Systematisch Schriften auswählen

20+1- Vergleich von ausgewählten serifenlosen Schriften

Die Auswahl von Schriften für Gestaltungsprojekte gehört zu den wirk­lich schwie­rigen Grafik-Aufgaben, beson­ders wenn ein größeres Projekt bevor­steht, hängt vieles davon ab, ob die »Richtige« zum Einsatz kommt. Das einzig­ar­tige »20+1 ​– Vergleich von ausge­wählten seri­fen­losen Schriften der letzten zwanzig Jahre« bietet metho­di­sches Rüstzeug für die Qual der Wahl. Systematisch unter­sucht und vergleicht es die darge­stellten Familien und zeigt, wie Eigenschaften heraus­ge­ar­beitet werden. Das Buch basiert auf dem von Rudolf Paulus Gorbach gelei­teten Jahreskurs Typografie an der tgm München.

Der Autor und Multimedia-Designer, Manuel Kreuzer, liefert keine fertigen Erkenntnisse, sondern hilft bei der Entwicklung von Kriterien für die Auswahl von Schriften. Das Buch zeigt 21 bedeu­tende Sans-Familien der letzten zwanzig Jahre und nebenbei ein Who-is-who zeit­ge­mäßer Satz-Schriften:

1990 Quay Sans von David Quay

1991 DTL Argo von Gerard Unger

1992 Myriad von Robert Slimbach und Carol Twombly

1993 FF Scala Sans von Martin Majoor

1994 TheSans von Luc(as) de Groot

1995 FF Din von Albert-Jan Pool

1996 FF Dax von Hans Reichel

1997 Corpid von Luc(as) de Groot

1998 ITC Officina von Erik Spiekermann

1999 Linotype Aroma von Tim Ahrens

2000 FF Fago von Ole Schäfer

2001 Compatil Fact von Olaf Leu

2002 PTL Manual Sans von Ole Schäfer

2003 FF Unit von Erik Spiekermann

2004 FF Nexus Sans von Martin Majoor

2005 Monitor von Fred Smeijers

2006 Phoenica von Ingo Preuß

2007 Candera von Gary Munch

2008 Museo Sans von Jos Buivenga

2009 Secca von Andreas Seidel

2010 Carter Sans von Matthew Carter

20 +1 Innenseiten

Aufschlussreiche Illustrationen schulen den Blick für die feinen Unterschiede zwichen den vorge­stellten Sans-Schriften und helfen typo­gra­fi­sche Schnellschüße zu vermeiden

Kreuzer beginnt seine Analyse mit einem Proportions-Vergleich: er hat die Höhenverhältnisse von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ober- und Unterlängen vermessen und gegen­über gestellt. Anschließend unter­sucht der Autor ausführ­lich Versalien und Minuskeln und präsen­tiert die Unterschiede in über­sicht­li­chen Tafeln mit Anmerkungen. Immer wieder macht er auf Achsen, Rundungen, Strichenden, Schrägen und andere Buchstabendetails aufmerksam, wodurch er den Variantenreichtum der Sans-Serifs aufdeckt.

Ein Buch für alle, die ange­sichts der Flut seri­fen­loser Schriften fast verzwei­feln oder schon immer mal die kleinen aber feinen Unterschieden in der Anatomie der Buchstaben entde­cken wollten.

Über den Autor: Manuel Kreuzer ist gelernter Energieelektroniker, hat sich zum Multimedia-Designer weiter­ge­bildet und führt seit 2004 sein eigenes Gestaltungsbüro »Manuel Kreuzer. Büro für visu­elle Gestaltung« in Hauzenberg, in der Nähe von Passau. Er arbeitet im Bereich Zeitschriften- und Buchgestaltung, Corporate Design, Webgestaltung und Fotografie. Im berufs­be­glei­tenden »Jahreskurs Typografie« unter der Leitung von Rudolf Paulus Gorbach, bei dem auch das vorlie­gende Buch als Abschlussarbeit entstanden ist, hat er die Typografie für sich als Leidenschaft entdeckt.

»20+1 ​– Vergleich von ausge­wählten seri­fen­losen Schriften der letzten zwanzig Jahre« | Manuel Kreuzer | August Dressbach Verlag • 21 x 30 cm, 144 Seiten • Schweizer Broschur | 35,51 Euro (zuzügl. MwSt., versand­kos­ten­frei)


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