Rio präsentiert Olympia-Logo 2016

Die Ausrichter der Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro haben am Silvesterabend das offi­zi­elle Logo für die Spiele der XXXI. Olympiade vorge­stellt. Als Kulisse für die Premiere diente Rios legen­därer Strand Copacabana, wo sich zum Jahreswechsel eine Million Menschen einfanden. Das Signet wurde auf einem Bildschirm gegen­über dem Luxushotel »Copacabana Palace« gezeigt und anschlie­ßend als riesige Fahne über den Menschenmassen ausge­rollt.

Das Olympia-2016-Key-Visual unter dem Motto Paixão e Transformação (Leidenschaft und Transformation) zeigt in stili­sierter Form drei Menschen in Orange, Grün und Blau, die sich an den Händen fassen und dabei in Bewegung sind. Die Umrissse sind an einen Blick auf den Zuckerhut von der Botafogo-Bucht abge­leitet. Die Farben stehen sowohl für die Natur (Sonne, Meer, Pflanzen) als auch für die Flagge Brasiliens. Unter dem Signet befinden sich der Schriftzug »Rio 2016« und die Olympischen Ringe. Die Organisatoren beschrieben das Logo als »Inspiration für die Gegenwart und Vermächtnis für die Zukunft«. Weitere Informationen auf der offi­zi­ellen Website der Rio-Spiele.

An der Ausschreibung für den Logo-Entwurf betei­ligten sich zu Beginn 139 brasi­lia­ni­sche Agenturen. Nach mehreren Auswahlverfahren blieben zum Schluss acht Designbüros übrig. Das Rennen machte die Agentur Tátil aus Rio de Janeiro. Die Entstehungsgeschichte des Logo und ihre Gedanken dazu sind auf dieser Website des Designbüros und dem nach­fol­genden Film fest­ge­halten:

(Abbildungen: Tátil und Rio2016)


20 Kommentare

  1. Eric Eggert

    Warum hat das gelbe Männchen 2 Beine und die anderen beiden jeweils nur eins? O_o

  2. Flo

    Ganz nett. Aber erin­nert irgendwie stark an das 2014 FIFA World Cup meiner Meinung nach. Ich kann jetzt schon kaum noch Farbverläufe in Logos sehen. Bin gespannt wie das 2016 sein wird. Vielleicht ist das dann aber ja wieder en Vogue.

    Gsunds neues an Jürgen und alle Fontblog-Leser aus Nürnberg!

  3. florian fangohr

    Prost Neu Jahr! Sieht wie ein großer Schnuller aus.

  4. Luca

    Ich dachte zuerst an ein Kondom, aber ein Schnuller kann’s natür­lich auch sein.
    Damit asso­zi­iert doch niemand irgendwas… Außer den verschie­denen Farben könnte das Logo auch für ein Kinderhilfsprojekt oder die katho­li­sche Kirche sein o_O

  5. Louis

    Sieht sehr gut aus. Muss man sagen.

  6. Ben

    Also ich finde das Logo gut, auch wenn es weit herge­holt ist. Jedoch sind Zeichen für so ein viel­fäl­tiges Sportereignis schwierig zu finden. Die Typo „Rio 2016“ gefällt mir sehr gut. Eine tech­ni­sche Schrift hätte hier bei so viel Dynamik gar nicht gepasst. Zudem ist die Verbindung der Buchstaben und Ziffern gut gelöst und macht das Ganze kompakt.

  7. Stephan

    Schön gedacht. Leider drängt sich mir ein wenig der Eindruck auf, als passten die drei Elemente (Bildmarke, Wortmarke und Olympische Ringe) stilis­tisch nicht zusammen. Aber für das Merchandising wird es funk­tio­nieren. In ewiger Erinnerung müssen Olympia-Logos ja nicht bleiben.

    @Eric Eggert: Deiner Frage ist zu entnehmen, dass du ein wenig spor­tiver Mensch bist. Aber mit ein wenig nach­denken kommst du auf die Antwort ;)

  8. R::bert

    Haben sie schön gemacht. Mir gefällt der Ansatz, freund­schaft­liche Beziehung zwischen Menschen zu visua­li­sieren.

    Im Zusammenhang mit den fünf Ringen stellt sich mir aller­dings die Frage, warum nur drei Kontinente mitein­ander spielen. Die Farbe der Typo hätte ich wahr­schein­lich neutraler gewählt. Das ist mir so einen Zacken zu bunt.

  9. Helmut Ness

    Auf den ersten Blick eine stim­mige visu­elle Identität für Rio, die Gastgeber und den Gedanken der Spiele!
    Ich freu mich auf das grafi­sche und typo­gra­fi­sche Temperament in der Ausführung der einzelnen Medien. Die Schrift bringt die nötige Identitätskraft jeden­falls mit.

  10. Immer noch die gleiche Vroni

    @ R:bert
    „Im Zusammenhang mit den fünf Ringen stellt sich mir aller­dings die Frage, warum nur drei Kontinente mitein­ander spielen. “

    Habe gehört, das Original-5-Ringe-Olympialogo sei „Pflichtangabe“ und müsse eben dazu gesetzt werden. Und da wäre es eine zu gleich­wer­tige Doppelung, die 3 dyna­mi­schen Logoringe der brasi­lia­ni­schen Agentur auf eben­falls 5 hoch­zu­jazzen. So erklär ich mir das.

  11. Theo

    Ich finde es sehr gelungen und freund​lich​.Es erin­nert mich an Capoeira Kämpfer.

  12. RobertA

    Wenn ich Rio de Janeiro und Copacabana lese, muss ich immer an Ronald Schill denken. Keine Ahnung warum.

    Logo ist ok.

  13. Florian

    also ich bin gewiss kein freund von verläufen, aber das logo gefällt mir. dyna­misch und wirkt sehr freund­lich.
    die typo hätte ich viel­leicht farb­lich etwas gedämpft.

  14. arti

    Sehr schön! Ich hatte die Hoffnung auf gute Logos bei großen Sportveranstaltungen schon fast aufge­geben.
    Den Film muss ich mir an der Stelle, wo die Typo-Varianten schnell hinter­ein­ander geschnitten auf dem Papierstapel liegen, noch mal Frame-für-Frame anschauen. Da waren evtl. noch ein paar nette Alternativen dabei.
    Schade, dass ich kein Portugiesisch kann, klingt für mich immer wie die „Mutter aller roma­ni­schen Sprachen“. :-)

  15. Philipp

    die linea­rität der verti­kalen beim gemeinen »i« und der ziffer »1« stört die leben­dig­keit des schrift­zuges und die einheit des form­ka­nons.

  16. R::bert

    @ Immer noch die gleiche Vroni (# 11)

    So erklär ich mir das.

    Ja das leuchtet ein. Vielleicht hätte man vier Farben in der Bildmarke unter­bringen sollen und die fünfte Farbe (also des Gastgeberkontinents) für die Typo verwenden können? Nur so ’ne fixe Idee … bei den vielen Varianten im Film haben sie dass evtl. sogar mit durch­ge­spielt.

    Wie gesagt, am Ansatz gibt es von meiner Seite auch nichts zu rütteln ; )

  17. Holland

    wow!
    so kann das neue Jahrzehnt beginnen.

  18. Pascal

    tiptop! schöne arbeit

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