
Im November 2006 hat die Deutsche Bank die Filialen der Norisbank mit ihrer Kundendatei, der Marke und der Internetplattform erworben, um ihren Marktanteil auf dem umkämpften deutschen Privatkundenmarkt auszubauen (Fontblog berichtete). Am Samstag ging die »neue« Norisbank – mit einem Vierteljahr Verspätung – an den Start. Unter dem Motto »geht doch!« präsentiert sich die aufgefrischte Marke nun in rot statt blau, mit der Schrift FF Dax als Corporate Font und dem – unveränderten – »Strandball« im Namenszug.

Angesichts der aktuellen Geschehnisse im Bankensektor hätte ich das Unternehmen besser als „noriskbank” wieder belebt.
Gefällt mir im Prinzip gut: Grelles Design. Knalliges Wording (»Her damit«). Discount-Banking. Klare Aussagen. Ohne Schnick-Schnack.
Was ich grenzwertig finde, ist der Claim »geht doch«. Könnte man auch lesen im Sinne von »Haut doch ab« oder »Geht doch zur …-Bank«.
Der Claim ist unterirdisch. Ich lese da einen sehr trotzigen Ton raus. Nee. Nicht mein Ding.
Ausgerechnet die FF Dax, die wird doch auch von der comdirect bank verwendet. Und da sieht der Auftritt viel edler und hochwertiger aus (und auch ohne das nervende »bankenblau«).
[...] Design Tagebuch und der Fontblog berichten über das neue “alte” Logo der norisbank. Auf dem ersten Blick scheint sich [...]
Erst heißt die Norisbank Teambank und bekommt ein gruseliges Flickr-ähnliches Logo. Jetzt gibt es doch wieder eine Norisbank, die aussieht wie eine moderne Billigversion der guten alten Sparkasse (weil knallrot). Da blickt doch bald kein Kunde mehr durch. Konsistente Markenführung sieht jedenfalls anders aus.
Na, da passt doch der Claim »Geht doch!« klasse dazu. Vor allem wenn er imperativ gebraucht wird ;^D
Da sich die Banken inhaltlich und vom Service her kaum noch unterscheiden – zumindest für meine Ansprüche – ist der Auftritt umso entscheidender. Bei mir war es z.B. so, dass ich die Bank nicht zuletzt vor allem nach dem Design ausgesucht habe. Gut, Geschmäcker sind verschieden, aber ich bin nun bei der Commerzbank … ;)
Schön ist es doch, dass sich die norisbank mit ein paar Produkten wie dem Girokonto am Markt etablieren konnte und vor allem auch diejenigen Bankkunden anspricht, die im Niedriglohnsektor arbeiten. Dort wo andere Banken einen Mindesteingang erwarten, damit man bestimmte Leistungen wie eben ein Konto kostenlos bekommt, setzt die norisbank keine solche Bedingungen voraus.