Zeigt her Eure Cottbus-Logo-Alternativen! [Update]

Markus Goldammer schreibt mir: »Auch ich bin sprachlos über Cottbus. Aber ich glaube, dass alles nicht so schlimm wäre, wenn du uns nicht aufmerksam gemacht hättest auf die Ausschreibung damals. Dann wüssten wir nichts von Cottbus und das wäre sicher­lich in diesem Fall für einige besser.

Will sagen. Genau wie wir, haben sicher­lich erst viele andere über dein Blog vom Wettbewerb erfahren und haben – bisher gibt es noch keiner so richtig zu – auch mitge­macht, wie wir. Irgendwie reizt es mich natür­lich zu sehen, was haben die anderen gemacht. Da wäre natür­lich der erste Schritt, seine eigenen Arbeiten zu zeigen. Und letzten Endes ist es ja auch gerade der Wegfall der verspro­chenen öffent­li­chen Präsentation, die uns alle auch ärgert.

Man könnte also mal alles bei dir sammeln, und dann anonym zeigen und dann die Blogleser abstimmen lassen. Anschließende Liste der Namen natür­lich inbe­griffen.«

Prima Idee. Aufruf an alle Wettbewerbsteilnehmer: Zeigt in den Kommentaren – direkt einge­bettet oder per Link zu einer eigenen Seite – was Ihr gestaltet habt.

[Update: Markus Goldammer, der Ideengeber für diesen Beitrag, kam erst heute dazu, seinen Cottbuw-Wettbewerbsbeitrag zu verlinken … siehe Kommentar 76]


90 Kommentare

  1. robertmichael

    angeb­lich gabs ja 60 einsen­dungen.

  2. stefano picco

    Ja da bin ich mal gespannt :)

  3. Henning

    Her mit den 59 anderen, das KANN gar nicht schlimmer sein, die Vogonenlyrik haben wir schon gesehen …

  4. Sebastian

    Nur noch mal zum Verständnis, um nicht alle 300 Beiträge lesen zu müssen. Die Stadt Cottbus hat zu einem Wettbewern aufge­rufen, wahr­schein­lich ich nenne es mal gestal­te­risch gängige bzw. profes­sio­nelle, Entwürfe erhalten, die die Gestalter viel Zeit und evtl. Hoffnung gekostet haben. Und dann ein-zwei Entwürfe gewählt die von der Stadt nahe stehenden Personen erstellt wurden? Und das anschei­nend mit mangelndem Basiswissen?

  5. nasowas.

    es würde mich nicht wundern, wenn niemand aus der leser­schaft teil­ge­nommen hätte.

  6. andreass

    Ein Bericht aus dem regional TV: Sendung vom Donnerstag
    http://​www​.lausitz​-tv​.de/

  7. Simon Wehr

    Und nochmal zur Präzision: Es ging nicht um das Logo für die Stadt Cottbus, sondern um ein Logo für den neu gegrün­dete Stadtmarketing- und Tourismusverband Cottbus e.V.
    Ich finde es zwar in Ordnung, von »Cottbus-Logo« zu spre­chen, aber man muss den Unterschied im Hinterkopf behalten.

    Ja, aber wo sind sie denn nun, die Entwürfe?

  8. Simon Wehr

    Halb off-Topic: Die Stadt (und diesmal wirk­lich die Stadt) Mainz hat auch ein »neues« Logo bekommen. Und da scheint mir, ist man deut­lich profes­sio­neller vorge­gangen. Ohne großen Wettbewerb, satt­dessen mit Arbeitskreis und Steuerungsgruppe und all dem Gedöns. Rausgekommen ist ein glatt­ge­bü­geltes, bild­schirm­fä­higes Stadtwappen, und das klas­si­sche Trennstrich-Dachmarken-Schema mit der meta als Hausschrift. Nu wahr­lich nix Spektakuläres. Aber solide Arbeit ohne Peinlichkeiten. Es geht also auch anders.

  9. thomas | BFA

    damit wäre man fein aus der sache raus gewesen.

  10. Roman

    Es gibt ein PDF-Dokument, in dem die Urheber ihren Entwurf (v)erklären. Es beginnt mit:

    „Auf den ersten Blick erscheint dem Betrachter der Logoentwurf even­tuell als etwas zu gewagt und surrea­lis­tisch.“

    Wer sich den Langtext antuen mag: http://​www​.cga​-verlag​.de/​2​0​0​9​/​0​9​0​1​1​8​l​o​g​o​_​c​o​t​t​b​u​s​.​pdf

  11. Henning

    Und auch auf den zweiten bis fünf­hun­dert­und­zwei­und­fünf­zigsten Blick …

  12. nasowas.

    jetzt hackt doch nicht so darauf rum. das geht in word eben nicht besser.

  13. Gerhard Köpke

    Die PDF, die Roman gepostet hat, ist ja echt der Knüller. So hab ich damals meine hinge­rotzten Arbeiten im Kunstunterricht auch immer schön geredet. Nur, sahen die damals auch schon besser aus als das.

  14. bibo

    wenn es die aufgabe eines logos ist, emotionen zu erzeugen, dann hätte dieses den ersten platz verdient. beim betrachten schwankt meine stim­mungs­lage im sekun­den­takt zwischen:
    fassungs­lo­sig­keit
    heiter­keit
    agres­sion
    wut
    trauer
    frus­tra­tion
    resi­gna­tion
    erstaunen

    die einzige plau­sible erklä­rung für dieses desaster ist für mich:
    nach dem ersten artikel hier und den entspre­chenden kommen­taren haben sich die verant­wort­li­chen gedacht:
    „was wollt ihr denn? das ist unser geld und unser auftrag – wir entscheiden, wie das abläuft. von euch arro­ganten desi­gner lassen wir uns gar nix sagen. wir brau­chen einfach irgendwas um es auf broschüren und flyer zu drucken. und jetzt passt mal auf. um euch so richtig zu ärgern, entscheiden wir uns für das häss­lichste logo über­haupt. stop! um ganz sicher zu gehen, nehmen wir die zwei schlech­testen entwürfe und basteln sie so zusammen, dass wirk­lich jede regel guter gestal­tung gebro­chen wird. und dieses logo verwenden wir dann auch wirk­lich und ihr fazkes könnt dagegen gar nichts machen!“

    Und wenn das der ansatz war, haben die verant­wort­li­chen wirk­lich grenz­ge­nial gehan­delt. niemand der hier kommen­tie­renden könnte auch mit viel arbeits- und ener­gie­auf­wand auch nur annä­hernd ein so häss­li­ches und unbrauch­bares „logo“ entwi­ckeln.

  15. Smid

    freu‘ mich schon drauf, erste umset­zungen auf fahr­zeugen etc. zu sehen. das wird nicht billig…;) nix mit foli­en­be­schrif­tung!

  16. robertmichael

    wobei digital auf folie ist ja heut­zu­tage kein problem mehr darstellt.

  17. Oliver Adam

    Eigentlich ist alles gesagt. Aber schaut man sich das beglei­tende »Konzept« mal genauer an, kann das kein echter Designer ange­fer­tigt haben: Phrasen und Allgemeinplätze, drei Seiten ohne Silbentrennung und mit knal­ligem Flattersatz, zu geringer Zeilenabstand, flap­siger Gebrauch der Wingdings, öde Times New Roman, keinen Sinn für Seitenaufteilung, Rechtschreib- und Kommafehler – all das hätte doch schon in der ersten Phase aufhor­chen lassen müssen …

  18. Sören

    Die Verpflechtung der Themen Energie und Fürst Pückler ist eine echte Herausforderung.

    Was ist denn eine Verpflechtung? Verpflichtung verflochten mit Verflechtung? Wer verflechtet sich hier worin? Hat sich jemand in der Brühe die im Logo herum­suppt verflochten?

  19. schnipsel

    na dann könnte herr gold­ammer gleich den ersten schritt gehen und seinen entwurf preis­geben. bitte schön. :)

  20. hannes

    och bitte ladet doch alle eure vorschläge hoch so das wir hier ein rich­tiges voting sehen können..

  21. simon

    Hier ist mein Entwurf:

    [pdf]www.simonbalz.de/entwuerfe/cb_09.pdf[/pdf]

  22. Steffen

    @Simon: Die Domain simon​balz​.de ist gar nicht regis­triert?!

  23. Zombiekarotte

    Oh Gott, die Einbettung auf der Website ist ja grau­en­haft.

    http://​www​.cottbus​.de/

  24. Kraft plus Wiechmann

    Nachdem wir unseren ersten Schock nach der Tatsachenstellung gestern bei der Präsentation in Cottbus über­standen haben, wollen wir nun auch ein kurzes Statement abgeben! Wir sind eine der zwei Preisträgerparteien – Kraft plus Wiechmann Grafikdesign; http://​www​.kplusw​.de. Von uns wurde der Claim „STADT DER ENERGIEN“ – ausschl. diese 3 Worte prämiert. Über das gute Preisgeld hierfür freuen wir uns natür­lich! Wir distan­zieren uns von allen „gestal­te­ri­schen“ Aspekten!

    Hier ein paar Fakten und Eindrücke zur Präsentation der „Wort-/Bildmarke Cottbus“ bei der Gründungsversammlung des Stadtmarketing- und Tourismusverbandes.

    Der 3. Preisträger-Entwurf wurde gezeigt und kam dadurch am besten weg, weil sein Logo gewür­digt wurde. Es beinhal­tete angeb­lich alle Fakten hatte aber dennoch nicht mit Wort-und Bildmarke über­zeugt.
    Beide 2. Platzierten-Entwürfe wurden nicht gezeigt, statt dessen wurde gleich das zusam­men­ge­stü­ckelte Etwas (Logo) vorge­stellt! Unglaublich! Zum Einen waren wir scho­ckiert, dass unser ursprüng­li­cher Logobeitrag gar nicht gezeigt wurde und zum Anderen darüber, dass dies nun das Resultat sein soll (zumal wir nicht vorher wussten wie das Logo aussehen wird). Wir wurden weder zu Typografie noch Satz konsul­tiert… Wir sind bei der Einwilligung zur Verwendung des Claims davon ausge­gangen, dass sich ein Gestalter darum kümmert.

    Unser Statement vor der Jury und Gründungsmitglidern des Stadtmarketing- und Tourismusverbandes Cottbus konnte nur noch lauten: „Wir wünschen Cottbus, dass dies nicht der endgül­tige Logoentwurf ist und hoffen, dass profes­sio­nelle Hilfe ange­nommen wird.“ Uns wurde daraufhin gesagt, dass dies nicht das fertige Logo ist, sondern ledig­lich für den Tag der Gründungsversammlung dienen solle.

    Man hat uns gesagt, eine öffent­liche Präsentation sei deshalb nicht möglich, da ja jeder mitma­chen konnte, die Auswahl zu viel­schichtig von Professionell bis Laie („Oma, die aus Liebe zu Cottbus ein Logo gemalt hat“) war.

    Frauke Wiechmann / Glenn Vincent Kraft

    Kraft plus Wiechmann Grafikdesign

  25. Vroni

    @ Kraft plus Wiechmann

    Danke, das erhellt.

    Läuft eigent­lich wie be berlin, was damals dankens­wer­ter­weise werbe​b​logger​.de aufge­bracht hat.
    Nur schlimmer.

  26. horstbert

    7. Universelle Einsetzbarkeit des Logos im Rahmen verschie­dener Medien
    Das entwi­ckelte Logo wurde für einen Einsatz auf weißen Farbhintergründen entworfen, was
    die Nutzbarkeit enorm stei­gert. Da ihm ein großes Farbspektrum inne­wohnt und es dennoch
    von einem weißen also neutralen Hintergrund umgeben ist, kann es unkom­pli­ziert im Rahmen
    viel­fäl­tigster Farbumgebungen einge­setzt werden.
    Ein direkter Ausdruck auf Briefbögen und sons­tigen analogen Medien, welche in der Regel
    eine weiße Basis haben (bzw. mit einer weißen Basis versehen werden können) kann durch
    Bereitstellung in digi­taler Form ohne Umstände ermög­licht werden. Leichte Farbverschiebungen
    bedingt durch den genutzten Farbraum des einge­setzten Mediums werden auf weißen
    Hintergründen durch das Auge des Betrachters leichter kompen­siert. Das Logo ist mit dem
    gängigen Querformat ohne Probleme in städ­ti­schen und touris­ti­schen analogen Print- und
    digi­talen Medien einsetzbar.

    Ich geh weinen. Sich Anforderungen an ein Logo aus dem Internet zu suchen und diese irgendwie auf das eigene Gebilde/Etwas umschreiben ist schon super…

    Das ist alles ein Witz. Als Verantwortlicher bei Kraft plus Wiechmann würde ich nach jeder Erwähnung in den Medien im Zusammenhang mit dem Ding eine Erklärung verlangen, dass man nichts mit der „Gestaltung“ zu tun hat. Dieser Rotzfleck ist ein Witz und eine Zumutung. Das kann nur durch Vetternwirtschaft zum Gewinner gekürt worden sein.

  27. Cedric

    Mag denn niemand raus­finden was diese „Antje Weise“ von der im Text die rede ist noch so gestaltet in ihrer Freizeit ?

  28. Jan

    Ich finde das sollte man nicht raus­finden. Sich über das Logo und den ganzen Prozess lustig machen geht völlig in Ordnung, aber hier werden ja schon Profile von Xing gepostet, wieso jetzt noch weiter schnüf­feln? Es geht hier um das Logo und noch viel mehr um Entscheidungsstrukturen in Cottbus und kein Stück um die Person die das Logo gemacht hat. Und ja, das kann man vonein­ander trennen.

  29. Andi D.

    Ich hab mitge­macht und habe den Link zu meinem Beitrag schon vor kurzem an anderer Stelle Preisgegeben (Web-Adresse weiter unten noch mal).

    Vorab noch kurzes Statement noch zum finalen Ergebnis:
    Der Knüller ! So was unglaub­li­ches … Allein schon die Maße und die Form des Ganzen.
    Mir geht es auch nicht um gewonnen oder nicht. Sch… drauf.
    Ich habe der Sache mit meiner Teilnahme den nötigen ernst gewidmet und wegen der geringen Aussichten auf Erfolg aber auch nur ein geringes Zeitfenster an Arbeit inves­tiert.
    Was für mich gar nicht geht, ist NUR ein Logo zu präsen­tieren! Es gibt genug Menschen (oder gar Städte !) die das beste Logo in der Anwendung vernichten.
    Meinen Beitrag (wenn auch nicht ganz alles) kann man unter „duem​mel​grafik​.de“ anschauen. Ich hab vorher extra einen „Fontblog/Cottbus-Button“ ange­legt ;)

    Unter diesem Link gibt es die kompri­mierte Version des Ganzen zu sehen. Für den Eindruck müsste es aber reichen. Präsentiert habe ich in einem ca. 40 Seitigen PDF mit entspre­chenden Erklärungen und Definitionen etc. plus zusätz­liche Einzeldaten … So ähnlich wie man das halt macht.

    Jetzt gehe ich aber wieder zu meinem Kind, bei dem ich während dem biss­chen Schreiben 4x war … krank :(

    Andi D.

  30. JP

    Ich würde fast darauf wetten das Cottbus das Logo für das Stadt Marketing bald wieder ändern wird. Das geht so einfach nicht.

  31. JP

    Wie beim Pokern: es ist nie zuspät ein schlechtes Blatt abzu­legen.

  32. Andi D.

    Aus dem „Erklärungs-PDF“ das „Roman“ unter der Nr. 11 gepostet hat:
    ZITAT: „… Ein Logo muss auf wesent­liche, visu­elle leicht erfass­bare struk­turen begrenzt werden, um seine Funktion nicht zu beein­träch­tigen. …“
    +++ Kein Kommentar +++

    @Kraft plus Wiechmann
    Ja, da wird einiges deut­lich. Ich leide mit Euch …

  33. Andi D.

    Der vorhe­rige Post sollte sich natür­lich auf das Cottbus-Logo beziehen …

    ;)

  34. JP

    Oh mein Gott! Sie sezieren einen Außerirdischen!

  35. robertmichael

    @ =®.©=
    sind das echte entwürfe? hast du die einge­reicht? gibts dazu noch mehr zu sehen bzw. kannst du mal was dazu erzählen?

  36. SR

    @ =®.©=
    Ich hoffe, Du bist Wolfgang Bartelme, denn *hüstel* :
    http://​www​.bartelme​.at/​j​o​u​r​n​a​l​/​a​r​c​h​i​v​e​/​f​l​o​w​_​w​a​l​l​p​a​per

    …oder es ist alles Ironie und ich verstehe es nur mal wieder nicht.
    Nichts für ungut.

  37. Matias

    Coole Idee!
    Wenn ihr wollt, können wir euch unser Contestmodul dafür zur Verfügung stellen. Ohne Kosten versteht sich.
    Mit Upload und Voting und Siegergalerie.
    Einfach Bescheid sagen! Kann auch über eine Fontblog-Url laufen.
    Nur ein Angebot, wenn ihr wollt.
    Viele Grüße
    und: wer bezahlt mir den Augenarzt, den ich nun drin­gend brauche nach dem „Genuss“ dieses Logos?

  38. HD Schellnack

    @ Heinrich: Grossartig!!!! Das toppt alle Verballhornungen des Logos aus dem letzten Thread. Der rotgrüne Schleim auf dem Tisch ist perfekt – ich jeden­falls würde davon nicht probieren wollen. Schön auch, dass es im Koksstil auf einem Spiegel liegt.

  39. erik

    Ich habe mich wenig an der diskus­sion betei­ligt, weil mir echt die worte fehlen. Immer noch! Wo ist die grenze zur satire? Sind wir alle einer gigan­ti­schen verar­schung aufge­sessen? Wann kommt die versteckte kamera hervor? Das hätte sich selbst die Titanic nicht ausdenken können. Und jetzt der schleim auf dem spiegel! Das verdient alle preise, die die deut­sche unter­hal­tungs­branche zu vergeben hat.

  40. =®.©=

    einge­reichte entwürfe, ‚flow‘ mit copy­left….

  41. robertmichael

    es scheint einfach eine selbst­ver­liebte gesell­schaft sein, die sich dort die lebens­mit­tel­farbe in den rachen schiebt. glück­lich, dass sie jetzt endliche so ein tolles logo haben und noch glück­li­cher das sie alle ihren job bei der stadt auf weitere jahre gesi­chert haben. glück­lich, etwas tolles geschaffen zu haben (nebenbei noch ein paar tausend euro gespart) was sie jetzt vermarkten können. juchuh! endlich eine aufgabe und nicht mehr tatenlos zusehen wie die stadt vor die hunde geht. aber jetzt stoßen wir erstmal darauf an und geneh­migen uns ein stück pückler-eis mit lebens­mit­tel­farbe.

  42. robertmichael

    @ =®.©=
    du reichst also desktop wall­paper von anderen, als teil eines eigenen copo­rate designs, zu einem logo­wett­be­werb ein? respekt für diese dreis­tig­keit. in was für einer welt leben wir eigent­lich?

  43. robertmichael

    oweia, die reiten sich immer mehr in die sche***e.

    „Das war ein offener Wettbewerb mit Bürgerbeteiligung“, sagt Juror Uwe Klaan von der RUNDSCHAU. „Da konnte man nicht erwarten, dass die 100 000-Euro-Idee dabei ist. Wer jetzt rumnör­gelt, hätte besser einen Vorschlag einrei­chen sollen.“ Ausgewählt worden sei „noch das Beste“. „Ich habe kein Problem damit, wenn das jemand für völlig daneben hält, aber jeder sollte sich erstmal in Ruhe anschauen, wie die neue Marke in der Praxis als Reverssticker oder auf T-Shirts wirkt. Natürlich hätte die Jury auch gar keinen Preis vergeben können, aber das wäre unfair gegen­über denje­nigen gewesen, die sich intensiv Gedanken gemacht haben.“

    „Es gab keinen Vorschlag, wo die Jury gesagt hätte, das ist es, weil keiner der Entwürfe die klass­si­schen Voraussetzungen an ein Logo erfüllt hat. Aber dennoch lag uns als Jury etwas vor, dass die Emotionen zu Energie und Fürst Pückler rüber­bringt und unend­liche Assoziationsmöglichkeiten bietet“

    http://​www​.lr​-online​.de/​r​e​g​i​o​n​e​n​/​a​r​t​1​0​4​9​,​2​3​5​8​2​6​8,1

    ohne worte

  44. Andi D.

    Es wird wirk­lich von Stunde zu Stunde besser !
    Ich frage mich ob es diesen Schleimkuchen nicht vor dem Entwurf gab ?!?

  45. HD Schellnack

    >Es gab keinen Vorschlag, wo die Jury gesagt hätte, das >ist es
    Hallo Cottbus – welcome to the results of crowd sourcing. So geht es mehr und mehr Leuten, die Wettbewerbe machen. Die guten Leute machen da nicht oder nur noch wider­wil­ligst mit. Selbst bei geschlos­senen Pitches unter Agenturen. Und bei solchen offenen Wettbewerben DARF man gar keine guten Ergebnisse erwarten.
    Besser gleich zum Profi gehen, fertig.

    Und dieses Festhalten an Fürst Pückler und Energie (zwei Sachen, die mit als Ortsfremder jetzt aber mal sowas von egal sind…) ist doch irgendwie abstrus oder. Das wäre das ERSTE, was ich verworfen hätte. Der prägnante I-Love-Auftritt von NY hat ein HERZ. Nicht das ESB oder die Freiheitsstatue oder soetwas. Das Logo muss an sich funk­tio­nieren, nicht als Geschichts- oder Ortskarte dienen. Jesus on a bike! Fürst Pückler und Energie. Bizarrowelt.

  46. Andi D.

    @robertmichael
    Zu Deinem letzten Beitrag: Es ist wirk­lich unfassbar!!!
    Wenn es nur nicht alles so traurig wäre …

  47. robertmichael

    die haben halt gedacht die bekommen einen CD-vorschlag auf dem silber­ta­blett, etwas was allen sofort gefällt. wo der jury die tränen aus den augen kullern weil sie so gerührt sind. und als das nicht kam, haben sie einfach so entschieden: 1. wo kann man das meiste hinein­in­ter­pre­tieren? 2. was ist mal anders? 3. bringt uns trotzdem zum heulen? ;)
    das die gewinner und die jury „SO“ mitein­ander sind will ich gar nicht in den raum stellen. das ist halt typi­schen klein­stadt­denken. erlebe ich jeden tag hier. schon die idee an sich, eine jury über ein logo abstimmen zu lassen. „a camel is a horse desi­gned by committee“ hallo? da kann nichts vernüf­tiges dabei heraus­kommen. und dann noch die frech­heit zu besitzen die anderen entwürfe nieder­zu­reden „ausge­wählt worden sei ’noch das Beste'“ das strotzt doch nur so vor dumm­heit. sorry. entweder hat denen nie einer gesagt wie gutes design entsteht oder die lesen ihren namen einfach gern in der presse.

  48. robertmichael

    toll auch das sich hier niemand von der LR meldet, viel­leicht liegt es daran das die selbst in der jury saß. mitge­lesen und zitiert wird das font­blog ja auf deren seite. übri­gens eine weitere zeitung die sich durch ‚klick­raten‘ finan­zieren will – aber das nur so am rande.
    das die stadt cottbus hier mitließt beweisst auch das das logo auf der webseite von „quirl.gif“ nun zu „marketing.gif“ umbe­nannt wurde.

  49. Florian

    Auch gut (aus dem »Märkischen Boten«):

    »… Deshalb habe man sich ganz gezielt für den Adelstitel entschieden, auch wenn eine Umfrage vor der Markenfindung [!] gezeigt habe, dass der Gartenfürst nur von 2,9 Prozent der befragten Bürger wirk­lich mit Cottbus in Zusammenhang gebracht wird. …«

    (http://​www​.cga​-verlag​.de/​2​0​0​8​/​0​8​1​2​1​2​d​o​p​p​e​l​p​u​n​k​t​.​php)

  50. Jürgen

    Ach wär’ das schön, wenn das Wackelpuddinggelage die humor­volle Reaktion auf den ganzen Unfug wäre … aber Humor traue ich den Verantwortlichen noch weniger zu als Geschmack.

  51. timeout

    Wer glaubt, dass allein ein hoher Anspruch genügt und das man ohne das dazu­ge­hö­rige nötige Wissen, Logo-Wettbewerbe veran­stalten kann, die eine umfas­sende, passende und durch­dachte Lösung liefern, ist von vorne herein von voll­kommen falschen Vorstellungen ausge­gangen. Wenn man diese Fehler nicht einsieht und korri­giert, wird man diese Marketing Fehlinvestition wahr­schein­lich teuer bezahlen und muss mit dem Spott der Bürger rechnen. Wobei das Ergebnis schon Strafe genug ist.

    Wenn eine Jury von Ahnungslosen, Arbeiten eines Wettbewerbes beur­teilt, die nach dem Zufallsprinzip funk­tio­nieren, nach dem Motto »es wird schon was passendes dabei sein«, darf man sich hinterher nicht wundern wenn zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Welten liegen.

    Allein schon die Aussage, dass man keinen 100 000 € Vorschlag erwarten dürfe, bringt den ganzen verqueren Ansatz zum Ausdruck.
    Als wenn das eine Frage von viel Geld = viel Logo wäre. Da fehlt noch eine Menge an grund­le­gendem Basiswissen, was Kommunikationsdesign über­haupt ist, was es kann und wie es zusammen mit dem Marketing ein Gesamtkonzept bildet.

    Doch viel­leicht hat es doch etwas gutes und andere Städte und Gemeinden lernen daraus. So leuchtet das »Erscheinungsbild« der Stadt Cottbus als mahnendes Beispiel für ein nicht vorhan­denes Marketing- und Kommunikationskonzept, allen anderen den Weg.

  52. Arne

    Die Wortmarke aus dem dritten Vorschlag von =®.©= aus #41 erin­nert mich an die Wortmarke bzw. die Marketingslogans aus meiner Heimatstadt Wuppertal. Dort ist es – meiner Meinung nach sehr gut – gelungen, ein umfas­sendes Marketing-Konzept mit Wort-/Bildmarke zu erstellen, dass frisch und jung wirkt und dabei trotzdem das breite Spektrum der Einwohner anspricht. Dabei werden verschie­denste Adjektive benutzt, die durch ein Hochstelltes W in einem Kreis am Ende begleitet werden und die Zugehörigkeit zu Wuppertal hervor­heben. Unter dem Adjektiv steht zudem der Slogan »Keiner wie wir«. Also zum Beispiel: schwe­bend – Keiner wie wir. (»Schwebend« dabei als Anspielung auf das Wahrzeichen Wuppertals: Die Schwebebahn.)
    Diese Marketing-Aktion heißt dann auch noch passender Weise Wuppertal, keiner wie wir (auch wenn in dem Fall »Wuppertal« als Name/Nomen etwas aus dem Konzept fällt). Verantwortlich dafür ist im Übrigen die Wuppertal Marketing GmbH.

    Für mich – nicht nur als Wuppertaler – auf jeden Fall ein positiv Beispiel, wie man Stadt-Marketing profes­sio­nell betreiben kann, auch wenn man keine Millionen Stadt ist.

  53. HD Schellnack

    Was, am Rande, das eigent­lich tragi­sche ist.
    Die Stadtmarketing hat von vorne­herein «gewusst», was sie will. Und dann jemanden gesucht, der es graphisch umsetzt. Einen Verrichter. Das ist ein so grobes Missverständnis von Design – und ein so häufiges. Design ist eine Beratungsleistung – ein gemein­sames, dialo­gi­sches Nachdenken, ein offener und meist aufre­gender, span­nender, über­ra­schender Prozess. DAS ist Design. Die Gestaltung am Schluss ist nur das Ergebnis von Dialogen, Entscheidungen, Editorship, gemein­samer Reise, frohem Schaffen. Wer schon zu wissen glaubt, wo der Hase im Pfeffer liegt (Energie, Fürst Pückler), der hat schon verloren, bevor das Spiel beginnt, weil er seine Möglichkeiten und Chancen beschneidet und a priori unkreativ arbeitet. Dabei kann nur Maues heraus­kommen.

    Man möchte ja fast Respekt haben, dass die Stadt sich für einen so unge­wöhn­li­chen (wenn auch leider nur unge­wöhn­lich bizarr häßli­chen) Entwurf entscheiden konnte. So viel visu­eller Mut hätte bei einem gemein­samen Prozess viel­leicht eine groß­ar­tige, nach links und rechts und vor allem nach vorn schau­ende Identität erbracht. Nicht diesen Murks.

    Wenn der Kunde alle Antworten schon kennt, ist es eben kein Design mehr.

  54. =®.©=

    Cottbus galt lange Zeit als häss­lichste – und hat zeit­gleich den Status einer Großstadt verloren, was es voll­ends zu einer Provinzposse macht.

    dennoch würde ich gern weitere Arbeiten sehen – warum wurde selbst die 3. plat­zierte nicht veröf­fent­licht?

  55. chriz the wiz

    So,dann will ich auch mal meinen Wettbewerbsbeitrag hier präsentieren…also einmal das Logo:

    und hier noch eine Anzeige die ich gebas­telt hatte,als Vorschlag,wie man den Slogan und Elemente des Logos weiter­führen kann:
    Anzeige

  56. Marc B.

    @ chris the wiz: Deine Anzeige ist 1:1 aus der EnBW-Kampagne von Bernd Kreutz geklaut: Idee, Layout, bis zu Details der Platzierung, Testimonial, alles.

    Und ein Claim mit „man“ geht gar nicht.

  57. Andi D.

    @HD Schellnack
    Richtig ! Es sollte von vorn­herein kein Prozess, keine wirk­liche Entwicklung statt­finden … Sehr Schade.

  58. Johannes

    mich nervt der destruk­tive, selbst­zer­flei­schende umgang mit diesem thema mitt­ler­weile total. so kommen wir nicht weiter.

    jürgen: neues thema bitte!

  59. chriz the wiz

    @Marc B.
    Dein Vorwurf ist natür­lich berech­tigt und eine gewisse Ähnlichkeit mag nicht abzu­streiten sein. Nun möchte ich dir gerne den Weg beschreiben,der zu dieser Anzeige geführt hat: Das ganze entwi­ckelte sich aus dem von dir ange­spro­chenen Problem mit «man» im Claim. Um den Claim persön­li­cher werden zu lassen, über­legte ich mir durch Anzeigen dem «man» ein Gesicht zugeben,indem Personen der Stadt aus den im Markenprofil aufge­lis­teten Bereichen (Vattenfall,Kultur der Stadt,Sport etc.) zu portrai­tieren. Aufgrund der ambi­va­lenten Bedeutung des Wortes schöpfen sollten die Personen beschreiben wie sie Energie geben und gleich­zeitig bekommen. Das kann also der Techniker bei Vattenfall sein, das kann eine Theaterschauspielerin sein,die Energie für das Theater und das Publikum gibt und erzählt wie sie selbst zu neuer Energie kommt. Oder ein Fussballspieler von Energie Cottbus. Solche Personen für Stadtmarketinganzeigen als Testemonials zu benutzen ist also doch sehr nahe­lie­gend. Die Platzierung der einzelnen Anzeigen Elemente (Foto oben,Fond unten,Zitat,darunter Copytext und rechts unten das Logo) halte ich eben­falls für eine gängige und schlüs­sige Methode. Die Wellenform des weißen Fonds, ergibt sich aus der Form der Bildmarke und soll Dynamik und die Landschaft/Natur des Fürst Pückler Parks sugge­rieren. Der Weg zu der Anzeige ist also eine mehr oder weniger plau­sible Herleitung aus Logo+Claim.

  60. Kurt

    (Rinder)Fond? mach erstmal deine Hausaufgaben ;)

  61. Stefanb

    Fond (franz.: (Hinter-)Grund) ist richtig. Spätestens jetzt nervt die Diskussion wirk­lich.

  62. Jigger

    Die Aussage des jurors ist schon hart. Ich stelle mir das gerade aus der Sicht eins Cottbusser Steuerzahlers vor: „Ja, wir wissen schon das das total mies aussieht, aber wir wollten nicht einge­stehen das die Idee mit der Ausschreibung Mist war, also haben den zwei Nasen halt das Preisgeld ausbe­zahlt und leben jetzt mit dem Murks. Uns kann eh keiner was – warum also nicht? Hey, und damit uns auch wirk­lich keiner was kann zeigen wir die entwürfe die wir als noch schlechter einge­stuft haben besser gar nicht, bloss keine Angriffsflächen bieten, wissen Sie, erste Regel im Haifischbecken der Kommunalpolitik…“

  63. 123

    hilfe — wo sind die designer/gestalter die wiklich ahnung haben? sicher­lich nicht hier im forum. (die altern. entwürfe sind nicht viel besser — wo ist die fach­kom­pe­tenz?)

  64. markus

    Wenn ich das hier schon losge­treten habe, dann will ich nun auch nicht hinter dem Berg halten.

    Das späte Reagieren hat aller­dings nichts mit Lauerhaltung sondern mit einem langen, compu­ter­freien Wochenende zu tun. Das sollten wir uns alle immer öfter gönnen.

    So, und nun hier, zum Zerreißen:

    http://​www​.augen​tier​.de/​c​o​t​t​b​u​s​_​P​_​0​8​1​0​2​3​.​pdf

  65. till

    markus: das konzept hinter dem (C) find ich inter­es­sant und markant (auch wenn die modu­la­rität bei manchen worten eher erzwungen wirkt), vom gestal­te­ri­schen stand­punkt finde ich die inte­gra­tion vom c mit ottbus etwas schwierig. die verschmel­zung mit dem o lässt einen versu­chen, den kreis mit dem o in verbin­dung zu setzen. auch wenn das c mit ottbus auf einer grund­linie sitzt, durch den kreis um das c wirkt es so, als ob die grund­linie vari­ieren würde.

    dem hätte man mit anderen abständen, strich­stärken und radius entgegen wirken können. das c ist im kreis auch optisch nicht optimal ausge­richtet.

    die schrift­mi­schung kann ich nicht so recht nach­voll­ziehen.

  66. Nils Tißen

    Sagen wir mal so: Für mich sind alle Ansätze die jetzt hier gezeigt wurden besser als das Siegerlogo.

    Sicher gibt es irgendwo von irgendwem immer etwas an den einzelnen Entwürfen zu bean­standen, jedoch im Zusammenhang stellen sich diese im Vergleich wie Luxusprobleme dar.

    Ich bin neugierig und fände weitere Einsendungen sehr span­nend. Her damit! :)

  67. Torsten

    @markus

    ©hemnitz hat ein ähnli­ches ©onzept mit dem © …
    ansonsten finde ich die idee alle »K«s durch »C« zu ersetzen etwas verkrampft und sicher nicht leicht verständ­lich.

  68. till

    … meinen beitrag meinte ich nicht im sinne einer nörgelei, sondern als diskus­sion. besser als der gewinner sind alle ;)

  69. Volker

    @Marcus
    Ich finde die Idee mit dem C nicht schlecht. Sicher ist eine Ähnlichkeit mit Chemnitz da.
    Am besten hat mit daher das Logo auf der letzten Seite gefallen, mit den Krebsscheren oben dran. That’s it!!! Daraus läßt sich was machen.
    Nur leider fürchte ich, dass die sog. Entscheidungsträger stur auf ihrer Linie bleiben und nicht erkennen, dass der Spagat zwischen „fürst­lich“ und den Energien viel zu groß ist. :-(

  70. Thomi

    Cottbus an der Spree mit fürst­li­chem Pückler Park. Standort für Bildung, Industrie und Dienstleistung. Im Einklang mit den Sorben (Farbwahl) im Rahmen eines Siegelabdrucks.

  71. Joachim

    Hallo Freunde,
    meinen Respekt habt ihr. Prinzipiell ist es mir, einem „Nichtgrafiker“, wohl aber – bezüg­lich der Marketing- Problematik – einem „etwas Angehauchten“, egal, wer in einem Ausscheid gewinnt, sofern es natür­lich der Beste ist. Wenn aber mit offenbar gezinkten Karten gespielt wird, hat man nun mal nicht die Spur einer Chance. Kopf hoch! Es wird weiter­gehen! Cottbus ist nicht der Nabel der Welt. Der Markt ist nun mal unend­lich …
    Gruß
    Joachim Nächilla

  72. Susa

    @ sm: nichts für ungut, aber „ein blick“ heißt auf sorbisch „jaden gled“ (gled mit dem gehakten e). es sei denn, du meinst „ein blick“ im Sinn von „ein Überblick“. dann stimmts. Bei deinen Entwürfen gefällt mir der erste übri­gens am besten.

  73. ggh

    Y U no speaky d Englisch?

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