FontStruct-Displayschriften an der TU Darmstadt

Heute Abend um 18:00 Uhr wird das neue Eingangsgebäude der Technischen Universität Darmstadt feierlich eingeweiht. Das zentrale Gebäude der Universität – ein lichter Pavillon – ist »Willkommens-Plattform« und erste Anlaufstelle für Studierende, Wissenschaftler, Mitarbeiter und Gäste der Universität.
Fuenfwerken Design und der Berliner Architekt Martin Schmitt sind gemeinsam verantwortlich für das Gestaltungskonzept des neuen TU-Zentrums. Sie entwickelten ein Raumkonzept, das Architektur und Kommunikationsziele verbindet. Das Empfangsgebäude soll zur Visitenkarte der Universität werden. Zentrales Kommunikationsmedium und Herzstück des Innenraums ist ein fast 16 m langes LED-Display.
Mehrer Tage suchte Fuenfwerken nach einer geeigneten Pixelschrift für die Anzeigetafel. Nachdem sie mit dem am Markt verfügbaren Fonts nicht zufrieden waren, erstellten sie selbst einige Bitmaps, »die aber einfach nicht gut auf dem Display aussahen.« erinnert sich Fuenfwerken-Vorstand Helmut Ness gegenüber Fontblog.

»Unser Mitarbeiter Daniel Schöps kam schließlich auf die Idee, einen Testfont mit FontShops Online-Fontgenerator FontStruct zu erstellen … und siehe da: Der lief sofort einwandfrei auf dem Riesendisplay.« erläutert Helmut Ness. Auf diese Art entstanden schließlich 4 Pixelschriften, die ab heute Abend das Leitsystem des TU-Darmstadt-Eingangsgebäudes bespielen. Wir gratulieren und freuen uns über den professionellen Einsatz der FontStruct-Schriften.

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am 21. Januar 2009 um 09.19 Uhr:
Super! Ich schätze es ist nur eine Frage der Zeit, bis FontStruct im großen Stil zum Profieinsatz kommt, das Tool ist großartig und wird auch immer besser.
am 21. Januar 2009 um 09.39 Uhr:
FontStruct ist eine Supersache, und gegen Pixelschriften habe ich im Prinzip auch nichts – aber ist es nicht schon fast Real-Satire, wenn auf dem Display zu einem Vortrag «Evolutionstheorie» eingeladen wird? Nach Jahrhunderten der Schriftentwicklung und -gestaltung, nach Jahrzehnten von Display-Einsätzen soll dies die bestmögliche Kommunikationsform sein?
am 21. Januar 2009 um 09.39 Uhr:
Kleiner FontStruct Optimierungsvorschlag: Um das Resultat von Matrixfonts besser beurteilen zu können, wäre eine Funktion zum Wechsel in ein invertierte Ansicht sehr hilfreich.
> http://www.fuenfwerken.com/lab/?p=113
am 21. Januar 2009 um 09.51 Uhr:
Mediävalziffern bei Pixelfonts lassen mein Herz schneller schlagen. Sehr schön gemacht – kollegiale Vorbeugung vor den Damen und Herren von Fuenfwerken Design.
am 21. Januar 2009 um 10.14 Uhr:
Kleiner Invertierungs-Tipp:
OS X hat diese Funktion schon an Bord!
ctrl-alt-cmd-8
am 21. Januar 2009 um 10.48 Uhr:
Mediävalziffern in allen Ehren – aber diese Ziffern auf dem Display sind doch wirklich sehr schwer zu erkennen – ganz im Gegensatz zu den normalen Glyphen. Und gerade die Ziffern sind bei Zeitangaben ja nicht gaaaanz so unwichtig, oder? ;)
am 21. Januar 2009 um 11.20 Uhr:
Warum sind die Ziffern schwer zu erkennen?
am 21. Januar 2009 um 13.22 Uhr:
Ein Anspruch an die Schrift ist es, eine möglichst hohe Anzahl von Zeichen auf kleinem Raum unterzubringen. Deshalb ist die Schrift sehr schmal und einfach gehalten. Die Ziffern unterscheiden sich in ihrem Duktus von den anderen Schriftzeichen, um auch im Textfluss besser lesbar zu sein. Bei dieser Einfachheit sind Kompromisse nicht zu vermeiden. Die »1« hat mittlerweile einen Sockel bekommen, um sich besser vom »S« und der »7« zu unterscheiden und der obere des »:« ist einen Punkt niedriger. Der Font wird zur besseren Beurteilung bald in den Schnitten Condensed, Medium Condensed und Bold Condensed auf der FontStruct Website zu finden sein. Nach »TU-D DotMat« Ausschau halten.
am 22. Januar 2009 um 09.40 Uhr:
@Daniel: Danke für die Info.
@Liz: nun ja, die normalen Glyphen wirken sehr sauber, sehr glatt und lesbar – die Mediävalziffern dagegen “wackeln” mir zu sehr. Geschmackssache, ich weiß… :)
am 22. Januar 2009 um 11.19 Uhr:
Sehr schön. Bei FontStruct gibt es schon viele Schriften die von LED-Displays inspiriert sind. Es ist großartig eine schöne, originale LED-FontStruction im öffentlichen Einsatz zu sehen. Die Schriften von Daniel Schöps kann mann übrigens hier selbst anschauen und herunterladen.
am 22. Januar 2009 um 16.42 Uhr:
Da Stefan, die Ziffern können hier nicht die gleiche Konstruktionsbasis haben, da sie sonst zu verwechselbar wären, eine 9 wäre ein g, eine 5 ein s usw. Genau der nötige Bruch durch die Diagonalen, Abrundungen, und Entscheidung für Mediävalziffern überhaupt, großes Kompliment and den Gestalter.
am 26. Mai 2009 um 18.38 Uhr:
Was muss ich ausfüllen, um den Benutzernamen die Schriften zu sein?