PdW 2: Studio Lettering von House [Update]

MECH.Die_Jugend

Diese Woche im Angebot: Das Script-Trio Studio Lettering von House Industries, das sind 3 kommer­zi­elle Schreibschriften zum Preis von 99,– € statt 139,– € (inkl. Lizenz für 10 Arbeitsplätze). »Kommerziell« ist bitte nicht so zu verstehen, dass die Schriften keine Free-Fonts sind, sondern dass sie für Profis und für den profes­sio­nellen Einsatz entworfen wurden, zum Beispiel Packaging, Logo-Konstruktion, Branding oder Fashion-Corporate-Design. Auf einer Webseite von House sind unge­zählte Anwendungsbeispiele zu bewun­dern … Dank raffi­nierter OpenType Features (Demos ansehen) wirken die drei Schreibschriften nie mecha­nisch, sondern sehen stets wie hand­ge­pin­selt aus.

[Update] Die Kommentare zu diesem Beitrag brachten neue Erkenntnisse. Das Paket besteht aus 4 Fonts (nicht 3), denn die Studio Shapes (das sind Hinterleger in Form von Kästen, Flaggen, Wappen usw.) werden nicht als EPS-Dateien gelie­fert sondern in einem Font.

Zur Frage »Darf man mit den Schriften keine Logos gestalten«, habe ich bei House Industries um Aufklärung gebeten, denn die End-User Lizenzbedingungen (EULA) spre­chen von zusätz­li­chen Kosten für diese Art der Benutzung. House-Industries-Boss Rich Roat schrieb mir eben: »That clause was inserted to prevent major corpo­rate logo usage without an addi­tional fee. Our liberal fee struc­ture is listed at the bottom of this page …«. Kurz zusammen gefasst: Logos für Unternehmen/Marken/Publikationen/Filme mit einem Jahresumsatz unter 5 Mio $ sind mit der Grundlizenz abge­deckt.


16 Kommentare

  1. robertmichael

    yeah, GEKAUFT!!!
    die illustrationen/dingbats liegen doch bei oder?
    somit sind es 4 fonts.

  2. Jürgen Siebert

    Gut, dass Du mich daran erin­nerst, Robert: Natürlich gehören auch die Illustrations dazu (»Studio Shapes«, die meines Wissens als EPS gelie­fert werden (also nicht in einem Font enthalten sind).

  3. robertmichael

    doch ist ein font, der nennt sich ’shapes‘ — schon instal­liert. :)

    das einzige was ich immer etwas frag­lich finde sind die lizenz­ver­ein­ba­rungen von house indus­tries.

    A special license is required to use the House Font Software in logo design, with or in elec­tronic books or games, goods for sale, retail packa­ging, signage or alphabet products such as scrap­book products or soft­ware, adhe­sive or rub on lette­ring, game playing or gaming devices

    das klingt fast so als dürfte man nichts mit der schrift gestalten ohne vorher eine extra lizenz bean­tragt zu haben. bezieht sich das nur auf einzelne formen/buchstaben oder darf ich damit keine logos gestalten?

  4. Jürgen Siebert

    Soweit ich die Lizenzbedingungen verstehe – und sie mit denen von Fotos vergleiche – bedarf es einer Zusatzlizenz, wenn die Buchstabenform selbst zum Produkt wird (Fotokopiervorlagen, Rubbelbuchstaben, Spiele ) und wenn die FontSoftware einge­bettet werden (elec­tronic books, logo, …). Wenn Du ein Logo gestal­test, und dieses dann in eine Grafik umwan­delst, dann enthält dieses Logo nicht mehr die Font-Software – nach meinem Verständnis – und das ist gestattet.

  5. robertmichael

    ja, so hatte ich das auch raus­ge­lesen.
    „A special license is required to use the House Font Software in logo design“ klingt halt nur etwas komisch, die fonts jeden­falls machen spaß.

  6. Ivo

    Ehrlich gesagt verstehe ich das schon so streng, wie es sich auch im ersten Moment anhört. Dass man eben stan­dard­mäßig kein Logo damit gestalten darf oder auch keine Produkte, die zum Verkauf bestimmt sind, wie z.B. Bücher. Wenn dem so wäre, würde das den Font natür­lich nahezu wertlos machen. Insofern darf man natür­lich skep­tisch bleiben. Vielleicht kann man ja mal bei House direkt nach­fragen? Da ich gerade im EULA-Fieber bin inter­es­siert mich das bren­nend ;)

  7. Jürgen Siebert

    Ja, frag mal … ich kann gerade auch nicht :)
    Rich Roat: rich@houseind.com

  8. Max

    ich glaube, das hier beschreibt es ganz gut:

    Q: Why don’t you allow embed­ding in your license?
    A: We make embed­ding decisions on a case by case basis. For example, we will allow you to embed the fonts to send a .pdf to a printer or to a client for approval. However, if you want to do an email distri­bu­tion .pdf news­letter, you must pay an addi­tional embed­ding fee.

    hier gefunden.

  9. robertmichael

    eigent­lich ist das schon seit jahren so, wenn ich mich recht erin­nere. viel­leicht kann ivo mal bescheid geben, wenn er nach­ge­fragt hat.

  10. robertmichael

    max, ums embed­ding geht es nicht. wenn ich einen font in kurven umwandle ist die reine soft­ware hinter dem font ja nicht einge­bunden, sondern nur die outlines als pfade.

  11. Max

    Der tech­ni­sche Hintergrund des einbet­tens ist mir bekannt, trotzdem danke! Vielleicht wollen Sie einfach allei­niger Anbieter des guss­ei­sernen Ampersands und Konsorten bleiben. Warten wir’s ab!

  12. Ivo

    Wenn man das hier liest:

    Q: Hi, I’m calling from a major upscale inter­na­tional retailer and I want to license Neutraface so we can use it on custom-embroi­dered towels.
    A: As long as all the devices that use the Neutraface outlines to create the embroi­dery are licensed, this is okay.

    … sieht es eher doch nicht so aus wie befürchtet. Wie auch immer, sollte ich jemals meinen seit Ewigkeiten geplanten EULA-Artikel auf meiner Website schreiben, frage ich mal nach. Bis dahin bin ich aber raus aus dieser Diskussion. Hab eh genug von EULAs für heute, aber das ist eine andere Geschichte …

  13. Perseus

    Jürgen, eine etwas viel­leicht naive Frage; aber kann ich Fonts weiter­ver­kaufen?
    ich habe zum Beispiel ein paar Fonts, die ich persön­lich nicht mehr brauche, diese an Dritte bei eBAy verstei­gern zu lassen ist doch gestattet?

  14. Jürgen Siebert

    Diese Frage kann ich Dir nicht pauschal beant­worten, weil ich nicht die Lizenzbedingungen aller Font-Hersteller kenne. Ich denke jedoch, dass in den meisten Fällen Software-Lizenzen NICHT über­tragbar sind … also nix verstei­gern auf eBay.

  15. Jan Middendorp

    Ich finde, die Autoren der EULAs sollten ihre Arbeit ernst nehmen: verständ­lich und eindeutig schreiben, was erlaubt ist und was nicht. Wenn man ’noch mal nach­fragen‘ muß, hat die Foundry nicht richtig über­legt, oder sicher­heits­halbe alles verboten, was ihr einfiel. Hier:

    A special license is required to use the House Font Software… with or in … goods for sale

    steht tatsäch­lich, dass man Bücher, Verpackungen, CD-book­lets und Fahrkarten nicht mit House fonts gestalten darf ohne ’special license‘. Wenn das nicht so gemeint ist, soll man es nicht schreiben. Und wenn ja… dann soll man die Standardlizenz viel­leicht ‚NGO version‘ oder ’non-profit license‘ nennen.

  16. BAR M Grafikdesign

    Mann, mann, hier kommt man ja richtig auf den Script-Geschmack. Tolle Sachen. Werden gleich bestellt.

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