30 Tage Kunst im Orangelab, Berlin

30 Tage Kunst im Orangelab (Foto: Chloë Litchfield)

30 Tage Kunst, eine Veranstaltung des Orangelab (Foto: Chloë Litchfield)

Zum fünften Mal findet in diesem November die Veranstaltungsreihe 30 Tage Kunst statt, im Orangelab, das seit 3 Jahren auch die Heimat des Creative Morning Berlin ist. Die Idee für das einmo­na­tige Kunst-Event stammt vom Leiter des Orangelab, dem Schauspieler Hans Brückner. »Ursprünglich wollte ich in meiner Wohnung Lesungen im Stile der Salons des frühen 20sten Jahrhunderts anbieten.« erin­nert sich Brückner an die erste Idee. Doch seine Wohnung war zu klein dafür. 2009 lernte er Marc Maximilian Doege kennen, der am Kurfürstendamm gerade die Galerie POPUP 195 eröffnet hatte. Und genau dort fand am 1. November 2009 die Premiere von 30 Tage Kunst statt: Hans Brückner trug Edgar Allan Poe vor, am Flügel begleitet von Marco Maria. Fotos von diesem Abend gibt es keine, aber einen Blogbeitrag von Hans Brückner …

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Hans Brückner in seiner Spielstätte, dem Orangelab, wo er ab morgen 30 Tage Kunst anbietet (Foto: Robert Schatton)

Übermorgen, am Halloween-Freitag, startet also die fünfte Saison, mit einem Aufwärmabend unter dem launigen Motto: »Meet the artist in person. Stehrumchen mit Film.« Gezeigt werden die Film »Am Savignyplatz«, von Caterina Woj, und die 30-minü­tige Reportage »Von 6 bis 6 am Savignyplatz«. Im Programm heißt es: »Der Savignyplatz gehört den Bohemiens. Den Bildungsbürgern, Literaten, Künstlern und solchen, die sich dafür halten. Leute, die gern lange schlafen und spät ins Bett gehen. Lange ausharren. In den vielen guten Kneipen am Bermudadreieck der bürger­li­chen Piazza. Zum Beispiel im ›Zwiebelfisch‹. … Hier ist die Zeit stehen geblieben. Die Stammgäste altern mit. Auch Zappa, der Kneipenkater, verbringt hier lange Nächte.«

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Wenn der Verleger Klaus Wagenbach und der Chef des Buchhändlerkellers in der Carmerstrasse über ihren geliebten Platz erzählen, gibt es viel zu schmun­zeln. Und zu lernen. Über die berüch­tigten 70er Jahre. Wie das alles hier einmal war. Beide Filme vermit­teln ein Bild vom Savignyplatz, das viele Altberliner vergessen haben und Neuberliner noch nicht kennen. Künstler und Verleger, Literaten und Schauspieler erzählen und führen in ihre Welt. Der Eintritt ist frei.

Am Samstag erwartet uns eine Veranstaltung, die auch bei Grafikern und Editorial-Designern auf Interesse stoßen sollte. Es geht um die Zeitschrift »Das Magazin«, und die Devise lautet: 90-60-90 – ein maßloser Abend mit dem Magazin. Die einen nennen das Heft »New Yorker des Ostens«, die anderen eine monat­liche Wundertüte. Gegründet 1924, erfindet sich Das Magazin immer wieder neu und hat mit seiner unge­wöhn­li­chen Mischung aus Journalismus und Literatur seit Jahrzehnten Erfolg.

Viel Platz, zentrale Lage, angenehme Atmosphäre: Das Orangelab, auch die Heimat des Creative Morning Berlin (Foto: Fabian Hamacher)

Viel Platz, zentrale Lage, ange­nehme Atmosphäre: Das Orangelab, auch die Heimat des Creative Morning Berlin (Foto: Fabian Hamacher)

Am ersten »amtli­chen« Abend von 30 Tage Kunst erzählen die Macher des Magazins Stories und Skurriles aus 90 Jahren Redaktionsarbeit. Hierzu begrüßt Hans Brückner Pierre Sanoussi-Bliss und Franziska Arnold, sowie die Magazin-Kolumnisten Kirsten Fuchs und Stefan Schwarz. Es singt Pascal von Wroblewsky. Eintritt: 12,50 €.

Das Programm der folgenden Tage ist bereits online, was die Planung der Novemberabende unge­mein erleich­tert. Hier alle Events von 30 Tage Kunst 2014. Karten online reser­vieren nicht vergessen!


10 Kommentare

  1. Auch viele Gelb-

    und Orangetöne: http://​koechl​.edvart​.com/​?​t​a​g​=​S​a​m​m​l​u​n​g​_​L​i​a​u​nig – Und Kunst ist auch das allemal! Zumindest wird es an der Uni in Chicago so gesehen und unter­richtet. Die Frage ist nur: Warum können die meisten Künstler während ihres Lebens gerade mal so leben, während deren Werke danach oft in Mio.-Höhe gehan­delt werden. Welche Diebe machen die Geschäfte dann plötz­lich auf Kosten der Künstler unter sich aus?

  2. Curd

    Nur zur Information: Hier funk­tio­nieren (zumin­dest genau jetzt) ca. 90 % der Links nicht.

  3. Oops,

    ein nicht vorhan­dener funzt natür­lich auch nicht, weshalb ich ihn besser nach­trage: http://​www​.font​shop​.com/​b​l​o​g​/​n​e​w​s​l​e​t​t​e​rs/

    • Sabine Gruppe

      … oder dieser hier für unsere Newsletter in deutsch.

    • Oops,

      das ist eine kurze Liste und weiter finden gestaltet sich schwierig. Auf eine meiner E-Mail-Adressen erhalte ich die Briefe über die Neuigkeiten (fremd­sprach­lich: Newsletter[s])*, die Sie anbieten, zwar, aber einer voll­stän­digen Liste online ist nichts entge­gen­zu­setzen. Weder für die, die sie erhalten, noch für Neulinge; wobei: »Marketing ist eben Marketing(,) bleibt Marketing«, um es in schlech­teste Werbesprache zu über­setzen, eine Sprache (ironisch auch Werbesprech, und diesen Ausdruck verdienen solche Sätze auch!), die keinen mehr begeis­tern kann, oft sogar Argwohn fabri­ziert, die aber täglich aus den Agenturen blub­bert. Durch diese wird den Kunden nämlich verkauft, was keinen der Agentur selbst wie auch der Kunden geistig je errei­chen würde. Trotzdem setzt es sich hart­nä­ckig durch, als ob wir Verbraucher alle dümmer seien als die Agenturianer. Blöd nur, dass die selbst dazu gehören. Aber was wär der Mensch, ohne dass er andere schlechter und dümmer stellte als sich selbst? Richtig: Ein Häufchen Elend, wenn’s nach den Psychologen geht.

      * ([{}]) – Deutsch | Mathematik: {[()]}

      Hehe, die eckige hat’s einfach, die muss niemals nach­denken.

  4. Typografia

    Die Lampions auf dem Bild sind so wunder­schön… wo bekomme ich die her? Hat jemand einen Hinweis? Danke!

    • Kurt

      Wie sang Peter Schreier schon: „Bunte Lampions und ein Gartenfest im Mai“ ? Hehe, aber bezüg­lich solcher Lieder ist das www betriebs­blind.

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