27. September 2007 | 10:28 Uhr |
Jürgen Siebert |
Gelbe Karte
Den Menschen hinter den Zahlen sehen … das scheint die (typografische) Botschaft der halbseitigen Zeitungsanzeige von Crédit Agricole. Gelungen? (Danke an Bernd Kreutz für den Tipp).
also ich find’s gelungen! die von dir angeführten links sind auch nicht schlecht, halt ein komplett anderer stil. und mit einer großen menge an zeichen lassen sich leicht coole und vor allem realistische portraits machen. gerade weil in der anzeige nur sehr wenige zeichen verwendet werden und damit trotzdem eine wirkung erzielt wird, finde ich die anzeige gut.
Sorry Stefano,
aber die Typo so zu verklumpen ist weitaus weniger reizvoll, als wirklich aus den wenigen Zeichen ein Portrait zu formen. Von daher finde ich die Anzeige auch recht ansprechend.
das es mit weniger zeichen auch wirkt stimmt wohl, doch dann funktioniert es inhaltlich nicht. denn dies würde wiederum aussagen das asset management eine simple sache ist, ergo man eigentlich kein kreditinstitut dafür braucht :P
Die Anzeige ist visuell sehr gelungen. Das differenzierende Kriterium »More than figures« wurde gut und überraschend dramatisiert, was die Bildsprache angeht. Die Balance zwischen Bank-Seriosität und Überraschung ist gut gelungen.
@robertmichael
Die sehen sich unähnlich, weil der Berater (rechts) der Kundin (links) gegenübersitzt.
Die Long-Copy dagegen ist völlig missraten: eine Ansammlung von »Wir-sind-die-Besten«-Floskeln, die nicht erkennen lässt, was genau nun »More than figures« für mich als Kunde bedeutet, das nicht auch alle anderen Banken anbieten (Seriosität etc.). Zudem berührt der Text überhaupt nicht emotional, wie der Claim glauben machen will (»empathie, passion«). Passion = Leidenschaft = Leistung aus Leidenschaft = Deutsche Bank = austauschbar.
Der schlechte Text lässt daher auf eine nicht ausreichende Positionierung im Sinne eines Alleinstellungsmerkmals schließen. Dieses ist aber unterm Strich wichtiger als die visuelle Umsetzung. Aus diesem Grund finde ich die Anzeige insgesamt misslungen.
ach das ist die kundin … dann versteh ich aber “Den Menschen hinter den Zahlen sehen” falsch, weil man sieht ja nur eine frau aus zahlen. sprich sie sehen doch nur die zahlen wenn sie den menschen anschauen … oder sehen sie die menschen wenn sie zahlen ansehen? kann man anscheind drehen wie man will.
Ich kann mir das Briefing gut vorstellen:
„Machma schnell was mit Kopf und Zahlen. Muss um 12 fertig sein.“
Über die Idee will ich nicht streiten aber die Umsetzung find ich nicht gut. Man hätte vielleicht mehr plastischer inszenieren können, 3dimesionaler oder eine Verschmelzung mit echten Gesichtern. So finde ich sie sehr lieblos. Ist aber natürlich eine Frage des Bugets.
die idee ist gut, doch was die umsetzung angeht habe ich bereits viel bessere gesehen, wenn man nun von einen typografischen portrait ausgeht: http://spicone.deviantart.com/journal/12335760/ http://spicone.deviantart.com/journal/14235434/ und die mathematik hat weitaus mehr zeichen zu bieten und somit auch möglichkeiten :P
also ich find’s gelungen! die von dir angeführten links sind auch nicht schlecht, halt ein komplett anderer stil. und mit einer großen menge an zeichen lassen sich leicht coole und vor allem realistische portraits machen. gerade weil in der anzeige nur sehr wenige zeichen verwendet werden und damit trotzdem eine wirkung erzielt wird, finde ich die anzeige gut.
weniger ist mehr!
Gelungen, aber ob man sich das beworbene Produkt merken wird?
Sorry Stefano,
aber die Typo so zu verklumpen ist weitaus weniger reizvoll, als wirklich aus den wenigen Zeichen ein Portrait zu formen. Von daher finde ich die Anzeige auch recht ansprechend.
warum sehen die sich so unähnlich?
@charly und stefan
das es mit weniger zeichen auch wirkt stimmt wohl, doch dann funktioniert es inhaltlich nicht. denn dies würde wiederum aussagen das asset management eine simple sache ist, ergo man eigentlich kein kreditinstitut dafür braucht :P
oder?
Die Anzeige ist visuell sehr gelungen. Das differenzierende Kriterium »More than figures« wurde gut und überraschend dramatisiert, was die Bildsprache angeht. Die Balance zwischen Bank-Seriosität und Überraschung ist gut gelungen.
@robertmichael
Die sehen sich unähnlich, weil der Berater (rechts) der Kundin (links) gegenübersitzt.
Die Long-Copy dagegen ist völlig missraten: eine Ansammlung von »Wir-sind-die-Besten«-Floskeln, die nicht erkennen lässt, was genau nun »More than figures« für mich als Kunde bedeutet, das nicht auch alle anderen Banken anbieten (Seriosität etc.). Zudem berührt der Text überhaupt nicht emotional, wie der Claim glauben machen will (»empathie, passion«). Passion = Leidenschaft = Leistung aus Leidenschaft = Deutsche Bank = austauschbar.
Der schlechte Text lässt daher auf eine nicht ausreichende Positionierung im Sinne eines Alleinstellungsmerkmals schließen. Dieses ist aber unterm Strich wichtiger als die visuelle Umsetzung. Aus diesem Grund finde ich die Anzeige insgesamt misslungen.
Erinnert mich stark an den schönen Studio-Pin-Ups-Typo-Kalender von Taylor Lane
Letzterer ist aber interessanter anzusehen ;)
ach das ist die kundin … dann versteh ich aber “Den Menschen hinter den Zahlen sehen” falsch, weil man sieht ja nur eine frau aus zahlen. sprich sie sehen doch nur die zahlen wenn sie den menschen anschauen … oder sehen sie die menschen wenn sie zahlen ansehen? kann man anscheind drehen wie man will.
Ich kann mir das Briefing gut vorstellen:
„Machma schnell was mit Kopf und Zahlen. Muss um 12 fertig sein.“
Über die Idee will ich nicht streiten aber die Umsetzung find ich nicht gut. Man hätte vielleicht mehr plastischer inszenieren können, 3dimesionaler oder eine Verschmelzung mit echten Gesichtern. So finde ich sie sehr lieblos. Ist aber natürlich eine Frage des Bugets.
Aber eine gelungene Elvis Frisur.