Yello kann’s doch noch …

… gut kommu­ni­zieren, meine ich. Vor zwei Tagen zwei­felte ich an der gelben Markenkultur (Kulturwende bei Yello Strom?), gesten dann die leicht verständ­liche Lösung, per Mail, gesendet von Sonja Wester (vom Yello Bloghaus), die meinen Beitrag bereits kommen­tiert hatte. Nachfolgend die Erläuterungen im Wortlaut … das sollte genauso öffent­lich sein wie mein Lamento. Und noch was Gutes: Habe eben meinen Privatvertrag auf Ökostrom von Yello umge­stellt (siehe Abbildung unten; FontShop läuft schon seit 2005 auf rege­ne­ra­tiver Energie).

»Erst mal zu unseren neuen AGB.
Viel hat sich dabei eigent­lich nicht geän­dert. Neben ein paar Formulierungen und Formatierungen (z.B. statt € 2,50 schreiben wir jetzt 2,50 €) ohne inhalt­liche Auswirkungen haben wir vor allem diese Punkte ange­passt:

Punkt 7: Preisänderungen.
Ändert sich Ihr Preis, erhalten Sie mindes­tens 6 Wochen vorher eine E-Mail mit den Details von uns. Bisher waren es 8 Wochen vorher. Hier haben wir uns an der aktu­ellen Gesetzeslage für den Strommarkt orien­tiert.

Punkt 15: Bonitätsprüfung.
Wir arbeiten jetzt mit der Firma Infoscore Consumer Data GmbH zusammen. Außerdem haben wir den Abschnitt etwas leichter verständ­lich formu­liert.

Punkt 18: Rechte beim Umzug.
Ziehen Sie um, können Sie Ihren Vertrag einen Monat zum Ende des Kalendermonats kündigen. Vorher galten 4 Wochen zum Auszugsdatum.

Jetzt zu unserem Ökostrom Angebot:
Wie schon im Blog ange­kün­digt kostet unser Ökostrom 0,3 Cent mehr pro Kilowattstunde. Wären bei Ihnen also statt 21,48 Cent mit Ökostrom 21,78 Cent. Der Grundpreis bleibt gleich.
Die Umstellung können Sie in Ihrem Mein Yello Bereich – den Sie ja auch schon kennen- unter „Daten ändern“ erle­digen. Wenn Sie sich beeilen, klappt’s sogar noch mit dem 1. März.

Wenn Sie noch Fragen haben, schreiben Sie mir einfach eine E-Mail.«

Vielen Dank für die schnelle Aufklärung.


9 Kommentare

  1. Marc

    @Jürgen: Löblich!

    Aaaaber: Der Korintenkacker in mir fragt sich gleich: Ist der Ökostrom von Yello auch wirk­lich 100% rege­ne­rativ? Viele „Ökostromanbieter“ nennen nämlich einen Strommix ohne Atomenergie auch schon Ökostrom, obwohl dann noch ’ne Menge Kohlekraftwerk drin ist. 100% Ökostrom sollte immer nur aus Wasser-Sonne-Wind-Energie bestehen!
    Das gilt es zu hinter­fragen!

    Nachtrag: Habe eben nach­ge­schaut: Lt. der Webseite von Yello ist der Ökostrom Atom- und CO2-frei. Löblich!

    Aber der Anfang ist gemacht! Wenn Deinem Beispiel noch viele Leser hier folgen und es auch immer schön weiter­sagen, dann klappt das prima mit dem Ausstieg!

  2. MsMillions

    Aaaaber: „Die Yello Strom GmbH ist ein Unternehmen der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.“ http://​de​.wiki​pedia​.org/​w​i​k​i​/​Y​e​l​l​o​_​S​t​rom

  3. Simon Wehr

    @marc: http://​www​.yellostrom​.de/​p​r​i​v​a​t​k​u​n​d​e​n​/​s​t​r​o​m​t​a​r​i​f​e​-​m​i​t​-​o​e​k​o​s​t​rom
    Also das ist schon zerti­fi­zierter Ökostrom, per Gesetz. Da ist zwar eine Menge Energie aus Landwirtschaft dabei, die auch nicht unpro­ble­ma­tisch ist, aber es ist zerti­fi­zierter Ökostrom.

    Ich persön­lich bevor­zuge den Ökostrom von Anbietern, die nicht mit Atom-, Kohle- und Gas-Konzernen verban­delt sind. Ökostrom aus dem EnBw-Konzern (zu dem Yello gehört) finde ich ähnlich kritisch, wie FairTrade-Schokolade bei Lidl. Besser als nix, irgendwie, aber eigent­lich auch nicht genug. Aber die große Ökostromdebatte führen wir viel­leicht auch lieber nicht im Fachblog für Typografie.

    Ich habe mal von einem Gasversorger ein Heft bekommen, wo die geän­derten Punkte der AGB erklärt waren und die eigent­li­chen AGB in der übli­chen Mikroschrift hinten­drin lagen. Die Passagen waren zusätz­lich farb­lich hervor­ge­hoben. Fand ich eine akzep­table Lösung.

  4. Ano Nym

    Punkt 15: Bonitätsprüfung.
    Wir arbeiten jetzt mit der Firma Infoscore Consumer Data GmbH zusammen. Außerdem haben wir den Abschnitt etwas leichter verständ­lich formu­liert.

    Mit Kaufleuten, die ihre Kunden verkaufen, mache ich keine Geschäfte. Wie sieht das eigent­lich bei Yello mit der Eigenkapitalausstattung aus?

  5. Moritz

    Noch ein Bio-Erbsenzähler-Nachtrag:
    wenn man schon so stolz Werbung für Ökostrom macht und rege­ne­ra­tive Energieerzeugung ernst nimmt sollte man zu „echten“ Ökostromanbietern raten, die nicht nur einfach ein reno­wie­rungs­be­dürf­tiges Wasserkraftwerk in Norwegen am Netz haben („pole­misch gemeint“) sondern mit jeder Kilowattstunde den Ausbau erneu­er­barer Energien aktiv fördern. Die vier bekann­testen und einfa­cher Wechsel hier: http://​www​.atom​aus​stieg​-selber​-machen​.de/

  6. Klaus Hofegger

    Jeder große Anbieter hat auch Ökostrom im Portfolio. Diesen Anteil verkauft er jetzt teurer. Das ändert aber nichts am System. Es werden ja nicht alle umsteigen. Nur wenn man zu einem reinen Ökostromanbieter wech­selt, kann man eine Änderung für die Zukunft erwarten. Große Anbieter verdienen eigent­lich nur ein Körberlgeld.

  7. Dr. House

    Nix wirk­lich neues, dennoch möchte ich mich meinen Vorkommentatoren anschließen:

    Ökostrom von Yello ist nichts als Augenwischerei. Du soll­test Dich fragen, welches Unternehmen Du über Deine Stromrechnung bezahlst! Der Strom, den Du erhältst, ist ja der selbe. Aber Du kannst entscheiden, wohin das Geld fließt. Wenn Du Dich gerne abzo­cken lassen willst, bleibe bei Yello.

  8. Mabre

    Der Wechsel zu einem reinen Ökostromer (Greenpeace Energy, Lichtblick, Naturstrom) ist meiner Meinung nach die sauberste Lösung Ökostrom zu unter­stützen. Diese Firmen unter­stützen Atomkraft und andere proble­ma­ti­sche Methoden zur Stromerzeugung mit keinem Cent, und so kann man wirk­lich für eine Seite klar Stellung beziehen. Alles andere ist ein fauler Kompromiss.

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