Ehren-Designpreis 2008 für Dr. Manfred Lamy

So kommt man zu einer Exklusivmeldung: Der Einladung zum Festakt konnte ich soeben entnehmen, worüber sich die Webseite des Deutschen Designpreises noch ausschweigt: Dr. Manfred Lamy wird am 8. Februar in Frankfurt am Main als »Gestalter-Persönlichkeit« geehrt. Der Preis wird vom Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, über­geben, die Laudatio hält Klaus Jürgen Maack, Berater der Geschäftsführung von Erco.

Manfred Lamy trat 1962 mit 26 Jahren in die Heidelberger Schreibgerätefirma C. Josef Lamy GmbH ein. 1972 wurde er allei­niger Geschäftsführer und entwi­ckelte das Unternehmen zu einer welt­weit bekannten Marke. Dabei spielte das Design von Anfang an eine wich­tige Säule in seinem Strategiegebäude, sowohl für die Produkt als auch in der Kommunikation mit Geschäftspartnern und Verbrauchern.

Der Rat für Formgebung vergibt den Designpreis im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie jähr­lich an Unternehmen und Designer, »deren Leistungen sich durch ein hohes Maß an Gestaltungsqualität, Gebrauchswert, ökolo­gi­scher Qualität und Innovation auszeichnen.«


6 Kommentare

  1. Claude

    Bleibt noch die Frage ob ein Ehrenpreis genauso teuer ist wie der „Normale“… Was ist eigent­lich aus dem Gudehus-Fall geworden?

  2. Jürgen

    Ich kenne keinen aktu­ellen Status, was die Initiative von Juli Gudehus betrifft. Immerhin ist es nicht zuletzt durch Ihre Initiative gelungen, dass der Wettbewerb – gemeinsam mit 3 weiteren – auf der Schwarzen Liste von Fidius steht, eine Art »Stiftung Warentest der Designwettbewerbe«.

    Für alle, die nicht wissen worum es geht, hier noch mal die Historie:
    Juli Gudehus: Offener Brief an Minister Glos
    Gudehus-Brief: Reaktion aus dem Ministerium
    Designpreis der BRD: Thema bei WISO
    »Preis schadet dem Ansehen des deut­schen Designs …«
    Vier unfaire Designwettbewerbe prämiert

  3. Benjamin

    Ehre, wem Ehre gebührt – die Lamy-Füllfederhalter fand ich früher in der Schule immer mit Abstand am Besten, sie erschienen mir als eines der Geheimnisse einer schönen Handschrift.

    Mir fiel aber gerade mal wieder das Design des Logo des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland ins Auge – schmerz­haft – und ich fragte mich, ob das eigent­lich schon genug verrissen/debattiert wurde. Wäre das nicht ein gross­ar­tiger Anlass für ›unsere Lieblingsbeschäftigung‹ hier im Fontblog?
    [Mein Vorschlag zur Logo-Interpretation: ›Wie man das Ei am Rand einer Backschüssel besser nicht aufschlagen sollte‹]

    Was Julis Initiative betrifft (witzi­ger­weise hab ich gerade heute, weil ich zum Copyhaus in der Grunewaldstraße gera­delt bin, auch daran gedacht), da würde mich auch sehr inter­es­sieren, ob die Damen und Herren im Wirtschaftsministerium wohl so igno­rant und dumm­dreist sind und die von Juli ›aufge­deckte‹ Praxis munter beibe­halten haben?

  4. ThomasKöln

    Bisher hat kein Fachfremder, der mich nach dem Designpreiswesen fragte, verstanden, was das soll. Maßloses Erstaunen aller Orten: Für Auszeichnungen bezahlen? Wo gibt’s denn sowas?

    Respekt für Julis Aktion.

    Übrigens habe ich letz­tens bei Kollegens auf deren Website unter „Auszeichnungen“ gelesen: „Nominiert für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland“. …

  5. robertmichael

    ja, das ist ähnlich wie bei DVDs
    »nomi­niert für 3 oscars«
    oder anders der film ist ganz nett, aber für ’nen oscar hats nicht gereicht

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