Cottbus sucht Wort-/Bildmarke

Diese Ausschreibung dürfte nur etwas für Designer mit dickem Fell sein. Alle Weichen scheinen bereits gestellt: das Markenprofil von Cottbus ist zwischen Energie und Fürst Pückler angesiedelt. Jetzt muss ein passendes Markenzeichen her, mit dem der Stadtmarketing- und Tourismusverband Cottbus e.V. zukünftig national und international für Cottbus werben kann. »Die Wettbewerbsteilnehmer sind aufgefordert, Cottbus eine prägnante, Identität stiftende Wort-/Bildmarke zu geben – kurz, die am besten zu Cottbus passende Kommunikation zu kreieren und Ansätze für eine Kommunikationsstrategie zu formulieren.« Die Wunschliste ist nicht gerade bescheiden, wie in einem PDF nachzulesen ist. Als Preissumme winken 8000 €.


80 Kommentare

  1. Andress

    Mensch Jürgen, wie kommst Du an diese Provinzposse?

    Cottbus wird genau das bekommen was es verdient. Vielleicht reicht es ja wieder für Futura und HKS 10.

  2. Vroni

    Habe bis jetzt keine guten Erfahrungen machen können mit solchen Touristik-/Städteausschreibungen. Vielleicht beisse ich deswegen nicht an. Zudem null Aufwandsentschädigung hier, das muss ich nicht bewusst unterstützen. Trotzdem werden viele mitmachen.

  3. Nadine

    Mir geht’s ähnlich wie Vroni. Ich kenne Fälle, wo sich nicht an die Ausschreibung gehalten wurde, a la “wir konnten uns für keinen Entwurf entscheiden und geben nur einen Trostpreis aus”… Schade um die Mühe.

  4. meistermochi

    wer mit peanuts bezahlt, wird von affen bedient…

  5. Daniel

    Die sollten sich lieber eine gute Agentur suchen. Irgendwie kommt das alles sehr unseriös rüber und es soll bis Ende Oktober eingereicht werden. Für so etwas brauch man meiner Meinung nach länger, als knapp einen Monat um etwas vernünftiges und langfristiges zu schaffen. Und mit nur einer Wort-Bildmarke ist denen eigentlich auch nicht geholfen, würde ich mal so behaupten.

  6. sven

    Meiner Erfahrung nach ist das Ding doch eh schon vergeben.
    Die brauchen nur noch ein paar Ideen zur Auswahl.
    Der Schwager der Büro-Tippse hat doch bestimmt selber eine Kreativagentur, die den Auftrag dann übernimmt.( es fehlen halt nur noch die schlagkräftigen Ideen…)

  7. HD Schellnack

    Ich seh uns jetzt schon hier über das Ergebnis lachen :-D

  8. thomas | BFA

    kennt jemand den »logo-merger«. man könnte bestimmt was tolles, kreatives buntes hinbekommen aus den logos von vattenfall und fürst pückler. :-)

  9. Nina

    HD, der Gedanke hat mich auch beschlichen, als ich so die Ausschreibung las … :-)

  10. Benjamin Cyprian Sindram Mueller

    Wirklich gut ;) ich glaube die Auftraggeber wissen schon über die Qualität der Arbeiten bescheid…der Link zum PDF hat seltsame Pfade: “…storage/aa/aa/gh/Ausschreibung.pdf” (Man beachte die schreienden Ausrufe “AAAAGH” ;).

  11. Christian

    aus den Wettbewerbsregeln:

    | Der erste Preisträger räumt dem Auftraggeber das unbeschränkte Nutzungsrecht ein.
    | Die Nutzungseinräumung ist mit dem Preisgeld abgegolten.
    | Vorschläge, denen patentrechtliche Regelungen entgegenstehen, können nicht übernommen werden.
    | Entstehende Kosten werden nicht erstattet.
    | Für eventuell auftretende Schäden, Mehrkosten oder Verlust von Daten haftet die Teilnehmerin /der Teilnehmer.
    | Der Auftraggeber schließt keine Versicherung für die zugesandten Beiträge ab.
    | Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Hört sich nach einer angenehmen Kooperation auf Augenhöhe an :-) Liefer schon und mach keine Zicken.

  12. fjord

    Der Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, Frank Szymanski, ruft hiermit die Kreativszene auf, […]

    „Kreativszene“ ist ja wohl eher ein Schimpfwort. Und „aufrufen“ lasse ich schon gar nicht.

    Schon der Ton der Wettbewerbsausschreibung ist missraten. Seinen wir ehrlich: da verlangt jemand, man möchte sich für ihn und für Umme mal so richtig ins Zeug legen und die „Ideen sprudeln lassen“. Kein Gedanke daran, man müsste mich vielleicht irgendwie dazu motivieren? Mich vielleicht sogar irgendwie für Cottbus begeistern? – Wenn ich schon nix kriege für meine Arbeit, will ich wenigsten nett belogen werden. ;)

    Wer kein Verständnis dafür hat, dass man an so eine Ausschreibung vielleicht einen Profi-Texter oder -Kommunikator ranläßt, der das Ganze zumindest interessant und spannend aufbereitet, der hat keine Ahnung von Marketing bzw. Öffentlichkeitsarbeit. Und der wird auch eine gute von einer schlechten Entwurfsleistung nicht unterscheiden können. Fazit: durchgefallen. Sorry.

    Wie hieß nochmal die Otto-Dix-Stadt damals? ;)

  13. Stefan Kalscheid

    Ich glaube garnicht mal, dass da nur schlechte Arbeiten eingereicht werden. Wofür die sich später entscheiden steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Ich hab die Schnauze von solchen Ausschreibungen gestrichen voll. Kein gescheites Briefing, keine Ansprechpartner die irgendeine ernstzunehmende Entscheidungsmacht hätten, keine Aufwandsentschädigung und entweder ist die Entscheidung für eine bestimmte Agentur sowieso schon gefallen oder – wie es neulich auf Schellnacks Webseite so treffend formuliert war: wer so viele Entwürfe sehen will, will sich ohnehin nicht entscheiden.

  14. microboy

    Eine sehr peinliche Aktion – aber wie Andreas schon sagte: Cottbus wird bekommen was es verdient!

  15. thomas | BFA

    ich denke, die entscheidungsmächtigen sind genannt. der rest wird weiche stadtpolitik sein, was öffentlichkeitsarbeit angeht.

  16. Oliver Adam

    Mensch, nun seid doch nicht gleich von vornherein so negativ.

    Auf den ersten Blick scheint das Manko der Positionierung zu sein, dass es sich der neue Auftritt an alle richten will, und das gleichzeitig: Touristen, Unternehmer, Bürger. Nun hat aber der Tourist in der Regel mit der Energieerzeugung eher wenig zu tun (Kultur, Erholung), der Bürger hingegen sehr wohl (Arbeitsplätze, Investitionen).

    Und dennoch lässt sich etwas Schönes machen. Tretet einen Meter zurück und schaut auf das Ganze. Energie (pars pro toto für Arbeit, Investionen etc.), Fürst Pückler (pars pro toto für Grün, Kultur, Erholung etc.), Deutsch/Sorbisch (pars pro toto für Menschen, Bürger, Heimat, Tradition etc.).

    Für mich hieße daher der Claim:

    Cottbus. Doppelt gut.

    Dieser Claim spielt auf die scheinbaren Gegensätze an, die in Wirklichkeit den einzigartigen Charakter ausmachen und den Mehrnutzen bieten. Mit dem Claim ließe sich die Positionierungspyramide (Nutzen, USP, UAP, Tonality, Reasion Why etc.) gut darstellen. Der Reason Why, also die Begründung für den Claim, wäre für den Unternehmer, dass es sich sowohl um eine investitionsfreudige Stadt handelt (Schwerpunkt Energie) als auch um eine lebenswerte, kulturreiche Stadt. Der Tourist besucht eine Stadt, die sowohl (Garten-) Kultur (Pückler, Theater) als auch zwei (= doppelte) Sprachkulturen bietet. Und ich bin sicher: Der stolze Cottbusser fühlt sich sicher gerne »doppelt gut«.

    Bildmarke:
    Warum nicht die beiden »t« in »Cottbus« als Pluszeichen gestalten? Eben doppelt gut. Schnell und einfach zu begreifen, wenn das typografisch top umgesetzt wird – kompatibel für Unternehmer, Touristen und Bürger. Und mit etwas Fantasie steht ja das +-Zeichen auch für den Pluspol der Batterie, also Energie ;-)

    Bildsprache:
    Hier würde ich mit Gegensätzen arbeiten und immer jeweils zwei scheinbar gegensätzliche Bildmotive gegenüberstellen, verbunden vielleicht durch das PlusPlus-»Logo« aus dem Cottbus-Signet: Hier Energie, dort Kultur: doppelt gut. Hier Deutsch, dort Sorbisch: Doppelt gut. Hier Zukunft, dort Tradition: Doppelt gut. Auf der einen Seite »männliche«, technische Farben (Silber oder hochwertiges SW für Energie), dort »weibliche«, sonnige Farben für Park, Erholung, Kultur. Etwaige Fotos müssten doppelt so gut sein wie der Durchschnitt im Städtemarketing und bekannten Motiven etwas Neues, Einzigartiges abgewinnen.

    Text:
    Hier eher sachlicher Text (Unternehmer), dort emotionaler Text (Kultur, Erholung, Bürger): doppelt gut.

  17. Christian

    Cottbus – Energy Fürst!
    Yeah!

  18. Roman

    @Oliver Adam
    Danke, habe mir das ausgedruckt und werde mir das eintrichtern.

  19. sanddorn

    Cottbus – CUcumber hoch n!

  20. Jens Kutílek

    @Oliver: Warum nicht gleich “doppelplusgut”? ;)

  21. henning

    … cottplus?

  22. till

    zu dieser claimidee der schöne auszug aus dem buch »die imagefalle« von volker remy:

    Protokoll aus einem Stadtmarketing-Seminar:
    »Dann kam der Gastgeber auf die Imagekampagne zu sprechen und erklärte seinen Gästen das neu gefundene Kampagnen-Motto, das ich an dieser Stelle nur sinngemäß wiedergeben kann, um die wirkliche Identität von Musterstadt zu wahren. Das Motto, der Claim oder Slogan lautet: »Musterstadt ist stark«. Dieser Claim soll nach den Worten des Leitenden Angestellten die vielen Besonderheiten und Vorzüge Musterstadts hervorheben und den attraktiven Mix aus Leben, Arbeiten, Lernen, Freizeit und Kultur gebündelt zum Ausdruck bringen. Ich halte mich mit diesen Formulierungen nahe an das Protokoll«

    :)

  23. Magnus

    Wie wäre es, wenn einfach 100 oder noch mehr Designer/innen den Vorschlag von Oliver Adam (@17) umsetzen und hinschicken? Klingt doch total schlüssig für so Provinzler. Alles hübsch einfach erklärt und nachvollziehbar, offen genug für jeden und alles. Damit wäre das Briefing total positiv umgesetzt. Wozu noch drüber nachdenken?
    Machen wir doch ein gemeinsam erarbeitetes Ergebnis daraus (also quasi gemeinsam crowdgesourced), alle mit den gleichen Logos, Texten und Bildern, die wir hier über den FontBlog austauschen. Jede/r Designer tritt als Autor/in der Idee und Gestaltung auf. Mal sehen was passiert. Vielleicht gibt es ja einen Lerneffekt auf Kundenseite, der Schule macht.

  24. Vroni

    @ Oliver Adam

    Inhaltlich ist sehr wohl etwas machbar, da bin ich sehr positiv. Grad bei Positionierungen, die ein Graus sind (der alte tote Fürst und Energie, ähm), fällt uns Cottbuser-Postkutschenkutschern noch was ein.
    (Nur: Mit zweiter Sprache meinen die wohl Englisch nicht Sorbisch. Sie wolle international sein…)

    Wo ich aber negativ bin, das ist meine Haltung zu diesen typischen Entscheider-Gremien selber(mit bräsigen oder aterten Hoteldirektoren und bräsigen oder jungforschen Politikern drin…), und ihre typische Haltung, es solle sich an ALLE und INTERNATIONAL richten (Zielgruppe: alle = Zielgruppe not defined).

    Da habe ich Bauchschmerzen, denn das wird Murks.
    Aber mach das mal einem politischen konsens-orientierten Marketing-Konsortium klar.

    Das gleiche Problem hat be berlin. An wen richtet sich das. Erst sollte es sich nach draußen richten, international sein, das Image der Stadt in der Welt verkünden (sagte der Auftraggeber, die Stadt Berlin), später wurde die fertige Testimonial-Kampagne so hingedreht (klitzekleine fast nachträgliche Briefing-Änderung, ähem…), es solle das Selbsbewusstsein der Berliner stärken. Wattnu, dafür braucht’s abba kein Englisch nich.

    Und solche Drehkreuzübungen mach ich nicht mit, eine einfache Entscheidung um meine guten Nerven zu behalten. Denn erst wenn ich weiß, wen ich genau ansprechen soll und was das Ganze bewirken soll (und so ein Lögelchen bewirkt halt noch nicht viel, bei diesem Provinzmarketing-Kinderglauben muss ich fast lachen…) kann ich was Gutes machen.

    Dieses Bewusstsein werden nicht alle Grafiker und Agenturen haben, ist klar. Sie werden wild einreichen nach dem Motto: Hauptsach’, es sieht gut aus und Hauptsach’ wir haben einen einflussreichen Vetter im Stadtrat, ihr Ding nach lokal-geschmäcklerischen Gesichtspunkten hindengeln. Wollen wir wetten? So läuft das immer. Daher habe ich keine Lust, sage ich jetzt mal arrogant daher.

    Und wie gesagt, für den Aufwand, der ein ziemlicher sein kann (meist mach ich sogar einen strategischen UND einen kreativen Re-Brief) keinerlei Mini-Aufwandsentschädigung, kann ich mir finanziell gar nicht leisten. Außer ich stelle Gratis-Praktikanten ein und lass die werkeln, was ich aus moralischen Gründen nicht mache. Außerdem hab ich keinen Vetter im Stadtrat. :-)

  25. Frank Meier

    ha ha … diese Stadt ist und wird Sch… sein, mehr Provinz geht nicht …
    da hilft auch kein buntes Logo …

    mal davon ab, bis zum 24. Oktober 2008 wird das wohl nix werden …
    wie kommen DIE immer dazu, solch kurze Entwicklungszeiträume anzugeben …
    in der Kürze der Zeit, kann sich keiner ernsthaft mit Cottbus beschäftigen und auch Ideen durchspielen …

    geil ja auch die festlegung auf Pückler und energie … können sie ja gleich pückergie draus machen

    und wenn ich energie lese, wird mit eh schlecht, das war mal eine Zeitepoche, die braunkohlelöcher sind teilweise zu, und die die es gab, waren ja wohl eher im Umland als in der Stadt, hier sucht aber die Stadt einen Claim

    ach da passt so vieles nicht …

    ach Spreewald wird auch noch erwähnt … dreist … der ist 30 km weit entfernt … was für Armleuc….

  26. Oliver Adam

    @Vroni:
    (Nur: Mit zweiter Sprache meinen die wohl Englisch nicht Sorbisch. Sie wolle international sein…)

    Ja, klar. Das Deutsch-Sorbische kommt aber in den sonstigen Broschüren klar zum Ausdruck (die eine fand ich übrigens ordentlich in der Meta gesetzt).

    Ansonsten sind die Kunden/Entscheider, wie sie sind. Sie sind ja Beamte/Ingenieure/Kaufleute, keine Designer. Unser Job ist es, mit ihnen eine Basis herzustellen, allein schon aus monetären Gründen ;-)

    @Frank Meier
    Bleib nicht so sehr an den einzelnen konkreten Begriffen kleben, sondern nimm sie als kreative Knetmasse (hey, wir sind Kreative :-))), formulier um, erstell Dir selbst ein Re-Briefing. Was nicht passt (Spreewald), lass einfach weg oder mach es passend. Ansonsten ist es sinnlos, sich über »Provinzler« auszulassen. Ich denke mal, die meisten hier werden nicht für Apple, Nike oder Coca Cola arbeiten ;-) …

    … sagt jemand, der nicht aus der Provinz, sondern aus Berlin kommt :-))))

  27. Oliver Adam

    @Magnus:
    Gute Idee :-)

  28. Heinrich

    »be berlin« ist auch ziemlich provinziell.

  29. Vroni

    Oliver,
    ich habe herausgefunden: ich kann mit allen Kunden.

    Aber nicht mit Politikern, (die sich meist nach allen Richtungen drehen wie der Wetterhahn.) Da defenestriere ich lieber (transl.: spring aus’m Fenster
    :-)

    Es ist ja auch in Ordnung, dass Ingenieure, Beamte Hoteldirektoren oder Marketing-Assistentinnen keine Grafiker sind.

    Dann sollen sie aber man den Grafiker grafikern lassen, weil ich den Ingenieur auch ingenieuren lasse. Das dazu.

    Die Sprache im PDF der Cottbuser klang so: wir alles, du nix.

    Noch Fragen?
    :-)

  30. tris

    cöttbüs. hier wöhnt fürst enärgie

  31. bibo

    @christian: “Cottbus – Energy Fürst!” geil!

    Der erste Satz des Artikels sagt alles:
    “Diese Ausschreibung dürfte nur etwas für Designer mit dickem Fell sein.”

    Kann mir jemand erklären, was das mit dem “Versicheruns-Verbot” soll? Was denn für eine Versicherung?

    Cottbus: Nuke The Duke

  32. Christian

    @ bibo:
    vermutlich im Zusammenhang mit zugesandten Daten. Was hin ist, ist hin. Scheint mir aber eine sinnvolle Klausel zu sein, damit niemand auf die Idee kommt, für eine pdf-Präsentation gleich den Rechner mitzuschicken und anschließende Ersatz zu fordern.

    Kommunen und Städte sind in einer unangenehmen Situation. Nehmen sie direkt eine Agentur am Platz, vermuten alle sofort Kungelei und Filz. Schreiben Sie das Projekt aus, kommt meist ein nichtssagendes Briefing dabei heraus wie dieses hier.

    Es wäre wichtig für die Gestaltung gewesen, den Weg zu den beiden Begriffen Energie und Fürst Pückler mitzuverfolgen. Da wären die ganzen relevanten Informationen aufgetaucht, die das Stadtgefühl ausmachen. Diesen Prozess haben die Cottbusser alleine gemacht und sich damit um einige Möglichkeiten gebracht.

    Fazit: Es bräuchte Ausschreibungsberater (m/w), die die Kommune zu einer sinnvollen Ausschreibung führen und vielleicht sogar eine Auswahl von Agenturen oder Gestaltern (ebenfalls m/w) empfehlen können. Gibts sowas schon? Wenn nicht, dann ab zu Brand eins :-)

  33. Christian

    Ach ja: Die Vergütung sollte so sein, dass Leute Lust haben, ihr Bestes zu geben. Auch da könnten Ausschreibungsberater behutsam eingreifen…

  34. Vroni

    Ich werde sofort Ausschreibungsberater.
    Scheint echt gebraucht zu werden.
    :-)

  35. Vroni

    “Es wäre wichtig für die Gestaltung gewesen, den Weg zu den beiden Begriffen Energie und Fürst Pückler mitzuverfolgen.”.

    Korrekt.
    Hoffentlich lesen sie diesen Strang.

  36. Vroni

    Mein Mann (Texter) hat grad eine Bildidee:
    Explodierende Eisbombe.

    Das isses.

  37. hef

    So’n heißersehnt zu sein scheinender Ausschreibungsberater liegt schon seit Jahren schriftlich vor. Beim BDG kann man so was bekommen.
    Wenn man sich aber danach richtet, müsste man sich mit einem fairen und angemessen honorierten Wettbewerb und einer fachlich qualifizierten Jurierung arrangieren – das steht in der Regel im krassen Gegensatz zu dem, was die kommunalen Krawattenspezls in ihren Köpfen herumtragen.

  38. ff55

    Ich frage mich, warum eine Stadt mit 102k Einwohnern (und das auch nur mit sehr vielen Eingemeindungen) ‘international’ werben muss. Die Vorgaben erinnern an den Loriot Kinofilm “… den Karnevalsgedanken unter Einbeziehung der Aspekte Frau und Umwelt einbringen …” :)
    Bitte berichten, wenn das neue Logo vorliegt!

  39. bibo

    @christian:
    deinen erklärungsversuch zu der versicherung verstehe ich leider gar nicht. Um was für eine versicherung soll es da gehen?

  40. bibo

    ach ja:
    @ oliver adam:

    erinnert mich stark an: bayern3 – klingt dreimal gut.
    da gibt es sicher auch eine tolle erklärung für, warum gerade dreimal. wahrscheinlich sowas wie: musik, moderation, und äh gewinnspiele (ne – dürfen sie ja nicht wirklich – öffentlich rechtlich), dann äh information, oder nachrichten? versteht jedenfalls kein mensch – aber da ist die (willkürliche) zahl wenigstens im namen enthalten.

  41. Andi

    moin, vieles von dem was hier geschrieben wurde stimmt. aber es ist immer wieder erschreckend wie arrogant sich manch ein gestalter/in äußert. würde mich interessieren ob all die damen und herren mit den klaren worten auch ihren »schwierigen« kunden gegenüber so offen und ehrlich ihre gemütslage hinkotzen. und was hier schon wieder alles gemutmaßt wird: der job sei doch schon vergeben, die vorzimmertipse hat ’nen schwager etc. pp.
    ich finde es legitim, dass eine stadt, die hier als »scheiße« bezeichnet wurde (und die sicher in deutschland ein schlechtes image und international eher gar keines hat) sich verändern und anders positionieren möchte.
    immerhin: dies wurde erkannt. natürlich ist das sogenannte briefing dünn und die positionierung eigenwillig (und ja @christian: »Es wäre wichtig für die Gestaltung gewesen, den Weg zu den beiden Begriffen Energie und Fürst Pückler mitzuverfolgen.«).
    ich habe im umgang mit kommunen, verwaltungen und den dort handelnden personen schon vom klassischen arschloch bis zum offenen partner alles erlebt und bin deswegen was diese art von kunden angeht wohl (noch) nicht gänzlich desillusioniert. aber in der regel – da gebe ich vroni – recht, kann man wenn politiker mit im spiel sind einfach kein gutes design machen.
    wir haben es bei unserer letzten agenturvorstellung in einer kleinstadt auf dem lande mit kurt weidemann gehalten und am ende unserer ausführungen noch hinzugefügt, daß es im design keine demokratie geben kann – und haben den auftrag dennoch bekommen.

  42. Frank Meier

    @ Andi
    Ganz ehrlich? Wozu braucht eine Stadt, welches ein Stadtwappen trägt eine neue Wort-/Bildmarke? Diese Seuche greift heut zu Tage um sich, wie die Pest im 14. Jahrhundert. Kann eine Stadt nicht einfach eine Stadt sein und ist es nicht so, das sich Lebensqualität vor Ort auch im Tourismus niederschlägt.

    Warum fahren Menschen nach Paris, nach Rom, nach Barcelona, nach Venedig, nach Hamburg, nach Köln, nach Berlin … Sicherlich nicht nur wegen einer einzigen Attraktion, die man auch noch in einer Stunde abhacken kann. Es sind die unzähligen kleinen, vielschichtigen Besonderheiten, das Lebensgefühl der Stadt.

    Zugegeben, es ist schwierig (denn was die Amerikaner nicht zerbombt haben, haben die DDR-Kasper in 40 Jahren zerstört) aus dieser Metropole wieder irgendetwas Urbanes zu machen, keine Frage. Diese Unzulänglichkeiten nun mit einer neue Wort-/Bildmarke per Muss und Gewalt zu übertünchen, wird nur Missmut ernten, denn jeder der sich in Zukunft die Mühe macht, dort hin zu reisen, wird sich in Nachhinein verars… fühlen.

    Wenn man also möchte, das in Zukunft (in ferner Zukunft) Touristen in Scharren nach Chóśebuz kommen, sollte man sich die Kohle für das Städtemarketing sparen und statt dessen versuchen, all die schlauen Leute die Cottbus bis heute verloren hat, wieder zu gewinnen und an einer Modernisierung der Stadt und an der Erhöhung der Lebensqualität mitzuwirken zu wollen. Und vielleicht entsteht dadurch ja auch irgendwann mal etwas eigenständiges, welches allein durch Mund zu Mund-Propaganda Leute in die Stadt lockt.

  43. Christian

    @ Frank Meier:
    ich bin mir sicher, dass es noch etwas zwischen der Totalvermarktung einer Stadt und Nologo gibt, nämlich eine angemessene Kennzeichnung. Diese Kennzeichnung braucht jedoch keinen Marketingvorbau mit Fürst Pückler und Energie, sondern eine klare Zielsetzung, was wie gekennzeichnet werden soll, um als Stadt Cottbus erkennbar zu sein.

    Diese Ausschreibung hier ist aber ganz klar vom Stadtmarketing initiiert und soll Marketingziele verfolgen. Ob das der richtige Weg ist, eine Stadt bekannt zu machen, weiß ich nicht. Ich fände eine Kulturoffensive oder ein besser. Cottbuser Bluestage oder sowas.

  44. Frank Meier

    @ Christian
    Angemessene Kennzeichnung? Was soll denn gekennzeichnet werden? Einzelne Aktionen (Cottbuser Bluestage) ok. Kann ich Dir zustimmen. Wenn daraus allerdings ein Überbau wird (ich liebe Dachmarken ha ha) kann man es sich auch sparen.

    Ansonsten stimme ich Dir zu. Inhalt und Aktion ist gefragt. Reaktion kommt von allein.

    Schaun wir doch mal auf die anderen:
    Amsterdam: I amsterdam
    Baden-Württemberg: Wir können alles – außer hochdeutsch
    Berlin: sei Berlin, be berlin
    Brachelen: Brachelen – Hier is et schön
    Chemnitz: Stadt der Moderne
    Dudweiler: Ein starkes Stück Saarbrücken
    Eisenach: Eisenach – die Wartburgstadt
    Halle (Saale): Halle, die Stadt
    Hamburg: das Hoch im Norden, Das Tor zur Welt (inoffiziell, verbreiteter)
    Haselünne: stadtmarketing haselünne – immer eine Idee schneller!
    Hückelhoven: Hückelhoven – immer anders
    Karlsruhe: viel vor. viel dahinter.
    Koblenz: Magnet am Deutschen Eck, die Stadt zum Bleiben
    Lüdinghausen: Echt Lüdinghausen
    Ludwigshafen: überraschend anders
    Mannheim: Leben im Quadrat
    München: Weltstadt mit Herz, München mag Dich/Munich loves you
    Nordrhein-Westfalen: Wir in Nordrhein-Westfalen
    Landkreis Osterholz: I want “Moor”
    Pforzheim: immer mittendrin
    Pirmasens: das beste Pirmasens der Welt
    Reutlingen: am Fuße der Alb – mitten im Leben
    Ruhrgebiet: Ein starkes Stück Deutschland
    Schweinfurt: Wir haben mehr auf Lager. Zukunft findet Stadt.
    Wien: Wien ist anders
    Wolfsburg: Lust an Entdeckungen
    Würzburg: Würzburg AG – eine Geschichte mit Zukunft
    Wuppertal: Wuppertal- Keiner wie wir.

    Mal von ein paar, welche durch extreme Penetration Bekanntheit erlangt haben, abgesehen, wird sich doch wohl keiner, wegen eines Claims, in genannte Metropolen verlieben oder? Besonders ulkig … viel vor. viel dahinter … das heißt in Karlsruhe ist Totentanz, schnell weg hier?

    Ich wiederhole mich ja ungern, aber Stadtmarketing wird immer dann rausgeholt, wenn man versucht die innere Leere einer Stadt wieder zu beleben, in dem man versucht, Leute in die Stadt zu locken. Das kann aber nur gelingen, wenn es Inhalt gibt.

  45. Christian

    die Sisters of Mercy als Claimgeber für den Landkreis Osterholz – sehr schön.

    Diese Claims sind Marketinginstrumente, oder? Ich meine mit Kennzeichnung ein professionelles Erscheinungsbild der Kommune Cottbus. Da braucht es keinen Claim oder anderen Schlachtruf.
    Die Marketingagentur muss gar nicht in Erscheinung treten, die Besucher nehmen eh nur wahr, dass irgendwas in Cottbus war. Die sollten die ganzen 10.000€ lieber nehmen und einer Theatergruppe in die Hand drücken. Da bleibt mehr in Erinnerung.

  46. Andi

    @ frank meier
    ich denke, daß es einen unterschied (auch optisch und damit gestalterisch) geben muß zwischen der stadtverwaltung als kommunale institution und einer stadt oder einer region als touristisches reiseziel.
    natürlich zeichnet sich eine stadt auch durch das lebensgefühl aus, aber um jemanden nach cottbus zu locken, braucht es mehr ;-)

    die institutionalisierung einer dachmarke zu der sich neben der stadtverwaltung auch alle anderen institutionen (vereine, theater & musik, bürger, wirtschaft etc. pp.) bekennen können, kann eine lösung sein. dies enthebt die stadt aber nicht ihrer verantwortung, sondern bringt sie eher in die position eines moderators und die anderen in die position gleichberechtigter partner, was eine gute ausgangsbasis und motivation wäre.

    @ alle
    und noch was: ich sende jetzt einen link mit diesen überlegungen an die in der ausschreibung genannte ansprechpartnerin; ich finde es wäre sehr schade wenn die hier gedachten und geschriebenen überlegungen (mal wieder) in unserem dunstkreis verblieben. vielleicht nützt es ja was!

  47. Frank Meier

    @ Christian
    Deiner Meinung. Das Staatstheater Cottbus könnte mit diesem Geld über die Stadtgrenzen hinweg etwas mehr an Berühmtheit erlangen.

    @ Andi
    NEIN. Es sollte KEINEN optischen Unterschied zwischen Stadtverwaltung und Stadt geben. Wieso auch? Es ist die Verwaltung der selbigen. Es wäre auch fatal, wenn ein Teil der STADTverwaltung sich ein eigenes Bild verschafft. Immerhin ist sie noch Diener der STADT.

    Und um noch mal auf den Wortlaut zu kommen. Nicht eine Region sucht ein Bild, sondern die Stadt, also Bitte das “region als touristisches reiseziel” weglassen.

    Wenn überhaupt dann sollte eine Institutionalisierung einer Dachmarke eine private Angelegenheit werden. Sollte sich ein Funken Öffentlichkeit drin verbergen, konkurriert sie mit dem Wappen. Und Sie wollen mir doch nicht allen Ernstes verkaufen, das ein 850 Jahre altes Wappen null und nichtig ist, gegenüber einer Wort-/Bild-Marke der Neuzeit? Wie gesagt, entscheidend ist und bleibt der Inhalt. Alles andere ist Verpackung.

    Auch nicht zu verachten ist die heutige Tendenz Geschichte auf 12 Jahre NS + zusätzlich im Osten auf 40 Jahre DDR zu reduzieren. Cottbus ist über 850 Jahre alt … reichlich Fundus um daraus etwas zu machen.

    Wo sie allerdings Recht haben ist die Idee des angesprochenen moderierens der einzelnen Fragmente einer Stadt. Aber ehrlich gesagt ist das wohl auch ohne Extra-Auftrag ihre Hauptaufgabe oder?

    2) Ich widerspreche Ihnen, das es mehr braucht um jemanden in die Stadt zu locken als dem Lebensgefühl. Wenn Sie sich ein bisschen mit der Geschichte beschäftigen, werden Sie feststellen, das ausgerechnet die Städte in denen Zukunft nicht nur Worthülsen waren, sondern die voller Leben prosperierten, sind heute wohl die, welche an Anziehungskraft nicht verloren haben. Nehmen Sie also Ihr Geld in die Hand, suchen Sie sich Leute, denen die eigene Fortentwicklung etwas wert ist und schaffen Sie INHALT.

  48. Andi

    @ frank meier
    ich bleibe bei meiner meinung, daß die stadtverwaltung und die stadt (oder die region, denn eine stadt dieser größe wird gut beraten sein die umliegende region als besonderheit mit in die waagschale zu werfen) als reiseziel ein anderes aussehen haben können, ohne daß hiermit die tradition mit füßen getreten wird. mit der stadt als absender von botschaften oder briefen verbinden die meisten doch heute nur bürokratie. die stadt kann sich aber unter einer dachmarke als ein partner unter gleichberechtigten einbringen und auch die anderen tun sich mit so einer stadt deutlich leichter. initiator eines solchen projektes muß nicht die stadt selbst sein, doch sie hat es in der regel leichter so ein projekt anzuschieben.

    und wie die lösung gestalterisch (oder auch inhaltlich dann ausschaut, ist eine ganz andere frage!

    nur ein beispiel: http://www.hesse-design.de/de/start/portfolio/graphic/duesseldorf/1.html

  49. Nina

    @ Frank Meier: Nur eine Fußnote zu Deiner Auflistung der Stadt-Slogans. Ich hab in Halle studiert und glaube nach einer Weile verstanden zu haben, dass »Halle [Wappen] Die Stadt« kein Stadtmarketingsspruch ist, sondern analog zu etwa »Halle [Wappen] Bürgerservice« einfach die Stadtverwaltung kennzeichnet, also »die Stadt« ist hier eine »Halle« untergeordnete Bezeichnung. Wollte ich einfach kurz anmerken, denn »Die Stadt« wäre ja gerade für Halle ein etwas.. dreister Spruch. ;)

  50. Vroni

    @ Andi
    “daß es im design keine demokratie geben kann – und haben den auftrag dennoch bekommen.”

    Grade deswegen.
    Weil ihr ausgesprochen habt, was Sache ist.

    Glückwunsch.
    Auch Glückwunsch zum Kunden, denn er scheint Ehrlichkeit zu schätzen. So muss es sein. Aber das hat man nicht alle Tage.

    —Ich kann gönnen.—-

  51. Andi

    @ vroni
    danke! das tut gut!

    aber du hast recht, vor allem im kommunalen bereich ist das eher die seltenheit, weil man häufig nur als erfüllungsgehilfe wahrgenommen wird. dem erwähnten positiven beispiel steht zeitgleich ein markenentwicklungsprojekt gegenüber, bei dem ein politiker den prozess von knapp 2 jahren mit den – im wieder gern gehörten worten – »also, mir gefällt’s überhaupt nicht… haben sie keine alternativen?« zu einem kompletten stillstand gebracht hat.

  52. Vroni

    Ich bin stark gegen Logomanie.

    Ich weiß ne Gegend, für die ich mitpräsentiert habe, die verfügte über ca. 10 Logos. Das ist ein Schmarrn, zig Leuchtturmprojekte, jedes hatte ein eigenes Logo. Wie soll der Endangesprochene da Erkennbarkeit dieser eher unbekannten Region hinkriegen. Wir haben versucht, dem Klienten diesen Logo-Verhau auszureden und sind an erzürnte Politiker geraten. Geschrei, Ende von Präsentation; obwohl die Marketingabteilung das alles gut fand und uns wollte. Eine andere Agentur empfahl dringend Öffentlichkeitsarbeit (ein guter Ansatz), flog aber noch früher raus.

    +++

    Wir als Gesellschaft haben einen Overload an Logos und Claims, die keiner mehr überblickt,
    aber einen Unterload an Bedeutung.

    Logos müssen mit Bedeutung aufgeladen sein und bekannt sein, erst dann funktionieren sie. Dann dürfen sie sogar schon fast hässlich sein, kein Thema.

    Viele wollen aber ein Logo, obwohl sie eigentlich kein neues brauchen, sondern vernünftige Arbeit für die Region.

    Existenzgründer denken meist zuerst über ein Logo nach, bevor sie exakt hingemalt haben, wie ihr Geschäftsmodell genau aussieht. Städte oder Touristengebiete oder einzelne Herrgottswinkel wollen per Logo einzigartig sein, aber vergessen, dass zur Einzigartigkeit Inhalte gehören und nicht Blabla.

    Die Gesellschaft lebt in einer optischen Traumwelt, liebt die Show, das Gepränge, alles ist eitel und Inhalte zählen kaum. Marketing, das liebe Gummiwort, wird überall anders verstanden. Für die einen ist Marketing, wenn ein Logo gemacht ist, dann lehnt er sich zurück. Für den ein anderen ist Marketing erst dann, wenn die Imagebildung Früchte trägt oder der Abverkauf funktioniert.

    Imagebildung per Logo ist ein Anfang, aber noch lange nicht das Ende. In diesem Konfliktfeld steht der Designer, der was Ordentliches machen will. Und der Geld verdienen will.

  53. Andi

    @vroni
    ich bin ganz deiner meinung.

    wir präsentieren in der regel ein logo (von dem wir auf der basis unserer konzeption, gestaltung und erfahrung 1000%-tig überzeugt sind) und fahren seit über 10 jahren gut damit. ausgenommen sind die präsentationen bei hofe, bei königs, despoten und anderen tyrannen. aber so eine beziehung hält sowieso nicht lange, denn wie gesagt: dieses klientel will widerspruchslose erfüllungsgehilfen und keine gleichberechtigten partner auf augenhöhe.

    sch****, jetzt hör’ ich mich schon an wie manch einer der anderen kommentierenden hier!
    ;-)

  54. Frank Meier

    @ Andi
    Wenn Menschen mit der Stadt und deren offiziellen Zeichen nur die eine Verbindung, und zwar die mit der Bürokratie sehen, dann sollten wir das ändern. Schleunigst! Das mag auch einen Hinweis auf die grassierende Vermehrung von Dachmarken, Logos und Claims sein.

    Vielen Dank für Ihr lustiges Beispiel. Danke, das Sie ausgerechnet dieses Signet senden. Wenn es um die Weiterentwicklung, einen Relaunch des Wappen ginge, hätte man es auch als solches kommunizieren sollen.
    Jetzt steht dieses Neu entwickelte Logo dem alten Wappen gegenüber. Mehr noch, es übertrumpft das offizielle Wappen. Was soll daran bitte schön, gut sein? 870 Jahre Geschichte wurde mit einem Federstrich durch diese Neuschöpfung (mittlerweile 8 Jahre andauernden) ersetzt. Ist das die Zielsetzung für das Städtemarketing? Für Cottbus?

    Ich frage mich ernsthaft, warum man die Thematik nicht auch mit dem alten Signet hinbekommt. Modernisieren ja, kein Thema, die Welt entwickelt sich weiter. Aber mir will ernsthaft nicht einleuchten, weshalb zum Beispiel “beBerlin” in irgendeiner weise förderlich für Berlin sein soll. Glauben Sie allen ernstes das Sie dadurch Investoren, Touristen oder gar neue Bewohner dazu zubewegen nach Berlin zu schauen?

    Um sich auf Augenhöhe zu unterhalten, bedarf es keines Logos. Zumindest brauchte ich noch keines um mich mit meiner Frau zu unterhalten, Pläne zu schmieden, Richtungen vorzuzeichnen und umzusetzen. Sie etwa?

    Wie gesagt, nehmen Sie die Kohle in die Hand und schaffen Sie Inhalte. Diese können Sie gern herausstellen und so für die Stadt und deren Bewohner werben. Der Rest kommt von allein.

    @ Vroni
    Sie sprechen mir aus dem Herzen.

  55. Frank Meier

    @ Andi

    Nachtrag: Die Neugestaltung der Länderwappen ist Euch SUPER gelungen. Schade das diese keine Realisierung erfahren haben. Ich finde auch die im Text nebenanstehenden Erläuterungen aufschlussreich, interessant und ausbaubar. So wird ein Schuh draus. Ja zum Fortschritt, zur Modernisierung. Das Rad dreht sich weiter. Aber auch eindeutig hier zu erwähnen, es Bedarf nicht noch mehr offiziellen Logos neben dem Stadtsignet.

    Link: http://www.hesse-design.de/de/start/portfolio/graphic/bundesrat/2.html

  56. Andi

    @ frank meier
    düsseldorf wird allgemein (wenn das denn zählt) als gelungenes beispiel einer modernisierung eines städteerscheinungsbildes angesehen – was nicht heißt, daß das jeder so sehen muß.
    zeigen sie mir ein gutes beispiel, das ihren ansprüchen genügt, nur eines.
    meine frau und ich sind fast gleich groß, das bietet eine gute ausgangsbasis für eine gemeinsames leben. vielen dank auch…
    an dieser stelle möchte ich mich bedanken und aus der diskussion aussteigen, die schon von anfang an polemisch war, bevor noch einer heult.
    ich wünsche ihnen allen einen schönen abend.

  57. Frank Meier

    @ Andi
    Habe ich bereits getan, leider muss Fontblog diesen Eintrag noch freischalten. Ich nehme an, wegen des eingesetzten Links.

    Bitte, Bitte. Ich möchte mich in aller Form entschuldigen, wenn ich Ihnen zu nahe getreten bin. In keiner weise sah oder werde ich auf Sie herab sehen. Auch bin ich nicht derjenige der die Weisheit gepachtet hat. Seien Sie also nicht beleidigt. Schon gar nicht durch meine Äußerungen.

    Bleiben wir also inhaltlich. Ihr vorgestelltes Beispiel zeigt, da werden Sie mir zustimmen, ein zweigeteiltes Bild. Auf der einen Seite kommt dieses zugegeben, spannende Signet zum Einsatz. Hauptsächlich, wenn positive Inhalte transportiert werden sollen. Wie zum Beispiel Wirtschaftsförderungen, Jahrmärkte und andere Großprojekte. Das andere Signet demnach nur noch wenn es Dicke kommt. Mahnungen, Rechnungen, Vorladungen etc. pp.

    Mal ernsthaft die Frage: Wozu? Sendet Ihnen der Otto-Versand die Mahnungen auch mit einem andern Logo zu? Verstehen Sie mich nicht falsch. Sie haben eine große Leistung vollbracht, die entscheidende Frage ist allerdings, warum Marketing, insbesondere Städtemarketing eine Wort-/Bildmarke benötigt.

    Operative klassische Marketingziele sind Absatz erhöhen, Umsatz generieren, Marktanteil erhöhen, Bekanntheitsgrad verstärken, Imagepositionierung verbessern und das Corporate Branding. Das geht nicht mit dem Stadtwappen? Sie haben doch auf Ihrer Internetseite Modernisierungen von Wappen (Länderwappen) gezeigt. Das wäre doch ein Weg, wenn einem partout das bisherige im Weg steht. Radikal wäre ein Neues. Warum nicht. Aber wozu ein zweites?

    Warum die vorhandene Innenwirkung und Außenwirkung zerstören, statt ausbauen und fördern.

  58. Andi

    @ frank meier
    1. danke für die netten worte, aber sie haben mich nicht beleidigt.
    2. das düsseldorfer erscheinungsbild ist von hesse design, mit denen ich in keinster weise in verbindung – außer kollegialer bewunderung – stehe.
    3. das mit dem schönen abend war ernst gemeint!

  59. Andi

    Die Antwort der zuständigen Mitarbeiterin auf meinen Hinweis, dass im Fontblog der Punk abgeht:

    ** Proprietary **
    ** High Priority **

    Sehr geehrte Damen und Herrn,

    vielen Dank für Ihren freundlichen Hinweis auf das laufende Forum unter
    http://www.fontblog.de.
    Es hat mich überrascht, dass wir mit unserem Aufruf zum offenen
    Wettbewerb eine Diskussion unter den Kreativen ausgelöst haben.

    Von einem direkten Einstieg in das Forum nehme ich Abstand.
    Vorzugsweise möchte ich dem Diskussionsprozess mit einigen Anmerkungen und Hintergrundinformationen dienlich sein.

    In Cottbus wurde intensiv an einem strategischen Stadtmarketing-Prozess
    gearbeitet.
    Die Gesprächs- und Diskussionsrunden mit allen Interessenvertretern in
    den Fachgremien sind zum Abschluss gebracht worden. Ziel ist es einen
    leistungsstarken Verband zu gründen, der zukünftig für Cottbus wirbt.
    Dabei will das Stadtmarketing Cottbus gleichermaßen Unternehmen,
    potenzielle Investoren, Besucher und Touristen und die Bürgerinnen und
    Bürger ansprechen.

    Die Vertreter in den Fachgremien haben sich bewusst für einen offenen
    Wettbewerb zur Wort-/Bildmarkenfindung für Cottbus entschieden. Wir
    möchten alle kreativen Akteure, Profis und die Bürgerinnen und Bürger
    einladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen.

    Mit der Wort-/Bildmarke soll eine visuellen Handschrift für alle
    Stadtmarketing-Aktivitäten in Cottbus geschaffen und die Akteure im
    Sinne dieser Wort-/Bildmarke miteinander “verzahnt” werden.

    Ich möchte darauf hinweisen, dass wir allen Interessenten auf Anfrage
    die Ausarbeitung “Markenprofil und Organisationskonzept für das
    Stadtmarketing Cottbus” gern zusenden. Aus diesem Papier ergeben sich
    m.E. die meisten Antworten auf die im Forum aufgeworfenen
    Fragestellungen. Bitte verwenden Sie dazu das hinterlegte Formular auf
    unserer Seite.

    Im Sinne einer konstruktiven und kreativen Weiterführung im
    Wort-/Bildmarkenfindungs-Prozess für Cottbus verbleibe ich mit
    freundlichen Grüßen
    Daniela Paulig

    _______________________________
    Daniela Paulig
    Stadt Cottbus
    Büro des Oberbürgermeisters
    Stabstelle Stadtmarketing

  60. Vroni

    Da war Sabine DeCuir von Westaflex schon mutiger.
    Sie stellte sich der Diskussion im Werbeblogger und auch in unserer bescheidenen Bloghütte in mehreren Beiträgen. (Damls ging die Post ab wg. gewisser Viralspots von Westaflex.)
    ________________

    Irre ich mich? Klingt schon fast wie Briefingänderung, denn Frau Paulig schreibt:

    “Mit der Wort-/Bildmarke soll eine visuelle Handschrift für alle Stadtmarketing-Aktivitäten in Cottbus geschaffen und die Akteure im Sinne dieser Wort-/Bildmarke miteinander “verzahnt�? werden.”

    Ja, dann verzahnt mal die Akteure.
    Wäre es da nicht besser in der Reihenfolge, dass zuerst diese Akteure ein gemeinsames Label bekämmen, such as procottbuswirziehnfallera e.V., damit sie sich verzahnt fühlen.

    Bevor man der armen Stadt daselbst eine Fürst-Pückler-Energieeiskugel verpasst, die sie hoch ‘n zum Gespött werden lässt. Nach dem Motto: Will it blend? (Wir schmeißen die wichtigsten Merkmale der Stadt zusammen und schütteln sie im Mixer zu Brei.)

    Meinjanur. Irschendwas funktioniert da nicht.

  61. Vroni

    Es steht mit der Sache der Menschheit nicht so gut, dass das Bessere der Mehrzahl gefällt; ein großer Haufe ist ein Beweis vom Schlechtesten. (Seneca says)

  62. ml

    …um mal diesbezüglich ein wenig Neues zu berichten, kann ich verkünden, das die Jury formiert wurde. Jedoch keine Spur von Fachkompetenz. Scheinbar scheint sich die Vermutung zu bestätigen, dass der Job bereits vergeben ist und Herr Wirth als vormaliger Partner der Stadt zum Zuge kommen wird. Ich bin mal gespannt ob einen die Stadt trotzdem überrascht.
    Es wurden übrigens 61 Arbeiten eingereicht, wovon die Hälfte aus professioneller Hand und die andere Hälfte von Bürgern eingereicht wurde (Quelle: Tagespresse).

    Jury:
    http://www.cottbus.de/buerger/rathaus/ob/buero_ob/kreativwettbewerb/jury_des_kreativwettbewerbs_zur_wort-bildmarkenfindung_fuer_cottbus,255031632.html

  63. edgalf

    heut ist der 15.12.? sollte heut nicht entschieden werden?
    im netz kann ich nichts finden, wie denn der gewinnervorschlag ausschaut und sich anhört. weiß wer was? frau paulig?

  64. edgalf

    ah, hab mich verguckt … erst am 15.01.
    möcht mal wissen, was da so lange dauert, wenn die am 1.12. schon festgelgt haben, wer/was denn der gewinner ist.

  65. ml

    Das dauert deswegen so lange, weil der Gewinner erst mit der Gründung des Vereins bekannt gegeben wird.
    Der Tagespresse war zu entnehmen, das es derzeit um irgendwelche “Verhandlungen” geht bzgl. Rechtssicherheit oder so.
    Aber auch ich bin gespannt, was gewonnen hat. Ich war schon erschrocken, als mittem im Artikel ein “Doppelpunkt” als eine Art Logo auftauchte. Aber diesbezüglich wurde im Text dann nichts erwähnt.
    Hat jemand von euch trotz allem daran teilgenommen?

  66. ml

    …folgende aktuelle Info zum “Prozeß”
    Die Jury hat keinen ersten Platz vergeben. Stattdessen gab es zwei Zweite und einen Dritten. Die Gelder (1.Platz 8.000 2. Platz 2.000 3. Platz 1.000) wurden damit auch anders verteilt. Es gab jeweils 4.000 für die beiden Zweiten und 1.000 für den Dritten. Wo genau die fehlenden 2.000 hin sind, bleibt unklar.
    Es wird auch anders wie angekündigt keine öffentliche Präsentation der eingreichten Arbeiten geben, da es aus “zeitlichen und technischen Gründen nicht möglich [ist], die handwerkliche Vielfalt der Beiträge in ihrer Komplexität und Wirkung angemessen gleichberechtigt darzustellen.”

    Derzeit wird an der technischen Umsetzung aus einer Kombination aus den zwei Platzierten gearbeitet und am 15. Januar 2009 das Ergebnis präsentiert.

  67. HD Schellnack

    «Hallo Herr Foster, hallo Herr Nouvel… äääähm, tja, ihre Entwürfe für unser Hochhaus haben uns beide so gut gefallen, dass wir… wie soll ich sagen… wir matschen die beiden Häuser zusammen. Genau. Mash-Up. Was? Künstlerische Integrität? Pillepalle, Sir Norman, das wird doch super, ihre runde Gurke und das kantig-strenge Nouvelding, das wird eine tolle Idee, findet der Bürgermeister, da wächst zusammen, was zusammengehört, das wird doch super, Sir Norman. Ach so… natürlich kriegen Sie beide nur das halbe Geld für Ihren Entwurf, is ja nurn halbes Haus, wir nehmen ja nur die ersten zehn Stockwerke von Ihnen, die anderen kommen dann aus Frankreich. Klingt doch fair, oder, Herr Foster… hallo? Hallo? Sir Normaaaaan? Hallo???»

  68. HD Schellnack

    «Monsieur Novel, sind Sie denn noch in der Leitung? Hallo? Herr Nouvel, nun seien Sie doch nicht so eine Diva!!! Ich kann Sie atmen hören… hallo? Haaaalllooo?»

  69. Jürgen

    Danke, ml, für die Updates.

  70. Andi

    … ich bin einer von denen die da tatsächlich mitgemacht haben.
    Ich selber hatte bisher nie die Zeit und Lust wirklich bei Wettbewerben teil zu nehmen. Vor allem bei großen Wettbewerben bei denen man auch noch irgend welche Teilnahmegebühren liegen lassen soll. Wie auch immer: Mir ging (und geht) es nicht um Ruhm und Bekanntheitsgrad … dafür gibt es andere.

    Meinen Beitrag (wenn auch nicht alles) kann man unter “duemmelgrafik.de” anschauen. Unter “Das Letzte” … “Wettbewerb der Stadt Cottbus”.

    Und damit die notorischen ich-kann-und-weiß-alles-besser-Gestalter vielleicht etwas gebremster reagieren: Ich bin Jahrgang 73 und mach den Job schon eine Weile.
    Soll heißen: Einen gewissen ernst habe ich der Sache durchaus gewidmet. Die (zugegeben nicht gerade ansprechende) Ausschreibung habe ich damals hier im Fontblog gelesen. Nachdem ich mir (was ich selten tu) die Kommentare durchgelesen hatte wollte ich zeigen das viele Kommentare nicht zwingend berechtigt sein müssen. So z.B.: “wer mit peanuts bezahlt, wird von affen bedient…” oder “Eine sehr peinliche Aktion – aber wie Andreas schon sagte: Cottbus wird bekommen was es verdient!” …
    Das alles soll jetzt aber keinen Streit über Kommentare oder ähnliches vom Zaun brechen, sondern die Diskussion eher in Richtung den teilgenommen Arbeiten lenken. Nach dem sich die Stadt Cottbus nun erlaubt die Arbeiten doch nicht öffentlich zu machen, und das finde ich die größte Sauerei (!), wäre das hier die Möglichkleit doch noch was von den Einreichungen zu sehen. Dann kann man ja wegen mir immer noch drüber her ziehen.

    Ich hätte gerne gesehen ob ein paar gute Arbeiten dabei waren !

    Einen guten Start ins neue Jahr … ohne Wettbewerbe ;)

    Andi

  71. Oliver Adam

    @ Andi:
    Damit es nicht immer heißt »Im Fontblog wird nur gemeckert«: Mir gefällt Deine Arbeit!

  72. HD Schellnack

    Andi, es geht gar nicht um die Qualität der Arbeiten, sondern um den Umgang mit solchen Wettbewerben, mit Designern und mit den Arbeiten. Da mangelt es vorn und hinten an Respekt. Dass nun offenbar zwei eigenständige Entwürfe zu einem zusammengepanscht werden sollen, zeigt doch, wie absurd und unsinnig Wettbewerbe sind, wenn es darum geht, eine wirklich solide Lösung zu finden, die funktioniert. Die Auswahl der nicht aus einem Dialog, sondern im Nebel entstandenen Arbeiten (bei denen zudem kein Budget für Recherche, keine Workshops usw bereitstehen, wie etwa in der Architektur bei großen Pitches), verwirrt den Ausrufer dann am Ende eher und er macht ein Mix-and-Match. Dabei geht es dann kaum noch darum, ob es gut aussieht oder nicht – das ist eher der ästhetische Zufall, der das dann entscheiden – aber ganz massiv darum, dass es einfach in keinster Weise mit DESIGN zu tun hat.

    Das hat also nichts mit Besserwisserei zu tun – für mich sprechend – und die Qualität der Ergebnisse ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, aber mir ist natürlich nicht egal, dass ein gemeinsamer gestalterischer Prozess nicht mehr stattfindet und Design ausgeschrieben wird wie Kanalarbeiten.

    Und das zu Bedingungen, die vorn und hinten nicht gehen.

  73. Andi

    @ Oliver Adam
    Danke. … ich glaube ja auch nicht das immer gemeckert wird, sondern manchmal evtl. zu schnell bzw. ohne etwas genauer zu differenzieren …

    @ HD Schellnack
    Das mit dem Umgang der Arbeiten etc. sehe ich auch. Ganz klar !!! Der Teil ist ja quasi unumstritten. Das die da jetzt tatsächlich was zusammenpantschen belegt das ja aufs extremste ;)

    Ich wollte nur sagen/zeigen das man ohne in die tiefsten Tiefen zu gehen durch aus eine gute Richtung mit einem (Grafik-) Konzept aufzeigen kann. Für mich kann so eine Teilnahme mit diesen Anforderungen immer nur eine Richtung sein. Das kann ja nicht “fix und fertig” sein. Cottbus hat nun wirklich so reagiert wie es viele vorherbestimmt hatten und ich nicht gehofft (aber befürchtet) hatte.

    Das Endergebnis das sich Cottbus da jetzt strickt interessiert mich auch nicht wirklich, wenn gleich wir bestimmt davon erfahren werden. Und vielleicht kommt ja auch was dabei heraus was uns nicht frieren lässt … Mich würden eher die Einreichungen interessieren. Wenn überhaupt.
    Dieser Schritt, alle Arbeiten öffentlich zu zeigen, hätte doch wenigstens eine gewisse Größe bewiesen, oder ?

    Aber ganz ehrlich: Die Teilnahme war für mich einfach nur ein “Spaß” ! So lange bis ich im neuen Auftritt ein Stück meines Logo-Entwurfs, Seite 04 aus der Broschüre und das neue Design der Website wieder sehe …

    ;) Andi

  74. HD Schellnack

    Man kann natürlich auch in einem Wettbewerb gute Arbeiten einreichen, wieso auch nicht? Kann ja auch Spaß machen – nur ökonomisch sinnvoll ist es nicht unbedingt. Man kann ja auch völlig unaufgefordert gute Arbeiten machen. Nur ist bei solchen Wettbewerben oft schon von vornherein klar, wer gewinnt und der Rest nur window dressing und der Geschmack der Jury auch nicht immer verlässlich :-D.

    Mich nervt ja sowieso und grundsätzlich, dass jetzt jeder Hintertutzingen meint, ein Corporate Design für eine STADT zu brauchen. Das ist abstrus. Ich kann gerade noch nachvollziehen, dass Tourismuszentralen wie Berlin oder München das machen, aber… braucht ein Ort wie Cottbus ein Logo? Muss sich ein Ort wie eine Marke präsentieren – muss eine Gemeinde sich dem neoliberalen Vermarktungsdruck unbedingt hingeben? Ich selbst glaube nicht – und Cottbus selbst anscheinend auch nicht, sonst würden die aus der Sache nicht so einen Sparstrumpf machen und es so unseriös angehen. Denn WENN man es schon macht, sollte man es richtig und ganzheitlich machen, nicht im Stile schlechter Waschmichmachmichnichtnass-Symbolpolitik.

  75. Andi

    @ HD Schellnack

    Sehe ich ähnlich …

  76. sm

    Habe die letzten Wochen mitgelesen und hatte die ganze Zeit das Gefühl Ihr übertreibt. Ich dachte na gut die haben halt auch viel zu tun in Ihrem OB-Büro wird schon werden, dass man da mal was zu sehen bekommt. Ich hatte dann im Dezember (selbstverständlich nach dem 1.12.08) mal nachgefragt wann man denn mit der Ausstellung der Arbeiten rechnen könne und da wurde mir gesagt in den nächsten Tagen wäre es dann soweit. Wieder dachte ich “man müssen die da viel zu tun haben in diesem OB-Büro”. Ich empfand es zwar schon etwas merkwürdig das man zum Veröffentlichen der Arbeiten ca. die doppelte Zeit braucht als man vorher verlangt hatte für die Erstellung der Entwürfe aber gut ist ja sicherlich sehr viel zu tun in diesem OB-Büro. Und immer noch war ich guter Hoffnung. Ich hatte mich zum ersten mal an einem Wettbewerb beteiligt (nach schriftlicher Aufforderung) und selbstvertändlich war ich neugierig was dabei rauskommt. So und dann kam am Montag der Brief :

    Es wird keine öffentliche Präsentation der eingreichten Arbeiten geben, da es aus “zeitlichen und technischen Gründen nicht möglich ist, die handwerkliche Vielfalt der Beiträge in ihrer Komplexität und Wirkung angemessen gleichberechtigt darzustellen.�?

    Ich sage Euch das war das ERSTE und LETZTE MAL, dass ich bei so einem Sch.. mitgemacht habe.
    In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein gutes neues Jahr ohne solche Wettbewerbe.

  77. Hendrik Runte

    @Andi: Vielen Dank, dass Du uns an Deinem Vorschlag teilhaben lässt. Mir gefällt das Logo sehr, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Herren Bedenkenträger jetzt nach gegenständlichen Wiedererkennungsobjekten suchen. Die einzige Kritik, die ich hätte: Das Erscheinungsbild ist ein wenig zu glatt geraten (aber bitte nicht falsch verstehen, nur »ein wenig«, und natürlich rein subjektiv). Und: ich ärgere mich immer über WebSites, die erst den Browser auf Maximalausdehnung ändern (ungefragt) und dann noch ein Pop-Up darüber öffnen, damit die Flash-Präsentation gut aussieht, denn das ist für die UI meines Browsers (Verlauf, Tabs, etc.) unangenehm. Aber letzteres hat natürlich nichts mit Deiner wirklich gelungenen Arbeit zu tun.

  78. Moinmoin

    Ah, noch so´n Fall! Hier mal einer mit Ergebnis, das auch umgesetzt und bereits angewendet wird. Problem: Die Bevölkerung mag es nicht ;-). Es gibt einigen Rummel in der lokalen Presse. Ich hoffe ich sprenge hier jetzt nicht den Strang. Ist aber ne interessante Parallele. Wieder Ossi-Land, wieder eine halbgare Ausschreibung mit vorhersehbarem Ausgang, joviales Stadtmanagement und-kommunikation, wieder ein Budget, das einer Frittenbude gut zu Gesicht steht … (Oh, sorry, Pommes-Buden sind selten so klamm)
    http://www.designtagebuch.de/stadt-zwickau-erhaelt-neues-corporate-design/#more-426

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