Warum Steve Jobs ein Kontrollfreak war …

… nein: Warum jeder visuell anspruchs­volle Mensch ein Kontrollfreak sein sollte … beweist der Schutzumschlag der deut­schen Ausgabe von »Steve Jobs by Walter Isaacson« (oben links, rechts das briti­sche Cover, das mit dem US-ameri­ka­ni­schen iden­tisch ist). Wer sich ein biss­chen mit den Verdiensten des kali­for­ni­schen Unternehmers auskennt – das könnte man bei einer Buchcover-Gestaltung voraus­setzen, die sicher­lich an einem Mac verrichtet wird –, sollte Jobs’ jahr­zehn­te­lange Vorliebe für die Schrift Helvetica kennen. Sie ist seit der Geburtsstunde des Apple Macintosh Bestandteil des Betriebssystems und die Display-Schrift des iPhones (seit iPhone 4 und iOS 4: Neue Helvetica).

Diese biogra­fi­sche Tatsache kümmert die Verantwortlichen bei C.Bertelsmann wenig, genau so wenig wie die Proportionen des Titelfotos, das vertikal gestaucht wurde, damit eine weitere Textzeile über dem Portrait Platz findet. Dass sich die Biografie eines Weltstars nicht selbst erklärt sondern in Deutschland mit einer zusätz­li­chen Zeile gekenn­zeichnet werden muss liegt mögli­cher­weise am »nied­rigen Bildungsstand« (Zitat Schlecker) der Kunden. Ach ja, und wieder einmal bestä­tigt sich meine These, dass gute Typografie schneller und billiger geht als schlechte.


71 Kommentare

  1. alex

    … noch etwas ausführ­li­cher auch hier: Geschmacksverirrung

  2. Jürgen Siebert

    Danke für den Hinweis, alex … ein schöner Fotovergleich. Zudem schließe ich ich mich dem Kollegen Michael Preidel an: Ich lese gerade die engli­sche Ausgabe, die ich mir von der TYPO London mitge­bracht habe. Da bin ich auch in Sachen Mikrotypografie auf der rich­tigen Seite.

  3. Hanswurst Peterkäse

    … aber sonst habt ihr keine Sorgen, ja?

  4. P

    ey hansi, du hast dich im blog verirrt.

  5. Peterkäse Hanswurst

    „… aber sonst habt ihr keine Sorgen, ja?“ – Die typi­sche Antwortfrage von Menschen mit nied­rigen Bildungsstand :-)

  6. Lorer

    @Hanswurst: Doch ich habe noch jede Menge andere Sorgen. Danke der Nachfrage.

  7. SvenR

    Wie furchtbar ist das denn?

  8. Jürgen Siebert

    Das ist für Dich, Hansi:
    “It may have been Leclerc Buffon who first said ‘le style c’est l’homme – the style is the man’ but it is an obser­va­tion that anyone with sense had unders­tood centu­ries before, Only dullards crippled into creti­nism by a fear of being thought preten­tious could be so dumb as to believe that there is a distinc­tion between design and use, between form and func­tion, between style and subs­tance. If the unpre­ce­dented and pheno­menal success of Steve Jobs at Apple proves anything it is that those commen­ta­tors and tech-blog­gers and ‘experts’ who sneered at him for produ­cing sleek, shiny, well-desi­gned products or who deni­grated the man because he was not an inventor or origi­nator of tech­no­logy himself missed the point in such a fantasti­cally stupid way that any employer would surely ques­tion the purpose of having such people on their payroll, writing for their maga­zines or indeed making any decisions on which lives, desti­nies or fortunes depended.”

    (Steven Fry)

  9. Hanswurst Peterkäse

    Exakt, weil ich mich nicht drüber auslassen kann, dass hier fata­ler­weise eine andere als die bevor­zugte Schriftart benutzt wurde und auch noch kata­stro­phal an den Proportionen gedreht wurde, bin ich eines nied­rigen Bildungsstandes. Dass ich nicht dem Apple-Hype erlegen bin, spricht natür­lich auch für meine geis­tige Beschränktheit. Wie kann ich nur Steve Jobs nicht anhim­meln? WIe kann ich nur alles, wirk­lich alles, das ihm auch nur ansatz­weise nicht gerecht wird, nicht als Blasphemie bezeichnen und verdammen?
    Aber wie ja schon gesagt wurde, ich bin es damit nicht wert, auf irgend­je­mandes Gehaltsliste zu stehen und nicht fähig, irgend­welche wich­tigen Entscheidungen zu treffen. Um mal zusam­men­zu­fassen: Ich bin nicht lebens­fähig, weil ich nicht kurz vor der Ohnmacht ob des oben beschrie­benen Fauxpas stehe.

  10. Peterkäse Hanswurst

    @ Hanswurst Peterkäse: Die Antwort meiner­seits bezog sich nicht auf eine von Ihnen nicht nach­voll­zieh­bare „Apple-Hype“ oder dass Sie Steve Jobs nicht anhim­meln können, sondern um die nutz­lo­seste (und meiner Meinung nach dämlichste) Antwortfrage seit Bestehen der Menschheit.

  11. Nico

    Mir gefällt die deut­sche Variante besser…

  12. Florian M.

    Vielleicht ist das auch nur die verspä­tete Rache für die gestauchten „Beweis-Bilder“ im Tablet-Streit… http://​heise​.de/​-​1​3​4​0​031

  13. Knruxelchen

    Die Akzidenz ok die ist unpas­send. Aber ganz ehrlich, das gezerrte Bild, sowas sieht man doch nur im direkten Vergleich, sowas merkt kein Endkunde.

  14. Entscheidung

    Dann kaufe ich die engli­sche Ausgabe. Völlig unsen­sible und schmerz­freie Buchgestalter.

  15. Jürgen Siebert

    … so was merkt kein Endkunde.

    Das ist doch belanglos, ob es ein Leser merkt oder nicht. Es is unan­ständig und respektos gegen­über dem Abgebildeten und dem Fotokünstler, ein Portrait zu spie­geln oder zu verzerren. Zudem zeigt es die Hilflosigkeit (oder Naivität), mit der in manchen Verlagen Buchtitel gestaltet werden.
    Ein Blick über den Teich entlarvt den Dilettantismus …
    http://​www​.youtube​.com/​u​s​e​r​/​K​n​o​p​f​d​o​u​b​l​e​d​a​y​#​p​/​u​/​1​9​/​a​U​H​c​k​0​F​V​iac
    Aber so lange es Verleger gibt, die auf auf unsere Kritik mit Sätzen antworten wie »Wir werden kein einziges Buch mehr verkaufen mit einem besseren Cover« geht es dem deut­schen Buch gut.

  16. christoph_z

    »sowas merkt kein Endkunde.«

    viel­leicht. aber was ist durch eine gleich­gül­tige haltung und schlechtem hand­werk gewonnen? was bringt es uns, auf kultur, inhalte und hand­werk zu scheißen?

    das gelun­gene origi­nal­cover zu über­nehmen wäre ja sogar billiger gewesen – so musste noch einem schlechten grafiker zwei arbeits­stunden bezahlt werden.

  17. Jens

    Steve sieht auf dem deut­schen Cover ja aus, als habe er fünf bis zehn Kilo mehr auf den Rippen. Wer das nicht sieht, schaut wahr­schein­lich auch breit­ge­zo­gene 4:3-Sender auf seinem 16:9-Fernseher und merkt’s nicht.

  18. Michael Müller-Hillebrand

    … sowas merkt kein Endkunde.

    Bewusst merken viel­leicht nicht, aber wahr­nehmen schon. Die Brillengläser sehen mMn deut­lich ellip­tisch aus…
    Ich habe volles Verständnis dafür, die Firmeninhaber als letzt­lich für alles Verantwortliche an den Pranger zu stellen (»Bertelsmann«), aber letzt­lich sind es doch Menschen (Gestalter, Lektoren, Produktmanager?), die das konkret ausführen. Stehen die im Buch? Denen sollte man schreiben!

    Um sich nicht Übersetzungsschlampigkeiten wie Silicon → Silikon (gesehen bei Amazon) aussetzen zu müssen, werde ich auch zur engli­schen Fassung greifen! Steht es wirk­lich so schlecht um die Verlage, dass kein Fachlektorat mehr erfolgen kann?

  19. Robert Paulmann

    Das Ganze ist um so ärger­li­cher, als ich gerade in der iPad-Version (Auszug) lese, dass Steve Jobs keinerlei Einfluss auf das Buchs genommen hat – ausser auf die Gestaltung des Covers…

    »He didn’t seek any control over what I wrote, or even ask to read it in advance. His only invol­ve­ment came when my publisher was choo­sing the cover art. When he saw an early version of a proposed cover treat­ment, he disliked it so much that he asked to have input in desi­gning a new version.«

    Dümmer und unsen­si­bler geht es wirk­lich nicht. Dann werde ich mir wohl doch die Originalversion holen müssen. Danke Bertelsmann.

  20. Lorem Ipsum

    Da ich mich im Verlagswesen nicht auskenne würde es mich wirk­lich einmal inter­es­sieren, aus welchen Überlegungen heraus solche scheinbar unnö­tigen Umgestaltungen vorge­nommen werden.
    Ist der ursprüng­liche Einzeiler zu schlicht für deut­sche Geschmäcker? Hatte man Sorge, irgend­je­mand würde nicht verstehen dass es sich um eine Biographie handelt, oder um welche Person es geht? Und warum der Schriftwechsel – etwa aus Lizenzgründen? Oder glaubt man dass es so im Regal besser heraus­sticht? Ich kann mir da einfach keinen Reim drauf machen, fühle mich aber amüsiert an dieses alte Video erin­nert.

    Abgesehen davon wundert es mich, dass man nicht die Myriad verwendet hat – ist sie doch eigent­lich die nach außen hin viel prägen­dere Schrift des „Jobs-Universums“ gewesen. Nagut, viel­leicht sähe es dann zu sehr nach Apple-Produkt aus.

  21. Matthias

    Wäre es nicht inter­es­sant nach­zu­fragen, was der/die Gestalter des deut­schen Covers dazu sagen?

  22. tschill

    Erste-Welt-Sorgen. Währenddessen – mein Zimmer in London, das 700 Pfund kostet, hat keine Heizung. Ihr habt einfach nur einen Knall.

  23. Felix

    Himmel, die Kollegen von Bertelsmann lassen aber auch _jeden_ an den Rechner.

  24. koni

    Natürlichn ist es ein Unding an einem Foto rumzu­zerren.
    Und trotzdem: was mich am meisten stört an diesem nun doch schon satt publi­ziertem Bild, ist diese Floskelhaftigkeit in der Pose.

  25. theo schubert

    alter hut. gibt’s momentan nix besser zu diss­ku­tieren? *gähn*

  26. Michael Müller-Hillebrand

    Ein weiterer Grund, der gegen die deut­sche Fassung spricht: Es sind sechs (!) Übersetzer aufge­führt… siehe Randomhouse​.de.
    Und: »… oder sons­tige Bearbeitung der Cover ist nicht zulässig«. Hätte man sich nur selbst daran gehalten. AUf der Seite wird auch die zustän­dige Presseperson genannt.

  27. Tim Bruysten

    Ein gutes Beispiel. Das Kunstwerk ist im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit beständig der Gefahr der Manipulation ausge­setzt. Authentizität kann unter den Zwiebelschalen der Egos derer, die eigent­lich eine Transportdienstleistung erbringen sollten, verborgen werden. Die Vernetzung dagegen lässt vielerlei Schwindel schnell auffliegen… ;-)

  28. thomas junold

    solange in deut­schen verlagen vertreter der gattung erbsen­zähli­ensis simplicus über gestal­tungs­fragen entscheiden, sehe ich da persön­lich eher anthrazit bis schwarz.

  29. thomas junold

    tim: schon mal was von urher­ber­recht vernommen? mani­pu­la­tion ist mindes­tens grenz­wertig, das sollte gerade bei einem der größten deut­schen medi­en­un­ter­nehmen bekannt sein.

  30. kritzlibaer

    Ich habe meinen Schriftsetzer-Gesellen noch mit Blei gemacht. Fast nahtlos daran habe ich mir einen Ur-Macintosh geleistet und gestaunt, wie leicht ich all das, was ich gelernt hatte, über den Haufen hätte werfen können. Seit dem ertrage ich, wie Typogebote und Ästhetik mit Füßen getreten, bzw. mit Mäusen verge­wal­tigt werden. Das Schlimme ist, dass das Bewusstsein für solche völlig unsinnigen/unnötigen Peinlichkeiten immer mehr abzu­nehmen scheint. Ich wäre für so etwas damals hoch­kant raus­ge­flogen.

  31. R::bert

    Mein erster Gedanke: warum nicht in Myriad? Aber das Cover jetzt so zu »entapplen«, das Foto so zu entstellen, ist absolut respektlos, gar verach­tend gegen­über dem Gründer, seinem Lebenswerk und vor allem Steve Jobs als Mensch selbst.
    Die Schreibweise »C.Bertelsmann« spricht ja schon Bände über typo- und ortho­gra­fi­sches Verständnis sowie Selbst-Wertschätzung des Verlages. Für meine Begriffe gehört der Inhalt dieses Buches in verant­wor­tungs­vol­lere Hände.

  32. Knruxelchen

    Besten Dank, Ihr habt natür­lich alle­samt recht, es ist respektlos.

  33. Stefan

    »Der Byzantinische Bilderstreit war eine Zeit der leiden­schaft­li­chen theo­lo­gi­schen Debatte in der dama­ligen orthodox-katho­li­schen Kirche und dem byzan­ti­ni­schen Kaiserhaus während des 8. und 9. Jahrhunderts, in der es um den rich­tigen Gebrauch und die Verehrung von Ikonen ging. Die beiden Parteien wurden als Ikonoklasten (Ikonenzerstörer) und Ikonodulen (Ikonenverehrer) bezeichnet.« (auf die Schnelle aus der Wikipedia)

    Fragen die beim Betrachten der Bilder und Lesen des Artikels auftau­chen:
    – Warum macht Bertelsmann sowas? Es scheint mir völlig unnötig. Wollte der Urheber des Original-Covers so viel Geld?
    – Auch wenn das deut­sche Bild offen­sicht­lich verzerrt ist, könnte das engli­sche nicht auch durch Objektiv, Fotograf oder Nachbearbeitung verzerrt sein, und wäre das noch im Rahmen des »Erlaubten«? Was sind die rich­tigen Proportionen einer Steve-Jobs-Abbildung, und wer legt sie fest?
    – Ich habe zuerst die deut­sche Version des Covers gesehen, und mir gedacht: »In das Cover hat Steve Jobs also korri­gie­rend einge­griffen und das soll das Ergebnis sein?« Wie konnte ich dem Original-Cover entgehen, bis mich das deut­sche in die Irre führen konnte?
    – Ist es so, dass man sich auto­ma­tisch mit den Verdiensten von Apple auskennt, wenn man Gestalter ist, und wenn ja, wie kommt das? Verwendet man auto­ma­tisch einen Mac (und hat vermut­lich ein iPhone in der Tasche) wenn man Gestalter ist? Ich finde, dass genau diese offenbar verbrei­tete Grundannahme erschre­ckend unre­flek­tiert ist, und das passiert genau Leuten, die immer alles hinter­fragen sollten, um gute Arbeit machen zu können. Ein blinder Fleck? In manchen Dingen doch nicht so verschieden zu Leuten mit »nied­rigem Bildungsstand«? Wenn ich einen Mac verwende, dann weil das Werkzeug mir unter den bestehenden Angeboten best­mög­lich helfen kann – nicht weil Steve Jobs Helvetica mochte oder Jonathan Ive die USB-Anschlüsse an unmög­li­chen Stellen anbringt, damit man sie nicht sehen muss.
    – Da der Buchumschlag Verkaufsmedium ist: Ist die Information, dass das die autho­ri­sierte Biographie ist, für den poten­ti­ellen Käufer nicht sehr inter­es­sant? Ich könnte ja auch an »Die wahrste Wahrheit und die dunklen Geheimnisse von Steve Jobs« geraten, geschrieben von irgendwem. So wüsste ich zumin­dest, dass das, was da drin ist, kano­nisch ist. Aber das über­trie­bene(?) Weglassen von viel­leicht auch Relevanten(?) ist ja auch Apple-typisch. Dafür sieht es auch maximal einfach und schön aus.

  34. Matthias

    Ich möchte noch einen anderen Aspekt darlegen: Abbildungen beein­flussen unsere Wahrnehmung. Es ist wissen­schaft­lich belegt, dass sich z.B. die Präferenz bezüg­lich der Beinlänge (und damit Schlankheit) von Frauen direkt und vor allem nach­haltig beein­flussen lässt durch die gezielte Präsentation offen­sicht­lich (!) mani­pu­lierter Abbildungen mit grotesk „verlän­gerten“ Beinen. (Btw.: Es gibt noch mehr Beispiele und es geht hier auch nicht nur um die Wahrnehmung von Männern!)

    Was also bei der schein­baren Bagatell-Sünde der dispro­por­tio­nalen Verzerrung des SJ-Portraits eigent­lich zu Tage tritt, ist der erschre­ckend naive und reflek­ti­ons­freie Umgang mit Fotografie. Als ob der einzige Maßstab für Abbildungen sei, dass ein Bild optimal ins Format passen müsse. Die Verwendung einer Extended AG (ist das so?) statt einer Neuen Helvetica ist da schon fast ein Kavaliersdelikt und über­rascht mich nach alledem auch nicht weiter.

  35. paul

    Ihr Lieben,
    es ist genau umge­kehrt: Für die US-Ausgabe wurde das Foto von Steve Jobs gestaucht, damit er schlanker aussieht.

  36. Petra C.

    Ist ja voll dämlich auf einem Blog über Typographie über Gestaltung und Schriftarten von und auf Buchcovern zu schreiben. Schreibt gefäl­ligst über die dritte Welt und exis­ten­zi­elle Nöte, bevor das Internet voll ist und nichts mehr rein­passt.

    m-|

  37. Christian Büning

    Lieber Jürgen,
    vielen Dank für diese Cover-Kritik. Mehr davon, das hebt die Laune und die Qualität. Weiß Bertelsmann eigent­lich, dass über seine(n) Designer geki­chert wird?

  38. Jürgen Siebert

    Danke, Christian.

    Noch ein paar Fotos zur Vertiefung der Diskussion:

  39. Morphix

    Warum liest ihr denn die Deutsche ausgabe?

  40. Anderer Jürgen

    Hier mal ein kleiner Sprung in die Bresche der deut­schen Buchtitel-Gestalter: Ich habe das Gewerbe der Buchcovergestaltung eher als Fließband-Arbeit kennen­ge­lernt. Während man neid­voll auf anglo­ame­ri­ka­ni­sche Kollegen guckt, die grund­sätz­lich Inhalt des Buches, die Biografie und Eigenheiten des Autors kennen und oben­drein Muße haben, geschicht­liche oder gesell­schaft­liche Bezüge herzu­stellen, wird einem hier­zu­lande ein knappes, aber verbind­li­ches Briefing eines noch nicht erschie­nenen Titels auf den Tisch gelegt. Drei Zeilen Inhaltsangabe und Autoreninfo ist da schon viel, ein Gegensatz zu der Zeit die man für die Gestaltung aufwenden darf. Das funk­tio­niert oft genug nur, weil sowieso alles bis ins Detail von den Verlagen vorge­geben wird („so wie die US Ausgabe, aber ein biss­chen anders, viel­leicht ne andere Schriftart?“). Einen Dialog gibt es nicht, das unan­tast­bare Votum der Vertreterkonferenz entscheidet.
    Die Kritik an den Gestaltern, die oftmals gerne würden, aber weder dürfen noch entspre­chende Spielräume bekommen, zielt ins Leere, die an der totalen Unterwürfigkeit gegen­über den Wünschen oder Erfahrungen der Controller und Vertreter/-käufer­frak­tionex­tremen, der extremen Phantasielosigkeit und gestal­te­ri­schen Skrupellosigkeit auf der Seite der Verlagshäuser ist in meinen Augen mehr als berech­tigt.

  41. Christian Büning

    @ Anderer Jürgen: Ich kann deine Sichtweise bestä­tigen. Ich habe mit 15 Illustratoren zusammen eine Etage geteilt und immer die ernüch­ternden Momente erlebt, wenn die Titel-Entwürfe eintrafen. Die Lektoren haben eine erschre­ckend schlechte Ausbildung in Typografie und den Verlagen ist es offenbar nicht wichtig. Ich war immer wieder über­rascht, dass renom­mierte Verlage typo­gra­fi­schen Nonsens und stilis­tisch Unsagbares durch­gehen lassen.

    Viele Illustratoren sind dazu über­ge­gangen, den Titel komplett mitzu­lie­fern, um typo­gra­fi­sche Totalausfälle zu vermeiden. Schließlich steht deren Name mit auf dem Titel. Das geht sogar soweit, dass die Illustratoren das Hand-Lettering bei Profis einkaufen und selbst bezahlen – nur um gute Bücher zu machen.

    Ein Fall blieb mir beson­ders in Erinnerung: Eine Illustratorin setzte sich mit dem Grafiker zusammen im Verlagshaus an die Seiten und kümmerte sich mit um die Typo. Das Ergebnis: Eine Auszeichnung bei den schönsten Büchern Deutschlands. :)

  42. HD Schellnack.

    Es ist ja verblüf­fend, dass dieses Thema erst bei Apple-Gründer Jobs hier aufkommt. Deutsche Covergestaltung ameri­ka­ni­scher Titel ist seit langem in vieler Hinsicht ein Alptraum – Isaacson kommt hier noch inso­fern gut weg, als dass ihm wenigs­tens kein Übersetzer (oder die Marketing-Volontäre) einen schnit­tigen deut­schen Titel, der nichts mit dem Original zu tun hat, verpassen… was bei 80% der US-Titel in Deutschland der Fall ist. Das Buch heißt also nicht «Peter Müller» oder «Apple-Mania – von der Garage zum Weltkonzern» o.ä. Ich erin­nere mich, dass Jonathan Carroll irgend­wann ange­sichts auslän­di­scher Titelgestaltung seiner Bücher frus­triert kommen­tierte, als Autor ende sein Einfluss über die eigenen Bücher, sobald er sie beim Verlag abgibt.

    Schlimmer sieht es hinter dem Umschlag aus, wo die Übersetzungen haar­sträu­bend sind. Mein Favorit ist neben den gran­dios miesen Urs-Widmer-Übersetzungen von Chandler noch immer Neil Gaimans/Terry Pratchetts «Good Omens», wo schon der erste Satz des Übersetzers einfach den Original-Gag im Wiegenbettchen erstickt und sich danach Kapitel um Kapitel zum lite­ra­ri­schen Genozid hoch­ar­beitet. Schön kommen­tiert hat Sven Böttcher seine eigene Übersetzung von Groucho Marx’ Biographie «Groucho und ich» damit, dass seine eigene Übersetzung nicht unbe­dingt besser sei als die seiner Vorgängerin – aber immerhin voll­stän­diger. Die Dame hat nämlich, da von Golfer-Know-how weit­ge­hend unbe­leckt, kurzer­hand ein ganzes Kapitel wegge­lassen :-D. Die Beispiele sind endlos, ehrlich gesagt.

    Es ist also keines­wegs nur die Schriftwahl oder der lieb­lose Umgang mit Albert-Watson-Photos, sondern eine ganz grund­le­gende Realität im Buch-Lizenzgeschäft. Es gibt durchaus Länder, die liebe­voll mit auslän­di­schen Autoren umgehen, wo die Covergestaltung sogar ausge­spro­chen besser ist als die Originale (Italien und Polen fallen mir da etwa ein), aber in Deutschland ist es meist eher umge­kehrt.

  43. Jürgen Siebert

    Danke an Christian und Jürgen: Natürlich geht die Kritik nicht allein (oder sogar fast gar nicht) an die Gestalter, sondern an den Verlag … daher meine Überschrift: Es gibt dort keine Kontrollfreaks. Ein biss­chen mehr Liebe zum Produkt würde auch schon reichen …!

  44. R::bert

    Danke Jürgen (# 38)!

    Textausrichtung Buchrücken, Schriftwahl Innenteil (»Ein selt­sames Paar …«) und Fotodarstellung finde ich bei der deut­schen Ausgabe sogar besser gelöst. Das war es dann aber leider auch.
    Seltsam, dass im Innenteil auch die Myriad zum Einsatz kommt. Es fällt im Allgemeinen auf, dass Cover und Mengensatz gestal­te­risch und typo­gra­fisch oft keine Einheit ergeben. Und das ist scheint kein ausschließ­lich deut­sches Problem zu sein.
    Bzgl. »Gute Typografie, jetzt« würde ich gern anregen, dem Abhilfe zu schaffen und bei Schriftwahl etc. über­grei­fend linear zu verfahren.

    Weiß Bertelsmann eigent­lich, dass über seine(n) Designer geki­chert wird?

    Würde mich auch bren­nend inter­es­sieren. Es wäre jeden­falls nur fair, C.Bertelsmann mit Deiner/unserer Kritik Jürgen direkt zu konfron­tieren und viel­leicht mehr Positives bewirken als bloßes Anprangern. Was meinst Du?

  45. Jürgen Siebert

    Es wäre jeden­falls nur fair, C.Bertelsmann mit Deiner/unserer Kritik Jürgen direkt zu konfron­tieren und viel­leicht mehr Positives bewirken als bloßes Anprangern. Was meinst Du?

    Würde ich bei Spiegel Online oder der ZEIT sitzen, hätte ich selbst­ver­ständ­lich (schon vor dem Verfassen des Beitrags) am Hörer gehängt und Statements von Verlagsseite einge­holt. Ich bin aber kein Journalist (haupt­be­ruf­lich), sondern ein Blogger. Als ein solcher sehe ich etwas und sag’ meine Meinung dazu (Kundensicht), die kommen­tiert werden darf. Nach fast 10 Jahren Web 2.0 sollten auch große deut­sche Verlagshäuser gelernt haben, wie man mit wenig Aufwand (Google Alerts, RSS, Twitter …) täglich ein Feedback von Kundenseite über das eigene Tun erhält – kostenlos. Wenn C.Bertelsmann das hier nicht erfährt und daraus lernt, dann haben sie es auch nicht anders verdient …

  46. Bert Vanderveen

    The typo­graphy of the Little-Brown edition is of average to bad quality — the Didone used for the Chapter titles and headings is too light in rela­tion to the body type and has not been kerned to regu­late bad letter combi­na­tions.

    The body type suffers from way too wide word­s­pa­cing, the desi­gner apparantly felt that kerning trou­ble­some numbers like ‘1’ was too much of an hassle, faux small caps have been use in the folio’s, the italic para­graph titles are lumpish, etc., etc.

    But still, it is an exci­ting book to read : )

  47. StefanB

    Für die US-Ausgabe wurde das Foto von Steve Jobs gestaucht, damit er schlanker aussieht.

    Ist da was dran? Quelle? Wenn ja, würde es ja einen Teil der Diskussion – nicht den Kern – völlig ad absurdum führen …

  48. Heiko

    @ 47 | StefanB: Ich habe mal g’schwind das Buchcover über einen Screenshot der Apple.com-Todesanzeigenseite gelegt. Das beweist zwar erstmal nichts, gibt aber zumin­dest einen Hinweis auf das Wertlegen auf Konsistenz im ameri­ka­ni­schen Sprach/Kulturraum. ;)

    Grüße
    /H

  49. StefanB

    Besten Dank, wäre diese Frage auch geklärt. ;)

  50. R::bert

    @ 37 | Christian Büning

    Ja. Und es gibt posi­tiven Dialog. Ein schönes Wochenende!

  51. Tobsen

    Leicht OT: Gibt es gestal­te­risch und Inhaltlich einen Unterschied zw. den US- und UK-Ausgaben?

  52. John

    Weiß jemand was in der deut­schen Version mit Kapitel 21 „Family Man: At Home with the Jobs Clan“ passiert ist? Die deut­sche Version enthält daher nur 41 statt 42 Kapitel.

  53. Gérard Dirks

    Es geht noch schlimmer.

    In die Digitale Ausgabe sind die Kapital noch anders verteilt :-(
    Ich habe das gefühl die habe 2 Kapitel zusam­men­ge­fügt. Muss Sie mal inhalt­lich mitein­ander verglei­chen.

    In English gibt es
    CHAPTER TWENTY:A Regular Guy: Love is just a Four-Letter Word
    CHAPTER TWENTY·ONE: Famlly Man: At Home with the Jobs Clan
    CHAPTER TWENTY·TWO: Toy Story: Buzz and Woody to the Rescue
    Kapitel 20 Ein gemachter Mann: Love is just a Four Letter Word
    Kapitel 21 Toy Story: Rettung naht für Buzz und Woody

    Hat jemand mal alle 4 Inhaltverzeichnisse (Buch US/Buch DE /Online US/Online DE gelistet um die diffe­rencen zu sehen. BTW. In die US Ausgabe ist das Inhaltverzeichnis vorne drin, in die Deutsche ganz hinten. Wäre für eine Biography doch sehr wichtig um schnell gewisse Lebensphasen zu finden. Ich wurde vorne suchen, aber dies ist wohl weil ich nicht in Deutschen Raum aufge­wachsen bin ;-)

    Wo ist war Regisseur der mit diese 6 Übersetzer kompo­nieren sollte?

  54. Felix von Pless

    Das ist ja lustig, weil ich mich schon so darüber aufgeregt hatte, dass ich C.Bertelsmann schrieb, was dann soll und warum.

    Die Antwort lies nicht lange auf sich warten:

    Sehr geehrter Herr von Pless,

    wie Sie richtig bemerkt haben, ist durch den deutschen Untertitel und die so entstandenen insgesamt drei Textzeilen in der Titelgestaltung das Coverfoto in Abstimmung mit dem Autor geringfügig verkleinert worden (wie übrigens auch schon der US-Verlag das Originalfoto geringfügig verkleinert hatte).

    Wir hoffen, dass Sie sich dadurch nicht vom Kauf des Buches abhalten lassen.

    Beste Grüße
    Arno Matschiner

    Aus meiner Sicht ist diese Antwort banal und zudem nicht richtig, was aufgrund der Beweisfotos hier offensichtlich nicht stimmen kann.
    Leider ein Beweis dafür, wie die Deutschen anscheinend immer ein Problem damit haben, vorbildliches Design zu übernehmen oder einfach mal den Übersetzer zuhause lassen. Den Deutschen wird auch einfach zu wenig zugetraut, denn wer brauch schon diesen Zusatztitel, wenn er sich dieses Buch kauft?

  55. Sebastian Nagel

    @56:
    Gerade der Untertitel ist doch die einzige nütz­liche Änderung von der engli­schen zur deut­schen Version.
    Sie enhält den – für mich als Interessenten wert­vollen – Hinweis, dass diese Biografie von Steve Jobs autho­ri­siert ist, also die „offi­zi­elle Leseart“ über Steve Jobs sein wird, und nicht etwa eine, die irgend ein Hansel mal eben aus diversen Quellen zusam­men­ko­piert hat, gewürzt mit Interpretation und Lückenfüllern.
    Dass der Hinweis im Original fehlt, ist zwar „typisch redu­ziert“ für Steve Jobs, aber eben auch sympto­ma­tisch für den Überreduzierungswillen bei Apple, der das Aussehen zwar unschlagbar schön macht, aber dabei eben schon Aussehen vor Funktion stellt.
    (Dass man den Untertitel aber auch anders hätte unter­bringen können als es Bertelsmann hier gemacht hat, steht außer Frage.)

  56. StefanB

    Soso, ein Bild zu stau­chen nennt man bei Bertelsmann verklei­nern. Am besten ist aber tatsäch­lich die Begründung: Wenn der US-Verlag das Bild (angeb­lich) bereits verzerrt hat, dann tut es auch nichts zur Sache, wenn wir es noch etwas mehr verzerren …

  57. Tobsen

    Gerade hab ich auf steve​jobst​he​bio​graphy​.com gefunden:

    Statement regar­ding Steve Jobs: The Exclusive Biography
    Following discus­sion online regar­ding diffe­rences between the US and UK editions of Steve Jobs: The Exclusive Biography, Little, Brown UK can confirm that the page length for the UK edition is 656 pages – the same as the US edition – and that there is no diffe­rence between the two in terms of content.

  58. se

    Ihr Lieben,
    es ist genau umge­kehrt: Für die US-Ausgabe wurde das Foto von Steve Jobs gestaucht, damit er schlanker aussieht.

    so ein bull­shit

    Grün= Original
    Rot = Bertelsmann
    Farbe = Albert Watson

    Image and video hosting by TinyPic

  59. Jürgen Siebert

    Sie enthält den – für mich als Interessenten wert­vollen – Hinweis, dass diese Biografie von Steve Jobs auto­ri­siert ist, also die “offi­zi­elle Leseart” über Steve Jobs sein wird, …

    Eine solche Information ließe sich mit einem Aufkleber (auf der Einschweißfolie) elegant unter­bringen. Ja, das kostet ein paar Cent, dafür hätte man jedoch den Original-US/UK-Umschlag unan­ge­tastet über­nehmen können. Der Sticker wäre auch nur am POS einzu­setzen, Amazon-Exemplare benö­tigen ihn nicht, weil es auf der Website eine Produktbeschreibung gibt.

  60. Rene Hartmann

    Anscheinend meinte man, das Cover dem Geschmack und den Sehgewohnheiten des durch­schnitt­li­chen deut­schen Lesers anpassen zu müssen. Gut möglich, dass dem das Cover sogar besser gefällt als das Original. Nur sieht es eben aus wie das Cover irgend­einer Biografie, der Bezug zur Person Steve Jobs ist verlo­ren­ge­gangen.

  61. koni

    der Bezug zur Person Steve Jobs ist verlo­ren­ge­gangen.

    Häääääähhhhh?????????

  62. R::bert

    @ koni
    Steve Jobs = Purismus = weniger ist mehr (jeden­falls beim Produktdesign)

    Das hört man auch noch mal gut bei der Apple-Abschiedsfeier heraus.

  63. koni

    @R::bert:
    schon klar.
    Aber der Unterschied zwischen der US/UK- und der D-Version ist doch nicht so, daß man davon spre­chen könnt, daß der Bezug zu SJ verloren gegangen wär. Es ist die Frechheit, an seiner Physiognomie rumzu­dok­tern, die zu beklagen ist. Die typo­gra­fi­schen Unterschiede sind ja eher vernach­läs­sigbar. Zumal ja beide Covers von einer meiner Meinung nach eher ausdrucks­losen Fotografie domi­niert werden.

  64. Der Schweizer

    Sehr geehrter Herr Siebert,

    auch mir ist es mehr als rätsel­haft, warum am Cover der deut­schen Ausgabe derart herum­ge­pfuscht wurde. Meine Ratlosigkeit steigt aller­dings ins uner­mess­liche, wenn ich sehe, dass viele der Kommentare diese „Maßnahme“ auch noch in Schutz nehmen. Als Schweizer Architekt und Designschaffender lebe ich seit über 5 Jahren in Berlin. Herr Siebert, warum wird eigent­lich hier­zu­lande von frei­schaf­fenden wie ange­stellten Gestaltern so viel schlechte (aber sicher­lich gut bezahlte) Form produ­ziert (dasselbe gilt für den Bereich Architektur)? Meine Ernüchterung wird täglich größer, zumal ich selbst um jeden noch so winzigen Auftrag kämpfe. Was ist hier los? Haben Sie eine Antwort für mich?

    Mit freund­li­chen Grüßen
    Ihr Schweizer

  65. R::bert

    @ koni

    Wer sich ein biss­chen mit den Verdiensten des kali­for­ni­schen Unternehmers auskennt – das könnte man bei einer Buchcover-Gestaltung voraus­setzen, die sicher­lich an einem Mac verrichtet wird –, sollte Jobs’ jahr­zehn­te­lange Vorliebe für die Schrift Helvetica kennen. Sie ist seit der Geburtsstunde des Apple Macintosh Bestandteil des Betriebssystems und die Display-Schrift des iPhones (seit iPhone 4 und iOS 4: Neue Helvetica).

    Ich fasse noch mal zusammen: aus einem einzei­ligem wurde ein drei­zei­liger Titel plus Verlagsmarke. Von der Helvetica wurde sich verab­schiedet und das Portrait wurde gestaucht.

    Das Ganze riecht leider stark nach einer Haltung, die folgendes Video schön beschreibt. Das diese mehr Schaden anrichtet, zeigt das Ende: The Process

    ; )

  66. Twix Raider

    Kinder, wisst ihr denn nicht, dass Bertelsmann die Gestaltung komplett nach Taiwan outge­sourced hat? Das erle­digen schon lange minder­jäh­rige Produktpiraten, die bei Foxconn lebens­läng­lich absitzen, also durch­schnitt­lich 12 Jahre…

  67. Paulimausi

    Leider ist nicht nur das Design der deut­schen Ausgabe schlecht. Und ich finde eigent­lich alles schlecht: Der Titel ist negativ verän­dert. Die Rückseite ist abge­schmackt und gegen­über dem Original eine völlige Verhunzung. Die Typografie im Inneren ist eher schäbig. Warum hat man nicht einfach die Gestaltung des Originals über­nommen?
    Aber es ist auch noch die Übersetzung schlecht, jeden­falls soweit ich das sehen kann. Aus

    “How this book came to be”

    wird

    „Wie dieses Buch zu mir kam“.

    „Zu mir“?
    Aus

    “He had been scat­ter­shot friendly to me over the years, with occa­sional bursts of inten­sity, espe­ci­ally when he was laun­ching a new product that he wanted on the cover of Time or featured on CNN, places where I’d worked.”

    wird

    „Er war über die Jahre hinweg auf eine ober­fläch­liche Art freund­lich zu mir gewesen, zuweilen aber auch recht unge­halten, insbe­son­dere wenn er ein neues Produkt auf den Markt brachte, das auf dem Cover der Time oder von CNN – ehema­lige Arbeitgeber von mir – präsen­tiert werden sollte.“

    „Die Time“? … präsen­tiert Produkte? Steve Jobs war „unge­halten“, um ein Produkt auf den Titel des Time Magazine zu bringen? WTF?

  68. Roger

    Was soll an der Akzidenz Grotesk falsch sein? Immerhin ist sie die Vorlage für die Helvetica. Die Helvetica ist eine Akzidenz Grotesk mit grös­serer x-Höhe und die Buchstaben wären bei glei­cher Höhe breiter. Deswegen ist auch der Zeichenabstand grösser. Die Schrift braucht also mehr Platz in der Breite und hat eine grös­sere x-Höhe. Ansonsten ist sie die Akzidenz Grotesk.

  69. Stephan Wiessler

    Jaja, die gute Kontrolle. Man kann sich echt leicht unglück­lich machen…

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