Adobe betritt den Office-Markt

Wie Spiegel Online eben berich­tete, gab Adobe am frühen Morgen die Übernahme des Software-Herstellers Virtual Ubiquity bekannt, Hersteller der Online-Textverarbeitung Buzzword. Das Besondere an Buzzword: Es sieht immer gleich aus und funk­tio­niert gleich … egal, ob es als Programm auf dem Computer des Benutzers oder in einem Webbrowser läuft. Der Spiegel: »Weder Microsofts Word noch Googles Google Docs können dies in dieser Form.« Laut Adobe werde es schon bald möglich sein, mit Buzzword online Textdokumente zu erstellen, zu verwalten und diese als PDF auszu­geben; vor allem das gemein­same Arbeiten an einem Dokument sei für Adobe eine große und lösbare Herausforderung. Benutzer eines iPod Touch bzw. zukünf­tige Benutzer eines iPhone wissen, was Buzzword für ihre Geräte bedeutet.

Adobes FAQs zur Übernahme …


8 Kommentare

  1. David Oswald

    Für iPhone und iPod touch bringt es rein gar nichts, da es auf Flash basiert, was bisher auf dem mobilen Mac OS X noch nicht läuft. Kann aber im Januar zu MWSF sicher kommen. Glaube aber das bis dahin auch Pages, Keynote und Numbers in einer Slimversion für die Geräte zu haben/kaufen sein wird.

    Mit dem frei­ge­schal­teten TV-out, macht es das zu einer sehr mäch­tigen Präsentationsmaschine. Also weniger Laptop schleppen.

  2. David Oswald

    He, stehe ich auf dem Schlauch? Für MAcOS gibt es Flash schon länger, nur auf dem iPhone/iPodtouch gibt es kein Flash … und wird es auch ohne Apple’s OK so schnell nicht geben.

  3. Ralf Herrmann

    Da wir ja hier im FontBlog sind: Mich würde inter­es­sieren, welche Auswirkungen dieser Paradigmen-Wechsel auf die Font-Industrie hat. Denn das läuft ja ganz klar darauf hinaus, dass die Schriften dann auf dem Server laufen (damit die Dokumente von verschie­denen Nutzern bear­beitet werden können); Drucksachen werden online gene­riert usw.
    Alles »heiße« Themen wenn man sich herkömm­liche Nutzungsbedingungen anschaut.

  4. Burckhart Seifert

    Ein Paradigmenwechsel von Adobe ist diese Übernahme nicht. Vielleicht einer für Verlage – aber nur dann, wenn sie nicht schon länger mit dem InDesign Server hinter ihrem Web-to-Print arbeiten.

  5. Ralf Herrmann

    Mit Paradigmen-Wechsel meine ich nicht diese Übernahme im Speziellen, sondern den unauf­halt­samen Trend, Applikationen von einer lokalen Installation in eine Anwendung im Netz umzu­bauen. Da passt die übliche 5-CPU-in-einer-Agentur-Font-EULA nicht mehr.
    Was kommt statt­dessen? Verkauf man den Server-Betreibern riesige Multi-Lizenzen? Oder gibt es ein Pay-per-Use-System?

  6. Burckhart Seifert

    Oder die Hersteller der Server verkaufen diese zusammen mit Schrift-Lizenzen. Oder Adobe packt immer mehr Fonts aus der eigenen Bibliothek zu seinen Anwendungen und Servern dazu. Vielleicht geben die Zertifikat-Lizenz-Modelle des LiveCycle-Servers ja was her als Vorlage für solche Schrift-Lizenzen.

  7. Maurus

    Wo sind die Vorteile fuer den Benutzer wenn man nur noch Webapps verwendet? Ich bevor­zuge immer noch echte Applikationen, da sie besser in das System inte­griert sind und ich damit produk­tiver arbeiten kann. Aber viel­leicht brauchts ja bald gar kein Betriebssystem im heutigen Umfang mehr.

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