Wie das Google-Logo entstand

Wahrscheinlich ist es das bekannteste Markenzeichen weltweit, aufgestiegen in nur 9 Jahren … das Google-Logo. Seine Entwerferin Ruth Kedar hat für Wired die Entstehungsgeschichte protokolliert. Sie war Assistentin an der Stanford University, wo die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page den Grundstein für ihre Suchmaschine legten.

Es begann mit einer Adobe Garamond  und einem »farbigen Fadenspiel« zwischen dem Doppel-o, das so etwas wie »Unendlichkeit« symbolisieren sollte. Danach spielte die Entwerferin mit dem zweiten o, das sie zu einer Art Rosette veränderte. In einem 3. Anlauf wechselte sie zur Schrift ITC Leawood und verschränkte die beide os, was Brien und Page zu sehr an olympische Spiele erinnerte. Anschließend verwandelte sie die beiden Buchstaben in eine Art Kompass, danach in eine Lupe, ein Smiley … bis schließlich im 8. Schrift das bis heute unveränderte Google-Logo entstand. Es ist gesetzt aus Catull, eine Berthold-Schrift von Gustav Jaeger (entworfen 1982), koloriert in den Grundfarben, mit einem grünen l als Indiz dafür, dass Google »die Regeln brechen kann«. Eine Galerie mit den verschiedenen Design-Stadien auf dieser Seite.


26 Kommentare

  1. Achim B.

    “Wahrscheinlich ist es das bekannteste Markenzeichen weltweit” – mit Sicherheit ist Google ein webbekanntes Unternehmen und auch sein Logo dürfte vielen bekannt sein. Vermutlich auch allen Webnutzern. Aber es ist mit Sicherheit nicht das bekanntestes Markenzeichen weltweit. Da fallen mir Coca-Cola ein, McDonald’s, Volkswagen, Mercedes, BMW. Selbst das Logo von Apple dürfte bekannter sein als das von Google.

  2. Jürgen

    Ich vermute, dass alleine in China einige 100 Millionen Menschen öfters mit dem Google- als mit dem Apple- oder Mercedes-Logo in Berührung kommen.

  3. Christian

    Warum ist denn ein grünes L ein Indiz dafür, dass Google “die Regeln brechen kann”??? Und welche Regeln überhaupt?

  4. thomas

    achim: das christliche kreuz, das hakenkreuz. ich denke das sind weitaus bekanntere »marken«zeichen, als coca-cola und co.

  5. Nathanael

    Ich hab auch zuerst an Coca-Cola und McDonald’s gedacht, aber die erwähnten Kreuze klingen auch überzeugend… andererseits ist das Kreuz nicht weltweit ein Symbol fürs Christentum, zumindest nicht überall so stark wie in unseren westlichen Breiten.

  6. Jürgen

    @Christian: Das grüne l im Google-Logo entsprach nicht der selbst auferlegten Vorgabe, sich nur der additiven Grundfarben blau, gelb und rot zu bedienen.

  7. fritz

    ich würde auch eher meinen: das “theorethisch bekannteste” markenzeichen.

    da es nämlich sehr beliebig ist und (für mich) keinen großen wiedererkennungswert besitzt.

    wobei mit china könnte jürgen wieder recht haben. wenn ich mir als europäer ein google-markenzeichen aus chinesischen schriftzeichen vorstelle; das würde sich sicher bei mir eher einprägen.

  8. Thierry

    google ist in china und japan weniger stark als in europa und den usa.

  9. Vit

    Schon lustig, wie man sich nur genug an was gewöhnen muss. Falls heutzutage jemand das Logo als Neuentwicklung hier zur Diskussion stellen würde, würde es mit Sicherheit zerissen werden. Und für die Schritte dahin würde sich aber so richtig niemand interessieren. So ist es halt das was es ist – das Google Logo, quasi Allgemeingut.

  10. Jens Kutílek

    Also, das Schriftidentifizieren sollte Wired aber nochmal üben :)

    Version 1 ist keine Adobe Garamond und 4 ist nicht Catull (sondern Adobe Garamond).

  11. sukisouk

    was die designerin da erzählt ist doch … aufgesetztes gelaber.
    ich fand das logo damals öd, finds noch immer öd, aber wie vit sagt – man gewöhnt sich daran, selbst an den billigen schatten-effekt.

  12. Kalle

    @ Jürgen
    öfter, nicht öfters
    Du schöne deutsche Sprache… ;-)

  13. alican

    Die bekannteste Marke ist Coca Cola, und dann folgt, in unklarer Reihenfolge: Pepsi, Ford, Sony, McDonalds, Wodka …

    Google ist sehr weit entfernt, überhaupt einer der Top10 zu werden.

  14. Jürgen

    Ich glaube diesen Statistiken nicht, weil sie von der Werbeindustrie ermittelt werden, um die enormen Marketingetats der vermeintlichen Big Player zu rechtfertigen. Die typischen Internet-Marken verbrennen bei weitem nicht so viel Geld für Werbung … ja Google ist sogar ein verdammt erfolgreicher Wettbewerber zu den klassischen Werbeträgern. Was nicht sein darf darf nicht sein …

  15. christoph

    nach diversen sehr naiven und viel zu kleinteiligen entwürfen, die überwiegend dilletantisch wirken, hat man eingesehen, dass man nichts machen sollte, was weit über die anwendung einer satzschrift hinausgeht. irgendwie süß, dass man das jetzt unbedingt der öffentlichkeit zeigen wollte.

  16. david

    Das Google-Logo ist eines jener Markenzeichen, die einfach funktionieren. Das trifft überhaupt auf das Design der gesamten Google-Weboberflächen zu: Kein Web-2.0-Style, sie funktionieren einfach, sind übersichtlich und Usability-orientiert. Und das ist der Grund, warum all die Dienste mit den hübschen Farbverläufen kommen und gehen, Google aber noch lange bleiben wird.

  17. Nathanael

    … trotzdem ist und bleibt das Google Logo irre hässlich

  18. Andreas Frohloff

    Sehr mysteriös – beim Klicken auf den Catull-Link landet man bei der Caslon von Berthold …

  19. alican

    > @Christian: Das grüne l im Google-Logo entsprach nicht
    > der selbst auferlegten Vorgabe, sich nur der additiven
    > Grundfarben blau, gelb und rot zu bedienen.

    Hä?
    Seit wann ist Gelb eine additive Grundfarbe?

  20. der maximilian

    Es gibt nur einen Grund, warum das »l« grün ist:
    http://www.youtube.com/watch?v=5kx5N0iT_YM

  21. Jürgen

    @alica: Haste völlig recht. Das »additive« bitte streichen. Nur Grundfarbe.

  22. Franoukwel

    Argh! Jetzt weiss ich doch, dass das «L» grün ist, und tippe trotzdem noch daneben. X-(
    Wer’s noch nicht kennt: http://www.guessthelogo.com/

  23. Detlev Peter

    Ich hätte noch ein paar schöne IDEEN für Google Logos! Wo kann ich mich hinwenden um diese Vorschläge zu unter breiten?

    Mit freundlichen Grüßen Detlev

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