Eszett … ich liebe es®, oder: …

… Wie eine deut­sche Werbeagentur die Rechtschreibung globa­li­siert.
Von Markus Goldammer

Leider kommt es nach der Rechtschreibreform nur noch selten zum Einsatz, das Eszett. Manche glauben gar – aus Unwissenheit, Ignoranz, Verunsicherung oder allen 3 Gründen –, Konrad Duden habe es vor 10 Jahren abge­schafft. Nein: Das ß lebt noch. Dies zeigt nicht zuletzt die heftige Debatte um zwei Anstecknadeln vor 3 Tagen hier im Fontblog.

In der Werbesprache droht das ß aller­dings auszu­sterben. Siehe McDonald’s, im aktu­ellen TV-Spot für den puren Geschmack, wo ein neuer Hamburger namens »Der M« beworben wird (auf das erbärm­liche Zapfino-M-Logo möchte ich heute mal nicht eingehen). Weil man ohne Perücke, falsche Koteletten und ange­klebten Schnurrbart besser in den »M« beißen kann, lautet das Fazit nach 22 Sekunden-Gesichts-Striptease: »Einfach pur geniessen«. Hoppla, warum nicht genießen?

Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass dieser Claim das Ergebnis einer Montags-Produktion ist, habe ich einfach mal nach­ge­fragt, bei McDonald’s, per Web-Formular: Wo ist denn das scharfe s geblieben?

Zwei Tage später kam die Antwort:

Sehr geehrter Herr Goldammer,

vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Interesse an unserem Unternehmen.

Es ist natür­lich richtig, dass die korrekte Schreibweise bei genießen ein „scharfes ß“ vorsieht.

Ein scharfes „ß“ ist jedoch grafisch betrachtet kein schöner Buchstabe und lässt sich nie rund in ein Wort einpassen – durch das Schriftbild wird Unruhe in ein Wort hinein­ge­bracht, was gerade bei schnellen Bildern wie im TV und bei einem nur kurz einge­blen­deten Text hinder­lich für eine schnelle Auffassung des Textes sind.

Die Verwendung des scharfen „ß“ zu igno­rieren ist bei Werbebotschaften nicht unüb­lich. So wurde auch bereits bei anderen Projekten bewusst auf die korrekte Verwendung des „ß“ verzichtet wie beispiels­weise bei der „FUSSBALLESKORTE“. Zwei „s“ sind auch hier nicht korrekt. Da aber in den meisten Fällen das Wort in Versalien geschrieben wird stört das scharfe „ß“ an dieser Stelle nur. Es würde auch vom Schriftbau her nicht in den Namen passen. Konsequenter Weise wird es deshalb bei Verwendung der Versalienschreibweise immer mit doppeltem „s“ geschrieben.

Wir hoffen, Ihnen unser Anliegen dies­be­züg­lich darstellen zu können. Unabhängig hiervon werden wir Ihren Einwand jedoch gern an die zustän­digen Kollegen in der Marketingabteilung weiter­leiten.

Mit freund­li­chen Grüßen
McDonald’s Deutschland Inc.

Gudrun Lück
Customer Service

Sicher: Schon die Bezeichnung »scharfes ß« lässt drauf schließen, dass die E-Mail nicht als fach­lich kompe­tente Stellungnahme von McDonald’s oder seiner deut­schen Agentur Heye & Partner zu betrachten ist. Doch sie drückt eine weit verbrei­tete Einstellung zu der Randfigur im deut­schen Alphabet aus. Warum soll das ß kein schöner Buchstabe sein? Oder liegt es an der Akzidenz Grotesk (Hausschrift von McDonald’s) oder ist es hier gar eine Helvetica?

Oben Helvetica, unten Akzidenz Grotesk

Während also die Gilde der Schriftexperten an der Einführung eines Versaleszett arbeitet, knickt an der Basis der deut­schen Schriftsprache die Solidarität mit dem ß ein, dem einzigen Zeichen, das kein anderes Land auf der Tastatur hat. Irgendwie bewegen sich da zwei Lese-/Anwendergruppen vonein­ander weg.

Übrigens: Während ich mich hier mit ein verloren gegan­genen Zeichen beschäf­tige, versu­chen Auto-Fans in einem anderen Blog heraus­zu­be­kommen, um welchen Wagen es sich im McDonald’s-Spot handelt: einen Nissan 280ZX? Irgendwie haben wir doch alle unsere Tellerränder.


87 Kommentare

  1. cassio

    Ich finde dass die Marketingabteilung Recht hat.

  2. Ralf Herrmann

    Rechtschreibung bringt Unruhe? Sollte nicht das Gegenteil der Fall sein?
    Oh weh, wie unglaub­würdig, diese Ausrede. Da wäre ja der Hinweis auf die poten­ti­ellen Rezipienten aus der Schweiz sogar noch trag­fä­higer gewesen.

    Hier hat garan­tiert die Unwissenheit zuge­schlagen. Und nicht zum ersten Mal. Die »Frucht Tüte« aus glei­chem Hause ist ja ein ähnli­cher Fauxpas. Augenscheinlich umgeht man bei diesen vermeint­lich kleinen Dingen wohl immer das Korrektorat, das wohl nur für längere Texte – pardon: Long Copy – heran­ge­zogen (oder doch consulted?) wird.

  3. david

    Womöglich kennt die Zielgruppe des Werbespots so hoch­kom­pli­zierte typo­gra­fi­sche Konstrukte wie das Eszett gar nicht mehr? Nein, hier ist wohl eher reine Unwissenheit im Spiel. Das beweist auch das schon beinahe wieder süße Statement zum Eszett in Versalschreibweise… :-)

  4. HD

    Ist das in der neuen deut­schen Rechtschreibung wirk­lich «Konsequenter Weise»? Wunderbar :-D

  5. Ivo

    I ♥ Realsatire.

  6. Sebastian Nagel

    Naja die Antwort ist das typi­sche „wir tun so als würden wir uns um Ihr Anliegen kümmern, aber der Spot ist gemacht und draußen, und wir verkaufen keinen Burger mehr oder weniger, ob jetzt ss oder ß, in Wirklichkeit ist es uns also völlig egal, es ist nicht unser Problem.“

  7. robertmichael

    Ein scharfes “ß�? ist jedoch grafisch betrachtet kein schöner Buchstabe

    BUCHSTABENNAZIS!

    im grunde habe ich großen respekt vor den leuten, die sich immer wieder aufs neue spots und kampa­gnen für mc donalds, coca cola und co. einfallen lassen müssen. immer wieder diese glei­chen fettigen burger und diese süße brause zu bewerben ist sicher nicht leicht, meis­tens schaffen sie es sogar für über­ra­schungen zu sorgen und erfinden kleine high­lights in der werbe­welt. aller­dings sollte man seine kunden nicht für dumm verkaufen und fehler einge­stehen.
    zuge­geben ich lasse in head­lines auch gern mal einen binde­strich weg aber das ß als scharfes-s und unschönen buch­staben zu verteu­feln ist einfach eine faule ausrede. irgendwie hat man ja auch eine verant­wor­tung – für die kleinen zum beispiel. die sagen dann in der schule das wäre so richtig weil sie es im fern­sehen so gesehen haben.

  8. Tobias

    Das mit der Unruhe halte ich für völligen Quatsch. Das sieht doch, ob nun Akzidenz Grotesk oder Helvetica, aus wie aus einem Guss. (Darüber hinaus würde ich wetten, dass das Gehirn eher schneller mit der Verarbeitung ist, wenn es ein Zeichen weniger vorge­setzt bekommt.)
    Ob das ß schön ist, ist eine Geschmacksfrage und daher wohl kaum so pauschal zu beant­worten. Mir persön­lich gefällt es sehr gut. (Ans Versaleszett muss ich mich higegen erst noch gewöhnen.)
    So oder so sehe ich nicht, warum man sich an dieser Stelle gegen die Rechtschreibung stellt. Ich persön­lich vermute dahinter doch eher falsch verstan­dene Weltläufigkeit.

  9. kolja

    manche essen burger.
    ich ess zett.

  10. Christoph Päper

    Unruhe, aha.
    ß bdfhklt iäöü j gpqy acem­nor­suvwxz

  11. Chrisse

    Ich finde, dass die Aussage der Frau Lück ziem­lich unschlüssig ist, vor allem dadurch, dass sie noch das den Vergleich mit den Versalien heran­zieht.
    Sie hätten eher schreiben sollen: Rechtschreibung? Ist mir doch egal.

  12. Steffi

    Ich sehe das so wie Chrisse. Auf jeden Fall ganz schön schade, solche Aussagen von einer solch großen Firma zu hören. Wobei ich auch sagen muss, dass die Antwort eher nach einem Auftrag an den Praktikanten („mach du mal kurz, ich hab keine Zeit“) klingt…
    Die Aussage, das ß würde sich nicht einpassen, kann ich so auch nicht teilen. Im Gegenteil – ich finde es schade, dass es nur noch in einigen Wörtern gebraucht wird, weil man damit gerade bei hand­schrift­li­chen Fonts gut spielen kann.
    Ansonsten finde ich es dreist, einfach die Rechtschreibung außer Kraft zu setzen und bis zu einem gewissen Grad verant­wor­tungslos der Jugend gegen­über. Wenn ich mir Websites mit jüngerem Publikum ansehe, über­kommt einen sowieso schon zu oft das kalte Grausen… Das muss man doch nicht auch noch wissent­lich unter­stützen!

  13. Ben

    > Leider kommt es nach der Rechtschreibreform nur noch selten zum
    > Einsatz, das Eszett.

    Eher nicht. Die Ausweiße, Überweißungen, Hinweiße, Altersnachweiße,
    Vollpreiße, Kostenloßen, Gebrauchsanweißungen, Fernsehbeweiße und
    Geißelnahmen nehmen im Internet leider über­hand.

  14. Florian

    @Ben: Wieso? Die Regel besagt doch: nach Diphtong steht ß.
    Orthografie – die Geisel der Menschheit!

  15. lastguest

    Unglaublich! Gilt jetzt schon in der Rechtschreibung „func­tion follows form�??

  16. Andreas

    Zitat aus einem Lexikon von 2080: „Die Orthografie war die Bemühung, einheit­liche Schreibweisen für alle Worte zu etablieren. Diese Erfindung wurde im 19. Jahrhundert gemacht und zu Beginn des 21. Jahrhunderts, mit der flächen­de­ckenden Verbreitung des Internets, wieder weit­ge­hend abge­schafft.“ (Wobei ich natür­lich nicht weiß, wie das ortho­gra­fisch aussehen wird ;) )

  17. Christian Zachau

    Also mir graut es bei manchen Schreibweisen mit ss die korrek­ter­weise mit ß geschrieben werden müssen, beispiels­weise: gross oder Spass. Und ich glaube, dass es auch von den ewigen SUPER-, GROSS-, SPASS-Werbebotschaften kommt.

    Ein Versal-Eszett, das das vermin­dern könnte wäre toll. Bis dahin müsste aber erst jede Schrift eins haben und eine vernünf­tige Tastaturlösung her.

    Konsequent wäre ein Versal-Eszett oder die komplette Abschaffung. Ich denke man könnte sich an beides gewöhnen, aber so wie es aktuell ist nervt es einfach, wie man ja immer wieder an den vielen Kommentaren zu dem Thema sieht.

  18. philipp

    oha!
    ich starte hiermit die „initia­tive rettung des ß“.
    (anbei einer der schönsten buch­staben die es gibt;)

  19. tom

    Hier ein Kompromissvorschlag.

    – Einfach pur genieszen –

    Ist zwar auch falsch, aber man würde die Bemühung um ordent­liche Rechtschreibung erkennen, wenn man schon aus „ästhe­ti­schen Gründen“ Wörter absicht­lich falsch schreibt. Was ich bei Markennamen und Produktbezeichnungen manchmal wegen der besseren Lesbarkeit verstehe, aller­dings nicht bei Claims die im TV rauf und runter laufen.

  20. burger king

    die braten wie sie schreiben.

  21. Daniel

    Wo ist das Streitthema?
    Ist heute nicht Streittag?

  22. Florian

    Du bist mitten­drin, Daniel! Heute ist doch Brückentag, mancher­orts.
    Nur ist das Thema diesmal nicht allzu kontro­vers.

  23. thomas | BFA

    ich muss ehrlich sagen, ich finde es nicht schlimm. geniessen sieht für mich sehr viel strai­ghter aus, als genießen. das liegt aber zum großen teil auch daran, dass ich das ß in der form, wie es aufge­taucht wäre nicht mag.
    was hast du erwartet, was als antwort kommt »jürgen gold­ammer«?

    bei ein paar argu­menten der jungen dame musste ich aller­dings auch schlu­cken. das da aber kein typo­gra­fisch gebil­deter empfänger sitzt, sollte doch wohl klar sein. ich hätte ehrlich nichts anderes erwartet …

  24. jahn

    zur besseren diskus­sion am beispiel:

  25. Marc

    … geniessen sieht für mich sehr viel strai­ghter aus, als genießen. …

    Was soll das denn heißen, lieber Genosse?

  26. Ralf Herrmann

    Die Stellungnahme von Heye wäre auch viel inter­es­santer, als die von McDonald’s …

  27. thomas | BFA

    marc: genosse?

    ganz einfach, ich finde es als form sauberer ohne die zusätz­liche ober­länge.

    ich verwende das ß ja selber nur, wenn gar nicht anders geht. ich finde den buch­staben wirk­lich etwas über­flüssig.
    ja ich weiss, das diese meinung nicht populär ist. ist aber so. ;-)

  28. heiner

    Mit „Unruhe“ zu argu­men­tieren, ist etwas dürftig. Es geht hierbei nur um eine Oberlänge, und wegen der boykot­tiert ja schließ­lich auch niemand das „f“ oder „b“.

    Auch immer wieder gern von den Werbern genommen: das Deppen-Leerzeichen. Und beides kombi­niert, tut so richtig schön in den Augen weh:

    http://​www​.ruegen​walder​.de/​h​t​m​l​/​p​r​o​d​u​k​t​e​/​p​s​p​.​php

  29. Marc

    würdest du dem g auch die Unterlänge nehmen damit es noch sauberer wird?

  30. j

    Hm, Tellerrand.
    Ich möchte zwei Dinge anmerken.

    Zum ersten: Mir scheint, hier ist *nicht* die Akzidenz Grotesk benutzt worden, obwohl diese doch die McD-Hausschift ist. Erkennbar an den komplett hori­zon­talen Abschlüssen (‚e‘ etc). Warum?

    Außerdem: Ich kann gut verstehen, daß kein ‚ß‘ benutzt wurde, weil dieses Zeichen gewis­ser­maßen etwas nach Keller riecht. Altmodisch, vorletztes Jahrhundert, deut­sche Schriftbrauchtumspflege etc. Will McD altmo­disch wirken? Das sind kleine Details, die sicher, wenn viel­leicht auch nur vorbe­wußt, in die Entscheidungen mit einge­flossen sind.

    Ich merke beim Schreiben, daß es sich ein wenig nach Zeitverschwendung anfühlt. Die gute Agentur wird sich freuen, daß an ganz uner­war­teter Stelle sooo viel Publicity entsteht. Denn auch ich habe mir den Spot bei YouTube ange­sehen.

    Wünsche schönes Wochenende!

  31. thomas | BFA

    marc: das ist unsinn.

    aber neben der orto­gra­phi­schen »rich­tig­keit«, ist die form ener schrift­zeile in so einer kurzen zeile nicht uner­heb­lich für ein gutes ergebnis.

    was meinst du, wie oft ich mich schon bei buch­co­vern geär­gert habe, weil ein ober- oder unter­länge zu viel oder zu wenig war. solche klei­nig­keiten sind dann auf einmal wirk­lich wichtig. probiers doch mal gerne aus.

    im übrigen hat »j« völlig recht, das das weder die helv noch die ag ist, war mein erster gedanke, daber bin davon ausge­gangen, dass das hier »jeder« weiss und habs mir geschenkt.

    und nochwas: schaut euch bitte mal das ß der ur-frutiger und der frutiger next an. die form des ß in der netxt, ist sehr viel schöner. DAS wäre noch okay gewesen, aber dieses wirk­lich alte sz, welches bei der McD-haus­schrift zum einsatz kommt ist wirk­lich nicht schön und sieht alt aus. auch hier gebe ich »j« recht.

    unterm strich heisst das aber noch lange nicht, das ich dinge wie deppen-leer­zei­chen, deppen-apostroph gutheisse. und deppen-kommen­tare schon sehr viel weniger!

  32. Marc

    »was meinst du, wie oft ich mich schon bei buch­co­vern geär­gert habe, weil ein ober- oder unter­länge zu viel oder zu wenig war.«…

    Setz doch einfach Versalien, dann brauchst du nicht mehr zu ärgern.

  33. jahn

    im übrigen hat »j« völlig recht, das das weder die helv noch die ag ist, … dass das hier »jeder« weiss und habs mir geschenkt.

    dann ist ja gut, dass mein kommentar noch im filter hängt ;)

  34. thomas | BFA

    marc: das ist aber eher selten gewünscht. dann muss man sich eine andere lösung einfallen lassen. autoren lassen sich höchst selten zu einer titelän­de­rung bewegen die typo­gra­fisch gefäl­liger wäre.

  35. Marc

    thomas|BFA: »… eine andere Lösung …« wie wär’s mit Kapitälchen? Im übrigen würden Versalien dem Autoren nicht ins Handwerk pfuschen, du musst ja nicht gleich den Titel ändern. Du bist der Designer nicht der Autor.

    Ich denke McDonald’s und Heye haben hier das Korrektur lesen vergessen. Wenn da ein ß gestanden hätte, wäre das niemandem aufge­fallen, aber so ist es schlicht falsch.

  36. sharif

    Ich kann die ganzen Diskussionen über das ß nicht mehr hören. Seit dem Streit um die Rechtschreibreform und jetzt neuer­dings auch noch das Versal-ß kann ich keinen Text mehr lesen, ohne nicht beim ß hängen­zu­bleiben und mir jedes mal Gedanken zu machen, ist es jetzt richtig oder falsch, warum jetzt ein ß und kein ss …

    Schafft es ab, dieses Ungetüm aus der Vorzeit!

  37. thomas | BFA

    marc: sagen wir mal so. es gibt nat. frei­heiten, die ich habe, aber es gibt auch diverse vorgaben seitens vom verlag und gele­gent­lich auch von den autoren. oder was ist mit reihen­ti­teln? die kannst du nicht gestalten wie du willst. die sind sche­ma­tisch. und zu guter letzt sollte der autor doch auch zufrie­den­ge­stellt werden. es hat schon in tränen ausbre­chende autoren gegeben, als diese ihr cover gesehen haben. und das waren keine freu­den­tränen. (nein nicht bei einem cover von mir ;-) )

    sharif: ach. wie so jede aufre­gung legt sich das auch wieder. aber im grunde ist das ß ein buch­stabe, der auch bei der gestal­tung eher zu den letzten gehört, die gezeichnet werden. sollte man daraus eine bedeu­tung ablesen können? ;-)

  38. ph

    das arme kleine ß riecht nach keller? :(
    also ich finde es total retro! mehr ß für alle! diese ganze debatte schließt für mich nahtlos an die frage an warum in deutsch­land eigent­lich immer mehr englisch geschrie­ben/-worben wird.
    weil es hip ist? weil wir alle es dann schlechter verstehen? weil ein deut­scher der deutsch schreibt schon wieder zu viel patrio­tismus zeigt?
    sollten wir nicht eigent­lich stolz auf unsere schöne sprache und ihre herr­li­chen eigen­arten sein (wie zum beispiel die groß­schrei­bung ;))?
    Wir waren schließ­lich mal das Land der Dichter und Denker!
    Das hätte sicher­lich nicht so gut funk­tio­niert, wenn wir nicht die dazu­ge­hö­rige Sprache gehabt hätten – mit ö, ä, ü und dem wunder­schönen ß.

  39. heiner

    @sharif

    Die Regelung wurde verein­facht, die Gedanken, die man sich machen muss, sollten also eigent­lich weniger geworden sein. Im Prinzip wurde nur eine Ausnahme – das ß am Schluss (früher „Schluß“ trotz kurzen Vokals) – abge­schafft.

    Also: nach langem oder Doppelvokal (eu, ei, …): ß, nach kurzem Vokal: ss. Ist echt einfach und wie bei jedem anderen Konsonanten auch.

    Und: das ß ist nicht aus der Vorzeit, sondern weiterhin notwendig, um aus der Schriftsprache auf die Aussprache schließen zu können: das geht im Deutschen nämlich (im Gegensatz z. B. zum Englischen) und es wäre schade, diesen Vorzug zu opfern, nur weil manche keine Oberlängen mögen.

  40. Rod

    Und: das ß ist nicht aus der Vorzeit, sondern weiterhin notwendig, um aus der Schriftsprache auf die Aussprache schließen zu können

    Wir in der Schweiz schaffen das auch ohne *verdammtes-Tastaturlayout-wo-ist-diese-Taste-bloss* esszett. Aber man kann natür­lich darüber streiten, ob das, was wir benutzen, tatsäch­lich Deutsch ist.

  41. Marc

    Je öfter ich die Schlusseinstellung des Spots oben sehe, fällt mir auf, das in dem falschen »geniessen« auch das Wort »essen« steckt. Das wäre aber zu subtil-absicht­lich-bewußt ins Unbewußte hinge­worben, oder? Haben sich die Werber hier viel­leicht über­legt: »Was bleibt zum Schluss auf der Retina des Betrachters stehen? Ist das über­haupt zulässig? Das wäre nun wirk­lich jenseits jeder ß-Diskussion.

  42. Florian

    Geh ni essen bei McDonalds? ;-)

  43. tom

    Ist Euch mal aufge­fallen, dass das voll die Proleten-Werbung ist? Und da ist Rechtschreibung eben Nebensache. Hauptsache die Braut, die Karre und der Burg ähm, das Stück Fleisch kommen gut rüber.

  44. Roman

    Ich hab den Spot in letzter Zeit echt häufig gesehen und irgendwie nie darauf geachtet. Allerdings mach ich mir auch sonst kaum Gedanken über „ß“ oder „ss“.

    Soll doch jeder machen wie er will!

  45. ratatoullie

    naja das ß ist ja eigent­lich nur die ligatur aus dem lang-s und dem s oder z.

    bevor man sich also an das versal-s ranmacht sollte man ja viel­leicht wieder erstmal das lang-s in seiner echten minuskel- und majus­kel­form in die anti­qua­schriften inte­grieren, so blöd das auch wäre.

    aber bestimmt nicht andersrum – das ist nämlich vom sach­ver­stand irgendwie unlo­gisch und inkon­se­quent.

    mir ist es eigent­lich wurscht dass das ß durch ss ersetzt worden ist, finde aber auch, dass das ß in deut­schen retro­sa­chen wie grün­der­zeit, 3. reich, adenauer, ostal­gi­schen themen oder kohlära durchaus noch seine daseins­be­rech­ti­gung hat.

    von mir aus können sie das ß als buch­staben aber auch gleich entsorgen und nur als ligatur anbieten – eben gerade weil die schrift immer in bewe­gung ist.

    und wer zu blöd ist, aus dem ss im kontext auf die rich­tige aussprache zu schliessen, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen ;)

    wer heute nach dem versal-ß ruft, will viel­leicht morgen auch (oder heute schon), das man in der herr­li­chen teut­schen sprache netz­meister statt webmaster, heim­seite statt website und welt­weit­netz statt www sagt.

    und ein paar engli­sche worte mehr oder weniger in der deut­schen sprache ist doch pille­palle.

    ist mir jeden­falls lieber als am ange­ranzten, ewig gest­rigen fest­zu­klam­mern.

    beson­ders auch in der typo­grafie.

  46. Daniel

    Immer noch kein Streithema?
    Streitag?

  47. kai

    Falsche Rechtschreibung.[Punkt]

    So was kann man nicht schön reden. Gerade beim »ß« hat die neue Rechtschreibung einen guten Job gemacht und Klarheit geschaffen …fehlt nur noch die Klarheit bei Texten komplett in Versalien …aber das ist ja ein anderes Thema.

  48. Joachim

    Naja, auf die Rechtschreibung scheinen ja hier ohnehin die meisten zu sch*ßen (oder sch*ssen …), inso­fern läuft die Reform, ob geliebt oder unge­liebt, allmäh­lich ins Leere. Dass Schreibkonventionen (wie Klein-/Großschreibung) auch demje­nigen helfen, der das Geschriebene (oder Geschreibsel) lesen will/muss, ist ein Gedanke, der zuneh­mend fremd anzu­muten scheint – »ewig gestrig«, »retro« und »pille­palle«, Hauptsache, der Produzent bekommt seinen Text möglichst schnell und anstreng­unglos hinge­rotzt. Im Notfall wird’s die Rechtschreibkorrektur ja schon richten.

    Auch merk­würdig, dass – gerade bei Designern und Typographen – der Gesichtspunkt »je einheits-breier, desto besser« (oh Gott, nicht noch’n Buchstabe, und dann muss man ja auch noch die rich­tige Taste suchen …), damit Hand in Hand zu gehen scheint. Passt bei längerem Nachdenken aber auch ganz gut, denn die Gehirnzellen sollen ja beileibe nicht über­stra­pa­ziert werden!

    Und noch etwas scheint mir bemer­kens­wert: bin ich der einzige, der bei dem von »jahn« gelie­ferten Fake im bauchigen ›ß‹ von »genießen« die genüss­liche Assoziation des vollen Magens hat? Ist viel­leicht der Genuss beim fast food dann doch eher schon abstrakt oder ist der Zusammenhang von Inhalt und Form mitt­ler­weile auch schon ange­ranzte Vorzeit?

  49. thomas | BFA

    also die asso­zia­tion ß = voller bauch finde ich wirk­lich etwas arg platt. das würdest du nicht wirk­lich einem kunden vorschlagen?

  50. HD

    Mal am Rande: Ich gäbe etwas um eine Kette, die nachts um 5 oder 6 noch geöffnet hat, bei der es nicht nur pappige Buletten gibt, sondern gutes, gesundes, wunder­bares Essen und nette Getränke, wo man sich wohl­fühlt und wo man noch schön nach dem Tanzen etwas relaxen kann und die in etwa so allge­gen­wärtig ist wie BurgerKing und McD. Die könnten dann auch gern fünf sssss hinter­ein­ander in ihrer Werbung haben :-D. Gesundes, vege­ta­ri­sches und ökolo­gisch korrektes Non-Fast-Food als Mega-Brand-Kette scheint mir irgendwie eine Marktlücke, ich jeden­falls würde dank­barer Kunde werden – und in einer zuneh­mend vege­ta­risch werdenden und gesund­heits­be­wussten Gesellschaft muss da doch mal was kommen, oder? Fast Food MUSS nicht auto­ma­tisch Trashfood sein.

  51. Ivo

    … aber massen­kom­pa­tibel, wenn es sich verkaufen soll und damit leisten kann, mitten in der Nacht geöffnet zu haben [leider]. Du hast doch jüngst erst das Beispiel mit RTL II ange­bracht.

  52. Jussi

    Gleiches Recht für alle: wenn man das »ß« aus Gründen der eigenen Vorlieben einfach weglassen kann/möchte/darf, ist das völlig legitim. Jedenfalls genauso legitim wie bei jdm ndrn Bucstbn uc! Die »3« ist übri­gens, um 90° gekippt betrachtet, äußerst obszön – und sollte deshalb in Kinder- und Jugendbüchern stets »III« geschrieben werden.

  53. johnboy

    Ich vermute hinter solchen Schnitzern eigent­lich immer zunächst Dummheit, was viel­fach sicher der Fall ist. Ob bei McDonald’s, keine Ahnung. Grundsätzlich sollte man einfach wissen, dass das Auslassen des ß (ob zurecht oder nicht), vielen Leute auf Schludrigkeit, Nachlässigkeit oder Unwissenheit schließen lassen wird. Wer es sich leisten kann und möchte, bei manchen diesen Eindruck zu erwe­cken, nur zu.

  54. johnboy

    Ich vermute hinter solchen Schnitzern eigent­lich immer zunächst Dummheit, was viel­fach sicher der Fall ist. Ob bei McDonald’s, keine Ahnung. Grundsätzlich sollte man einfach wissen, dass das Auslassen des ß (ob zurecht oder nicht), viele Leute auf Schludrigkeit, Nachlässigkeit oder Unwissenheit schließen lassen wird. Wer es sich leisten kann und möchte, bei manchen diesen Eindruck zu erwe­cken, nur zu.

  55. ...

    Ich wollte da auch mal anfragen, wieso die das falsch schreiben. Habe aber gerade diesen Eintrag im lawblog gesehen. :)

    Ich habe mir vorge­nommen, Unternehmen, die (nicht beab­sich­tigte) Fehler der Rechtschreibung oder Grammatik haben, einfach zu boykot­tieren. Vielleicht lernen die es dann, wenn ihnen die Kunden weg bleiben. Denke aber, dass ich damit so ziem­lich alleine da stehe. :|

  56. Klopfer

    Ich wundere mich über die vielen Rufe, das ß abzu­schaffen. Gerade bei einem Thema wie dem Essen ist ein ß unver­zichtbar – soll man Cheeseburger denn in Maßen oder in Massen genießen?

  57. nadessa

    ich hab ein herz für das ß =)

  58. Rémy

    @ Klopfer: Wie wahr ;-)

    Ich hab das ß im Nachnamen, wie soll ich denn da das komplette Abschaffen finden.

  59. allo

    @24: mit ß erkenn ichs auf einen Blick, ohne muss ich erst nach­denken.

  60. Martin

    das ß ist bei mir bereits abge­schafft. statt dessen schreibe ich immer ss. das ist natür­lich nicht ganz korrekt. Aber die Reform sollte es doch verein­fa­chen und jetzt verein­fache *ich* es. Abgesehen davon würde ich mir eine weitere Regel (nicht) merken folgt eine Fehlerquote von ca 50%. Also mach ichs konse­quent zu ss und habe auch 50%.
    Schön dass (oder daß?) sich McD von mir inspi­rieren lassen hat

  61. Rusty

    Ist doch nichts Neues, dass die lieben Werber Rechtschreibung und Sprache gern mal mit Füßen treten, oft gewollt, meist wohl eher aus Unwissenheit. Und im Gegensatz zu einigen find ich es absolut nicht in Ordnung, wenn für ein vermeint­lich hübscheres Schriftbild die Rechtschreibung bewusst verletzt wird.

  62. creezy

    «Ein scharfes “ß�? ist jedoch grafisch betrachtet kein schöner Buchstabe und lässt sich nie rund in ein Wort einpassen […]»

    Hä? Und als nächstes lassen wir alle Großbuchstaben weg und das «b», weil sie die gleiche störende Versalhöhe haben und das «g», weil die Unterlänge stört oder was?

    Mannomannoman! Wirf Hirn und erschlage keine Rinder dabei!

  63. Blub

    Wenn ich das recht im Kopf habe, ist die korrekte Schreibweise in GROSSBUCHSTABEN BTW mit SS, von daher schlechtes Argument …

  64. Thaniell

    Also bei mir ruft ‚geniessen‘ intuitiv direkt die Assoziation zu ’niesen‘ hervor. Ordentlich auf den Burger geniest und ihn dann genossen ;)
    Ich hoffe für McD ich bin der einzige mit dieser Lesart *g*

    @Blub: Dann hast du da was links im Kopf. Guckst du z.B. Duden​.de

  65. Jennifer

    Ich bin auch der Meinung, dass die Zielgruppe der McDonald’s-Werbung nicht mit falscher Rechtschreibung konfron­tiert werden sollte! Wenn dann bitte richtig falsch, so dass es auch jeder sieht und merkt. Wie wär es denn, wenn ihr der lieben Frau Gudrun Lück noch den Link dieser Diskussion als Antwort schickt?

    Übrigens wirbt auch der Praktiker im TV seit längerem mit 20 % auf alles ausser Tiernahrung!

  66. MC Winkel

    Also ich finde die Erklärung schlüssig.
    Und PR haben sie jetzt auch.

    Trotzdem schmeckt der ‚M‘ scheiße. Also, „scheisse“. Was weiß ich. Weiss ich. DAMN!

  67. renko

    Die Erklärung ist schlüssig? Aha.

    Da könnte man ja auch die Rechnung aufstellen: »1+2 = 4«, weil die zwar rich­tige 3 eben keine schöne Ziffer ist und so einfach das Gesamtbild stört. Außerdem ist das bei Gastronomierechnungen gar nicht so unüb­lich und wurde auch bewusst so dort verwendet. Und, ja, in Volksschulklassen wurde es eben­falls schon so gesehen.

    Armselig sowas.

  68. D.Obachter

    7 robert­mi­chael

    Musste diese Versalien-Überschrift sein?

  69. Frank

    Was nicht passt, wird passend gemacht – auch wenn man dabei maßlos, ‚tschul­di­gung, masslos vorgeht, mit angeb­li­chem Augenmaß, ‚tschul­di­gung, Augenmass (weils halt besser ausschaut, gell?).

  70. Mark S.

    omg.
    rotfl.

    laecher­lich: wegen sowas ne Mail zu schreiben.
    humor­voll: darauf zu antworten.

    Anmerkung: ich schreibe grund­saetz­lich ss, da ich keine Lust habe jedesmal nur fuer einen Buchstaben mein Tastaturlayout auf das grau­en­volle, deut­sche Layout umzu­stellen. Das gilt auch fuer Umlaute.

  71. maxbatu

    Wieso lächer­lich? Ich finde es richtig!

    So, ich mache jetzt Veierabend und setze mich for den Vernseher – mit einem Feltins ;)

  72. Steffi S.

    In der Werbesprache gibt es eigene Regeln!
    Dazu gehört auch das Ersetzen des ß durch ss.
    Alles dient der Lesbarkeint, denn eine Werbebotschaft muss inner­halb einer Sekunde komplett verstanden worden sein…
    So wenig Worte wie möglich und so einfach wie möglich. Auch lange Worte müssen der Lesbarkeit halber mit einem Bindestrich getrennt werden, z.B. Modellbahnausstellung = Modellbahn-Ausstellung.
    Verzeiht den Werbern aber SIE MÜSSEN DAS TUN. ^^

  73. Marc

    »… Alles dient der Lesbarkeint, …«

    Welche Regeln der Werbesprache? Wo lernt man die? Wo kann man da mal nach­lesen?

  74. Roland

    >> Leider kommt es nach der Rechtschreibreform nur noch selten zum
    >> Einsatz, das Eszett.

    >Eher nicht. Die Ausweiße, Überweißungen, Hinweiße, >Altersnachweiße,
    >Vollpreiße, Kostenloßen, Gebrauchsanweißungen, Fernsehbeweiße und
    >Geißelnahmen nehmen im Internet leider über­hand.

    Ähm, wo ist da was falsch bei „Geißelnahmen“?
    Ich nehme täglich meine Geißel und geißel mich…

  75. Roland

    Mark S.
    am 5. Mai 2008 um 17.02 Uhr:
    omg.
    rotfl.

    laecher­lich: wegen sowas ne Mail zu schreiben.
    humor­voll: darauf zu antworten.

    Anmerkung: ich schreibe grund­saetz­lich ss, da ich keine Lust habe jedesmal nur fuer einen Buchstaben mein Tastaturlayout auf das grau­en­volle, deut­sche Layout umzu­stellen. Das gilt auch fuer Umlaute.

    �?а, шенн дир дие деут�?цче та�?таур ницчт геф’ллт, данн ла�?�? е�? чалт. абер нерв ницчт Леуте, дие ноцч Спрацчгефючл чабен.

  76. Ivo

    Es hat mich schon einige Mühe gekostet, das zu verstehen, Roland. Du scheinst einige der wunder­schönen kyril­li­schen Buchstaben durch­ein­ander gebracht zu haben. Obwohl ich dir mit dem Sprachgefühl grund­sätz­lich Recht gebe … ;)

  77. Jay

    Herrlich! Endlich ein Plädoyer für daß … äh… ßcharfe ß. DANKE! Ich liebte und liebe dießen Buchßtaben. Auch wenn er auf der Taßtatur ßo ungünßtig liegt. Ich vermiße ihn ßeit der Reform, er ißt ßeltener zu ßehen. Außgerechnet Werbeagenturen und ßchlecht außge­bil­dete Journalißten ßind für die größten ßprach­ver­bre­chen der letzten Jahre verant­wort­lich. Jetzt ßagt man nur noch event ßtatt Veranßtaltung, airline ßtatt Fluglinie, und wenn ich voten oder performen höre, möchte ich kotzen. Daß beweißt, daß man nicht vom Fach ßein muß, um alß Fachmann zu gelten.
    Zum Thema (ich habe mir nicht alle Kommentare durch­ge­leßen): Wenn die Firma der Meinung ißt, daß daß ß ßcheiße außßieht, dann ßollte ßie einen anderen Werbeßpruch nehmen oder alleß großßchreiben. ßo einfach ißt daß.
    Und waß kann der Kunde tun? Einfach nicht mehr dort eßen.

  78. Christoph Päper

    Hier einige Alternativvorschlge für ein wirk­lich ruhiges McSchriftbild:
    eınvax πur cenıes­se­neınvax πur cenıe­sze­neınvax πur ɢenıes­se­neınvax πur ɢenıe­sze­neınvax ɔur cenıes­se­neınvax ɔur cenıe­sze­neınvax ɔur ɢenıes­se­neınvax ɔur ɢenıeszen

  79. Tobias

    @Steffi S:
    „In der Werbesprache gibt es eigene Regeln!
    Dazu gehört auch das Ersetzen des ß durch ss.
    Alles dient der Lesbarkeint, denn eine Werbebotschaft muss inner­halb einer Sekunde komplett verstanden worden sein…“
    Diese Regel gibt es nicht. Und gerade wenn man Wert auf möglichst schnelle Erfassung legt: genießen ist (wie bereits gesagt) schneller zu verar­beiten als geniessen.

  80. Zello

    auch wenn ich hier fast ein wenig unter­gehe:

    das man anno 2006 fußball mit SS geschrieben hat, egal in welcher bedeu­tung und egal ob groß oder klein, es lag an der FIFA!
    diese hat selbst ARD und ZDF etc usw … dazu verdon­nert, alles was irgendwie zur WM gehört inter­na­tional mit doppel-S und nicht scharf-S zu schreiben.

  81. Steffi S.

    @Marc und Tobias:

    Ich bin Grafik-Designerin und habe das so an einer staat­li­chen Schule gelernt.
    Hab bisher noch keine Website und kein Buch gefunden, in denen diese Regeln explizit aufge­führt sind.

  82. Tobias

    Du wirst vermut­lich auch gelernt haben, dass Minuskeln schneller erfasst werden als Majuskeln. Und warum? Weil Ober- und Unterlängen Wörter struk­tu­rieren. In einem Wort wie „genießen“ über­nimmt das ß mit seiner Oberlänge gerade diese struk­tu­rie­rende Funktion. Da vor dem ß immer Buchstaben ohne Oberlänge stehen (dahinter oft auch), dürfte dies auch nicht nur für das von uns disku­tierte Wort gelten. (Und wenn nicht, dann wäre es immer noch nicht pauschal zu sagen.) Da das ß nicht als Ligatur, sondern als Buchstabe wahr­ge­nommen wird, wird es, wie gesagt, eher schneller denn lang­samer als ss verar­beitet. Eine Regel, die sinn­gemäß lautet „Das Ersetzen des ß durch ss erhöht die Lesbarkeit.“ gibt es nicht. Und ich gehe davon aus, dass Du mir die Regel nicht nur nicht erklären können wirst, sondern sie auch künftig in keinem Lehrwerk finden wirst. Die Ursachen für die Ersetzung liegen bei McDonald’s wohl anderswo.

  83. Nadine

    Schon reich­lich spät zwar, aber wie unglaub­würdig weil inkon­se­quent die Antwort von McDonald’s ist, fiel mir neulich beim McDonald’s meines Vertrauens auf; »Genießer« sieht offenbar mit ß nicht »unruhig« aus…

  84. maxbatu

    Volkswagen nimmt es mit der Rechtschreibung auch nicht so genau:

  85. lasti

    Die meisten werden es sowieso nicht merken. Irgendwann wird man sich darauf einigen, jedes ß durch ss ersetzbar zu machen.

  86. susn

    @lasti!: das glaubst auch nur du selbst! solange es menschen gibt, die ein ß in ihrem nach­namen tragen (wie ich), wird das ß über­leben!!! ich werd es nie zulassen, dass mein nach­name verschan­delt wird! er ist so schon selten genug (wie auch andere mit ß)!!!

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