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Für immer und ewig: House-Archivboxen

House-Boxen bei FontShop

Die »Alphabet-Box« von House-Industries schafft eine ästhe­ti­sche Umgebung für A4-Unterlagen, wie Rechnungen und Garantiescheine, Retro-Equipment an dem Ihr Herz hängt oder Ihre Buntstift-Sammlung. Geschützt durch Gehrungsecken, eine doppel­wan­dige Konstruktion und knusprig-unschwe­di­sche Key-Visuals, bestehen die House-Archiv-Boxen strengste physi­ka­li­sche und opti­sche Ansprüche an private wie öffent­liche Archiv-Umgebungen. Wer es in den House-Box schafft, über­steht für lange Zeit jede Entsorgungswelle! 

3er Set; Aufbaumaße: T 40 x B 31,5 x H 22,5 cm; doppel­wan­diger Karton, inkl. Deckel, faltbar. Drei Stück für 34,51 Euro + Versandkosten oder + Buch, ohne Versandkosten. Hier bestellen …   


In den Rechner zeichnen

Beginnen Sie den krea­tiven Akt doch mal klas­sisch, mit Stift und Papier. Der digi­tale Inkling Stift erlaubt es Ihnen, mit einem Kugelschreiber auf jedem Papier zu zeichnen. Während Sie skiz­zieren, werden Ihre Striche elek­tro­nisch erfasst und später als Raster- oder Vektor-Grafik direkt in Ihr bevor­zugtes Grafikprogramm expor­tiert. Scannen entfällt. Sie können sogar auf Knopfdruck während des Zeichnens Ebenen erfassen, um Roh- und Final-Entwürfe sauber zu trennen und alle Stadien Ihres Entwurfes zu sichern und zu doku­men­tieren. 

Inkling Digitalstift

 

Vom Blatt direkt in den Computer: Die Inkling Software Sketch Manager sorgt für den direkten Transfer Ihrer Zeichnungen auf den Rechner

Der Sketch Manager verwaltet die Entwürfe und trennt einzelne Ebenen oder fügt sie zusammen. Aus Entwürfen erstellt der Sketch Manager Raster- und Vektor-Grafiken für Adobe Photoshop oder Illustrator, Autodesk SketchBook Pro oder SketchBook Designer. Per Klick über­tragen Sie Ihre Zeichnungen origi­nal­ge­treu in die Anwendung ihrer Wahl.

Zeichnen und skiz­zieren überall und auf jedem Papier
Schalten Sie den Inkling Stift ein, befes­tigen Sie den Inkling Empfänger am Papier und los geht‘s: in Skizzenbüchern, auf Servietten oder losen Blättern. Ihr Inkling Stift schreibt überall bis zu A4-Größe. Stift und Inkling-Empfänger enthalten auflad­bare Akkus, die im Inkling Lade-Etui einfach über ein USB-Kabel aufge­laden werden können. Unabhängig vom Computer können Sie mobil zeichnen, beim Kunden, im Park, Café oder unter­wegs in Flugzeug oder Bahn.

Während Sie mit dem Inkling-Stift auf Papier zeichnen oder skiz­zieren, erstellt und spei­chert der Empfänger zeit­gleich eine digi­tale Kopie Ihrer Zeichnungen für die spätere Bearbeitung. Sie können wie gewohnt mit Stift und Papier skiz­zieren und sparen die Zeit, fürs Scannen oder Nachzeichnen.

Inkling und Block

Inkling erfasst nicht nur Ihre Striche und Zeichnungen, sondern mit über tausend Stufen auch den Druck, der auf das Papier ausgeübt wird.

Inkling schafft eine realis­ti­sche digi­tale Kopie Ihrer Originalskizze – mit unter­schied­li­chen Linienstärken, die präzise und detail­ge­treu wieder­geben, wie stark Sie beim Zeichnen aufge­drückt haben. Inkling Hersteller Wacom entwi­ckelt seit mehr als zwanzig Jahren inno­va­tive Werkzeuge , damit Menschen ihre Gedanken und Ideen klarer, einfa­cher und krea­tiver ausdrü­cken können. 

Der Inkling-Stift kostet 142 Euro (+ MwSt. und Versand) und ist sofort lieferbar. Alle Details und Bestellung … FontShop Agenturbedarf …


Farbton-Punktlandung zum Sonderpreis

Wir senken den Preis für  das Farbfächer-Set aus der PANTONE Plus Serie. Bringen Sie Verbindlichkeit in die Farbauswahl und zücken Sie beim nächsten Projektbriefing souverän den passenden Fächer.

Zuverlässig über­setzt die ColorBridge Pantone-Sonderfarben für Druckprozesse oder Webseitendesign und ist das unschätz­bare Farbreferenz-Werkzeug: Color Bridge kann verwendet werden, um Pantone-Sonderfarben auszu­wählen und fest­zu­legen, um zu bestimmen, wie eine Pantone-Farbe bei der Reproduktion in CMYK erscheint oder um eine opti­male Anzeige der Pantone-Farben auf Monitoren und Webseiten zu erstellen.

Pantone PLUS Fächer coated und uncoated

 

PANTONE ColorBridge bietet Prozessfarbsimulationen aller Pantone-Sonderfarben im prak­ti­schen Fächerformat, das einen direkten Vergleich zwischen Sonderfarbe und CMYK-Annäherung auf gestri­chenem Papier ermög­licht.

Für die medi­en­über­grei­fende Farbauswahl werden HTML und sRGB-Werte zur Verfügung gestellt. Auch Farbindex, ein Tool zur Bewertung der Lichtverhältnisse und ein Farbkorrektur-Tool für digi­tale Bilder und Design-Software sind enthalten.
 
Was den Pantonefächer ausmacht
  • gedruckt entspre­chend inter­na­tio­naler ISO- Normen mit einheit­li­cher Druckschichtdicke
  • ColorChecker® -Hilfe, um fest­zu­stellen, ob für eine Farbbewertung die rich­tigen Lichtverhältnisse herr­schen
  • ColorChecker-Primer für die Farbkorrektur digi­taler Fotografien
  • gedruckt auf Standardpapier, um gängigen Druckanforderungen zu entspre­chen (gestri­chene Produkte auf 100# Papier anstatt auf 80# Papier, unge­stri­chene Produkte auf 80# Papier anstatt auf 90# Papier)
  • Papiere herge­stellt aus Bäumen, die verant­wor­tungs­be­wusst entspre­chend den FSC-Richtlinien gefällt wurden
 
Pantones ColorBridge ist der treue Farbbegleiter für Designer, Prepress-Fachleute und Drucker, denn er schafft Sicherheit im Farbraum. Beide Fächer für gestri­chenes und unge­stri­chenes Papier gibt es jetzt zum Sonderpreis von 189 statt 209 Euro (+ MwSt.), Restexemplare solange der Vorrat reicht. Alle Pantone-Produkte verschickt FontShop versand­kos­ten­frei. Zum Angebot …
 
Links
• Rextexemplare Pantone-Bridge Einzel-Fächer für gestri­chenes (coated) oder unge­stri­chenes (uncoated) Papier: je 99 Euro statt 129 (+ MwSt.), solange der Vorrat reicht.
• Überblick: versan­kos­ten­freies Pantone-Sortiment bei FontShop

Systematisch Schriften auswählen

20+1- Vergleich von ausgewählten serifenlosen Schriften

Die Auswahl von Schriften für Gestaltungsprojekte gehört zu den wirk­lich schwie­rigen Grafik-Aufgaben, beson­ders wenn ein größeres Projekt bevor­steht, hängt vieles davon ab, ob die »Richtige« zum Einsatz kommt. Das einzig­ar­tige »20+1 ​– Vergleich von ausge­wählten seri­fen­losen Schriften der letzten zwanzig Jahre« bietet metho­di­sches Rüstzeug für die Qual der Wahl. Systematisch unter­sucht und vergleicht es die darge­stellten Familien und zeigt, wie Eigenschaften heraus­ge­ar­beitet werden. Das Buch basiert auf dem von Rudolf Paulus Gorbach gelei­teten Jahreskurs Typografie an der tgm München.

Der Autor und Multimedia-Designer, Manuel Kreuzer, liefert keine fertigen Erkenntnisse, sondern hilft bei der Entwicklung von Kriterien für die Auswahl von Schriften. Das Buch zeigt 21 bedeu­tende Sans-Familien der letzten zwanzig Jahre und nebenbei ein Who-is-who zeit­ge­mäßer Satz-Schriften:

1990 Quay Sans von David Quay

1991 DTL Argo von Gerard Unger

1992 Myriad von Robert Slimbach und Carol Twombly

1993 FF Scala Sans von Martin Majoor

1994 TheSans von Luc(as) de Groot

1995 FF Din von Albert-Jan Pool

1996 FF Dax von Hans Reichel

1997 Corpid von Luc(as) de Groot

1998 ITC Officina von Erik Spiekermann

1999 Linotype Aroma von Tim Ahrens

2000 FF Fago von Ole Schäfer

2001 Compatil Fact von Olaf Leu

2002 PTL Manual Sans von Ole Schäfer

2003 FF Unit von Erik Spiekermann

2004 FF Nexus Sans von Martin Majoor

2005 Monitor von Fred Smeijers

2006 Phoenica von Ingo Preuß

2007 Candera von Gary Munch

2008 Museo Sans von Jos Buivenga

2009 Secca von Andreas Seidel

2010 Carter Sans von Matthew Carter

20 +1 Innenseiten

Aufschlussreiche Illustrationen schulen den Blick für die feinen Unterschiede zwichen den vorge­stellten Sans-Schriften und helfen typo­gra­fi­sche Schnellschüße zu vermeiden

Kreuzer beginnt seine Analyse mit einem Proportions-Vergleich: er hat die Höhenverhältnisse von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ober- und Unterlängen vermessen und gegen­über gestellt. Anschließend unter­sucht der Autor ausführ­lich Versalien und Minuskeln und präsen­tiert die Unterschiede in über­sicht­li­chen Tafeln mit Anmerkungen. Immer wieder macht er auf Achsen, Rundungen, Strichenden, Schrägen und andere Buchstabendetails aufmerksam, wodurch er den Variantenreichtum der Sans-Serifs aufdeckt.

Ein Buch für alle, die ange­sichts der Flut seri­fen­loser Schriften fast verzwei­feln oder schon immer mal die kleinen aber feinen Unterschieden in der Anatomie der Buchstaben entde­cken wollten.

Über den Autor: Manuel Kreuzer ist gelernter Energieelektroniker, hat sich zum Multimedia-Designer weiter­ge­bildet und führt seit 2004 sein eigenes Gestaltungsbüro »Manuel Kreuzer. Büro für visu­elle Gestaltung« in Hauzenberg, in der Nähe von Passau. Er arbeitet im Bereich Zeitschriften- und Buchgestaltung, Corporate Design, Webgestaltung und Fotografie. Im berufs­be­glei­tenden »Jahreskurs Typografie« unter der Leitung von Rudolf Paulus Gorbach, bei dem auch das vorlie­gende Buch als Abschlussarbeit entstanden ist, hat er die Typografie für sich als Leidenschaft entdeckt.

»20+1 ​– Vergleich von ausge­wählten seri­fen­losen Schriften der letzten zwanzig Jahre« | Manuel Kreuzer | August Dressbach Verlag • 21 x 30 cm, 144 Seiten • Schweizer Broschur | 35,51 Euro (zuzügl. MwSt., versand­kos­ten­frei)


Gestalterische Grundlagen

Der kleine Besserwisser von Silja Bilz vermit­telt Gestaltern Grundlagen. Frisch aktua­li­siert findet sich hier das fach­über­grei­fende Know-how, das die inhalt­liche und gestal­te­ri­sche Verflechtung der verschie­denen Medien und die zuneh­menden Einflüsse angren­zender Disziplinen heute Designern abver­langen.

Der kleine Besserwisser bei FontShop

Was ist ein Meta-Tag, was ein DLT? Wie groß ist eigent­lich DIN A1 in Zoll? Was beinhaltet die Einräumung eines nicht-exklu­siven Nutzungsrechts? Was bedeutet HSDPA für Smartphones und wie beein­flussen Soziale Medien einen Marketing-Mix?

Da Designer heute oft grenz­über­schrei­tend arbeiten, vermit­telt das Buch auch einen Einblick in die für sie wich­tigen unter­schied­li­chen recht­li­chen Rahmenbedingungen in Europa und den USA.

Thematisch klar geglie­dert, eignet sich das Taschenbuch hervor­ra­gend zum schnellen Nachschlagen von Begriffen, zum Einlesen in die Materie und zum Aktualisieren und Auffrischen von Fachwissen. 

Kapitelübersicht

  • Gestaltung
  • Typografie
  • Digitale Medien 
  • Produktion
  • Marketing
  • Recht und Organisation

Der kleine Besserwisser bietet neben seinem breiten Informationsangebot wert­volle Tipps für die Praxis, die von anschau­li­chen Grafiken und Illustrationen begleitet werden. Das Buch ist ein kompaktes Nachschlagewerk für Studierende und Berufsanfänger sowie ein zuver­läs­siger Begleiter für Gestaltungs- und Medienprofis in ihrem Berufsalltag.

Der kleine Besserwisser | von Silja Bilz, Die Gestalten Verlag • 12 x 16,5 cm, 400 Seiten, Paperback • 29,91 Euro zuzügl. MwSt. • versan­kos­ten­frei

hier bestellen


Medien, Räume, Installationen

Mit der Vorstellung seiner visio­nären Raumprojekte begeis­terte Joachim Sauter letzten Monat ein inter­na­tio­nales Publikum auf der TYPO London Konferenz. Gerade erschienen ist auch sein Buch ART+COM – Medien, Räume und Installationen, das durch die Entwicklung der Computer gestützten Rauminstallationen der  inter­dis­zi­pli­nären Berliner Gruppe führt.

Art+Com Cover

Die drei Autoren Joachim Sauter, Dr. Susanne Jaschko und Jussi Ängeslevä zeichnen anhand von Schlüsselprojekten die Geschichte der Neuen Medien aus der ART+COM-Perspektive nach. (Foto: die Gestalten Verlag)

Als welt­weiter Vorreiter im Spannungsfeld zwischen Kunst, Medien, Gestaltung und Informationsvermittlung präsen­tieren Art+Com die erste umfas­sende Werkschau ihrer medialen Inszenierungen im Raum. Auf über 250 Seiten stellen die Autoren bahn­bre­chende Arbeiten für Kunden wie BMW, der Deutschen Bank und Esprit und freien Arbeiten vor, die in unter anderem im Centre Pompidou, dem Shanghai Art Museum und auf der Biennale in Venedig gezeigt wurden.

Art+Com Buch, Innenseite

Der Band liefert eindrucks­voll Erkenntnisse der Vordenker, Links zu den Projekten verweisen auf eine spezi­elle Website, auf der zusätz­li­ches Film- und Bildmaterial zur Verfügung gestellt wird. (Foto: die Gestalten Verlag)

Die vom Bureau Mario Lombardo gestal­tete Monografie setzt umfang­reiche Bilderstrecken neben Textbeiträge, die die Arbeitsweise der inter­dis­zi­pli­nären Gruppe beleuchten und erlaubt neben Einblicken in die Geschichte auch Ausblicke auf die Zukunft der Neuen Medien im Raum.

„ART+COM – Medien, Räume und Installationen“ Deutscher/Englisch kostet 37,29 Euro (+ MwSt.). Bücher oder Pakete, die Bücher enthalten liefert FontShop versand­kos­ten­frei.

 


Unser Studio-Katalog 2011

Zusätzlich zu unserem Magazin fonts 16 erscheint auch der neue Studio-Katalog mit ding­li­chen Geschenken und Glücklichmachern für Designer. Sie können online blät­tern oder ihn kostenlos bei FontShop bestellen. Falls der inter­ak­tive Katalog nicht erscheint, bitte hier entlang.

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Der aktu­elle Studio-Katalog zeigt eine Auswahl von Werkzeugen und Objekten jenseits des Rechners, Studio-Titelschrift: FF Netto (2008) von Daniel Utz.

Sie suchen Geschenke für Freunde oder Kollegen? Formschöne wie nütz­liche Accessoires für den SchreibtischLesestoff oder Schreibgeräte? Sie möchten schenken oder lieber selber spielen? Oder soll es einfach etwas Nützliches sein? Unter unseren Studio Produkten findet sich bestimmt etwas Passendes. Solange der Vorrat reicht bieten wir eine Auswahl zu vorweih­nacht­li­chen Sonderpreisen an, die – bequem geor­dert – nicht nur einen großen Bogen um das Weihnachtsgetümmel gestatten sondern auch den Geldbeutel schonen.

Sternchen für das besondere Produkt

Ganz beson­ders empfehlen wir unsere Liste mit redu­zierten Büchern: Sie enthält unge­wöhn­liche Titel von inter­na­tio­nalen Verlagen, die wir direkt impor­tiert haben oder Restauflagen.

Lesen lohnt sich: Buchbestellungen und Sendungen, die mindes­tens ein Buch enthalten sind versand­kos­ten­frei …


Chinesische Schrift verstehen und verwenden

Susanne Zippel: Fachchinesisch

Wieder ein Buch aus dem Verlag Hermann Schmidt Mainz, das für die Benutzer digi­ta­li­sierter Schriften (Fonts) wie ein Ticket in die Zukunft verbucht werden muss. Es steht auf einer Ebene mit der Unicode-Bibel von Bergerhausen/Poarangan (2011, siehe auch Fontblog-Beitrag Decodeunicode – das Buch der Zeichen ist da) oder das vorzüg­liche Anatomie der Buchstaben (2006), beides Standardwerke, die lange Bestand haben werden.

Fachchinesisch ist so etwas wir die Detailtypografie (ein weiterer Schmidt-Klassiker) für den Fernen Osten, und damit ein unver­zicht­bares Lese- und Nachschlagewerk für Unternehmen und deren Partner, die nach China expan­dieren bzw. dies planen. Der Autorin Susanne Zippel gelingt eine solide. leicht verständ­liche Einführung in die Welt der Sprache und Schriftsysteme Chinas, Japans und Koreas (CJK).

Neben der präzisen Beschreibung der Markenkommunikation von Unternehmen, die im chine­si­schen Markt bereits Fuß gefasst haben, erschließt Zippel die Regeln für rein chine­si­schen, aber auch für multi­lin­gualen Satz, gibt wert­volle Praxistipps und legt mit Typo-Checklisten und Typografie-Wörterbuch einen Leitfaden für die fern­öst­liche Textgestaltung vor.

China boomt, das sehen neben inter­na­tio­nalen Konzernen zuneh­mend auch klei­nere Unternehmen und mutige Kreative als ihre Chance. »Nachhaltige Kommunikation mit den umwor­benen Zielgruppen in Fernost wird nur dann erfolg­reich, wenn diese sich auch visuell respekt­voll ange­spro­chen fühlen« schreiben die Verleger Karin & Bertram Schmidt-Friderichs im Vorwort. Um Märkte zu erschließen, muss man deren Schriftsysteme verstehen und anwenden können. Susanne Zippel leistet hier Pionierarbeit.
Fachchinesisch, Doppelseite Einleitung, Susanne Zippel
Zwischen Auftakt und Anhang vermit­telt sie in vier Kapiteln auf knapp 300 Seiten die Grundlagen für erfolg­reiche Kommunikation mit der neuen Zielgruppe. »Funktion und Geschichte« beleuchtet die chine­si­sche Schriftsprache, was sie ausmacht und ihre jahr­hun­der­te­lange Anwendung in Japan, Korea und Vietnam. Anschließend, im Kapitel »Buchstaben und Schriftzeichen«, vergleicht Zippel unser grapho­lo­gi­sches System mit dem der chine­si­schen Schrift – zwei Schreibwelten, die kaum unter­schied­li­cher aufge­baut sein könnten.
Im dritten Kapitel, »Zeichensatz und Font«, folgt die prak­ti­sche Anwendung der CJK-Fonts, ihres Aufbaus und der Funktion der zehn­tau­send enthal­tenen Zeichen für zwei Leserichtungen. »Typografie – aber wie?« geht ins typo­gra­fi­sche Detail. Zippel führt kompe­tent durch die Architektur eines bilin­gualen Dokuments und stellt eine Checkliste bereit, die chine­si­sche Sprachkenntnisse über­flüssig macht. Sie beant­wortet alle Fragen die auftreten, wenn viel­spra­chige Ansprüche an den Textsatz gestellt werden und wie man sie erfüllt.

 

Eine Einleitung, die Fallbeispiele früher China-Expandeure (z. B. Volkswagen, Audi oder Siemens) darstellt, sowie ein ausführ­li­cher Anhang  mit einem über­set­zenden Index zur deutsch-chine­si­schen Typografie machen das Buch zu einem uner­setz­li­chen Ratgeber für jeden Entrepeneur, den es ins Reich der Mitte zieht.
Fachchinesisch, Doppelseite Corporate Identity Beispiele, Susanne Zippel

 

Die Einführung betrachtet auf je einer Seite, wie Unternehmen, die bereits nach China expan­diert haben ihr Corporate Identity nach dem zu neu zu erschlie­ßenden Markt ausge­richtet haben. Beispiele, wie die aufwän­dige Übersetzung der Marke »Volkswagen«, beleuchten die komplexen Anforderungen an das Erscheinungsbild.

Fachchinesisch, Doppelseite Chinesische Zeichen, Susanne Zippel
Das Kapitel »Buchstaben und Schriftzeichen« erforscht die Pinselführung beim Schreiben chine­si­scher Zeichen. Der Suzhouer Kalligrafiemeister Wang Jianwei illus­triert eine Einführung in die tradi­ti­ons­reiche Kunst der chine­si­schen Kalligrafie – Grundlage des chine­si­schen Schriftsystems. Ausnahmsweise ließ er sich von der Autorin dazu über­reden, »Nachhaltigkeit und Ewigkeit« zu zeichnen (rechte Seite), ein elemen­tares Zeichen, das gewöhn­lich als Vorlage für die »Acht Prinzipien der Strichführung« dient. Nach Meinung des passio­nierten Kalligrafen zu einfach, um auch nur die Grundbegriffe der chine­si­schen Kalligrafie zu erklären.
Fachchinesisch, Doppelseite Chinesischer Satz, Susanne Zippel
Im Kapitel Zeichensatz und Font stellt die Autorin Satzmerkmale von latei­ni­schen und CJK-Schriften gegen­über. Während sich latei­ni­sche Buchstaben aus den geome­tri­schen Grundformen ableiten und Lautwerte beinhalten, basieren chine­si­sche Schriften auf bild­li­chen Darstellungen von Dingen. Im Satz glei­chen chine­si­sche Fonts Tabellenschriften, deren Blockcharakter in bilin­gualen Texten häufig von einge­scho­benen latei­ni­schen Zeichen durch­bro­chen wird.
Auch wie diese gestal­te­ri­sche Herausforderung gelöst wird, zeigt Susanne Zippel anhand anschau­li­cher Beispiele und kennt­nis­rei­cher Tipps. Eine weitere Besonderheit: Am rechten Seitenrand ziehen sich Schriftmuster der belieb­testen chine­si­schen Fonts durch das Buch. Sie enthalten neben der Einordnung in Klassen und Gruppen und Textbeispielen in verschie­denen Schriftarten auch Bezugsquellen.
Den gesamten Band kenn­zeichnet die Liebe zum Detail bis hin zum tempel­för­migen Barcode auf der Rückseite. Nicht zuletzt die vom Verlag Hermann Schmidt gewohnt aufwän­dige Verarbeitung des Buches mit Leinenrücken, Foliendruck und zwei farbigen Lesebändchen machen es zu einem Nachschlagewerkm das man gerne zur Hand nimmt.

 

Über die Autorin: Susanne Zippel pendelt zwischen den Welten. Sie lebt und arbeitet seit 1990 mit Unterbrechungen insge­samt neun Jahre in Japan und China. 1991, noch in Japan lebend, beginnt die ausge­bil­dete Schriftsetzerin und Fotografin ein Studium im Fachbereich Kommunikationsdesign an der renom­mierten Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Fünf Jahre später, zurück in Deutschland, gründet sie das Designbüro Logoß, das bis heute besteht und namhafte Kunden wie Mercedes-Benz oder den Reclam Verlag zu seinen Auftraggebern zählt. Seit Anfang 2006 lebt Susanne Zippel im südwest-chine­si­schen Suzhou, nahe Shanghai. Neben dem notwen­digen Erlernen der chine­si­schen Sprache widmet sie sich vor allem weiterhin intensiv dem Thema der multi­lin­gualen Typografie. Mit chine­si­schen Partnern gründet sie 2009 das Beratungs- und Designbüro Mittelpunkt • Zhongdian.

 

 

Susanne Zippel: Fachchinesisch Typografie, 2011 Verlag Hermann Schmidt Mainz, 296 Seiten, Format 24,5 x 32 cm, foli­en­ge­prägter Halbleineneinband, ISBN 978-3-87439-818-3, 98,00 €
 

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