentwerfer. Mit dem Bureau ErlerSkibbeTönsmann entwi­ckelte er – neben den mit Preisen bedachten Schriften Haptic und FF Dingbats – ein neues typo­gra­fi­sches Konzept für die Illustrierte «Stern» und zuletzt das neue Schriftensystem der Süddeutschen Zeitung.

Oliver ReichensteinOliver Reichenstein studierte Philosophie in Basel und Paris. Nach dem Studium arbei­tete er mehrere Jahre als Markenberater für Interbrand Zintzmeyer & Luxs. 2003 zog er nach Tokyo, wo er das Designbüro Information Architects (iA) gündete. Dieses entwi­ckelte er mit wegwei­senden Projekten und der App iA-Writer zu einem führenden Screen-Design-Unternehmen.

Jürgen Siebert

Jürgen Siebert ist seit Herbst 2014 verant­wort­lich für das deutsch­spra­chige Marketing von Monotype. Er studierte Physik in Frankfurt, war mehrere Jahre als Wissenschaftsjournalist tätig, bevor der 1986 das Magazin PAGE mitgrün­dete und 5 Jahre leitete. Er ist Mitglied im FontFont-Typeboard, Autor des Fontblog, Programmdirektor der TYPO-Konferenzen, des monat­li­chen Creative Morning Berlin und der TYPO Days.

Zur Anmeldung … 

 

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Programmänderungen vorbe­halten

Preise ohne Mehrwertsteuer: Art. 10,2a MWSTG


Der EM-Spielplan von Alex ist wieder da

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Seit der Fußball-WM 2010 ist es Tradition im Fontblog, auf den hand­li­chen WM/EM-Spielplan zum Selbermachen von Oleksandr Parkhomovskyy (Rekord) zu verweisen. Alex weilt gerade – aus beruf­li­chen Gründen – an der Côte d’Azur, was ihn zusätz­lich moti­vierte, seinen 2-jähr­li­chen Service zu publi­zieren, direkt aus dem Austragungsland der Fußball-EM 2016.

Und wieder ist der Faltplan kompakter und über­sicht­li­cher als jene der Sportredaktionen in Zeitschriften und Tageszeitungen. Doch eines ist neu: In diesem Jahr fehlen die Senderlogos, aus Protest gegen die Rundfunk-Zwangsabgabe. Doch lest selbst und ladet …