TYPO Day Hannover: »… nicht für Arschlöcher!«

Erik Spiekermann vor einer Woche auf der TYPO San Francisco: “Live is in Beta”

Würden wir am kommenden Freitag in Hannover unseren beliebten TYPO-Day-Film mit Erik Spiekermann zeigen, könnte man die Besucher wenigs­tens vorwarnen: »Sie werden 23 mal das Wort ›Scheiße‹ hören, 5 mal ›Arschloch‹ und ein mal ›Leck mich‹ …«. Doch Spiekermann wird im Alten Rathaus live auf der Bühne stehen, als eloquente typo­gra­fi­sche Zeitbombe mit dem Label »Explicit« auf der Brust, und neben lehr­rei­chen Thesen sicher­lich auch dras­ti­sche Erlebnisse einflechten. So wie er es vor einer Woche auf der TYPO San Francisco tat. Dass diese Auftritte glei­cher­maßen lehr­reich, unter­haltsam und erhel­lend für jeden profes­sio­nellen Designer sind … das ist die einzige Garantie, die wir den Besuchern von Hannover geben können.

Folie aus dem letzten Spiekermann-Vortrag im Yerba-Buena-Center of the Arts, San Francisco …

Der TYPO Day ist ein Tagesseminar für typo­gra­fi­sche Gestalter, Markenberater und Publisher, kura­tiert von FontShop. Er verschafft einen Überblick zum aktu­ellen Stand der digi­talen schrift­li­chen Kommunikation, mit über 50 Fallbeispielen zu Corporate-Design-Projekten, Web-Trends, Font-Techniken, mobile Kommunikation und program­mierte Fonts. Weitere Sprecher am kommenden Freitag:

Weitere Informationen liefert unser Newsletter, der hier online zu lesen ist …

Die gute Nachricht: Es gibt noch ein paar Tickets für Hannover … Bitte schnell buchen, denn die Gefahr ist groß, dass einige Leser den nach­fol­gend einge­bet­teten TYPO-San-Francisco-Vortrag von Erik Spiekermann faven, verlinken und liken werden … Schneeballeffekt!  Übrigens ist der Auftritt im Video thema­tisch nicht iden­tisch ist mit dem Vortrag für den TYPO Day in Hannover.


10 Kommentare

  1. Gies

    Mit Vulgarität kriegt man die Leute immer ran.

  2. carlos

    Was sagt es eigent­lich über unsere Branche aus, wenn immer und überall die glei­chen Menschen Vorträge halten?

  3. Wolfgang

    @ carlos: Das es bei uns auch nich anders is als in anderen Branchen?
    Gegenfrage: Muss man immer in alles etwas hinein­in­ter­pre­tieren?

  4. carlos

    Lieber Wolfgang,
    natür­lich muss man das nicht inter­pre­tieren, aber es kann hilf­reich sein, Dinge zu hinter­fragen, um daraus neue Gedanken zu entwi­ckeln. Vielleicht würde ein offener Diskurs über den Zustand unserer Branche helfen, selbigen zu verbes­sern?

  5. R::bert

    Na, dieses Niveau hat Erik doch gar nicht nötig. Und ich glaube man kann dem Publikum ruhig auch etwas mehr Intellekt zutrauen, Botschaften zu verstehen. Ich finde solche Vokabeln, insbe­son­dere bei Fachvorträgen, eher absto­ßend. Ob da wirk­lich so viel Sympathiepunkte raus­springen?

  6. erik spiekermann

    Jürgen hat leider über­setzt, denn den Vortrag in SF habe ich auf englisch gehalten. Dort ist das Wort „shit“ viel harm­loser als sein deut­sches Äquivalent. Es bedeutet dort eher „Kram“; die Leute machen zum Beispiel „cool shit“. Bei uns würde man sagen „geile Sachen“, wobei ich dieses Wort von früher auch noch als verboten kenne. Ansonsten sind etwa 30 Kraftausdrücke in 48 Minuten vor einem geschlos­senen Fachpublikum mit meist sehr jungen Leuten wirk­lich kein Problem. Verglichen mit der glei­chen Anzahl von Schüssen und unge­zählten Leichen im normalen Krimi sogar harmlos.

  7. Stefan Flach

    The light yellow post it, I would post on the Vortrag, hanging on the wall would be:
    „Eriks hell­blaue Jacke ist f***ing cool shit!“

  8. Den Sen

    Hat es einen bestimmten Grund, dass der Player über eine so begrenzte Funktionalität verfügt? Ich würde zumin­dest gerne wissen, wie lang der Clip ist.

  9. Florian

    Den Sen, quäl Dich nicht, schau lieber hier: typo​talks​.com

  10. Jacky

    Wir sehen uns heute ;)

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