Neue Font-Verhältnisse unter Leopard [Update]

Seit Samstag läuft Mac-OS 10.5 auf meinem Rechner, auch Leopard genannt. Ich habe mal die Veränderungen bei der Schriftausstattung sowie die neue Font-Verwaltung unter die Lupe genommen.

Darstellung. Das fällt sofort ins Auge: Font-Dateien (.otf, .ttf, .dfont; nicht FFIL) haben jetzt indi­vi­du­elle Icons, und zwar jede Schrift ihr eigenes, bestehend aus der Buchstabenkombination Aa in der entspre­chenden Schriftart. Im Finder sieht man diese Icons in der Spaltendarstellung (Abbildung links) und der neuen Cover-Flow-Ansicht, dort dann im Cinemascope-Format (Abbildung oben). Eine schnelle, einfache Information über den Inhalt (Fremdsprache?) und den typo­gra­fi­schen Stil der Buchstaben in einer Font-Datei.

Ordnung schaffen. Zur Beruhigung darf ich vorweg­schi­cken, dass der Umstieg von Tiger zu Leopard bei mir ohne Probleme über die Bühne ging. Ich ging so vor: interne Platte spie­geln (mit SuperDuper! oder Carbon Copy Cloner), starten mit der Leopard-DVD, dann die Option »interne Platte löschen, frisches System drauf, alte User-Daten migrieren« wählen, fertig. Am Ende war ich fast enttäuscht, dass das frische System keinerlei Nacharbeit einfor­derte, durch die man doch erst so richtig warm wird mit dem neuen Look-and-feel. Wieder mal sind es »nur« die Schriften, die etwas Pflege bedürfen. Allerdings habe ich mich mit den »Killerfunktionen« Time Machine und Spaces noch nicht beschäf­tigt.

Wie bei jedem Update werden die drei Standard-Schrift-Ordner in den Originalzustand versetzt bzw. mit den Schriftschätzen des kali­for­ni­schen Computerherstellers aufge­füllt:
/System/Library/Fonts (nichts verän­dern!)
/Library/Fonts (aufräumen!)
/user/Library/Fonts (aufräumen!)

Als erstes verpasse ich den beiden letzt­ge­nannten Ordnern je einen Zwillingsordner mit der aus System 9 bekannten Bezeichnung »Fonts (Aus)«. In diese Ordner verschiebe ich alle Fonts, die Apple für die grafi­sche Gestaltung vorsieht, also zum Beispiel American Typewriter, Brush Script, Comic Sans und über 50 weitere. Unangetastet lasse ich die Fonts für die fremden Sprachen, die ich lieber mit dem aktua­li­sierten Verwaltungsprogramm Schriftsammlung (engl: Font Book) behan­deln möchte (siehe unten).

Schriftsammlung. Die Apple-eigene Schriftverwaltung wurde für Leopard entschei­dend weiter­ent­wi­ckelt. Zum ersten mal lassen sich aussa­ge­kräf­tige Schriftmuster der instal­lierten Fonts drucken. Drei Optionen hierfür erscheinen nach dem Aufruf des Befehls Drucken (⌘ P): Katalog (zur Übersicht), Repertoire (die enthal­tenen Zeichen) und Wasserfall (Schriftmuster mit zuneh­mender Zeichengröße); bei letz­terem lassen sich sogar indi­vi­du­elle Schriftgrößen hinzu­fügen und vorge­ge­bene wegnehmen.

Die wich­ti­gere neue Funktion der Schriftsammlung ist aller­dings das auto­ma­ti­sche Aktivieren von Schriften, wenn diese zur Darstellung von einem Programm ange­for­dert werden. Ich vertraue dieser Funktion und verwende sie, um alle Fremdsprachen-Zeichensätze zu deak­ti­vieren, mit dem Programm Schriftsammlung. Die Software macht es einem leicht, weil einige Schriften bereits nach Sprachräumen grup­piert sind, so dass ich gleich mehrere akti­vieren und dann mit dem kleinen Check-Schalter im Rahmen unter­halb der Schrift-Liste ausknipse. Zum Schluss gehe ich noch mal die Gesamtliste »Alle Schriften« durch, um die Zeichensätze für asia­ti­sche Dialekte und india­ni­sche Sprachen still zu legen.

Man könnte übri­gens auch bei der Installation von Leopard die Installation von Fremdsprachen-Zeichensätzen unter­drü­cken, die auch nicht wenig Festplattenplatz einnehmen. Ich mache das nicht, weil ich mich bisweilen auf asia­ti­schen Design- und Musik-Webseiten herum­treibe, die erst mit den entspre­chenden Schriften navi­gierbar werden.

Noch mehr Fonts ausknipsen. Nachdem ich meine Font-Hygiene systemseitig abge­schlossen habe, ärgern mich immer noch die Adobe-Programme mit einem ellen­langen Fontmenü, das Schriften enthält, die ich nie benutzen wollte und nie benutzen werde, zum Beispiel Chaparral, Nueva, Viva und viele andere. Wenn ich nur wüsste, in welchem Verzeichnis ich die dazu­ge­hö­rigen Font-Dateien befinden. Komischerweise hilft mir auch die system­weite Suche Spotlight nicht weiter, die bei keinem der Schriftnamen auch nur einen Treffer liefert.

Erst ein Anruf bei meinem FontShop-Kollegen Axel Mattern bringt die Lösung: Im Ordner /Library/Application Support/Adobe liegt der Fonts-Ordner mit den Störenfrieden. Auch hier verschiebe ich den gesamten Inhalt, wie oben beschrieben, in einen Ordner »Fonts (Aus)«, bis auf den Ordner mit dem Namen »Reqrd«, was wohl »requiered« als »notwendig« heißt, der Austausch- und Rettungsschriften für die Adobe-Programme enthält.

Jetzt endlich zeigt mir InDesign genau das Schriftmenü, das ich mir gewünscht habe: nur jene Fonts, die das Betriebssystem bzw. InDesign selbst (Myriad) benö­tige, sowie die beiden neuen von Apple gelie­ferten Schriften Braille und DejaVu, auf die ich später eingehe; die ITC Baskerville ist mir noch durch die Lappen gegangen. Dies nenne ich nun ein über­sicht­li­ches Schriftmenü, in dem jetzt meine eigenen Schriften ihren Platz finden können.

Das Schriftmenü zeigt auch eine neue Eigenschaft von Leopard, an die ich mich erst gewöhnen muss: es ist halb trans­pa­rent, was sich mit Bordmitteln nicht abstellen lässt. Das durch­schei­nende InDesign-Dokument fördert nicht unbe­dingt die Lesbarkeit der Menübefehle.

Wir fügt man nun die eigenen Schriften hinzu? Entweder mit der mitge­lie­ferten Schriftsammlung, oder eines der bekannten Verwaltungsprogrammen, also Linotype FontExplorer X, Suitcase oder FontAgent Pro – soweit sie schon für Leopard frei­ge­geben sind, was ich nicht bestä­tigen kann. Allerdings werde ich dann, nach dem oben geschil­derten Prozedere, die ange­bo­tene Verwaltung der Systemschriften nicht annehmen, denn dies habe ich ja bereits manuell erle­digt.

Neue Schriften. Der im Lieferumfang von Leopard enthal­tenen Schriftbestand wurde von Apple noch­mals aufge­stockt: Arial Unicode, Microsoft Sans Serif, Tahoma, Papyrus Condensed und Wingdings feiern ihre Premiere unter OS X, dazu kommt eine Apple Braille mit 5 Schnitten und die DejaVu-Schriftsippe (Sans, Serif, Mono) mit 20 Mitgliedern.

[Update] Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob die aktu­elle DejaVu (v. 2.18, vom 19. 07. 2007) auf meinem Rechner wirk­lich zu Leopard gehört. Tatsächlich habe ich die Schrift bisher nicht gekannt, und sie liegt an einem Ort, wo ich norma­ler­weise nie Schriften hinlege. Ich kann aller­dings auch keine Bestätigung finden, dass DejaVu zum neuen OS-X-Lieferumfang gehört. DejaVu ist eine Open-Source-Schrift, die auf der Bitstream Vera basiert. Es ist die Standard-Schrift des Unix-Derivats Ubuntu und die Basisschrift des Open-Source-Linux-Betriebssystems Fedora (Red Hat).

Die Braille-Schrift ergänzt die Vorlese-Funktion von OS X (voice over), die ich jedoch nicht testen konnte. Ich nehme aber an, dass sie weniger zum Verfassen von Texten als für das Lesen zum Einsatz kommt.

Fazit. Das Leben mit den Schriften unter OS X ist einfa­cher geworden. Dafür sorgt vor allem die weiter­ent­wi­ckelte Verwaltungssoftware Schriftsammlung, mit größerer Übersichtlichkeit und der Auto-Aktivierung.


63 Kommentare

  1. Nick Blume

    Apropos Adobe InDesign. Version? CS, CS2 oder CS3? Aber sehr span­nend geschrieben der Bericht…

  2. JackJohnJameson

    Die »Killerfunktion Spaces« gibt es auf Debian GNU/Linux übri­gens schon seit geraumer Zeit. Die Innovation liegt (mal wieder) im Verkauf, nicht im Produkt selbst. :)

  3. Jürgen

    Ich arbeite mit CS 2 und hatte bisher keine Probleme bei InDesign und Photoshop.

  4. Sebastian Nagel

    Coverflow überall… Die neue Lust am Wühlen.

  5. Ralf Herrmann

    Jetzt wäre nur noch span­nend zu wissen, was sich abge­sehen von der Kosmetik am Unterbau geän­dert hat. Wie sieht es mit den Tiger-Bugs aus? Rät Leo wie Tiger immer noch die unter­stützten Codepages und denkt fälsch­li­cher­weise ein Font wäre Kyrillisch, Griechisch etc., obwohl er nicht so dekla­riert wurde?
    Kann man nun auf alle Unicode-Zeichen ohne Name-zu-Unicode-Konvertierung zugreifen?
    Hat sich die OT-Unterstützung in den Core-Anwendungen verbes­sert, oder ist da alles noch AAT? Kontextbedingte OT-Ersetzung in Textedit?
    Fragen über Fragen.

  6. Georg

    habe eben auch den Leoparden losge­lassen. Indesign CS3, und FontexplorerX laufen. Und vom ersten Eindruck her viel schneller als vorher. Mal sehen, was noch alles auftaucht.

    Ich habe einfach drüber instal­liert und außer dem GrowlMail plugin funk­tio­niert ALLES!!! Kann das sein?

  7. Georg

    @ralf
    > Kontextbedingte OT-Ersetzung in Textedit?
    Ja

  8. Eike Hein

    „Es ist die Standard-Schrift des Unix-Derivats Ubuntu und die Basisschrift des Open-Source-Linux-Betriebssystems Fedora (Red Hat).“

    Sorry, da muss ich Dich mal eben korri­gieren, bzw. anmerken dass die Unterscheidung die Du da vornimmst irre­fueh­rend ist. Sowohl Ubuntu als auch Fedora sind soge­nannte Linux-Distributionen, also Produkte/Projekte, die Linux mit anderen Open-Source-Erzeugnissen zu einem (Desktop-)Betriebssystem kombi­nieren und vertreiben. Linux selbst wurde zwar durch Unix inspi­riert (Linux, Unix und Mac OS X haben z.B. die Implementation des POSIX-Standards gemein), ist aber eine eigen­sta­en­dige Neuentwicklung. Vor allem ist Ubuntu daher nicht mehr oder weniger Unix-Derivat als Fedora (oder OS X).

  9. Nick Blume

    An alle – funk­tio­niert CS (nicht CS2 oder CS3) auch unter Leopard, ich bitte einen! Ich möchte kein Geld ausgeben dafür, um ein neues Update zu erhalten!

  10. thomas

    für alle gestalter gilt wohl noch: finger weg von der neuen mieze. läuft laut adobe selber noch nicht rund.

    http://​inde​sign​se​crets​.com/​a​d​o​b​e​-​a​n​n​o​u​n​c​e​s​-​s​u​p​p​o​r​t​-​f​o​r​-​l​e​o​p​a​r​d​-​s​o​o​n​.​php

    einzige option, fire­wire­platte und dann als start­vo­lume benutzen, zum spielen.

  11. tobias wienholt

    danke für den span­nenden bericht. die sache mit den neuen font-icons find ich schon ziem­lich klasse =) freu mich drauf.
    die schrift­s­amm­lung bräuchte man imho gar nicht weiter­ent­wi­ckeln. die meisten anwender können darauf vermut­lich gänz­lich verzichten und wenn man font­hand­ling benö­tigt, stellt sie keine konkur­renz zum font­ex­plorer dar. imple­men­tie­rung des font­ex­plo­rers ins OS wäre viel­leicht inter­es­sant.

  12. Jürgen

    Gute Fragen von Ralf. Ich bin den letzten beiden mal – expe­ri­men­tell – nach­ge­gangen, weil sie mich persön­lich am meisten inter­es­sieren. Nein, Apple bietet keine OT-Unterstützung in den nativen Anwendungen, sondern rechnet OT-Funktionen in die eigene AAT-Syntax um. Dass dies nicht immer sauber funk­tio­niert, zeigt ein Test mit zwei hard-core-kontext­sen­si­tiven FontFonts, nämlich der FF Kosmik (mit drei Wechselglyphen pro Buchstaben) und die verbun­dene FF Schulschrift.
    Kosmik: Die alter­na­tiven Zeichen wech­seln vorbild­lich, was bei Doppel- und Trippel-Konsonanten unmit­telbar zu erkennen ist. Die beiden Ziffernsätze werden richtig als OsF- und Lining Figures erkannt. Die Funktionen ›Number Spacing‹ und ›Style Options‹ sind über­flüssig weil unter OT nicht defi­niert, und die ›Rare Ligatures‹ gibt es auch nicht: Wenn man diese Funktion anklickt, mischt Text Edit die Alternativ-Glyphen neu … ist jeden­falls eine unter­halt­same und nicht schäd­liche Fehlinterpretation.
    Bei der Schulschrift versagen Text Edit/AAT: die Vereinfachte Ausgangsschrift wird zwar richtig darge­stellt, bei den beiden anderen jedoch wird die Kontext-Funktion falsch inter­pre­tiert, es kommt zu Lücken und fehler­haften Anschlüssen.

  13. Michi Bundscherer

    Font-Dateien (…) haben jetzt indi­vi­du­elle Icons, und zwar jede Schrift ihr eigenes, bestehend aus der Buchstabenkombination Aa in der entspre­chenden Schriftart.

    Der Abbildung nach ist wahr­schein­lich Ag gemeint.

  14. Jens Kutilek

    Adobe hat sich ja nun schon detail­liert zur Kompatibilität geäu­ßert:

    leopardsupport.pdf

    Kurzfassung: CS3 ist bis auf Acrobat bereits leopar­den­taug­lich.

    Abgesehen davon ist es immer ratsam, erstmal ein paar Systemupdates ins Land gehen zu lassen, bevor man auf einem Arbeitsrechner umsteigt. Also viel­leicht bei 10.5.3 oder so.

  15. alexxxus

    Welches sind denn die etwa 50 Schriften, die Du deak­ti­vierst? Gibt es da irgend­eine Liste? Ich bin mir nämlich immer unsi­cher welche ich über­haupt deak­ti­vieren kann. Ansonsten noch Danke für den tollen Artikel.

  16. Bert Vanderveen

    Eine andere Neuigkeit ist das ‚vorschauen‘ mittels eindrü­cken der Leertaste. Wenn man sich so einen Fontbestand anschaut gibt es einen Vorschau mit Komplett-Alphabet.
    Anschliesslich kann man im Finder herum­na­vi­gieren (am besten mit den Pfeiltasten) und so sich andere Fonts anschauen

  17. hussein

    cool! promo­ting an Arabic type in the first shot is really a very coool thing..

    Danke Jürgen! ;)

  18. Jürgen

    @ Alexus: Ich habe alle Schriften deak­ti­viert außer denen, die Du oben in der vorletzten Abbildung im Schriftmenü siehst. Und da könnte dann noch ITC New Baskerville weg, Braille und DejaVu. Den Rest benö­tigt das System bzw. Adobe-Software.

  19. Knux

    Das DejaVu die Basisschrift von Fedora und Ubuntu sei ist nicht ganz richtig. Vielmehr ist DejaVu die Basisschrift von GNOME, der Benutzeroberfläche beider Distributionen. Sie wurde vermut­lich aufge­nommen, weil nahezu alle großen Linuxdistributionen (SuSe, Mandriva, Fedora, Ubuntu) sie inzwi­schen verwenden und sie sich zudem recht gut für den Einsatz im Internet eignet.

    Die Hausschrift von RedHat, dem Unternehmen hinter Fedora, ist hingegen die Schriftfamilie Liberation: http://​www​.press​.redhat​.com/​2​0​0​7​/​0​5​/​0​9​/​l​i​b​e​r​a​t​i​o​n​-​f​o​n​ts/

  20. Florian

    Zu der Frage von Alexus:

    Mit Tiger (10.4) verhielt es sich so, dass wirk­lich essen­ti­elle Systemfonts per FontBook gar nicht erst deak­ti­viert werden konnten. Ich nehme an, diese ›Idiotensicherung‹ wurde mit Leopard nicht entfernt.

    You don’t normally need to worry about which Mac OS X 10.4 fonts you turn off or remove; any font that is required by the system, such as Geneva.dfont, Keyboard.dfont, LastResort.dfont, and Lucida Grande.dfont, cannot be disabled with Font Book.

    However, some fonts that you can turn off (disable) may be required by specific appli­ca­tions. For example, Terminal needs the Monaco font to func­tion correctly.

    Quelle: Mac OS X 10.4: Fonts list

  21. Dominik Lenk

    Ich benutze immer noch lieber Linotype Font Explorer. Aud die Art und Weise kann ich alle meine Schriften in einen eigen Ordner schieben und lasse das System komplett alleine. Vorteil ist auch das der Mac viel schneller startet…

  22. jamie oliver

    Ich selber habe mir das neue 10.5 auch angetan. Aber die neue Raubkatze ist optisch schon arg häss­lich geworden: 3d Dock, Transparente Menues, häss­liche blaue Papierordner, ein kitschiger Anmeldebildschirm (HILFEE), statt Pfeile kaum sicht­bare Punkte im Dock, usw.

    Grafisch enttäu­schend find ich.

  23. Tobsen

    Komisch bei mir wurde die DejaVu nicht mitin­stal­liert. Ich konnte Sie auch in keinem Installations-Package finden!?

  24. Georg

    @ jamie oliver
    unter http://​www​.fscklog​.com/​2​0​0​7​/​1​0​/​1​0​5​-​m​e​n​l​e​i​s​t​e​-​d​.​h​tml steht wie man leicht die genannten Fehler ausbü­gelt. Ich habe Leopard erst instal­liert, als ich das gelesen habe.

  25. Jürgen

    Tobsen, jag’ mir keinen Schreck ein … nicht, dass ich hier Märchen in die Welt setze. Bei mir lag DejaVu im Ordner /Library/Fonts, und da lege ich selbst eigent­lich nie Schriften hin. Ich kann natür­lich nicht ausschließen, dass irgend­eine andere Software mir diese Fonts gelie­fert hat.

  26. Tobsen

    Also ich hab jetzt auch Kollegen gefragt, bei keinem ist er dabei!?
    Ein Mysterium ;)

  27. Jürgen

    Danke für den Hinweis … dann habe ich die Schrift irrtüm­lich dem OS-X-Update zuge­rechnet. Beruhigt mich auf der anderen Seite: Ich kann sie ohne Bedenken entfernen.

  28. Florian

    Jürgen, hast Du Dir in letzter Zeit Opensource-Software instal­liert? Damit, genauer gesagt mit NeoOffice, kam mir nämlich jüngst und unge­fragt die mit der DejaVu verwandte Bitstream-Vera-Sippe (nebst Neo- und OpenSymbol) auf den Rechner …

    Übrigens, wer die DejaVu-Fonts haben möchte, kann die jeweils aktu­elle Version hier herun­ter­laden.

  29. Ralf Herrmann

    Gute Fragen von Ralf. Ich bin den letzten beiden mal – expe­ri­men­tell – nach­ge­gangen, weil sie mich persön­lich am meisten inter­es­sieren.

    Danke für’s austesten. Was ich da in dem Screenshot sehe, sieht ja mehr als gruselig aus. Englische Feature-Namen im deut­schen Textedit, die nichtmal den übli­chen OT-Featuren-Namen entspre­chen. Manches funk­tio­niert, manches nicht. *kopf­schüttel*
    Man muss wohl irgend­wann jedem Font 200-Seitige PDF-Handbücher mitgeben, um für jedes Programm einzeln zu erklären, was geht, was nicht geht und wie und wo man über­haupt auf die Features zugreift.

  30. Lukas

    Kurze Zwischenfrage:

    In einer Abbildung wird die Schrift „FS Office“ in der Schriftsammlung Angezeit. Weiß jemand, wo ich die finde? Habe sie über Google nicht gefunden.

    Vielen Dank!
    Lukas

  31. Jürgen

    Als Schriftfreund bedauere ich natür­lich die unbe­frie­di­gende Implementierung, sehe jedoch keinen Grund, dies so richtig hoch aufzu­hängen. Typografische ausge­feilte Dokumente entstehen immer noch mit Quark XPress oder InDesign, nicht mit TextEdit. Und auch in den Layout-Programmen haben wahr­schein­lich viele User die verschlun­genen Wege zu den OT-Features noch gar nicht entdeckt … so wie in TextEdit (und anderen nativen OS-X-Anwendungen), wo Funktionen wie »Typografie« oder »Zeichen« skan­dalös tief versteckt sind.

  32. Ralf Herrmann

    >>>sehe jedoch keinen Grund, dies so richtig hoch aufzu­hängen. Typografische ausge­feilte Dokumente entstehen immer noch mit Quark XPress oder InDesign

    Da hast du frei­lich Recht. Es ist völlig nach­voll­ziehbar, dass Apple oder z.B. diesem Photoshop-Entwickler dieses Thema mangels Nachfrage keine beson­dere Priorität einräumen. Aber die Leute, die OpenType-Schriften bewusst kaufen und sie dann nicht in vollem Umfang einsetzen können, sehen das natür­lich etwas anders. ;-)

  33. Florian

    @ Lukas: Ich rate mal, eine Fontshop(FS)-interne Anpassung von Officina/Letter Gothic?

  34. Bernie

    Ich rate ab. Ich habe CS3 neuin­stal­liert und es gibt Probleme mit Photoshop, wenn man Ebenen zu einem Smart Object zusam­men­fügt; die sind dann weg, man kann sie nicht öffnen.

    Ausserdem lässt sich Illustrator nicht updaten.

    Ansonsten ist (bis auf die Stacks) eine geile Sache.

  35. Jürgen

    Hallo Lukas, Florian hat recht: FS Office ist die Korrespondenzschrift von FontShop, eine modi­fi­zierte FF Letter Gothic Text.

  36. Philipp

    Langsam bin ich am Ende meines Lateins. Alle Fensterteile (Sammlung, Schrift und Vorschau) in meiner Schriftensammlung sind leerst. Rein gar nichts ersicht­lich, zumal in den Einstellungen die „auto­ma­ti­sche Schriftaktivierung“ ange­wählt ist und gar der Reiter ober­halb ist eben­falls blank. Leopard zwei Mal instal­liert, Schriften alle schön an Ort, durch Schriftenüberprüfung keine Fehler gefunden… Aber nichts mir Schriftenmanagement und Leopard. Schreibe langsam wieder auf Papier und mit einer einzigen Schrift.

  37. Yeti

    Wenn man die „Marker Felt“ deak­ti­viert funk­tio­nieren die Notizen in Mail nicht mehr – keine Fehlermeldung, gehen nur nicht mehr…

  38. Anita Aleithe

    @Jamie Oliver
    Also die blauen Ordner finde ich super schick. Auf die habe ich gewartet, weil so nicht alles schreck­lich quit­sche-smartie-bunt ist. Ich finde das sieht so viel struk­tu­rierter und ordent­li­cher aus.

    Zustimmung besteht aller­dings beim Dock, was ich eine reine Platzverschwendung und voll über­trieben doof finde. Auch bei den Transparenzen gebe ich Dir recht.
    Für das Dock habe ich aber eine Abhilfe, wenn Sie/Du, in Ihrem Terminal folgende Zeile eingeben und enter drücken:

    defaults write com.apple.dock no-glass -boolean YES

    danach ein: „killall Dock“
    (um es neu zu starten/initialisierunen, und dann werden die Änderungen sichtbar)

    Ist nicht ganz das alte Dock, mit seinen feinen geraden Linien. Aber besser als Glas ;o)

    viele nächt­liche Herbstgrüße,

    nita

  39. Philipp

    Bin gerade über die Spalte des Änderungsdatums in deinem ersten Screenshot gestoßen: „3. Okt 4:18, 04:18“. Was ist denn da passiert? Bug?

  40. Sami

    @Yeti
    In den Mail-Voreinstellungen kannst du die Schriften den einzelnen Bereichen zuweisen (E-Mail-Liste, E-Mails, Notizen etc.). Ich hab’ da ganz schnell Marker Felt durch Letter Gothic ersetzt.

  41. Jürgen

    @ Philipp: Die Spalte war zu schmal, um das komplette Datum auszu­weisen. Warum Leopard dann auf eine so selt­same Abkürzung kommt, weiß ich auch nicht. Ich habe das Bild mal ausge­tauscht, jetzt mit brei­terer Spalte.

  42. Christian

    >Carbon Copy Cloner
    Läuft das auch, wenn ich meine Platte als DiskImage gesi­chert hab?

  43. Yeti

    @Sami
    Super, danke :)
    Hatte mich schon über die Schrift geär­gert – sieht furchtbar aus…

  44. David Uhlmann

    Nachdem auch wir Leopard im Bezug auf Fonthandling unter die Lupe genommen haben, können wir uns der Euphorie gar nicht anschliessen. Leider hat Apple eine Routine einge­baut, die eine gelöschte Helvetica nach einem Neustart wieder­her­stellt. Das Problem ist ja hinläng­lich bekannt, dass verschie­dene Helveticas (oder besser: gene­relle Schriften, die gleich heissen) Konflikte verur­sa­chen können. Ich bin gespannt, wie das von den Herstellern von Schriftenmanagern gelöst wird.

  45. Peter

    Ich habe mit Leopard („clean install“) auf einem iMac G5 PPC das Phänomen, dass in der Schriftsammlung im oberen rechten Feld „Sammlung“ NICHT die Bibliothek „Benutzer“ ange­zeigt wird. Zuerst dachte ich, es läge viel­leicht an einer kaputten Schrift im Order ~/Library/Fonts, doch obwohl ich daraus sämt­liche Schriften entfernt und alle Font-Caches gelöscht habe, bleibt das Problem bestehen. Jede Schriftart, die ich instal­liere, landet im Order /Library/Fonts. Im Dialog „Einstellungen…“ von Schriftsammlung wird auch ledig­lich der „Standort für die Installation: Computer“ zur Auswahl ange­boten. Ich habe auch Schriftsammlung unter einem anderen Account aufge­rufen, mit dem glei­chen Ergebnis.

    Auf einem gleich konfi­gu­rierten Mac Mini (Intel) hingegen funk­tio­niert es wunderbar, hier wird der Order „Benutzer“ ange­zeigt.

    Handelt es sich um einen Bug unter PPC?

    Kann jemand, der eben­falls einen Mac mit PPC-Prozessor sein eigen nennt, mal nach­sehen, wie sich „Schriftsammlung“ darstellt?

  46. Ralf Herrmann

    >>Leider hat Apple eine Routine einge­baut, die eine gelöschte Helvetica nach einem Neustart wieder­her­stellt.

    Ein klas­si­sches DAU-Feature. Es lässt sich austricksen, wenn man die Font hier löscht: System/Library/Frameworks/ApplicationServices.framework/
    Versions/A/Frameworks/ATS.framework/Versions/
    A/Resources/ProtectedFonts/

    Dann aber bitte gleich eine gewünschten Ersatzschrift (z.B. Neue Helvetica als PostScript) instal­lieren. Sonst kann es zu Problemen kommen.

    Was meine oben erwähnten Tiger-Bugs angeht: Adam Twardoch hat getestet und fest­ge­stellt, dass die meisten Bugs behoben wurden. In glei­cher Weise sind aber neue hinzu­ge­kommen die in Tiger nicht bestanden, etwa fehlendes OT-Kerning oder falsche Abarbeitung von OpenType-Features.

  47. Wolf Larsen

    Ich denke, es ist schon sinn­voll, einen Satz Schriften fürs Web zu belassen. Im Schriftmenü oben fehlt die Verdana, eine oft benutzte Webschrift. Mit Fontmanagement kann man auch mutwillig jede Webseite zerlegen :-)

  48. Yarramalong

    Ich kann meine Univers-Sammlung (Baujahr 1992) nicht mehr akti­vieren. Vermutlich sind viele andere ältere Fonts den Bach runter. Kann man die Schriften konver­tieren?

  49. Jürgen

    Auch alte PostScript-Fonts sollten anstandslos funk­tio­nieren. Versuche die manu­elle Installation: Leg Deine Univers doch einfach mal in den Ordner user/Library/Fonts. Wenn das nicht klappt, schick mir eine E-Mail und wir tele­fo­nieren.

  50. alexxxus

    Ganz wichtig übri­gens ist die Schrift Hiragino Kaku Gothic ProN (Open Type) Ohne sie fehlt die Menuleiste oben bei den Apple Pro Apps wie Aperture usw. Ich habe ewig nach der Fehlerquelle gesucht.

  51. Georg

    habe mit Fireworks CS3 unter OSX 10.5.1 ein Problem mit Schriften: eigen­ar­tiger weise zeigt es Schriften an die in der Schriftensammlung deak­ti­viert sind, dafür zeigt es viele nicht an die akti­viert sind. help!

  52. Dennis Nicolai

    Hallo,
    habe genau das Problem mit Fireworks – konnte das auch nicht lösen…. einige OTF-Fonts werden nicht ange­zeigt. Hast Du schon eine Lösung Georg?

  53. Georg

    Hi,
    noch keine Lösung – auch nicht von Adobe, die halten sich geschickt heraus, können das Problem nicht nach­voll­ziehen.

  54. Dennis Nicolai

    Hallo Georg,
    ich habe das Problem bei mir gelöst. Mein Schriftenordner war zu voll – egal ob man die Schriften akti­viert oder nicht – Fireworks hat damit ein Problem. Ich habe jetzt einen Ordner mit inak­tiven Schriften ange­legt und schiebe dann nur die Fonts die ich benö­tige in die Schriftsammlung. Jetzt sind wieder alle Schriften verfügbar in Fireworks.

  55. Georg

    Hallo Dennis!
    das ist ja eine super Nachricht! Hatte bei mir den glei­chen Fall und nun gelöst! Vielen, Vielen Dank für Deine Nachricht.

  56. Mac Adobe User

    Hallo,

    Ich würde allen raten sich intensiv an Adobe zu wenden um die weiter­be­stehenden Bugs unter Adobe CS3 und Leopard (OS X / 10.5.2) zu bemän­geln.

    Es ist mitler­weile April/Mai, seit dem Release von Leopard vor etwa einem halben Jahr (!) im November ’07 hat es ein Major-Update von Adobe gegeben.

    Rechnet man dann noch die Beta-Zeit hinzu in der Adobe auf Leoprad die SOftware hätte testen können, kommt man sicher auf 1 volles Jahr.

    Es ist eine Frechheit von Adobe immer­noch auf Tiger zu verweisen, anstatt die Probleme anzu­gehen.

    Das ganze GUI von Photoshop unter Expose/Spaces funk­tio­niert nicht richtig, Paletten bleibt ausge­graut, input Textfelder (bei Free Transform, Brushes, etc) Interpretieren Eingaben falsch oder gar nicht. Speicher-Dialoge wie beim Webexport verschwinden einfach unter anderen programm­ei­genen Fenstern wo sie uner­reichbar sind.

    Es mag sein das Apple sich selbst nicht unbe­dingt mit Ruhm bekle­ckert hat wenn es um die eigene Produktpflege geht und beispiels­weise zuletzt Carbon-64 bezüg­lich Weiterentwicklung kurzer­hand das „Aus“ erklärt hat und Adobe damit prellt.

    Die ganze Misere mit Adobe Produkten auf dem Mac wird leider noch einige Jahre so weiter­gehen bis zum Release von CS5 das zum ersten Mal nativ auf Cocoa setzen wird.

    Trotzdem oder deswegen, Adobe, es ist eine Schlamperei teure und profes­sio­nelle Software-Suiten zu verkaufen die inner­halb der bisher vergan­genen Zeit noch sowas von verbugt sind und die eigenen Kunden – ob nun Apple Mitschuld trägt oder nicht – so blöde im Regen stehen zu lassen.

    sincere
    Poko

    Suchbegriffe: bug bugfix text input eingabe trans­form tool palette dialog dialogue brush input GUI spaces exposé error fault fehler Adobe Photoshop CS3 Creative Suite Update Mac OSX Leopard release 10.5 10.5.2

  57. Kathrin

    Hallo zusammen,

    weiß jemand, wo ich die Schriftschnitte der in Punkt 53 von alexxxus erwähnten Hiragino Kaku-Schrift herbekomme/kaufen kann?

    Danke für eure Hilfe,
    Kathrin

  58. 1966-68

    Hallo,

    ich bin gerade zum Teil nach der Anleitung vorge­gangen. Nachdem ich Fonts in die Zwillingsordner (AUS) verschoben hatte konnte ich u.a. diese Webseite nicht mehr voll­ständig sehen (weil Text fehlte). Insofern wäre es doch hilf­reich, wenn jdm. eine Liste hätte der Schriftarten, die man OHNE GEFAHR verschieben kann.
    Denn welche Schriften Apple „für die grafi­sche Gestaltung“ vorsieht und welche nicht weiß ich z.B. nicht. Grundsätzlich dient ja jede Schrift der Gestaltung – mit mehr oder weniger gutem Ergebnis.

    Deshalb: Gibt es eine Liste der Schriftarten, die OHNE NEGATIVE KONSEQUENZEN verschoben werden können?

    Danke.

  59. 1966-68

    Ergänzung (taken from http://​www​.prepres​sure​.com/​f​o​n​t​s​/​b​a​s​i​c​s​/​l​e​o​p​a​r​d​_​f​o​nts)

    Fonts that should never be deleted in Leopard

    * AppleGothic.ttf
    * AquaKanaBold.otf
    * AquaKanaRegular.otf
    * Courier.dfont*
    * Geneva.dfont
    * Helvetica LT MM & HelveLTMM
    * Helvetica.dfont*
    * HelveticaNeue.dfont*
    * Keyboard.dfont
    * LastResort.dfont
    * LucidaGrande.dfont
    * Monaco.dfont
    * Osaka.dfont
    * OsakaMono.dfont
    * Symbol.dfont*
    * Times LT MM & TimesLTMM
    * Times.dfont*
    * ZapfDingbats.dfont*
    * HiraMinProN-W3, HiraMinProN-W6, HiraKakuProN-W3 & HiraKakuProN-W6

    The fonts marked with an aste­risk can be replaced by other versions of the same font. This means you can use a PostScript version of Helvetica instead of the .dfont version.

  60. Yoram

    und zusätz­lich eine reine Übersichtsliste bei Apple: Mac OS X 10.5: Fonts list

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