Zalando-Designwettbewerb: Symbol of Joy

Jute-Beutel mit Original Jute-Statt-Plastik-Logo in der FußgängerzoneEr war braun, kratzig, kostete 2 Mark 50 und stank: Der Jutebeutel aus Bangladesch. Vor 40 Jahren begann der Siegeszug dieser Taschenart unter dem Motto »Jute statt Plastik«, initi­iert von der Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt (GEPA). Millionen dieser Beutel wurden seitdem verkauft. Und wenn ich mir das aktu­elle Tragetaschen-Sortiment meiner Töchter anschaue, scheint der Jutebeutel heute wieder so aktuell zu sein wie in meiner Jugend, aller­dings weniger kratzig und bunter gestaltet.

›Was liegt da näher, als der Generation X mit einem Design-Wettbewerb rund um den Jutebeutel entge­gen­zu­kommen‹ dachten sich wahr­schein­lich auch die Verantwortlichen der Zalando Lounge. Hier sucht man, mit Hilfe von Studierenden und jung geblie­benen Designern, Wachrüttel-Motive für eine textile Tragetasche: My Symbol of Joy.

In der Ausschreibung heißt es: »Ein Jutebeutel ist ein Accessoire für den Alltag … Wie wäre es also, wenn euer Jutebeutel zum Medium eurer Erinnerung an das Glücklichsein wird? Wenn er ein Statement trans­por­tiert, das euch sagt: ›Jetzt zwing’ dich mal dazu, tief durch­zu­atmen.‹ Ein tägli­cher Reminder kann dabei helfen, das Bewusstsein für solche Auszeiten zu stärken.«

Kampagnenmotiv Wettbewerb

Also lädt der Zalando Lounge Design Contest Studierende, Kreative, Designer und alle Interessierten dazu ein, ein grafi­sches Motiv für einen Jutebeutel zu entwi­ckeln und einzu­rei­chen, das einen Glücksmoment auslöst. Einsendeschluss ist der 31. März 2019. Es winken drei Geldpreise (1000 €, 500 € und 250 €) plus Einkaufsgutscheine. Die Wettbewerbsbedingungen lesen sich fair; alle weiteren Informationen hier …

Abb: GEPA,  Zalando Lounge


Ein Kommentar

  1. Alter Öko

    Jutebeutel ist ja nicht Jutebeutel: Früher war er aus Jute, heute ist er Baumwolle. Früher war er poli­tisch, heute ist er modisch. Früher ersetzte er Plastiktüten, heute trägt er Plastiktüten. Giftig sind sie beide.
    Und wenn ein Versandhändler mit seiner üblen Klima- und Sozialbilanz (Verpackungsmüll, Transportaufwand, Sozialstrukturzerstörung der Städte und Dörfer als erste Stichworte) eine Werbekampagne rund um den »Jutebeutel« zum Thema »Glücksmoment« ausschreibt, dann kann da nur was wie »Fuck Onlineshopping« drauf­stehen.

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