Fontblog Artikel im Juni 2010

Froh! – Wie eine WM ohne Vuvuzela

Das ausge­spro­chen ange­nehme Gesellschaftsmagazin Froh! – ich habe es schon mehr­fach lobend erwähnt (z. B Die neue »Froh!« ist da … und Die neue Froh! – Leseprobe …) – widmet sich in der aktu­ellen Ausgabe dem Thema »Finale«. Es geht um Fußball, aber aus über­ra­schender Perspektive: »Man kann mit dem Fußball eigent­lich alles verglei­chen: Die Leidenschaft, das Glück, das Drama. Man findet die großen Themen des Lebens, verdichtet auf 5000 qm Rollrasen.«, so Chefredakteur Sebastian Pranz.

Bernd Schneider erzählt, wie er vier Finale in einem Jahr verlor und warum dieses Jahr trotzdem das schönste seiner Laufbahn war. Heiko Schäfer foto­gra­fierte die Boote, in denen Menschen auf dem Weg von Afrika nach Europa ihr Leben riskieren. Der Autor und Verleger Hermann Schulz erzählt vom Fußball in einem afri­ka­ni­schen Dorf. Gesine Schwan verrät, worauf es für sie im Leben ankommt, Costa Cordalis berichtet von über­na­tür­li­chen Eingaben. Heribert Faßbender erklärt, was man nur sieht, wenn man ganz nah dran ist und in einer Reportage wird über Kairos größten Slum berichtet, in dem der Abfall der Stadt eine zweite Chance erhält.

Außerdem gibt es in bester Froh!-Tradition wieder vieles zu entde­cken: Die Erfolgsrezepte großer Fußballnationen zum Selberkochen, ein Care-Paket, das sich in einen Ball verwan­deln lässt oder eine Theorie, wie unser Universum enden wird. Das Non-Profit Magazin präsen­tiert sich auf 100 Seiten durch­gängig werbe­frei und wird klima­neu­tral produ­ziert und versendet – prak­tisch wie eine WM ohne Vuvuzela.

Ihr könnt Froh! online bestellen, oder gleich um die Ecke kaufen (Bezugsquellen) und am Sonntag als Gastgeschenk zum Homeviewing mitbringen.


Verwirrung um neues Rupie-Zeichen [Update]

Internationale Finanzmedien und Blogger warteten gestern gespannt auf die Entscheidung des indi­schen Finanzministeriums, welche Form das neue Währungssymbol für die Rupie haben wird. Am Abend dann die Meldung, dass sich Finanzminister Pranab Mukherjee noch etwas Zeit erbete, um über die 5 nomi­nierten Entwürfe zu entscheiden. Zudem habe Premierminister Manmohan Singh die Wahl des Symbols zur Chefsache gemacht.

Tage zuvor machten Designer im Land darauf aufmerksam, dass sie zwar nomi­niert seien, Ihr Entwurf aber nicht unter den veröf­fent­lichten zu finden sei (ein Beispiel zeigt die Abbildung rechts). »Mein Entwurf ist nicht unter den fünf in den Medien verbrei­teten Alternativen. Ich weiß nicht, was da los ist.« sagte die Architektin Nondita Correa-Mehrotra gegen­über dem Finanzblog Rediff​.com. Nach Aussagen der Rediff-Redaktion sei ihr Entwurf einer der besten: elegant, sofort zu verstehen und sowohl im Druck als auch hand­schrift­lich gut einzusetzen.

Im März 2009 berich­tete ich hier im Fontblog über den Wettbewerb …. : Wie würdet Ihr ein Symbol für die Rupie gestalten? Die Rupie ist eine der wich­tigsten Währungen der Welt und will sich mit einem exklu­siven Schriftzeichen in die Riege von Dollar, Pfund und Euro einreihen. Es solle leicht zu schreiben sein sowie den Geist und die Kultur Indiens widerspiegeln.

[Update] Erik Spiekermann hat mir gerade diese Skizze mit folgenden Worten gemailt: »Habe gerade meine alte skizze zum Rupee gefunden. Das hatte ich mal am telefon geschmiert, während mich ein jour­na­list vom BBC dazu inter­viewte. Es könnte eigent­lich ganz schnell gehen, wenn es keine auftrag­geber gäbe … ;)«.


Die eigene Handschrift als Computerfont

Der japa­ni­sche Stifthersteller Pilot hat unter www​.pilo​thand​wri​ting​.com eine Internet-Plattform einge­richtet, auf der man sich – quasi in Echtzeit – seine eigene Handschrift digi­ta­li­sieren lassen kann (Registrierung erfor­der­lich). Ich habe das eben mal auspro­biert: Formular drucken, ausfüllen, mit der Webcam einlesen, auto­ma­ti­sche Font-Generierung, schreiben, fertig. Es funk­tio­niert im Prinzip, nur das ß fehlt mir.

Der oben gezeigte Werbefilm idea­li­siert den Prozess, wie auch das Ergebnis. Eine verbun­dene Schrift lässt sich – wenn über­haupt – nur mit viel Nacharbeit errei­chen. Aber der Service ist auf jeden Fall eine tolle Spielerei.


Microsoft-Webfont-Testseite

Microsoft hat gestern die dritte Vorabversion des Internet Explorer 9 veröf­fent­licht und für Entwickler zum Download frei­ge­geben. Die finale Version von IE 9 soll Ende 2010 für Windows Vista und Windows 7 erscheinen. Der Browser wird Webstandards wie CSS3 und HTML5 besser unter­stützen, die Ausführung von JavaScript soll deut­lich schneller werden, das direkte Anzeigen von Videos über HTML5 wird imple­men­tiert und der neue Webfont-Format WOFF. Mehr über das dritte IE9 Platform Preview auf dieser Microsoft-Blogseite.

Ebenfalls neu ist eine IE-Webfont-Testseite, auf der Microsoft die Bildschirmqualität demons­triert. Zum Einsatz kommen Webfonts aus den Bibliotheken von Monotype, Ascender, Typotheque und FontFont (u. a. FF Unit Slab Web, FF Meta Web, FF Prater Script Web und FF Tisa Web). Selbstverständlich kann man diese Seite auch mit Firefox 3.6.3 ansehen, um in den Genuss der einge­bettet WOFF-Fonts zu kommen. (Anmerkung: In eine Fußnote ist fälsch­li­cher­weise von Offc-FontFonts die Rede, also den Office-Fonts, tatsäch­lich kommen die Woff-FontFonts zum Einsatz, also die bild­schirm­op­ti­mierten Webfonts).


Fußball-Legionäre

Gestern stellte ich auf Twitter die kniff­lige WM-Frage: Welche drei der folgenden Teams haben keine Legionäre* im WM-Kader: Portugal, Italien, Spanien, Frankreich, England, Deutschland. Es kam nur eine rich­tige Antwort. Und Alois Gstoettner (@_alois) machte mich auf diese Infografik aufmerksam, die sich der glei­chen Frage widmet. Sie wurde auf der brasi­lia­ni­schen Fußball-Site www​.estadao​.com​.br veröffentlicht.

Die Antwortet lautet übri­gens Italien, England und Deutschland. Bei Italien ist die Einstellung zu Legionären im Nationalteam mehr oder weniger Politik, bei England und Deutschland ergab sich diese Situation, weil zwei Stammspieler kurz­fristig ausfielen bzw. nicht nomi­niert wurden (Ballack und Beckham).

* im Fußball: Profis, die nicht im Heimatland unter Vertrag stehen

Die Abbildung in Originalgröße auf  www​.estadao​.com​.br …


✪ TYPO-Tasche 2010 für 29,– 19,– €

Sie ist silbern, sie ist groß und besitzt viele Fächer. Wir haben sie auf Herz und Nieren geprüft, für gut befunden und für die Besucher der TYPO 2010 ausstaf­fiert. Als »Stern der Woche« sind jetzt wenige Exemplare der offi­zi­ellen TYPO-Tasche für 19 € statt 29 € erhältlich.
Technische Daten: 47 x 35 cm, Nylon, silber­farbig, einsei­tiger Siebdruck, viele Taschen, Reißverschlusstasche innen, Volumen durch Reißverschluss erwei­terbar. Zur Bestellung auf www​.font​blog​.de …


Horst kommt nach Bremen

Anfang Juli wird in Bremen von Studierenden der HfK eine Galerie namens »HORST« ist Leben gerufen. HORST ist ein tempo­räres Galerieprojekt, dass vom 2. bis 11. Juli in das ehema­lige Kabawerk auf dem alten Kaffee-HAG Gelände einzieht. Dort wird HORST an 3 Terminen ehema­ligen und derzei­tigen Studenten der HfK die Möglichkeit bieten, auf der über 1000 qm großen Fläche auszu­stellen. Es darf mit den verlas­senen Hallen und Räumen gear­beitet und gespielt werden, so dass am Ende unter­schied­liche Raumkonzepte mit perfor­mance­ar­tigen Beiträge zu sehen sind.

Nicht nur die Fachbereiche Kunst und Design sind betei­ligt. Der Fachbereich Musik ist ebenso mit zahl­rei­chen Darbietungen von Klassik und Jazz hinzu Soundinstallationen vertreten. HORST versucht die über 80 Teilnehmer aus Kunst, Design und Musik an einem Ort zusam­men­zu­bringen und sowohl eine neue Hochschulkultur entstehen zu lassen, als auch an die verges­sene Industriegeschichte des beein­dru­ckenden HAG-Areals zu erinnern.
Weitere Informationen unter: horst​-gale​rie​pro​jekt​.blog​spot​.com


Web-FontFont-Aktion, bis 17. Juli 2010

Jetzt 1700 Web-FontFonts. 30 % Kennenlernrabatt für Print-FF-Kunden!

Typografie-Thema des Jahres ist die Schriftdarstellung am Bildschirm, vor allem in Webseiten. Seit wenigen Monaten werden hierfür spezi­elle Webfonts ange­boten. Endlich sind Internetdesigner nicht mehr allein auf die wenigen Systemschriften ange­wiesen, die bei allen Website-Besuchern instal­liert sind. Webfonts werden mit den Elementen einer Website gesendet, so dass erst­mals HTML-Texte für alle Besucher die gleiche, indi­vi­du­elle Typografie aufweisen können. Darüber hinaus können Unternehmen Drucksachen und Webseiten im glei­chen Stil gestalten, ohne Schriften in stati­sche Bilder umwan­deln zu müssen.

Darum Webfonts:

FontFont ist die erste Schriftbibliothek, die ein großes Angebot bild­schirm­op­ti­mierter Web-Fonts im neuen .woff-Format anbietet … seit heute fast 1700 Fonts. Zur Feier des Tages haben sich FontFont und die FontShops zu einem Sonderangebot für lang­jäh­rige FontFont-Kunden entschlossen: 30 Prozent Preisnachlass auf Web-FontFonts für FontFont-Kunden, die bereits FontFonts für Drucksachen im Einsatz haben, egal welche, wie viele und seit wann … unsere elek­tro­ni­sche Kundendatenbank geht zurück bis ins Jahr 2003, ältere Aufträge finden wir in unseren Aktenschränken.

Auch FontFont-Neukunden dürfen sich freuen, denn für sie gilt prak­tisch das gleiche Angebot: Wer ab heute bei FontShop einen oder mehrere FontFonts im OpenType-, TrueType- oder PostScript-Format lizen­ziert, kommt bis 17. Juli 2010 in den Genuss eines 30-Prozent-Rabatts für Web-FontFonts. Web-FontFonts werden übri­gens genauso einfach lizen­ziert und instal­liert wie Print-FontFonts: einmal zahlen und selbst managen – kein Tracking, keine Gebühren, kein Abonnement.

Darum Web-FontFonts:

Nicht alle Webfonts sehen am Bildschirm gleich gut aus. Web-FontFonts werden von Hand pixel­op­ti­miert, damit sie sowohl am Mac als auch unter Windows gut lesbar sind. Durch eine Kooperation mit Typekit (Fontblog berich­tete) erscheinen Web-FontFonts in allen wich­tigsten Browsern und sogar auf iPhone und iPad. Web-FontFonts unter­stützen viele euro­päi­schen Sprachen, bis hin zu Griechisch und Russisch, was gerade für inter­na­tio­nale Webseiten wichtig sein kann.

Weitere Informationen

Alle Informationen dieses Beitrags sind auf unserem Web-FontFont-Aktionsflyer (PDF, 200 K) zusam­men­ge­fasst: Erzählen Sie es weiter! Wählen Sie aus 1250 Web-FontFonts auf www​.font​blog​.de. 400 weitere sind soeben erschienen (noch nicht online), darunter die Familien FF Unit, FF Kava und FF Scala (Übersichts-PDF, 6 S, 2,7 MB).

Rufen Sie FontShop an, damit wir Ihre Kundenhistorie prüfen können und Sie schnell in den Genuss des 30 %-Angebots kommen: 030 69596-333.