Fontblog Schriftgeschichten

Typofolio – Fonts mit Leidenschaft aus Amazonien

Typefolio LogoMarconi Gomes Lima strebt nach Perfektion. Zwei Kriterien kenn­zeichnen seine Entwürfe. Lima feilt und tüftelt sowohl zeich­ne­risch als auch tech­nisch auf hohem Niveau.

Limas Schriften gemein ist die begeis­terte Besessenheit mit der ihr Schöpfer seiner Profession nach­geht: ausge­fal­lene Konzepte, sorg­fäl­tige Formgebung, balan­cierte Kontraste und nicht zuletzt ein prall gefüllter Zeichenvorrat. Als der Woche bieten wir für kurze Zeit alle Schriften von Typefolio mit einem Rabatt von 30% an.

Zu den Schriften: Zwei Entwurfsmodelle verbinden Madre Script, die Konstanz der Form zum Einen, zum Anderen die Freiheit der Schreibschrift. Dazwischen bewegt sich mit viel­fäl­tigen Zeichenverbindungen und raffi­nierten, sehr senk­rechten Schwüngen die viel­sei­tige Madre-Schreibschrift im Print- und Web-Format. Die OpenType-Feature Menüs ‘Contextual Alternates – calt’ und  ‘Ligatures – liga’ sorgen für die präzise Steuerung von Alternativ-Zeichen und Verbindungen.  

Madre-Script FontShop

Madre Script ist ein ein tech­nisch ausge­klü­gelter und gut gelaunter Script-Allrounder für alle gestal­te­ri­schen Situationen, die nach Persönlichckeit, Charme und Wärme verlangen: Verpackungen, Anzeigen, Branding, Headlines …

Adriane ist eine Sippe. Von Sippen statt von Familien reden wir, wenn ein Schriftsystem mehrere Schriftklassen abdeckt. Die Kernfamilie mit den vier Grundschnitten Regular und Bold, sowie passenden Kursiven entstand von 2006 bis 2007. Als Textfamilie mit hoher X-Achse für opti­male Lesbarkeit ausge­richtet, über­rascht sie mit ausge­fal­lenen Details. 

Wie alle Fonts von Marconi Lima über­zeugt Adriane Text mit einem enormen Zeichenvorrat aus Small Caps, vier Ziffernsätzen (Tabellen- und Proportional- Ziffern, je medi­äval und versal), zahl­reiche Ligaturen für verschie­dene Buchstaben-Kombinationen und zusätz­lich Ornamente, Dingbats und Ampersands.  

Adriane-Text FontShop

Adriane Text, gezeichnet für den Mengensatz, bleibt auch in kleinen Größen bestens lesbar. Der Fluss der Kursiven setzt einen zusätz­li­chen Akzent.

Adriane Swash ist ist der schwung­volle Display-Vertreter der Sippe. Basierend auf der Formensprache der Text-Familie, verhilft sie Überschriften und Auszeichnungstexten zu einem klas­sisch-glamo­rösen Auftritt. der Swash-Schnitt enthält Versalien, Small Caps und Minuskeln. Die Schwungbuchstaben werden im OpenType-Menü akti­viert. Dort können auch Initale, Mittel- und Abschluss-Zeichen ange­wälht werden, sowie eine große Palette zusätz­li­cher Zeichen, wie Alternates, Ornamente und fremd­spra­chige Zeichen.

Adriane-Script FontShopAdriane Swash enthält über 200 Schwungbuchstaben und ist mit insge­samt über 1000 Glyphen so luxu­riös ausge­stattet, dass deko­ra­tive Elemente mit viel Prunk versehen werden können

Adriane Lux rundet die Adriana-Sippe ab. Als zweiter Titling-Kompagnion, sorgt der Inline-Font für tradi­tio­nelle Display-Auftritte. Auf Postern oder Verpackungen, in Anzeigen oder Broschüren – Adriane Lux greift die Antiqua-Form tradi­tio­nellen Gravurschriften des 19. Jahrhunderts auf und führt sie mit ultra-moderner OpenType-Technologie zu neuer Blüte. Auch was den Zeichenvorrat angeht, schöpft Adriane Lux aus dem Vollen: Über 700 Glyphen enthalten Ligaturen, Alternates, Ornamente und Akzentbuschaben für alle gestal­te­ri­schen Lebenslagen.

Adriane-Lux-FontShop

Mit Adriane Lux erhält die Adriane Sippe einen Gravur-Vertreter, der für Branding- oder Labeling- Aufgaben Akzente setzt. Tradition spricht aus der Inline-Antiqua, Moderne aus der Technik, auf der sie basiert.

Petala hat eine eigene, eine lange Geschichte: Fast 10 Jahre lagen zwischen den ersten Zeichnungen und der Veröffentlichung der Großfamilie 2013. Kaum eine Glyphe wurde nicht mehr­fach umge­zeichnet. Die Neo-huma­nis­ti­sche Grotesk umfasst neun Schriftschnitten von Thin bis Black und passende Kursive. Petala verfügt über eine ausge­zeich­nete Lesbarkeit, kombi­niert mit einer starken Persönlichkeit.

FontShop Petala

Auch langen Texten verleiht Petala ruhige – nie ermü­dende – Harmonie. Fast 1000 Glyphen beleben den Satz zusätz­lich mit Ligaturen, Alternates, Akzentzeichen, Ziffern und Symbolen.

Tintenfallen (Ink Traps), zum Beispiel bei ‚M‘, ‚N‘, ‚A‘ und ‚t‘ verhin­dern das Zulaufen der Buchstaben in ungüns­tigen Druckumgebungen. Mit Effizienz und Persönlichkeit vermit­telt Petala Pro ihre Botschaft in anspruchs­vollen Satz-Umgebungen wie Editorial- oder Corporate- Projekten. Mehr über die Petala-Familie enthält der Fontblog-Beitrag zu Petalas Veröffentlichung.

Über Marconi Gomes Lima
In Macapá-Amapá  am Amazonas-Delta lebt und arbeitet Marconi Gomes Lima als Art Direktor und Grafikdesigner. Er liebt die neuen Medien, das Internet, den stän­digen Zugriff auf Font-Editing-Software, die schnelle Greifbarkeit der Fachliteratur und den perma­nenten Austausch mit einer Community, die Font-besessen ist. In dieser Umgebung ist es sein ulti­ma­tives Ziel „Schriften zu entwerfen, deren Botschaft inspi­riert, und Buchstaben, die spüren lassen, welchen Wert sie haben.“

Typefolio Pakete bei FontShop

• Madre Script OT oder Web | Einzelschnitt | je 13,30 Euro statt 19 Euro
• Adriane Text OT oder Web | je 4 Fonts | Normal und Bold, Kursive 81,90 statt 117 Euro
• Adriane Swash OT oder Web | Einzelschnitt | je 30,10 Euro statt 43 Euro
• Adriane Lux OT oder Web | Einzelschnitt | je  25,20 Euro statt 36 Euro
• Petala Pro OT oder Web | je 18 Fonts | Thin bis Black, Kursive, 133 Euro statt 190 Euro
• Petala Pro OT oder Web | Einzelschnitt | je 19,60 Euro statt 28 Euro


Alle Preise zzgl. MwSt. Änderungen vorbe­halten.


Trola Text-Font für Zeitungen und Magazine

Trola und Trola Text TsIn inter­na­tio­nalen Magazinen begegnet man ihr immer häufiger: der Trola Font Familie des kata­la­ni­schen Schriftenentwerfers Jordi Embodas. Fünf Headline-Fonts und passende Kursive sorgen für Überschriften mit Charakter, die auch großen Texten auf engem Raum viele Zeichen gestatten. Trola erhällt nun Text-Verstärkung. Embodas nahm an den Buchstabenformen und der Spationierung umfang­reiche Anpassungen vor, die die Familie für den Fließtext opti­mieren. Trola-Title-Barcelovers Für Headlines auf Umschlag und Innenseiten wählte das Stadtmagazin von Barcelone die Trola-Familie, Quelle: tipo­gra­fies, lamosca.

Die Entwerfer beschränkten sich beim Umbau zur Textschrift nicht auf klas­si­schen Brottext, sondern betrach­teten Lesbarkeitskriterien ebenso für Textblöcke, Medien in Bewegung und Bildschirmeigenschaften. Gemeinsam mit Noe Blanco feilte Embodas uner­müd­lich an Glyphenformen und Buchstabenabständen. Besonderes Augenmark galt dabei, nie den beson­deren Trola-Charme und die Gutmütigkeit des Originals aus den Augen zu verlieren. Trola-und-Text Wo Trola als Headline Familie Raum spart, bekommt Trola Text größere Buchstaben-Zwischeräume um die Lesbarkeit im Fließtext auch in kleinen Punktgrößen zu verbes­sern

Als klar und knackig mit erhöhtem Kontrast fasst Jordi Embodas die Veränderungen, die er an den Glyphenformen vornahm, zusammen. Die Proportionen in Trola Text erwei­terte er, beson­ders bei den Versalien. Die Serifen erhielten einfa­che­rere Formen, die ihre Robustheit im Fließtext erhöht. Durch groß­zü­giges Spacing und erwei­terte Buchstabenöffnungen tritt der Weißraum in den Vordergrund. Jede einzelne der über 700 Glyphen von Trola Text erhielt engere Kurven zur Erhöhung der Spannung, dazu ausge­stell­tere Diagonalen und – eine Prise Wärme. Um die Lesegeschwindigkeit zu unter­stützen, neigen sich die Minuskeln einen Hauch nach rechts. Trola-und-Trola-Text-Layout Verbinden sich harmo­nisch im edito­rial Layout: Trola und Trola Text 

Weitere Features, die Trola Text für die Verwendung in Zeitungen, Zeitschriften, Geschäftsberichten und allen anspruchs­vollen Drucksachen auszeichnet: Mediävalziffern (OSF) für Texte und Tabellen, Versalziffern (Lining) für Texte und Tabellen, Super- und Sub- Scripts und Oridinalzeichen. Vorhanden sind auch alle Akzentzeichen für den osteu­ro­päi­schen Sprachraum (außer kyril­lisch und grie­chisch). 

Das 34-seitige Trola-Text-PDF-Dokument (739 kB) zeigt Schriftmuster und Leseproben aller acht Schriftschnitte von Light bis Heavy.

Über Jordi Embodas: Als Grafiker und Schriftentwerfer lebt, lehrt und arbeitet Jordi Embodas in Barcelona. Mit seinen typo­gra­fi­schen Arbeiten erlangte er in den letzten Jahren über Spanien hinaus Anerkennung. Mehr über Jordies Schriften und seine typo­gra­fi­schen Leidenschaften  Fünf Fragen für Jordi Embodas, Tipografies …    

Trola und Trola Text bei FontShop

––
*Alle Preise  zzgl. MwSt., Preisänderungen vorbe­halten


Shinns Neology fordert Leselehre heraus

Uniforme Lettern = Lesbarkeit. Nichts Geringeres als diese Grundformel zum Verhältnis von Buchstabenform zur Dekodierungsgeschwindigkeit stellt Nick Shinn mit der 15-schnit­tigen Neology-Familie in Frage.

Dabei ist der Name Programm. Shinn argu­men­tiert, dass wissen­schaft­liche Forschung zur Natur des Lesens bisher ausschließ­lich auf Standard-Schriftarten aufbaue.

Shinn-Neologie-Headline

Statt verzerrter Ergebnisse fordert er neutrale Experimente zur Lesbarkeit, die auch Schriften mit Buchstaben-Varianten einbe­ziehen. Shinns These: Die kontol­lierte Variation von Buchstaben hat keinen Einfluss auf die Lesbarkeit – im Gegenteil. Aktivitäten, wie das Lesen, die Zeit in Anspruch nehmen, brau­chen Unterstützung durch Abwechslung in der Formensprache.

Vielfalt schafft Aufmerksamkeit und hält wach. Gleichform ermüdet.

Neologys OpenType-Voreinstellung mixt die unter­schied­li­chen und doch fein aufein­ander abge­stimmten Fonts Neology Deco und Neology Grotesque so mitein­ander, dass es inner­halb von fünf Zeichen nicht zu Wiederholungen kommt.

Neology-Fonts

Neology besteht aus zwei Grotesk-Familien mit je fünf Schriftschnitten von Light bis Extrabold. Beide Fonts harmo­nieren in Dickte, Kontrast und verti­kaler Proportion. Neology selbst entsteht durch die Mischung von Schriftzeichen des Deco- und des Grostesk- Fonts.

Neology Deco greift die Formensprache der geome­tri­schen Sans Klassiker auf, allen voran Paul Renners Futura. Besonders deut­lich zeigt sich dies an den geraden Auf- und Abstrichen von ‘K’, ‘R’ und ‘y’  und an den runden Punkten von ‘i’ und ‘j’.

Auf Renners Futura folgte 20 Jahre später Miedingers Helvetica deren Formensprache Neology Deco aufgreift: Hier rundet Shinn die Auf- und Abstriche von ‘K’, ‘R’ und ‘y’. Die Punkte von ‘i’ und ‘j’ sind eckig.   

Neology-Effekt

So funk­tio­niert der Neology-Effekt:

  1. Die OpenType-Voreinstellung wählt für jedes zweite Zeichen den Alternate-Buchstaben aus der Alternativ-Familie.
  2. Wird ein zusätz­li­ches Zeichen (hier der Punkt) einge­setzt, so springt die die Buchstabenfolge um.
  3. Die reine Deco- Variante wird ange­wählt, indem die Funktion ‘Contextual Alternates’ im OpenType-Menü ausge­schaltet wird
  4. Reiner Grotesk-Text erscheint durch auswählen des ‘Stylistic Set 1’ im OpenType Menü.

Über die Hälfte der Neology-Deco und -Grotesk- Zeichen teilen sich die Familien. Shinn entwarf Varianten für charak­te­ris­ti­sche Buchstaben. Nie verlor er die Anmutung aus derKombination beider Familien aus den Augen.

Kontrolliert zufäl­lige Konzepte für alter­nie­rende Glyphen prägen die Font-Veröffentlichungen des Kanadiers seit der Einführung der OpenType-Technik.

Duffy Script (2008) und FF Fontesque Pro (2010) folgten bereits Shinns Ziel, Texten mit wech­selnden Zeichen Leben einzu­hau­chen. Voran gingen Sippen, die mit viel­for­migen Familien gestal­te­ri­sche Spannung erzeugten: Eunoia (2002), Panoptica (2003) und Handsome (2005). Neology schließ­lich führt die Elemente ‘Zufall’ und ‘Variation’ zusammen. Für Nick Shinn ist sie  die bisher voll­kom­menste Lösung. Die Entwicklungsgeschichte der Familie beschreibt das 31-seitige Neology-PDF-Dokument (englisch, 845 kB).   Über Nick Shinn Shinntype wurde 1998 in Toronto gegründet, um die Schrifteentwürfe von Nick Shinn zu veröf­fent­li­chen. Die Shinntype-Bibliothek enthält Print- und Webfonts für alle erdenk­li­chen Einsätze: Verpackungen, Anzeigen, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen. Shinns Fertigkeiten als Künstler, Autor, Art Director und Grafik-Designer befeuern seine eklek­ti­schen Schriftenentwürfe, die den Bogen von der Wiederbelebung der expe­ri­men­tellen Typografie bis zur Erforschung neuer Technologien spannen.   Neology bei FontShop

Unser der Woche kommt mit heraus­for­derndem Einführungsrabatt: Alle Neology Fonts gibt es für für kurze Zeit zum halben Preis. – – – Preise zzgl. MwSt., Änderungen vorbe­halten.


Gruselfonts im Herbst

Shutterstock-Mousse-Script2Das ist nicht gruselig? Stimmt. Mousse Script basiert auf  einer gut gelaunten Werbeschrift aus den 1930er Jahren. Fonts mit höherem Gänsehaut-Faktor, die Karten, Postern oder Flyern düster-herbst­li­chen Charme verleihen und typo­gra­fi­sches Rüstzeug für Halloween, Ork-Conventions oder Gothic-Gaming, enthält die Grusel-Fontliste auf Next​-FontShop​.com.

Wer es weniger düster mag und Leser nicht bereits mit der Headline verschre­cken möchte, dem sei die Liste der Scary Type Comic-Fonts von FontFeed-Autor Yves Peters empfohlen.

– – –
Layout: Next​.FontShop​.com Tryout, Bild: mit freund­li­cher Genehmigung von Shutterstock

 

 


Grota Unicase bekommt einen Text-Partner

Mit der Grota Unicase Headline schufen Eli & Daniel Hernández Sánchez von Latinotype eine Display-Familie, die mit kurven­rei­chen Ligaturen, schwin­del­erre­gender Groß-Kleinschreibung und lauten Interpunktionszeichen im letzten Sommer für Aufmerksamkeit sorgte. Grota bei FontShop Die tosende Display-Familie erhält jetzt einen ruhigen Gegenpol: Die aus vierzig Fonts bestehende Grota Sans, eine Text-Familie mit zehn Strichstärken von Thin bis Black und passenden Kursiven. Als Grotesk-Schrift gesellt Grota Sans sich zu den lauten Überschriften und sorgt im Mengensatz für ruhigen Fluss. Grota-Sans-Schritschnitte-a Für jeden Schriftschnitt enthält die Grota Sans eine Alternate-Version, die den Zeichenvorrat von 368 Zeichen auf 746 Zeichen erhöht, so dass für anspruchs­volle Drucksachen aus dem Vollen geschöpft werden kann. Über osteu­ro­päi­sche Akzentzeichen verfügen sowohl der Grund- als auch der Alternate- Font. Der Alternate Font besteht aus einem voll­stän­digen Zeichensatz mit feinen Unterschieden. So weisen zum Beispiel e‘ und beson­ders ‚m‘ und ‚n‘ in der Alternate Form nach oben gekurvte Ausläufer auf.  Augenfällig ist, dass das kleine ‚a‘ sich in der Grundform zur Kursiven schließt, während es sich in der in der Alternate-Form zur Kursiven öffnet.  Grota-Sans-Schritschnitte2 Als Sans-Allrounder mit einem Schuss Latino-Feuer eignet sich Grota Sans neben Texten aller Art auch zur Gestaltung von Logos und für Branding-Aufgaben. Nur noch heute: Unser der Woche kommt mit einem fulmi­nanten Einführungsrabatt: Die komplette Grota Sans Familie kostet für kurze Zeit statt 183 Euro nur 27,45 Euro.


Interface Design mit FF UI Icons

Pfeile, Lupen, Check-Haken, Hörer, Smileys oder Sterne – ihre Symbole sagen mehr als die Namen, die man ihnen zuordnet.  Für die Gestaltung von Benutzeroberflächen sind UI (= User Interface) Icons unver­zichtbar.

UI-Icons_MobileFontFont hat eine Sammlung von speziell für Benutzeroberflächen entwi­ckelten Symbolen, das FF-UI Icons Pack heraus­ge­bracht. Voran ging eine Erhebung über die Symbole, die am häufigsten für das Design von User Interfaces einge­setzt werden. Anschließend wurden die Designer der erfolg­reichsten FontFont-Pi & Symbols Familien gebeten, Ihre Iconfonts zu vervoll­stän­digen.

Bringen Übersicht in eine Vielzahl von Optionen auf engem Raum: Die FF Netto UI Icons von Daniel Utz

Das entstan­dene Pack enthält die Fonts FF Dingbats 2.0, FF Mister K Dingbats, FF Netto Icons und FF Transit Pict. Jeder Font des FF UI Icon Packs umfasst den glei­chen Satz von Symbolen, so dass Gestalter von Apps, Websites oder Interfaces einem visu­ellen Stil treu bleiben können. Auf unserer neuen Website setzen wir die FF Netto Icons ein, zum Beispiel auf den Knöpfen zum Öffnen der Seitenklappen.

Ein Extra der Sammlung sind 80 bisher unver­öf­fent­lichte FF Comic Jens Icons von Jens Kutilek, die beweisen, dass lässig und infor­mativ sich nicht ausschließen.

Die FF UI Icons kommen im Truetype-Flavor Opentype-Format für Desktop-und App-Nutzung und im WOFF & EOT Format für den Einsatz im Internet. Das Set mit 6 Fonts kostet 169 Euro (zzgl. MwSt.).

 


Hoftypes Orgon Slab Familie für die Hälfte

Mit Orgon Slab entwarf Dieter Hofrichter, Hoftype-Gründer und lang­jäh­riger Weggefährte von Günter Gerhard Lange, eine lineare Antiqua mit kräfigen Slab-Serifen (Egyptienne). Besonnen trans­por­tiert die Familie große Textmengen, ohne das Auge zu ermüden. Das stabile, gut lesbare Schriftbild in kleinen Schriftgrößen, und der markante Auftritt in groß gesetzten Headlines und Aufmachertexten, machen den Reiz der zeit­ge­mäßen Familie aus. Auffälligstes Merkmal und prägend für Orgon Slabs klar-saubere Anmutung sind ‚scharfe‘ rechte Winkel in den Punzen von ‚a‘, und ‚d‘, oder im Auge des ‚d‘. Dem entgegen treten sanfte Rundungen der Buchstabenschultern und Ausläufe, zum Beispiel bei ‚m‘ und ‚e‘. Gerundete rechte Winkel defi­nieren die Ecken der kräf­tigen Slab-Serifen. Orgon SlabDer eckig-rund Kontrast verhilft der Orgon Slab Familie von Hoftype zu viel Charakter Acht Strichstärken, Thin, Extra Light, Light, Regular, Medium, Bold, Extra Bold und Black mit jeweils passenden Kursiven machen die Orgon-Slab-Familie zu einem Allrounder für anspruchs­volle Gestaltungsprojekte und gemeinsam mit der eben­falls 16-schnit­tigen Orgon Sans zu einer viel­sei­tigen Großfamilie. Optimiert für den Satz im Print- und Web-Format garan­tiert Orgon Slab einen Plattform über­grei­fend konsis­tenten Auftritt. Orgon OT FeaturesVoller Zeichenkoffer: Orgon Slab verfügt über Zeichen für jede typo­gra­fi­sche Lebenslage Wie alle Schriften von Hoftype verfügt jeder Orgon Font von Thin bis Black über einen umfang­rei­chen Zeichenvorrat: Die über 700 Glyphen des OpenType-Fonts enthalten den erwei­terten Zeichensatz für osteu­ro­päi­sche Sprachen. Alle Schnitte beher­bergen Ligaturen, Kapitälchen, propor­tio­nale Versal-Ziffern (Lining-Figures), Tabellenziffern, Mediävalziffern für Text und Tabellen, passende Währungszeichen, Bruchzahlen, Formelzeichen, passende Pfeile und viele weitere Sonderzeichen. Als Stern der Woche bietet FontShop die nütz­liche Orgon-Slab-Familie bis zum kommenden Montag für nur 75*,– statt 150*,– € an. – – Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt., Preisänderungen vorbe­halten


Heute ist Comic-Sans-Tag

comic_birthday

Der Moment ist gekommen, gleich zwei Festtage zu feiern, nein drei …
Da wäre zunächst mal der Comic-Sans-Tag, den die nieder­län­di­schen Radiomoderatoren Coen Swijnenberg und Sander Lantinga 2009 ins Leben gerufen haben. Nach ihrer Definition fällt er stets auf den ersten Freitag des Monats Juli. Zweitens haben Comic-Sans-Entwerfer Vincent Connare und Microsoft die Schrift vor genau 20 Jahren heraus­ge­bracht, ein runder Geburtstag also. Dritter Grund zum Feiern ist der heute veröf­fent­lichte »große Bruder« der Comic Sans, entworfen von Diederik Corvers und Serious Sans getauft.

comic_sampleDer als TYPO-2010-Sprecher bekannte Entwerfer von Ogentroost (Fontblog berich­tete) sagt über seine Neuheit: »Sie sieht auf den ersten Blick ziem­lich seriös aus. Aber weil sie direkt mit Comic Sans verwandt ist, kann Serious Sans eine gewissen Freundlichkeit nicht verbergen.« Pünktlich zur Premiere hat er die Website www​.serioussans​.com ins Leben gerufen, wo die neue Schrift ausführ­lich vorge­stellt wird und geladen werden kann.

Corvers weiter: »Serious Sans erin­nert an eine mit Filzstift gezeich­nete Schrift. Die meisten Winkel und Ecken sind leicht gerundet, kaum eine Horizontale und Vertikale ist wirk­lich gerade.« Zu unser aller Freude bietet Diederik Corvers ab heute eine Basisversion der Serious Sans kostenlos an. Sie enthält 69 Zeichen, das sind alle Groß- und Kleinbuchstaben, die Ziffern, ein paar Satzzeichen und das @-Symbol. Die Vollversion wird 475 Glyphen enthalten und für 39 € erhält­lich sein. Kursiv und Bold sind in Arbeit. Weitere Informationen …


Mexikanische Tugenden: Neue Fonts von Cocijotype

COCijotypeSpätestens seit die brasi­lia­ni­sche Nationalelf verzwei­felt gegen die mexi­ka­ni­sche Mauer um Torwart Guillermo Ochoa ange­rannt ist, wissen wir: Mit den Mexikanern ist zu rechnen. Auch typo­gra­fisch. Unter den Neuerscheinungen dieser Woche sind drei neue Fonts und eine Erweiterung der Schriftenschmiede aus Oaxaca an Mexikos südwest­li­cher Pazifikküste.

Quincha_Cocijotype

Ein Font wie Stein: Der Indio-Stamm der Quechua bezeichnet die Steinmauer als Quincha. Der Bau solcher Mauern aus sich harmo­nisch anein­an­der­fü­genden Einzelsteinen gilt als archi­tek­to­nisch heraus­ra­gend und verhalf den histo­ri­schen Tempelanlagen der Quechua zu Weltruhm. Diego Sanz zeich­nete in den neun verschie­denen Stein-Stilen eine Vielzahl kontext­sen­si­tiver Ligaturen, die für den typo­gra­fisch-harmo­ni­schen Aufbau der Font-Mauern sorgen. Die über 1000 Glyphen enthalten  zusätz­lich Ornamente und Symbole, wie das Andenkreuz (Chakana). Wir stellen fest: Mexikaner und Mauern haben eine lange Tradition – auch jenseits der WM.

Quincha OpenType • Einzelschnitt · 29 Euro, Einführungspreis* 17,40 Euro

 

Calavera - Cocijotype

Das späte, kurze Schaffen des mexi­ka­ni­schen Grafikers, Graveurs und Karikaturisten Manuel Manilla inspi­rierte den Entwerfer Oscar Yáñez zur sieben­schnit­tigen Display-Familie Calavera. Besonders Manillas Skelette bei Alltagstätigkeiten und seine deko­ra­tiven Arbeiten zum mexi­ka­ni­schen Tag der Toten lieferten die Vorlage für die trot­zige und selbst­be­wusst-ausge­las­sene Stimmung, die Calaveras Versalzeichen trans­por­tiert. Ein zusätz­li­cher Muster-Font ergänzt das Paket mit Rahmen, Bordüren und Ornamenten.

Calavera Familie OpenType • 7 Fonts · 89 Euro, Einführungspreis* 53,40 Euro •  Einzelschnitt ab 14 Euro, rabat­tiert 8,40 Euro

Calavera Pattern1 OpenType • Einzelschnittt • 4 Euro, Einführungspreis* 2,40 Euro

 

Chicha - Cocijotype

Wo die Chicha-Familie zum Einsatz kommt, verleihen ihre drei Layerfonts sprü­hende Lebensfreude. Diego Sanz  orien­tierte sich an der Formensprache Peruanischer Schildermaler und bringt südame­ri­ka­ni­sche Verve auf Verpackungen, Displays und in Headlines. Ein Grundschnitt, ergänzt mit einem Outline-Font und ein halb­hoher Inlinefont bilden die Grundlage für raffi­nierte Überlagerungseffekte.

Chicha OpenType • 3 Fonts • 44 Euro, Einführungspreis* 26,40 Euro

 

Zipolite-Rounded---Cocijotype

Modern, platz­spa­rend aber nie­mals kühl, ist Zipo­lite, eine viel­sei­tige Cor­po­rate– und Edi­to­rial– Fami­lie mit sie­ben Schrift­schnit­ten und pas­sen­den Kursiven. Die Grotesk-Familie erhält nun einen gerun­deten Zuwachs und kommt mit den neuen sieben auf nun insge­samt 21 Schriftschnitte. Das entpannte Leben an einem weiten Sandstrand inspie­rierte Entwerfer und Cocijotype-Gründer Eli Castellanos  zu dieser formellen wie gutmü­tigen Allzweck-Familie. Wie die Kernfamilie benö­tigt auch Zipolite Rounded wenig Platz bei hervor­ra­gender Lesbarkeit. Von Regular bis Fat verfügt jeder Font über Kapitälchen, Ligaturen, Pfeile und Tabellenziffern.

 Zipolite Rounded OT • 7 Fonts · 89 Euro, Einführungspreis* 53,40 Euro

Calavera-Fina

Den typo­gra­fi­schen Auftritt rund um die offi­zi­ellen FIFA-Fonts betrachtet heute Fontblog. Ein FontShop-Aktuell Interview mit Cocijotype entstand im August 2012, als die Schriften der Mexikaner ins FontShop-Angebot aufge­nommen wurden.

– – –
Einführungspreise für die neuen Schriften von Cocijotype gelten bis 15. Juli. Alle Preise zzgl. MwSt. Irrtümer und Änderungen vorbe­halten.


12 Alternativen zur FIFA-WM-Schrift 2014

Über das Briefing der FIFA bezie­hungs­weise deren Agentur The Works Ltd zur Brazil-0815-Schrift Pagode kann man nur speku­lieren. Zwei Schnitte wurden gefor­dert – Regular und Bold –, der grafi­sche Stil: irgendwas zwischen verspielt, spontan und hand­ge­macht. Das Ergebnis: Kindergarten. Nichts gegen kind­liche Schriften, ausge­schnit­tene Buchstaben oder Pinselstriche. Das Problem von Pagode ist, dass ihre Buchstaben keinen gemein­samen Nenner haben. Und weil ihre Formen beliebig sind, ist Pagode keine Schrift sondern eine Ansammlung von Glyphen. Ein solches Konglomerat funk­tio­niert noch halb­wegs in der floralen visu­ellen Sprache der WM 2014, und in deren defi­nierter Farbwelt. Außerhalb sind die Pagode-Lettern beliebig, was bei einer Produktserie wie den Lidl-Team-Shirts unmit­telbar deut­lich wird. Die Trikots sehen nicht offi­ziell lizen­ziert aus, obwohl sie es sind, sondern wie selbst mit einem Testilstift beschriftet.

pagode_alternativen

Die hier gezeigten Verwandten zur FIFA-Schrift Pagode tummeln sich auf dem glei­chen Spielplatz: kind­lich-naiv, unkon­ven­tio­nell, laut, teils  provo­kativ – ein durchaus span­nendes Terrain im Schriftdesign. Sie alle wurden von ange­se­hene Schriftentwerfern geschaffen, darunter Max Kisman, Hannes von Döhren, Cyrus Highsmith, Richard Kegler und Rian Hughes. Und obwohl ihre Lettern schrift­in­tern starke Kontraste aufweisen, haben ihre Designer auf eines geachtet: eine gemein­same formale Sprache. Diese mani­fes­tiert sich in den Formen und Dimensionen von Vertikalen, Horizontalen und Innenräumen, aber auch in den seit Jahrhunderten geltenden Regeln für das Zusammenspiel latei­ni­scher Buchstaben. Erst wenn dies gelingt, entsteht ein Glyphen-Gebinde, das sich Schrift nennen darf und belastbar ist für die Kommunikation von Marken, Produkten oder Veranstaltungen. Pagode erfüllt dieses Kriterium nicht.