Steinmeier-Logo … alles wurde gut

Vor zwei Wochen ging ein Signet durch die Medien, dass für Aufsehen sorgte: Das Siegermotiv des Frank-Walter-Steinmeier-Logo-Crowdsourcings, veran­stal­tete von der Kreativ-Plattform Jovoto (Fontblog berich­tete: Frank-Walter Steinmeier tappt in Crowdsourcing-Falle). Das trep­pen­för­mige Motiv weckte falsche Assoziationen. Was in dem Zusammenhang jedoch nicht gesagt wurde: 1. muss das Gewinnerlogo – anders als bei vielen Wettbewerben –  nicht zum Einsatz kommen und 2. hatte der Designer schon längst eine Überarbeitung ange­fer­tigt, die jedoch erst nach dem Einsendeschluss bei Jovoto eintraf.

Die Entscheidung für das endgül­tige Logo fiel gestern im Willy-Brand-Haus in Berlin-Kreuzberg. Am besten kam bei den SPD-Werbern die Idee »Franky goes Web 2.0« von Jovoto-Mitglied Marco Slowik alias maggo an. Seine runde Wortmarke in Rotweiß mit einer über­di­men­sio­nalen fw-Ligatur und einem klei­neren, versal gesetzten »Steinmeier« darunter wird das Wahlkampf-Signet für den SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Das Motiv war vor der Übergabe mit dem Schöpfer und der Agentur A+B FACE2NET über­ar­beitet worden.

Das Foto oben zeigt die Logo-Übergabe, im Hintergrund weitere Ergebnisse des Jovoto-Wettbewerbs, links der Sonderpreis-Gewinner Diogo da Silva Novaes, in der Mitte der Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, rechts Marco Slowik (Ideengeber). Der SPD-Bundesgeschäftsführer Karl-Josef »Kajo« Wasserhövel (nicht im Bild) über­reichte bei dieser Gelegenheit den Scheck über 3000,– € Lizenzgebühr an maggo für die Nutzung des Signets.

Das jetzt gewählte Signet will die SPD auf ihrer Website wahl​kampf09​.de zum Einsatz bringen, aber der Webseite des Kanzlerkandidaten auch auf Steinmeiers Facebook-Seite und auf anderen Portalen.

(Foto: SPD)


89 Kommentare

  1. drossmedia.com

    Der Knaller ist das jetzt aber auch nicht.

  2. Oliver Adam

    Lucky Strike für Franky?! Auf den ersten Blick sieht’s gefällig aus, finde ich. Auf den zweiten nicht, denn es ist ein Entschlüsselungs-Logo und damit zu »schwierig«: Wofür steht »fw«, werden sich viele fragen: doch nicht etwa für »falsche wahl«?!

    Warum ist der eignet­liche Name STEINMEIER so winzig (auf dem Foto schon fast nicht mehr auf einen Blick zu entschlüs­seln)? Ist er ein »kleiner«, gar »klein­ka­rierter« Politiker? Schämt er sich etwa seines Nachnamens? »fw« ist irgendwie mani­riert, anbie­de­rungs­artig: »Und hier kommt unser fw« – nee, passt nun wirk­lich nicht zu Steinmeier …

    Meiner Meinung nach ein schönes Beispiel für ein Design im Sinne von »Styling« ohne Berücksichtigung von Positionierung im Sinne von »Prozess« oder gar »Strategie«. Nix für mich!

  3. HD Schellnack

    Mag ja mal gar nicht, wie das Steinmeier da einge­quetscht ist. Das Ding ist aber wieder, das «Design» hier auf auf bunte Bilderkes redu­ziert wird.

    Im Sinne von Design im weiteren Sinne würde ich eher sagen, dass Politiker weniger Obama-Logos brau­chen und gerade in Deutschland – und gerade ein Typ wie Steinmeier (oder EFFWEE?) – auch kein Obama IST, also eine zu seiner eher trockenen Art passende Schiene braucht. Seriöser, ganz­heit­li­cher.

    Und Marketing-Maßnahmen, auf denen das Subjekt der Maßahme mit SO einem Photo durch die Presse geht, schießen nach hinten, oder?

  4. Bert Vanderveen

    Look at the back­drop in the picture: tons of designs. Imagine all the effort put in this by dozens of desi­gners. And for what: a 3000 euro fee and a lot of not too posi­tive publi­city.

    My advice to serious desi­gners: stay away from ‘compe­ti­tions’ like this.

  5. fhuber

    Hurra, Franky goes to Hollywood – Ne halt, to Web 2.0!
    Wo ist denn die Spiegelung, der Verlauf? Da kann man doch noch pimpen! Mehr Bunt, mehr Lustig, mehr noch weiter weg vom vermut­lich unbun­testen, unlus­tigsten Kanzlerkanditaten aller Zeiten.
    Aber mal abge­sehen von meiner persön­li­chen Einschätzung, darf sich Herr Berluschi damit rühmen, solch ein Logo zu verwenden.
    Bitte Herr Steinmeier, lieber einfach Univers benützen! Damit machen Sie nichts falsch *hust*
    Noch besser natür­lich einen Grafikdesigner beauf­tragen, der sich auch Überlegungen macht, wie das Ergebnis wirken soll, bevor er ins Blau hinein gestaltet.

  6. jAnsen

    hehe. 3000 euro für die gestal­tung, erstel­lung und als sahne­häub­chen auch noch die nutzungs­rechte. gut abge­zockt, würde ich da mal sagen. allein die natio­nalen nutzungs­rechte wären ein viel­fa­ches wert…

    (bekommt raymond loewy eigent­lich auch ein biss­chen was vom „preis­geld“? wo er doch mindes­tens 60 prozent der gestal­tung geleistet hat?)

  7. Liz

    wählen Sie fire­works

  8. robertmichael

    hahaha… der oliver hat den bogen abge­schossen.
    „fw für falsche wahl“ und dann auch noch klein­ge­schrieben. ich schmeiss mich weg!
    aber schön das die so steuer/parteigelder unter die leute schmeissen, das nenne ich aufschwung ;)

  9. Wolfgang

    Musste irgendwie direkt an dieses Fleischereifachgeschäft „F“ denken, also an Metzgerei. Nette Assoziation wie ich finde…

  10. robertmichael

    »Franky goes Web 2.0« hä, wieso? was ist daran web 2.0?

  11. Vroni

    vroni-detec­tions say:
    fw steht auf alle Fälle für feuer­wehr oder fiese weiwa.

  12. flxb

    meine erste Assoziation war ja forward stein­meier. Schnell vorspulen zum nächsten Kandidaten.

  13. Vroni

    Den Steinmeier kann man gar nicht positionieren.(Ebensowenig die ganze SPD im Augenblick).
    Weil es nixen zum Positionieren gibt. Due to main­ten­ance, no content avail­able at the moment. Das hat der kluge Logo-Designer folge­richtig erkannt und ihm einfach ohne Gedöns was Schickes gemacht. Und Steinmeier so klein wie geht. (Hätte ich auch). Verbeugung (earnest).

  14. Oliver Adam

    Wäre ich Kommunikationsberater von Steinmeier, würde ich den Blick lenken auf die Kampagne von Obama-Kontrahent McCain, nämlich auf dessen Straight-Talk-Kampagne. Also: Klar sagen, was ist. Fakten, kein Herumeiern. Lösungen. Wahrheiten, keine Tricks à la Abwrackprämie. Unerschütterlich. Für jeden klar.

    Also auch mal klar sagen: Mindestlohn: muss sein. Maxilohn: muss auch sein.

    Steinmeier also klar posi­tio­nieren als »Fels (= Stein) in der Brandung« gegen Zappelliese (Gabor Steingart) Merkel. Warum nicht gerne belä­chelte, aber wich­tige sog. »deut­sche Tugenden« modern inter­pre­tieren: Solide, seriös, besonnen, ehrlich, führungs­si­cher, arbeitsam.

    Passt dazu dieses fw-Logochen?

  15. Vroni

    Also die Haupt-Positionierungsarbeit muss vom Auftraggeber kommen. Fakt. Das ist was stra­te­gisch Politisches, da würde ich als Grafikdesigner in der Realwelt die Finger von lassen, wenn stra­te­gi­sche Arbeit nicht abge­fragt ist in der Auftragsbeschreibung. (Dann wird sie nämlich auch nicht bezahlt, ha!). Wie komme ich dazu.

    Ich habe deswegen nicht mitge­macht auf jovoto, weil ich das Briefing auf jovoto (wohl von Steinmeier oder von SPD, weiß ich jetzt nicht so genau) dermaßen hohl fand, dass sich bei mir sofort Hirnerweichung einge­stellt hat :-) Mir fiel einfach nix Verbales und nix Formales und schon gar keine inhal­tiche Idee zu dem Briefing ein außer: mayday, desi­gners block! (Normalerweise in der freien Kundenwelt, wo ich diene, gibbet es von mir dann ein Creative Re-Brief, das ist aber bei so einem Wettbewerb nicht möglich.

    Und desi­gners block kommt bei mir selten vor. Eigentlich nur, wenn ich tot bin, und da muss man mich zweimal derschalgen, weil das Mundwerk und das Hirn immer noch geht :-)

  16. Oliver Adam

    @Vroni

    Was das konkrete jovoto-Ding angeht: einver­standen! Aber:

    Also die Haupt-Positionierungsarbeit muss vom Auftraggeber kommen. Fakt.

    Da isses wieder: Was kann, darf, soll Design bewirken. Der Designer muss von vorn­herein mit am Tisch sitzen (Design = Prozess, Strategie, Designleiter etc. pp. – siehe entspre­chende Threads hier im Fontblog). Ansonsten wirds nur Vanille- = Crowdsoße aufm Pudding.

  17. robertmichael

    ich bin übri­gens für eine abwrack­prämie für fonts, ich schicke meine 12 jahre alten ps-fonts zu font­shop und erhalte gegen einen kleinen aufpreis neue ot-files ;)

  18. zoo

    die einen machen logos, die anderen reden drüber.
    hier sind die, die drüber reden. haha!

  19. Vroni

    Klar, Oliver.

    aber sag das DENEN.

    :-)

    @ zoo
    du büstn klener Quatschkopf

  20. Mark

    viel­leicht ein biss­chen dras­tisch formu­liert von zoo. aber einen gedanken teile ich. denn auf jovoto kann zu jeden entwurf kommen­tiert werden, sowie auch hier gerade kommen­tiert wird. der unter­schied ist aber (unter anderem), dass dort jeder der einen kommentar abgibt auch eigene arbeiten preis­gibt und damit kriti­sierbar wird.
    warum hast du Vroni auf jovoto nichts kommen­tiert, warum erst jetzt hier?

  21. zoo

    yo, vroni.
    und: klar ist das logo scheisse.
    aber die ganze sache ist eh so komplett unin­ter­es­sant und irrele­vant. das beste logo für stein­meier wäre das gewesen, das man gar nicht erst gemacht hat. das hat logos so beliebig und wertlos gemacht: dass für jeden pups ein logo her muss. dieser globale logo-over­kill ist echt nicht mehr feier­lich.
    einem kunden ein logo ausreden, das ist quasi die königs­dis­zi­plin fähiger und umsich­tiger desi­gner.

  22. Vroni

    @ Mark
    Hey, wenn ich auf jovoto nix abge­lie­fert hab (und ich hab nicht, aus oben erklärten Gründen), soll ich dort kommen­tieren? buffer over­flow

  23. Vroni

    Ich gönn’s maggo. Jeden Euro.
    Er hat grafisch ordent­liche Arbeit geleistet.

    Aber ich kann die SPD jetzt noch weniger leiden. (Und ich war in meinem früheren, netteren Leben SPD-Frontfrau als Juso)

    Ich glaube, das war Klartext. Oder?

  24. stk

    Web 2.0?

    Naja, irnkwie schon.

    Habe naem­lich zuerst geistig sowas wie „Steinmeier ftw“ geparst und mich ueber das fehlende „t“ gewun­dert.

  25. robertmichael

    ich gönns ihm auch. wobei das logo ja nochmal über­ar­beitet wurde weil die agentur ja auch was verdienen will ;) aber lang­weilig und unnütz ist es trotzdem.

  26. Mark

    @Vroni
    naja. du hast geschrieben, daß dir nix einfiel als du das brie­fing gelesen hast. nun ja, andere studenten und jung­de­si­gner haben es aber wenigs­tens probiert.
    was ich dir sagen will ist: hättest du das was du jetzt hier sagen musst, schon während des prozesses bei jovoto raus­ge­lassen, wären deine gedanken in jedem falle frucht­barer gewesen als jetzt hier.
    klar­text?

  27. Jürgen W.

    Vielleicht kann’s der pein­liche Schröder-Klon für einen eigenen Fußballverein nutzen?

  28. Herr Weichselbraun

    Das Logo ist lang­weilig, tatsäch­lich. Aber die Deutschen sind auch lang­weilig und deshalb wird es funk­tio­nieren. Ihr hab euer Image voll­kommen zu Recht. Ihr seid genauso wenig mutig und opti­mis­tisch wie meine Österreicher. Deshalb gehören wir irgendwie auch zusammen. (:

  29. ole

    … Guido …welle als Aussenminister, könnte pein­li­cher werden. Kann mal jemand den frank­walter richtig beraten, bitte …

  30. Vroni

    @ Mark
    Guter Einwurf.
    Glaub‘ ich aber nicht, das das dann dort frucht­barer gewesen wäre.

    Da habe ich 1. so meine Erfahrungen in real life Meetings und auch virtu­ellen Foren (und ich bin vergli­chenn mit ein alter, abge­klärter Business-Knacker): Alles was du vorher sagst/prophezeist und nicht ganz konform geht zum hoff­nungs­vollen main­stream, ist immer erst mal: Mist. Und Schlechtreden von was ganz Tollem. Nur hinterher sind alle schlauer, und der eine oder andere gibt dir, wenn du Glück hast, ganz still, aber nur still, Recht. Aber nie öffent­lich :-) Gruppendynamik, you know…

    Und 2. häte es kaum etwas gebracht, weil die Möglichkeit eines Re-Briefs defi­nitiv aufgrund des Systems nicht gegeben war. Was soll es denn dann. Da machst erstmal gor nix.

    Es heißt: Entweder mitma­chen und schlu­cken oder: gehen. Stay or go. Alles andere ist: madig machen. Oder wird so defi­niert. Daher schwieg ich fein stille. :-)

  31. Hannes

    wieso muss ich bei dem logo unwei­ger­lich an zott sahne­jo­ghurt denken?..viel zu lasch und kuschelig..

  32. bauwrk

    Gaehn!
    Fand das Treppenlogo um einiges anspre­chender und schoener.
    Warum nicht einmal Sachen wagen und etwas in die Menge schmeissen? Endlich mal weg von der sicheren Schiene und der Welt zeigen, dass es auch Aesthetik gibt, die ausser­halb des konser­va­tiven Mainstreams statt­findet.

    Schade sag ich da nur…

  33. soophie

    erin­nert mich an eine Joghurtmarke o_O Nur welche? ah zott. Ich bin also nicht alleine (siehe Hannes)

  34. Vroni

    Ja. Tolle ÄSSthetik! Wow!

    Bin schon für wagen.
    Es muss jedoch auch passen. Pech aber auch.

  35. Philipp

    @steffen

    Zott war auch mein erster Gedanke :)

  36. bauwrk

    @Vroni: Vielleicht konnte man in diversen Variationen SS hinein­lesen, doch waere das Logo mit ein paar Veraenderungen sicher­lich um einiges Besser als Lucky Strike meets Metzgerei.

    Naja, passt wohl zum ganzen Konzept. Jetzt strahlt wenigs­tens alles Langeweile aus. ;)

  37. kaev.h

    Das Logo an Herrn Steinmeyers Kopf hat mich spontan an das Smashing Mag Logo erin­nert..

    siehe http://​www​.smashing​ma​ga​zine​.com/

  38. macplanet

    Tja, was die SPD gerne gehabt hätte, wäre eine 2009er Version von „Willy wählen!“.
    Nur hat die SPD halt keinen Willy mehr, sondern nur einen fw.
    Und vor dem Hintergrund bietet das Logo mehr als man erwarten durfte: Es kommt ohne pein­li­chen Schnickschnack wie Verläufe, 3D-Effekte oder Spiegelungen aus, es paßt recht gut zum quadra­ti­schen SPD-Logo und es ist hand­werk­lich o.k. gemacht. Und das ist zumin­dest nicht das schlech­teste, was man über ein Logo sagen kann.

  39. arti

    fw? Der Steinmeier ist jetzt bei den Freien Wählern? Na die werden sich freuen.
    Und wenn das Teil noch von der Agentur über­ar­beitet wurde, dann will ich gar nicht wissen, wie es vorher aussah (hm, viel­leicht ja auch besser).

  40. Michael

    da bin ich ganz bei dir bauwrk. bei dem runen­ding hat einer nach dem anderen erklärt, dass er ss asso­zia­tionen hat, reife leis­tung. aber niemand hat das mal als chance gesehen diese asso­zia­tion damit aufzu­bre­chen und das zeichen von der symbolik zu entfernen.
    es brauchte eine fuss­ball wm damit sich die deut­schen mit ihrer natio­nal­flagge wohl­fühlen. wie lang wird es dauern bis man ein s wieder hinter das andere setzen darf.
    öfter mal in die zukuft als in die vergan­gen­heit.
    das ding jetzt ist 0815 und passt deshalb perfekt.

  41. Christopher

    Auch mich erin­nert es 100% an Zott Joghurt….
    Naja immerhin besser als die Variante davor…

  42. marcus

    ..und der Entwurf rechts vor seinem Kopf erin­nert stark an das Logo vom Smashing Magazine.

  43. Oliver Adam

    aber niemand hat das mal als chance gesehen diese asso­zia­tion damit aufzu­bre­chen und das zeichen von der symbolik zu entfernen.

    Weil so Wahrnehmung und Marketing nicht funk­tio­nieren. SS und »die« SS werden für alle Zeiten verbunden sein, zumal in dieser Runen-Assoziation. Ein schwerer Fehler, wollte man die Wahrnehmungsgesetze auf eigene Faust ändern

  44. Juliane

    Also mir gefällts. (Ertappe mich selbst dabei, wie stark ich von einer ameri­ka­ni­schen Zigarettenmarke geprägt bin in meiner Wahrnehmung.)

  45. Jürgen Siebert

    Zott und Lucky sind anders:

  46. Chris

    @christopher: es gab keinen entwurf davor. dieses logo hier war auf platz 152 bei jovoto. das andere logo war nie zu umset­zung gedacht(steht auch oben im text).
    stein­meiers agentur hat quasi alle einge­reichten entwürfe gleich­be­reich­tigt neben­ein­ander vergli­chen.

  47. timeout

    Das Logo ist ganz klar »Zeitgeist style«. In Grau würde es auch zu einer Newmedia Werbeagentur passen. Reine Spielerei. Was soll das fw, das da so bedeu­tungslos und über­groß auf dem Button prangt? Der Mann heißt Frank Walter Steinmeier. Wer sagt denn zu ihm fw Steinmeier?? Das ist nur Dekoration – ohne Sinn. Einzig das Rot mag über­zeugen, da es sich um einen SPD Kandidaten handelt. Und gerade SPD Kandidaten sollten sich um Inhalte kümmern und nicht um Buttons.
    Nach dem Motto: » O.k. wir machen das mit den Fähnchen.«

    Politik wird langsam zum Supermarkt. Fehlt nur noch ein Claim:
    »Weil Walter einfach besser ist.«

  48. Andi

    Ach du schande, das sieht aus wie das Logo von nem Wurstfabrikanten

  49. tomek

    na Wurst ist doch deutsch. Wonach hätte es denn aussehen sollen?

  50. robertmichael

    oliver hat recht, darum gibts auch keine nummern­schilder mit SS. ich muss aber zugeben das ich bei dem ‚runen-logo‘ nicht an SS gedacht habe, ich fands eigent­lich ganz schick bis ihr alle daran herum­ge­nör­gelt habt ;) und ich bin sonst der erste der sowas unmög­lich findet. siehe SPD-umbra aus den letzten jahren.

  51. robertmichael

    und nach zott und lucky sieht es wirk­lich nicht aus, sonst könnte man auch solche asso­zia­tionen damit verbinden:

  52. yoshi01

    das „stein­meier“ hätte wenigs­tens kursiv sein können?

    liesse sich noch schön ‚dynamik‘, ‚fort­schritt‘ und posi­ti­ons­be­dingt womög­lich gar ‚aufschwung‘ hinein-dampf­plau­dern..

  53. Sanddorn

    Gefällt mir das Logo, ab sofort werde ich jedesmal wenn ich einen Bananenaufkleber sehe an ähm … Beck? nee Steindingens denken.

  54. Markus

    Gewisse Ähnlichkeiten – neben Zott und Lucky Strike – sind auch mit dem Hoover-Logo nicht zu verkennen: http://​images​.google​.de/​i​m​a​g​e​s​?​h​l​=​d​e​&​q​=​h​o​o​v​e​r​+​l​ogo

    War zumin­dest meine erste Intention.

  55. Vroni

    „Politik wird langsam zum Supermarkt.“

    IST, ist.

    Langweiliges Logo, nicht lang­wei­liges Logo. Hallo? Wer da? Um das geht es doch nicht. Pidde nicht die Grafiker hauen, die haben ihr Bestes getan. Leider. Sie haben einer Null-Idee die Haare schön gemacht. (Passiert im echten Leben zu 70-80%, also fast immer). Ich muss und musste das auch oft tun, keine Sorge.

    Nur kann ich mich besser wehren, wenn ich statt in der Meute desi­gnen und heulen zu müssen, mir den Genossen Steinmeier selber schnappen kann. Mit echten Kunden zum anfassen geht das.

    Was entschieden gegen virtu­elles Crowdsourcing und Wettbewerbe spricht, die sich keinen Deut darum scheren, die Vorgaben hinter­fragen zu lassen.

  56. Christopher

    @Chris:
    Ich meinte damit die vari­ante die zuvor der versam­melten Öffentlichkeit wie der Sieger präsen­tiert wurde.
    Das es nicht der defi­nitve Sieger ist/war / sein sollte, ist mir auch klar…

  57. Tobsen

    Mein erster Gedanke war: „Ist der jetzt bei den Freien Wählern?“

  58. HD Schellnack

    Man müsste einen Begriff erfinden für Design, das eigent­lich keins ist, sondern sich nur so nennt – «Stylen» oder sowas.

  59. j4k3

    An Lucky Strike musste ich auch erst denken. Und dann an die Firma mit den Joghurts, auf deren Namen ich nicht kam. Nee, gefällt nicht. Kryptisch. Unseriös. Laissez Faire. Dieses Logo ist alles, was Steinmeier hoffent­lich nicht verkör­pern will.

  60. philipp

    @58 – freie wähler, dachte ich auch.– oder Feuerwehr.

    Zur Identifizierung von Personen sind doch Namen ein inzwi­schen bewährtes Modell, warum müssen wir da jetzt mit Loghi anfangen? Ist doch grund­sätz­lich Quatsch, oder?

    @Philipp (den groß geschrie­benen): bin nicht du, macht aber nix. Ich werd mir trotzdem kein Logo zeichnen.

  61. thomas junold

    ich musste gerade jemand völlig fach­fremden erklären, was crowd­sour­cing und »design by gremium« ist. ich habe auf die schnell nicht das cottbus-logo finden können, welches ja quasi als muster­bei­spiel für »worst case« in jede start­vor­le­sung von desi­gnern gehört.

    aber das obige exem­plar erfüllte seinen zweck dann auch ganz wunderbar.

  62. van holland (amica)

    Hauptsache SPD verliert weiterhin Mitglieder und solange die FDP auf ihrem Weg zur Volkspartei nicht aufge­halten wird, ist alles erlaubt…
    Go Franky, Go!

  63. Sascha

    @HD Schellnack: Wie wär’s mit «frisieren»? ;->

  64. Grafik Designer

    Manchmal ist der Rummel um ein Logo medi­en­wirk­samer als das eigent­liche neue Logo. Das fw die Initialen des Herren sind, hat sich mir nicht auf den ersten Blick erschlossen. Ich hatte eher die Idee von Foreward abge­kürzt auf fw. Tja typisch. Da hat man sich als Grafiker wochen­lang den Kopf zermar­tert und der Kunde (Betrachter) erfasst die Idee nicht beim ersten Blick.

  65. stefano picco

    Auch ich musste direkt an die Feuerwehr denken, Abkürzung und Farbgebung sind sehr über­zeu­gend :P Aber even­tuell wird er ja die Feuerwehr für Deutschland die uns alle rettet ;)

  66. Gordon Bujak

    hübsch

  67. GIZA

    Oh. Die SPD macht jetzt auch Joghurts? Oder warum das „Zott“-look-alike-Logo?

  68. Homie

    bleibt mal cool… ist ja nur ein logo

  69. Marcus Kammer

    Bernd Kreutz wäre der einzig rich­tige für diesen Job als Kommunikationsberater für die SPD. Das „erste“ heiss­dis­ku­tierte Steinmeier Signet gefiel mir (persön­lich) besser. War frischer.

  70. uhlenbrock

    @vroni
    vielen dank für diese schöne aussage – die hat mir jetzt schon den tag gerettet:

    „Pidde nicht die Grafiker hauen, die haben ihr Bestes getan. Leider. Sie haben einer Null-Idee die Haare schön gemacht.“

    logo für fwstein­meier – das ist doch wirk­lich ein bohai und echt nicht der rede werd.

  71. Christian

    Das Bild spricht Bände: Genauso befremdet wie Steinmeier und seine Designer neben­ein­ander stehen, genau so geht Steinmeier auch mit profes­sio­neller Kommunikation um. Das Briefing ist wahr­schein­lich so präzise wie für alle DAX-Unternehmen und Amnesty inter­na­tional zusammen, da kann man wirk­lich nur die Haare schön machen.

    Will er mit dem Signet abso­luten Politikmuffeln zeigen, dass es ihn über­haupt gibt oder Multiplikatoren anspre­chen?

    Wenn er die Muffel anspre­chen will, muss er anders auftreten als mit dieser Raiffeisenbank-Jeanskonto-Allüre. Will er Multiplikatoren anspre­chen, sollte er seine Zeichen etwas reflek­tierter und medi­en­kri­ti­scher setzen. Dieser hübsch frisierte Konsens trifft irgendwo in das Niemandsland dazwi­schen.

  72. timeout

    @ Voroni

    »Sie haben einer Null-Idee die Haare schön gemacht.«

    Jeder bekommt eben genau das was er verdient. Es ist aller­dings nicht nur eine Null-Idee, es ist eine dem US Wahlkampf nach­ge­machte Null-Idee.
    Nur dort hat sie funk­tio­niert weil sie irgendwie inspi­riert war. Hier in Deutschland wird daraus ein belie­biges Etikett, das genauso gut auf einem Joghurt Becher stehen könnte.

  73. mbo

    wenn ich mich recht erin­nere, ist das SPD-erschei­nungs­bild eher durch eckig­keit geprägt. stein­meier kommt sehr rund daher. ist hier das erklärte ziel die zuge­hö­rig­keit des spit­zen­kan­di­daten zur eigenen partei, zum partei-programm zu „verschleiern“?
    soweit ich weiß, ist deutsch­land eigent­lich einen partei­en­de­mo­kratie … deswegen kreuzt man ja auch nicht stein­meier oder merkel an, sondern SPD oder CDU u.a.
    als „alter sack“ könnte man daher zu dem schluss kommen, dass ein persön­li­ches logo voll­kom­mener mumpitz ist. appell an die poli­tiker: kümmert euch um die probleme des landes und nicht um persön­li­ches marke­ting!

  74. Vroni

    @ Homie

    „bleibt mal cool… ist ja nur ein logo“

    Ja gern. Ist auch nur unsere Arbeit und unsere Existenz, die wieder einmal mit so einer Jeanskonto- Raiffeisenbank-PR-Nummer verhohnepipelt wird.

  75. Anderer Jürgen

    Ich kann mir nicht vorstellen das das Logo wirk­lich irgendwo Verwendung findet (Ausser viel­leicht auf den T-Shirts irgend­wel­cher juso Fanboys/girls). Wie viele hier schon gesagt haben: Die Kreation eines eigenen Signets für den kandi­daten ist in sich völlig unsinnig und der Kommunikation eher hinder­lich – mehrere Logos sind immer schwä­cher als ein einziges, und ich kann mir nicht vorstellen das Steinmeier ohne den (unfassbar verschlimm­bes­serten) SPD Würfel auf Stimmenfang gehen wird.

    Ebenso behagt es mir gar nicht das sich Steinmeier durch die Bildung einer „Eigenmarke“ von seiner Partei und deren Inhalten loslöst – was soll das denn? Ich will keine Personen, ich will Lösungen für Probleme.

  76. Henrik

    Hehe, einfach mal das Smashing Magazine Logo kopiert :D (s. Hintergrund).

  77. Jürgen Grabowski

    fw = freie Wähler? Das ist doch eine ganz andere Partei?!

  78. Juliane

    @Vroni / #76 und alle anderen werten Kommentatoren und -innen

    Wer kümmert sich um die Journalisten, wo jeder denkt, er könnte durch blogs und andere Instrumente Öffentlichkeiten erzeugen? Welcome to citizen jour­na­lism. :D

    Ich denke, Leitplanken zu setzen für den offenen Kanal der aktu­ellen Strömungen und dem rasanten Schritt der digi­talen Gestaltungsmöglichkeiten und der damit verbun­denen Freisetzung krea­tiven Potentials ist die Herausforderung – nicht das Wehklagen oder Verhohnepipeln.

    Wer „disst“, fühlt sich ange­griffen, bietet Angriffsfläche. Warum? Ist es ein Grundzug der Gestalter, erstmal alles zu verme­ckern statt zu begrüßen? Was ist das für eine Geistesgemeinschaft und -haltung, die zuerst fled­dert, statt sich progressiv zu nähern?

    Perspektivwechsel sollte eine Stärke des Design sein, Crowdsourcing ist eine Möglichkeit des IdeenFLUSSES – hand­werk hin oder her. Die regu­lie­rende Instanz samt Jovoto und Jury war in diesem Fall gesetzt, so why the fuss?

    Freundliche kolle­giale Grüße! :)

  79. Jürgen

    Verstehe den Vorwurf nicht. Hier wird doch nicht gedisst. Selten eine solche fundierte Debatte genossen … und ich bin wirk­lich etwas verwöhnt, hier.

  80. Vroni

    Ähm, Disse?
    Wer disst.

    Das ist hier ein Fachblog und Fachleute müssen sagen dürfen, was sie von Sachen und Vorgängen halten.

    Fachleute hier gehen hier weder nach strenger altdeut­scher Sitte zum Lachen in den Keller noch zum Krisitieren in den Keller.

    Wem das nicht passt und wer eine sagen wir mal ange­pass­tere „Meinungskultur“ etablieren will, braucht in entspre­chenden Blogs nicht zu lesen. Sondern soll selber eins nach seinem Geschmack aufma­chen.

    Das hier ist KEIN gott­ver­dammtes PR-Blog.
    (Dank an Jürgen Siebert)

    Also darf hier geredet werden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. PR darf dann gern woan­ders gemacht werden, habe ich gar kein Problem mit :-)

  81. Juliane

    Danke für euer schnelles Feedback. Gut, dann nehme ich das dankbar auf als streit­bare Meinungskultur. Olé! :)

  82. Vroni

    Diesem Steinmeier-Dingens kann man sich nicht progressiv nähern.

    (Wobei: Ich über­lege grade fieber­haft, versuche zu imaga­ni­ieren, wie das geht: sich etwas progressiv nähern. Ein echtes Schmankerl.)

    Any ideas in der Linguisten-Runde?

    __PR-ler haben schon ein beträchtlcihes Bullshitbingo drauf, alle Achtung.

  83. Juliane

    OT: Hoffe, hier sind auch Systemiker ;)

  84. Vroni

    Also der alte Palo-Alto-Systemiker näch, der ist seit Jahren schon genervt, immer diese zirku­lären Dingens. Der strebt jetzt die ulti­ma­tive Lösung der Henne-Ei-Frage an:
    Lösung: Stramme Henne. Spiegelei auf Huhn. Ois zamma, nei in die Pfanne!
    :-D

    ___Info für nicht-kochende Systemiker: Strammer Max ist Spiegelei auf Leberkäs.

  85. Tom

    schöner joghurt­de­ckel – mehr leider nicht.

  86. EG

    Original Zott! Sieht aber nicht nach seriöser Politik sondern nach markt­schreie­ri­scher Werbung aus.

  87. Jürgen Siebert

    Ein anonymer Steinmeier-Berater rechnet in der aktu­ellen Ausgabe der Wochenzeitung Der Freitag auf vier groß­zü­gigen Seiten mit seinem Gastspiel in der SPD-Zentrale ab. Auch das miss­lun­gene Logo-Crowdsourcing kommt zur Sprache. Die Süeddeutsche Zeitung fasst es so zusammen (http://​www​.sued​deut​sche​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​5​1​5​/​4​8​8​9​0​8​/​t​e​xt/): »Fehler und Seltsamkeiten passieren da reich­lich. Etwa bei der Auswahl des Frank-Walter Steinmeier-Logos. Die SPD wollte sich rühmen, dies als erste Partei in einem Crowdsourcing-Verfahren entwi­ckelt zu haben. Über das Internet werden die Nutzer dafür zu einem Wettbewerb aufge­rufen. Der von den Nutzern favo­ri­sierte Entwurf erin­nerte die Parteispitze aber zu stark an SS-Runen der Nazis. Der von der SPD-Führung akzep­tierte Entwurf hingegen wurde von der Community als Abklatsch eines Joghurt-Logos verrissen.

    Der unbe­kannte Autor: ›Die SPD sieht sich als ‚first mover‘ weil sie als erste große Partei ‚Crowdsourcing‘ einge­setzt hat. […] Und dann wird der Kanzlerkandidat der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands mit einem Logo ‚gebrandet‘, das an einen Joghurt-Becher erin­nert.‹«

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