Druckfrisch: »Stimmen aus dem Aquarium«

Die Werbeagentur Jung von Matt wurde vor kurzem Worldwide Agency of the Year 2008. Sie machte Sixt zur Kultmarke, propa­gierte den geilen Geiz und brachte Obi das Singen bei. Als »krea­tivste Agentur Deutschlands« steht JvM unter Dauerbeobachtung. Wenn Kritik unsach­lich wird, schießt man leiden­schaft­lich zurück, auch aus dem Glashaus. Vielleicht heißt ihr neuestes Buch deshalb »Stimmen aus dem Aquarium«.

Das große, dünne, grüne Buch bietet einen Blick hinter die Kulissen der Agentur. Wir erfahren, wie Jung von Matt entstand, wann Pater Adalbert zweimal klatschte, warum sich anders sein – egal für oder gegen wen – lohnt und wie die Kraft des Wortes funk­tio­niert. Anregend, lehr­reich, schön anzu­sehen … vor allem die Illustrationen.

48 Seiten, 30 x 42 cm, faden­ge­hef­teter Leinenband, 29,80 EUR. Bei FontShop sofort lieferbar, ohne Versandkosten.


17 Kommentare

  1. Steffen

    Wieso ist der Preis so hoch? Aus 48 Seiten entsteht norma­ler­weise auch kein Buch, sondern höchs­tens ne Broschüre.

  2. thomas | BFA

    mit 48 seiten kann man ganze reihen gestalten, die nie mehr als 48 seiten haben. buch­bin­de­risch kein problem.

    wie hoch ist denn die auflage? das zusammen mit faden­hef­tung, leinen­ein­band und ausnut­zung des druck­bo­gens ist schon teuer unter umständen. finde den preis ehrlich gesagt völlig okay.

  3. robertmichael

    bestellt! bei fontshop :)

  4. Christian

    waren die nicht im letzten Thema schon erwähnt als Urheber des genialen RWW-Logos-Schriftzuges? :-)

    Jung van Matt hatten mal einen Vortrag gehalten, wo ein Mitarbeiter die edlen, huma­ni­tären Ziele der Agentur griffig in 20 Folien zusam­men­fasste. Zur glei­chen Zeit hing in den Bushaltestellen eine Bildkampagne aus deren Haus mit etwas zu jungen, etwas zu nackten Mädchen, die nicht so recht zu den hohen mora­li­schen Meßlatten passen wollten. Der Referent hat sich nach vielen Nachfragen schließ­lich für die Kampagne entschul­digt und dann das Mikro abgestellt. :-)

  5. Dr. Schnuffel

    “Sie [i.e. die Werbeagentur] machte Sixt zur Kultmarke, propa­gierte den geilen Geiz und brachte Obi das Singen bei.” — Also unterm Strich eine vernunfts­ferne Alltagsverpesterin.
    Supi! Und von denen gibt es jetzt eine als Buch aufge­motzte Werbebroschüre, die ich mir für 30 Tacken auch noch aufla­bern lassen kann?
    Das hätten die wohl gerne.

  6. doro

    geil. für 30 mäuse bekomme ich in dem geiz ist geil elek­tronik­su­per­markt knapp zwei plastik-cds. das spar ich mir doch lieber ganz nach dem motto geiz ist geil und supporte meinen local plat­ten­dealer an der ecke… weniger ist mehr.

  7. bonk

    ich hasse webseiten, die mir sofort unge­fragt sound entge­gen­bal­lern (http://​www​.jvm​.de).

  8. robertmichael

    so an alle hater.
    ich habs heute bekommen, das buch sieht toll aus – so wie man es vom verlag hermann schmidt gewohnt ist. schönes großes format, toller lein­ein­band mit noch schö­neren illus­tra­tionen. macht richtig was her. 29,80 sind voll­kommen gerecht­fer­tigt. rein­ge­lesen habe ich noch nicht – nur kurz 2-3 seiten über­flogen, entäuscht bin ich nicht, denn die illus­tra­tionen sind jetzt schon ein augenschmaus.

    jvm ist nunmal eine leadagentur in deutsch­land, sicher machen die nicht nur tolle sachen, aber das was sie machen funk­tio­niert. siehe geiz-ist-geil. jeder weiss was damit gemeint ist, jeder kennt den spruch, nicht jeder muss es mögen. das ist werbung. die sixtkam­pa­gnen sind durchaus lobens­wert, viel­leicht nicht alle aber ein groß­teil. und die obiwer­bung rockt sowieso …
    pfff. so! :-D

  9. robertmichael

    achso. aufla­gen­höhe würde mich auch interessieren.

    das buch hat übri­gens 45 penis­dar­stel­lungen, viel­leicht ist das ja ein kauf­an­reiz, lieber dr. schnuffel.
    und die abwärme, die beim drucken dieses buches entstand, wird konse­quent zur klima­ti­sie­rung der büro­räume von druckerei und verlag genutzt. so wird auf fossile brenn­stoffe verzichtet – ein kleiner beitrag zum klimaschutz.

  10. thomas | BFA

    danke robert­mi­chael. ein kleiner »wutplatzer« war wirk­lich über­fällig hier.

  11. Dr. Schnuffel

    “29,80 sind voll­kommen gerecht­fer­tigt. rein­ge­lesen habe ich noch nicht” — —
    — Nach genau dieser lurch­ar­tigen Logik sind wohl auch gutes Essen “lecker”, ansehn­liche Bilder “ein Augenschmaus”. Und 45 Penisdarstellungen sowieso was? Richtig: ein “Kaufanreiz”.

    Was für eine Stummelsprache.

    Ein “Kommunikationskünstler” (wie irgend­je­mand sich und die seinen hier neulich bezeichnet hat) sein zu müssen & das auch noch gut zu finden — das muß die Hölle sein.
    Von der ich aller­dings bitte nichts mehr wissen möchte.

    Roger, over & sowas von out!

  12. Jürgen

    Von der ich aller­dings bitte nichts mehr wissen möchte. 

    Es zwingt Dich niemand, das zu lesen …

  13. thomas | BFA

    dr. schnuffel ist doch auch mal ein kandidat für freitag oder? der oder die oder das dr. schnuffel hat doch bestimmt die eine oder andere kampf­these zur hand. wer austeilt, muss auch einste­cken können.

  14. Jürgen

    Leider ist Dr. Schnuffel bran­chen­fremd und hat keine Ahnung von Design. Das Fontblog zu verfolgen muss ihn zwangs­läufig frus­trieren. Warum er sich das antut ist mir ein Rätsel.

  15. robertmichael

    So, ich habe rein­ge­lesen. die texte sind gut, ich hätte auch mehr dafür bezahlt. nein ich habe kein iphone.
    haben sie, herr doktor, über­haupt schonmal in das buch gesehen um sich ein urteil bilden zu können?

    @ jürgen, das macht doch nichts, dass er bran­chen­fremd ist, auch wenn es einiges erklärt. aber er könnte doch was über klin­gel­ton­wer­bung schreiben, am besten ein pro, den sonst kommt keine diskus­sion auf.

  16. Jürgen F.

    Die Texte sind gut? Wie überraschend?!

  17. Jürgen

    Der Satz »Die Texte sind gut?« sagt alles … wenn Du nur die 14 Kommentare davor gelesen hättest, Jürgen F.

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