»Wort & Bild«-Vorträge an der HGK Basel

In diesem Frühjahr wird die tradi­tio­nelle Vortragssreihe des Instituts Visuelle Kommunikation, HGK Basel, zum Thema »Wort & Bild« von Master-Studenten des Bildforschungsprogramms zusam­men­ge­stellt. Die öffent­li­chen Veranstaltungen finden ab dem 23. 03. 2011 an Mittwoch Nachmittagen statt. Eine Übersicht mit den Daten und Themen der 10 Vorträge findet sich auf der Website  http://​word​-image​.ch.

In einer Pressemitteilung zur Vortragsreihe schreibt die HGK: »In Kunst und Gestaltung hat das Verhältnis von Wort und Bild ein lange Geschichte. Während der antike Dichter Horaz mit dem Satz ›ut pictura poesis‹ (wie die Malerei, so die Dichtung) ausdrü­cken wollte, das Wort und Bild in ihrem Wirkungsgrad gleich­wertig seien, wurde von Künstlern und Dichtern das Verhältnis von Poesie und Kunst keines­wegs immer als gleich­wertig beur­teilt. Im Gegenteil: Mit dem Begriff ›Paragone‹ ist ein Wettstreit zwischen den Künsten (des Wortes und des Bildes) bezeichnet, der seit der Renaissance sehr nach­haltig wirkte. Diese Entwicklung gipfelte u. a. in der Behauptung des Dichters Gotthold Ephraim Lessings, dass der Bildende Kunst bestimmte Schranken gesetzt seien, da es ihr im Gegensatz zur Poesie nur möglich sei einen Moment, nicht aber einen ausge­dehnten zeit­li­chen Verlauf auszu­drü­cken.

Blickt man auf die jüngeren Entwicklungen der Collage, der Konzeptkunst, aber auch der Visuellen Kommunikation, so zeigt sich, dass die Gestaltung in Wort und Bild häufig sehr fruchtbar inein­ander greift. Dennoch bleibt ein Unterschied hinsicht­lich der eher kogni­tiven Erschließung von Wörtern und der eher sinn­li­chen Erschließung von Bildern. Aber handelt es sich hierbei viel­leicht doch um ein unhin­ter­fragtes Klischee? Wir möchten aus verschie­denen Perspektiven wie der Theorie, Kunst, Gestaltung und Typographie fragen, wie heute mit dem Verhältnis von Wort und Bild gear­beitet, bzw. wie dieses beur­teilt wird. Was sind die jeweils eigenen Qualitäten von Sprache und Bildern und in welchen Bereichen unserer Kultur kommen sie auf inter­es­sante Weise zusammen?«


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