Endlich mal ein gutes Plakat in Deutschland [Update]

Barack Obama, Berlin-Tiergarten, Siegessäule, 24. Juli 2008. PDF auf barack​obama​.com …

[Update] Auf dem Download-Server haben sich noch zwei verwor­fene Versionen des Plakats versteckt:


73 Kommentare

  1. IngoJ

    Schon erfri­schend zu sehen, wie ein poli­ti­scher Auftritt gestaltet werden kann. Gefällt.
    Wobei mir beim Anblick des Seitenprofiles (Art und Weise) auch andere Assoziationen kommen könnten ….

  2. Pascal

    Witzig! Wollte dir gerade schreiben das mal zum Diskurs auszu­setzen. Grafisch finde ich das Plakat super­schön, aber es zitiert mir zu sehr Propagandaplakate und ich finde das etwas bedenk­lich. Das gebläute Konterfei wirkt extrem wie ein Revoluzzer, es ist mir daher etwas zu gestelzt vom Inhalt. Gestalterisch zwei­fels­frei ein Hingucker!

  3. Suse

    Welche Schrift ist das auf dem Plakat?

  4. Roman

    Shepard Fairey lässt grüssen was das Konterfei Obamas angeht.

  5. Dan Reynolds

    Die Schrift ist Gotham, von Hoefler & Frere-Jones.

  6. Dan Reynolds

    Propaganda hin oder her… ich werde am Donnerstag in Berlin sein, und zum Event gehe ich auf jeden Fall. So viele Möglichkeiten den US-Wahlkampf live mitzu­ver­folgen habe ich nicht :-)

  7. Dav(id)

    Roman, nachdem Shepard Fairey ja auch ein über­zeugter Obama ‚Fan‘ ist, ist das durchaus nahe­lie­gend. (Siehe auch: google.com/search?hl=de&q=obama+site%3Aobeygiant.com / etc.)

  8. Nina

    Oh! Sehr fein (auch wenn die Gestaltung in den USA even­tuell tatsäch­lich besser funk­tio­niert als in Deutschland). Auf jeden Fall mit Versal-Eszett! :-)

  9. Jürgen

    @ Dan Reynolds: Keine Plakate mitnehmen, keine Schriftmuster-Transparente oder typo­gra­fi­sche Fahnen, die zu Werbezwecken dienen ;-)

  10. Jürgen

    Gute Gestaltung funk­tio­niert überall besser als schlechte. Dabei kostet sie genau so viel.

  11. Dan Reynolds

    @ Jürgen: ja, habe ich heute schon im Nachrichten gelesen. Ich frag‘ mich, ob ich es wagen sollte, über­haupt eine Kamera mitzu­bringen!

  12. Roman

    @ Dav(id)
    ich denke du meinst das gleiche was ich andeuten wollte.

    _Roman

  13. tobi78

    muss euch auf den ersten blick zustimmen, denn die gestal­tung des plakats gefällt mir auch sehr gut.

    auf den zweiten blick fällt aller­dings auf, das man scheinbar den rohent­wurf gedruckt hat oder ein abso­luter stümper mit der rein­zeich­nung beauf­tragt wurde.
    so ziem­lich alle text­achsen, die man hätte anglei­chen können sind für die einzelnen text­blöcke immer wieder anders gesetzt und alles flat­tert wild durch die gegend.

    wirk­lich schade!

  14. frank katzer

    muss tobi78 recht­geben, obgleich die gelun­gene gestal­tung vieles wieder gutmacht…

  15. michael

    Auf den ersten Blick: Wunderschön.

    Wenn man aber dann genauer hinsieht, fällt auf, das man mehr raus­holen hätte können. Das schon ange­spro­chene rumge­flat­tere, die Vielzahl an anschei­nend will­kür­lich gewählten Schriftstärken, die je nachdem mal vorhan­denen, mal fehlenden Punkte („24 Juli 2008“? Wirklich?), die fehlende Linie (etwas mehr Einheitlichkeit hätte dem Plakat gut getan). Irgendwie kommt es mir so vor als hätte man beim entwerfen des Plakats 30 Minuten bevor man fertig war die Lust verloren. Es ist trotzdem immer noch gut genug, niemanden werden solche Kleinigkeiten wirk­lich auffallen – aber irgendwie ist es dann doch unschön, dass man nicht die Zeit gefunden hat das Ganze zu perfek­tio­nieren.

  16. charly

    tja, die down­side ist halt dann das „ß“ im versal­satz, der fehlende punkt bei „24 juli 2008“ und der doppel­punkt bei „16:00“. mich stört sowas. aber sonst: geiles poster! ;-)

  17. Tobias

    Bei der Typo stellen sich bei mir schon die Nackenhaare auf. Gerade auf einem Plakat, dessen Informationen auch im »Vorbeifahren« kommu­ni­ziert werden sollen, hätte ich ein bischen mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Auf Versalsatz (zumal noch unter­schied­lich stark gesperrt bzw. unter­schnitten) sollte man in dieser Menge wohl verzichten.

  18. thomas junold

    tobi: häääh? kannst du das mal bitte am beispiel belegen?

    ausser der tatsache, dass ich ein paar blöcke anders gesperrt hätte, auf der »ß« verzichtet hätte, kann ich nichts entde­cken, was störend wäre.
    defintiv ein hingu­cker, wenn man sich die schlimmen plakate deut­scher wahl­kam­pa­gnen anschaut.

  19. Pascal

    Bitte mal die Seite des Senators checken! Das gesamte Artwork ist supergut, gerade von der Typografie, hier:

    http://​www​.barack​obama​.com/​d​o​w​n​l​o​a​ds/

  20. Tobias

    @ thomas: soll ich jetzt Links mit besser lesbaren Plakaten anfügen?
    Natürlich gibt es schlech­tere Plakate im Wahlkampf, aber auch viele, die besser zu lesen sind. Warum müssen Texte unter­schied­lich gesperrt werden? Um Blocksatz reali­sieren zu können? Davon wollen wir doch eigent­lich wegkommen. Und zuletzt: Ich glaube, es steht außer Frage, dass Versalsatz schlechter zu lesen ist als die gemischte Schreibweise.

  21. Tobias

    @ Thomas: dein Nachtrag kam leider zu spät.

  22. karl

    Wenn das Datum so promi­nent erscheint, sollte man es auch richtig setzen. Auch sonst muss ich Tobi recht­geben, was die Sorgfalt im Detail angeht: dass die einzelnen Blöcke ab und einschließ­lich des roten Streifens links unnötig flat­tern, sieht ein wenig stüm­per­haft aus. Auch fehlt am rechten Rand etwas Luft.

    Das Konterfei ist ein wenig drei­ßi­ger­jah­re­mäßig, daher sieht man solche Plakate in Deutschland sonst nicht.

  23. Paul

    Wenn man das Plakat mal in s/w umwan­delt, hat es für mich eine ziem­lich starke 30er-Jahre-Ästhetik, und wirk­lich ziem­liche Nationalsozialismus-Anleihen. Geht das niemandem sonst so?

    Abgesehen davon ist das aber ne saubere Sache, der gesamte Auftritt. So stark als Marke insze­niert sieht man das ja beson­ders hier­zu­lande selten…

  24. robertmichael

    von wem kommt das plakat?

  25. robertmichael

    @ paul – was ist das denn für ne logik? es ist doch nicht s/w.
    das plakat ansich wirkt auch sehr bauhausig. mir gefällts, bis auf paar details. außerdem fällt es auf und das sollen plakate ja.

  26. Roman

    meine Güte.
    die Nazionalsozialisten waren Meister darin Ihren Inhalt aufs Beste zu kommnuni­zieren; auch als Propaganda bekannt. Jedoch sollte bedacht werden, dass diese Formsprache ihre Anfänge im Bauhaus zu finden sei.
    Dieser immer­wäh­rende Vergleich mit Adolf Hitler und seinem Schurkenstaat ist zwar legitim, sollte aber nicht zur Regel werden.
    Also bitte…

  27. Markus Widmer

    Hierzulande wirkt das schon etwas faschis­toid. Aber hey, Propaganda ist Propaganda ist Propaganda.

  28. Jürgen

    Und wieder einmal bestä­tigt sich Godwins Gesetz … hihihi

  29. Ivo

    Wenn das Blau Rot wäre, der Senator gegen den Führer und das Logo gegen ein Hakenkreuz ausge­tuscht werden würde … da darf ich gar nicht drüber nach­denken …

  30. Markus Widmer

    Godwins Gesetz… wieder was gelernt. Danke! :-)

  31. karl

    Falls ich durch meinen Link den Bezug auf „Godwins Gestz“ (mit) ausge­löst haben sollte: so war das nicht gemeint. Ich hatte bewusst „drei­ßi­ger­jah­re­mäßig“ und nicht „nazi­mäßig“ geschrieben, da letz­teres so nicht stimmt. Das Hitlerplakat war das passenste, was ich gefunden hatte, es hätte aber genauso gut ein SPD-Plakat dieser Zeit sein können.

    Dem Nationalsozialsimus werden ohnehin – von Haarschnitten bis zur Frakturschrift – kultu­rell viel zu viele Dinge zuge­schrieben, mit denen er kausal über­haupt nichts zu tun hat.

  32. Daniel

    Einfach ein gelun­genes Plakat. Punkt.

    Aber ich sehe es schon kommen, wie in den nächsten Tagen der Boulevard »Obamas Naziplakat« draus macht.

  33. Cesar

    Ahoi.
    Von dem Plakat gibt es noch zwei weitere Varianten – sicher­lich zwei frühere Versionen, u.a. ein Motiv mit der Siegessäule. Der Link wurde bereits eingangs erwähnt – und wenn man den PDF-Link anschaut, endet dieser mit „…lin_03.pdf“ – Tipp: Die „3“ nun in eine „1“ oder „2“ abwan­deln.
    Das „Wir“ uns meist schwer tun Einiges ins Negative zu asso­zieren – das Plakat erweckt Aufmerksamkeit und Frische.

  34. Philip

    Leute, der fehlende Punkt ist doch bestimmt aus Versehen runter­ge­rutscht (dit steht ja och allet im Winkel, oder?): an der Stelle nach „benö­tigt“. Außerdem – benö­tigt das Datum wirk­lich einen Punkt, wo fast alles ohne Punkt auskommt? Come on…

    Viel inter­es­santer dagegen die Frage: warum nicht den Mut haben, Obama so zu zeigen, wie er ist: nicht als Blue Man, sondern als Afroamerikaner?

    Auch inter­es­sant: daß es hier um eine Wahlkampf-Veranstaltung geht, für das „wich­tigste Amt der Welt“, weiß man nur, wenn man Obama schon kennt, oder?

    „Paid for by Obama…“ – wär schön, wenn dieser Satz auch auf allen Polizeibeamten stehen würde. Der Einsatz soll Berlin eine Viertelmillion Euro kosten!

  35. Der liebe Gott

    Obamas Designer orien­tieren sich sehr am Plakatstil des Art Deco und kombi­nieren diesen mit hier­zu­lande befremd­lich, weil sehr pathe­tisch wirkenden Bildern seines Antlitzes, die durchaus an alte Propaganda-Plakate erin­nern.

    Wenn ich mir vorstelle, ein hiesiger Politiker würde sich so präsen­tieren – Hohn und Spott wären ihm gewiss, und das voll­kommen zu Recht. Schließlich geht es um die Bewerbung um ein Amt und nicht um das unre­flek­tierte Glorifizieren eines Supermanns oder Erlösers.

    Obgleich also dieses Plakat um Welten schöner ist, als jegli­ches, das ich bisher hier sehen durfte, sind letz­tere schlicht näher an der biederen Realität und somit passender (und dadurch zumin­dest optisch „ehrli­cher“).

  36. poms

    Ja, ein Hingucker.
    Aber als zweite Reaktion folgt bei mir prompt „Nee, das ist mir zu sehr Messias“. Eine Mixtur aus Metropolis und Diffuse-Werte-Emotionalität. Zu diesem Stimmungscocktail passt dann auch die Gotham in Versalien gut. Je mehr ich von Obama sehe, desto schwie­riger wird unser beid­sei­tiges Verhältnis ;-)

  37. Jürgen

    Cesar hat recht … ich habe die beiden verwor­fenen Versionen noch in den Beitrag einge­fügt …

  38. Suzu

    Wer hat’s erfunden….?

    … ausnahms­weise mal nicht die Schweizer, sondern die konstruk­ti­vis­ti­sche russi­sche Avantgarde, und zwar auch schon vor den drei­ßiger Jahren, sowie El Lissitzky (Bauhaus), Piet Zwart (Holland) etc.

    Schön zu sehen an der Seite zur MoMA-Ausstellung vor einigen Jahren:
    http://​www​.moma​.org/​e​x​h​i​b​i​t​i​o​n​s​/​2​0​0​2​/​r​u​s​s​i​an/
    (aber Vorsicht: nach dem Stöbern auf dieser Seite sieht das Plakat (das ich auch toll finde) leider irgendwie nur noch halb so gut aus…)

  39. Der beste Designer der Welt

    Es ist nur im Vergleich zu deut­schen Wahlkampfplakaten gut gelungen. Streicht man das Vergleichsargument bleibt ein ziem­lich über­zo­genes, schmal­ziges Mesias-Propaganda-Plakat (siehe „der liebe Gott“ & „Poms“).
    „U S A , U S A!“

  40. Ines

    @charly
    Danke! Ich dachte schon, niemanden stört das „ß“ in den Versalien und genauso dachte ich, dass das ansonsten eine schönes Ding ist.

  41. Kathrin Wendt

    Hallo??? Wie blöd ist Deutschland (in den Augen von B. Obama)? Das Plakat ist echt das Letzte! Warum tritt ein U.S.-Präsidentschaftskandidat in Deutschland auf? Wir dürfen nicht an der Wahl des neuen Präsidenten der USA teil­nehmen! Weiß er das über­haupt? Sollte man ihm das viel­leicht mal stecken?
    Oh mein Gott, womög­lich nutzt er uns und Berlin nur aus? Will er Parallelen zu J.F.K. schaffen? Kann doch nicht sein, so blöd sind wir doch nicht! Das lassen wir nicht mit uns machen!
    … oder doch (»Man wat is det doch fürn schauet Plakat. Kiek mal!« – »Haste eijent­lich recht, und so schön erfri­schend. Is ja umsonst, wolln wa da nich hinjehn, vill­eicht jibs ne Bolette und n Bier umsonst? Könn’ wa gleich ooch noch de Kinder mitnehm, ruf ma an!«)?
    Hat der nichts Besseres mit seinen Wahlkampfgeldern zu tun? Polizei, Straßenreinigung etc. werden von unseren Steuergeldern bezahlt! Keine Ahnung, ob das Plakat auch im »Rest« der Republik hängt. Die Berliner wissen auf alle Fälle, dass die Siegessäule am Großen Stern steht (es gibt nur einen G. S. und eine Siegessäule hier), dieser sich im Tiergarten befindet und Berlin – hängt das Plakat im deutsch­spra­chigen Raum – sich in Deutschland befindet!
    Meine Nationalität ist auch deutsch, wäre ja echt ein irrer Zufall, wenn Mr. Obama Berlin in Zentral- oder Westafrika meinen würde. Bei den Benzinpreisen wäre mir das Ticket sowieso zu teuer, da hilft auch der ausdrück­liche Vermerk auf den freien Eintritt nicht viel. Fehlt nur noch der Vermerk auf 1 Freibier/Softdrink + 1 x Pommes pro Person, dann hätten wir einen reellen Einblick in U.S.-amerikanische Denkweisen und Wahlveranstaltungen. Mr. Obama würde so sicher­lich den Zuschauerrekord bei inter­na­tio­nalen Wahlkampfveranstaltungen errei­chen.
    Das dieses bisher noch nicht durch­ge­führt wurde (Wahlkampf in Europa) inter­es­siert den ameri­ka­ni­schen Durchschnittsbürger sowieso nicht. Wenn ich Wahlkampfgelder gespendet hätte, dann würde ich den Herren verklagen! Was sagt Ihr, wenn Frau Merkel demnächst in Dubai, den Malediven, Neuseeland oder Südafrika (die Mongolei soll ja touris­tisch auch im Kommen sein) auf Wahlkampfreise geht?
    Ich könnte kotzen bei diesem Plakat!!!
    Dabei fällt mir ein: viel­leicht hätte er noch erwähnen sollen “ehemals West-Berlin�?.

  42. Jo

    Da ist aber jemand enorm frus­triert. Finde nichts Schlechtes an Obamas Auftritt in Berlin. Meine Vorrednerin kann mal gerne beim Bund der Steuerzahler anklopfen, wieviel Mio Euro jähr­lich andern­orts verschleu­dert werden. Da wird Obamas Rede unter ferner liefen erscheinen.

    Das Plakat ist erfri­schend, ohne Frage. Auch wenn da einige typo­gra­fi­sche Schnitzer drin sind.

  43. Ivo

    Natürlich macht er das nur, um seine Wahl zu gewinnen. Für die Amerikaner hat eine Rede in Berlin einen ordent­li­chen Stellenwert. Und wir sind schon mal die besten Kumpels des wahr­schein­lich nächsten ameri­ka­ni­schen Präsidenten, dem mäch­tigsten Mann der Welt. Eine Win-Win-Situation. Das ist die große Weltpolitik.

  44. Raketentim

    Hahaha, Kathrin. You made my day.

  45. stk

    @Paul: Ich dachte eher an die 1920er Jahre, statt an Nazis und Machtergreifung. Hatte erst neulich wieder Bilder aus der Zeit vor mir, auf denen aehn­lich gestal­tete Drucksachen im Hintergrund zu sehen waren.

  46. Johann

    Was ist denn das für ein misver­ständ­li­cher bis dreister Titel dieses Beitrags? „Endlich mal ein gutes Plakat in Deutschland“. Was hast du dir denn dabei gedacht.
    Dieses Plakat würde mit Sicherheit nicht unter den Besten 100 landen. Absolut nichts beson­deres, nur im Rahmen des polit­schen Plakates in Deutschland der letzten 30 Jahre viel­leicht. Ansonsten hängt an jeder Hausecke in Friedrichshain ein besseres. Aber ich nehme mal an, es ist auch nicht nur wegen der Gestaltung bei Fontblog gelanden, denn sonst würden hier täglich diverse Plakate gepostet.

  47. Sebastian

    Genau, Obama ist ein mit deut­schen Steuergeldern finan­zierter Nazi der die ganze Welt erobern will! ähhhhm wird…

  48. Andi

    Ja, ein groß­ar­tiges Plakat. Mit Typofehler.

    AM GROßEN STERN -> AM GROSSEN STERN.

    Und 16:00 ist auch nicht korrekt, ist ja keine Digitaluhr. Und ein Punkt hinter 24 bei 24 Juli 2008.

    Aber ansonsten ganz schön :-D

  49. ole

    Tolles Plakat? Nein. Versalien sind immer schlecht zu lesen, hier noch schlechter.
    Abgesehen davon: Ob ein Kandidat spricht oder in China ein Sack Reis umfällt – es wird sich nichts ändern, weder national und inter­na­tional. Hoffnungsträger haben immer ein hohes Potential zu schei­tern.

  50. hamster

    Versalien sind hervor­ra­gend lesbar. Ein wirk­lich gutes Plakat, sowas sieht man selten.

  51. Jürgen

    @ ole: Du Fatalist ;-)

  52. HD Schellnack

    Mir wird bei dem ganzen gesperrt/zusammengequetscht etwas schwin­delig. Und ich finde es für Politik irgendwie zu… keine Ahnung. Visuell greift es mir zu stark auf die Bildsprache tota­li­tärer Staaten zurück und das find ich irgendwie eher unglück­lich. Die Farben etwas anders gedreht und man ist bei russi­scher Agitprop.

  53. HD Schellnack

    Und PS
    Ich verstehe den Barack-Hype nicht ganz, im Gegenteil, einen demago­gi­schen, von inneren Überzeugungen gelei­teten Präsidenten der USA hatten wir doch gerade… nur, dass dieser charis­ma­ti­scher und weniger durch­schaubar zu sein scheint. Mir selbst wäre gerade in den USA ein weniger menschen­fi­schender Typus, wie wir ihn hier meist haben, fast lieber geworden – genau so, wie ich mir im deut­schen Grau in Grau einen Populisten manchmal wünschen würden (im anderen Sinne als Lafontaine).

  54. CL

    Warum ist der Barack plötz­lich Blau ange­laufen??? Dieses Plakat versprüht den Geist einer typisch ameri­ka­ni­schen Superman-Wahl. Bin ich froh, dass wir in Deutschland noch nicht „soweit“ sind und auch hoffent­lich nicht „soweit“ kommen werden. Also schnell weg mit dem Ding: „Auf, auf und davon“!!! Wen inter­es­siert bei diesem schreck­li­chen Bild noch wirk­lich die Typo????

  55. ole

    @ jürgen: Fatalist habe ich gerade mal nach­ge­schlagen, trifft nicht zu. besser: Realist.

  56. christoph_z

    statt versa­lien im kampfan­flug wäre ein plakat schöner und ange­mes­sener gewesen, dass etwas kultur, ernst­haf­tig­keit und mensch­lich­keit ausstrahlt.

  57. sharif

    … Eine Win-Win-Situation. Das ist die große Weltpolitik.

    Eine Win-Win-Situation ist das für Obama nicht. Viele konser­va­tive Amerikaner wählen ungern einen Präsidenten der gut mit den Europäern kann. Und ich kann so eine Einstellung auch ganz gut nach­voll­ziehen.

    Zum Plakat: Mir gefällts. Obwohl die vielen Versalien schon ein wenig nerven. Aber das wurde ja auch schon oft genug gesagt.

  58. Ivo

    Eine Win-Win-Situation ist das für Obama nicht. Viele konser­va­tive Amerikaner wählen ungern einen Präsidenten der gut mit den Europäern kann. Und ich kann so eine Einstellung auch ganz gut nach­voll­ziehen.

    Warum, bitte, will Obama unbe­dingt jetzt in Berlin bzw. Europa derart publi­kums­wirksam auftreten? Damit er ein paar Prozentpunkte verliert? Doch wohl eindeutig aus wahl­tak­ti­schen Gründen. Schließlich ist es auch im Sinne konser­va­tiver Amerikaner, Europa an ihrer Seite zu wissen.

  59. sharif

    Gleich die erste Google-News-Meldung:
    John Kerry als warnendes Beispiel

    Aber wir sind hier ja im Fontblog und kein Politikforum. :-)

  60. Jan

    Um nochmal auf die Nationalsozialisten-Geschichte zurück­zu­kommen – ich sehe da wenig Anknüpfungspunkte: Vgl. z.B. http://​www​.wahl​pla​kate​-archiv​.de

  61. Vroni

    Ästhetisch.
    Aber kalt. Kaltes Kühlschrank-Design.
    (Und das hat nicht nur mit dem Blau was zu tun.)

    Es grüßt
    die emotio­nale Analytikerin

  62. HD Schellnack

    Nicht Nazi, Kommunismus. Rodchenko olé. Aber was Franz Ferdinand recht ist, soll Obama billig sein.

    Ich finde auch übri­gens die ständig ändernden Abstände zwischen den Texten/Zeilen nervig – und die Informationsflut ist oft etwas redun­dant. -=+

  63. StefanS

    > Warum, bitte, will Obama unbe­dingt jetzt in Berlin bzw. Europa derart
    > publi­kums­wirksam auftreten?

    Nicht nach dem „Warum“ fragen. Nur PR wirksam. Punkt.

    JFK -> Berlin (Ick bin en Berlinaa) -> Brandenburger Tor
    Reagan -> Tear down this wall -> Brandenburger Tor
    Obama -> … ??? …. -> Tiergarten (shit happens)

  64. Ivo

    Nicht nach dem “Warum�? fragen. Nur PR wirksam. Punkt.

    Eben. Auch bei den Konservativen [viel­leicht sogar gerade bei denen] punktet er damit. PR-mäßig können wir defi­nitiv von den Amis etwas lernen. Politisch? Hmm. Andere Baustelle.

  65. Dan Reynolds

    >JFK -> Berlin (Ick bin en Berlinaa) -> Brandenburger Tor

    StefanS, Reagans Rede war schon direkt vor dem Brandenburger Tor, aber Kennedys nicht… sondern Rathaus Schöneberg.

  66. StefanS

    @ Dan

    Auweia. Danke für die Richtigstellung! Das Ergebnis bleibt jedoch: „Berlin bleibt doch Berlin“, „Amerika steht an Ihrer Seite, jetzt und für immer“ (Bill Clinton, 1998), „Was immer sei, Berlin bleibt frei“ (Carter, 1978)

  67. bibo

    Also mir ist das ganze irgendwie zu – weiss nicht – äh – grün? kann man so was nicht irgendwie anders machen, also wie genau, ist mir auch nicht so klar… tolle kommen­tare;)

  68. mikado

    irgend­wann werden die deut­schen in ihrem fata­lismus ersaufen.

  69. leser

    Mir gefällt das Plakat und über Versalien, gestauchtes hier und gepresstes dort, fehlende Punkte und Digitaluhrschreibweise macht der normale Leser sich sowieso keine Gedanken, ihr Nerds. ;-)

  70. Honktonk

    »Endlich mal ein gutes Plakat in Deutschland«?!
    DAS soll ein gutes Plakat sein? Da ist ja alles falsch dran!

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