Fontblog Artikel des Jahres 2009

Ein Jahr Fontgetwitter

twitter_dialogVor genau einem Jahr schrieb ich: Fontblog zwit­schert jetzt regel­mäßig. … »… weil die Zeit zwischen den Jahren die beste ist für neue Ideen und Vorsätze«.

Damals exis­tierte mein Twitter-Konto @fontblog schon fast 2 Jahre. Doch ich meldete mich nur spora­disch zu Wort, weil ich mit dem Dienst noch nichts anfangen konnte. Woher die Neubesinnung? Vielleicht war einfach nur die Zeit reif, Stichwörter ›kriti­sche Masse‹, ›Killerapplikation‹.

Zur Begründung schrieb ich: »Der Kurzmitteiling-Dialog im Netz ist schneller und mobiler als Bloggen (Handy, iPhone, …). Twittern geschieht auf Augenhöhe, es gibt kein oben und kein unten, keine Trennung zwischen veröf­fent­li­chen und kommen­tieren. Jeder Twitterer bloggt auch.«

Heute möchte ich diesen Informationskanal nicht mehr missen. Warum das so ist versteht nur, wer selbst twit­tert. Mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen. Ich freue mich, dass  3344 Follower genauso denken.


Interaktive Spendenaktion vom Scholz & Volkmer

Das gefällt mir, ★★★★★ für Scholz & Volkmer und den BUND. Der Weihnachtsmann, groß­artig gespielt von Heinz Hoenig, bleibt im hohen Norden mangels Schnee im Schlamm stecken. Schuld ist die globale Erwärmung. Frage am Ende des 1-Minuten-Films: »Was machst Du gegen den Klimawandel?« Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seine Agentur Scholz & Volkmer machen ein Angebot: »Sprich’s dem Weihnachtsmann aufs Band«. Die Anrufe werden im Audio-Blog proto­kol­liert und können ange­hört werden. Pro Anruf spendet Scholz & Volkmer 1 €. Finde ich gut! Aber erst 39 Anrufe?! Das müssen wir ändern … auf zu www​.karren​-im​-dreck​.de.


24-h-Film: Zeit, von Menschenhand gebaut

st_dvdMit dem 24-Stunden-Film »Standard Time« beginnt das Jahr 2010  schon mal spek­ta­kulär. Wir sehen Menschen, die mit stoi­schen Pflichtbewusstsein einer scheinbar sinn­losen Tätigkeit nach­gehen, die jedoch eine Funktion erfüllt: Die Zeit zu zeigen. Mit dem Anspruch, jede einzelne Minute zu bauen, bewegt sich das Team ständig am Rande des Scheiterns.

Standard Time ist eine Arbeit des Künstlers Mark Formanek, reali­siert durch die Medienagentur Datenstrudel. 70 Arbeiter fertigen synchron zur Echtzeit aus Holzbrettern eine 4 x 12 Meter große fort­lau­fende digi­tale Zeitanzeige. Das macht 1611 Umbauten in 24 Stunden. Lückenlos aufge­nommen auf Video (HD) steht nun ein 24 stün­diger Film bzw. eine Uhr zur Verfügung. Der oben einge­baute Clip zeigt einen Originalausschnitt zwischen 04:57 und 05:02 Uhr.

Im Januar 2010 erscheint Standard Time auf DVD für den Einsatz auf Computern (29,90 €). Die mitge­lie­ferte Software synchro­ni­siert die 24 h Filmdatei mit der Systemzeit des Rechners und verwan­delt ihn in eine »lebende Uhr«. Sie kann als frei skalier­bare Anzeige auf dem Desktop oder als Bildschirmschoner verwendet werden. Drei Anwendungsbeispiele …


Designmagazin I.D. erscheint zum letzten Mal

I.D._Nov09_Cover Die Printmedien-Krisenjahr 2009 endet wahr­schein­lich erst am 31. Dezember, bevor es am 1. Januar 2010 in die nächste Runde geht. Nun hat das 55 Jahre alte US-Designmagazin I.D. das Ende seines Erscheinesn ange­kün­digt. Die Ausgabe Jan/Feb 2010 soll die letzte sein, wie der Herausgeber Gary Lynch im Namen des Verlagshauses F+W Media verkündet. Wörtlich schreibt er: »There are several forces that have worked against its sustaina­bi­lity. Certainly the down­turn in print adver­ti­sing has contri­buted to this decision, but other factors include the frag­men­ta­tion and specia­lized infor­ma­tion needs of I.D.’s core readers (product desi­gners) and the plethora of infor­ma­tion resources avail­able to them – some for free (online and B2B) and others that are highly specia­lized and targeted to specific indus­tries served.« Der I.D.-Wettbewerb mit dem dazu­ge­hö­rigen Jahrbuch soll fort­ge­führt werden – online und gedruckt.


Problem gelöst: gehen und gleichzeitig tippen

Ginge es nach diesem Video, wäre wieder ein Problem der Menschheit gelöst, zumin­dest für iPhone-User: auf dem Gehweg spazieren und gleich­zeitig ins Handy tippen. Man schleift einfach die Umgebung durch die inte­grierte Kamera aufs Display, wo sie sich auf einer Ebene mit dem trans­pa­renten Textfenster vereint. Das Progamm heißt Type n Walk (AppStore Link). Ob die Idee funk­tio­niert, kann ich nicht sagen, weil ich es noch nicht auspro­biert habe … oder mit anderen Worten: Ich glaube nicht, das die App so funk­tio­niert wie gedacht.


Was sich FontShopper schenken

Ich bin eben mal durch unser Lager geschlen­dert und habe einige Last-Minute-Geschenke für Typo- und Design-Begeisterte entdeckt. Nachfolgend meine Favoriten … viel­leicht helfen sie dem ein oder anderen Leser aus der Not.

nusskubusNusskubus bringt dem zivi­li­sierten Menschen die archai­sche Form des Nussöffnen ins Wohnzimmer. Nicht weit vom Faustkeil entfernt, sitzt der Homo Sapiens – heute fest­lich gekleidet – am Tisch und sprengt seine Nüsse mit zwei Hartholzwürfeln. Abgesichert wird dieser Vorgang durch drei verschieden große Ambossmulden für gängige Nussgrößen – ausge­nommen die Kokosnuss. Was vom Faustkeil bleibt: der gezielte Schlag, das unmit­tel­bare Erfolgserlebnis und das Vergnügen über ein schönes Geschenk. Design: Adam & Harborth. Größe: 75 x 75 x 75 mm. Material: Buchenholz, gewachst. Geschenkverpackung inkl. Anleitung. Bei FontShop bestellen …

farbkalenderMittlerweile zum Liebhaber- und Kultobjekt avan­ciert, nomi­niert für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2009 und mit dem if commu­ni­ca­tion design award 2007 ausge­zeichnet, geht der Niggli Farbkalender in die fünfte Runde. Jeden Tag eine andere Farbe! Jede Farbe hat ihren eigenen Duft, Geschmack, Klang, jede weckt andere Erinnerungen. Für die Reihenfolge der Farben gibt es keine Regeln, subtile Farbverschiebungen und starke Kontraste wech­seln sich ab. Poesie der Farbe Tag für Tag, ein ganzes Jahr lang. Im Anhang finden sich eine Kalenderübersicht 2010/11 und Platz für Notizen. Format: 12 x 15,5 cm; 388 Seiten, Spiralbindung, deutsch, englisch. Bei FontShop bestellen …

schiefertafelBis in die 1970er wurde in Deutschlands Grundschulen zum Schreibenlernen die Schiefertafel benutzt. Pädagogen schwören auf das Werkzeug, weil es die Sinne stärker anspricht als Papier und wie leichter zu löschen ist. Die Schiefertafel bei FontShop gibt es in 3 Größen. Sie ist aus echtem, ligu­ri­schem Schiefer gefer­tigt, der zu den besten der Welt zählt. Die Rahmung aus einfa­chem, unbe­han­deltem Holz erfolgt vor Ort in Italien. Ein aus dem grie­chi­schen Mittelmeer stam­mender Naturschwamm gehört zum Lieferumfang, wie auch der Schiefergriffel. Bei FontShop bestellen …

caplessDer Kugelschreiber Capless ist eines der raffi­nier­testen Schreibgeräte. Er wurde ursprüng­lich 1964 von Ingenieure bei Pilot für die Olympischen Spiele in Tokyo entwi­ckelt, zunächst als Füller mit Drucktechnik. Nun gibt es ihn auch als Kugelschreiber. Capless verbindet die leichte Bedienbarkeit eines Kugelschreibers mit der Schreibkultur eines Füllers. Er ist leicht (Kohlefaserverbindung) und liegt ange­nehm in der Hand. Die voll­endete Kombination aus Luxus und Technologie. FontShop liefert Capless mit einer Geschenkverpackung aus. Mehr Informationen und Bestellung …

munnyzipperDer Munny ist vielen bereits bekannt. Man kann ihn anziehen, besprühen oder anmalen. So wird es ein eigener, exklu­siver Munny. Nun gibt es den Munny auch to go, also zum Mitnehmen. Man kann den Munny Zipper an die Lieblingsjacke oder die Jeans hängen, am Rucksack fest­ma­chen oder am Schlüssel. Es gibt insge­samt 16 verschie­dene Figuren, vom Friedensaktivisten bis zum Engel. Oder auch eine schlichte Karotte! Bei FontShop kommen sie im Set, vier Stück im Blindbox-Prinzip, damit die Überraschung groß bleibt. Auf Flickr gibt es Gestaltungsanregungen. Das Munny Zipper Set bei FontShop bestellen …


FH Düsseldorf bietet Professorenstelle für Design

An der Fachhochschule Düsseldorf ist im Fachbereich Design eine Professorenstelle für das Lehr- und Forschungsgebiet Corporate Design zu besetzen. Mehr in der hier abge­bil­deten Stellenanzeige:

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Die neue »Froh!« ist da. Leseprobe …

Froh! ist ein Gesellschaftsmagazin, das beson­dere Ereignisse des Jahres aufgreift und sich neugierig auf die Fragen und Themen hinter diesen Anlässen einlässt. Die Beitragenden schenken dem Magazin nicht nur ihre Texte und Bilder, sondern den Lesern auch neue, über­ra­schende Blickwinkel. Die Winterausgabe ist ein eher stilles Heft geworden, eines für das man selbst still werden muss, um nichts zu über­hören. Die Redaktion stellt Menschen vor, die genauer hinge­hört haben, zum Beispiel:
Martin Schleske, der schon beim Fällen eines Baumes hört, ob sich das Holz für den Bau einer Geige eignet;
Philip Gröning, der für seinen Dokumentarfilm „Die große Stille “ ein halbes Jahr in einem Kartäuser-Kloster verbracht hat;
Donata Wenders ist der Stille mit der Kamera gefolgt und
Christoph Schwyzer hat einen Ort gefunden, an dem die Zeit still steht.