Hermann Zapf 1918—2015 [Update*]

Hermann Zapf 2011, Foto: Jürgen Röhrscheid

Hermann Zapf, Darmstadt, 2011 (Foto: Jürgen Röhrscheid)

Vorgestern Abend starb in Darmstadt der deut­sche Kalligraf und Schriftentwerfer Hermann Zapf im Alter von 96 Jahren. Er schuf über 200 Schriften, darunter die welt­weit bekannten Palatino, Aldus, Optima, ITC Zapf Chancery, ITC Zapf Dingbats und Zapfino. Als einer der ersten Typedesigner hat sich Zapf früh mit der Verarbeitung von Text am Computer beschäf­tigt. 1972 gestal­tete er mit Marconi Antique einen der ersten Zeichensätze für compu­ter­ge­stützten Mengensatz. Im März 2010 erhielt Hermann Zapf des Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Hermann Zapf wurde am 8. November 1918 in Nürnberg geboren. Er wollte Elektroingenieur werden, doch als Sohn eines aktiven Gewerkschafters machten ihm die NS-Politik eine Strich durch die Rechnung. Daher trat er eine Lehre als Retuscheur an, in der er seine Leidenschaft für die Kalligrafie entdeckt. Zapf begeg­nete dem legen­dären Offenbacher Typograf Rudolf Koch und studierte in seiner Freizeit die Bücher des briti­schen Berufskollegen Edward Johnston. 1938 zog Zapf nach Frankfurt am Main, wo er sich als selbst­stän­diger Schriftkünstler und Kalligraf einrich­tete. Ein halbes Jahr später entwarf er seine erste komplette Schrift, die gebro­chene Gilgengart für den Stempelschneider August Rosenberger, der seit 1927 bei der Schriftgießerei D. Stempel AG arbei­tete.

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Originalzeichnungen der Gilgengart Fraktur von Hermann Zapf vom 19. März 1939, mit einer Reihe von Versal-D-Varianten am Fuß der Seite

Im April 1939 wurde Hermann Zapf zum Reichsarbeitsdienst einge­zogen, um mit tausenden Arbeitern den 630 Kilometer langen Westwall (»Siegfriedlinie«) gegen Frankreich zu verstärken. Da er der harten körper­li­chen Arbeit nicht gewachsen war, versetzten die Offiziere Hermann Zapf in den Innendienst, wo er Lagerprotokolle in Kurrentschrift nieder­schrieb. Im September 1939 wurde seine gesamte Arbeitsgruppe zur Wehrmacht einge­zogen, Zapf jedoch wegen Gesundheitsprobleme ausge­mus­tert. Seine Kompanieführung versetzte ihn als Kartenzeichner nach Bordeaux, um dort geheime Karten für den Einzug in Spanien zu erstellen. Kurz vor Kriegsende kam Hermann Zapf in fran­zö­si­sche Gefangenschaft, wo er gut behan­delt wurde und wegen seiner ange­schla­genen Gesundheit bereits vier Wochen nach Kriegsende nach Nürnberg heim­kehren konnte.

Ende 1946 erreichte Hermann Zapf die Nachricht, dass ihm die D. Stempel AG eine Stellung anbot. Also zog er wieder nach Frankfurt am Main, wo er von 1947 bis 1956 künst­le­ri­scher Leiter bei Stempel wurde. Zwischen 1948 und 1950 war er auch neben­amt­lich als Dozent für Typografie an der heutigen Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach tätig. In dieser Zeit entwarf Zapf auch ein Dutzend Briefmarken für die Deutsche Bundespost, unter anderem für die Serie »Helfer der Menschheit«, die ersten Wohlfahrtsmarken der Nachkriegs-Bundesrepublik.

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Vier Marken der 16-teiligen Briefmarkenserie »Helfer der Menschheit« (1949 – 1953), 1952 entworfen von Hermann Zapf

Hermann Zapfs Schreibkunst wurde schon bald vermehrt nach­ge­fragt. Anfang der 1950er Jahre war er als Buch-Typograf und -Grafiker für Verlagshäuser wie Suhrkamp, Insel (auch Insel-Bücherei), die Büchergilde Gutenberg oder den Carl Hanser Verlag tätig. Auch Werbeagenturen wünschten seine Schriftzüge für Anzeigen und Verpackungen, doch Zapf arbei­tete aus Prinzip nicht für Werbeagenturen und blieb dieser Einstellung bis zu seinem Tod treu.

Zu Goethes 200. Geburtstag erschien 1949 in Frankfurt das Büchlein »Von der drei­fa­chen Ehrfurcht – Gedanken Goethes über Erziehung zu edlem Menschentum«. Schriftenfreunde verehren diese Drucksache, weil sie aus einem Probegrad der von Hermann Zapf neu geschaf­fenen Palatino gesetzt ist. Ein Jahr später erschien die Schrift offi­ziell, sowohl für den Handsatz wie auch den Linotype-Maschinensatz. Der kursive und der halb­fette Schnitt folgten 1951. Das Mainzer Gutenberg-Jahrbuch gehörte zu den ersten Benutzern der Palatino und adelte sie auf diese Art. Der inter­na­tio­nale Durchbruch von Palatino kam, als 1956 die Standard Oil Company ihren Jahresbericht in dieser Schrift setzte.

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Der erste Palatino-Druck in einem Probegrad, 1949 im Büchlein »Von der drei­fa­chen Ehrfurcht, Gedanken Goethes über Erziehung zu edlem Menschentum«, ein Privatdruck der Schriftgießerei D. Stempel AG (Abb: typo​grafie​.info)

Nach Palatino erschien ein weiterer Schrift-Bestseller, die Optima. Ihre kuriose Entstehungsgeschichte liest sich auf der Website Die 100 besten Schriften aller Zeiten wie folgt: »An 3. Oktober 1950 mustert ein Besucher die 276 Grabsteine der Franziskanerkirche Santa-Croce in Florenz mit anderen Augen als die übrigen Touristen. Die großen Namen Michelangelo, Rossini, Galilei oder Machivelli faszi­nieren ihn viel weniger als die in Stein gemei­ßelte Schriftvielfalt. Weil er seinen Notizblock im Hotel vergessen hat, hält Hermann Zapf einige Buchstaben auf einem 1000-Lire-Schein fest.

Wieder zu Hause in Frankfurt sind die Notizen der Durchbruch in einem Schriftprojekt, mit dem Zapf von der Gießerei Stempel beauf­tragt wurde: das Entwerfen einer Gebrauchsschrift zwischen Grotesk und Renaissance-Antiqua. 1952 waren nach sorg­fäl­tigen Lesbarkeitsstudien die Reinzeichnungen fertig­ge­stellt, August Rosenberger schneidet die Schrift, die zwei Jahre später unter dem Namen Optima auf den Markt kommt.

Ihr ebenso fili­granes wie klares Schriftbild war ein Novum und machte sie zum Liebling der Werbegestaltung, vor allem für Düfte und Luxusgüter. 50 Jahre nach ihrer Premiere erfuhr die Schrift eine komplette Überarbeitung unter der Bezeichnung Optima Nova.«

Die Grundidee für seine Optima hielt Hermann Zapf 1950 in Florenz auf einem 1000-Lire-Schein fest

Die Grundidee für seine Optima hielt Hermann Zapf 1950 in Florenz auf einem 1000-Lire-Schein fest (Abb: Monotype)

Seit den frühen 1960er Jahren beschäf­tigte sich Hermann Zapf mit der Kombination von Typografie und Computer-Software. Erste Verdienste bescherten ihm eine Mitgliedschaft beim International Center for the Typographic Arts (ICTA). In Deutschland dagegen wurden seine Ideen zum compu­ter­ge­stützten Satz zu jener Zeit nicht sehr ernst genommen. Nach einer Vorlesung 1964 in den USA war die Universität von Texas in Austin inter­es­siert an Zapf und bot ihm eine Professur an. Er lehnte jedoch ab, da seine Frau Gudrun Zapf-von Hesse nicht in den USA leben wollte.

1972 ging er für einen Lehrauftrag für Typografie an die Technische Universität Darmstadt, den er bis 1981 ausübte. 1976 wurde ihm vom Rochester Institute of Technology die Professur für compu­ter­ge­stützte Typografie ange­boten, die dort als welt­weit erste aufge­baut wurde. Er nahm dieses Angebot an und unter­rich­tete im stän­digen Wechsel zwischen Darmstadt und Rochester von 1977 bis 1987 auch am College of Graphic Arts and Photography.

Ab 1977 baute Hermann Zapf zusammen mit den Gründern der International Typeface Corporation (ITC) Aaron Burns und Herb Lubalin die Firma Design Processing International Inc. in New York auf. Ihr Ziel war die Entwicklung von Programmen für typo­gra­fi­sche Strukturen, die auch von Nichtspezialisten bedienbar sein sollten. Das Unternehmen bestand bis 1986. Nach dem Tode Lubalins grün­dete Zapf 1987 die Firma Zapf, Burns & Company, die bis 1991 exis­tierte.

Eine weitere Kooperation mit Donald E. Knuth, den er 1971 kennen lernte, unter­streicht Hermann Zapfs Faszination für den computer-gestützten Textsatz. Er wirkte an der Entwicklung der Schriften für das von Knuth entwi­ckelte Satzprogramm TeX mit. Aus dieser Zusammenarbeit entstand später die wissen­schaft­liche Schriftenfamilie Euler für die American Mathematical Society. Zusammen mit Knuth gab Zapf 1989 eine Dokumentation dieser Schriften heraus. Sie umfasst neben den latei­ni­schen Buchstaben eine grie­chi­sche Version, eine Fraktur- und eine Schreibschrift. Die Dokumentation erschien unter dem Titel »AMS-Euler – A New Typeface for Mathematics«.

Technisch-wissenschaftlicher Satz mit Palatino und AMS Euler

Probesatz eines wissen­schaft­li­chen Textes aus Palatino in Kombination mit AMS Euler, beide Entworfen von Hermann Zapf

Zurück in Deutschland entwi­ckelte Zapf in Kooperation mit der Hamburger URW Software & Type GmbH die Software »hz-Programm«. Mit dieser war es möglich, die mikro­ty­po­gra­fi­sche Feinheiten eines gesetzten Textes auto­ma­tisch zu verbes­sern, darunter das Kerning und die Spationierung von Textabsätzen. Die zugrunde liegenden Algorithmen wurden später von Adobe für das Programm InDesign lizen­ziert und verbergen sich heute in der Kerning-Einstellung der Zeichenpalette, wenn man »Optisch« wählt und damit die einge­baute Metrik eines Fonts aushe­belt.

In den vergan­genen 25 Jahren widmete sich Hermann Zapf, gemeinsam mit seinem Schriftenverlag Linotype in Bad Homburg, dem Erbe seines Schaffens. Er baute die Bestseller Optima und Palatino für das moderne digi­tale Publishing aus, ja er wagte sich sogar an Schriftexperimente wie einer Palatino Sans, die 2006 erschien. Die letzte große Originalveröffentlichung war die Zierschrift Zapfino. Sie entstand Anfang der 1990er Jahre aus der Zusammenarbeit mit dem kali­for­ni­schen Typedesigner David Siegel.

Fast 12 Monate arbei­teten Zapf und Siegel an einer Vorversion der Zapfino, wobei eine Feder-Kalligrafie aus dem Jahr 1944 Pate stand. Siegel hat 1993 an der Stanford-Universität die Idee für ein Chaos-Programm aufge­schnappt, das aus einem großen Vorrat von Alternativen Zeichenformen ein leben­diges, humanes Schriftbild gene­rieren soll. Kurz vor Vollendung des Projektes stieg David Siegel aufgrund persön­li­cher Probleme aus.

1998 Jahre erin­nert sich Hermann Zapf wieder an das Handschrift-Experimente, als er bei Linotype eine Präsentation der Apple-eigenen TrueType-GX-Font-Technologie sah, die Zeichen modu­lieren konnten. Aus GX wurde später AAT (Apple Advanced Typography), ein Komponente des Mac-OS-X-Betriebssystems, das mit neuen Schriften und der Zapfino erschien, um die Raffinesse auto­ma­ti­scher Ligaturen und kontext­sen­si­tive Zeichenersetzungen zu demons­trieren. Heute verrichtet Zapfino ihren Dienst auf vielen Computern – platt­form­über­grei­fend und erwei­tert – dank der OpenType-Technik.

Auch das letzte Schrift-Design-Projekt, an dem Hermann Zapf betei­ligt war, hat mit Zapfino zu tun, nämlich der Übertragung dieses Schreibschriftstils ins Arabische. Die liba­ne­si­sche Schriftentwerferin Nadine Chahine hat sich dieser Herausforderung gestellt und in mona­te­langer Arbeit den Kompromiss zwischen rechts-kursiver Lateinschrift und links-kursiver Arabic gefunden – unter den inter­es­sierten Augen des Originalentwerfers Hermann Zapf. Auf einem Creative Morning in Berlin hat sie jüngst das Projekt vorge­stellt. Hier ist ein ausführ­li­cher Blogbeitrag dazu – The Making of Zapfino Arabic (engl.) –, und hier ihr 20-minü­tige Vortrag als Video: A Question of Slanted Writing (engl.).

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Das letzte Schriftprojekt, an dem Hermann Zapf mitar­bei­tete und eines der letzten Fotos von ihm: die liba­ne­si­sche Schriftentwerferin Nadine Chahine disku­tiert mit Zapf in seinem Darmstädter Arbeitszimmer das Konzept einer Zapfino Arabic (Foto: Monotype)

Hermann Zapf war seit 1951 mit Gudrun Zapf-von Hesse verhei­ratet. Die gelernte Buchbindermeisterin ist selbst eine renom­mierte Schriftdesignerin und heute 97 Jahre alt. Von 1946 bis 1954 unter­rich­tete sie an der Frankfurter Städelschule das Fach Schrift; gleich­zeitig betrieb sie eine eigene Buchbinderwerkstatt in Frankfurt (von 1946 bis 1955). Sie entwarf für die deut­schen Setzereien D. Stempel AG, H. Berthold AG und URW in Hamburg zahl­reiche Schriften, aber auch für Auftraggeber in den USA, zum Beispiel Hallmark in Kansas City oder Bitstream in Cambridge.

Gudrun Zapf-von Hesse ist in den USA bekannter als in Deutschland und wurde 1991 mit dem Frederic W. Goudy Award ausge­zeichnet, der dem deut­schen Gutenberg-Preis vergleichbar ist und als die höchste ameri­ka­ni­sche Auszeichnung auf dem Gebiet der Schrift- und Buchkunst gilt. 2001 wurde ihr und ihrem Mann zu Ehren das Zapffest in San Francisco ausge­richtet und der 2. September von San Franciscos Bürgermeister Willie Brown zum Hermann and Gudrun Zapf Day ausge­rufen.

Quellen: Wikipedia, Linotype​.de, 100 Beste Schriften, typo​grafie​.info, Jürgen Röhrscheid, Creative Mornings Berlin.

*Updates:

Kondolenzseite Fam. Zapf: In Memory of Prof. Hermann Zapf

Weitere Nachrufe:

The Hermann Zapf Sketchbook Project: Update, Kickstarter, 5. 6. 2015
Hermann Zapf (8 Nov 1918 – 4 Jun 2015), Typedrawers (Adam Twardoch), 5. 6. 2015
Zum Tod des Schrift-Connaisseurs Hermann Zapf, Deutschlandfunk, 6. 6. 2015
Hermann Zapf R.I.P, Nerdcore, 7. 6. 2015
Typen für die Welt, (Darmstädter) Echo, 7. 6. 2015
Remembering Hermann Zapf, Aespire (Brian Sooy), 7. 6. 2015
Hermann Zapf 1918–2015, InversBlog (Volker Ronneberger), 7. 6. 2015
The font desi­gner behind Palatino and Zapf Dingbats, Quartz, 7. 6. 2015
Meister des Krimskrams, Süddeutsche Zeitung, 8. 6. 2015
Nachruf auf Hermann Zapf, Andreas Weber auf lino​type​.com, 8. 6. 2015
Hermann Zapf 1918-2015, Deutsche Briefmarken Zeitung, 8. 6. 2015
Hermann Zapf ist tot, PAGE online, 8. 6. 2015
Remembering Hermann Zapf, Kris Holmes, 8. 6. 2015
Es gibt keine Entschuldigung für schlechte Typographie, heise​.de, 8. 6. 2015
(This obituary in English) Hermann Zapf 1918—2015, Übersetzung: Yves Peters, 8. 6. 2015
Hermann Zapf, 96, dies …, The New York Times, 9. 6.2015
Hermann Zapf, font legend … is dead at 96, The Week, 9. 6. 2015
In memo­riam Hermann Zapf, 1918–2015, MyFonts​.de (Florian Hardwig), 10. 6. 2015
Why we ❤ Zapf Dingbats, The Guardian, 10. 6. 2015
Type Legend Hermann Zapf Dies, FastCompany, 10. 6. 2015
Hermann Zapf (1918–2015), Artforum, 10. 6. 2015


17 Kommentare

  1. Martin Schröder

    Danke!
    Eine kleine Korrektur: Das Geburtsjahr war 1918, nicht 1818.

  2. Mirko

    „August Rosenberger, der seit 1972 bei der Schriftgießerei D. Stempel AG arbei­tete.“
    Oder seit 1927?

    Ansonsten sehr guter Artikel. Danke!

  3. Jürgen Siebert

    Danke für die hilf­rei­chen Korrekturen.

  4. Michael Bundscherer

    Danke Jürgen, für die tolle Zusammenfassung!

  5. Tobias Pape

    Danke sehr, ein wunder­barer Artikel.

    Nur eine Korrektur: Im Beispielbild „Probesatz eines wissen­schaft­li­chen Textes aus Palatino in Kombination mit AMS Euler, beide Entworfen von Hermann Zapf“ findet sich leider nicht die Euler, sondern ausschließ­lich die Palatino.

    Nachgestellt hier:

    Palatino pur
    * Palatino pur, wie im Beispiel

    Palatino plus AMS Euler
    * Palatino mit Euler

    • Bimbo

      Wow, das hat er gut erkannt. Ich habe oft hinschauen müssen, dass ich den Unterschied gesehen habe, auch, wenn er vor mir liegt.

  6. Jürgen Siebert

    Danke für den aufschluss­rei­chen Satz-Vergleich, Tobias. Ich habe die zweite Abbildung von dir jetzt einge­baut. J“

  7. robertmichael

    danke für den tollen nachruf.

  8. Nora

    Großartiger Nachruf, da wird mir noch­mals so deut­lich vor Augen geführt, wie lange Zapf mich schon durch mein gestal­te­ri­sches Leben bege­leitet hat. Danke, Jürgen.

  9. Martin

    Toller Artikel! Danke für die schönen Zeilen.

  10. Kurt

    Wirklich fein, dass sich auch ganz normale Zeitungen des Hermann Zapf erin­nern und einen Nachruf veröf­fent­lichten. Das hätte ich mir nicht erwartet. Nichts davon in I (meiner Heimat) und A (Gastgeber, aber wie lange noch?).

  11. hans meyer

    Vor einigen Jahren war eine Hermann-Zapf-Ausstellung in Nürnberg zu sehen
    und Videoclips, die ihn beim kalli­gra­phi­schen Arbeiten über die Schulter
    beob­ach­teten: Es war atem­be­rau­bend, mit welcher Sicherheit, Präzision und
    Proportions-Gefühl die Buchstaben druck­reif entstanden. Als Bleisatz-Schrift-
    setzer, damals noch im starren Buchstaben-Puzzle gefangen, hat mich diese
    hand­werk­liche Meisterschaft so sehr beein­druckt, dass ich mir eine ganze
    Sammlung solcher Schriftkünstler und ihrer Werke ange­legt habe. Ist es ein
    Zeichen über­lebter Nostalgie oder geschul­deter Respekt einer gran­diosen Kunst,
    wenn ich mir diese Werke ab und zu mit Genuss intensiv zu Gemüte führe?

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