Wochenendseminar zur Alltagsschrift der DDR

Wallbaum Wochenende Weimar DDR-Alltagsschrift

In Weimar findet am 2. und 3. Juli das dritte Wochenendseminar statt. Das Walbaum-Wochenende widmet sich dem Thema Alltagsschrift der DDR. Veranstaltungsort ist das Druckgrafische Museum Pavillon-Presse.

Am ersten Tag beleuchten vier Referenten das grafische und typografische Schaffen der DDR. Der Fokus liegt dabei weniger auf den schon oft thematisierten Druckschriften des VEB Typoart, sondern auf jenen, den Alltag prägenden Schriftanwendungen durch Grafiker und Schildermaler. Es sprechen:

Lena Haubner: Makrokosmos im Mikrokosmos – Schrift in der DDR
Von der Antiqua über die Grotesk bis hin zu Fraktur und Rotunda: Der Umgang mit Schrift war in der DDR vielfältig und abwechslungsreich. Der Vortrag unternimmt einen visuellen Streifzug durch vierzig Jahre DDR-Schrift-Geschichte und stellt dabei Arbeiten und Gestalter vor.

Matthias Gubig: Als Typograf im ›Leseland‹ – Über den Umgang mit Grenzen
Matthias Gubig, Typograf und ehemaliger Professor an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin, spricht über die Bedingungen unter denen Gebrauchsgrafiker in der DDR mit Schrift arbeiteten.

Fritz Grögel und Andreas Frohloff: Ost / Schrift / Maler
Dieser Vortrag beleuchtet den Beruf des Schrift-, Plakat- und Grafikmalers in Ostdeutschland und die Entwicklung dieses Handwerks über einen Zeitraum von gut fünfzig Jahren.

Am Sonntag findet für die Veranstaltungsteilnehmer ein Druck-Workshop statt. In den Werkstätten der Pavillon-Presse stehen Original-DDR-Bleisatzschriften für die Produktion eigener Entwürfe unter Leitung des Buchdruckermeister Heinz-Uwe Schmidt im traditionellen Hochdruckverfahren bereit.

DDR-Alltagsschrift Wallbaumwochenende Weimar

Die Teilnahmegebühr beträgt 99 Euro (45 Euro für Studenten). Die Anmeldeschluss ist der 31. Mai. Zur Anmeldung …


2 Kommentare

  1. Katjuschka

    Sehr schöner artikel, ich bin durch zufall auf den blog hier gest0ßen und muss sagen, du schreibst echt interessante artikel mit viel mehrwert. in der ddr wurde noch gaaaaanz anders geschrieben als jetzt, die zeit hat viel verändert, auch die schrift;)

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