Axel Springer sperrt www​.bild​.de für iPad-Leser

Mit dem Erscheinen der BILD-App hat der Verlag Axel Springer gestern das eigene Online-Angebot unter www​.bild​.de für iPad-Nutzer gesperrt. Stattdessen leitet der Safari-Browser den Besucher auf die Werbeseite bild​geh​tapp​.bild​.de weiter (Abbildung oben). Ein weiterer Fingertip führt direkt in den App Store zur 79 Cent teuren iPad-App. Mit dem Apple iPhone lässt sich die mobile Bild-Website jedoch wie gewohnt mit dem Safari nutzen.

Um die Bild-Website wie gewohnt auf dem iPad zu nutzen, empfiehlt das Computer-Magazin Chip den alter­na­tiven Browser Mercury Web Browser Lite (kostenlos). Dieser erlaubt in den Einstellungen die Manipulation der User-ID, indem man bei »Identify Browser as« zum Beispiel Opera, Firefox oder einen anderen Browser eingibt, der bei Axel-Springer als Nicht-iPad-Browser iden­ti­fi­ziert wird.


47 Kommentare

  1. Valentin

    Tipps, BILD weiterhin aufrufen zu können. Das ist schon eher traurig.

  2. Jürgen Siebert

    Ich finde es eher traurig, wenn ein Verlag die Freiheit im Netz regle­men­tieren möchte – selbst wenn es sein eigenes Produkt betrifft. Messen wir neuer­dings mit zwei­erlei Maßstäben?

  3. Sebastian Nagel

    Großartig … die Anwender-Vorteile eines geschos­senen Systems sind evident.

  4. Johannes

    Ganz ehrlich! Wollt ihr diese Seite nicht lieber in BILD- und AppleBlog umbe­nennen? Dann muss ich, als jemand der sich für Gestaltung inter­es­siert nicht mehr vorbeischauen.

  5. Sebastian Nagel

    @Johannes: es geht ja in diesem Beitrag eigent­lich um Medien, Inhalte, Distribution von Inhalten, etc. (eben diesmal anhand von iPad und Bild).
    Das hat zwar nicht unmit­telbar mit Gestaltung zu tun, aber letzt­lich eben doch – wir gestalten ja Inhalte und letzt­lich auch die Distribution mit, und momentan geht der Trend offenbar dahin, das freie Internet über proprie­täre Endgeräte und deren Möglichkeiten wieder einzu­schränken – darüber zu berichten halte ich für legitim. Die Verlage jubeln, die Konsumenten ärgern sich (viel­leicht), und wir Gestalter stehen dazwischen.

    (Ist denn eigent­lich die Online-Werbung in der App-Version der Webseite im Gegenzug weg, oder darf ich sowohl direkt als auch indi­rekt bezahlen?)

  6. Sven

    @Jürgen: Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass Bild unterste Schublade ist – und solchen Content möch­test du der Menschheit auch weiterhin zugäng­lich machen?

    Mal abge­sehen davon: welcher Fontblogleser liest denn gleich­zeitig Bild Online? Allein die Vorstellung macht mir Angst.

  7. Mart

    Ich finde den Schritt des Axel Springer Verlages gut und richtig – weil sie dadurch hoffent­lich viele Leser verlieren werden. Jetzt sollte die Printausgabe noch deut­lich teurer werden und ich bin restlos begeis­tert von diesem Drecksblatt.

  8. Jürgen Siebert

    Danke, Sebastian. Genau das ist mein Thema.

    @Sven: Wer bestimmt, was unterste Schublade ist und was mit dieser Schublade passiert? Noch gibt es Pressefreiheit in unseren Breitengraden, auch wenn Menschen wie Du kein Problem damit hätten, sie abzuschaffen.

  9. Rudi D.

    Weg mit der Springer Presse! Der Kampf geht weiter!

  10. Sven

    @Jürgen: Also sind wir nicht alle einer Meinung? Bild ist eine wich­tige Nachrichtenquelle? Unabhängige Presse? Ist eine ernst­hafte Frage.

    Die Pressefreiheit möchte ich keines­wegs abschaffen, ich habe nur etwas gegen gezielte Volksverdummung, Förderung von Vorurteilen und Fremdenhass, Verbreitung von Fehlinformationen, etc Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

    Siehst du das anders? Ich bin für deine Gegenargumente offen.

  11. Sebastian Nagel

    Geht’s hier jetzt tatsäch­lich (wieder einmal) um die Bild und Axel Springer und wie böse die sind, oder darum, dass ein Verlag seine (voll funk­ti­ons­fä­hige) Webseite auf einem Endgerät gezielt sperrt, nur weil dieses Endgerät die Möglichkeit bietet, für das gleiche plötz­lich Geld einzufordern?

  12. Sebastian Nagel

    ok.
    1. Nieder mit der Springerpresse!
    2. Was, wenn das Schule macht? Ist das das Ende vom iPad, oder vom freien Internet?

  13. Ralf

    Ich lese manchmal Bild.

  14. Sven

    zu 2: Denke für Springer ist das eh nur ein Testballon, so viele iPads wurden in D doch noch gar nicht verkauft, dass es einen rele­vanten Teil der Leserschaft ausma­chen könnte.

  15. Indra

    Hier geht es doch über­haupt nicht um Bild oder bestimmte Gerätemarken, sondern darum, dass ein Verlag für bestimmte Nutzer den Zugang zu einem öffent­li­chen Angebot einschränkt.
    Und alles was mit der Verlagsbranche, Publikationen und Publizieren zu tun hat inter­es­siert mich. Deshalb danke ich Jürgen, dass er hier auf solche Entwicklungen aufmerksam macht. So etwas lese ich viel lieber als das allge­meine (Re-)design-bashing, das in diesem Ring sonst so gerne ausge­tragen wird.

    (Ich hätte vorher mal die Kommentare re-loaden sollen. Sebastian, 11, hat’s besser ausge­drückt, was ich meine)

  16. johannes

    Nein, nicht der Johannes von Nr. 4, sondern der neidische.
    Und hier gibt es Grund für Anerkennung: Die Kolleginnen und Kollegen bei Bild haben viele gute Ideen gehabt und sie gut umge­setzt — oder ist die Flashlupe vom Schriftmuster als iPadlupe zur Schweißflecken- und Brustvergrößerung plötz­lich bäh? Oder Artikel, die man frei­kratzen muss, weil es ja Winter ist? Oder Kreuzworträtsel zum Ausfüllen?
    Und wenn das Schule macht? Dann sind mobile Inhalte kein Zuschussgeschäft mehr, die schrei­benden und foto­gra­fie­renden Kolleginnen und Kollegen wollen ja auch von ihrer Arbeit leben können — und wir werden auch mehr zu tun haben. Warum sollte eine Zeitung denn im Internet gratis sein, es steckt doch die gleiche Arbeit drin wie in der gedruckten?

  17. Johannes

    Bitte um Entschuldigung für meinen unqua­li­fi­zierten Kommentar. Dennoch würde ich mir wünschen weniger auf Populär und Mainstream selek­tierte Inhalte zu sehen. Nur weil es viele Deutsche gern Bild lesen, macht das den Artikel für mich als Fontblog-Leser nicht inter­es­santer… im Gegenteil. Und wenn hier unter den letzten drei Beiträgen, zwei zum Thema Bild sind kann mir keiner erzählen dass das nicht selek­tiert ist sondern dem aktu­ellen Wandel in der Vermittlung von Medieninhalten geschuldet ist…

  18. Jürgen Siebert

    Und wenn hier unter den letzten drei Beiträgen, zwei zum Thema Bild sind kann mir keiner erzählen dass das nicht selek­tiert ist sondern dem aktu­ellen Wandel in der Vermittlung von Medieninhalten geschuldet ist… 

    Geile Statistik. Ich würde den dritt­letzten Beitrag nicht mitrechnen, Johannes , dann sieht das Ergebnis noch über­zeu­gender aus: Fontblog schreibt zu 100 % über die BILD-Zeitung.

  19. Phil

    Es gibt und gab schon immer Seiten, die ihre Angebote kosten­pflichtig ins Netz gestellt haben. Das bedingt meis­tens, dass die Seite dann für nicht-zahler gesperrt bleibt. Viele sind damit auf die Nase gefallen, ob es BILD auch so geht bleibt abzu­warten (ich persön­lich hoffe das, weil mir das Geschäftsmodell nicht zusagt).

    Die Besonderheit im BILD-Fall ist, dass die Seite auf anderen Endgeräten (noch?) funk­tio­niert. Da kommt man sich als iPad-Benutzer natür­lich ausge­nommen vor und ob die Leute dann noch Lust haben Geld zu bezahlen?

  20. Simon Wehr

    »Geile Statistik. Ich würde den dritt­letzten Beitrag nicht mitrechnen, Johannes , dann sieht das Ergebnis noch über­zeu­gender aus: Fontblog schreibt zu 100 % über die BILD-Zeitung.«
    Da musste ich jetzt aber mal lachen!

    Grundsätzlich darf die Bild aber wohl mit ihrer Website machen, was sie will, oder? Ich könnte ja auch meine Seite für iE-Nutzer sperren. Alleine sehr höflich ist das nicht. Und sehr clever finde ich das auch nicht!

    Und bitte: Solche Beiträge sind und waren schon immer Bestandteil des Fontblog und sollen es bitte bleiben!

  21. ralf

    wenn ich schon »Geil« lese, ist für mich der abstieg auf bild-level bereits vollzogen.

  22. Jürgen Siebert

    Die Pressefreiheit möchte ich keines­wegs abschaffen, ich habe nur etwas gegen gezielte Volksverdummung, Förderung von Vorurteilen und Fremdenhass, Verbreitung von Fehlinformationen, etc Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

    Prima. Außer gegen »gezielte Volksverdummung«, die ich für ein Phantom halte, gibt es gegen alles andere Gesetze, Rügen, Gegendarstellungen, Richtigstellungen und dgl. mehr. Es steht auch jedem frei in diesem Land, vor allem großen Verlagshäusern, einen Gegenentwurf zur BILD heraus­zu­geben. Das kann ja nicht so schwer sein, wenn diese so uner­träg­lich ist.

  23. Thomas Schmitz

    Wir sind Papst.

  24. Janni

    Schon erstaun­lich, manche Kommentare hier. Ich finde es eigent­lich selbst­ver­ständ­lich, dass man sich als in der Medienbranche tätiger Mensch (und das setze ich jetzt mal bei den meisten Lesern dieses Blogs voraus) mit den Entwicklungen rund um eines der einfluss­reichsten Medien dieses Landes ausein­an­der­setzt. Völlig egal, was man inhalt­lich von der BILD hält: Sie einfach zu igno­rieren, zeugt, nunja, vor allem von einer ausge­prägten Ignoranz.

    Zum Thema:
    Nach wie vor sucht man in der Verlagsbranche nach einem Weg, auch in Zukunft noch Geld mit seinem Produkt verdienen zu können. Das ist eine exis­ten­zi­elle Frage, egal ob man jetzt die BILD, den Spiegel oder irgendein klei­neres Fachmagazin heraus­gibt. Dass das Hauptgeschäft sich ins Digitale verla­gert, ist inzwi­schen allen bewusst und Strategien hierzu werden seit Jahren auf breiter Front vorbe­reitet – wobei die Bildzeitung da durchaus als Vorreiter zu bezeichnen ist. Auch wenn ich persön­lich niemals auch nur einen Cent für die BILD bezahlen würde – bei anderen Publikationen wäre ich durchaus bereit dazu.

    Das iPad ist bei allem Erfolg zwar nach wie vor ein Nischenprodukt – aber die Strategie, erst ein medi­en­ge­rechtes Bezahlangebot via App zu schaffen und dann die Webbrowser-Gratisversion einzu­stellen, halte ich für konse­quent. Könnte durchaus beispiel­haft sein für weitere Verlage – und auch für die Medien, die auf das iPad folgen werden.

    Dies alles hindert niemanden daran, weiterhin redak­tio­nelle Inhalte im Internet gratis zu veröf­fent­li­chen. Aber die, die davon auch leben wollen, sind nun mal auf neue Vertriebsmodelle ange­wiesen – sonst siehts nämlich wirk­lich bald finster aus mit der Pressefreiheit.

  25. Jürgen Siebert

    @ ralf: Geil, geil, geil, …
    @ Thomas Schmitz: Darf ich dein »Pabst« korri­gieren, oder ist das irgendwie ironisch gemeint … zum Beispiel im Sinne von BILD-Leser können kein Deutsch.

  26. hannes

    @10: großes schweigen wie du siehst. ; )

  27. Simon Wehr

    Haben wir eigent­lich ein Recht darauf, dass jede Tageszeitung ein überall und kosten­frei abruf­bares Internetangebot vorhält? Oder anders gefragt: Sollten wir ein Recht darauf haben?

    Und hier zum Bekenntnisteil: Ich habe auch schon mal eine Bild gekauft! Und auch eine taz! Ihr könnt Euch jetzt aussu­chen, für welchen Kauf Ihr mich steinigt …

  28. martin

    darauf aufbauend gibts sicher bald das BILDpad, die neue volksbibel

    @topic: Das iPad scheint das Ende der freien Information zu sein … mit dem Ding wird man sicher bald für alle großen Websiten zahlen oder besser sie kicken den Safari raus und ersetzen alles durch den Appstore!

  29. kumi

    @ 27 hannes:

    Nö, er hat schon recht :-)

    Max Goldt schrieb mal vor Jahren:

    »Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesell­schaft­lich absolut inak­zep­tabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freund­lich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreund­lich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.«

    Mal abge­sehen davon, dass ich ihm in weiten Teilen Recht gebe (es ist sicher nicht falsch, sie zu lesen und ggf. zu analy­sieren, nieder­trächtig ist sie allemal), scheint mir die Aktion der Bild eine Retourkutsche der beson­deren Art zu sein:

    http://​www​.hori​zont​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​d​i​g​i​t​a​l​/​p​a​g​e​s​/​p​r​o​t​e​c​t​e​d​/​i​P​a​d​-​m​i​t​-​A​b​o​s​-​v​e​r​k​a​u​f​e​n​-​A​p​p​l​e​-​v​e​r​b​i​e​t​e​t​-​V​e​r​l​a​g​e​n​-​d​a​s​-​K​o​m​b​i​-​P​a​k​e​t​_​9​6​7​4​2​.​h​tml

  30. kumi

    Ach ja: Geil und noch­mals Geil! :-)

  31. Balthier9999

    Eigentlich schon eine kleine Frechheit, das sonst kosten­lose Angebot der Website einfach so zu blockieren und für eine App Geld zu verlangen. In normalen Web ist das nicht möglich, das geht nur mit Apple. Andererseits: Wenn ich mir die Klientel anschaue, frage ich mich schon: Besitzt der Bild-Leser über­haupt ein iPad? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein rele­vant großer Prozentsatz die Bild über das iPad liest; aber ich kann mich auch irren. Aber ange­nommen es wäre so: Rechtfertigt der vermut­lich kleine Prozentsatz den Aufpreis? Ich glaube nicht; schon gar nicht, wenn man mit einem alter­na­tiven Browser die Website kostenlos aufrufen kann.
    Seltsame Entscheidung von Axel Springer, finde ich.

    PS: Ich lese keine Bild. Dennoch nehme ich sie ernst; Bild-Ressentiment ist, mal ehrlich, Standard, der Bild-Leser hasst sie viel­leicht selbst sogar.^^ Bild bedient eine Zielgruppe, die sonst keine Zeitung erreicht.
    Außerdem geht es nicht um Bild an sich, sondern um die Strategie, iPad-Leser zahlen zu lassen. Hier geht es um Apple, um proprie­täre Medien, usw. Bild hin oder her.

  32. Peter

    Genau das ist eben das Seltsame … wenn ein Verlag sagt, wir möchten mit unseren Inhalten auch im Netz unmit­telbar vom Leser Geld sehen, gäbe es dafür ja Möglichkeiten, das jetzt und sofort auf allen Betrachtungsmedien umzusetzen.

    Aber Bild *hat* ja ein kosten­loses Angebot im Netz, und es würde auf dem iPad so gut funk­tio­nieren wie auf anderen Betrachtungsmedien. Aber weil man es auf dem iPad selektiv machen kann, wird der Zugang dazu versperrt und statt­dessen eine App ange­boten. Und ich frage mich, was der Sinn dahinter sein soll.

  33. Janni

    Genau das ist doch der Punkt: Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass es eben nicht funk­tio­niert, wenn ein Verlag alle digi­talen Angebote komplett auf Bezahlinhalte umstellt. Dann weichen die Leser einfach auf andere Anbieter aus.

    Mit dem iPad und seinen Apps gibt es jetzt aber ein Medium, bei dem User eher mal geneigt sind, Geld zu bezahlen. Nicht für alle Apps, nicht viel, aber immerhin hier und da. Offenbar weil sie zumin­dest einen Hauch von Mehrwert verspüren im Vergleich zu einer „normalen“ Website. Und genau da setzt die Bildzeitung jetzt an.

  34. ganzunten

    Tja. Wer mit dem Teufel tanzt, muss eben warten bis das Liedchen zu Ende ist.

    Das ist erst der Anfang und war meiner Meinung nach auch abzu­sehen. Im Grund genommen ist auch Apple Boykott des Flash-Formates nichts weiter als die Blockade von kosten­losen Games und RIAs.

    Als Gestalter sollte man sich natür­lich mit dieser Entwicklung beschäf­tigen. Als halb­wegs intel­li­genter Mensch muss man diese ganze App-Store-Monopolisierung aber grund­sätz­lich ablehnen. Egal wie geil. Egal wie schön.

  35. ganzunten

    @Janni: Das ist aber nicht der Punkt. Jedenfalls sehe ich das anders. Jeder Anbieter hat das Recht zu entscheiden ob das Angebot werbe­fi­nan­ziert (frei und kostenlos ist hier ja sowieso nichts!) oder direkt bezahlt werden muss. Aber diese Bild-Masche ist extrem unge­recht. Dann soll Bild die Website komplett dichtmachen.

  36. maegashira

    Jetzt frage ich mich nur: wie groß ist eigent­lich die Schnittmenge von iPad-Besitzern und Bild-Lesern? Und über­haupt: wie kommt die Bild über­haupt durch Apples ‚Qualitätskontrolle‘?

  37. ThomasG

    Ey voll GEIL! Endlich BILD für iPad!

  38. Pascal

    Hey, wusste garnicht dass ich mich hier im auto­nomen Zentrum befinde. Soviel Radikalismus ggüber einer Zeitung, wahn­sinn. Woher der Zorn? Bild ist Teil der Medienlandschaft und ich freue mich sehr darüber, dass Jürgen hier auch die Branchenrelevanten Themen aufgreift. Denn wer will die Aussage verwei­gern, dass das iPad eine sauwich­tige Entwicklung in der Medienbranche sein könnte. Das der Springer Verlag, wenn er sein bestes Pferd im Stall (auch wirt­schaft­lich) ins Rennen schickt, keine Relevanz für diesen Blog hat ist doch wohl bitte mehr als igno­rant. Vollkommen unab­hängig von der Tatsache, welche Zeitung ich oder die anderen hier morgens lesen, darf doch wohl disku­tiert werden, ob es der rich­tige Weg ist online Inhalte nur noch bezahlt zur Verfügung zu stellen oder eben weiterhin auf umme. Da hängt unsere ganze Branche dran. Wird Journalismus in 10 Jahren, wenn die Printverkäufe weiter gesunken sind noch bezahlbar sein, oder besteht unser Informationssystem aus Copy and Paste. Ich muss ganz ehrlich sagen, es geht mir hinten vorbei, ob das jetzt am Beispiel Bild ange­spro­chen wird oder FAZ, mich inter­es­siert in erster Linie, was sind die verschie­denen Strategien die die Verlage jetzt versu­chen durch­zu­setzen und wie stehen wir dazu. Ich persön­lich halte diesen Schritt für ausser­or­dent­lich gewagt, da man damit natür­lich wirk­lich selek­tiert und viele Leute ganz abspringen werden-ob sich das auch finan­ziell lohnt ist für mich echt die Frage-denn höherer Traffic auf der Seite sidn auch gleich mehr Werbeeinnahmen ob die Leute die die App bezahlen das kompen­sieren können frag­lich. Superspannendes Thema jeden­falls und ein abso­lutes PRO dass Jürgen es hier bringt. Denn wenn Bild die einzigen sind, die solche Vorstösse wagen, dann ist es unab­hängig von der Frage ob man sie liest oder nicht, wichtig das zu beob­achten. Davon abge­sehen werden jetzt vermut­lich einige Radikale sagen, dass Bild kein Journalismus ist und keine Pressefreiheit geniessen sollte, aber da sind wir wieder in einer Diskussion, die so unsach­lich ist, dass ich dazu noch nicht einmal Lust habe Stellung zu beziehen. Jedenfalls Danke für diese Beiträge…

  39. Thorsten

    ich frage mich ehrlich, ob es dumm­heit oder arro­ganz war, die dich zu dem letzten satz in dem artikel verleitet hat. jeden­falls lässt er tief blicken. wenn man ein ideologe/demagoge ist, weil man sich nicht mit denen gemein machen will, die ihr salär damit verdienen, dass sie menschen bloß­stellen, vorführen und verächt­lich machen, dann bin ich gerne einer. sicher, bild ist nicht das einzige medium dieser art, aber es ist wohl das widerwärtigste.

  40. Janni

    @36 ganz­unten: Ich gebe Dir recht, dass es viel­leicht nicht die ganz feine Art ist, den iPad-Usern die Webversion zu sperren und dass auch frei zugäng­liche Onlineangebote ange­sichts von Werbebannern nicht wirk­lich „gratis“ sind. Fakt ist aber auch, dass sich inzwi­schen erwiesen hat, dass jour­na­lis­ti­sche Angebote nicht allein durch Online-Werbung refi­nan­zierbar sind. Einige Verlage haben in der letzten Zeit darauf reagiert, indem sie ihre Webangebote wieder als paid content anbieten (z.B. die Londoner Times). Die Bildzeitung geht mit ihrer App einen anderen Weg. Ich finds jeden­falls span­nend zu beob­achten, ob sie damit Erfolg haben wird.

  41. Ratzinger

    Was ist an »Pabst« jetzt korrekt bzw. korrigiert?

  42. Ratzinger

    Er hat sich für die Korrektur doch schon bedankt … :)

  43. Jürgen Siebert

    Ich hab das jetzt korri­giert, weil ich glaube, dass es nicht ironisch gemeint war.

  44. Flint

    … jaja da sind sie wieder die halb­her­zigen welt­ver­bes­serer. jeder halb­wegs medi­en­af­fine mensch sollte sich mit der aufla­gen­stärksten zeitung in deutsch­lands ausein­ander setzen und wer glaubt das die bild jemals ein seriöses blatt wird glaubt bestimmt auch noch an den weih­nachts­mann. bild dient einzig und allein der unter­hal­tung. punkt aus. ich glaube sogar das der infor­ma­ti­ons­ge­halt einer folge GZSZ höher ist.

    … aber das darf man bestimmt auch nicht gucken ;)

  45. robertmichael

    ich versteh irgendwie die ganze aufre­gung nicht, sicher­lich ist es traurig was bild da macht aber das macht doch jede andere tages­zei­tung auch. will ich hier (ohne ipad) regio­nale beiträge der säch­si­schen zeitung lesen, muss ich zahlen. ähnlich ist das bei bild über die app.
    das hier mit zwei­erlei maß gemessen wird ist klar, denn mit dem ipad kann man anscheind einfa­cher seiten sperren als für den non-ipad-user und die user die ipad und co. nutzen sind halt auch gewillt micro­pay­ments für apps zu tätigen. wenn ich das nicht will muss ich mich an den normalen rechner setzten oder zum mitbe­werber surfen. früher oder später wird man sehen was sich bezahlt macht.

    schlimmer find ich da eher die einschrän­kungen die apple von hause aus mitbringt. aber das weiß ja jeder vorher, bevor er sich ein ipad zulegt und ist ein anderes thema.

    btw. ich denke schon das viele ipad-user bild­leser sind. das ipad ist bei weiten kein spiel­zeug der oberen zehn­tau­send. früher oder später wird jeder über­zeugte iphone-user (und das sind auch schon lange keine ‚werber‘ mehr) auch ein ipad besitzen. viel­leicht nicht das der 1. genera­tion aber mit sicher­heit eines der nächsten. das ipad ist schon längst beim pöbel ange­kommmen, neulich hat sogar einer sein ipad in ’ner imbiss­bude liegengelassen.

  46. Martin

    Nicht das Ipad ist ihre Rettung, sondern Micropayment. Und auch nicht auf dem Ipad, sondern im Web. Freemium wird der zweite große Internetboom und den ersten Boom viel­leicht sogar in den Schatten stellen. „Für 5 Cent weiter­lesen, um zu erfahren in welche Aktien sie heute unbe­dingt inves­tieren sollten bevor sie sich wieder ärgern..“

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