Was man bei Niiu beachten muss

niiu_26_11_2009

Vor einer Woche stellte ich hier im Fontblog Niiu vor, die erste indi­vi­dua­li­sierte Tageszeitung. Nun lese ich sie seit fast zwei Wochen und habe neue Erkenntnisse. Einige betreffen die Leser von Niiu, andere die Macher von Niiu. Ich sortiere und fasse kurz zusammen:

Die Leser einer indi­vi­dua­li­sierten Tageszeitung müssen lernen, dass …
• die Ausgabe eines Nachbarn für sie wertlos ist
• der Satz »Hast Du gelesen …« ins Leere führt, wenn der Gegenüber seine eigene Niiu liest
• die Abbildung einer Zeitungsseite bei weitem kein Äquivalent zum Originaldruck ist
• Solo-Titelseiten frus­trieren, weil sie nur Anmacher und unvoll­stän­dige Beiträge enthalten
• die Lokales/Wirtschaft/Feuilleton mit einer rechten Seite beginnen
• der Seite 2/3 eine unge­rade Seitenzahl voraus­gehen muss
• 3 vertauschte Sport-Seiten aus BILD trotzdem harmonieren
• verklei­nerte Zeitungsseiten lang­fristig Haltungsprobleme verursachen

Die Macher von Niiu müssen lernen, dass …
• ein »Bild des Tages« wort­wört­lich zu nehmen ist
• Internet-Links in gedruckten Texten unsinnig sind
• Bandwurm-Links im Internet und gedruckt noch unsin­niger sind
feedburner​.com eine tech­ni­sche aber keine jour­na­lis­ti­sche »Quelle« ist
• die 1. Seite – wenn sie auch nicht verkaufen muss – die Visitenkarte der Zeitung ist
• wenn selbst grauer Text durch schlägt, das Papier zu weiß ist

Es bleibt span­nend, allein die Verbesserungsfrequenz bei Niiu scheint um ein Vielfaches nied­riger als die ihres Erscheinens.


3 Kommentare

  1. acsr

    “• wenn selbst grauer Text durch schlägt, das Papier zu weiß ist” Scannen sollte er schon­können der eNews Macher. Fast jede Tageszeitung schlägt beim Scannen durch, wenn man keine schwarze Pappe hinter­legt. Lesen kann man Sie auf Papier trotzdem ;-)

  2. Jürgen Siebert

    Niiu scannt mit Sicherheit keine Zeitungen, sondern empfängt Dateien (PDFs).

  3. hans

    deine anmer­kungen empfinde ich als sehr passend – trotzdem ist es sehr inter­es­sant schlag­zeilen aus verschie­denen sicht­weisen betrachten zu können, eben­falls sehr freund­lich finde ich, dass die zeitung so lagen kostenlos zuge­stellt wird, bis die macher damit zufrieden sind, anschei­nend sind sich diese im klaren, dass es noch viel arbeit gibt.

    aber es wird besser …

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