Richtig gut: das neue ZDF-Nachrichtendesign

Seit heute präsen­tiert das ZDF seine Nachrichten aus einem neuen, virtu­ellen Studio. Mit 3-D-Modellen, Animationen und einem präzisen Design möchte der Sender seine Erklärkompetenz stärker heraus­stellen. Für die Zuschauer sollen Zusammenhänge besser und verständ­li­cher darge­stellt werden. Dabei darf die Nachrichtenvermittlung im virtu­ellen Raum nicht an Glaubwürdigkeit verlieren.

Das Zentrum in dem 700 Quadratmeter großen pastell­grünen Studio bildet die aus drei Flügeln bestehende Moderationsinsel aus Nussbaumholz, Acrylglas und Kunstleder. An dieser präsen­tieren die ZDF-Moderatoren im Stehen. Sie präsen­tieren die Nachrichten nicht mehr vom festen Standort des Moderationspultes, sondern gehen – im doppelten Sinne – auf den Zuschauer zu.

Eine tech­ni­sche Besonderheit sind zwei Kameraroboter, die sich auto­ma­tisch im Raum bewegen. Sie garan­tieren präzise und iden­tisch wieder­keh­rende Kamerafahrten,  eine wesent­liche Voraussetzung für die Regie des neuen Erscheinungsbildes.

Die Schrift für die Einblendtexte, Icons und das Infografikkonzept sollen aus dem Hause EdenSpiekermann stammen, wie über Twitter zu erfahren ist. Nicht nur deren Premiere war über­zeu­gend: Das heute-journal hat durch die Bank über­rascht und Maßstäbe gesetzt. Ein Bilderbogen:


66 Kommentare

  1. robertmichael

    den mode­ra­ti­ons­tresen fand ich etwas heftig vorallem in der totalen sieht er mir zu sehr nach raum­schiff enter­prise aus aber im großen und ganzen ein sehr gelun­gener auftritt.
    farb­lich passt es gut, sieht nach zdf aus und wirkt nicht zu aufdring­lich. der font ist super lesbar und hat einen eigenen charakter was die info­gra­fiken noch­mals unter­strei­chen. teil­weise viel­leicht etwas zuviel effekte die nicht sein müssen und etwas ablenken, aber viel­leicht gibt sich das ja noch wenn sie die ersten rentern beschweren ;)
    jetzt noch das heute/zdf-logo verbes­sern und alles passt.

  2. Rax

    Ein biss­chen seltsam finde ich die Weltkarte im Hintergrund. Mal davon abge­sehen dass dort ein kompletter Kontinent unter den Tisch fällt finde ich diese Phantasiegrenzen doch sehr irri­tie­rend. Zuerst hatte ich ja befürchtet dass dort die gerade behan­delte Weltregion hervor­ge­hoben wird (a la „das Orange da ist ist übri­gens der Nahe Osten“), doch im ZDF-Chat meinte Theveßen dass das ledig­lich aus „künst­le­ri­schen“ Motiven erfolgte. Sowas läuft dem Sinn einer Karte ja an sich schon zuwieder, und dann auch noch in einer Nachrichtensendung?

  3. Einsiedlerkrebs

    Diesmal nutzen Sie den Platz, dass durch das 16:9-Format entsteht, viel besser.

  4. Albert

    Das Layout finde ich grund­sätz­lich gut, viel­leicht ein biss­chen zu blass und pastell­farben. Was aber wirk­lich nervt und stark von der Kernkompetenz (nämlich den Nachrichten und Informationen) ablenkt, sind die ganzen Animationen und Bewegungen. Überall zischt irgendwas im Hintergrund herum, hechten die Moderatoren durch die Gegend, wird herein- und heraus­ge­zoomt. Das trägt über­haupt gar nichts zur Vermittlung von Informationen bei, wirkt nur hektisch, kindisch und verspielt. Und das sage ich als Unter-dreißig-Jähriger…

  5. Alex

    Schick! Nur mit der Form des J komme ich nicht klar. Kann man die Schrift irgendwo größer bewun­dern?

  6. timeout

    Bin auch begeis­tert von der Ästhetik und dem Raum. Die Bildbeiträge sind fast schon einen Tick zu tech­nisch und verspielt. Da braucht es noch eine klare Linie. Aber was solls, ist ja nur Fernsehen.

    Das ZDF Logo verbes­sern wär eine gute Idee. Doch dazu müsste wahr­schein­lich das Dach dieses 30 Millionen Euro Baus komplett erneuert werden. :-)

  7. Simon

    Modern und stil­voll ist es, ja. Aber wirkt das Ganze nicht mitt­ler­weile zu steril und unna­tür­lich? Ich finde, der Moderator als Person geht in diesem höchst-digi­talen Studio völlig unter. Gerade das hat mich bis dato an den Fernseh-Nachrichten noch immer so über­zeugt: Die Menschennähe und die persön­liche Note. Das kann meiner Meinung nach nicht durch die modernste Technik kompen­siert werden. Im Gegenteil.

  8. Stefan S

    Oh ha. Das ZDF macht sich auf und versucht sich zu verjüngen (her mit den 14- bis 29-Jährigen). Der Versuch ist allein nicht strafbar und gerade für ein etabliertes Format sehr mutig. Man vergleiche die sehr dezenten Veränderungen bei der ARD / Tagesschau. Letztere bleib ich treu. Dem Inhalt wegen, aber auch der für mich näheren Präsentation.

    Mal sehen :-)

  9. Uans

    pastell­grün?

  10. myer

    Die „Aktuelle Kamera“ lebt also wieder. Trotz netter Details insge­samt alles sehr verspielt.

  11. Stefan

    Die Schrift würde ich mir auch gern genauer anschauen… sie wirkt für mich zu sehr nach Schreibmaschine (viel­leicht eine Anspielung zu den alten Nachrichtentickern vergan­gener Zeiten). Ansonsten gelun­genes neues Konzept auch wenn es teil­weise zu gut gemeint ist. Es huschen zu viele „Nachrichtensignale“/„Informationen“ im Hintergrund; aber wenigs­tens in die rich­tige Richtung. Insgesamt den Privaten weit voraus.

    Vielleicht könnte Erik noch etwas zur Schrift sagen. Auf der Agenturseite bzw. seinem Blog ist nichts zu finden.

    Ein Blick ins ZDF-Forum spricht Bände. http://​www​.zdf​.de/​Z​D​F​f​o​r​u​m​/​Z​D​F​h​e​u​t​e​/​i​n​h​a​l​t​/​1​9​/​0​,​3​6​7​2​,​7​6​0​5​2​6​7​,​00/

  12. Janni

    Ich hab bislang nur den Schluss der heute-Sendung gesehen, maße mir da also noch kein Gesamturteil an. Was ich aller­dings ziem­lich daneben fand, war die Wetterkarte: infan­tile, schlecht ausge­stal­tete Icons und die große Frage: Was soll dieses „Fensterbrett“ an der Unterkante? Wird da die Tafelkreide abge­legt? Oder der Schwamm?

  13. mr. eco

    extrem künst­lich – weniger wäre mehr !!!!!

    gott sei dank haben wir noch die ard…

  14. André Apel

    Toll, ganz toll.

  15. MiSc

    Das hat der ORF inzwi­schen auch schon ganz gut drauf: http://​tv​.orf​.at/​g​r​o​u​p​s​/​i​n​f​o​r​m​a​t​i​o​n​/​p​o​o​l​/​z​i​b​_​p​r​o​f​i​l​/​s​t​ory – die Infografiken sind sehr gut gemacht, die Moderatoren viel mehr in Bewegung (auch wenn sie grund­sätz­lich noch immer sitzen).

  16. Daniel

    Kommentar bei SpOn: http://​www​.spiegel​.de/​k​u​l​t​u​r​/​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​/​0​,​1​5​1​8​,​6​3​6​8​4​4​,​0​0​.​h​tml

    Ich find das ganze 3D-Gedöns über­zogen, verkommt teil­weise zum Selbstzweck. Und das Studio wirkt steril, tech­nisch, kalt und abwei­send. Der neue Font hingegen sagt mir sehr zu.

  17. Carrois

    Neben der hier erwähnten neuen Schrift kommen auch alle Icons von Edenspiekermann. Wetter wie die Informationsicons. Wir finden sie im selbst­ver­ständ­lich weder infantil noch schlecht ausge­staltet. Sie wurden in Anlehnung an die charak­ter­starke neue ZDF Type gestaltet und trans­por­tieren den Stil der reinen Textinformation in den bild­li­chen Bereich der Nachrichtenvermittlung. Weiter birgt die icono­gra­fi­sche Darstellung der Wetterlage viele Vorteile. Unterschiedliche Wettersituationen können unter­schied­lich ausge­prägt in unter­schied­li­chen geogra­phi­schen Gebieten darge­stellt werden ohne verwir­rend oder schlecht abgrenzbar zu sein.
    Reaktionen wie »weniger wäre mehr« bestä­tigen nur den Weg der einge­schlagen wurde. Würden schon nach einem Tag alle Meinungen konform einver­standen mit der Neuerung ausfallen, wäre das Gestaltungskonzept zu konser­vativ ausge­fallen und müsste schon nach kurzer Zeit wieder aufge­frischt werden.
    Eine neuen Stil in der Medienlandschaft zu prägen ohne zu pola­ri­sieren ist nicht möglich. Die ARD hat das vor Jahren gemacht und wird heute als gegeben ange­sehen. Die Privaten haben es, meiner Einschätzung nach, bis dato nicht geschafft den Stil, speziell von Nachrichten, auf ein inno­vativ neues Niveau zu bewegen.
    Wem das neue »heute« oder insbe­son­dere die Wettericons nicht gefallen, der kann sich Wolkenschleier und die wunderbar realis­tisch gestal­teten Blitz- und Regenanimationen in der ARD ansehen. Dies ist ein freies Land. Jeder wie er mag und das Wetter macht ja sowieso was es will.

  18. robertmichael

    @5, alex:
    ging mir eben­falls so, das schul­buch-J sticht etwas stark hervor, wahr­schein­lich weil man solche formen seltener sieht. die schrift kann man sich auf der heute-seite vom zdf noch etwas genauer ansehen. (flash)
    könnte jemand mal den grafi­kern vom zdf beibringen, wie rich­tige anfüh­rungs­zei­chen gesetzt werden? das ist ja pein­lich.

    die schrift wirkt sehr ’news-ticker-artig‘ und hat einen eigenen charakter kommt aber dadurch auf dem screen gut rüber. bei der analogen austrah­lung wirken die nega­tiven buch­staben auf orange (namen­ein­blen­dung) etwas schlecht lesbar (verpi­xelt) aber wer nix wagt …
    ich finde den schritt den das zdf gemacht hat jeden­falls wegwei­send.

    die wetter­sym­bole fand ich auf den ersten blick etwas kitschig und clipart-typisch. die linien im hinder­grund der spre­cher fand ich dagegen sehr dyna­misch. ticker-ticker-ticker-wir-haben-was-wich­tiges-zu-sagen. störend fand ich sie nicht.

  19. Johannes

    ein quan­ten­sprung im vergleich zu vorher. das tat am ende nur noch weh. aber auch ich meine: die ard liegt weiter vorn. zumin­dest, was das set-design betrifft.

  20. Stefan

    Klassischer Anfängerfehler: Die kleinen Schriften „riffeln“ bei den leichten Bewegungen in sich. Ein Anti-Aliasing-Fehler durch zu viel Schärfe und schlechtes Rendering. Stichwort: Photoshopdarstellung auf 66,7 Prozent…

    Besonders gut bei DVB-S und DVB-C zu sehen.

  21. Ben

    Den ZDF heute journal-Schriftzug gab es doch so schon
    mal vor vielen, vielen Jahren oder? Nun ja…

  22. Hendrik Runte

    Dass mann sich endlich zu einer neuen Typografie durch­ringen kann ist sehr bemer­kens­wert. Aufbau und Informationstransport finde ich sehr gelungen. Die allge­meine Atmosphäre durch den voll­stän­digen Einsatz der Green-Box wirkt leider wie ein Rückschritt und ist zudem noch wesent­lich zu kühl und nicht wertig genug.

  23. DeinFreund

    Leider verhin­dern die zahl­rei­chen Animationen, dass die neue Typografie richtig zur Geltung kommt. Das Studio finde ich zu groß. Hallo Echo… Bei den Kamerafahrten wird einem schwin­delig. Gott sei Dank bin ich als BAFöG-Student von der GEZ-Gebühr befreit. (30 Mio. sind happig). Zur Einbeziehung der Mitarbeiter:
    http://​www​.uni​-dues​sel​dorf​.de/​m​u​e​n​d​l​i​c​h​k​e​i​t​/​s​p​r​e​c​h​k​o​n​t​a​k​t​e​/​p​r​o​t​o​k​o​l​l​e​/​2​0​0​1​-​1​2​-​1​3​a​.​htm

    Hab-euch-lieb-danke-für-die-Aufmerksamkeit-!

  24. Horst

    Hier wird Design zum Selbstzweck.

    Die Weltkarte im Hintergrund hebt manche Länder/Regionen ohne Sinn und Zweck hervor, dann laufen immer irgend­welche Linien im Hintergrund durchs Bild. Das lenkt ab.

    Warum Herr Kleber für ein Interview von Position A nach B läuft, bleibt unklar, wenn doch sowieso klar ist, dass alles einge­blendet wird.

    Bei den Meldungen mit Gundula Gause verschob sich das Bild im Hintergrund auch die ganze Zeit minimal – Absicht oder muss die Roboterkamera noch justiert werden?

    Bei der Infografik-Einblendung (Bedeutung der CSU für die CDU) wirkte alles so, als wenn Herr Kleber am Rand nur geduldet ist und die Kamera am liebsten ihn auch noch aus dem Bild schwenken möchte.Da stimmten die Verhältnisse nicht.

    Die Wettergrafiken sind der größte Witz. Das passt über­haupt nicht zum Rest, sieht eher nach 3,50 Euro statt 30 Mio aus (irgendwer schrieb zu Recht von ClipArt). Schaut Euch nur mal den Pfeil für den Wind an. Lächerlich.

    Und der „heute journal“ Schriftzug ist teil­weise in einer Typo, teil­weise aber auch noch in zwei unter­schied­li­chen Typos (siehe erstes Bild im „Bilderbogen“).

    Das war (fast) nix, EdenSpiekermann. Tut mir leid.

    Wenn 14-jährige aber damit zum Nachrichten-Gucken animiert werden, habe ich nichts gesagt und finde alles super.

  25. John Inglehoe

    Ich finde die Wettergrafiken ordnen sich sehr wohl schön ein. Die Windpfeile wirken viel­leicht unge­wohnt aber es ist klar erkennbar was starken und schwa­chen Wind darstellt.

    Die Karte finde ich dagegen traurig. Nur aus „künst­le­ri­schen“ Gründen die Linien zu ziehen ist sehr zwei­fel­haft. Da müssen sich die Herren vom ZDF noch was geschick­teres einfallen lassen. Die (zwar dezenten) Motiongraphics hinter Seibert stören auch nach meiner Meinung. Das Bild muss ja nicht starr stehen, aber jegliche Bewegung muss in diesem Fall sehr langsam sein.

    Die Namenseinblendungen im Tickerstil finde ich schön und schön puris­tisch. Darum wohl auch die zwei verschie­denen Varianten für den „heute journal“ Schriftzug.

    Solange die Kamerafahrten und Hintergründe noch nicht abge­stimmt sind, wirken die heute-Nachrichten ein biss­chen wie der ScFi Film, den ich in der 10. Klasse mit meinen Klassenkameraden gedreht habe, nur teurer. Beim ansonsten recht schi­cken Opener ist das, gelinde gesagt, unter aller Sau.

    Allerdings möchte ich mal etwas Generelles anmerken: Studios komplett grün zu strei­chen ;) finde ich nicht sehr aktuell. Trendsetter hin oder her, es ist kein sehr schöner Trend. Diese frei­schwe­benden Moderatoren. Ganz häss­lich zum Beispiel auch die Idee eines Hologramms bei CNN.
    Auch wenn es Schade ist: Immer noch macht es die BBC deut­lich besser.

  26. sharif

    Mir gefällts. Aber wir sollten ganz schnell Mitschnitte für die Ewigkeit davon machen. Denn in – ich tippe mal – zwei Wochen wird das ganze Design wieder (auf Weisung von ganz oben wg. Weisung von ganz unten: Zuschauerkritik) zurück­ge­fahren.

    Nebenbei: Inhaltlich hat sich natür­lich nichts geän­dert. Ich finde das die Tagesschau weiterhin wesent­lich besser und tief­grün­diger infor­miert. Meistens kommen mir die „heute“-Nachrichten wie Kinderfunk vor. („Wie weit ist die Entfernung zum Mond? Mit einem Düsenjet brau­chen wir zwei­ein­halb Wochen dafür. Mit der Mondrakete nur drei Tage�? – nach bestem Wissen und Gewissen zitiert.)

  27. Simon Wehr

    Irgendwie klappt das live-keyen der Moderatoren immer­noch nicht so richtig. Wenn das im Kino so prima funk­tio­niert, kann das in live doch so schwer nicht sein? Ich meine, im Studium vor 5 Jahren haben wir das ja auch fast so gut hinbe­kommen, wie heute heute. (Damals hatten wir auch teil­weise moder­nere Technik als das ZDF.) Insgesamt finde ich es aber auf jeden Fall einen Versuch wert. In zwei Wochen haben sich alle dran gewöhnt und keiner findet es mehr komisch. Zum alten Design wird ganz sicher niemand mehr zurück­kehren.

  28. kosmar

    die scheinbar arbi­träre welt­karte ist ober­panne und versaut mir den ganzen eindruck. sie ist nämlich keines­wegs zufällig oder folgt „künst­le­ri­schen“ aspekten … sie hebt vermeint­lich wich­tige staaten hervor: usa, china, russ­land, west­eu­ropa. da bleibt ein leicht chau­vi­nis­ti­scher beigeschmack bei mir – dass die antarktis fehlt finde ich tradi­tio­nell gesehen mithin ok. sonst alles schick, keine frage.

  29. Tina

    Klar, gut dass das ZDF Technik auf dem aktu­ellen Stand einsetzt, das erwartet der Zuschauer auch für seine Gebühren, aber die Ausführung muss noch verbes­sert werden. Der Nachrichtentisch bzw. das Pult erin­nert an den Nierentisch aus den 50ern und das Holz passt nicht zur medialen Umgebung. Der Moderator erscheint oft winzig klein im Studio. Die scheinbar arbi­träre Weltkarte hat mich gestört. Die Farben können noch opti­miert und die Kontraste geschärft werden. Aber am meisten hat mich gestört, dass ständig irgendwas ins Bild fährt oder flutscht, wo einfach nichts fahren und flut­schen muss (z.B. Linien, Namen, Orte usw.). Die Bewegung im Bild sollte auf die Elemente redu­ziert werden, die zur Nachricht gehören, alle übrigen Elemente sollten statisch bleiben, dann kommt die Bewegung nämlich sehr schön rüber.

  30. lokalreporter

    @kosmar – die vermeint­lich will­kür­liche welt­karte sehe ich eher grafisch/optisch, nicht chau­vi­nis­tisch, viel­leicht zukunfts­zu­ge­wandt [prophe­ti­scher charakter?], wesent­lich, im sinne einer wesen­heit..

  31. erik spiekermann

    Das war (fast) nix, EdenSpiekermann. Tut mir leid.

    Wer je an einem solchen projekt über 3 jahre mitge­ar­beitet hat, weiss, dass es nicht einen über­ge­stalter gibt, der etwas entscheidet. Wie das ZDF mit seinen marken umgeht, ist hoch­po­li­tisch und wird nicht anhand der heute nach­richten demons­triert. Da gibt es durchaus noch einiges zu tun, aber irgendwo muss man ja anfangen.

    Der rest des kommen­tares gibt persön­liche ansichten wieder, auf die jeder sein recht hat, wie Ralph du Carrois schon sagt. Wenn das jedem gleich gefiele, hätten wir was falsch gemacht. Erstaunlich über­haupt, wie sich hier meist jungen kollegen darüber aufregen, dass etwas neues gemacht wird. Immerhin sind einige kommen­tare (Markus!) von sach­kenntnis gezeichnet ohne auf persön­liche anmer­kungen zu verzichten. Viele andere sind leider nur meckerei. Aber dafür sind blogs ja auch da.

  32. fabian

    Mir ist das alles zu viel Show, zu viel »Blinke-Blinke«, zu viel Action. Das kann die Tagesschau besser.

    Zur grafi­schen Gestaltung: Die Schrift finde gut, aller­dings verstehe ich den Sinn einer eigenen Schrift nicht so richtig.
    Die Piktogramme finde ich nicht ganz so gelungen, da Sie meiner Meinung nach alles andere als selbst­er­klä­rend sind.

  33. Sylvio

    Schuster (Edenspiekermann) bleib bei deinen Leisten?

  34. erik spiekermann

    Schuster (Edenspiekermann) bleib bei deinen Leisten?

    Was heisst das nun wieder? Ist ja nicht gerade unsere erste schrift, und auch pikto­gramme haben wir schon ein paar hundert gemacht im laufe der jahr­zehnte.

    Diese pikto­gramme müssen nicht selbst­er­klä­rend sein, sondern sie gehören immer zu einer geschichte, die erzählt wird. Im zusam­men­hang wird dann klar, was gezeigt wird. Man könnte durchaus sagen, dass diese kleinen dinger etwas humor in die nach­richten bringen, aber das ist den meisten nörg­lern hier entgangen Sagt schon Tucholsky: Ironie ist nur was für erwach­sene.

  35. erik spiekermann

    Die Schrift finde gut, aller­dings verstehe ich den Sinn einer eigenen Schrift nicht so richtig.

    Was sucht jeman im FontBlog, der nicht versteht, dass schrift charakter schafft und unver­wech­sel­bar­keit. Warum gibt es wohl mehr als ein dutzend schriften?

  36. fabian

    Weil es mehr als ein Dutzend unter­schied­li­cher Verwendungszwecke und Gestaltungsprobleme gibt.

    Ich denke aber nicht, dass eine Nachrichtensendung einen gestal­teten Charakter und eine typo­gra­fi­sche Unverwechselbarkeit braucht – bzw. ich denke gar nicht, dass das über­haupt möglich ist.

  37. kosmar

    @erik mein­test du mich mit »(Markus!)« ?
    ja, blogs sind in der tat für persön­liche äuße­rungen gemacht. daher schön, daß du liest und reagierst, wenn auch verständ­li­cher­weise mehr auf der meta­ebene (no pun intended).

    @lokalreporter
    nein, die karte wirkt auf mich unneu­tral und vorweg­neh­mend, viel­leicht bin ich da auch speziell. ich finde eben nach­richten sollten neutral und poli­tisch unge­färbt sein, wobei das ja wohl gerade im tv eine magere hoff­nung von mir ist (s. rund­funkrat, 3-stufen-test etc. von privat- und nach­rich­ten­sen­dern will ich gar nicht … ), inso­fern ist die karte in ihrer vorein­ge­nom­menen art viel­leicht auch nur ehrlich. wer weiß?

  38. erik spiekermann

    Ich denke aber nicht, dass eine Nachrichtensendung einen gestal­teten Charakter und eine typo­gra­fi­sche Unverwechselbarkeit braucht – bzw. ich denke gar nicht, dass das über­haupt möglich ist.

    Eine nach­rich­ten­sen­dung ist eine marke. Auch das ZDF hat konkur­renz, und heute beson­ders. Und natür­lich kann man typo­gra­fi­sche unver­wech­sel­bar­keit schaffen, sonst würden wir hier nicht über schrift disku­tieren. Die neue schrift ist offen­sicht­lich aufge­fallen. Helvetica haben viele andere sender, zb CNN.

  39. Markus Hanzer

    Zeigt uns das ZDF die Zukunft der Nachrichtenberichterstattung? Eines ist nicht zu über­sehen – Nachrichten sind eine Produktion von Illusionen. Vorbei mit Holzimitaten die uns glauben lassen, wir würden Bilder aus einer „realen“ Welt zu sehen bekommen. Unsere Welt ist demnach ein reines Designprodukt. Das ZDF befreit sich schritt­weise von der Abhängigkeit von Bildern, die sich nur mit Kameras irgendwo einfangen lassen. Selbst würde sich draußen nichts mehr bewegen worauf unsere Neugier sich zu richten vermag, die Studiografik und all ihre Möglichkeiten können uns weiter unter­halten und etwas vorspielen. Da können wir einzelne Details mehr oder weniger gelungen finden – das Konzept als solches ist ein Statement das über­zeugt. Ehrlicher und aufrich­tiger kann man Nachrichten nicht machen. Endlich wird trans­pa­rent, was so lange mühsam verschleiert schien. Der Nachrichtenraum ist eine Kathedrale. Die Fernsehnation versam­melt sich hier zu einem Ritual der Selbstvergewisserung. Die Form, das Design ist einzig im Stande das Unbegreifbare und Unverständliche noch zu vermit­teln. Wir können uns beru­higt zurück­lehnen. Das ZDF vermit­telt uns den Eindruck auf alles mit entspre­chenden formalen Mitteln vorbe­reitet zu sein. Der Raum ist groß­zügig bemessen. Selbst die gewal­tigste Katastrophe findet darin noch in anschau­li­cher Visualisierung Platz. Darauf haben wir doch schon lange gewartet.

  40. robertmichael

    omg! fabian, was erzählst du denn da? bist du frisör?

    die tageschau kann das besser? besser im vergleich zu was? im vergleich zu lang­weilig? klaro, wenn man bei den nach­richten einschlafen will ist das ok. erst wenn ein weiteres nach­rich­ten­de­sign welches so umfas­send infor­miert, relauncht wurde kann man vergleiche ziehen.

    eine nach­rich­ten­sen­dung braucht einen eigenen charakter und den unter­streicht man nunmal mit einer eigenen schrift. klar kannst du jede x-belie­bige nehmen, aber nur durch eine eigene schrift und dem dazu­ge­hö­rigen, in sich stim­migen, design kannst du wieder­erken­nung schaffen. außerdem gehen ich davon aus das die schrift von spie­ker­mann für den bild­schirm opti­miert ist.

  41. fabian

    @erik spie­ker­mann

    Wenn mir die Schrift nicht auffallen würde, wäre ich im falschen Beruf.

    Du kannst dir aber sicher sein, dass ein Großteil der Menschheit den Unterschied zur Helvetica in einem Fernsehstudio (!) nicht mal unbe­wusst merken wird, von daher wage ich zu bezwei­feln, dass man bei einer derar­tigen TV-Produktion eine typo­gra­fi­sche Unverwechselbarkeit errei­chen kann.

  42. fabian

    @robertmichael

    Was willst du von mir?

  43. Christian

    @ fabian: Wenn man beim schnellen Durchzappen in einer halben Sekunde wahr­nehmen kann, dass »heute« läuft, ist das eine Designleistung. Bei der Bahn hat kaum einer bewusst bemerkt, dass die Schrift eine der ersten Groteske mit gekehlten Anstrichen ist, aber alle konnten seit der Neugestaltung sofort auf ein Druckwerk zeigen und es der Bahn zuordnen.
    Ich finde die Diagramme und Infografiken etwas zu verspielt mit den Schatten usw, aber auch das kann gut gehen, wenn die sich nach und nach aufbauen. Wo wir hier immer über die fehlende Reputation des Designberufs reden: Hier defi­niert sich eine der Hauptnachrichtensendungen neu und kommu­ni­ziert ganz bewusst über Strategie und Design. Was will man mehr? Designer können hier zeigen, was sie können: verdichten, verdeut­li­chen und verständ­lich machen.

    Bei der Piktogrammauswahl oben wird deut­lich, was das Thema der Zukunft sein wird: Energie.

  44. Stefan O.

    Was soll diese unmög­liche Hervorhebung einzelner Länder? Welchen Sinn hat dieser über­mä­ßige 3D-Effekt? Das stört mich als Geoinformatiker, der einen Kurs Digitale Kartografie belegt hat, doch schon gewaltig. Kartografische Darstellungen trans­por­tieren immer einen Sinn, aber darüber hat man sich beim ZDF anschei­nend keine Gedanken gemacht. Schade.

  45. till1

    ich schließe mich da der kritik an dem verhältnis sprecher:studio sowie der leichten unruhe durch verschie­dene visu­elle effekte/einstellungen an.
    dennoch geht meiner meinung nach der neue auftritt in die rich­tige rich­tung. ich denke auch, dass sich die meisten kinder­krank­heiten mit der zeit kurieren lassen.

    noch ein hinweis zur schrift: auf meinem normal großen röhren­mo­nitor wirkt sie bei den bild­un­ter­schriften zu klein bzw. zu dünn/leicht und somit nicht gut lesbar.

    viel­leicht lässt sich das noch nach­jus­tieren.

  46. fabian

    @Christian.

    Das kann man – aber das kontte man vorher aus. Man erkennt auch das RTL-Nachtjournal in einer halben Sekunde. Oder die Tagesthemen. Sogar Pro7-Newstime.

  47. Christian

    @ fabian:
    stimmt. Jetzt kamen aber noch ein paar neue Anforderungen dazu: Größere Attraktivität für jüngere Zuschauer, komple­xere Erklärstrukturen, Markenpolitik des Senders etc.

    Ich freue mich ja heim­lich über die endlich korrekten An- und Abführungen, aber das geht schon in andere Kategorien über. :-)

  48. erik spiekermann

    die schrift von spie­ker­mann für den bild­schirm opti­miert ist.

    das geht leider beim fern­sehen nicht so einfach, weil es unter­schied­liche methoden der darstel­lung gibt, je nach tech­no­logie des empfän­gers und des gene­ra­tors. Wir haben 5 leicht unter­schied­liche strich­stärken gene­riert, die kollegen haben sie im studio getestet und sich für eine entschieden. Kann sein, dass wir nochmal nach­jus­tieren müssen mit anderen hints. Aber solang es röhren, plasmas und lcd gibt, wird es immer und überall anders wirken. Die buch­staben haben robuste, einfache und offene formen und sind dadurch schon besser lesbar als Helvetica et al.

  49. HD Schellnack.

    Was hier ganz schön anein­an­der­reibt ist der schein­bare Anspruch von Designern nach «Perfektion» und dem, was real machbar ist. Bei einem Kunden wie dem ZDF lässt sich nicht das gleiche Maß an Kontrolle umsetzen wie bei einem kleinen Kunden. Zuviele Berater, zuviele Ansprechpartner, zuviele Kompromisse auf dem Weg zum Ziel. Je größer der Kunde – und das Heute-Journal ist ein Flaggschiff für die Mainzer – desto weniger «perfekt» (was immer das sein mag) wird eine Lösung sein. Unter den Bedingungen und unter dem bestehenden CD des ZDF ist das hier eine solide Lösung, die besser sein könnte, aber sicher auch verdammt viel schlechter. Das die Icons eben nicht nach Aicher aussehen finde ich gut, dass die Typo eben nach Eriks typi­scher Typographie aussieht ist unver­meid­lich und das weiß/erwartet man ja auch, wenn man sein Büro anheuert, oder? Alles in allem eine sehr solide, sehr hand­werk­liche Lösung. Das ZDF neu erfinden war hier nicht die Aufgabe, fertig. Obwohl man viel­leicht klar als Zeichen deuten darf, wenn Heute ein neues Typeface bekommt… viel­leicht kommt ja noch mehr aus dieser Richtung? Wäre sicher wünschens­wert…

    Bei all dem virtu­ellen Studio frage ich mich aller­dings, wie lange wir noch brau­chen, bis auch die Sprecher aus dem Rechner kommen :-D. Nennt mich altmo­disch – und als nicht TV-Zuschauer darf ich gar nicht mitreden :-D – aber ich mochte TV noch mehr, als es simpler aussah, weniger digital, einfa­cher war. Gerade die Nachrichten wirken authen­ti­scher je simpler sie aufbe­reitet sind. Zuviel Infografik ist nur das Herabschrauben von News auf ein Zuschauerniveau, das nicht mehr lesen und auch schon nicht mehr den eh kurzen Häppchen und Soundbites zuhören mag, ergo nur noch GUCKEN kann. Gefährlicher Trend.

  50. Alexander Hahn

    Diese pikto­gramme müssen nicht selbst­er­klä­rend sein, sondern sie gehören immer zu einer geschichte, die erzählt wird.

    Pictogramme die nicht selbst­er­klä­rend sein müssen? Kann es sowas geben?

  51. Christian

    @ Alexander:
    jedes Piktogramm wird gelernt. Bei einigen geht das in Milisekungen, bei anderen braucht man ein Stichwort.
    Würdest du von alleine auf Radioaktivität kommen, wenn du den sechs­ge­teilten schwarz­gelben Ring siehst?

  52. Jürgen Grabowski

    Bitte Nachrichten und keine über­höhte Selbstinszenierung. Ich schaue jetzt weniger gern um 19Uhr „heute“. Mein Tip, die InfoRadios der Öffentlich-Rechtlichen. Kein nerviges Musikgedudel, leider zwar alle 15 min. Börsennews, aber ohne Designschnickschnack. Einfach nur Information. Fertig!

  53. idrop

    An sich ja ne tolle Sache mit dem Studio.
    Bei mir ist es so das ich das Bild links neben dem Moderator norma­ler­weise in 1–2 Sekunden erfasse und mich dann wieder auf den Moderator konzen­triere. Was jetzt aber nicht mehr möglich ist, weil durch die stän­dige wenn auch mini­male Bewegung des linken Bildes mein Blick immer wieder abge­lenkt wird.

  54. robertmichael

    stimme idrop zu, das stört mich auch gewaltig. eben dies sind die kleinen effekte die ich zu verspielt finde.

  55. Stefan O.

    http://​land​kar​ten​index​.blog​spot​.com/​2​0​0​9​/​0​7​/​k​u​n​s​t​-​o​d​e​r​-​n​e​u​e​-​w​e​l​t​o​r​d​n​u​n​g​-​d​i​e​.​h​tml

    „Alles total verrückt und verwir­rend. Wäre eine solche Weltkarte, die vor allem am Anfang einer Nachrichtensendung gezeigt wird nicht besser und infor­ma­tiver, wenn sie einzelne Kontinente darstellt statt Länderbingo?“

  56. Christian

    Habs gestern endlich geschafft, auf meinem Fernseher das heute journal zu sehen. Puh: Eigentlich ganz rund, aber die Schrift für Einblendungen ist in weiß auf hell­grau sehr schlecht lesbar, auf Orange nur etwas besser. Im Wetterbericht konnte ich keine Ziffern entzif­fern, weil sie einfach zu klein waren, ebenso die Stadtnamen, die mit Schatten in etwa 8 px Höhe darge­stellt wurden. Da hätte ich mit etwas mehr Lesbarkeit gerechnet.
    Mein Fernseher hat immerhin 60cm Diagonale, ist also nicht der aller­kleinste und ich habe nicht am Ende des Flurs in zehn Metern Entfernung gesessen. Bin ich der einzige, dem das aufge­fallen ist?

  57. Zuschauer

    …und weil das stän­dige Ein- und Auszoomen so schön einfach ist, wird auch ein laufender Beitrag am Anfang in mehreren Stufen heran­ge­zoomt. In mehreren Stufen! Ist das schick, und der Zuschauer wird seekrank, oder was?

    Bei den im Hintergrund laufenden Linien gibt es eine Verbindung zur am Sendungsbeginn gezeigten Uhr, aus der sich über viele Stufen (wieder ein paar zu viele) dann diese weißen Linien entwi­ckeln. Als im Radio vor ein paar Jahren die Nachrichten im Hintergrund immer mit der akus­ti­schen Sendersoße hinter­legt wurden, fand ich das ähnlich irri­tie­rend und konzen­tra­ti­ons­hem­mend wie nun hier die stän­dige Animation im Hintergrund. Oder sind die Nachrichten so dröge, daß man wenigs­tens sonst irgend­eine Bewegung auf dem Screen braucht?

  58. Florian

    finde es sieht irgendwie zu sehr nach hartz-4 nach­richten studio aus (siehe pro 7, rtl 2 und so) auch die vielen dreh- zoom- neig-anima­tionen gefallen mir gar nicht und stören nur. etwas weniger high­tech / modern hätte es auch getan.

  59. erik spiekermann

    Pictogramme die nicht selbst­er­klä­rend sein müssen? Kann es sowas geben?

    Ja, wenn sie nicht funk­tio­nieren wie pikto­gramme in leit­sys­temen, wo sie oft sprache ersetzen sollen. Hier sind es kleine zeich­nungen mit mehr redun­danz als die sehr geome­tri­sierten piktos, die wir sonst kennen. Es sind illus­tra­tionen, die zu einer geschichte gehören, die erzählt wird.

  60. Torsten

    das design passt sehr gut zu dem inhalt­lich ober­fläch­li­chen heute journal. endlich mal ein ehrli­ches design das keine falschen quali­täten vortäuscht.

  61. Tobias

    Meiner Meinung ist das neue Design ein weiterer Schritt in Richtung RTL, ProSieben News etc… Einfach nur mehr Infotainment pur. Verwirrend: grund­lose Kamerafahrten, über­trie­bene Effekte, unver­ständ­liche Icons…
    Spricht ja nichts dagegen, aber man kanns auch über­treiben (siehe CNN etc…)

    Der ganze Schnickschnack, über­trie­bene Darstellung von Diagrammen, wirk­lich über­trieben erklä­re­ri­sches Design, wirkt auf mich bevor­mun­dend.

    Viel seriöser und zurück­hal­tender:

    http://​www​.youtube​.com/​r​e​s​u​l​t​s​?​s​e​a​r​c​h​_​q​u​e​r​y​=​z​i​b​+​2​+​n​e​u​e​s​+​d​e​s​i​g​n​&​s​e​a​r​c​h​_​t​y​p​e​=​&​a​q=f

  62. werno

    ihr versteht das alle nicht: nach­richten will heut­zu­tage kein mensch mehr, action-news sind der heißeste scheiß.

  63. Carola Wichert

    Dass Spiekermann mitge­ar­beitet hat, ist immerhin ein Zeichen dafür, dass Design erwünscht war. Hat er sich nicht besser durch­setzen können oder durfte er nur an den Schriften und Pictos arbeiten? das Problem sind doch die Proportionen, Farben, Kontraste, Animationen, die gesamte Szenographie die nicht etwa moderner aber belie­biger geworden ist. Und dazu eine Form, die vor den Inhalt tritt… Marshal Mc Luhan würde sich im Grabe umdrehen. Man wollte die Sendung als Marke etablieren, hat aber offenbar zu sehr auf die Konkurrenz geschielt und war nicht fähig, die Vorteile guten Designs konse­quent in den Vordergrund zu setzen, und nicht nur, dass die Sendung unver­wech­selbar wird, sondern auch, dass der Inhalt besser erfasst werden kann.

  64. Michael

    muss mr. eco Recht geben.

    ich kann mir an dem neuen design nichs abge­winnen,
    ist schreck­lich steril und abge­spacet und man kommt
    sich bei den nachichten vor wie ein schul­junge dem
    alles erklärt werden muss.

  65. Alkiviadis

    Richtig gut?

    Das ganze macht doch einen eher hilf­losen Eindruck: Die Nachrichtensprecher werden in ein künst­lich-hygie­ni­sches Umfeld hinein­mon­tiert. Die Kamera fährt zu Anfang ewig nach hinten und zeigt die Sprecher auf Briefmarkengrösse. Im Hintergrund flirren Rechtecke auf Linien von rechts nach links. Die Themenbilder kommen wie bei iTunes im Karussell über­ein­an­der­ge­la­gert ange­flogen. Später stehen die Sprecher verloren neben einer monu­men­talen Grafik. Hier wird Gestaltung zum Selbstzweck.

    Man quält sich durch den Text: Die Schrift wirkt wie zusam­men­ge­setzt aus den Buchstaben verschie­dener Schriften (Vielleicht sollte Spiekermann besser beim Übernehmen kompletter Schriften wie der GST-Polo bleiben, anstatt sich aus Unterschiedlichen zu bedienen). Die unnötig vielen Serifen an den Kleinbuchstaben a, c, i, n, r und u stören den Lesefluss. Die Schrift ist unhar­mo­nisch und aufdring­lich. Wie so oft, hätte etwas mehr Bescheidung gut getan.

    Oder mit Kurt Weidemanns Worten: Wenn Ihr Euch selbst­ver­wirk­li­chen wollt, lest ein Buch von Dieter Bohlen.

  66. ViktorLudwig

    Wetterkarte: Die Darstellung der Windstaerke mit den neuen Windpfeilen ist unmoeg­lich. Als Wassersportler an der Kueste braucht es genauere Angaben, so wie es auf jeder mete­reo­lo­gi­schen Wetterkarte Standard ist: Richtungspfeile mit anha­en­genden Faehnchen fuer die Windstaerke in Beaufort.

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