Haus der Kulturen der Welt wird »das Haus«

Gestern standen Benno und ich vor dem großen Bauzaun in der Bergmannstraße, und versuchten zwei Plakate zu entzif­fern. »Das Haus heißt jetzt das Haus« stand auf dem einen Poster, auf dem anderen war zu lesen »Das Haus hat sich fein gemacht«. Wir schauten uns ratlos an. Als ich eben das Foto aus dem Handy geladen habe, bin ich der Sache mal nach­ge­gangen, mittels Google. Und siehe da: Das Haus ist »unser« Haus, das Haus der Kulturen der Welt, Heimat der TYPO-Konferenz Die Internet-Seite kündigt die Ablösung des Corporate Design von Neville Brody aus dem Jahr 1989 und seine Umbenennung an: »Seit 1989 ist das Quadrat mit dem Schriftzug Haus der Kulturen der Welt das Gütesiegel auf unseren Veranstaltungen zu inter­na­tio­naler zeit­ge­nös­si­scher Kultur … Jetzt wollen wir beson­ders betonen, dass das Haus ein Treffpunkt für alle ist. Wir geben deshalb dem Haus der Kulturen der Welt einen kurzen freund­li­chen Rufnamen, eben: das Haus. Und das Quadrat, die Offenheit, findet sich in neuer Form in der Schrift wieder.«


126 Kommentare

  1. Oliver Adam

    Warum ein Quadrat »Offenheit« darstellen soll, erschließt sich mir nicht. Im Gegenteil: Für mich ist es eher ein Symbol für »In-sich-Abgeschlossenheit«, für eine Parzelle. Dieses Konzept steht im merk­wür­digen Gegensatz zur eigen­wil­ligen, auch einzig­ar­tigen Architektur (»Schwangere Auster« im Vokabular mancher Möchtergern-Berliner ;-) ). Das Plakat stellt also einför­mige Ansammlung klein­bür­ger­li­cher Parzellen dar, akurat durch Straßen getrennt … ?! ;-) Doch eigent­lich das Gegenteil des Beabsichtigten …

    Zudem ist das Plakat gestal­te­risch verfehlt, weil prak­tisch nicht lesbar.

    Und dann der Text: »Das Haus heißt jetzt das Haus« – schreck­lich banal.

    Zudem ist »das Haus« ein gene­ri­scher Begriff und schwer mono­po­li­sierbar. Fazit: Mir gefällt es nicht.

  2. Florian

    Was ich ganz inter­es­sant finde: Noch vor 5–10 Jahren hätte man sich sicher sein können, dass ein derartig tech­noides Plakat für eine Veranstaltung mit elek­tro­ni­scher Musik wirbt. (So habe ich auch zunächst an eine Verballhornung/Eindeutschung von House gedacht.) Und heute hat dieser Hyper-Konstruktivismus sogar das Erscheinungsbild eines etablierten inter­na­tio­nalen Kulturzentrums erobert.

  3. Florian

    @conio: Ähnelt 1000 Sachen; eng wird es am Ende einer jeden Reduktions-Fahnenstange.

  4. Basch

    Ähnelt auch diesem: http://​www​.senso​matic​.com/​o​u​t​p​u​t​/​a​l​l​/​p​h​a​e​n​o​m​e​n​a​l​e​/​p​o​s​t​er/
    … was für mich den Anschein macht, dass diese Versuche einer Reduktion der Schrift auf geome­tri­sche Grundformen womög­lich nicht einmal nur auf Neugier vieler Gestalter basiert, sondern eine Art instink­tive Selbstübung eines jeden jungen Grafik-Designers darstellt. Für ein Corporate Design eines inter­na­tio­nalen und kultu­rell heraus­ra­genden Hauses jedoch reicht eine „arche­ty­pi­sche Design-Übung“ nicht aus.

  5. jamie oliver

    Naja, klar ist, dass die verwen­dete Schrift, wahn­sinnig unäs­the­tisch ist. Ein rich­tiger häss­li­cher Brocken von einer Schrift.

    Da mögen die „inneren Werte“, Idee, Konzeption über­zeugen, oder zumin­dest nach­voll­ziehbar sein – das Plakat bleibt ein häss­li­ches Entlein.

  6. Jens

    wenn das schon unsere Kultur nicht richtig, oder nur unter Schwerstbedingungen erfassen kann, wie sollen das denn dann erst andere Kulturen, also auch Bestandteil der anvi­sierten Zielgruppe, verstehen? Fazit –> unprak­tisch + extrem unkom­mu­ni­kativ = Augenkrebs! :)

  7. Katrin

    Ich bin ja mal gespannt, was mit diesem fürch­ter­li­chen Font noch alles ange­stellt wird. Vielleicht morpht er irgendwie je nach Einsatzort im neuen »Haus-CD«. Die erste Bekanntmachung – das Plakat – zeigt mir jeden­falls keine »Offenheit« mit einer ins Gitter gepressten Schrift.
    Mit dem Brody-Design hätte ich es gut und gerne noch einige Monate ausge­halten. Zumindest so lange, bis sich der rich­tige Designer gefunden hätte oder die rich­tige Idee oder beides.

  8. Sharif

    Fabu hat zuge­schlagen.

    Um einen Modebegriff aufzu­greifen: „Nachhaltiges“ Design sieht anders aus.

  9. microboy

    von wem stammt das neue CI denn?

  10. dirk uhlenbrock

    hm – extrem gewöh­nungs­be­dürftig. aber bevor ich mir ein urteil bilde würde ich gerne erst noch weitere anwen­dungen für das corpo­rate design prinzip abwarten. die frage ist ja, wie ziehen sich die elemente durch, ist der grid ein haupt­be­stand­teil, nimmt sich der logo block bei anwen­dungen zurück, wie funk­tio­niert das in der brief­schaft, auf broschüren, in zusam­men­hang mit fotos…
    @microboy:
    ich meine vermuten zu können das es aus dem hause cyan stammt…http://​www​.doitsu​-nen​.jp/​V​E​R​_​K​A​L​_​D​E​.​p​h​p​?​I​D​=​3​256

  11. dirk uhlenbrock

    nach­trag:
    das quadrat ist von brody und dem ersten direktor des hauses günther coenen 1987/88 entwi­ckelt worden. zitat aus »die grafik­sprache des neville brody 2«:
    …brody und coenen wollten etwas wie eine alltags­sprache für das haus der kulturen der welt finden. sie wählten nicht den kreis, das allge­meine zeichen für den globus, sondern ein quadrat als grund­form, das das physi­sche zentrum und den brenn­punkt der welt­kul­turen darstellen sollte…

    inter­es­sant dazu viel­leicht auch brodys arbeit für die bundeskunsthalle/bonn, 1991 entstanden > http://​www​.bundes​kunst​halle​.de

  12. kiwikawa

    Ich denke, dass Offenheit nicht mit schlechter Lesbarkeit trans­por­tiert wird (vom Quadrat mal ganz abge­sehen). Die wenigsten Betrachter dieses Plakats (mir gefällt es gar nicht) werden über­haupt sehen, dass es darauf etwas zum Lesen gibt. Ich staune manchmal darüber, wie eine Entscheidung für so einen Kommunikations-Murks (von Designern für Designer?) zustande kommt. Es gibt eben Designer, die gute Verkäufer sind.

  13. Stephan

    Ich verstehe es so, dass sich das Quadrat und die Offenheit in der Schrift wieder­finden. Das Quadrat (auch Geviert genannt) selbst ist ein inter­es­santes Symbol für die Weltkultur. Es ist unvor­ein­ge­nommen, in sich ruhend, geome­trisch … beson­ders im Gegensatz zu einem Rechteck. Es ist eine Grundform die in der Architektur, Typografie und Kunst und der Naturwissenschaften in allen Epochen der sess­haften Menschheit auftritt. Das Plakat stellt zu dem eine offene Matrix dar. Alle weißen Linien haben die Freiheit an den Seiten auszu­bre­chen. Auf unser digi­tales Zeitalter bezogen wirkt das Plakat wie eine Vergrößerung von Pixeln. Ich mag das Quadrat weil es eine simple Grundform ist, die weitaus komple­xere Elemente hervor­bringt, mit allen frei­heit­li­chen Möglichkeiten. Das Plakat ist Kunst und plakativ durch Form und Farbe. »Das Haus heißt jetzt das Haus« ist so unspek­ta­kulär, dass man es auch gar nicht lesen muss.

    Jetzt wollen wir beson­ders betonen,
    dass das Haus ein Treffpunkt für alle ist.

    Da frage ich mich aller­dings was bei »das Haus« eindeu­tiger für alle steht, als »Haus der Kulturen der Welt«. Der neue Name ist so farblos wie eine leere Leinwand, ohne Charakter. Wie die Geschichte zeigt, werden Namen nicht von Designern vergeben, sondern von den Menschen, die damit Leben müssen.
    Ach ja, die Schrift … naja geht so. Das Extrem einer Matrix-Schrift finde ich.

  14. Georg

    Im Impressum der Webeseite des Hauses (oder wie sagt man den nun?) wird cyan für Gestaltung und tech­ni­sche Umsetzung der Webseite verant­wort­lich gemacht … Ob das auch für das CI gilt? Es gibt dort noch weitere Texte zu entzif­fern – ich habe heute morgen ein paar Minuten für: »das Haus ist wieder da« gebraucht.

    In Kassel während meines Studiums gab es auch ein »Haus« – ein sehr baufäl­liger Veranstaltungsort für die örtliche Subkultur …

  15. Jürgen

    Ich kenne auch noch ein Haus: The house of the rising sun

  16. Nick Blume

    Wird die Typo 2008 im »neuen Haus« statt­finden? Irgendwie fällt mir auf, dass nach dem Web-2.0-Logo-Wahnsinn jetzt immer mehr »tech­noide« und »freie« Logos wie dieses hier oder die der Olympischen Spiele in London Mode werden …

  17. verena

    Da will doch nur wieder jemand einen Preis für total tolle grafi­sche und schlichte Gestaltung abgreifen. Ohne Logo, Kontent usw. hat das Ding ja auch große Chancen bei diversen »Designwettbewerben«, die mit der Realität nichts zu tun haben.
    Ist halt was »für die Mappe«.

    Hört das denn nie auf!

  18. thomas

    also ich persön­lich verstehe auch nicht jede kultur dieser welt, nur weil wir uns einen planeten teilen. möchte ich sie verstehen, muss ich mich damit beschäf­tigen. will ich das plakat verstehen, muss ich damit beschäf­tigen. werbung ist manchmal mehr als visual fast-food. gott­sei­dank wie ich finde. ich mag so kleine stol­per­steine in unserer glatten tollen werbe­welt. mal was anderes, als der sonst für solche gebäude übliche merk­wür­dige kinder­garten-like einheits­brei.

    was das quadrat angeht, schließe ich mich stephan an.

    und zum thema aufmerk­sam­keit erzeugen. schaut euch mal die plakate links und rechts dabenen an. links unstruk­tu­rierter billig­murks und rechts pseudo­hippes farbiges einerlei.

    ich finde das schon recht gut so. es fordert mal unsere aufmerk­sam­keit. da sind wir mal gespannt, wie es weiter geht.

  19. andrea

    Das Plakat fällt auf (zumin­dest den Gestaltern, die ohnehin sensibel für tape­zierte Bauzäune sind und sich für rein formale Gestatung begeis­tern lassen), sicher­lich. Allerdings frage ich mich, ob es ziel­füh­rend ist, ein Plakat für Gestalter zu entwi­ckeln, dass so sehr codiert ist, dass es nur eine hand­voll Menschen verstehen kann. Gestaltung sollte doch spätes­tens im 21. Jahrhundert mehr sein, als das Gestalten für Gestalter. Ich würde es sehr begrüßen, wenn in Zukunft auch Menschen den Weg ins Museum oder – genauer – in das HdKW schaffen würden, für die „Kultur“ und „Kunst“ außer­halb ihres Alltags liegen. Soviel zum Thema „Zielgruppen“ und „Nachhaltigkeit“. Und wer hat nun „Das Haus“ gestaltet?

  20. Heinrich

    ein grafi­sches plakat ohne kommu­ni­ka­ti­ons­an­spruch, berlin hat doch geld für so was!

  21. Magnus

    Es ist ein verkopftes Konzept, das dem Fetisch „Banding“ huldigt. Das Bild, das bei dem Wort „das Haus“ im Kopf entsteht, ist unge­fähr das Gegenteil dessen, was die Kongresshalle tatsäch­lich darstellt und deshalb finde ich es verfehlt. Sehr schade bei der seit Jahren gebo­tenen, extrem hohen künst­le­ri­schen Qualität des HdKdW-Programms. Gestalterisch ist die Plakatidee und die Schrift besten­falls Studentenniveau, aber bei den Designextremisten von Cyan, geht halt mancher Versuch auch nach hinten los. Damit muss man rechnen, wenn man das „Experimentieren“ mit gestal­te­ri­schen Codes ernst nimmt.

  22. microboy

    ich kann nicht so recht glauben, dass der entwurf von cyan ist. wenn doch stellt der entwurf einen quan­ten­sprung in der bis jetzt sehr konstanten gestal­tung von cyan dar … ;)

  23. Jürgen

    @ Andrea: Ich frage mal beim Haus nach, wer für das neue CD verant­wort­lich ist
    @ Heinrich: Das Haus ist Eigentum des Bundes, also keine Berlin-Steuergeld-Verschwendung

  24. andrea

    @Jürgen: Das habe ich gerade schon gemacht. Warte noch auf eine Antwort ;-).

  25. Jürgen

    Mal sehen, wer schneller ist. Hat man Dir auch gesagt, dass die verant­wort­liche Person gerade nicht erreichbar ist ;-)

  26. microboy

    SPANNUNG!

  27. Marc

    Ich denke hier wurden einige gestal­te­ri­sche Möglichkeiten verspielt:
    1. das Haus heißt »Schwangere Auster« eine wunder­bare visu­elle Metapher mit dem Potential eines wunder­schönen Schriftzugs.

    2. Dieser Begriff hat sich bei vielen Menschen bereits einge­prägt.

    3. die Architektur des Hauses ist die Versinnbildlichung des Ausdruckes die der Berliner Volksmund in den 50er Jahren aus der Taufe gehoben hat. Hat man je bessere Voraussetzungen für ein CD gehabt? Warum nicht die vorhan­denen Stärken des Hauses einsetzen?
    Stattdessen wird jetzt das Gegenteil prak­ti­ziert. Auf mich wirkt die Gestaltung wie der Bau des Palastes der Republik für das zerstörte Stadtschloss.

  28. robertmichael

    erstaun­lich wie sich hier alle das maul zerreissen wenn mal was anderes, abseits vom main­stream bild- + text­marke + content gemacht wird. sicher gibt es andere schriften die besser gepasst hätten, aber das grund­prinzip gefällt mir erstmal, kommt halt drauf an was sie draus machen.
    außerdem frage ich mich gerade was es daran ändert wenn man weiß WER es gemacht hat. »ahh das ist von JvM dann muss es gut sein.« »klar, das ist von meta … da kommt seit spie­ker­manns abgang nur noch …«
    leute seit doch mal offen für neues – auch wenn es nicht neues ist.

    @ nick­blume, welche logos sind dir denn noch aufge­fallen?

  29. robertmichael

    @ marc
    wenn die berliner alles nach dem volks­mund gestalten würden, na dann viel spaß: ich sag nur bier­pinsel.
    der begriff hat sich bei den berli­nern einge­prägt. aber frag mal einenkölner, hamburger … schwan­gerne auster? „das haus“ ist doch super. kurz und passt zum alten, langen namen.

  30. Marc

    @ robert­mi­chael

    frag mal einen Berliner Taxifahrer nach »das haus«

  31. thomas

    danke RM. ;-) so sehe ich das im prinzip auch. es ist doch bis jetzt eine schöne spiel­wiese. so ein raster per se ist ja super einsatz­be­reit für viele anwen­dungen und sieht immer »richtig« aus.

    ich finde gebäu­de­formen ins logo zu inte­grieren immer ein wenig hilflos. auch wenn das ding ein land­mark ist, es ist ja viel mehr, als nur eine hülle. es hat ja inhalt und das sollte sich doch im »logo« wieder spie­geln. eine reine reduk­tion auf die hülle fände ich lang­weilig bis redun­dant, und wirk­lich studen­ten­würdig, wie magnus findet.

  32. robertmichael

    ich denke das finden die schnell heraus, sie müssen nur die plakate entzif­fern. ;)

  33. Jürgen

    Die Frage »Wer hat’s gemacht« ist eigent­lich ein verstecktes Kompliment. Machen wir doch mal die Probe. Diese vier (fiktiven) Namen würden garan­tiert vier verschie­dene Maul-zerreiß-Reaktionen hervor­rufen:

    1. Neville Brody (again)
    2. Fons Hickmann
    3. MetaDesign
    4. Jens Drescher (Student)

  34. thomas

    marc: ist das haus für den »volks­mund« gemacht? was auch immer der volks­mund ist …

  35. robertmichael

    also ich mag den hick­mann nicht. ;)
    brody wars sicher nicht, wer macht sich schon sein altes design selber kaputt. meta­de­sign? die machen doch nach eriks auszug nur noch … ;) jens drescher – kenn ich nicht – zuzu­trauen wärs ihm. glück­wunsch! ich hoffe er bekommt viel ruhm und geld dafür.

  36. thomas

    fons wäre hand­ge­zeichnet.
    brody: ein rede­sign einer eigenen sache? naja …
    meta: zu expe­ri­men­tell dafür
    studi: wäre der knaller, wenn sich ein student durch­setzen würde.
    das fände ich dann auch richtig richtig gut.

  37. verena

    ich wüßte gerne, ob der Kunde über­haupt ein Mitspracherecht hatte, oder das wieder so ein »wir machen Euch was ganz tolles; kostet Euch auch nichts; dafür haben wir aber auch bitte komplett freie Hand um uns selbst zu featuren…«
    Ok, ist jetzt extrem böse ausge­drückt, passiert in dieser Stadt aber leider dauernd.
    Schon alleine die Druck- und Plakatflächenkosten sind so hoch, daß mir null berliner Kulturinstitutionen einfallen, die so etwas finan­zieren würden (da ja kein Mensch kapiert für was die Plakate werben sollen).

  38. thomas

    verena: hat jemand begriffen, wofür geworben wurde als eon seine einfüh­rungs­kam­pagne gemacht hat? womit wir wieder beim entde­cken wären, das entde­cken der kulturen. warum muss denn immer alles auf dem nied­rig­schwel­ligen silber­ta­blett daher kommen?

  39. Nick Blume

    @RobertMichael. Zum Beispiel oder Olympia London oder das Logo hier… es werden bestimmt noch mehr sein…

  40. thomas

    marc: ich weiss, was der volks­mund ist sprach­lich und inhalt­lich. :-)

    meine frage zielte eher dahin, ob berlin ein iden­di­fi­ka­ti­ons­merkmal im sinne von einem gebäude braucht, also das volk, ODER ob »das haus« eine nicht stadt­ge­bun­dene einrich­tung ist, die inter­na­tional beach­tung finden soll. alleine in köln kann keiner mehr etwas mit dem berliner volks­mund »auster« anfangen.

  41. Marc

    @ robert­mi­chael
    Wie wärs mit der Kurzform: »Auster«?

  42. verena

    eon ist auch ein Multi und nicht eine unter­fi­nan­zierte berliner Kulturbude. Sollen die jetzt noch mal so viele Poster nach­feuern, damit der Bürger das ganze versteht?
    Ich finde es anma­ßend, daß offen­sicht­lich nur visuell geschulte Entdecker, die eh in jede Ausstellung gehen dorthin gelockt werden sollen.
    Es gibt immer­noch Welten zwischen Riverdance und Minimalelektro. Also bitte nicht nur entweder oder.

  43. Jürgen

    Aus dem Haus ist zu erfahren, dass die gesamte Kommunikationsabteilung seit 1 Stunde in einer Besprechung sitzt, die auch noch länger dauert.

  44. Axel Mattern

    Mit dem „Volksmund“ ist das so eine Sache.
    Begriffe wie „Langer Lulatsch“ „Holer Zahn“ oder „Goldelse“ sind tatsäch­lich durch den Volksmund entstanden. Ab den 70er Jahren wurde das durch den Tourismus entdeckt und dann nur noch künst­lich erzeugt. „Na ihr Berliner findet doch mal einen sooo lustigen Namen für…“. Das betraf z.B. den „Bierpinsel“ oder auch den „Wasserklops“. Wenn ich mich recht erin­nere war der „Wasserklops“ ein Wettbewerb der BZ.

  45. frank

    Double Standards hat’s verbro­chen …

  46. frank

    … unsere freunde vom berli­nale poster.

  47. Marc

    @ Axel Mattern
    Schwangere Auster auch, siehe wiki link weiter oben

  48. Jürgen

    Danke, frank! Ich habe Deine beiden Kommentare gleich mal mit den entspre­chenden Links versehen.

  49. robertmichael

    die jazz­pla­kate von troxler waren zu 90% auch kaum entzif­ferbar und haben anscheind funk­tio­niert. braucht denn die auster wirk­lich ein logo/cd welches wieder­erkennbar sein muss? steht nicht überall die adresse/der ort/der name nochmal drauf? soll heißen: wenn ich mich für einen event inter­es­siere der dort statt­findet, dann bekomme ich das doch mit (eintritts­karten, berichte, flyer). ich gebe zu das die plakate schlecht lesbar sind, man sollte es halt nicht über­treiben. wobei es auch auf die ziel­gruppe ankommt. meine oma würde daran vorbei­gehen. das logo an sich finde ich jedoch einen guten ansatz.

    @ jürgen: die bespre­chen bestimmt das neue design. weil es, jetzt wo es auf der straße hängt, keiner mehr entzif­fern kann.

  50. microboy

    @ robert

    ich habe nichts gegen neue ansaetze und ich habe auch nichts gegen das quadra­traster. die konkrete umset­zung finde ich aber zu selbst­ver­liebt und auch zu kryp­tisch. das liegt haupt­saech­lich an der schrift­wahl – die uebe­raus formal und unglueck­lich ist. ein schi­ckes konzept rettet da meiner meinung nach wenig …

  51. robertmichael

    ok, ich stimme da mit dir komplett überein. die idee der gestal­tung gefällt mir, die umset­zung finde ich jedoch auch unglück­lich – eben­falls wegen der schrift. da gibt es bessere.

  52. Philip

    Tatsache ist aber doch, dass das Plakat auffällig ist. Wenn es hängt wie auf dem Foto oben werden die Meisten kaum auf die anderen Plakate schauen. Natürlich kann man die Schrift dann nicht sofort lesen. Aber meiner Meinung nach läd sie durchaus dazu ein, sie zu entzif­fern. Und wenn das dann passiert ist, behält der Betrachter das Entzifferte eher im Kopf als eine Botschaft, die genau so schnell gelesen wie vergessen ist.
    Ob die Slogans aller­dings dafür die passenden sind, ist noch einmal eine andere Frage. Genauso die Frage nach der Schönheit der Schrift, die ja eh nur subjektiv zu beant­worten ist.

  53. robertmichael

    es geht nicht um die schön­heit der schrift, sondern um deren lesbar­keit. du hast recht mit der aussage das so ein ‚bunt-freches‘ plakat erstmal anzieht und zum ‚entschlüs­seln‘ anregt → aber wie lange macht man das mit? wieviel infor­ma­tionen kann man so trans­por­tieren? ich habe zum beispiel gelesen: »das haus krisst …« der normale fußgänger versucht das im vorüber­gehen zu entschlüs­seln. schafft er es beim ersten nicht, versucht er es bei zweiten und dritten nochmal. hat er es dann noch nicht lesen können vergisst er es entweder oder ihn packt der ehrgeiz. es gibt schriften die auf dem glei­chen prinzip aufbauen, aber bei weitem besser lesbar sind als die jetzige.

  54. jamie oliver

    naja ein reines typo plakat ist wohl die heraus­for­de­rung schlechthin.

    immerhin sind buch­staben etwas abstraktes, und der geist wird schwerer ange­regt als das gefühl das schnell durch ein visu­elles bild hervor­ge­rufen wird.

    von dem her ist es konse­quent oder nicht? hier ist was absolut UN-SYMBOLHAFTES und UN-SINNIGES. Mein visuell geschultes hirn will ständig was sehen: kera­mik­platten, bade­zimmer, mosaik, compu­ter­spiel­grafik und pixel­monster. Doch da ist nicht: faszi­nie­rend. und ich lese – und es bleibt … leere.

  55. robertmichael

    neue frage: muss ein cd für ein haus (in dem sich alles mögliche abspielen kann) zeitlos sein? kann man sich nicht aller paar jahre mal neu erfinden um nicht lang­weilig zu wirken oder gar in verges­sen­heit zu geraten? machen das madonna, adidas oder apple nicht auch irgendwo?

  56. matthias

    hm, hier wird über „visu­elle attrak­tion“ disku­tiert – ein dünnes eis, das weit­ge­hend auf befind­lich­keiten basiert. welchen mehr­wert bietet denn die sper­rige quadrat­schrift, außer dass alles schön ins raster passt? ist das provo­zierte »entzif­fern­müssen« wirk­lich eine gestal­te­ri­sche qualität? zumal wenn man, wie auf der website zu sehen, durchaus wert darauf gelegt wird »verstanden« zu werden? »neues« oder »unge­se­henes« design ist viel, aber eben nicht auto­ma­tisch gut.
    jenseits der diskus­sion über die streit­baren forma­lismen ist doch auch die aussage der plakate frag­würdig. ok, da »macht sich ein haus fein« und es heisst jetzt auch »haus« … und weiter? was gibts da? lego? kacheln? das ist besten­falls infor­ma­tion, kommu­ni­ka­tion ist das nicht …
    @ robert­mi­chael: ohne (mir plau­sibel erschei­nende) not erfindet sich hier ein absender neu. marken baut man aber nicht auf, indem man auf jeden vorbei­fah­renden modezug (sprach­lich wie gestal­te­risch) aufspringt, um nicht lang­weilig zu wirken. inhalt­lich jeden­falls impli­zierte der vorhe­rige name eine posi­tio­nie­rung, der jetzige einen gabäu­de­gat­tungs­be­griff …

  57. robertmichael

    mir gehts gar nicht um den namen. wobei ich den gar nicht sooo verkehrt finde.
    viel­leicht gehören die umbauten und die gestal­tung glei­cher­masen zur neuerfin­dung. alles neu macht der mai. oder halt der umbau. ich weiss nicht ob das haus als ‚marke‘ zu sehen ist, was zählt sind doch die veran­stal­tungen inner­halb der mauern, für die das haus ja nicht verant­wort­lich ist, es stellt ja nur die 4 wände zur verfü­gung. »veran­stal­tung in der auster = gute veran­stal­tung« kann man also nicht verall­ge­mei­nern.

  58. Nick Blume

    @Robert. Zufrieden mit den Logovorschlägen?

    Ich finde: wo ist der Bezug zum Haus der Kulturen der Welt oder der Schwangeren Auster? So flach ist leider die neue Plakatkommunikation, die wahr­schein­lich nur darauf hinzielt, daß man neues Interesse an dem frisch reno­vierten Bau zeigen möge oder gar Interesse und »mit im Design-Mainstream dabei sein« vorgau­kelt? Ich habe lange gebraucht (gerade voll in einem Projekt), bis ich kapiert habe, daß diese Quader selbst eine Schriftart sind (erst seit dem Schellnack´schen Artikel.) Geht es anderen auch so?

    @Jürgen. Wird die Typo2008 dort statt­finden? Oder gibt es Planspiele?

  59. robertmichael

    nick, deine links werden irgendwie alle verschluckt. :( das olympia-logo und frei­stil-logo kenne ich natür­lich schon.

  60. robertmichael

    Ich habe lange gebraucht (gerade voll in einem Projekt), bis ich kapiert habe, daß diese Quader selbst eine Schriftart sind (erst seit dem Schellnack´schen Artikel.) Geht es anderen auch so?

    ähm, wie?
    du hast die dunklen blöcke nicht als schrift erkannt?

  61. Dirk S.

    Ich finde bei allem Für und Wider (ich kann dem Ganzen schon etwas Positves abge­winnen) ist die Umsetztung des „Blockfonts“ nicht ganz gelungen. Den hätte man etwas lesbaren machen können, wenn z.B. nicht auch noch Versalien und Gemeine gemixt worden wären. Würde alles auf Versalien basieren könnte man es sehr vel besser lesen. Das „g“, das „e“ und das“c“ finde ich nur aus dem Kontext heraus iden­ti­fi­zierbar.

  62. Nick Blume

    @Robert. Ja. Das ist das verrückte daran. Steinigt mich nicht! ;) Ich weiß auch nicht, wieso alle meine Links verschluckt werden. Ich mache immer…

    t e x t

  63. Marc

    @ Nick
    ich denke das extrem viele Menschen die Schrift nicht als Schrift wahr­nehmen werden, inso­fern auch die Botschaft nicht mitbe­kommen werden.

  64. Jürgen

    @ Nick: Gib einfach Deine Link-URL ein, ich baue das dann entweder um oder man kann sie direkt ankli­cken.
    Ansonsten müsste man einen Link so bauen, wie auf der Info-Seite (Navigation: Info) unten beschrieben.

  65. Jürgen

    HD Schellnack hat zwar eine ähnliche Schrift gefunden (von Raffael Stüken), die aber nicht iden­tisch mit der Schrift auf den Haus-Plakaten ist. Es gibt jede Menge ähnli­cher Fonts, wie mir ein Blick ins FontBook verrät, zum Beispiel: Alpha Bloc (Clotilde Olyff), Black Boton (Albert Boton), Blocks (Doug Olena), FF Extra (Paul H. Neville) oder Mostra (Mark Simonson).

  66. HD Schellnack

    Neinneinnein, ich hab nie behauptet, es sei die gleiche Schrift… die sind ja deut­lich anders, aber ich wollte nur kurz fest­halten, wieso diese ästhetik mir so bekannt vorkam… und ich finde, zu rafs projekt passt ein solches block­font, der sich ja absolut aus dem raster seines buches ableitet super. Beim Haus der Kulturen sehe ich das etwas anders, sorry. Schöne Idee, falscher Kontext.
    Raffaels Font gibt es übri­gens als Freeware-Download. Und das Buch – für 200 Euro direkt bei ihm bestellbar – als PDF dazu…

  67. julia

    das schlimmste (abge­sehen von der formalen kata­strophe) ist der neue name „das haus“ …

  68. Stefan

    Warum den guten und aussa­ge­kräf­tigen Namen einstampfen? Das halte ich für einen Fehler.

    An wen wendet sich das Plakat? Nicht an mich. ICH kenne weder das Haus, noch seine Arbeit oder seine Architektur. Selbst wer es kennt wird aus dem Plakat nicht schlau. Nicht mal nachdem man es entzif­fert hat.

    Ich beneide den Grafiker, der so frei­zü­gige Kunden hat, aber wenn es sich nicht um eine Teaserkampagne handelt, die demnächst groß­flä­chig aufge­löst wird, dann ist das Plakat leider nur für einen Designwettbewerb gut …

  69. Marc

    »Auster« wäre der rich­tige histo­risch gewach­sene Name. Marketingtechnisch im Trend, psycho­lo­gisch und archi­tek­to­nisch sowie inhalt­lich optimal und direkt demo­kra­tisch aus dem Volk gewählt.

  70. Jens

    das Plakat scheint sich ausschliess­lich an seinen Entwickler zu richten und das Raster verschlim­mert die Lesbarkeit noch.

    Echt nix gegen expe­ri­men­telle Typografie, aber wenn es um Information geht, die an eine breite Öffentlichkeit gerichtet ist, sollte sie auch klar und deut­lich formu­liert sein und keine Kreuzworträtsel-Hausaufgaben verur­sa­chen.

    Das reinste Autistenplakat, bei dem sich der Designer auf Kosten der Betrachter einen runter­holt, ganz schlimm sowas… :D

  71. dirk uhlenbrock

    … und direkt demo­kra­tisch aus dem Volk gewählt

    das ist für mich KEIN krite­rium, basis­de­mo­kra­ti­sche entschlüsse helfen bei solchen aufga­ben­stel­lungen nicht weiter. im gegen­teil, sie mani­fes­tieren gewe­senes oder gewohntes und behin­dern in der regel einen progres­siven prozeß.

  72. HD Schellnack

    The House on Haunted Hill :-D

    «Das Haus» ist schon a bisserl nixsa­gend oder?
    Nicht jeder Relaunch ist heute ein Schritt nach vorne und ich merk im Job auch oft, das man als Designer manchmal Sachen sagen muss wie: Bleiben wir doch beim Alten und über­ar­beiten es etwas, im Grunde ist das völlig prima so. Brodys Stuff hat die Zeit gut über­lebt, und ist – wenn ich es mir in Graphic Language II noch mal ansehe – in den Basics wirk­lich solide aus, nicht so sehr in den Applikationen. Da wäre etwas Modernisieren und Polieren viel­leicht schöner gewesen.

    Andererseits kann ich verstehen, dass eine Neueröffnung auch ein Fanal braucht… mach schon Sinn, den Zeitpunkt zu nutzen, um sich zude­fi­nieren. Und das ist sicher auch gelungen.

    Ich befürchte nur, dass die sehr tren­dige Lego-Typo nicht 20 Jahre halten wird. Soll sie viel­leicht ja auch nicht, abwarten.

  73. der Vitt

    Ganzschön putzig.
    Und lehr­reich.
    Und schön deutsch.
    Und akade­misch »korrr­rekt«,
    fein,
    Ziel erreicht –
    aufge­fallen und
    ange­eckt.
    Dankeschön.
    Dankeschön für 79 Kommentare über etwas, was angeb­lich nicht kommu­ni­ziert.
    Wer sich den Claim „Das Haus“ ausge­dacht und wer sich diesen Claim dann ausge­sucht hat, habt Ihr noch garnicht beleuchtet…
    Was ist los mit der Stil-Polizei?
    Zur sehr auf grafi­sches fixiert?
    Tunnelblick?
    Bloß kein Neid?
    Ja, ja, »selber-machen, besser-machen« würde mir nie über die Lippen kommen.


    Also, weiter zurück­lehnen, mal Luft holen, milde lächeln,
    nicht weiter drüber nach­denken, wieviele »Fach«leute anschei­nend genü­gend Zeit haben, sich so derart kompe­tent über ihre Wahrnehmung und nicht verstan­dene Lehrsätze zu bequat­schen.
    Fragt mich bitte nicht nach der »perfekten Form«, nach »Häßlichkeit verkauft sich schlecht« und vor allem nicht nach »Form follows func­tion« Ihr Kommunikationsspezialisten.
    Also, weiterhin schön wichtig und betu­lich auf dem Pfad der einzigen Wahrheit wandeln –
    und laßt andere weiter gestalten.
    Theorie war schon immer wich­tiger als Praxis,
    (und da die beiden nix mitein­ander zu tun haben:)
    Prost,
    Vitt

  74. Jens

    Meiner Meinung nach handelt es sich hier um über­haupt gar kein Plakat. Das ist noch nicht mal das, was ich als orna­men­tale Typografie bezeichnen würde, obwohl das dem schon sehr nahe kommt, sondern eher typo­gra­fi­sche Kunst, wenns denn sowas gibt.

    Sowas kann man in Form eines Plakates, an das der Kunde und der Verbraucher gewisse Anforderungen stellt, durchaus auch als grafisch-subtile Publikumsbeschimpfung durch­gehen lassen.

    Eine Kritik sollte ja auch immer konstruk­tive Elemente haben, aber ganz ehrlich, dazu fällt mir jetzt echt nix mehr ein. Aber mal ganz abge­sehen von der eigent­li­chen Funktion eines Plakates: rein optisch, als reines Bildobjekt ist es ja trotzdem sehr gut gelungen – könnte ich mir für eine Weile sogar an der Küchenwand vorstellen…

  75. Jürgen

    Bumms, Kommentar Nº 80, plötz­lich ein Wort des Schöpfers … vielen Dank, Andreas.
    Schade, dass Du Dich – ohne Not – in die Verteidigungsrolle hinein­ma­nö­vrierst: Dein Austeilen ist unnötig und beschä­digt den Heiligenschein, der sich inzwi­schen um das Haus gebildet hat.
    Wenn sich hier 40 Leute teil­weise mehr­fach zu Wort melden, dann handelt es sich zwei­fellos um eine bemer­kens­werte Gestaltungsarbeit.
    Ich bin stolz auf diese Diskussion, die ganz und gar undeutsch ist. Die Streitkultur in diesem Land ist leider extrem unter­ent­wi­ckelt. Und wenn sich das Fontblog – zumin­dest für den Designdiskurs – zu einem zarten Ausnahmpflänzchen entwi­ckelt, dann möchte ich mich zwischen­durch mal kurz schüt­zend davor stellen …

  76. Nick Blume

    @ Der Vitt. Es geht darum, zu verstehen, was hinter dem Konzept und dem daraus folgenden Design steckt. Und das verstehen hier wohl viele nicht.

    @ Jürgen. »Das Wort des Schöpfers«. Das wird das neue Designblog sein. Für alle Designer. ;)

  77. Benjamin Hickethier

    nachdem ich das plakat inzwi­schen auch in freier wild­bahn gesehen habe, muss ich sagen ›respekt für die konse­quenz, wirk­lich keinerlei hinweis auf inhalt, bedeu­tung und/oder auftraggeber/gestalter in das plakat zu inte­grieren‹. das ist bemer­kens­wert, zwei­fels­ohne. aber »wer sich den ›claim‹ ›das haus‹ [seit wann ist denn ein substantiv mit dazu­ge­hö­rigem artikel bereits ein ›claim‹? und warum ist dann z. B. opel noch nicht auf ›das auto‹ gekommen?!] ausge­dacht hat« um mal auf den ›schöpfer‹ einzu­gehen, das würde ich auch gerne wissen.
    ich halte das vorläufig für – gelinde gesagt – gewagt, tenden­ziell zum schei­tern verur­teilt. gut – hier in berlin etablieren sich gerne vorerst banale zitate oder namen für insti­tu­tionen wie clubs etc., aber hier liegt genau das problem. bis sich in berlin ›das haus‹ als bezeich­nung für die kongress­halle (diesen namen verwende ich persön­lich übri­gens immer noch trotz der vergan­genen 20 jahre – mag nost­algie oder berliner träg­heit sein) durch­ge­setzt hat, muss wohl etwas mehr passieren als diese beach­tens­werte font­blog-debatte mit 80 kommen­taren bisher.
    wie bitte­schön ist denn gedacht, dass wir uns in zukunft zum nach-TYPO-grillen verab­reden? kommst du mit nach hause? bist du schon zu haus? o je, es regnet, komm wir gehen ins haus?

  78. Benjamin Hickethier

    gugel: Results 1 – 10 of about 12,600,000 for das haus. (0.22 seconds)

    http://​www​.haus​.de/

    na toll.

  79. Chris

    Es wird sich weisen was draus wird.

    You know what happens to those stan­ding in the middle of the road.

  80. Chris

    They get run over.

  81. Nick Blume

    @Benjamin. Google: 1-10 of about 12,4 Mio (0,09 Sec.). ;) Und schöner Kommentar.

  82. Nick Blume

    Und: das erstaun­liche ist, daß der flickr-Protest auf einmal abge­ebbt ist. Was neues? Und jetzt wieder ein Diskussionsthema. Ist es so wie in der Politik hier? ;) Jedesmal ein neues Thema und keine lang­fristig weiter­füh­rende Diskussion?

  83. Marc

    »Wer sich den Claim “Das Haus�? ausge­dacht und wer sich diesen Claim dann ausge­sucht hat, habt Ihr noch gar nicht beleuchtet…«

    Ja wer denn? Sag’s uns!

  84. Oliver Adam

    »Auster« wäre der rich­tige histo­risch gewach­sene Name. Marketingtechnisch im Trend, psycho­lo­gisch und archi­tek­to­nisch sowie inhalt­lich optimal und direkt demo­kra­tisch aus dem Volk gewählt.

    Ganz meine Meinung. Zudem sehr diffe­ren­ziert (es gibt kein Gebäude in Berlin, das noch so heißen würde). Zudem konzep­tio­nell stark, klingt hoch­wertig, denn die Auster kann Hochwertiges produ­zieren – kultu­relle Perlen?

  85. Nick Blume

    @Oliver Adam (hallo!):

    »Die Auster hat sich fein gemacht.«
    »Die Auster ist die Auster«.

    Das wär was.

  86. Heinrich

    wen sich der »schöpfer« so ange­pisst fühlt, dann stimmt doch was nicht oder es ist seine art zu kommu­ni­zieren, was man auch dem plakat entnehmen kann.

  87. Heinrich

    und jetzt gehe ich hopsen!

  88. der Vitt

    @Heinrich
    Genau font­bo­tique,
    es ist _meine_ Art zu kommu­ni­zieren, richtig geraten, darfst deshalb gerne mal hopsen, Wortwitzler.
    Vitt

  89. robertmichael

    schön das sich hier mal einer der macher meldet. viel­leicht kannst du uns mal aufklären, was wollte der kunde? in wie weit wird das CD noch ausge­baut? wieso dieser starke kontrast zum brody? wieso heißt das HDKDW jetzt ‚das haus‘? in wie weit hat das was mit dem umbau zu tun …? usw. flos­keln bringen leider nichts …

  90. Heinrich

    wenn das dein art zu kommu­ni­zieren ist, dann gehe ich davon aus, dass das haus auch dir gehört, dann ist alles ok.

    wenn ein paar sätze aus deiner sicht zu viel verlangt sind, dann wünschen wir dir alle viel erfolg weiterhin!
    und wollen nicht stören, du hast bestimmt viel zu tun und wir alle nichts.

  91. Benjamin Hickethier

    um auch noch mal etwas inhalt­li­cher zu werden – obwohl das glaube ich auch schon vorher mal geschrieben wurde: ›Haus der Kulturen der Welt‹ ist eine gross­ar­tige, jeden­falls eine program­ma­ti­sche, poli­ti­sche, viel­ver­spre­chende aussage. ›DAS HAUS‹ ist alles und nichts, vor allem aber nichts. es ist für mich ein baumarkt, eine jugend­her­berge oder -zentrum, eine bushal­te­stelle. nie jedoch der fantas­ti­sche konfe­renz- und konzertort, tagungs­zen­trum, ausstel­lungs­halle, treff­punkt, café global, meinet­wegen auch restau­rant ›schwan­gere auster‹ etc, die die kongress­halle resp. hdkdw war/geworden ist dank der wunder­baren initi­ta­tive damals und der kommu­ni­ka­ti­ons­stra­tegie um die iden­tity von brody&co.
    und sprach­lich komme ich aus dem stol­pern nicht mehr heraus: findet die TYPO 2008 in das haus statt oder im haus? oder in da haus? die armen BVG-buschauf­feure im 100er kündigen den touristen die nächste halte­stelle an: »nächster halt: das haus«? und alle (haus-)angestellten nehmen in zukunft ihre arbeit mit nach hause? wer ist denn eigent­lich der haus­meister (ok, der war schlecht)?! ich kann eigent­lich als nutzer der kongress­halle seit ca. 25 jahren nur mit ›ton steine scherben‹ rufen: »das ist unser haus!«

  92. robertmichael

    »nächster halt: das haus, form­erly known as haus der kulturen der welt or simply: the pregnant oyster.«
    *räusper* jense dor mal vonne türe wech, sonst jann der bus nisch losfahrn

  93. Oliver Adam

    @Benjamin: Sehr guter Beitrag. Allerdings ist und war der Begriff »Haus der Kulturen der Welt« auch etwas verkopft.
    @Nick (Hallo zurück :-)) ) Klar, klingt doch fein: »Die TYPO 2008 findet in der Auster statt.« Klare Sache: Die »Auster« reprä­sen­tiert Berlin, das kultu­relle Berlin. Die »Auster« hat auch Tradition. – Dagegen: »Die TYPO findet im Haus statt.« Hmmm … Nicht im Freien?

  94. Nick Blume

    Ich lache mich kaputt. »Wir gehen nach das Haus.« Was für köst­liche Wortschöpfungen…

  95. Oliver Adam

    Ich könnte mir vorstellen, der Begriff »Das Haus« inspi­riert durch »Das Schloss«. Für alle Nicht-Berliner: »Das Schloss« ist ein neues Einkaufscenter in Berlin-Steglitz in der Schlossstraße. Falls es so ist: Beim Begriff »Das Schloss« klingen erwünschte hoch­wer­tige Konnotationen im Sinne des Centers mit, zudem ist der Bezug da zum Standort Schlossstraße. Das alles fehlt bei »Das Haus« …

  96. Benjamin Hickethier

    Halthalthalt… ›schwan­gere Auster‹, ›langer Lulatsch‹, ›hohler Zahn‹, ›Telespargel‹… wir Berliner erfahren diese Bezeichnungen von den Stadtführern, denen wir erstaunt zuhören wenn wir mit unserem Besuch eine Dampferfahrt machen. Dann doch lieber irgendwas mit das Haus. ›Das Haus da beim Kanzleramt‹ viel­leicht? Abgekürzt DHdbK? Fänd’ ich klasse.

  97. Stephan

    @ der Vitt

    Hmm… ich kanns gut verstehen, wenn Kritik nervt, ok. Aber berech­tigte Kritik sollte auch ausge­spro­chen werden und ich denke, das die „Macher“
    keinen Grund haben, belei­digt zu reagieren, da die Diskussion hier ange­nehm sach­lich geführt wird.

  98. Nick Blume

    Eher DHdbB (Stichwort: Bellevue).

  99. Benjamin Hickethier

    naja Nick, darüber können wir ja gerne nächsten Mai einen Spaziergang machen, um raus­zu­finden was nun näher liegt. Freu ich mich schon drauf.

    Ansonsten:
    Haus am Köllnischen Park, Haus am Waldsee, Amerika-Haus, Bonhoeffer-Haus, Mies van der Rohe-Haus, Max Liebermann-Haus, Paul Löbe-Haus, Marie Elisabeth Lüders-Haus, Willy Brandt-Haus, Shell-Haus, Haus am Checkpoint Charlie, Tommy Weißbecker-Haus, Georg von Rauch-Haus (as mentioned before), Russisches Haus, Le Corbusier-Haus, Haus des Rundfunks, Haus der Wannsee-Konferenz, Haus der Jugend, Haus der Familie, Rotes Rat-Haus, Haus der 100 Biere (!), ORWO Haus Marzahn, Haus Julia, Haus der Berliner Festspiele, Ludwig Erhard-Haus, Null Energie Haus (›Das rundum Wohlfühlhaus‹), Axel Springer-Haus (›Leuchtturm der Freiheit‹), Deutsches Haus, Haus Berlin, Haus des Lehrers, Haus des Reisens, Haus der Elektroindustrie, Haus des Eigensinns, Pestalozzi-Fröbel-Haus, Haus der Begegnung, usw. usf.
    Scheint wirk­lich eine geniale, nie dage­we­sene Schöpfung zu sein, ›Das Haus‹.

  100. Nick Blume

    Wie wär´s: das Haus der Auster.

  101. Georg

    Why, then the world’s mine oyster, Which I with sword will open.

    (William Shakespeare, „The Merry Wives of Windsor“)

  102. Benjamin Hickethier

    Das Haus der Auster?
    Guten Appetit. So tief sind wir also inzwi­schen schon.

    Ich würde auch gerne nochmal anmerken, dass ich sämt­liche Beiträge von dem oder das Vitt unglaub­lich anmas­send, arro­gant, selbst­herr­lich und naiv finde.
    Wäre ja wirk­lich schön, wenn aus der Ecke auch nochmal was Konstruktives, Inhaltliches, Aufhellendes kommen könnte.

    Zu glauben, dass hier aus Neid Kritik geäu­ßert würde, wenn das Ziel erreicht ist nur durch ›aufge­fallen und ange­eckt‹ und wenn die Diskussion hier derart miss­ver­standen wird, es ginge darum dass diese Plakate ›angeb­lich nicht kommu­ni­zieren‹, dann finde ich es echt traurig, dass die HdKdW-Verantwortlichen (vermut­lich) in einem ›pitch‹ eine so unap­pe­tit­liche Agentur mit so wenig Grips ausge­sucht haben – scheinbar nicht sehen, was Gefahr läuft, kaputt­ge­macht zu werden.

    Nochmal: Es geht hier um eine Kulturinstitution in Berlin, die Grossartiges geleistet hat bisher und weitaus besseres verdient hat als so einen unüber­legten Auftritt und Repräsentation durch ange­stellte Gestalter in solch einem Forum wie diesem hier.

    Ich geh jetzt nach Haus.

  103. Alexander

    111 yeah!
    habe bei kommentar 50irgendwas aufge­hört richtig zu lesen… aber… schließe mich einem meiner vorredner an: design ist nicht demo­kra­tisch und wenn ich mich hier an 111ter Stelle eintragen muss (so es die 111 wird) zeigt doch, daß es irgendwie zu funk­tio­nieren scheint. auch wenn es den meisten im konsens nicht sonder­lich gefällt. noch nicht…

    111 kommen­tare, 7275 worte und 43438 zeichen.
    herz­li­chen glück­wunsch double­stan­dards!

  104. Marc

    wer nicht richtig mitliest kann auch nichts verstehen, was funk­tio­niert denn irgendwie?

  105. bel-mondo

    Sagt mal seid ihr Grafiker oder Opas? Das was ihr da schreibt klingt für mich, als rieselt euch der Staub schon beim Tippen aus den Ohren…
    Denn mal ehrlich: das Design des „Hauses“ ist jetzt besser, denn vorher war es kein Design, sondern schwarze Schrift auf orangem Grund- und warum regt sich da keiner auf? Weil sich alle dran gewöhnt haben und sowieso nicht nach­denken über Dinge, die sie schon kennen. Jetzt aber große Diskussionen über abstrakte Buchstaben, manno­mann, geht noch mal einen Schritt zurück und schaut euchs morgen noch mal an, dann werdet ihr merken, dass man Kunst auch lesen kann!

  106. matthias

    offenbar die hemds­är­me­lige erfolgs­formel, dass »any publi­city« immer noch »good publi­city« sei? hau 1, hau 2, hau S …
    @ der vitt + die anderen macher: nehmt uns doch mit, damit wir verstehen können.

  107. Jürgen

    @ bel-mondo: Wir disku­tieren über Kommunikation, nicht über Kunst. Doch lass uns Deinen Vorschlag aufgreifen: Warten wir auf morgen und schauen uns das alles noch mal mit einer gewissen Distanz und mit frischen Augen an … was da noch kommt.

  108. Chris

    Wir lesen mit grossem Interesse und Vergnuegen die Kommentare und Interpretationen zu unserem Design.

    Wie schon gesagt – Es wird sich weisen was draus wird.

  109. Benjamin Hickethier

    Ich bin gespannt, neugierig und versuche, so offen wie es geht an die weitere Entwicklung der Kampagne heran­zu­gehen. An und für sich steckt natür­lich ein Potenzial in der schritt­weisen Decodierungstaktik. Und reiz­voll, grafisch wie sprach­lich, sind die Plakatmotive ohne Zweifel – dafür spricht allein die inten­sive Diskussion hier.
    Jedoch stellt sich mir die Frage: An wen richtet sich die Kampagne, richten sich die Plakate? Deutschlandweit sind Plakat- und andere Grafikdesigner aufmerksam geworden. Allerdings nicht nur durch die Plakate selbst, die keinerlei Hinweis geben, sondern durch den Fontblog; und die Erklärung hier stammt laut Jürgen durch Google. Googeln wir nach dem Motiv „das Haus heisst jetzt das Haus“ kommen wir auf http://​www​.hkw​.de (!) und hier ist mehr oder weniger das Quadrat von Brody&co. ersetzt durch das in klei­nere Quadrate aufge­teilte Quadratlogo von double­stan­dards.
    Aber was wird von Betrachtern des Plakates eigent­lich erwartet? Zu googeln, um was es sich handelt? Oder nur ›zu regis­trieren‹, und es dann in einer Woche oder zweien zu kapieren wenn dann wieder (!) der ›alte Name‹ in Verbindung mit dem ›das Haus‹ auftaucht? Wozu dann ein neuer Name, der ohne jegliche Signifikanz und inhalt­liche Interpretationsangebote die Botschaft zwangs­läufig nur ›ergooglen‹ lässt?
    Und, vor allem, abge­sehen von uns grafisch, optisch, visuell ohnehin viel zu aufmerk­samen Zeitgenossen, wen soll das Plakat errei­chen, anspre­chen ohne dem Betrachter eine Verständnisebene anzu­bieten? Wieviel Aufmerksamkeit für ein derart histo­ri­sches Medium wie das Plakat stellen sich die ›Schöpfer‹ eigent­lich vor, zumal in einer von um Aufmerksamkeit schrei­ender grafi­scher Botschaften über­sät­tigten Gesellschaft? Wer nimmt sich denn, der nicht beruf­lich oder inter­es­sen­ge­bunden mit Plakaten, Plakatgestaltung und Schriften zu tun hat, die Zeit, wer macht sich die Mühe, zu entschlüs­seln, die Aufmerksamkeit aufrecht­zu­er­halten und für eine Auflösung bereit zu sein? Oder wer versteht, dass es sich um das h.f.k.a. HdKdW handelt, ohne dass in der Auflösung (s.o.) ›DAS HAUS‹ ergänzt oder erin­nert wird, was früher enmal hinter ›DAS HAUS‹ stand?!
    Und, vor allem, warum eine program­ma­ti­sche Bezeichnung aufgeben zugunsten eines nichts verspre­chenden ›Claims‹? Hier würde ich gerne wirk­lich mal die von ›der Vitt‹ verspro­chene Antwort auf die Frage, ›wer hat sich diesen Claim ausge­dacht‹ und warum, hören.

  110. Nick Blume

    Mannomann. Benjamin feuert aus allen Rohren. Und bitte bitte, möge sich einer der Macher bei double­stan­dards sich erbarmen und der erwar­tungs­freu­digen Typogemeinschaft einen Kommentar über die Fragen, die Philosophie und die Umsetzung schreiben.

    Aber halt: noch nie gibt es so eine gewal­tige Diskussion um einen Entwurf. Und was Premiere wäre, ist, daß die Macher sich dann den Fragen stellen »müssen« (müssen sie aber nicht!) oder sie einfach unbe­ant­wortet lassen. Es ist schon eine Zäsur. Noch schlimmer oder noch besser wäre die Folge dessen, was passieren könnte. Die Verantwortlichen beim »Haus der Kulturen der Welt« würden sich der öffent­li­chen Diskussion stellen und lenken ein: wir machen nochmal ein neues Konzept. Das wäre der Tod der »Design-Kultur«. Das wird nicht funk­tio­nieren können. Und das würde keine Design- und Werbeagentur machen. Deswegen kann ich auch z. T. verstehen, warum »double­stan­dards« so »einseitig« (nach Meinung anderer Kommentatoren) reagiert und nicht offen darüber spricht (viel­leicht wegen einer »Verschwiegenheitserklärung?«), und auf der anderen Seite verstehe ich nicht, warum keine »offene Politik« gemacht wird.

    Aber im Ernst: es gibt immer wieder Veränderungen. Vielleicht tut es mal dem Image des seit Jahrzehnten ange­staubten Claims »Haus der Kulturen der Welt« aka »Schwangere Auster« mal gut, daß es mal einfach stell­ver­tren­dend für die Kulturen der Welt »DAS HAUS« genannt wird. Mal sehen, wie die Berliner Kultur darauf reagiert.

    Ich bin gespannt, liebe Berliner Leute.

  111. Marc

    1. Semester Visuelle Kommunikation:
    »Wer sagt was über welchen Kanal zu wem mit welcher Wirkung«
    Die Laswellsche Kommunikationsformel sollte bei der Gestaltung jeder Form der Kommunikation, sei sie persön­lich oder unper­sön­lich, sprach­lich, bild­lich oder akus­tisch berück­sich­tigt werden.

  112. hef

    … Wenn der Kanal aber voll ist, des geht er halt über! (Das ist wie mit die Pferde vor der Apotheke.)

  113. Marc

    oder wie (Auster) Perlen vor die Säue

  114. Nick Blume

    Hallo, Mister Doublestandards, meldet euch! Die Typo-Gemeinde wird euch danken.

  115. Aurel

    Vielleicht sollte man ja auch mal die Leute von Saatchi dazu befragen. Die Symbiose aus M&C Saatchi und double­stan­dards hat ja Tradition. Hier geht es nicht mehr nur um Design, sondern sicher­lich primär um die Frage, wie man einen Kunden bekommt, der sich vorge­nommen hat, irgendwie so wie das HAU zu kommu­ni­zieren. Die kriegen dann eben das HAU S. Frisch und frech. Mit solider Führung durch die grosse Agentur im Dschungel des Diskurses. Am Ende wird bezahlt, aber das hat sich dann auch gelohnt. Alleine wär´s schwierig geworden.
    Für mich ist das die Pauschalreise in der Kommunikationswelt.
    Und das betrübt mich.
    Denn die Chancen wären alle da gewesen…

  116. harlequin_green

    Das mit dem Blockfont geht vorbei… Und als Teaser fand ich’s nicht schlecht. Schlimmer finde ich den neuen Namen. Das Haus!

    103. kann ich nur beipflichten:

    1. Alle blöden Namen wie „Schwangere Auster“ werden ausschließ­lich von Fremdenführern erfunden.
    2. Kein Berliner hat jemals eine dieser Bezeichnungen verwendet.
    3. Man kann den Integrationsgrad von Zugereisten daran erkennen, ob sie noch „Schwangere Auster“ oder schon Kogreßhalle oder Haus der Kulturen der Welt sagen.
    Aber die Bezeichnung „das Haus“ ist so nichts­sa­gend und gedan­kenlos, da kann man schon mal eine Ausnahme machen und dem angeb­li­chen Berliner Volksmund Tribut zollen, um dem „das Haus“ ein bißchen was unver­wech­sel­bares zu geben:

    Vorschlag: Das (oder die) Hauster. Auch sehr schön in der Langform: Hauster Kulturen der Welt.

    Da kommt doch alles zusammen… und ist dann fast so kompakt wie die Schrift.

  117. norman

    VW macht gerade eine große Kampagne mit dem Slogan „Das Auto.“

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