FontStruct-Displayschriften an der TU Darmstadt

Heute Abend um 18:00 Uhr wird das neue Eingangsgebäude der Technischen Universität Darmstadt feier­lich einge­weiht. Das zentrale Gebäude der Universität – ein lichter Pavillon – ist »Willkommens-Plattform« und erste Anlaufstelle für Studierende, Wissenschaftler, Mitarbeiter und Gäste der Universität.

Fuenfwerken Design und der Berliner Architekt Martin Schmitt sind gemeinsam verant­wort­lich für das Gestaltungskonzept des neuen TU-Zentrums. Sie entwi­ckelten ein Raumkonzept, das Architektur und Kommunikationsziele verbindet. Das Empfangsgebäude soll zur Visitenkarte der Universität werden. Zentrales Kommunikationsmedium und Herzstück des Innenraums ist ein fast 16 m langes LED-Display.

Mehrer Tage suchte Fuenfwerken nach einer geeig­neten Pixelschrift für die Anzeigetafel. Nachdem sie mit dem am Markt verfüg­baren Fonts nicht zufrieden waren, erstellten sie selbst einige Bitmaps, »die aber einfach nicht gut auf dem Display aussahen.« erin­nert sich Fuenfwerken-Vorstand Helmut Ness gegen­über Fontblog.

»Unser Mitarbeiter Daniel Schöps kam schließ­lich auf die Idee, einen Testfont mit FontShops Online-Fontgenerator FontStruct zu erstellen … und siehe da: Der lief sofort einwand­frei auf dem Riesendisplay.« erläu­tert Helmut Ness. Auf diese Art entstanden schließ­lich 4 Pixelschriften, die ab heute Abend das Leitsystem des TU-Darmstadt-Eingangsgebäudes bespielen. Wir gratu­lieren und freuen uns über den profes­sio­nellen Einsatz der FontStruct-Schriften.


12 Kommentare

  1. Liz

    Super! Ich schätze es ist nur eine Frage der Zeit, bis FontStruct im großen Stil zum Profieinsatz kommt, das Tool ist groß­artig und wird auch immer besser.

  2. Gerd Wippich

    FontStruct ist eine Supersache, und gegen Pixelschriften habe ich im Prinzip auch nichts – aber ist es nicht schon fast Real-Satire, wenn auf dem Display zu einem Vortrag «Evolutionstheorie» einge­laden wird? Nach Jahrhunderten der Schriftentwicklung und -gestal­tung, nach Jahrzehnten von Display-Einsätzen soll dies die best­mög­liche Kommunikationsform sein?

  3. Chris

    Kleiner FontStruct Optimierungsvorschlag: Um das Resultat von Matrixfonts besser beur­teilen zu können, wäre eine Funktion zum Wechsel in ein inver­tierte Ansicht sehr hilf­reich.

    > http://​www​.fuenf​werken​.com/​l​a​b​/​?​p​=​113

  4. Alex

    Mediävalziffern bei Pixelfonts lassen mein Herz schneller schlagen. Sehr schön gemacht – kolle­giale Vorbeugung vor den Damen und Herren von Fuenfwerken Design.

  5. frank

    Kleiner Invertierungs-Tipp:
    OS X hat diese Funktion schon an Bord!

    ctrl-alt-cmd-8

  6. Da Stefan

    Mediävalziffern in allen Ehren – aber diese Ziffern auf dem Display sind doch wirk­lich sehr schwer zu erkennen – ganz im Gegensatz zu den normalen Glyphen. Und gerade die Ziffern sind bei Zeitangaben ja nicht gaaaanz so unwichtig, oder? ;)

  7. Liz

    Warum sind die Ziffern schwer zu erkennen?

  8. Daniel

    Ein Anspruch an die Schrift ist es, eine möglichst hohe Anzahl von Zeichen auf kleinem Raum unter­zu­bringen. Deshalb ist die Schrift sehr schmal und einfach gehalten. Die Ziffern unter­scheiden sich in ihrem Duktus von den anderen Schriftzeichen, um auch im Textfluss besser lesbar zu sein. Bei dieser Einfachheit sind Kompromisse nicht zu vermeiden. Die »1« hat mitt­ler­weile einen Sockel bekommen, um sich besser vom »S« und der »7« zu unter­scheiden und der obere des »:« ist einen Punkt nied­riger. Der Font wird zur besseren Beurteilung bald in den Schnitten Condensed, Medium Condensed und Bold Condensed auf der FontStruct Website zu finden sein. Nach »TU-D DotMat« Ausschau halten.

  9. Da Stefan

    @Daniel: Danke für die Info.
    @Liz: nun ja, die normalen Glyphen wirken sehr sauber, sehr glatt und lesbar – die Mediävalziffern dagegen “wackeln” mir zu sehr. Geschmackssache, ich weiß… :)

  10. meek

    Sehr schön. Bei FontStruct gibt es schon viele Schriften die von LED-Displays inspi­riert sind. Es ist groß­artig eine schöne, origi­nale LED-FontStruction im öffent­li­chen Einsatz zu sehen. Die Schriften von Daniel Schöps kann mann übri­gens hier selbst anschauen und herun­ter­laden.

  11. Liz

    Da Stefan, die Ziffern können hier nicht die gleiche Konstruktionsbasis haben, da sie sonst zu verwech­selbar wären, eine 9 wäre ein g, eine 5 ein s usw. Genau der nötige Bruch durch die Diagonalen, Abrundungen, und Entscheidung für Mediävalziffern über­haupt, großes Kompliment and den Gestalter.

  12. me

    Was muss ich ausfüllen, um den Benutzernamen die Schriften zu sein?

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