Fontblog Schriftgeschichten

Shinns Neology fordert Leselehre heraus

Uniforme Lettern = Lesbarkeit. Nichts Geringeres als diese Grundformel zum Verhältnis von Buchstabenform zur Dekodierungsgeschwindigkeit stellt Nick Shinn mit der 15-schnit­tigen Neology-Familie in Frage.

Dabei ist der Name Programm. Shinn argu­men­tiert, dass wissen­schaft­liche Forschung zur Natur des Lesens bisher ausschließ­lich auf Standard-Schriftarten aufbaue.

Shinn-Neologie-Headline

Statt verzerrter Ergebnisse fordert er neutrale Experimente zur Lesbarkeit, die auch Schriften mit Buchstaben-Varianten einbe­ziehen. Shinns These: Die kontol­lierte Variation von Buchstaben hat keinen Einfluss auf die Lesbarkeit – im Gegenteil. Aktivitäten, wie das Lesen, die Zeit in Anspruch nehmen, brau­chen Unterstützung durch Abwechslung in der Formensprache.

Vielfalt schafft Aufmerksamkeit und hält wach. Gleichform ermüdet.

Neologys OpenType-Voreinstellung mixt die unter­schied­li­chen und doch fein aufein­ander abge­stimmten Fonts Neology Deco und Neology Grotesque so mitein­ander, dass es inner­halb von fünf Zeichen nicht zu Wiederholungen kommt.

Neology-Fonts

Neology besteht aus zwei Grotesk-Familien mit je fünf Schriftschnitten von Light bis Extrabold. Beide Fonts harmo­nieren in Dickte, Kontrast und verti­kaler Proportion. Neology selbst entsteht durch die Mischung von Schriftzeichen des Deco- und des Grostesk- Fonts.

Neology Deco greift die Formensprache der geome­tri­schen Sans Klassiker auf, allen voran Paul Renners Futura. Besonders deut­lich zeigt sich dies an den geraden Auf- und Abstrichen von ‘K’, ‘R’ und ‘y’  und an den runden Punkten von ‘i’ und ‘j’.

Auf Renners Futura folgte 20 Jahre später Miedingers Helvetica deren Formensprache Neology Deco aufgreift: Hier rundet Shinn die Auf- und Abstriche von ‘K’, ‘R’ und ‘y’. Die Punkte von ‘i’ und ‘j’ sind eckig.   

Neology-Effekt

So funk­tio­niert der Neology-Effekt:

  1. Die OpenType-Voreinstellung wählt für jedes zweite Zeichen den Alternate-Buchstaben aus der Alternativ-Familie.
  2. Wird ein zusätz­li­ches Zeichen (hier der Punkt) einge­setzt, so springt die die Buchstabenfolge um.
  3. Die reine Deco- Variante wird ange­wählt, indem die Funktion ‘Contextual Alternates’ im OpenType-Menü ausge­schaltet wird
  4. Reiner Grotesk-Text erscheint durch auswählen des ‘Stylistic Set 1’ im OpenType Menü.

Über die Hälfte der Neology-Deco und -Grotesk- Zeichen teilen sich die Familien. Shinn entwarf Varianten für charak­te­ris­ti­sche Buchstaben. Nie verlor er die Anmutung aus derKombination beider Familien aus den Augen.

Kontrolliert zufäl­lige Konzepte für alter­nie­rende Glyphen prägen die Font-Veröffentlichungen des Kanadiers seit der Einführung der OpenType-Technik.

Duffy Script (2008) und FF Fontesque Pro (2010) folgten bereits Shinns Ziel, Texten mit wech­selnden Zeichen Leben einzu­hau­chen. Voran gingen Sippen, die mit viel­for­migen Familien gestal­te­ri­sche Spannung erzeugten: Eunoia (2002), Panoptica (2003) und Handsome (2005). Neology schließ­lich führt die Elemente ‘Zufall’ und ‘Variation’ zusammen. Für Nick Shinn ist sie  die bisher voll­kom­menste Lösung. Die Entwicklungsgeschichte der Familie beschreibt das 31-seitige Neology-PDF-Dokument (englisch, 845 kB).   Über Nick Shinn Shinntype wurde 1998 in Toronto gegründet, um die Schrifteentwürfe von Nick Shinn zu veröf­fent­li­chen. Die Shinntype-Bibliothek enthält Print- und Webfonts für alle erdenk­li­chen Einsätze: Verpackungen, Anzeigen, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen. Shinns Fertigkeiten als Künstler, Autor, Art Director und Grafik-Designer befeuern seine eklek­ti­schen Schriftenentwürfe, die den Bogen von der Wiederbelebung der expe­ri­men­tellen Typografie bis zur Erforschung neuer Technologien spannen.   Neology bei FontShop

Unser der Woche kommt mit heraus­for­derndem Einführungsrabatt: Alle Neology Fonts gibt es für für kurze Zeit zum halben Preis. – – – Preise zzgl. MwSt., Änderungen vorbe­halten.


Gruselfonts im Herbst

Shutterstock-Mousse-Script2Das ist nicht gruselig? Stimmt. Mousse Script basiert auf  einer gut gelaunten Werbeschrift aus den 1930er Jahren. Fonts mit höherem Gänsehaut-Faktor, die Karten, Postern oder Flyern düster-herbst­li­chen Charme verleihen und typo­gra­fi­sches Rüstzeug für Halloween, Ork-Conventions oder Gothic-Gaming, enthält die Grusel-Fontliste auf Next​-FontShop​.com.

Wer es weniger düster mag und Leser nicht bereits mit der Headline verschre­cken möchte, dem sei die Liste der Scary Type Comic-Fonts von FontFeed-Autor Yves Peters empfohlen.

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Layout: Next​.FontShop​.com Tryout, Bild: mit freund­li­cher Genehmigung von Shutterstock

 

 


Grota Unicase bekommt einen Text-Partner

Mit der Grota Unicase Headline schufen Eli & Daniel Hernández Sánchez von Latinotype eine Display-Familie, die mit kurven­rei­chen Ligaturen, schwin­del­erre­gender Groß-Kleinschreibung und lauten Interpunktionszeichen im letzten Sommer für Aufmerksamkeit sorgte. Grota bei FontShop Die tosende Display-Familie erhält jetzt einen ruhigen Gegenpol: Die aus vierzig Fonts bestehende Grota Sans, eine Text-Familie mit zehn Strichstärken von Thin bis Black und passenden Kursiven. Als Grotesk-Schrift gesellt Grota Sans sich zu den lauten Überschriften und sorgt im Mengensatz für ruhigen Fluss. Grota-Sans-Schritschnitte-a Für jeden Schriftschnitt enthält die Grota Sans eine Alternate-Version, die den Zeichenvorrat von 368 Zeichen auf 746 Zeichen erhöht, so dass für anspruchs­volle Drucksachen aus dem Vollen geschöpft werden kann. Über osteu­ro­päi­sche Akzentzeichen verfügen sowohl der Grund- als auch der Alternate- Font. Der Alternate Font besteht aus einem voll­stän­digen Zeichensatz mit feinen Unterschieden. So weisen zum Beispiel e‘ und beson­ders ‚m‘ und ‚n‘ in der Alternate Form nach oben gekurvte Ausläufer auf.  Augenfällig ist, dass das kleine ‚a‘ sich in der Grundform zur Kursiven schließt, während es sich in der in der Alternate-Form zur Kursiven öffnet.  Grota-Sans-Schritschnitte2 Als Sans-Allrounder mit einem Schuss Latino-Feuer eignet sich Grota Sans neben Texten aller Art auch zur Gestaltung von Logos und für Branding-Aufgaben. Nur noch heute: Unser der Woche kommt mit einem fulmi­nanten Einführungsrabatt: Die komplette Grota Sans Familie kostet für kurze Zeit statt 183 Euro nur 27,45 Euro.


Interface Design mit FF UI Icons

Pfeile, Lupen, Check-Haken, Hörer, Smileys oder Sterne – ihre Symbole sagen mehr als die Namen, die man ihnen zuordnet.  Für die Gestaltung von Benutzeroberflächen sind UI (= User Interface) Icons unver­zichtbar.

UI-Icons_MobileFontFont hat eine Sammlung von speziell für Benutzeroberflächen entwi­ckelten Symbolen, das FF-UI Icons Pack heraus­ge­bracht. Voran ging eine Erhebung über die Symbole, die am häufigsten für das Design von User Interfaces einge­setzt werden. Anschließend wurden die Designer der erfolg­reichsten FontFont-Pi & Symbols Familien gebeten, Ihre Iconfonts zu vervoll­stän­digen.

Bringen Übersicht in eine Vielzahl von Optionen auf engem Raum: Die FF Netto UI Icons von Daniel Utz

Das entstan­dene Pack enthält die Fonts FF Dingbats 2.0, FF Mister K Dingbats, FF Netto Icons und FF Transit Pict. Jeder Font des FF UI Icon Packs umfasst den glei­chen Satz von Symbolen, so dass Gestalter von Apps, Websites oder Interfaces einem visu­ellen Stil treu bleiben können. Auf unserer neuen Website setzen wir die FF Netto Icons ein, zum Beispiel auf den Knöpfen zum Öffnen der Seitenklappen.

Ein Extra der Sammlung sind 80 bisher unver­öf­fent­lichte FF Comic Jens Icons von Jens Kutilek, die beweisen, dass lässig und infor­mativ sich nicht ausschließen.

Die FF UI Icons kommen im Truetype-Flavor Opentype-Format für Desktop-und App-Nutzung und im WOFF & EOT Format für den Einsatz im Internet. Das Set mit 6 Fonts kostet 169 Euro (zzgl. MwSt.).

 


Hoftypes Orgon Slab Familie für die Hälfte

Mit Orgon Slab entwarf Dieter Hofrichter, Hoftype-Gründer und lang­jäh­riger Weggefährte von Günter Gerhard Lange, eine lineare Antiqua mit kräfigen Slab-Serifen (Egyptienne). Besonnen trans­por­tiert die Familie große Textmengen, ohne das Auge zu ermüden. Das stabile, gut lesbare Schriftbild in kleinen Schriftgrößen, und der markante Auftritt in groß gesetzten Headlines und Aufmachertexten, machen den Reiz der zeit­ge­mäßen Familie aus. Auffälligstes Merkmal und prägend für Orgon Slabs klar-saubere Anmutung sind ‚scharfe‘ rechte Winkel in den Punzen von ‚a‘, und ‚d‘, oder im Auge des ‚d‘. Dem entgegen treten sanfte Rundungen der Buchstabenschultern und Ausläufe, zum Beispiel bei ‚m‘ und ‚e‘. Gerundete rechte Winkel defi­nieren die Ecken der kräf­tigen Slab-Serifen. Orgon SlabDer eckig-rund Kontrast verhilft der Orgon Slab Familie von Hoftype zu viel Charakter Acht Strichstärken, Thin, Extra Light, Light, Regular, Medium, Bold, Extra Bold und Black mit jeweils passenden Kursiven machen die Orgon-Slab-Familie zu einem Allrounder für anspruchs­volle Gestaltungsprojekte und gemeinsam mit der eben­falls 16-schnit­tigen Orgon Sans zu einer viel­sei­tigen Großfamilie. Optimiert für den Satz im Print- und Web-Format garan­tiert Orgon Slab einen Plattform über­grei­fend konsis­tenten Auftritt. Orgon OT FeaturesVoller Zeichenkoffer: Orgon Slab verfügt über Zeichen für jede typo­gra­fi­sche Lebenslage Wie alle Schriften von Hoftype verfügt jeder Orgon Font von Thin bis Black über einen umfang­rei­chen Zeichenvorrat: Die über 700 Glyphen des OpenType-Fonts enthalten den erwei­terten Zeichensatz für osteu­ro­päi­sche Sprachen. Alle Schnitte beher­bergen Ligaturen, Kapitälchen, propor­tio­nale Versal-Ziffern (Lining-Figures), Tabellenziffern, Mediävalziffern für Text und Tabellen, passende Währungszeichen, Bruchzahlen, Formelzeichen, passende Pfeile und viele weitere Sonderzeichen. Als Stern der Woche bietet FontShop die nütz­liche Orgon-Slab-Familie bis zum kommenden Montag für nur 75*,– statt 150*,– € an. – – Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt., Preisänderungen vorbe­halten


Heute ist Comic-Sans-Tag

comic_birthday

Der Moment ist gekommen, gleich zwei Festtage zu feiern, nein drei …
Da wäre zunächst mal der Comic-Sans-Tag, den die nieder­län­di­schen Radiomoderatoren Coen Swijnenberg und Sander Lantinga 2009 ins Leben gerufen haben. Nach ihrer Definition fällt er stets auf den ersten Freitag des Monats Juli. Zweitens haben Comic-Sans-Entwerfer Vincent Connare und Microsoft die Schrift vor genau 20 Jahren heraus­ge­bracht, ein runder Geburtstag also. Dritter Grund zum Feiern ist der heute veröf­fent­lichte »große Bruder« der Comic Sans, entworfen von Diederik Corvers und Serious Sans getauft.

comic_sampleDer als TYPO-2010-Sprecher bekannte Entwerfer von Ogentroost (Fontblog berich­tete) sagt über seine Neuheit: »Sie sieht auf den ersten Blick ziem­lich seriös aus. Aber weil sie direkt mit Comic Sans verwandt ist, kann Serious Sans eine gewissen Freundlichkeit nicht verbergen.« Pünktlich zur Premiere hat er die Website www​.serioussans​.com ins Leben gerufen, wo die neue Schrift ausführ­lich vorge­stellt wird und geladen werden kann.

Corvers weiter: »Serious Sans erin­nert an eine mit Filzstift gezeich­nete Schrift. Die meisten Winkel und Ecken sind leicht gerundet, kaum eine Horizontale und Vertikale ist wirk­lich gerade.« Zu unser aller Freude bietet Diederik Corvers ab heute eine Basisversion der Serious Sans kostenlos an. Sie enthält 69 Zeichen, das sind alle Groß- und Kleinbuchstaben, die Ziffern, ein paar Satzzeichen und das @-Symbol. Die Vollversion wird 475 Glyphen enthalten und für 39 € erhält­lich sein. Kursiv und Bold sind in Arbeit. Weitere Informationen …


Mexikanische Tugenden: Neue Fonts von Cocijotype

COCijotypeSpätestens seit die brasi­lia­ni­sche Nationalelf verzwei­felt gegen die mexi­ka­ni­sche Mauer um Torwart Guillermo Ochoa ange­rannt ist, wissen wir: Mit den Mexikanern ist zu rechnen. Auch typo­gra­fisch. Unter den Neuerscheinungen dieser Woche sind drei neue Fonts und eine Erweiterung der Schriftenschmiede aus Oaxaca an Mexikos südwest­li­cher Pazifikküste.

Quincha_Cocijotype

Ein Font wie Stein: Der Indio-Stamm der Quechua bezeichnet die Steinmauer als Quincha. Der Bau solcher Mauern aus sich harmo­nisch anein­an­der­fü­genden Einzelsteinen gilt als archi­tek­to­nisch heraus­ra­gend und verhalf den histo­ri­schen Tempelanlagen der Quechua zu Weltruhm. Diego Sanz zeich­nete in den neun verschie­denen Stein-Stilen eine Vielzahl kontext­sen­si­tiver Ligaturen, die für den typo­gra­fisch-harmo­ni­schen Aufbau der Font-Mauern sorgen. Die über 1000 Glyphen enthalten  zusätz­lich Ornamente und Symbole, wie das Andenkreuz (Chakana). Wir stellen fest: Mexikaner und Mauern haben eine lange Tradition – auch jenseits der WM.

Quincha OpenType • Einzelschnitt · 29 Euro, Einführungspreis* 17,40 Euro

 

Calavera - Cocijotype

Das späte, kurze Schaffen des mexi­ka­ni­schen Grafikers, Graveurs und Karikaturisten Manuel Manilla inspi­rierte den Entwerfer Oscar Yáñez zur sieben­schnit­tigen Display-Familie Calavera. Besonders Manillas Skelette bei Alltagstätigkeiten und seine deko­ra­tiven Arbeiten zum mexi­ka­ni­schen Tag der Toten lieferten die Vorlage für die trot­zige und selbst­be­wusst-ausge­las­sene Stimmung, die Calaveras Versalzeichen trans­por­tiert. Ein zusätz­li­cher Muster-Font ergänzt das Paket mit Rahmen, Bordüren und Ornamenten.

Calavera Familie OpenType • 7 Fonts · 89 Euro, Einführungspreis* 53,40 Euro •  Einzelschnitt ab 14 Euro, rabat­tiert 8,40 Euro

Calavera Pattern1 OpenType • Einzelschnittt • 4 Euro, Einführungspreis* 2,40 Euro

 

Chicha - Cocijotype

Wo die Chicha-Familie zum Einsatz kommt, verleihen ihre drei Layerfonts sprü­hende Lebensfreude. Diego Sanz  orien­tierte sich an der Formensprache Peruanischer Schildermaler und bringt südame­ri­ka­ni­sche Verve auf Verpackungen, Displays und in Headlines. Ein Grundschnitt, ergänzt mit einem Outline-Font und ein halb­hoher Inlinefont bilden die Grundlage für raffi­nierte Überlagerungseffekte.

Chicha OpenType • 3 Fonts • 44 Euro, Einführungspreis* 26,40 Euro

 

Zipolite-Rounded---Cocijotype

Modern, platz­spa­rend aber nie­mals kühl, ist Zipo­lite, eine viel­sei­tige Cor­po­rate– und Edi­to­rial– Fami­lie mit sie­ben Schrift­schnit­ten und pas­sen­den Kursiven. Die Grotesk-Familie erhält nun einen gerun­deten Zuwachs und kommt mit den neuen sieben auf nun insge­samt 21 Schriftschnitte. Das entpannte Leben an einem weiten Sandstrand inspie­rierte Entwerfer und Cocijotype-Gründer Eli Castellanos  zu dieser formellen wie gutmü­tigen Allzweck-Familie. Wie die Kernfamilie benö­tigt auch Zipolite Rounded wenig Platz bei hervor­ra­gender Lesbarkeit. Von Regular bis Fat verfügt jeder Font über Kapitälchen, Ligaturen, Pfeile und Tabellenziffern.

 Zipolite Rounded OT • 7 Fonts · 89 Euro, Einführungspreis* 53,40 Euro

Calavera-Fina

Den typo­gra­fi­schen Auftritt rund um die offi­zi­ellen FIFA-Fonts betrachtet heute Fontblog. Ein FontShop-Aktuell Interview mit Cocijotype entstand im August 2012, als die Schriften der Mexikaner ins FontShop-Angebot aufge­nommen wurden.

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Einführungspreise für die neuen Schriften von Cocijotype gelten bis 15. Juli. Alle Preise zzgl. MwSt. Irrtümer und Änderungen vorbe­halten.


12 Alternativen zur FIFA-WM-Schrift 2014

Über das Briefing der FIFA bezie­hungs­weise deren Agentur The Works Ltd zur Brazil-0815-Schrift Pagode kann man nur speku­lieren. Zwei Schnitte wurden gefor­dert – Regular und Bold –, der grafi­sche Stil: irgendwas zwischen verspielt, spontan und hand­ge­macht. Das Ergebnis: Kindergarten. Nichts gegen kind­liche Schriften, ausge­schnit­tene Buchstaben oder Pinselstriche. Das Problem von Pagode ist, dass ihre Buchstaben keinen gemein­samen Nenner haben. Und weil ihre Formen beliebig sind, ist Pagode keine Schrift sondern eine Ansammlung von Glyphen. Ein solches Konglomerat funk­tio­niert noch halb­wegs in der floralen visu­ellen Sprache der WM 2014, und in deren defi­nierter Farbwelt. Außerhalb sind die Pagode-Lettern beliebig, was bei einer Produktserie wie den Lidl-Team-Shirts unmit­telbar deut­lich wird. Die Trikots sehen nicht offi­ziell lizen­ziert aus, obwohl sie es sind, sondern wie selbst mit einem Testilstift beschriftet.

pagode_alternativen

Die hier gezeigten Verwandten zur FIFA-Schrift Pagode tummeln sich auf dem glei­chen Spielplatz: kind­lich-naiv, unkon­ven­tio­nell, laut, teils  provo­kativ – ein durchaus span­nendes Terrain im Schriftdesign. Sie alle wurden von ange­se­hene Schriftentwerfern geschaffen, darunter Max Kisman, Hannes von Döhren, Cyrus Highsmith, Richard Kegler und Rian Hughes. Und obwohl ihre Lettern schrift­in­tern starke Kontraste aufweisen, haben ihre Designer auf eines geachtet: eine gemein­same formale Sprache. Diese mani­fes­tiert sich in den Formen und Dimensionen von Vertikalen, Horizontalen und Innenräumen, aber auch in den seit Jahrhunderten geltenden Regeln für das Zusammenspiel latei­ni­scher Buchstaben. Erst wenn dies gelingt, entsteht ein Glyphen-Gebinde, das sich Schrift nennen darf und belastbar ist für die Kommunikation von Marken, Produkten oder Veranstaltungen. Pagode erfüllt dieses Kriterium nicht.


Wieschers Sherlock-Familie feiert den Meisterdetektiv

Alternate L Sherlock Wiescher

London, Ende des 19. Jahrunderts. Das vikto­ria­ni­sche Zeitalter steht in voller Blüte. Der geni­alste und exzen­trischste aller Detektive löst mit seinem Freund und Partner, Dr. Watson, myste­riöse Kriminalfälle.

Der neblig-düsteren und atmo­sphä­risch hoch verdich­teten Romanreihe von Sir Arthur Conan Doyle widmet Gert Wiescher nun eine Script-Familie und benennt sie nach ihrem Helden: Sherlock.

Sherlock Holmes Statur - Foto_dynamosquito

Erhält fast 120 Jahre nach seinem fiktiven Tod im Schweizer Reichenbachfall eine eigene Schrift: Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes, hier seine Statue vor der Baker Street in London,  Foto: dyna­mos­quito

Die 10 Fonts der Sherlock-Familie verströmen in Print- und Web-Layout eine geheim­nis­um­wit­terte Stimmung. Dafür ist die unre­gel­mä­ßige Script vortreff­lich ausge­stattet: Die Lettern können beliebig verbunden werden oder einzeln stehen. Ein Caps-Schnitt und fünf Alternate-, Ligatur- und Swash-Schnitte erzeugen zusätz­lich Spannung. 

Sherlock_Wiescher

Mit zehn Schriftschnitten geht Gert Wieschers Sherlock-Familie auf Verbrecherjagd

Zierlinien schaffen hand­ge­schrie­bene Atmosphäre und ein Dot-Schnitt sorgt für über­zeu­gende Kleckse aus Tinte oder – wenn gewünscht – Blut. Schließlich huldigt ein Satz mit Finger- und Handabdrücken dem Vorreiter der foren­si­schen Kriminalistik.

Dots-Sherlock-Wiescher

Im Zeichenumfang der Sherlock sind Blutstropfen ebenso enthalten wie Lettern

Ganz im Sinne des Meisters ist Sherlock mit hoher hand­werk­li­cher Präzision gezeichnet und digi­ta­li­siert. Die Pro-Version enthält über 800 Glyphen mit erwei­terter Sprachunterstützung für euro­päi­sche Sprachen und darüber hinaus viet­na­me­sisch. Mit zahl­rei­chen OpenType-Features versehen, lassen sich aus Script Pro und Stuff Pro eine große Palette krimi­na­lis­ti­scher Effekte erzielen.

Sherlock eignet sich für den Einsatz auf Verpackungen, für Poster und Displays, Anzeigen, Web-Banner und versieht eine tradi­tio­nelle Handschrift aus der „guten alten Zeit“ mit der beson­deren Prise Spannung.

Fingerprints-Sherlock-Wiescher

Darf im Font für den Vorreiter der Forensik nicht fehlen: Fingerabdrücke 

Pakete

Sherlock OT | 10 Fonts | € 69

• Sherlock OT Pro | 2 Fonts | €69

• Sherlock Web | 10 Fonts | € 69

 Sherlock Web Pro | 2 Fonts | € 69

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Alle Preise zzgl. MwSt., Preisänderungen und Irrtümer vorbe­halten.


Grießhammers FF Quixo gewinnt TDC-Award 2014

FontShop: FontFont LogoDie FF Quixo Serif-Familie entstand aus Frank Grießhammers Begeisterung für kalli­gra­fi­sche Federn: Spitz- und Bandzugfedern in breit und schmal. Grießhammer liebt ihr Spiel auf Papier, ihren knis­ternden Strich auf rauer Fläche, den leisen Schmatzer beim Ziehen der Tinte – quiiiii-xo.

FF-Quixo-rot

Feder- in Pinselstriche über­setzen und unter­su­chen, wie harte Feder und weiche Borste die Stimmung der Zeichnungen von Buchstaben beein­flußt: im Type-and-Media Masterkurs an der Royal Academy of Art in Den Haag unter­nahm Frank unzäh­lige Experimente. Sein Ziel war es, die formale Federzeichnung mit der zwang­lo­seren Formensprache der Pinsel in ein typo­gra­fi­sches Verhältnis zu balan­cieren.

Das analog entwi­ckelte Modell brachte eine ausdrucks­starke Font-Familie hervor, deren Schriftschnitte jeweils auf einem eigenen Schreibgerät beruhten. Ein Konzept, das den frisch geba­ckenen Absolvent nicht losließ. Er über­ar­bei­tete die komplette Familie bis in die Details und veröf­fent­lichte bei FontFont schließ­lich FF Quixo, deren hand­ge­zeich­neter Charakter in sechs Schriftschnitten von Light bis Black von stetig ansteigt.

FF Quixo FontsDie Familie voll­zieht einen ausge­klü­gelten Spagat zwi­schen Text­schnit­ten und Auszeichnungschnitten. Einen Stim­mungs­wech­sel von seriös zu ver­spielt. Und sorgt so in Unternehmensdrucksachen oder in der Markenkommunikation für reibungs­losen Informationstransport im Fließtext und den einzig­ar­tigen Auftritt in Headlines.

Als Bonus enthalten alle aufrechten Fonts eine zeit­ge­mäße Interpretation der Zapf Dingbats: viele Symbole, Pfeile und Ornamente, für jede Strichstärke eigens ange­passt. Diese Ergänzung macht FF Quixo zum belast­baren Font für jede Art von Werbung oder auf Verpackungen.

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Die Pro-Version bringt es auf über 1200 Glyphen pro Schriftschnitt, darunter Akzentzeichen für osteu­ro­päi­sche Sprachen, 12 Ziffern-Varianten, Ligaturen, Alternates, wissen­schaft­liche Zeichen und weitere anspruchs­volle OpenType-Features. Eine ausführ­liche Beschreibung der FF Quixo und zahl­reiche Schriftmuster enthält das FF Quixo PDF-Dokument (110 Seiten, 643 KB)

Anfang der Woche, erkannte die TDC-Jury Konzept und Ausführung der Serif-Familie an und wählte Quixo unter die besten Schriften 2014.

 

 

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