
Vor einem Jahr gab es viel Wirbel um das Logo der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Am Wochenende stellte nun Slowenien sein Corporate Design für das politische Amt vor (www.eu2008.si). Ein Eichenblatt symbolisiert die am 1. Januar 2008 beginnenden slowenischen EU-Präsidentschaft. »Die Eiche spiegelt den soliden, beständigen und zuverlässigen Charakter der Slowenen wider, eines Volkes, das gelassen unter Druck und umsichtig in seinen Entscheidungen ist«, heißt es in einer dazu veröffentlichten Erklärung.
Entworfen wurde das Signet von dem Laibacher Kunstprofessor Robert Kuhar. Auf der eu2008-Website liegt ein zweiseitiges PDF (3,8 MB) zur Entstehung des Zeichens. Als Auszeichnungsschrift wählte er Gill Sans (siehe auch die Kommentare zu 100 Beste Edition: Band 7 ist da!). Über die Benutzung von Logo und Schriften klärt ein 17seitiges PDF auf (4,8 MB).

Das sieht mir doch eher nach einer Alpenlandschaft mit Lavafluss aus.
eichenblatt, so so …
kunstprofesser, aha …
ist doch egal was es darstellen soll, schöner als das von meta ist es allemal ;) bis auf die wortabstände.
Mensch, was für Wortzwischenräume: „Da kann man ja mit ‘nem Lastwagen durchfahren!“
Kommts nur mir so vor oder wirkt die Gill in diesem Fall etwas ausgelutscht …
Der styleguide ist jedoch wirklich sehr schön gemacht
Jo, sieht aus als würde die Space-Taste klemmen.
Schrecklich! Eichenblatt? Wohl eher der kleine Bruder von Gazprom; gezeichnet von einem tanzenden, slowenischem Waldorfschüler. Bäh.
Wortzwischenräume: Vielleicht an der falschen Stelle gespart (human ressources). Hätte man an der richtigen Stelle gespart, zum Beispiel an der Schrift (8 Schnitte Gill Sans OT im Band 7 der 100 Beste Schriften Edition), dann sähe die Zeile – ohne Manipulation der Wortabstände – wie die rote in der Abbildung aus. Ich hatte die Gill Sans noch geladen und musste das gleich mal ausprobieren ;-)
Hmmm, Logo-Bashing…
Falscher schnitt allerdings, lieber Jürgen (wenn mich nicht alles täuscht)
die zacken sind meiner meinung nach wirklich die berge, allerdings nicht irgendwelche (wie im logo der alpanländer-euro) sondern der triglav, das symbol sloweniens.
Vielleicht hat Jürgen die Opentype-Version der Gill benutzt und im Logo ist noch ein Postscript-Font. Wenn ich mich nicht irre, gibt es da nämlich minmale Unterschiede in den Strichstärken. Kann mich aber auch täuschen.
Jedenfalls hat mich die Bildmarke auch gleich an das WM-Logo erinnert. Ein Eichenblatt hätte ich darin allerdings nicht gesehen, dazu ist das Blatt zu abstrakt. Mich würde mal interessieren ob das Eichenblatt als Zeichen in der Slowenischen Symbolik ein festen Platz hat, oder eine Erfindung ist.
Eichenblatt??
Giftiger Pups war ohne Scherz mein erster Gedanke.
ai ai ai …
@ thorsten: was hat denn ein tanzender slowenischer waldorfschüler mit gazprom zu tun? wenn es ein ordentlicher waldorfschüler ist, hoffentlich nicht allzu viel.
ich dachte aber, zu einem ci (corporate identity) gehört mehr als ein signet. zum beispiel ein cd, oder gar ein cb oder cc.
aber im text heißt es ja “coporate design”. dann verspricht die überschrift zu viel.
ich tanze noch eine runde. als ehemaliger (zwar nicht slowenischer) darf ich das.
Als Slowene kann ich nur sagen: Danke!
Hab ich jetzt ein nettes Beispiel mehr, wieso ich nicht in Slowenien als Grafiker arbeiten will… ;o)
Das Eichenblatt hat keine besondere Symbolik, soweit ich weiß. Wenn, dann würde diese dem Lindenblatt zufallen.
Bin ich eigentlich der Einzige, der kein Eichenblatt, sondern einen kleinen gelben flatulierenden Frosch in dem Logo sieht?
ich sehe eine offene Muschel mit Gold im Mund!