Ronald W. ist sauer auf uns Typografen

Im November letzten Jahres habe ich ihn (selbst­ver­ständ­lich scherz­haft) im Rahmen meiner Fontnäpfchen-Kolumne »Schriftverbrecher« genannt. Eben hat Ronald W. den Beitrag entdeckt und kommen­tiert: »Habt Ihr Vögel nichts anderes zu tun, als Euch über irgend­eine Schrift aufzu­geilen? An einem Werbeschild kann ich doch wohl mit der Schrift machen was ich will. Sucht Euch endlich Arbeit, viel­leicht als Werbegrafiker, dann könnt Ihr auch mal sehen was man alles mit Schriften anstellen kann. Übrigens wurde es in Corel gemacht. Viel Spaß noch, Ihr Klugscheisser. Ronny.«

Eine Google-Suche führte mich dann zu Ronnys Firma Wisdesign, in Berlin-Neukölln. Zum Glück hat sie eine Website mit vielen schönen Beispielen ihrer Arbeit, und ich muss sagen: Da gibt es eine Menge zu entde­cken, zum Beispiel Deppen-Apostrophe (Ossi´s Bistro), oder Deppen-Gänsefüßchen (Lecker-„Bäcker“), auch falsche Akzente und fehlende Bindestriche (Back und Stehcafè), darüber hinaus tolle Schatten- und Buchstabeneffekte. Dieses Corel will ich auch haben.


140 Kommentare

  1. Thomas

    Hm, ist das nicht ein wenig unter dem Niveau des Fontblogs da jetzt nochmal nach­zu­treten?

  2. thomas junold

    gut, dass es kabel­lose tasta­turen gibt. so kann ich auch weiter­schreiben, wenn ich unter dem tisch liege vor lachen! danke jürgen!

  3. andré

    geil, jürgen. weiter so!

  4. Jürgen Siebert

    @Thomas: Mit dieser Gefahr muss ich leben.
    Andererseits bringt der – öffent­liche – Kommentar eine authen­ti­sche Meinung in die Debatte über schlecht gemachte Beschriftungen in der Stadt. Hätte mir Ronny eine E-Mail geschrieben, wäre es keinen erneuten Beitrag Wert gewesen.

  5. Dominik

    Die Seite muss doch ein Scherz sein…

  6. Jo

    Uiuiui, da fühlt sich anschei­nend jemand mächtig auf den Schlips getreten … Schließe mich Thomas’ Meinung (Kommentar #1) an.

  7. René

    Ich muss schon sagen, es ist wirk­lich einfach klasse geschrieben, da kann man sich das Lachen einfach nicht verkneifen :-)

  8. Hubert

    Mir ist es ebenfall’s völlig “egal”, was mit Schriften gémacht wird¡

  9. Lars Krüger

    Endlich wird hier aus allen Sprachrohren gefeuert! Einfach wunderbar, Jürgen!

  10. Leon

    Huch! Da habe ich mich nur ein paar Sekunden auf der Website dieser »Werbeagentur« umge­schaut und schon plagt mich ein leichtes Augenzucken. Ich gehe jetzt Schriften verzerren.

  11. Markus Luigs

    Willkommen in der realen Welt

  12. Sven Gelhaus

    Ach du Sch…!
    Was für eine Internetseite, was für Referenzen! Traurig macht mich aber vor allem eins: dieser Mist »funk­tio­niert« und wird tatsäch­lich bezahlt. Genug zu tun hatte Ronny auf jeden Fall, was eine Fahrt mit dem M41 vom Hermannplatz zum Bahnhof Köllnische Heide beweist. Darf sich heut­zu­tage eigent­lich jeder Grafiker und seine Räume Werbeagentur nennen?

  13. thomas junold

    @12: ja. das ist das problem an der sache.

  14. Arthur

    Enttäuschende Aktion. Ich dachte immer, dass der Fontblog von erwach­senen Menschen betrieben wird. Schade, dass ich heute eines besseren belehrt wurde.

  15. Florian

    Das sind genau die Läden, denen man aus Prinzip nicht traut. Eben wegen der Vergewaltigung der Schriften und Farben.

  16. thomas junold

    arthur: was erwach­sene gestalter mit viel liebe und mühe aufbauen, indem sie ihre kunden davon über­zeugen in gute gestal­tung und damit in ihre eigene zukunft zu inves­tieren, reissen solche »vögel« (zitat ende) mit dem arsch und anlauf wieder ein.

  17. Clemens

    Was ist denn Curry Pelle?

    Iiieh, bah!

  18. Arthur

    Thomas Junold: Und das recht­fer­tigt nun die Bestrafung per Pranger, oder wie soll ich das verstehen?

  19. Sven Gelhaus

    Ich bin froh, dass dieses Thema ab und an einmal ange­spro­chen wird. Während unzäh­lige Menschen Tag ein und Tag aus an genau diesen gestal­te­ri­schen »Verbrechen« vorbei­gehen, damit leben und sich von ihnen sogar »anspre­chen« lassen, zweifle ich jedes Mal am gesunden Menschenverstand und am öffent­li­chen Geschmack.
    Erwachsen hin oder her – ich danke Jürgen Siebert.

  20. thomas junold

    pranger ist so ein häss­li­ches wort. ;)

    ich denke, er verträgt es mit der wahr­heit, dass seine arbeit echt nicht beson­ders gut ist, konfron­tiert zu werden. er wird sogar wissen, dass es anders besser und schöner geht, es ist ihm aber egal und DAS finde ich das schlimme daran. gestal­tung ist eben nicht egal!

  21. Bert

    Hauptsache die Profis machen alles richtig, gelle?!

  22. robertmichael

    ja, es recht­fer­tigt den pranger. die art und weise wie ronald hier auftrumpft und zurück­schießt ist einfach völlig über­trieben und dazu noch eine boden­lose frech­heit. kritik seiner­seits ist nicht erlaubt, weil wir keine ‚werbe­gra­fiker‘ sind? ich glaube er hat gar nicht verstanden um was es im font­blog geht, ich glaube sogar er hat seinen gewählten beruf nicht verstanden. soviel unver­ständ­niss an schrift und betrug am kunden muss gerächtet werden.

  23. Sven Gelhaus

    @ Bert: Dass kann man nun wirk­lich nicht verglei­chen.

    Der gestal­te­ri­sche »Durchfall« ist das eine – was mich aller­dings viel wütender macht, ist die Eigendarstellung von Ronald W. auf seiner Internetseite. Er schreibt von »Kreativität aus Erfahrung«, von »Werbeideen« und »erfolg­rei­chen Projekten«. Wenn ich so etwas lese, weiß ich nicht, ob ich lachen oder einfach nur heulen soll. Jeder gute Gestalter lernt, probiert, expe­ri­men­tiert und arbeitet stets und ständig, um sich mit solchen Aussagen iden­ti­fi­zieren zu können. Und andere miss­brau­chen diese Worte, um sich in ein Licht zu stellen, dass sie niemals errei­chen werden. Wenn ich mich in Deutschland als Arzt ausgebe, ohne einen Doktor zu haben, mache ich mich strafbar.
    Ich finde, ab und an fehlt uns einfach ein »Pranger«!

  24. Martin

    krass, daß selbst so ein erfah­rener desi­gner wie Jürgen Siebert immer wieder darauf rein­fällt zu meinen, er wüßte, was richtig und was falsch ist. Auch wenn Sie sich sprach­lich gewandter ausdrü­cken, haben Sie sich grade auf das gleiche Niveau herab begeben. Sie tun so, als ob sie was besseres machen. Wer weiß, am Ende benutzt jeder das Deppenapostroph, dann gehört es zum allge­meinen Sprachgebrauch und keiner beschwert sich. Design und Sprache lässt sich nicht vorschreiben. Jeder gestaltet mit. Komisch, daß sie damit so ein Problem haben, daß Sie sich darüber lustig machen.

  25. Bert

    @22: »boden­lose frech­heit« … ? Hier wird die Arbeit eines, zuge­geben nicht gerade mit Liebe zum Detail umge­henden, Gestalters durch den Dreck gezogen und dessen Reaktion wird nun als »boden­lose frech­heit« bezeichnet? Ich würd’ eher sagen: Kommt mal runter von euerem hohen Ross! Wie ich bereits im Beitrag #21 schreib; auch die Profis bauen Bockmist!

  26. Yanone

    Ronald W. und die »Typografen« leben und arbeiten in zwei völlig unter­schied­li­chen Welten, in denen keiner dem anderen je einen Job wegnehmen wird. Ich versteh das Gezanke nicht. Du hast aber zuerst mit dem Sand geworfen!
    Besides, wer möchte schon in einer Stadt leben, in der Bäcker, Vollreinigungen, Fahrschulen, Bistros und Dönerbuden von studierten Gestaltern gestaltet werden? Ich nicht. Ronnys Arbeit mag im Detail nicht korrekt ausge­führt sein, aber sie trägt zu einem hete­ro­genen Stadtbild bei, das ich nicht missen möchte.

  27. Bert

    @24: Jürgen Siebert ist kein Designer. Vor geraumer Zeit war die Mikrotypografie seiner Beiträgen im Fontblog auch nicht gerade vorbild­lich. Gut, kein Vergleich zu den Arbeiten von Ronald W. … aber sollte man stets erst einmal vor seiner Tür kehren bevor man sich über Andere lustig macht.

    Edit: Danke, Yanone. Vollste Zustimmung! : )

  28. robertmichael

    bert, wenn hier jemand als ‚vögel‘ und ‚klug­scheisser‘ beschimpft wird, nur weil er seine meinung über ein werbe­schild äußert, finde ich das schon eine ziem­liche frech­heit. das beip­spiel was du aufzählst hat nichts mit verge­wal­ti­gung von schrift zu tun. meinungs­frei­heit sollte für beide seiten gelten aber bitte ohne belei­di­gungen.
    ich bin mit sicher­heit nicht für die abschaf­fung von ‚bild-zeitungs-typo­grafie‘ oder für ein hete­ro­genes, durch­de­signtes stadt­bild. ich bin auch kein verfechter des dudens, wer mich näher kennt weiss das. aller­dings finde ich es als betrug am kunden wenn jemand sein hand­werk nicht beherrscht und sich als agentur mit krea­tiven werbe­i­deen verkauft.

  29. Heiner

    Ah, der ist an diesen typo­gra­fi­schen Massakern Schuld, von denen ich bei einem Gang durch Berlin immer Augenmigräne kriege…

    Das „Deppen-Apostroph“ in „Ossi`s Bistro“ ist ja noch nichtmal ein „Schreibmaschinen-Apostroph“, sondern ein accent grave – die Deppen-Version des Deppen-Apostrophs sozu­sagen. Ich habe mich schon immer gefragt, warum Tastaturen ein Gravis auf einem Leerzeichen produ­zieren – das ist immer falsch.

  30. Sven Gelhaus

    Ich kann die Argumente mancher Kommentatoren hier einfach nicht verstehen. Da macht sich ein Typograf an die aufwen­dige Arbeit und entwi­ckelt eine Schrift [siehe Die 100 Besten Schriften], welche später völlig verschan­delt wird, und hier wird so getan, als handle es sich dabei um krea­tive Freiheit, die einem hete­ro­genen Stadtbild dient.
    @robertmichael: Danke!

  31. Heiner

    @robertmichael

    ich bin auch kein verfechter des dudens, wer mich näher kennt weiss das.

    Das weiß jeder nach Lektüre der fünf Rechtschreibfehler in diesem Satz. ;-)

  32. Christian

    aller­dings finde ich es als betrug am kunden wenn jemand sein hand­werk nicht beherrscht und sich als agentur mit krea­tiven werbe­i­deen verkauft.

    Das Wort „Betrug“ würde ich nur gelten lassen, wenn das Preis-Leistungsverhältnis nicht passt und bei Vertragsabschluss etwas verspro­chen wird, was der Kunde nicht bekommt. Da er jedoch seine „Referenzen“ öffent­lich macht, ist schonmal davon auszu­gehen, dass seine Kunden wissen, welche Qualität sie von Ronnie zu erwarten haben.

  33. gorillakhan

    Ich schließe mich im Grundtenor Yanone (#26) und in Teilen Bert an: »Gutes« und »schlechtes« Design gehören zu einem leben­digen Stadtbild. Was letzt­lich »gut/schlecht« ist, liegt dabei frei­lich im Auge des Betrachters.

    Klar, gehört der Deppen-Apostroph mitt­ler­weile zum allge­meinen Sprachgebrauch, doch abge­bildet ist ein Accent – und der ist nunmal immer noch falsch. Dass viele mitt­ler­weile so schreiben bzw. beschil­dern, macht die Sache nicht unbe­dingt richtig (oder besser).

    Ich persön­lich finde, dass einige der ausge­stellten Arbeitsbeispiele durchaus einen Trend abzeichnen, dass sich Herr W. in die »rich­tige« Richtung entwi­ckelt und Potential zu mehr hat. Was ihm leider aktuell noch fehlt, ist eine gesunde Art, mit Kritik umzu­gehen; gerade dann, wenn sie von … öhm … ich sag mal: Branchen-Kollegen kommt. Dass bereits die Kritik schon etwas über­spitzt daherkam (und Jürgen jetzt noch etwas »nach­legen« musste), war viel­leicht nicht die feine Art – aber für einen Blog dennoch ganz in Ordnung. Da hab’ ich schon wesent­lich Schlimmeres gelesen.

    Vorschlag zur gütli­chen Einigung: font­blog spen­diert Herrn W. eine (gebrauchte) Version der »Detailtypo« oder wahl­weise Spiekermanns »ÜberSchrift« und Herr W. über­mit­telt mal eine aktu­elle Arbeit, wo er das Gelesene umge­setzt hat.

    Edit: Da waren wohl einige schneller als ich. ;) Aber das kommt dabei raus, wenn man a) versucht, zu über­legen, was man da schreibt und b) auch noch einmal Korrektur liest. ;)

  34. Yanone

    Ich sage: Ihr sollt euch dann aufregen, wenn so eine 100-Beste-Schrift für die neue Berlinale- oder WM-Kampagne verschan­delt wird, nicht beim Bistro.
    Außerdem glaube ich, dass das mit dem Verschandeln keiner von euch so gut hinbe­kommt wie Ronny.

  35. Bert

    Es ist die Art und Weise wie sich hier im Fontbloh über ein Werbeschild geäu­ßert wird/wurde. Ronald W. wurde auf eine peni­blen Art durch den Kakao gezogen — das recht­fertig meiner Meinung nach seinen Kommentar in aller Schärfe!

  36. robertmichael

    was hat der preis mit guter ordent­li­cher gestal­tung zu tun? ist billig = verzerrte typo­grafie? ich würde einfach sagen er nutzt die unwis­sen­heit der kunden aus, bzw. deren fehlenden geschmack für gestal­tung. sicher­lich nicht mit absicht, denn wenn er es besser wüsste, würde er sicher­lich keine schriften verzerren etc. ich denke ronnie hat einfach selbst kein verständ­niss für typo­grafie und gestal­tung. gene­rell nicht schlimmes, leider hat er nur den falschen beruf gewählt. ich repa­riere ja auch keine autos, nur weil ich einen schrau­ben­dreher in der hand halten kann.

  37. robertmichael

    @35, was erwar­test du in einem forum indem es um typo­grafie geht? 90 % der besu­cher die hier schreiben verdienen ihr geld mit schriften und typo­grafie. ist doch klar das die das nicht so toll finden was ronnie da fabri­ziert.

    im übrigen glaube ich nicht das sich die kunden von mir und ronnie groß­artig unter­scheiden. es ist nur aufklä­rung an der rich­tigen stelle nötig.

  38. Christian

    ich repa­riere ja auch keine autos, nur weil ich einen schrau­ben­dreher in der hand halten kann.

    Der Vergleich hinkt. Ronnie’s Kunden bekommen am Ende Werbeschilder. Ob die hübsch aussehen und/oder fach­lich ok sind, inter­es­siert erstmal nicht. Wenn Du aber als Laie im Auftrag Autos repa­rierst und Deine Kunden durch unsach­ge­mäßes Vorgehen zu Schaden kommen: das ist eine ganz andere Nummer.

    „Billig“ kann in dem Fall vieles heißen: Schlechte Ausbildung, fach­li­ches Desinteresse, akuter Zeitmangel, lausige Software, …

  39. Wolfgang

    1. Lasst Corel aus dem Spiel!
    2. Peinlicher Beitrag.

  40. robertmichael

    der schaden bei einem werbe­schild ist natür­lich nicht so immens wie bei einem selbst repa­rierten auto, das war mit absicht pole­misch gemeint. aber auch ein schild kann einen schaden anrichten. a) es wird nicht gelesen bzw. kann nicht gelesen werden b) es verleiht dem unter­nehmen einen charakter den es ggf. nicht verdient.
    da sind wir wieder bei sieht billig aus. ich würde, hätte ich die wahl, nicht zum ‚bäcker lecker‘ gehen, weil ich denke das er mit der glei­chen art und weise wie er seinen beschrifter auswählt auch seine rest­li­chen liefe­ranten wählt. also auch den anbieter mit dem billigsten mehl etc.

    lausige soft­ware ist quatsch. auch in billiger soft­ware (ronnie arbeitet in corel) kann man ordent­liche gestal­tung ablie­fern. man muss es nur können und wollen.

  41. Heiner

    @Christian, spätes­tens die Bilder „Bäcker "lecker "“ und „Back & Stehcafè“ zeigen, dass Herr W., was Rechtschreibung oder auch nur die Nutzung der Leertaste angeht, ein „Fachwissen“ hat, das weit unter­halb der Allgemeinbildung liegt. Das Anbieten entspre­chender Dienste ist daher schlichtweg eine Unverschämtheit, anders kann man’s nicht ausdrü­cken – und bei dem streit­baren Thema Gestaltung sind wir da noch nicht einmal.

  42. martin

    Unterm Strich ist es nicht mehr als ein trau­riges Beispiel für Berufsstand- und wohl auch Klassendistinktion was hier von Siebert vorge­geben wurde.

    Dazu Bordieu, aus „„Die feinen Unterschiede„:

    ”Wie jede Geschmacksäußerung eint und trennt die ästhe­ti­sche Einstellung glei­cher­maßen. Als Produkt einer bestimmten Klasse von Existenzbedingungen eint sie all jene, die aus den selben Bedingungen hervor­ge­gangen sind, unter­scheidet sich aber zugleich von allen anderen vermit­tels dessen, was sie wesent­lich besitzen. Der Geschmack ist die Grundlagen alles dessen, was man hat – Personen und Sachen – wie dessen, was man für die anderen ist, dessen, womit man sich selbst einordnet und von anderen einge­ordnet wird.”

  43. Bert

    Bin gespannt ob sich Herr Siebert der Diskussion aber­mals entzieht.

  44. NOODLEZ

    Wo Licht ist muß auch Schatten sein…
    Ach kann Typografie lustig sein ;)

  45. Sven Gelhaus

    Fakt ist doch, dass die Selbstdarstellung auf seiner Internetseite und seine Referenzen nicht zusammen gehören! Ästhetische Einstellung und Geschmack hin oder her – falsch bleibt falsch. In einem Forum zum Thema Typografie darf – nein muss sogar – so etwas Erwähnung finden dürfen. Jeder, der damit ein Problem hat, sollte den Beitrag über­springen. Mich jeden­falls stinkt die Flut von unüber­legten, kata­stro­phal gestal­teten und voller Fehler strot­zenden Werbeschildern an. Und ich mag den Duden genau so gern wie »Detailtypografie«!

  46. Johannes

    Dankeschön! Lachte Tränen! ♥

  47. Sven Gelhaus

    @Yanone
    Im November fanden Sie in diesem Schild noch ein typo­gra­fi­sches Verbrechen, heute hat das alles seine Berechtigung. Das verstehe ich nicht!

  48. Jürgen Siebert

    Kommunikation im öffent­li­chen Raum ist zual­ler­erst das: öffent­lich. Wer Schilder gewerb­lich anfer­tigt und aufhängt, wer Flugblätter verteilt oder Zeitschriften heraus­gibt muss sich gefallen lassen, dass er auf sein Tun ange­spro­chen wird – meist ist dies sogar erwünscht (Werbung, Eitelkeit, Anerkennung, …). Die einen widmen sich den Inhalten solcher Werke, wir Gestalter widmen uns der Form. Und wenn diese Kommunikationsarbeit schlecht gemacht ist, darf sie kriti­siert werden. Auch Fontblog darf das. Über die Form lässt sich streiten, ich habe mich für die spöt­ti­sche Satire entschieden, oder wie Bert schreibt »durch den Kakao ziehen«. Halte ich für die harm­lo­seste Form der Kritik. Ronny wird das verkraften, er hat die Fontblog-Leser auch nicht mit Samthandschuhen ange­fasst (»Vögel«, »Klugscheißer«).

  49. franz

    @ Sven Gelhaus > lol ! > „Und ich mag den Duden genau so gern wie »Detailtypografie«!“ > ACHTUNG – STILLGESTANDEN – JEDER BUCHSTABE AN SEINEN ORT! UND ZACK ZACK – ALLE IN REIH & GLIED – HIER IST EIN TYPOBLOG – UND KEIN KINDERGARTEN!

    … und warum es ein unter­schied ist, man wenn es um typo geht etwas als ein „typo­gra­fi­sches verbre­chen“ ansieht, jedoch wenn es um bashen von laien geht, bzw. wie sich unsere arbeit als profies, vor einem gesamt­ge­sell­schaft­li­chen, oder auch nur stadt­bild versteht – darüber denken wie jetzt alle nochmal nach.
    ich finde das bordieu zitat (42) hat die diskus­sion hier sehr sehr gut charak­te­ri­siert! gute nacht ihr typo­gra­phen.

  50. ConnyLo

    So ist das mit dem Handwerk: »was nicht passend ist, wird passend gemacht«! »Eine einge­na­gelte Schraube hält besser als ein einge­schraubter Nagel.« usw.
    Das oben gezeigte Ergebnis der Bemühungen doku­men­tiert ein anderes Gefühl zu Schrift und Information und dem gewünschtem Ergebnis »Schild machen«.
    Höhere Ziele wie Ästhetik, emotio­nale Aussage einer Schrift, Beachtung typo­gra­fi­scher Regeln passen in unser Denkschema, aber wirken wie über­flüs­siges Beiwerk für grobe Charaktere.

  51. Jürgen Siebert

    ich finde das bordieu zitat (42) hat die diskus­sion hier sehr sehr gut charak­te­ri­siert!

    Das Bourdieu-Zitat bezieht sich auf Geschmacksfragen und hilft bei dieser Diskussion nicht viel weiter, weil es zu hoch greift. Unser Themen sind viel boden­stän­diger: Handwerk und Technik … und der Respekt davor.

    Die zitierten Schilder sind für die meisten Auftraggeber keine guten Visitenkarte, weil die schlam­pige grafi­sche Gestaltung das beauf­tra­gende Handwerk (den Grill, den Bäcker) in ein schlechtes Licht rücken. Dass dabei bisweilen zusam­men­passt was zusammen gehört mag seinen Charme haben, ist aber weit­ge­hend zufällig bzw. beliebig und unge­wollt.

  52. franz

    lieber jürgen – das halte ich wirk­lich für etwas spitz­findig. geschmack bzw.
    „ästhe­ti­sche einstel­lung“ stellt sich wie bour­dieu gut beschreibt über distink­tionen her die oftmals einem klassen(un)bewusstsein entspringen. und wie der orginal-poster (42) auch richtig ergänzt hatte: über berufs­iden­ti­täten oder wie du schreibst „boden­stän­diges hand­werk“. genau dieses hast also du hier betrieben. und zwar in rein­form.
    auch deiner weiteren ausfüh­rung muss man wider­spre­chen: auch unser sehen und unsere beur­tei­lung was gut und was schlecht ist unter­liegt diesen bedingt­heiten. das schlechte licht von dem du sprichst sehen halt nicht alle. so einfach ist das. und deswegen ist dieses auch nur ein font­blog. und sobald es etwas gesell­schafts­kri­ti­scher wird eben etwas platt. in diesem sinne hast du also wieder recht: es greift zu hoch ; )
    jetzt aber wirk­lich gute nacht ihr typo­gra­phen!

  53. titi

    Dann gibt es eben zwei oder mehr Auslegungen von „Handwerk“ und „Technik“: Die hier im font­blog vertre­tene ist eine andere als die der „Fahrschule Edelweiss“. Soweit nichts neues, die Straßen sind voll von unter­schied­li­chen Auslegungen. Distinktionsmerkmal trifft es schon ganz gut. Als ich-nenne-es-mal „akade­mi­scher Gestalter“ möchte ich auch nicht mit Deppenapostrophen in einen Topf geworfen werden und mich abge­setzt wissen…

    Was ich noch in die Runde werfen möchte: Wenn so ein Laden mit unan­stän­digem Apostroph oder eine Fahrschule mit verzerrter Schrift über Jahre hin weg besteht (und viel­leicht ja länger als eine schicke Start-Up-Typo-Schmiede in einem Prenzlauer Hinterhof?), wenn also (Neu-) Kunden zu diesem Bäcker gehen oder jenen Imbiss frequen­tieren, ange­lockt durch die Bezeichnung auf der Markise oder dem Fenster… Hat dann der Grafiker sein Ziel nicht erreicht? Dem Auftraggeber zu helfen, sich darzu­stellen und damit Geld zu verdienen?

    Leben und leben lassen…

  54. Simoniak

    Hier gehts aber mal richtig gut zur Sache! Amüsant! Konflikte wollen ja auch richtig ange­gangen werden. Die Psychologen raten dazu ja mitler­weile dazu. Gut das der Herr Siebert sich Luft macht! »Vögel« und »Klugscheißer« sollte man auch nicht auf sich sitzen­lassen! http://​www​.zeit​.de/​z​e​i​t​-​w​i​s​s​e​n​/​2​0​1​1​/​0​3​/​S​t​r​e​i​ten

  55. tjark

    Unterm Strich ein Zeichen des kultu­rellen Umgangs mit einem Kommunikationsmedium. Diese Diskussion führen Literaturwissenschaftler ebenso, wie Schneider meinet­wegen.

    Neukölln wird dadurch weder besser noch schlechter, sondern höchs­tens noch inter­es­santer:
    http://​rotten​rails​.word​press​.com/​z​e​i​c​h​e​n​-​i​n​-​d​e​r​-​s​t​a​dt/

    // rr

  56. Thomas

    Solche Gestalter wie Ronny sind wichtig für die Heterogenität. Manches muss eben schlecht und billig aussehen.

    Eine Dönermann mit einer durch­ge­stylten und fehler­freien Speisekarte käme mir befremd­lich. Genauso wie mir ein typo­gra­fi­sche rich­tiges und farb­li­ches dezentes Baumarktprospekt mir zu teuer vor käme.

  57. Yanone

    Als nächstes knöpfen wir uns mal die Bergmannstrasse vor und sehen nach, ob Jürgen Siebert Ordnung in seinem Kiez hat, wie er ja immer behauptet!

    @tjark: Lustig.
    @Sven Gelhaus: Jetzt war ich kurz erschro­cken.

  58. robertmichael

    Eine Dönermann mit einer […] fehler­freien Speisekarte

    soweit ist es schon? arm.
    ich weiss zwar was du sagen willst, aber viel­leicht kommt es auf das gesunde mittelmaß an? also dönnerladen mit rotgelber schau­fens­ter­be­schrif­tung = gern. verzerrte schriftart muss aber nicht unbe­dingt sein.

  59. Oliver

    Beine hoch, Niveau kommt tief… (von beiden Seiten)

    »Manches muss eben schlecht und billig aussehen.«
    Ein sehr inter­es­santes Thema. Darüber würde ich gerne einmal ein Artikel lesen. Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Billigschokolade auch immer so aussehen muss…

  60. Kai Sander

    Ich bin froh, dass es solche Grafiker/Designer/Typografen gibt, denn auch ich betreue eine Fahrschule (die von meinem Papi); schließ­lich ist das die Konkurrenz.

    Noch ein verspä­testes Osterei:

  61. gorillakhan

    Puh, ganz schön viel Text am frühen Morgen.

    Was mir gerade an der »Diskussion« (ich nenne es mal noch so) auffällt, ist dass einigen Kommentatoren wohl der Bezug zwischen Werbung und bewor­benem Produkt/beworbener Dienstleistung fehlt. Selbstverständlich ist es ein Unterschied, ob ich mit hoch­wer­tigem Design für mein Produkt werbe oder mit eher dille­tan­tisch ausge­führter Beschilderung! Wie ich meinen Laden oder meine Werbemittel gestalte oder gestalten lasse, soll ja Ausdruck darüber geben, wie hoch­wertig mein Produkt bzw. Meine Dienstleistung ist. Aktuell lösen falsche Accents und Satzzeichen eher ein Schmunzeln aus — manchmal tut der Blick an die heimi­schen Schaufenster dann doch schon weh. Kaufen würde ich in solchen Läden letzt­lich nur dann, wenn äußere Umstände oder eigene Bequemlichkeit nichts anderes zuließen. Denn die ortho­gra­phi­schen wie auch hand­werk­li­chen Fehler können nur zu einem von zwei Schlüssen führen: entweder man weiß es nicht besser oder es ist dem Ladenbesitzer/Gestalter egal. Ersteres muss ich zähne­knir­schend tole­rieren, kann aber dagegen vorgehen: »Gnä Frau, es ihre Soße schreibt sich Bolonaise, korrekt ist Bolognese« (Das war leider ein Beispiel aus der Realität. Der Dame war es überaus pein­lich.) Letzteres lässt nur einen Schluss zu: Qualität ist diesen Menschen ziem­lich egal. Und dass gilt auch für Bäcker, Grills und Fahrschulen …

    Herrn W. scheint es ja offen­sicht­lich nicht egal zu sein, sonst wäre die Reaktion anders ausge­fallen. Dieser Umstand lässt mich hoffen.

  62. gorillakhan

    Mit »Letzteres« meinte ich natür­lich Möglichkeit 2 »es ist ihnen egal«. Nur, damit hier keine Missverständnisse auftreten.

    Eins noch: Mein Lieblingsfleischer wirbt mit Versalien aus der Gotham und dezentem Steingrau. Es geht also auch anders. ;)

  63. pees

    Eigentlich ist es doch genau das rich­tige was er gemacht hat. Durch den Artikel hier bekommt er noch mehr Aufmerksamkeit … kosten­lose Werbung quasi. Und der Markt ist nicht gerade klein (wie man ja auch auf der Website von ihm sieht) den er da bedient.

    Ist halt eine Frage der Positionierung z.B. der „Dönerbuden“ wie sie sich nach außen präsen­tieren. Da nunmal gewisse gestal­te­ri­sche Lösungen (Verzerrte Schriften, falsche Anführungszeichen, ziem­lich krasse Kontraste …) weit­läufig bekannt sind, greift man das natür­lich als Dönerbudenbesitzer auf und will eine ähnliche Wirkung beim Konsumenten erzielen … billig.

    Wäre aber sicher­lich mal span­nend eine Dönerbude höchst­pro­fes­sio­nell und teuer beim Konsumenten wirken zu lassen. Wird wohl schief gehen. Es sei denn er hat wirk­lich etwas beson­deres zu bieten.

  64. Johannes

    unsere arbeit als profies

    Jungs, zum Glück könnt Ihr es ja besser, Ihr »profies«!

  65. CB

    halle­lujah, zumin­dest auf einige Reflexe ist Verlass. :)
    Wenn man auf einem Stehempfang darauf aufmerksam gemacht wird, dass der Morgenmantel als Kleidung nur mäßig akzep­tabel ist und dann belei­digt antiaka­de­misch wird, bleibt einem doch nur das Buffet oder ein drama­ti­scher Abgang.
    Souverän geht anders.

  66. Anderer Jürgen

    In meinen Augen ist eine Selbstverständlichkeit das ein Blog, der sich mit Typografie beschäf­tigt, auch auf die dunkle Seite der Macht eingeht. Wolckenkuckucksheime sind schön, eine Beschäftigung mit dem grauen Alltag unserer design-unbe­las­teten Mitmenschen ist in meinen Augen aber bitter nötig.
    Herr Ronald W. wirds und muss das aushalten – es ist traurig genug das es außer ihm und „uns“ sowieso keinen inter­es­siert, am aller­we­nigsten die Menschen, die Ronald W. für seine Schilder bezahlen.
    Aber immerhin ist eine Diskussion über diesen Zweig der zeit­ge­nös­si­schen Typografie ein erster Schritt, dieses Thema auch Laien näher zu bringen.

    PS: in meinem Viertel gibt es noch zahl­reiche Original Ladenbeschriftungen (Glasmalereien a la „Fleisch + Wurst“ u.Ä.) aus den Jahren 1920-1950 – obwohl die Schriftenmaler, die diese Werbeschilder erstellt haben, sich wohl auch nur als „Handwerker“ verstanden haben, sind deren typo­gra­fi­sche Werke in keinster Weise mit den heute übli­chen Forex-Corel-Arien zu verglei­chen. Ich denke, man kann, anhand der Zeugnisse früherer Außenwerbung, schon einen deut­lich sicht­baren Verfall an Qualitätsempfinden bei den Auftraggebern und einem erheb­li­chen Kompetenzverlust bei den „Schriftenmalern“ fest­stellen. Ich finde es gut und richtig das bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu thema­ti­sieren.

  67. Bert

    @robertmichael: Ihnen ist ein Apostroph entgangen … : )

  68. Kathi

    Die Diskusion hier ist ja wirk­lich klasse. Wie pees (#63) schon sagte, es ist eine Frage der Positionierung. Und scheinbar klappt das Konzept ja, mehr oder weniger. Auch wenn es aus Sicht eines Designers / Gestalters sehr trauig ist, wenn er solche Sachen sehen muss. Andererseits, was will man erwarten, wenn der Kunde keine Idee zu seinen Laden hat, es auffällig haben will und dafür fast nichts bezahlen möchte? Bei solchen Voraussetzungen kann man ja schon nicht viel erwarten oder? Ich glaub dazu kommt auch nocht, das die Kunde die spätere (nennen wir es mal) Werbung selber machen wollen, weil man ja mit Word oder ähnli­chem umgehen kann. Ich glaub solche komichen Schriftenfehlgriffe werden noch so lange funk­tio­nieren, bis die Kunden auch bereit wären etwas Geld für ihr Äußeres (Laden) in die Hand zunehmen um etwas ordent­li­ches und einheit­li­chen zu schaffen. Und bis zu dieser Erkenntnis wird es wohl noch ein paar Jahre dauern…

  69. Anderer Jürgen

    Puh, die „Positionierung“ alleine mag ich nicht als Ausrede gelten lassen. Schließlich posi­tio­niert der Ladenbesitzer ja nicht nur sich, sondern auch seine Nachbarschaft. Und so ein auf die Wand gespaxtes, signal­far­benes Schriftenungetüm auf Plastikplatte zieht leider oft genug einen ganzen Straßenzug nach „unten“. Wenn man einer „normalen“ städ­ti­schen Kreuzung ein prekäres Erscheinungsbild verleihen will, ist das genau das rich­tige.
    Die Leute die sowas verkaufen oder in Auftrag geben, sollten sich immer auch fragen, ob sie auch gegen­über eines solchen Ladens wohnen wollen, ob sie sowas Tag für Tag vor Augen haben wollen.

  70. thomas junold

    welch hohe kunst plakat- und schil­der­ma­lerei sein kann, mag der geneigte betrachter beim betrachten der »bello« von under­ware nach­voll­ziehen, welche von der gran­diosen arbeit indi­scher schil­der­maler inspi­riert ist. (wenn ich das recht erin­nere)

    http://​www​.under​ware​.nl/​b​l​o​g​/​2​0​0​3​/​1​1​/​m​a​n​i​s​h​-​k​u​m​a​r​-​i​n​d​i​a​n​-​s​i​g​n​-​p​a​i​n​t​er/

    hier gehts um liebe für die sache, die man macht. wer keine liebe spürt bei dem, was er macht, sollte etwas anderes probieren.

  71. Stefan

    Ich sage nur: meiré und meiré.

  72. Timo

    Ich glaube ja noch fest an die Hölle, oder zumin­dest an die Typohölle in der all die typo­gra­fi­schen Sünder landen werden. Diese ist voll mit gequetschter und gestauchter oder sonstwie verbre­che­risch maltre­tierter Typografie und die Sünder haben keine andere Wahl denn gute Typografie gibt’s in dieser Hölle nicht. Nicht im öffent­li­chen Raum, nicht auf Straßenschildern, nicht in Büchern, Zeitschriften, Bedienungsanleitung, Preisschildern Betriebssystemen, Handys, noch nicht einmal die eigene Hand kann ordent­liche Staben zu Papier bringen…

  73. Andreas

    Die Beispiele sind keine typo­gra­fi­schen Wunderleistungen, soweit d’accord.

    Umgeben von anderen schrei­enden Schildern mag es sich der Fahrschulbesitzer oder der leckere Bäcker viel­leicht nicht erlauben können, mit einem wohl­ge­setzten Schild zuwenig Aufmerksamkeit zu gene­rieren. Also schreit er lieber mit oder er läßt mitschreien. Vornehme Zurückhaltung wäre hier – aus Sicht des Kunden – fehl am Platze.

    Keine Frage: Besser geht immer, aber mit einer prag­ma­ti­schen Sichtweise, die hier gele­gent­lich auch schon ange­spro­chen wurde, kommt man der Lebenswirklichkeit wohl deut­lich näher als mit Zitaten von Bourdieu.

  74. thomas junold

    stefan: meiré und meré: wenn er seine zeilen und wörter verzerrt und das ist es, was du ange­spro­chen hattest, bevor du deinen post geän­dert hast, ist es in der tat etwas anderes. also JA, es ist absicht­liche »künst­le­risch« gewollte verän­de­rung der schrift­kontur. wenn du dir die entspre­chenden seiten genauer anschaust, wirst du sehen, dass sie trotzdem von jemandem gemacht worden sind, der weiss, was er macht.

    das problem an dieser diskus­sion sind aber glaube ich eher die stand­punkte: die typo­grafen hier verstehen nicht, wie man sehenden auges elemen­tarste dinge der gestal­tung so miss­achten kann und sind irri­tiert darüber, dass man damit geld verdienen kann.

    den produzenten/dienstleister dieser schilder und beschrif­tungen hingegen ist es wirk­lich egal, wie es aussieht. für sie zählt die geleis­tete arbeit, das verdiente geld.

    die wirk­li­chen verlierer bei der sache sind eigent­lich die besitzer dieser läden auf deren schul­tern diese diskus­sion abge­laden wird. deren meinung wurde ja noch nicht gehört. das es anders geht, wurde zwar erwähnt, aber es fehlen ein wenig die, hmm, aufga­ben­stel­lungen, die ausge­geben wurden.

    ich denke nicht, dass sie zwei oben genannten parteien sich jemals einigen werden.

  75. Jürgen Siebert

    hier gehts um liebe für die sache, die man macht. wer keine liebe spürt bei dem, was er macht, sollte etwas anderes probieren.

    Genaus so hätte ich es auch gesagt bzw. geschrieben, wenn ich mich nicht für das provo­kan­tere Durch-den-Kakao-ziehen entschieden hätte. Danke, thomas.

  76. Anderer Jürgen

    @thomas junold: ich denke nicht das die Typographen Fraktion hier Herrn Ronald W. persön­lich ankreidet, wie er seinen Lebensunterhalt verdient. Im Kern geht es doch tatsäch­lich um seine Kunden, nicht seine Produkte. Die wahr­lich trau­rige Tatsache ist doch das diese Art der Außenwerbung und die damit verbun­dene Qualität der Typografie ihren Absatz findet – die Menschen wollen das, bzw. verspüren bzgl. offen­kun­diger gestal­te­ri­scher und ortho­gra­fi­scher Fehlgriffe keinerlei Leidensdruck – vermut­lich ganz im Gegenteil. Ich kann mir vorstellen das der Herr Edelweiss seine Fahrschule mit Stolz betrachtet und sich über das visu­elle Feuerwerk ehrlich freut.
    Freilich bewegt man sich auf dünnem Eis wenn man nun dem Herrn Edelweiss vorschreiben will was er gefäl­ligst „schön“ zu finden hat, aber zumin­dest beweinen darf man den „Geschmack“ seiner Mitmenschen schon ab und zu…

  77. thomas junold

    anderer jürgen: und genau das ist die aufgabe eines grafik­de­si­gners. vorschläge zu machen, wie ein best­mög­lichstes und noch ästhe­ti­sches ergebnis zu erzielen ist. ronald w. belässt es bei ersterem ohne zweites in betracht zu ziehen. und genau hier sehe ich das problem seiner arbeit.

    wer sich frei­willig zum reinen erfül­lungs­ge­hilfen degra­dieren lässt …

  78. Christian

    Gewissensfrage an die ehrbaren Typografen unter Euch: Würde von Euch jemand mehr als 5 Euro für einen Döner ausgeben? Eben. Der Markt entscheidet welchen Schildermacher sich der Dönermeister leisten kann. Damit fallt Ihr für diesen Job (mehr ist es nicht) schonmal aus. Punkt.

  79. Anderer Jürgen

    @Th. Junold.
    frei­lich, voll­kommen richtig. Normalerweise sollte man sich ja darauf verlassen können, das gewissen Dinge vom Markt gere­gelt werden, schlechte Leistung irgend­wann nicht mehr nach­ge­fragt wird und schließ­lich von alleine verschwindet.
    Im konkreten Fall aber funk­tio­niert das nicht, da die Maßstäbe, die profes­sio­nelle Gestalter an solcherlei Produkte anlegen, nicht (mehr?) allge­mein gültig sind. Das Ergebnis ist, das W.s Produkte für seine Kunden eben keine „schlechte“ Leistung darstellen, sondern die für sie genau „rich­tige“.
    Ich möchte keine Mücken zu Elefanten aufblasen, aber mir scheint das hier ein sehr schönes Beispiel zu sein, dass die Spaltung der Gesellschaft nicht nur wegen monetär/finanzieller Unterschiede große Auswirkungen auf unseren Alltag hat.

  80. thomas junold

    chris­tian: leider der fehler, den viele machen. die geschäfts­austat­tung gehört zum busi­ness­plan. wer denkt, dass ein döner­mann einen solchen nicht braucht, irrt. er ernährt sich und sicher auch seine familie mit dem geschäft. die kosten für eine erstel­lung eines logos sind gar nicht mal so riesig. von unter­schied­lichsten bezah­le­mo­dellen mal abge­sehen. und mal ehrlich: eine döner­bude mal so richtig nett aufbauen kann doch eine sehr geile sache sein für einen grafiker. schon alleine aus dem grund, weil wir immer verzwei­feln, dass das kaum einer macht.

    der döner wird anschlies­send sicher keine 5 € kosten. ;)

  81. Achim B.

    @heiner (29): genau das dachte ich auch. jetzt weiß ich endlich, wen ich hassen darf.

    @jürgen siebert (48): genau so ist es. deswegen denke ich schon lange, dass es zumin­dest eine recht­schreib­po­lizei für öffent­lich ange­brachte schilder geben müsste. auf die gestal­tungs­po­lizei können wir ja erstmal noch verzichten.

  82. Sven Winterstein

    Dass das Ganze hier über­haupt ein Thema ist, wundert mich, denn Typo-Trash ist doch allge­gen­wärtig. Otto und Frieda Normalwurst nehmen Gestaltung und Typografie eben nicht ernst, jeden­falls nicht ernster als »Fliesen legen«, weil Ihnen die Wahrnehmung dafür fehlt. Wie wird sich der Ladenbesitzer mit dem üblen Schild wohl daheim einrichten? Innenarchitekten und Möbeldesigner würden viel­leicht weinen. Kultur kann man den Leuten halt nicht einprü­geln … Ist schon okay, wenn Jürgen Siebert ab und zu auf Müll aufmerksam macht, aber jetzt muss ich mir unbe­dingt was posi­tives angu­cken.

  83. Anderer Jürgen

    @ Christian: Ich denke nicht das Budget-Argument hier zieht. Das klitze-kleine Basis Grundwissen, dass die aller­schlimmsten Fehler und Sünden bei der Schriftgestaltung im öffent­li­chen Raum verhin­dern könnte, würde die Leistungen W.s sicher nicht merk­lich teurer machen. Ein Schildermacher muss kein CD erstellen können, er muss keine Logos zeichnen können – er muss „nur“ Schrift setzen. Das sollte einfach drin sein, insbe­son­dere da dieses Schriftsetzen ja einen nicht wegzu­leug­nenden Teil seiner Arbeit ausmacht.

  84. Christian

    @thomas junold
    Ein CI für ’ne Dönerbude wäre sicher­lich mal eine inter­es­sante Aufgabe. Es stellt sich die Frage für welche Zielgruppe, und die Frage nach der Positionierung. Die breite Masse wird immer noch zum billigen Döner anner Ecke laufen, dessen bin ich mir sicher.

    @Anderer Jürgen
    Es stimmt was Du sagst, elemen­tarste Dinge sollte man von einem „Profi“ erwarten dürfen, und wenn er nur Beschriftungen macht. Andererseits: wenn sich der Kunde nicht beschwert, seine Rechnung bezahlt … wie soll es da besser werden? Kammer- und/oder Ausbildungszwang für die sog. „Grafischen Berufe“?

  85. Vroni

    Stichwort „Dinge, die der Markt regelt“:
    Ein Designer/Typograf mit nur halb­wegs Anspruch sollte sich von solchen Kunden auch bewusst fern­halten und sie ohne Gezeter dem guten Ronny über­lassen. Herrliches Fundstück und Tipp im Netz: „Beware the amateur client!“
    http://​www​.atis​sue​journal​.com/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​1​1​/​0​4​/​b​e​w​a​r​e​a​m​a​t​e​u​r​.​jpg

    Auszug: „To them crea­tive services are like fast food… […] they are impul­sive and disor­ga­nized and their chaos readily infil­trates your inter­ac­tions…“

    Marktwirtschaftlich betrachtet: Warum sich mit soviel verbalen Aufwand gegen amateur Anbieter distin­gu­ieren, die sich an amateur clients richten?

    Sensibel-ästhe­tisch betrachtet: tut weh.
    Klar.

  86. Marcus

    Seien wir doch dankbar für solche „Dienstleister“, worüber würden wir sonst noch so vortreff­lich streiten können?

    Ist schön zu sehen, wie hier gestal­te­ri­sches Herzblut auf gestal­te­ri­sche Belanglosigkeit trifft.

  87. robertmichael

    @ chris­tian, woher soll das der kunde wissen? etwas aufklä­rung nud bera­tung gehört auch zum beruf eines schil­der­ma­chers. voraus­ge­setzt er weiss es natür­lich selbst.

    und wer jetzt was schönes sehen will, schaut sich blog und webseite von sven winter­stein an. (nr. 82) lovely! würde mich mal inter­ess­sieren ob diese art der gestal­tung auch bei einem döner­laden funk­tio­nieren würde.

  88. robertmichael

    @ vroni, genau das ist der punkt warum unsere branche als hoch­näsig etc. beschimpft wird.
    bei mir muss ein döner­kunde nicht draussen bleiben, bei mir bekommt er auch eine gute gestal­tung ohne verzerrte schriften zu einem preis der den döner­preis nicht in die höhe treibt.

  89. Christian

    Mal ’ne ganz andere Frage an den typo­gra­fisch anspruchs­vollen Fontblog-Betreiber: Wieso sind denn nicht wenigs­tens hier die einlei­tenden Anführungszeichen stan­dard­mäßig „unten“, wie es sich in der deut­schen Schreibweise gehört? Rein tech­nisch sollte das doch mit vertret­barem Aufwand machbar sein. Absicht ist es sicher nicht. Der evtl. Einwand, die Position „oben“ (ja es geht – aber für den User nur mit HTML) sei inzwi­schen Usus, auch im deutsch­spra­chigen Netz, kann gerade in einem Typografie-Blog kein Argument sein.

  90. Vroni

    @ robert­und­mi­chael

    Auf diesen Einwand kann man warten :-)
    Bitte nicht Branche und Typen (im Sinne von Typologie) durch­ein­ander hauen.

    Dönerbetreiber müssen nicht zwin­gend Amateurkunden sein. Habe hingegen schon welche aus dem Marketingleiter-„Milljöh“ erlebt. :(

    Das hat also mit hoch­näsig nichts zu tun.
    Es hat damit zu tun, im Vorfeld (!) poten­zi­elle Auftraggeber zu quali­fi­zieren.

    Nix gegen Döner und Fahrschulen. Sollte sich so ein Auftraggeber im Erstgespräch als verständig erweisen (im Sinne von, dass er was Ordentliches will und kein Glump und das auch signa­li­siert), und dem Designer fach­lich vertrauen, sollte er welcome sein.

  91. liqui.do

    Hallo Jungs,

    was machen hier denn die ganzen Bundesliga-Trainer, -Spielerinnen und -Stammgäste plötz­lich in der Kreisliga? Sich darüber beschweren, dass der Ball nicht ordent­lich gestoppt und das Foul nicht regel­ge­recht geahndet wird?? Über mangelnde Spielkultur der zumeist etwas über­ge­wich­tigen oder unter­ta­len­tierten, in jedem Fall nie gut ausge­bil­deten Bewegungslegastheniker philo­so­phieren?? Sich gegen­seitig dazu zu erziehen versu­chen, das eigene Verahlten wahl­weise dem Umfeld anzu­passen (hier gibt’s nur kalte Fritten, also frag nicht nach der Kartoffelsorte) oder via guter Argumentation das Stadion… Verzeihung… den Bolzplatz in eine Kulisse für den Netzer&Delling*-Talk zu erheben? *Die Fußballgötter mögen sie selig haben…

    Huschhusch… Es gibt gute Gründe für das Spiel in unter­schied­li­chen Klassen und Ligen. Gäb es sie nicht, würde eine Saison länger dauern, als die Spielenden sport­taug­lich sind. Also zurück mit Euch in Eure eigenen Gefilde.

    Ich zahl doch nicht GEZ*, um Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn aus der Bezirksliga berichten zu sehen/hören. Davon spielen die dort nicht besser.
    *wahl­weise: ertrage jede Menge Werbung im Privatfernsehen für Jauch live beim TSV Rüningen

    liqui

  92. annonuem

    Habt ihr alle nicht´s zu tun?

    Vielleicht – mal quer gedacht – ist es genau diese Art Reklame die diese Läden wollen.
    Genau dieses Design mit solchen Schriften, verzerrt mir wirren Schatten und Anführungszeichen und Aposrophen wo auch immer und dieser Künstler gibt es ihnen.
    Die „Anführungszeichen“ sind ja nun auch nicht nur ein typo­gra­phi­sches Problem, denn wenn der Bäcker nur „lecker“ ist, geh ich da lieber nicht hin.
    Aber hier wird ein Kundenkreis bedient, der es genau so haben will und mal ehrlich, für solch ein Schild wäre er doch woan­ders an der falschen Adresse, oder?

  93. Vroni

    @ liqui​.do

    Unterschiedliche Liga. Genau.
    Ein Regional-Ligist muss jedoch auch hand­werk­lich halb­wegs ordent­li­chen Fußball ablie­fern. Z. B. kein Freistil erlaubt (nur Füße, nicht Hände benutzen), den Jury nicht umplätten, die Abseitsregel kennen und zumin­dest versu­chen, das rich­tige und nicht das falsche Tor zu treffen.

    Freistil und falsche Tore aber massen­haft bei Billiganbietern.

  94. veau

    „Design won´t save the world – go volun­teer at a soup kitchen, you preten­tious fuck“

    Oder geht mal einen Tag lang Müll einsam­meln, wenn ihr das Stadtbild verschö­nern wollt.

    Nach Yanones Beitrag (Nr. 24) kam hier eigent­lich kaum noch lesens­wertes. Ausserhalb unseres kleinen Designer-Kosmos ist dieser Quatsch, an dem sich der Artikel samt Diskussion hoch­zieht, sowas von irrele­vant uund unwichtig. Leute wie Ronny W. werden keine Bücher, Magazine oder Formulare gestalten, wo von korrekter Typografie tatsäch­lich etwas abhängt. Die versauen hier und da ein Ladenschild mit lokaler, sehr begrenzter Reichweite und das war´s.

  95. robertmichael

    das argu­ment das der kunde das so will kann ich echt nicht mehr hören.
    ich glaube nicht das der fahr­schul­in­haber zum werbe­fach­mann gesagt hat: „machen sie mir große verzerrte buch­staben die keiner lesen kann“ der kunde hat per se erstmal keine ahnung. der werber sollte ihn fach­män­nisch beraten und mit etwas liebe zum detail und zum beruf (!) würde dann auch was ordent­li­ches rumkommen. wenn ich in dem matrat­zen­laden gehe kaufe ich auch nicht die billigste und größte, sondern eine die auf mich zuge­schnitten ist.

  96. Vroni

    „Oder geht mal einen Tag lang Müll einsam­meln, wenn ihr das Stadtbild verschö­nern wollt. “

    Warum nur vom Boden aufklauben?
    Die Stadt São Paulo ging noch einen Schritt weiter:
    Den Müll ganz verbieten.
    http://​www​.flickr​.com/​p​h​o​t​o​s​/​t​o​n​y​d​e​m​a​r​c​o​/​s​e​t​s​/​7​2​1​5​7​6​0​0​0​7​5​5​0​8​2​12/

  97. Kevin

    Na wenigs­tens ist er konse­quent was die Schreibweise von Café (oder seiner Schreibweise Cafè) angeht :-D

  98. Bert

    @robertmichael: Kann es sein das Sie eine ›Verzerrte-Buchstaben-Phobie‹ haben? Sorry, aber ich glaube wir haben es langsam verstanden …

  99. robertmichael

    na dann, zurück auf die hüpf­burg. :D

  100. Anderer Jürgen

    @robertmicheal: Da drehn wir uns im Kreis. Ich persön­lich finde es schlimmer das die Kunden so einen Mist kaufen/haben wollen als das es Anbieter gibt die ihnen soetwas aufschwatzen. Sowas gibts doch in fast keiner anderen Branche: Ein Metzger der Gammelfleisch verkauft wird früher oder später keinen Job mehr finden, einem Fließenleger wird jeder Kunde die unge­raden Fugen um die Ohren hauen, sogar Opel ist fast pleite gegangen.
    Aber mit Schrift und „Design“ kann jeder machen was er will – es gibt keine Regeln und kein Korrektiv, wir stehen mit unseren Maßstäben alleine da!

  101. Jürgen Siebert

    @ 78 | Christian

    Gute Typografie ist nicht teurer als schlechte Typografie … ganz im Gegenteil (siehe die unnö­tige Verzerrung der Schrift Bell Centennial bei der Fahrschule Edelweiss).

    @ 92 | anno­nuem

    Habt ihr alle nicht´s zu tun?

    (Ohne Worte)

  102. Das Mädchen mit dem Öl

    Anderer Fließenleger: Könnt Ihr denn kein biss­chen deutsch? Ein Typograph muss auch Rechtschreibung beherr­schen, sonst fliesen ihm die Spatien um die Ohren und er findet keine Aufträge mehr.
    Typotrash: Ist doch gerade absolut hip, siehe Thalia-Theater Hamburg, Zeit-Magazin. Oh, das macht ja kein daher­ge­lau­fener Ronny W., sondern Mirko Borsche, der nimmt dafür sicher auch vvvviiiieeeellll Geld. Und kennt sicher auch die rich­tigen Leute, damit sein Müll (dt. für Trash) als cooooooooooooooooooool gilt.

  103. Bert

    @robertmichael: Bevor sie mich anmaßen »zurück auf die hüpf­burg« zu schi­cken, empfehle ich ihnen noch­mals den fehlende Apostroph auf ihrer website zu ergänzen. Sie machen sich sonst unglaub­würdig. Und das wollen wir doch nicht, nein?! ; )

    PS: Bevor sie noch Deppenapostroph einbauen; anbei das rich­tige Zeichen –> & r s q u o ; (natür­lich OHNE Leerzeichen).

  104. gorillakhan

    @mädchen (#102): Da gibt es schon noch einen Unterschied: Zumindest dem Zeit-Verlag unter­stelle ich, dass sie sich was dabei gedacht haben. Ihr Zeit-Magazin hat bereits viele Iterationen seines Designs durch­laufen – mal vari­ierte man hin zur Moderne, mal zu einem eher »klas­si­schen« Stil, mal sind sie eben auf »trashig« getrimmt. Dahinter steht aber zumin­dest meis­tens die bewusste Entscheidung, zur Nutzung eines typo­gra­phi­schen Mittels. Und in solchen Fällen sind auch gestal­te­ri­sche »Fehler« ein Mittel.
    Ich kann zwar selbst nicht glauben, dass ich jetzt mit dieser Binsenweisheit komme, aber:

    Wer die Regeln kennt, darf sie auch biegen.

    Ronald W. verletzt aber solche Regeln aus Ignoranz, wie Jürgen es ihm unter­stellt. Vielleicht weiß Herr W. es nicht besser? Ich kann’s nicht mit Bestimmtheit sagen. Die Tatsache, dass er nicht arti­ku­lieren kann, wie er zu einer gestal­te­ri­schen Entscheidung gekommen ist, wie das Produkt seines gestal­te­ri­schen Wirkens seinen Klienten positiv reprä­sen­tieren soll, lässt zumin­dest Unwissen vermuten … alles andere kann ich nur unter­stellen.

    @bert (#103): Böses Foul! ;)

  105. Christian

    @ 101 | Jürgen Siebert
    Gute Typografie setzt aber ein Minimum an schu­li­scher Bildung voraus, die inzwi­schen beileibe nicht mehr jedem unter­stellt werden kann. Insofern befinden wir uns tatsäch­lich wieder in einer Klassengesellschaft, wie in vorhe­rigen Postings bereits zur Genüge erör­tert.

    Im Posting #89 hatte ich die Frage nach den typo­gra­fisch korrekten Anführungszeichen hier im Blog gestellt. Über eine Antwort würde ich mich wirk­lich freuen.

  106. Bert

    @ goril­lakhan: Why? Ich bin der Meinung, bevor man sich über Deppenapostroph & Co. bei Arbeiten anderer auslässt, sollte man erstmal seine Eigene in Ordnung bringen. Dürfte nicht so schwer sein. ; )

  107. Oliver Adam

    @Bert (103)
    Ich wollte mich eigent­lich nicht in Privatscharmützel einmi­schen. Dennoch ist es atem­be­rau­bend, wie Sie hier maßre­geln und selbst in Ihrem Beitrag Komma- und Orthografiefehler auf dem Niveau von Sechstklässlnern begehen. Sorry, ich glaube, gegen­sei­tiges Bashing trägt nichts zum Erkenntnisgewinn bei …

  108. Raputzel

    Hat ja noch gark­einer den Nazi-Vergleich heran­ge­zogen, wir haben doch schon die Hundert über­schritten.

  109. Jürgen Siebert

    @ 89 | Christian
    Versteh’ die Frage nicht. Fontblog-Beiträge verwenden seit Jahren die Guillemets, also » und «. Welche Anführungszeichen die Kommentatorinnen und Kommentatoren verwenden, entscheiden diese selbst.

  110. robertmichael

    @ bert, ich bin auf der hüpf­burg, wo bist du? schuhe ausziehen!
    ich habe nirgendwo das deppen­apo­stroph bemän­gelt, im gegen­teil ich sagte sogar das ich kein verfechter des duden bin. mir ging es um die verzerrte schrift, das hattest du ja bei posting nr. 98 bereits verstanden.

    @ jürgen, ich glaub chris­tian mein die auto­ma­ti­sche umwand­lung von „anfüh­rung“ zu „anfüh­rung“.

  111. Christian

    @ 109 | Jürgen Siebert
    Die Kommentatoren entscheiden es nur selbst, sofern sie den HTML-Code des typo­gra­phisch korrekten einlei­tenden Anführungszeichens auswendig wissen: & b d q u o ;
    Ansonsten ist das einlei­tende Anführungszeichen stan­dard­mäßig oben (entspre­chend & l d q u o ;). Das ließe sich durch eine kleine Modifikation des verar­bei­tenden Scripts leicht ändern.

  112. Jürgen Siebert

    Das ließe sich durch eine kleine Modifikation des verar­bei­tenden Scripts leicht ändern.

    Ich werde den Teufel tun. Hier darf jeder in Kommentaren schreiben wie er will, außerdem sollen auch Zoll- und Sekunden-Angaben schreibbar sein.
    Im übrigen tippe ich seit 25 Jahren (auswendig) die Anführung unten „ mit nur einem Tastendruck so:
    ⇧⌥ + W-Taste
    und die Anführung oben “ ebenso simpel so:
    ⌥ + 2-Taste

  113. Christian

    Hier darf jeder in Kommentaren schreiben wie er will,…

    Nach stich­pro­ben­ar­tiger Durchsicht der (grob geschätzt) 50.000 Kommentare hier im Fontblog würde ich schätzen, dass etwa 10% der Fontblog-Kommentatoren die von Dir genannte Tastenkombination kennen und/oder nutzen.
    Somit sehe ich die Verantwortung für korrekte Typographie in diesem Punkt ganz klar beim Betreiber.

  114. Jürgen Siebert

    Doch, die kennen sie, weil wir das seit 20 Jahren per Mousepads, Ansichtskarten und Spickzettel 100.000-fach verbreiten. Es steht jedem frei, diese Regeln zu beachten oder zu igno­rieren.

  115. Christian

    Es steht jedem frei, diese Regeln zu beachten oder zu igno­rieren.

    So frei, wie die dem guten Ronnie W.
    Das find‘ ich klasse!

  116. Jürgen Siebert

    Wir reden von Fontblog-Kommentaren und nicht von Designjobs, mein Freund. Ich hab’ nicht vor, Fontblog-Kommentare auf Schilder zu plotten und über Geschäftseingänge aufzu­hängen.

    Und jetzt schlage ich vor, dass Du mal rüber zu Spiegel Online gehst und dich dort ausweinst. Die schaffen es seit 10 Jahren nicht, ihre redak­tio­nellen Beiträge mit korrekten Gänsefüßchen und Apostrophe zu veröf­fent­li­chen …

  117. Christian

    Wir reden von Fontblog-Kommentaren …

    Eben. Auf welchem typo­gra­fi­schen Niveau sich Spiegel-Online bewegt inter­es­siert hier ausnahms­weise mal nicht.

    Und Hand auf’s Herz: Ich hätte kein Wort darüber verloren, wenn es nicht tech­nisch lösbar wäre.

    Und jetzt geh‘ ich wieder vor der eigenen Haustüre kehren.

  118. Gerhild G.

    Bei der Durchfahrt durch Kärnten in Österreich habe ich den Besitzer der Firma „Bull-Druck“ kennen­ge­lernt, der ähnli­ches verbricht. Die Kunden nehmen leider alles an, was billig ist, weil sie von Qualität keine Ahnung haben. Schuld sind leider unsere Schulen, die nicht vermit­teln, dass nicht jeder ein Künstler, Grafiker, Designer oder Texter ist. Vor allem Texter haben’s schwer, da es in Österreich kaum Agenturen (ja, auch die Agenturen kennen sich dort oben nicht mit Texten aus!) gibt, die einen getex­teten Text vom nur geschrie­benen Text unter­scheiden können. Die größten Agenturen in diesem Kärnten oben sind nicht mal fähig, eine simple Bewerbungsabsage zu verfassen, die (in diesem Fall ist die Firma betroffen gewesen, für die ich den Auftrag zu vergeben hatte!) den Betroffenen nicht kränkt.

  119. typofreedom

    wenn medi­en­ge­stalter in copy­shops „ausge­bildet“ werden und schil­der­ma­cher kein beruf, sondern eine lohn­be­schäf­ti­gung für quer­ein­steiger ist, sollte man sich über derar­tige auswüchse nicht wundern.
    die „das kann ich auch“ menta­lität des dsds-fern­se­hens, kombi­niert mit den möglich­keiten und anre­gungen des büro-pcs. die vorstel­lungen muss dann nur noch jemand wetter­fest auf ein laden­schild bringen. gross. auffal­lend. bunt.
    auftrag erfüllt.

  120. Florian Schommertz

    57-tausend Zeichen: Herr Wisiniewsky hatte recht mit seiner rheto­ri­schen Frage: »Habt Ihr Vögel nichts anderes zu tun[…]?«

    Die Rubrik »Schriftverbrecher« bekam ich im ersten Semester runter­ge­betet. Damals hieß sie »Heute ist jeder Art Director«. Es ist leider lang­weilig weil sie omni­prä­sent ist und »leider« (und das leider meine ich ehrlich) ein Teil unserer Kultur wird.

    Nichtfachleute gibt es überall und sie leben und prägen unsere Umgebung.

    Leider hab ich im zweiten Semester dann schon jedes Verbrechen gesehen.

    Cheers
    der Florian

  121. :(

    @ alle

    schade das es im font­blog auch immer dunkler wird. einfach nur traurig und bezeich­nend wenn der beitrag dem man wohl am wenigsten bedeu­tung schenken sollte knapp 120 kommen­tare hat.

    an alle halb­her­zigen welt­ver­bes­serer, spendet doch der fahr­schule einfach ein
    neues schild und das problem ist gelöst. zumin­dest dieses eine. ;)

  122. thomas junold

    @121

    nein, die fahr­schule edel­weiss ist ein wirt­schafts­un­ter­nehmen, die größe spielt dabei erstmal keine rolle. da muss nicht gespendet werden, dass kann/muss bezahlt werden. der/die besitzer wirds nicht besser gewusst haben und der ausfüh­rende dienst­leister hat ihn schlecht beraten. das ist eindeutig eine rote karte.

  123. damian

    Die rote Karte für den Dienstleister ist absolut gerecht­fer­tigt. Der Auftragnehmer sollte aller­dings aber auch in Frage gestellt werden, denn welcher Idiot lässt sich denn sowas bei klarem Verstand verkaufen? Da muss man ja Angst haben, seinen Führerschein zu machen… :))

    Ich verstehe auch nicht, warum solche Pfuschereien von der Baubehörde zuge­lassen werden. Da sitzen doch die nächsten Nixblicker…

  124. Petra von Rhein

    Ronny ist überall!!!
    Hier im Viertel (Frankfurt Main, Bahnhof/Messe) machen vieler dieser kleinen 08/15-Läden den glei­chen Fehler und holen Ronny oder einen seiner Verwandten. Andererseits 08/15 beschreibt sich eben so – da darf sich dann nur niemand wundern, wenn das Publikum ähnlich gestrickt ist.
    Irgendwo habe ich einen Artikel über Fonts im Stadtbild (New York, Paris?) gelesen, kann sogar hier gewesen sein. Das war damals eine sehr schöne Foto-Sammlung von inter­es­santen Schrift-Stücken. So etwas könnte man in Frankfurt nur noch partiell machen.
    Weil: Ronny ist überall! :)

  125. Arthur

    Es gibt immer wieder Momente in der 7-jährigen Geschichte des Fontblogs, die mich ratlos machen. Zum Beispiel am vergan­genen Montag, als ich die Verteidigung lieblos zusam­men­ge­schus­terter Ladenschilder zur Diskussion stellte […]

    Ich finde es ist immer noch ein Unterschied, ob man solch einen Kommentar einfach nur zur Diskussion stellt, oder ob man diesen zusätz­lich noch mit beißendem Sarkasmus über­zieht. Wenn man an einer sinn­vollen Diskussion inter­es­siert ist, dann tut man das einfach nicht.

    (Ich poste das mal hier, weil die Diskussion im Original-Thread ja doch eine andere ist.)

  126. Paul

    Ich habe das Gefühl, dass viele hier darauf neidisch sind, dass Ronny trotz seiner Unkenntnis offenbar Geld mit Typografie verdient. Ungefähr wie sich ein veganer Koch ärgert, dass das Essen mit dem „falschen“ Fleisch den Idioten da draußen trotzdem schmeckt. Wäre es nicht intel­li­genter und markt­be­zo­gener, danach zu forschen welchen Bedarf Ronny offenbar bedient? Die Häme, die hier ausge­schüttet wird, ist in jedem Fall hoch­näsig und infantil.

  127. grafalex

    Hier wird kein Geld mit Typografie verdient.
    Sondern mit visu­eller Verschandelung und schlichtweg Nichtkönnen. Die Umgebung wird mit Augenmüll zuge­hängt und weil das zunimmt, weil man es zulässt – ob aus Unwissenheit, Geldmangel oder mangelnder Courage – suggestiert es schon »Normalitöt« und wird einfach zur visu­ellen Gewohnheit. Macht ja nichts …, es ist halt so … . Was will man machen … .
    Das muß man akzep­tieren … .
    Nein, soll man nicht. Wie man Lärmbelästigung oder gene­rell schlechte Arbeit auch nicht akzep­tieren muß.

    Kein gelernter Grafiker, Designer oder Typograf wird dieses hier Typografie – »Schriftgestaltung« nennen, oder soetwas aufhängen. Und darum gehts.
    Ein ausge­bil­deter Klempner würde niemals behaupten, er sei Zahnarzt oder die Arbeit eines solchen versu­chen auszu­führen, weil er viel­leicht einen Zahnarztstuhl auf dem Schrottplatz gefunden hat. Sonst wären Aus-Bildung, Lehre oder Studium, also Anstrengung und Bemühung in einem bestimmten Fachgebiet auch nicht mehr notwendig. Dann braucht man keine Fachkräfte und Experten, die ihr Fachgebiet können und die Wertschätzung verdienen.

    Danke Jürgen.

  128. Christian

    @ 126 | Paul
    Ich glaube es ist weniger der Neid als viel­mehr der Schmerz darüber, dass die grafi­schen Berufe letzt­lich, wenn es „hart auf hart“ kommt, entbehr­lich sind. Wenn auf der Baustelle – aus welchen Gründen auch immer – gespart werden muss, dann gehören wir mit Sicherheit nicht zum harten Kern der Bautruppe. Trotzig mit dem Fuß aufstampfen und schreien „Es ist aber wichtig wie das Haus aussieht!“ wird den Kollegen, den Maurern und Zimmerern, besten­falls ein mitlei­diges Lächeln entlo­cken. Wenn sie es über­haupt mitkriegen.

  129. Typofee

    Ich wunder mich ehrlich gesagt nicht über so viele unkom­pe­tente Menschen in der Grafikszene. Das beste Beispiel ist meine Schule. Ich lerne gerade Mediengestaltung und die Lehrer hier wissen einfach mal nichts! Also können die Schüler hier auch nichts lernen und benutzen immer schön verzerrte Schriften, Deppenapostrophe und Photoshop um einen Text zu setzen!

  130. Chajm

    Der Beitrag hat doch seinen Zweck voll­um­fäng­lich erfüllt? Viel Betrieb durch die vielen Kommentare und »Ronny« hat den Schaden. Niemand glaubt doch ernst­haft, dass ein Low Budget Ladengeschäft viel Geld in die typo­gra­phi­sche Gestaltung seines Auftritts inves­tiert? Da kommt man mit Sarkasmus nicht viel weiter. Vielleicht eher mit der Frage, wie man auch dieje­nigen einfängt und begeis­tert denen die Geschäfte gehören (und die mit ihrer Leuchtreklame vermut­lich zufrieden sind). Sie sind doch die Kunden, die ihre Wünsche weiter­tragen? Wenn Ronny es nicht macht, macht es halt Riko oder wer auch immer…

  131. Jürgen Siebert

    @Chajm: Noch mal … das Schild, ordent­lich gestaltet ohne Verzerrung der Schrift, ist sogar billiger in der Gestaltung als der Murks von Ronny (siehe Abbildung 2, oben, das erste Beispiel). Darüber hinaus ist es besser lesbar und wirkt anspre­chender.

  132. Chajm

    @Jürgen Siebert Da wird niemand wider­spre­chen. Nur diese Erkenntnis durch­zu­setzen und denje­nigen zu ermög­li­chen, die da Geschäfte mitein­ander machen, das ist doch der Knackpunkt.

  133. Kurt

    Der Auftragnehmer sollte aller­dings aber auch in Frage gestellt werden, denn welcher Idiot lässt sich denn sowas bei klarem Verstand verkaufen? Da muss man ja Angst haben, seinen Führerschein zu machen… :))

    Hier im Viertel (Frankfurt Main, Bahnhof/Messe) machen vieler dieser kleinen 08/15-Läden den glei­chen Fehler und holen Ronny oder einen seiner Verwandten … Irgendwo habe ich einen Artikel über Fonts im Stadtbild (New York, Paris?) gelesen … Das war damals eine sehr schöne Foto-Sammlung von inter­es­santen Schrift-Stücken. So etwas könnte man in Frankfurt nur noch partiell machen.
    Weil: Ronny ist überall! :)

    Ich habe das Gefühl, dass viele hier darauf neidisch sind, dass Ronny trotz seiner Unkenntnis offenbar Geld mit Typografie verdient.

    Leider lassen sich immer mehr Firmen so etwas andrehen, da sie gleich zu den Autobeklebern laufen, die selten was gelernt haben. Das ist auch ein Grund dafür, dass Profis immer weniger Aufträge bekommen, was ja an anderer Stelle dieser Site ausgiebig disku­tiert worden ist.

    118 | Gerhild G.
    Bei der Durchfahrt durch Kärnten in Österreich habe ich den Besitzer der Firma “Bull-Druck” kennen­ge­lernt, der ähnli­ches verbricht. Die Kunden nehmen leider alles an, was billig ist, weil sie von Qualität keine Ahnung haben. Schuld sind leider unsere Schulen, die nicht vermit­teln, dass nicht jeder ein Künstler, Grafiker, Designer oder Texter ist. Vor allem Texter haben’s schwer, da es in Österreich kaum Agenturen (ja, auch die Agenturen kennen sich dort oben nicht mit Texten aus!) gibt, die einen getex­teten Text vom nur geschrie­benen Text unter­scheiden können. Die größten Agenturen in diesem Kärnten oben sind nicht mal fähig, eine simple Bewerbungsabsage zu verfassen, die (in diesem Fall ist die Firma betroffen gewesen, für die ich den Auftrag zu vergeben hatte!) den Betroffenen nicht kränkt.

    Der Punkt geht an die Verfasser der Zitate:

    Touché! – Touché! – Touché! – Touché!

  134. H.B.

    Ich verstehe das Corel-Bashing nicht. Das ist doch ein schönes Programm zur Grafikbearbeitung, auch wenn es viel­leicht von Umfang und Benutzung nicht mit PS mithalten kann.

  135. Lachen für die Welt

    @KURT Applaus. Ich muss sagen Deine Zitatesammlung schafft einen inter­es­santen Eindruck; wobei davon auszu­gehen ist, dass Du dem Inhalt nicht zu stimmst. Weil dann hast Du Kommentar 108 Antwort gegeben und das ist schön! :-)

    @ALLE hier-gehts-nicht-um-Geschamksfragen-sondern-grund­ge­set­zähn­liche-Lebensgrundlagen Lest doch erst mal noch den Rest von Bourdieus Buch, bevor ihr Eure neoli­be­ralen (Schein-) Argumente anbringt!

    @JÜRGEN SIEBERT Der Christian hat eigent­lich schon Recht … hihi!

    Danke für diese groß­ar­tige Unterhaltung! Hat mir sehr viel Freude bereitet. Der Nicht-Leser wird hieraus sicher­lich wieder Schöpfen und mit seiner unan­greif­baren Arroganz alles weg skan­dieren.

  136. Kurt

    An:
    126 | Paul – darauf muss man doch neidisch sein, oder nicht? Ich bin der gleiche Dilettant wie Ronny und siehe da: Ich kann damit kein Einkommen lukrieren (hihi­haha-haha­hihi!).
    128 | Christian – das mit der Bautruppe ist eine inter­es­sante These, weil Handwerker den Werbern meis­tens sowieso verächt­lich gegen­über­stehen. Sie verstehen den Sinn von grafi­schen Werken leider als Unsinn. Da fehlt es an Bildung!
    135 | Lachen für die Welt – Paul und Christian dürften das Wichtigste schon erwähnt haben, aber wie Gerhild schon ange­deutet hat: Was soll man von denen groß­artig erwarten, wenn es schon den Agenturen an Verständnis mangelt?!

  137. Vroni

    @ Chajm
    „Niemand glaubt doch ernst­haft, dass ein Low Budget Ladengeschäft viel Geld in die typo­gra­phi­sche Gestaltung seines Auftritts inves­tiert? Da kommt man mit Sarkasmus nicht viel weiter. “

    Genau.
    Deswegen trenne ich mich auch grade von einem Auftraggeber.
    Sarkasmus hilft wirk­lich nicht.
    Nur Taten helfen.

    (Natürlich muss genug Revenue mit anderen Auftraggebern da sein, um sich Taten leisten zu können, sonst muss man Hartz 4 bean­tragen.)

  138. Eduard

    Was ein super Artikel !
    Lang nicht mehr so gelacht ! :-) Und jetzt weiß ich welcher böse Bube unsere Städte noch so hässlig macht ! :-D

  139. Aurelia

    Voll schön! Und die Farben erst… ein wahrer Augenschmauß!

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