Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) appelliert gerne mal an die niederen Instinkte seiner Mitglieder. Da sollen Werkstätten ihre Kunden zum Beispiel unter dem Slogan »Damit es kühl bleibt, wenn es heiß wird« für einen regelmäßigen Klima-Check erwärmen. Was liegt näher, als dieses Bestreben mit einer tief dekolletierten Blondine im Format DIN A 2 griffig zu visualisieren. Ähnlich um die Ecke gedacht das Plakat für einen regelmäßigen Öl-Wechsel, ausgeführt von einer attraktiven Werkstatt-Mitarbeiterin, die sich frivol lächelnd dem »Herzstück Ihres Liebsten« (Motor) annimmt.Höhepunkt der Geschmacklosigkeit ist das jüngste Motiv für eine Anfang Juni gestartete Kampagne gegen gefälschte KFZ-Ersatzteile, das mit dem dämlichen Claim »Haxe bestellt, Peking-Ente bekommen?« für eine ethnische Säuberung in deutschen Ersatzteil-Lagern plädiert. Die Rolle der Peking-Ente spielt eine (sehr) junge Asiatin, gekleidet in offenherzigem Dirndl, die – ohne Haxe aber mit einem Tablett voller Bierkrügen – unwissende deutsche Autobesitzer verführen möchte.Ich habe das Motiv eben per E-Mail beim Deutschen Werberat angezeigt.
Schamlose Schweinshaxen-Werbung
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wird wohl zeit für einen generationswechsel in so einigen entscheiderpostionen, sowohl auf seiten des ZDK, als auch auf seiten der ausführenden agentur. soooo riesig wird der etat wohl nicht sein, als dass man angst haben müsste durch ablehnen solcher ideen von kundenseite die firma zu ruinieren.
Unglaublich. Und das Erscheinungsbild sieht sehr altbacken aus… und die Motive sind offensichtlich: Bier, Auto und Frau. Also typisch Mann.
schrebergarten, gamsbart, schnäuzer und mutantenstadl, kegelverein. »deutsche gemütlichkeit« offen gelegt. fire your manager ZDK!!!
Was denn… absolut zielgruppenaffin gemacht.
HD und was ist mit »neuen interessenten«? Oder rekrutiert man die nur aus denjenigen, wie genau SO denken?
ich bin mir nicht sicher ob das vielleicht bewusst so »zielgruppenaffin« gestaltet wurde und mit einem zwinkernden auge zu sehen ist. »wir machen werbung für autos, da darf eine blonde frau mit dicker bereifung nicht fehlen« ähnlich dem becks ‘sixpaxk’ für frauen in pink. das plagiat-motiv ist allerdings ziemlich daneben.
Ich allerdings werde es nie verstehen, warum es Menschen gibt, die so eine Werbung mit so einer primitiven unterschwelligen Botschaft gestalten können und warum es solche Menschen gibt.
nick. im krieg und in der werbung scheint jedes mittel erlaubt zu sein. moralische grundsätze werden da wohl schon mal über bord geworfen zugunsten einer schönen bilanz am jahresende.
es gibt viel zu viele typen die als entscheider
positioniert sind und eigentlich sich als kleine würstchen durch ihre kleine welt durchkämpfen.
Na klar. Allerdings geht es ja einfach nur um Macht und Geld. Leben wir immer noch in der Steinzeit? Ja. Und trotz einer zivilisierten Welt. Und jedes Mittel ist mir auch recht, aber im angenehmen Rahmen. ;)
Abba sach ma, Thomas, warste auch uff de TypoBerlin07? Wieda ma überm Weg gelaufen?
nööö. hab ich noch nicht geschafft. vielleicht next year. wenn die sprecher passen ;-) is ja dann auch ein kleines stückerl näher von dortmund aus, als von der kaiserstadt.
Meistens geht es bei der Werbung in Autowerkstätten darum, dass die Werbung wirklich aufgehängt wird und nicht im Müll landet. So funktioniert das wohl beim Pirelli Kalender auch. Das hat mir mal ein AD von Ogily & Mather Berlin (1990) erklärt, beim Briefing für Pneuhage Winterreifen. Ob das hier funktioniert weiß ich nicht, ich bin kein KfZ-Mechaniker. Auf jeden Fall schmeckt Pekingente besser als Haxe.
Ich find diese Frauen und Männerbilder die da ständig in der Werbung zelebriert werden zum kotzen und total langweilig.
Was ich mich frage: ist der Werbemarkt so heiß umkäpft, daß sich Agenturen zu solchen Peinlichkeiten vergewaltigen lassen müssen?
die frage ist ja immer, ob es als peinlichkeit oder »wir finden das witzig, aufregend, interessant, anders« erkannt wird, von seiten der auftraggeber und macher.
ich durfte auch schon schlucken, als ein »chef« härtungsverfahren von metallen mit einer sich in einem badezuber mit wasser begiessenden »oben ohne« blondine verkauft hat. die anzeige wurde tatsächlich geschaltet. ich fand das im zusammenhang mit dem zu bewerbenden sachverhalt völlig daneben. das blöde daran war nur, der »chef« fand GENAU das passend und gut. wer selber so tickt, wird das schwerlich als negativ emfpinden. da kann man sich auch einen wolf mit diesen leuten diskutieren …
Exakt!
habt mitleid mit diesen armen männl. werbern, die nur mit dem schwanz statt mit dem hirn denken können.
denn wo’s an kreativität mangelt , werden dann eben kleingeistige ergüsse aus der verstaubten werber-mottenkiste “sex sells” hervorgekramt…arrharrharr