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	<title>Kommentare zu: Ist Grafikdesign Kunst?</title>
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	<description>Täglich News und Meinungen aus der Grafikszene</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 11:22:33 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: 6723</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-133572</link>
		<dc:creator>6723</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 12:02:09 +0000</pubDate>
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		<description>ich sage GD ist nicht Kunst und Kunst ist nicht GD.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich sage GD ist nicht Kunst und Kunst ist nicht GD.</p>
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	<item>
		<title>Von: sharif</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98283</link>
		<dc:creator>sharif</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 00:03:36 +0000</pubDate>
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		<description>Die B&#228;ckereifachverk&#228;uferin tr&#228;umt von humaneren Arbeitszeiten.
Der Facharbeiter vom Mercedes.
Der Diplom-Kaufmann vom H&#228;uschen in der Toskana.
Die Designerin davon, einmal als „K&#252;nstlerin“ mit ihrem Werk im Museum zu h&#228;ngen. 
Schrecklich spie&#223;ig das alles. 
Au&#223;er bei der Frau die mir morgens die Br&#246;tchen verkauft. Die h&#228;tte wirklich mehr Lohn und angenehmere Arbeitszeiten verdient.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die B&#228;ckereifachverk&#228;uferin tr&#228;umt von humaneren Arbeitszeiten.<br />
Der Facharbeiter vom Mercedes.<br />
Der Diplom-Kaufmann vom H&#228;uschen in der Toskana.<br />
Die Designerin davon, einmal als „K&#252;nstlerin“ mit ihrem Werk im Museum zu h&#228;ngen.<br />
Schrecklich spie&#223;ig das alles.<br />
Au&#223;er bei der Frau die mir morgens die Br&#246;tchen verkauft. Die h&#228;tte wirklich mehr Lohn und angenehmere Arbeitszeiten verdient.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: DOD</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98262</link>
		<dc:creator>DOD</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 15:26:50 +0000</pubDate>
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		<description>solange wir uns sch&#246;n weiter im kreis drehen weil wir immer wieder aufs neue die alten kamellen aufw&#228;rmen; brauchen wir uns nicht wundern das &quot;designer&quot; nicht ernst genommen werden. Da erstellen wir CI und CDs, machen Branding, schaffen Werte um das Image unserer Kunden auf- oder auszubauen, und selbst haben wir immer noch dieses &quot;image-problem&quot; – oder ist es mangelndes selbsbewusstsein ...?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>solange wir uns sch&#246;n weiter im kreis drehen weil wir immer wieder aufs neue die alten kamellen aufw&#228;rmen; brauchen wir uns nicht wundern das &#8220;designer&#8221; nicht ernst genommen werden. Da erstellen wir CI und CDs, machen Branding, schaffen Werte um das Image unserer Kunden auf- oder auszubauen, und selbst haben wir immer noch dieses &#8220;image-problem&#8221; – oder ist es mangelndes selbsbewusstsein &#8230;?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Oliver Adam</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98254</link>
		<dc:creator>Oliver Adam</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 14:18:32 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;b&gt;&lt;i&gt;Warum immer die gleichen Argumente, Klischées und Polemiken? Welcher Nerv liegt da blank?&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;

Auch das l&#228;sst sich schl&#252;ssig beantworten. Aber lieber nicht in diesem Thread ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b><i>Warum immer die gleichen Argumente, Klischées und Polemiken? Welcher Nerv liegt da blank?</i></b></p>
<p>Auch das l&#228;sst sich schl&#252;ssig beantworten. Aber lieber nicht in diesem Thread &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Oliver Adam</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98253</link>
		<dc:creator>Oliver Adam</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 14:12:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98253</guid>
		<description>Hallo fjord (# 53)

Deine Frage ist gut. Ein Problem ist, dass ich mit den Erkl&#228;rungen nicht zu ausschweifend sein will – wer will das sonst lesen ;-)?! Da Du gefragt hast, werde ich also ausschweifend, aber auch klarer:

Genauer m&#252;sste man also sagen: Die Suche nach dem &lt;b&gt;einen, einzigen&lt;/b&gt; verborgenen gemeinsamen Markmal, das allen Kunstwerken (Designarbeiten etc.) gleicherma&#223;en zugrundeliegt, f&#252;hrt ins Leere. Stattdessen ist es die Kombination &lt;b&gt;einiger, vieler, einander &#228;hnlicher&lt;/b&gt; Merkmale, die Kunstwerke miteinander teilen. Fiktives Beispiel: Kunstwerk A hat 10 Merkmale, das zu bewertende Werk 13. Die Mehrheit im Jahr 2008 findet, dass A und B in 7 Merkmalen sehr &#228;hnlich sind. Hier k&#246;nnte man folgern, auch B sei 2008 – also zun&#228;chst »vor&#252;bergehend« – ein Kunstwerk. Finden alle zu allen m&#246;glichen Epochen, dass sich A und B in vielen Merkmalen &#228;hneln, dann &lt;b&gt;ist&lt;/b&gt; B ein Kunstwerk.

Es wird noch konkreter – und besser: 

Wenn also &#252;ber Epochen die Mehrheit etwas f&#252;r ein Kunstwerk h&#228;lt, dann wird es zum &lt;b&gt;Prototyp&lt;/b&gt;. Tats&#228;chlich gibt es die Prototypenmethode von Eleanor Rosch, in die die Familien&#228;hnlichkeiten aufgegegangen sind. Diese Methode – in der Linguistik – beschreibt, inwiefern ein Objekt prototypisch f&#252;r die Kategorie ist und wie weit entfernt andere Objekte eingesch&#228;tzt werden. Konkret: Wenn man an V&#246;gel denkt, denkt man eher an eine Amsel oder einen Spatz als an einen Pinguin. Also w&#228;re die Amsel prototypisch f&#252;r die Kategorie »Vogel«. Angewandt auf die Kunst hie&#223;e das, das in der Kategorie »Kunst« :: »Gem&#228;lde« die Mona Lisa wohl prototypisch w&#228;re. Also &lt;b&gt;ist&lt;/b&gt; das Mona-Lisa-Bild: Kunst!

Durch einfache Befragung k&#246;nnte man also auf ein Blatt Papier zwei Punkte »Kunst« und »Design« aufzeichnen. Man lie&#223;e die Leute nach obigem Muster einsch&#228;tzen, inwiefern A, B oder C Kunst bzw. Design seien. Aggregiert &#252;ber alle Teilnehmer erg&#228;be sich eine Punktwolke. Die zu bewertenden Werke l&#228;gen dann zwischen den Punkten »Kunst« und »Design«: manche ganz nah an »Kunst«, manche dazwischen. Ich glaube, dieses Blatt Papier w&#228;re die Antwort auf die Diskussion: Manchen Werke ordnen die meisten nahe zur Kunst, manche nahe zum Design. Manche Punkte liegen eben dazwischen, sie sind unscharf, also fuzzy. In jedem Fall aber gibt es eben kein alleiniges Merkmal, das jedes Werk ausschlie&#223;lich – Entweder-oder – genau einem Punkt zuordnen kann.

Fazit:

Auf die Frage »Ist Werk A Kunst?« gibt es daher nur drei richtige Antworten:

1) »Ich pers&#246;nlich halte das Werk A intuitiv f&#252;r Kunst.«

2) »Ob das Werk A &lt;b&gt;heute&lt;/b&gt; wirklich Kunst &lt;b&gt;ist&lt;/b&gt;, kann man nur sagen, wenn eine Mehrheit es intuitiv f&#252;r Kunst h&#228;lt.«

3) Wenn eine Mehrheit es durchgehend &#252;ber Epochen intuitiv f&#252;r Kunst h&#228;lt, &lt;b&gt;wird&lt;/b&gt; es &lt;b&gt;prototypische&lt;/b&gt; Kunst.

Nun ist es aber nicht praktikabel, jedes Werk bewerten zu lassen: Wer sollte das machen?! Die Institutionstheorie l&#228;sst sich vielleicht so rechtfertigen. Analog zur repr&#228;sentativen Demokratie, in der wenige f&#252;r viele stellvertretend entscheiden, leben wir in einer &lt;b&gt;repr&#228;sentativen »Kunstokratie«&lt;/b&gt;: Die Experten (Galeristen, Kritiker, Museumsleute, aber auch K&#228;ufer) repr&#228;sentieren die Mehrheit und stimmen stellvertretend f&#252;r alle ab, ob etwas als Kunst gilt oder nicht. Wenn also ein bisheriges Designwerk nun als Kunstwerk eingestuft wird, dann deshalb: Die Experten, also die »repr&#228;sentativen Kunstokraten«, halten das Designwerk jetzt f&#252;r Kunst – in der Annahme, die Mehrheit w&#252;rde das so sehen. (Nur leider wurden die Experten von niemandem gew&#228;hlt, und sie sind auch nicht abw&#228;hlbar ;-) ...)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo fjord (# 53)</p>
<p>Deine Frage ist gut. Ein Problem ist, dass ich mit den Erkl&#228;rungen nicht zu ausschweifend sein will – wer will das sonst lesen ;-)?! Da Du gefragt hast, werde ich also ausschweifend, aber auch klarer:</p>
<p>Genauer m&#252;sste man also sagen: Die Suche nach dem <b>einen, einzigen</b> verborgenen gemeinsamen Markmal, das allen Kunstwerken (Designarbeiten etc.) gleicherma&#223;en zugrundeliegt, f&#252;hrt ins Leere. Stattdessen ist es die Kombination <b>einiger, vieler, einander &#228;hnlicher</b> Merkmale, die Kunstwerke miteinander teilen. Fiktives Beispiel: Kunstwerk A hat 10 Merkmale, das zu bewertende Werk 13. Die Mehrheit im Jahr 2008 findet, dass A und B in 7 Merkmalen sehr &#228;hnlich sind. Hier k&#246;nnte man folgern, auch B sei 2008 – also zun&#228;chst »vor&#252;bergehend« – ein Kunstwerk. Finden alle zu allen m&#246;glichen Epochen, dass sich A und B in vielen Merkmalen &#228;hneln, dann <b>ist</b> B ein Kunstwerk.</p>
<p>Es wird noch konkreter – und besser: </p>
<p>Wenn also &#252;ber Epochen die Mehrheit etwas f&#252;r ein Kunstwerk h&#228;lt, dann wird es zum <b>Prototyp</b>. Tats&#228;chlich gibt es die Prototypenmethode von Eleanor Rosch, in die die Familien&#228;hnlichkeiten aufgegegangen sind. Diese Methode – in der Linguistik – beschreibt, inwiefern ein Objekt prototypisch f&#252;r die Kategorie ist und wie weit entfernt andere Objekte eingesch&#228;tzt werden. Konkret: Wenn man an V&#246;gel denkt, denkt man eher an eine Amsel oder einen Spatz als an einen Pinguin. Also w&#228;re die Amsel prototypisch f&#252;r die Kategorie »Vogel«. Angewandt auf die Kunst hie&#223;e das, das in der Kategorie »Kunst« :: »Gem&#228;lde« die Mona Lisa wohl prototypisch w&#228;re. Also <b>ist</b> das Mona-Lisa-Bild: Kunst!</p>
<p>Durch einfache Befragung k&#246;nnte man also auf ein Blatt Papier zwei Punkte »Kunst« und »Design« aufzeichnen. Man lie&#223;e die Leute nach obigem Muster einsch&#228;tzen, inwiefern A, B oder C Kunst bzw. Design seien. Aggregiert &#252;ber alle Teilnehmer erg&#228;be sich eine Punktwolke. Die zu bewertenden Werke l&#228;gen dann zwischen den Punkten »Kunst« und »Design«: manche ganz nah an »Kunst«, manche dazwischen. Ich glaube, dieses Blatt Papier w&#228;re die Antwort auf die Diskussion: Manchen Werke ordnen die meisten nahe zur Kunst, manche nahe zum Design. Manche Punkte liegen eben dazwischen, sie sind unscharf, also fuzzy. In jedem Fall aber gibt es eben kein alleiniges Merkmal, das jedes Werk ausschlie&#223;lich – Entweder-oder – genau einem Punkt zuordnen kann.</p>
<p>Fazit:</p>
<p>Auf die Frage »Ist Werk A Kunst?« gibt es daher nur drei richtige Antworten:</p>
<p>1) »Ich pers&#246;nlich halte das Werk A intuitiv f&#252;r Kunst.«</p>
<p>2) »Ob das Werk A <b>heute</b> wirklich Kunst <b>ist</b>, kann man nur sagen, wenn eine Mehrheit es intuitiv f&#252;r Kunst h&#228;lt.«</p>
<p>3) Wenn eine Mehrheit es durchgehend &#252;ber Epochen intuitiv f&#252;r Kunst h&#228;lt, <b>wird</b> es <b>prototypische</b> Kunst.</p>
<p>Nun ist es aber nicht praktikabel, jedes Werk bewerten zu lassen: Wer sollte das machen?! Die Institutionstheorie l&#228;sst sich vielleicht so rechtfertigen. Analog zur repr&#228;sentativen Demokratie, in der wenige f&#252;r viele stellvertretend entscheiden, leben wir in einer <b>repr&#228;sentativen »Kunstokratie«</b>: Die Experten (Galeristen, Kritiker, Museumsleute, aber auch K&#228;ufer) repr&#228;sentieren die Mehrheit und stimmen stellvertretend f&#252;r alle ab, ob etwas als Kunst gilt oder nicht. Wenn also ein bisheriges Designwerk nun als Kunstwerk eingestuft wird, dann deshalb: Die Experten, also die »repr&#228;sentativen Kunstokraten«, halten das Designwerk jetzt f&#252;r Kunst – in der Annahme, die Mehrheit w&#252;rde das so sehen. (Nur leider wurden die Experten von niemandem gew&#228;hlt, und sie sind auch nicht abw&#228;hlbar ;-) &#8230;)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: jamie oliver</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98227</link>
		<dc:creator>jamie oliver</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 11:40:39 +0000</pubDate>
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		<description>Designer sind wirklich arme Tr&#246;pfe. St&#228;ndig schweben sie zwischen Kommerz, Dienstleistung, Handwerk und Kunst und stehen meist auf dem falschen Bein oder wechseln nerv&#246;s von einem Bein zum anderen.

Und jetzt ist ihre Arbeit nicht mal mehr Kunst?

Daf&#252;r k&#246;nnte es so einfach sein: Ego zur&#252;ckschrauben, auf sich selber und seine F&#228;higkeiten vertrauen und ehrlich sein. Folgend Punkte m&#252;ssen gekl&#228;rt werden.

&lt;b&gt;Handwerk: &lt;/b&gt;Dies hat einerseits mit Wissen zu tun dass man sich am besten durch ein solide Ausbildung erwirbt und andererseits mit der geschickten und cleveren Anwendung die man sich mit Begabung, Gesp&#252;r oder viel Erfahrung erwerben kann. Mit Kunst muss es nichts zu tun haben weil wir hier ganz klar messbare Werte haben wie &quot;Programmkentnisse, Arbeitsgeschwindgkeit usw. &#220;bers Handwerk wird nicht disskutiert. Man hat es oder man hat es nicht, auch wenn man sich vielleicht auf andere Gestaltungswerte beruft als andere. K&#252;nstler k&#246;nnen auch Handwerker sein  (vergleiche das Kunsthandwerk) m&#252;ssen aber das Handwerk grunds&#228;tzlich nicht verstehen.	

&lt;b&gt;Kommerz, Dienstleistung und Kunst in der Grafikbranche. &lt;/b&gt;Diese drei Punkte werden immer wieder miteinander verwoben wobei im allgemeinen Sprachgebrauch allen ein klare Wertung zu Grunde liegt.  Kunst (oder k&#252;nstlerisch )ist positiv, Kommerz negative, Dienstleistung neutral. Lustigerweise ist die Arbeit ansich immer die gleiche und das Produkt wird einfach anders gewertet.  Die Wertung ist dabei aber oft subjektiv und kann nicht einfach gemessen werden.  Dabei spielt Alter, Ausbildungsort, gesellschaftliche Stellung oder der Annerkenungsgrad oder auch Trends eine wichtige Rolle wenn es darum geht das Produkt einzuordnen. 

&lt;b&gt;Ego und Kunst:&lt;/b&gt;
Weil gerade hier die Messbarkeit fehlt kommt das Ego ins Spiel und nervt. Das m&#246;chte n&#228;mlich m&#246;glichst viel &quot;k&#252;nstlerisch angehauchtes&quot; mit grossen Annerkenungsgrad produzieren. Dies ist aber unrealistisch weil:
a) das Endprodukt ja einen Prozess durchlaufen hat den man selber meist nicht bis aufs Detail kontrollieren konnte
b) Kunst im Grunde wertungslos ist und darum bedeutet eigene Ideen und Eigenes in die Arbeit zu stecken ohne das man daf&#252;r die Garantie f&#252;r eine Annerkennung und Wertsch&#228;tzung erh&#228;lt. 
c) wir ja alle Wissen dass wir oft eine Produkt verkaufen und nicht uns selbst verwirklichen.
d) die Annerkennung und Wertsch&#228;tzung  mit vielem zu tun hat wenn auch nicht unbedingt mit unserer Arbeit.

Wenn wir diese Disskussion &#252;ber gutes Design, Kunst und Kommerz also l&#246;sen wollen m&#252;ssen wir anfangen unsere Ego abzubauen und wieder auf unsere F&#228;higkeiten und unser gelerntes Handwerk zu vertrauen. Wir k&#246;nnen nicht alles und wollen nicht alles k&#246;nnen. Dann k&#246;nnen wir n&#228;mlich unser Augenmerk wieder der Arbeit widmen ohne an das Endprodukt zu denken. Und machmal wird vielleicht sogar wirklich Kunst draus und sehr oft wohl nicht.

Who cares?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Designer sind wirklich arme Tr&#246;pfe. St&#228;ndig schweben sie zwischen Kommerz, Dienstleistung, Handwerk und Kunst und stehen meist auf dem falschen Bein oder wechseln nerv&#246;s von einem Bein zum anderen.</p>
<p>Und jetzt ist ihre Arbeit nicht mal mehr Kunst?</p>
<p>Daf&#252;r k&#246;nnte es so einfach sein: Ego zur&#252;ckschrauben, auf sich selber und seine F&#228;higkeiten vertrauen und ehrlich sein. Folgend Punkte m&#252;ssen gekl&#228;rt werden.</p>
<p><b>Handwerk: </b>Dies hat einerseits mit Wissen zu tun dass man sich am besten durch ein solide Ausbildung erwirbt und andererseits mit der geschickten und cleveren Anwendung die man sich mit Begabung, Gesp&#252;r oder viel Erfahrung erwerben kann. Mit Kunst muss es nichts zu tun haben weil wir hier ganz klar messbare Werte haben wie &#8220;Programmkentnisse, Arbeitsgeschwindgkeit usw. &#220;bers Handwerk wird nicht disskutiert. Man hat es oder man hat es nicht, auch wenn man sich vielleicht auf andere Gestaltungswerte beruft als andere. K&#252;nstler k&#246;nnen auch Handwerker sein  (vergleiche das Kunsthandwerk) m&#252;ssen aber das Handwerk grunds&#228;tzlich nicht verstehen.	</p>
<p><b>Kommerz, Dienstleistung und Kunst in der Grafikbranche. </b>Diese drei Punkte werden immer wieder miteinander verwoben wobei im allgemeinen Sprachgebrauch allen ein klare Wertung zu Grunde liegt.  Kunst (oder k&#252;nstlerisch )ist positiv, Kommerz negative, Dienstleistung neutral. Lustigerweise ist die Arbeit ansich immer die gleiche und das Produkt wird einfach anders gewertet.  Die Wertung ist dabei aber oft subjektiv und kann nicht einfach gemessen werden.  Dabei spielt Alter, Ausbildungsort, gesellschaftliche Stellung oder der Annerkenungsgrad oder auch Trends eine wichtige Rolle wenn es darum geht das Produkt einzuordnen. </p>
<p><b>Ego und Kunst:</b><br />
Weil gerade hier die Messbarkeit fehlt kommt das Ego ins Spiel und nervt. Das m&#246;chte n&#228;mlich m&#246;glichst viel &#8220;k&#252;nstlerisch angehauchtes&#8221; mit grossen Annerkenungsgrad produzieren. Dies ist aber unrealistisch weil:<br />
a) das Endprodukt ja einen Prozess durchlaufen hat den man selber meist nicht bis aufs Detail kontrollieren konnte<br />
b) Kunst im Grunde wertungslos ist und darum bedeutet eigene Ideen und Eigenes in die Arbeit zu stecken ohne das man daf&#252;r die Garantie f&#252;r eine Annerkennung und Wertsch&#228;tzung erh&#228;lt.<br />
c) wir ja alle Wissen dass wir oft eine Produkt verkaufen und nicht uns selbst verwirklichen.<br />
d) die Annerkennung und Wertsch&#228;tzung  mit vielem zu tun hat wenn auch nicht unbedingt mit unserer Arbeit.</p>
<p>Wenn wir diese Disskussion &#252;ber gutes Design, Kunst und Kommerz also l&#246;sen wollen m&#252;ssen wir anfangen unsere Ego abzubauen und wieder auf unsere F&#228;higkeiten und unser gelerntes Handwerk zu vertrauen. Wir k&#246;nnen nicht alles und wollen nicht alles k&#246;nnen. Dann k&#246;nnen wir n&#228;mlich unser Augenmerk wieder der Arbeit widmen ohne an das Endprodukt zu denken. Und machmal wird vielleicht sogar wirklich Kunst draus und sehr oft wohl nicht.</p>
<p>Who cares?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: thomas &#124; BFA</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98215</link>
		<dc:creator>thomas &#124; BFA</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 09:56:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98215</guid>
		<description>sven: die form aber vermutlich der funktion untergordnet ist oder? das hast du ja bei kunst eher selten. funktionale kunst, gibts sowas?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>sven: die form aber vermutlich der funktion untergordnet ist oder? das hast du ja bei kunst eher selten. funktionale kunst, gibts sowas?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: tom</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98214</link>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 09:53:45 +0000</pubDate>
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		<description>Oder noch schlimmer: er wei&#223; nicht was Grafik Design ist.
 :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oder noch schlimmer: er wei&#223; nicht was Grafik Design ist.<br />
 :-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: tom</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98213</link>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 09:49:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98213</guid>
		<description>Wer Grafik Design f&#252;r Kunst h&#228;lt, wei&#223; nicht was Kunst ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Grafik Design f&#252;r Kunst h&#228;lt, wei&#223; nicht was Kunst ist.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Der Sven</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98211</link>
		<dc:creator>Der Sven</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 09:09:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98211</guid>
		<description>Es gibt eine italiensiche Handhebel-Espressomaschine und die steht im Museum Of Modern Art in New York. Nicht weil es eine hervorragende Espressomaschine ist, sondern weil sie ungew&#246;hnlich gut aussieht - sprich: sie ein tolles Design hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine italiensiche Handhebel-Espressomaschine und die steht im Museum Of Modern Art in New York. Nicht weil es eine hervorragende Espressomaschine ist, sondern weil sie ungew&#246;hnlich gut aussieht &#8211; sprich: sie ein tolles Design hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: fjord</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98208</link>
		<dc:creator>fjord</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 08:36:26 +0000</pubDate>
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		<description>@ Oliver Adam (#48)

Du schon wieder.   ;)
Nach Deiner letzten Ausf&#252;hrung in „Design vs. Dekoration“ wollte ich es genau wissen und hab mir das entsprechende Wittgenstein-B&#252;chlein besorgt. Noch etwas Geduld, ich arbeite dran.  ;)

Einstweilen folgende Gegenfrage zu Deiner Ausf&#252;hrung: Einerseits schreibst Du,  „dieses Gemeinsame [zwischen Design und Kunst, das wir suchten] gibt es schlicht nicht“, andererseits schreibst Du von den „10 Gesichtern“, die in einigen Punkten (aber nicht in allen) &#252;bereinstimmten, und deshalb „familien&#228;hnlich“ seinen. Also geht es auch Dir um die &#220;bereinstimmung („das Gemeinsame“) von Attributen/Definitionen. 

Wo ist der Nutzen der „Familien&#228;hnlichkeit“, wenn man sich nun, statt um die ganzheitliche Definition, um einzelne Attribute streitet? Einigen muss man sich auch auf einen Kanon der einzelnen Attribute. (Du sagst beispielsweise: „Die Gesichter der Familie Schmidt erkennt man an den Sommersprossen.“ Und ich sage: „Sommersprossen haben viele andere auch.“) Selbst, wenn es um ein Feld von Begriffen geht, m&#252;ssen dieses doch alle Diskussionsteilnehmer akzeptieren, um zu einem Konsens zu gelangen. Wird hier nicht der „Stein des Ansto&#223;es“ zu einem Eimer Kieselsteine potenziert, also die Anzahl der Wurfgeschosse multipliziert?

Ein anderer Gedanke: Aus welchem Grund schl&#228;gt eigentlich die Frage „Design“ vs. „Kunst“ jedesmal wieder und immer wieder aus Neue solche Wellen? Warum immer die gleichen Argumente, Klischées und Polemiken? &lt;b&gt;Welcher Nerv liegt da blank? &lt;/b&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Oliver Adam (#48)</p>
<p>Du schon wieder.   ;)<br />
Nach Deiner letzten Ausf&#252;hrung in „Design vs. Dekoration“ wollte ich es genau wissen und hab mir das entsprechende Wittgenstein-B&#252;chlein besorgt. Noch etwas Geduld, ich arbeite dran.  ;)</p>
<p>Einstweilen folgende Gegenfrage zu Deiner Ausf&#252;hrung: Einerseits schreibst Du,  „dieses Gemeinsame [zwischen Design und Kunst, das wir suchten] gibt es schlicht nicht“, andererseits schreibst Du von den „10 Gesichtern“, die in einigen Punkten (aber nicht in allen) &#252;bereinstimmten, und deshalb „familien&#228;hnlich“ seinen. Also geht es auch Dir um die &#220;bereinstimmung („das Gemeinsame“) von Attributen/Definitionen. </p>
<p>Wo ist der Nutzen der „Familien&#228;hnlichkeit“, wenn man sich nun, statt um die ganzheitliche Definition, um einzelne Attribute streitet? Einigen muss man sich auch auf einen Kanon der einzelnen Attribute. (Du sagst beispielsweise: „Die Gesichter der Familie Schmidt erkennt man an den Sommersprossen.“ Und ich sage: „Sommersprossen haben viele andere auch.“) Selbst, wenn es um ein Feld von Begriffen geht, m&#252;ssen dieses doch alle Diskussionsteilnehmer akzeptieren, um zu einem Konsens zu gelangen. Wird hier nicht der „Stein des Ansto&#223;es“ zu einem Eimer Kieselsteine potenziert, also die Anzahl der Wurfgeschosse multipliziert?</p>
<p>Ein anderer Gedanke: Aus welchem Grund schl&#228;gt eigentlich die Frage „Design“ vs. „Kunst“ jedesmal wieder und immer wieder aus Neue solche Wellen? Warum immer die gleichen Argumente, Klischées und Polemiken? <b>Welcher Nerv liegt da blank? </b></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Oliver Adam</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98207</link>
		<dc:creator>Oliver Adam</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 08:31:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98207</guid>
		<description>@ Tomas (51)
&lt;i&gt;Und zum Thema Kunst: F&#252;r mich ist Design einfach Kunst die konkreten (wirtschaftlichen) Nutzen stiftet. Bums. Aus.&lt;/i&gt;

Das hie&#223;e, alle freien Arbeiten und viele Studentenarbeiten w&#228;ren demnach &lt;i&gt;kein&lt;/i&gt; Design, da sie keinen wirtschaftlichen Nutzen bringen. Da w&#252;rde wohl keiner zustimmen. Typisches Beispiel-Spiel der alten Schule (s. o.), das keinen weiterbringt und es sich zu einfach macht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Tomas (51)<br />
<i>Und zum Thema Kunst: F&#252;r mich ist Design einfach Kunst die konkreten (wirtschaftlichen) Nutzen stiftet. Bums. Aus.</i></p>
<p>Das hie&#223;e, alle freien Arbeiten und viele Studentenarbeiten w&#228;ren demnach <i>kein</i> Design, da sie keinen wirtschaftlichen Nutzen bringen. Da w&#252;rde wohl keiner zustimmen. Typisches Beispiel-Spiel der alten Schule (s. o.), das keinen weiterbringt und es sich zu einfach macht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jamie oliver</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-2#comment-98187</link>
		<dc:creator>jamie oliver</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 20:18:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98187</guid>
		<description>Darum sage ich hier gerne nochmals. Bei der Definition was Kunst ist und was nicht klingt da so als g&#228;be es ein entweder oder. Daf&#252;r sind die Grenzen auslaufend....was f&#252;r mich nur wenig mit Kunst zu tun hat ist f&#252;r jemand anders ganz klar Kunst. Darum werden wir uns wohl nie finden...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Darum sage ich hier gerne nochmals. Bei der Definition was Kunst ist und was nicht klingt da so als g&#228;be es ein entweder oder. Daf&#252;r sind die Grenzen auslaufend&#8230;.was f&#252;r mich nur wenig mit Kunst zu tun hat ist f&#252;r jemand anders ganz klar Kunst. Darum werden wir uns wohl nie finden&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-1#comment-98183</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 18:27:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98183</guid>
		<description>Kaum zu glauben wie viele Kommentare diese Diskussion doch immer wieder provoziert. Und ich stimme HD auf der Seite auf jeden Fall zu: Die Frage ist doch viel wichtiger, ob Design Spa&#223; macht. Mir macht es Spa&#223;.

Und zum Thema Kunst: F&#252;r mich ist Design einfach Kunst die konkreten (wirtschaftlichen) Nutzen stiftet. Bums. Aus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum zu glauben wie viele Kommentare diese Diskussion doch immer wieder provoziert. Und ich stimme HD auf der Seite auf jeden Fall zu: Die Frage ist doch viel wichtiger, ob Design Spa&#223; macht. Mir macht es Spa&#223;.</p>
<p>Und zum Thema Kunst: F&#252;r mich ist Design einfach Kunst die konkreten (wirtschaftlichen) Nutzen stiftet. Bums. Aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Juli Gudehus</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-1#comment-98174</link>
		<dc:creator>Juli Gudehus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 16:40:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98174</guid>
		<description>@ Oliver Adam

Sehr gut argumentiert, Chapeau!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Oliver Adam</p>
<p>Sehr gut argumentiert, Chapeau!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Oliver Adam</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-1#comment-98171</link>
		<dc:creator>Oliver Adam</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 15:03:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98171</guid>
		<description>Das alte Spiel, dabei hat doch Wittgenstein alles darauf schon gesagt. Ihr bringt alle wichtige Argumente, und doch dreht Ihr Euch im Kreise: Ich verweise nochmal auf diese Diskussion hier:

&lt;a href=&quot;http://www.fontblog.de/design-vs-dekoration-oder&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Design vs. Dekoration&lt;/a&gt;

und fasse noch mal zusammen:

Die Diskussion »Ist Grafikdesign Kunst?« muss immer im Kreise laufen, denn Ihr spielt das »Beispiel-Spiel«. Ihr versucht, Begriffe – Kunst, Grafikdesign – zu definieren, indem Ihr &lt;b&gt;Beispiele&lt;/b&gt; nennt. Das Problem nur: Jedesmal, wenn ein anderer ein Gegenbeispiel bringt, ist die Defintion (»Was ist Design?«, »Was ist Styling?«, »Was ist Dekoration?«, »Was ist Kunst?«) widerlegt – jedenfalls dann, wenn man an einer ernsthaften Defintion interessiert ist. Auf Deutsch, wenn die Begriffsdefinition &lt;b&gt;notwendig&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;hinreichend&lt;/b&gt; ist. Also: »Kunst« liegt dann, und &lt;i&gt;nur&lt;/i&gt; dann vor, wenn …«

Ihr versucht, sozusagen nach dem &lt;b&gt;»verborgenen Gemeinsamen«&lt;/b&gt; zu suchen, dass dem Begriff »Grafikdesign« oder »Kunst« zugrundeliegt. Das kann nicht gelingen, denn Ihr jagt nach einem Phantom, denn dieses Gemeinsame gibt es schlicht nicht. Die L&#246;sung hat Wittgenstein dargestellt. Zentral ist hier der Begriff &lt;b&gt;»Familien&#228;hnlichkeit«&lt;/b&gt;. Wie etwa 10 Gesichter, die in einigen Punkten &#252;bereinstimmen, in anderen aber nicht, sich aber nie hundertprozentig decken, kann man doch sagen, diese 10 Gesichter geh&#246;ren zur »Familie Schmidt«, denn sie &lt;b&gt;&#228;hneln&lt;/b&gt; sich in Summe eben sehr.

Spielt das mal durch mit der Frage: »Was ist ein Spiel?«. Was haben Poker, Fu&#223;ball, Klatschspiele im Kindergarten, Schach, Couterstricke etc. gemeinsam, dass man sie »Spiel« nennt? Ihr m&#252;sst scheitern, wenn Ihr das »verborgene Gemeinsame« sucht. Die L&#246;sung bringt hier wieder die »Familien&#228;hnlichkeit« im Sinne Wittgensteins. Ja, selbst das »verborgene Gemeinsame« beim Suchen nach der Defintion »Stuhl« muss scheitern.

Dann kommt uns eben dieser Wittgenstein mit seiner »Familien&#228;hnlichkeit« zu Hilfe. Seine Leistung ist, dass er uns &lt;b&gt;wegf&#252;hrt von exakten Klassifikationen&lt;/b&gt; im aristotelischen Sinne und Defintionen im Stile von »Wir nennen etwas Design, wenn – und nur wenn, …« &lt;b&gt;hin zu unscharfen Defintionen&lt;/b&gt; (»fuzzy«!), eben Familien&#228;hnlichkeiten.

&lt;b&gt;Was ist also Design, Dekoration und Kunst?&lt;/b&gt;

Nat&#252;rlich kann das jeder f&#252;r sich entscheiden, doch w&#252;ssten wir immer noch nicht, was Design »wirklich« ist. Das lie&#223;e sich nur in einer empirischen Untersuchung festellen – zum Beispiel im Rahmen der Forschung von Einstellungen in der Psychologie: Wir lassen die Versuchspersonen auf einer Rating-Skala von 0 (ist keine Kunst) bis 10 (ist Kunst) diese Frage beantworten: »Sch&#228;tzen Sie spontan ein, ob die folgende Werke f&#252;r Sie Kunst sind.«. Als Items folgen dann »Das Herstellen eines Logos im Auftrag eines Unternehmens«, »Das Verzieren einer Tapete mit einer Borte«, etc. Ergebnis w&#228;re vermutlich hohe Zustimmungsgrade f&#252;r einige Aussagen, geringere und geringe f&#252;r andere. Und schon kann man mit gewissen Ausertungstechniken die N&#228;he der Aussagen grafisch darstellen – Familien&#228;hnlichkeiten eben … Das erkl&#228;rt auch, dass das, was Kunst »ist« abh&#228;ngt vom »Zeitgeist«. Es kann also passieren, dass Werke in einer Epoche nicht als Kunst gelten und in einer anderen schon. 

Man kann es sich aber auch ganz einfach machen und der &lt;b&gt;»Institutionstheorie«&lt;/b&gt; folgen. Danach ist Design das, was Experten der Szene wie Design-Professoren als Design erachten. Kunst ist demnach das, was Kunst-Professoren, -Kritiker oder Galeristen daf&#252;r halten. Etc. Woher nun ihre »magische Berechtigung« kommt, ist nat&#252;rlich v&#246;llig unklar, und daher ist diese Definition auch nicht zu halten. Wenn das so ist, hat Nr. 5 Unrecht: Nur weil etwas in Museen h&#228;ngt, m&#252;ssen es die meisten Menschen nicht als der »Familie Kunst« &#228;hnlich einstufen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das alte Spiel, dabei hat doch Wittgenstein alles darauf schon gesagt. Ihr bringt alle wichtige Argumente, und doch dreht Ihr Euch im Kreise: Ich verweise nochmal auf diese Diskussion hier:</p>
<p><a href="http://www.fontblog.de/design-vs-dekoration-oder" >Design vs. Dekoration</a></p>
<p>und fasse noch mal zusammen:</p>
<p>Die Diskussion »Ist Grafikdesign Kunst?« muss immer im Kreise laufen, denn Ihr spielt das »Beispiel-Spiel«. Ihr versucht, Begriffe – Kunst, Grafikdesign – zu definieren, indem Ihr <b>Beispiele</b> nennt. Das Problem nur: Jedesmal, wenn ein anderer ein Gegenbeispiel bringt, ist die Defintion (»Was ist Design?«, »Was ist Styling?«, »Was ist Dekoration?«, »Was ist Kunst?«) widerlegt – jedenfalls dann, wenn man an einer ernsthaften Defintion interessiert ist. Auf Deutsch, wenn die Begriffsdefinition <b>notwendig</b> und <b>hinreichend</b> ist. Also: »Kunst« liegt dann, und <i>nur</i> dann vor, wenn …«</p>
<p>Ihr versucht, sozusagen nach dem <b>»verborgenen Gemeinsamen«</b> zu suchen, dass dem Begriff »Grafikdesign« oder »Kunst« zugrundeliegt. Das kann nicht gelingen, denn Ihr jagt nach einem Phantom, denn dieses Gemeinsame gibt es schlicht nicht. Die L&#246;sung hat Wittgenstein dargestellt. Zentral ist hier der Begriff <b>»Familien&#228;hnlichkeit«</b>. Wie etwa 10 Gesichter, die in einigen Punkten &#252;bereinstimmen, in anderen aber nicht, sich aber nie hundertprozentig decken, kann man doch sagen, diese 10 Gesichter geh&#246;ren zur »Familie Schmidt«, denn sie <b>&#228;hneln</b> sich in Summe eben sehr.</p>
<p>Spielt das mal durch mit der Frage: »Was ist ein Spiel?«. Was haben Poker, Fu&#223;ball, Klatschspiele im Kindergarten, Schach, Couterstricke etc. gemeinsam, dass man sie »Spiel« nennt? Ihr m&#252;sst scheitern, wenn Ihr das »verborgene Gemeinsame« sucht. Die L&#246;sung bringt hier wieder die »Familien&#228;hnlichkeit« im Sinne Wittgensteins. Ja, selbst das »verborgene Gemeinsame« beim Suchen nach der Defintion »Stuhl« muss scheitern.</p>
<p>Dann kommt uns eben dieser Wittgenstein mit seiner »Familien&#228;hnlichkeit« zu Hilfe. Seine Leistung ist, dass er uns <b>wegf&#252;hrt von exakten Klassifikationen</b> im aristotelischen Sinne und Defintionen im Stile von »Wir nennen etwas Design, wenn – und nur wenn, …« <b>hin zu unscharfen Defintionen</b> (»fuzzy«!), eben Familien&#228;hnlichkeiten.</p>
<p><b>Was ist also Design, Dekoration und Kunst?</b></p>
<p>Nat&#252;rlich kann das jeder f&#252;r sich entscheiden, doch w&#252;ssten wir immer noch nicht, was Design »wirklich« ist. Das lie&#223;e sich nur in einer empirischen Untersuchung festellen – zum Beispiel im Rahmen der Forschung von Einstellungen in der Psychologie: Wir lassen die Versuchspersonen auf einer Rating-Skala von 0 (ist keine Kunst) bis 10 (ist Kunst) diese Frage beantworten: »Sch&#228;tzen Sie spontan ein, ob die folgende Werke f&#252;r Sie Kunst sind.«. Als Items folgen dann »Das Herstellen eines Logos im Auftrag eines Unternehmens«, »Das Verzieren einer Tapete mit einer Borte«, etc. Ergebnis w&#228;re vermutlich hohe Zustimmungsgrade f&#252;r einige Aussagen, geringere und geringe f&#252;r andere. Und schon kann man mit gewissen Ausertungstechniken die N&#228;he der Aussagen grafisch darstellen – Familien&#228;hnlichkeiten eben … Das erkl&#228;rt auch, dass das, was Kunst »ist« abh&#228;ngt vom »Zeitgeist«. Es kann also passieren, dass Werke in einer Epoche nicht als Kunst gelten und in einer anderen schon. </p>
<p>Man kann es sich aber auch ganz einfach machen und der <b>»Institutionstheorie«</b> folgen. Danach ist Design das, was Experten der Szene wie Design-Professoren als Design erachten. Kunst ist demnach das, was Kunst-Professoren, -Kritiker oder Galeristen daf&#252;r halten. Etc. Woher nun ihre »magische Berechtigung« kommt, ist nat&#252;rlich v&#246;llig unklar, und daher ist diese Definition auch nicht zu halten. Wenn das so ist, hat Nr. 5 Unrecht: Nur weil etwas in Museen h&#228;ngt, m&#252;ssen es die meisten Menschen nicht als der »Familie Kunst« &#228;hnlich einstufen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Anton</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-1#comment-98167</link>
		<dc:creator>Anton</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 13:04:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98167</guid>
		<description>@ Kunstfehler: Simme voll inhaltlich zu! Sehe mich auf jeden Fall als Kunsthandwerker, nicht als K&#252;nstler.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Kunstfehler: Simme voll inhaltlich zu! Sehe mich auf jeden Fall als Kunsthandwerker, nicht als K&#252;nstler.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: fjord</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-1#comment-98164</link>
		<dc:creator>fjord</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 12:29:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98164</guid>
		<description>@ thomas (#42)

Prima.   ;)

@ HD (#43)

Hey, danke! Damit kann ich arbeiten. Tats&#228;chlich unterscheidet sich unser Verst&#228;ndnis von Pop. F&#252;r mich ist Pop mittlerweile beinahe alles das, was Erkenntnisgewinn geradezu verhindert (Dekoration, Vordergr&#252;ndigkeit, Oberfl&#228;chlichkeit, Materialit&#228;t, Marketing, daraus reslutierend eine gewisse Denkfaulheit und &#220;bers&#228;ttigung, etc.). Ich verstehe allerdings sehr gut, was f&#252;r Dich Pop ausmacht. Und bin ganz Deiner Meinung, dass Design in diesem (Deinem) Pop-Kontext viel besser eingebettet gedacht werden kann, denn als ewiger Gegenpart zur „Kunst“.

Allerdings bin ich nicht Deiner Meinung, was das Fallen der Grenze zwischen „Design“ und „Kunst“ angeht. – Vielleicht sollte man auch da andere Begrifflichkeiten einf&#252;hren, um die Differenz deutlich zu machen. 

Was ich unter „Pop“ verstehe, ist weitgehend gleichbedeutend mit „Dekoration“ (und diese schlie&#223;t u.a. einen Teil dessen mit ein, was wir „Design“ nennen). Also ein wohlig warmes farbenfrohes und multimediales Dauerrauschen von (Kauf- bzw. Konsum-) Impulsen. Hier herrscht das infantile „das will ich haben“ &#252;ber das „erwachsene“ „das will ich verstehen“. Also die Befriedigung von (teils k&#252;nstlich geweckten) L&#252;sten &#252;ber den Erkenntnisgewinn. Gier statt Neugier.
Nichts gegen Bed&#252;rfnisbefriedigung. Allerdings ist Erkenntnis auch ein Bed&#252;rfnis. Eines, das „Dekoration“ nur &#252;berdecken aber nicht befriedigen kann. Und hier k&#228;me die „Kunst“ ins Spiel (worunter u.a. der andere Teil dessen f&#228;llt, was wir unter „Design“ verstehen): Das Untersuchen, Dokumentieren, Auswerten und Infragestellen von Lebenswirklichkeit („Pop“). Eine T&#228;tigkeit quer zu „Dekoration“, die – im besten Fall vielleicht sogar – Alternativen zum „will ich haben“ aufzeigen kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ thomas (#42)</p>
<p>Prima.   ;)</p>
<p>@ HD (#43)</p>
<p>Hey, danke! Damit kann ich arbeiten. Tats&#228;chlich unterscheidet sich unser Verst&#228;ndnis von Pop. F&#252;r mich ist Pop mittlerweile beinahe alles das, was Erkenntnisgewinn geradezu verhindert (Dekoration, Vordergr&#252;ndigkeit, Oberfl&#228;chlichkeit, Materialit&#228;t, Marketing, daraus reslutierend eine gewisse Denkfaulheit und &#220;bers&#228;ttigung, etc.). Ich verstehe allerdings sehr gut, was f&#252;r Dich Pop ausmacht. Und bin ganz Deiner Meinung, dass Design in diesem (Deinem) Pop-Kontext viel besser eingebettet gedacht werden kann, denn als ewiger Gegenpart zur „Kunst“.</p>
<p>Allerdings bin ich nicht Deiner Meinung, was das Fallen der Grenze zwischen „Design“ und „Kunst“ angeht. – Vielleicht sollte man auch da andere Begrifflichkeiten einf&#252;hren, um die Differenz deutlich zu machen. </p>
<p>Was ich unter „Pop“ verstehe, ist weitgehend gleichbedeutend mit „Dekoration“ (und diese schlie&#223;t u.a. einen Teil dessen mit ein, was wir „Design“ nennen). Also ein wohlig warmes farbenfrohes und multimediales Dauerrauschen von (Kauf- bzw. Konsum-) Impulsen. Hier herrscht das infantile „das will ich haben“ &#252;ber das „erwachsene“ „das will ich verstehen“. Also die Befriedigung von (teils k&#252;nstlich geweckten) L&#252;sten &#252;ber den Erkenntnisgewinn. Gier statt Neugier.<br />
Nichts gegen Bed&#252;rfnisbefriedigung. Allerdings ist Erkenntnis auch ein Bed&#252;rfnis. Eines, das „Dekoration“ nur &#252;berdecken aber nicht befriedigen kann. Und hier k&#228;me die „Kunst“ ins Spiel (worunter u.a. der andere Teil dessen f&#228;llt, was wir unter „Design“ verstehen): Das Untersuchen, Dokumentieren, Auswerten und Infragestellen von Lebenswirklichkeit („Pop“). Eine T&#228;tigkeit quer zu „Dekoration“, die – im besten Fall vielleicht sogar – Alternativen zum „will ich haben“ aufzeigen kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jashson</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-1#comment-98163</link>
		<dc:creator>Jashson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 12:15:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98163</guid>
		<description>Handwerkskunst != Kunsthandwerk!?

Wie schon einige Vorredner bemerkt haben h&#228;ngt die Diskussion ob Grafikdesign Kunst ist von der Definition beider Begriffe ab. Und diese ist doch stark subjektiv gepr&#228;gt - was ich auch gut finde. Sonst g&#228;be es diese Diskussion nicht und das Leben w&#228;re um ein bisschen Farbe &#228;rmer.

Meiner Meinung nach ist f&#252;r mich Grafikdesign ein Handwerk, &#228;hnlich wie das Schuhmachen, das B&#228;ckern oder Setzen. Wird dieser Beruf mit Wissen, Leidenschaft und Erfahrung ausge&#252;bt so sagt man dazu dann Handwerkskunst. 

Aber ist ein Handwerker ein K&#252;nstler? Im allt&#228;glichen Sinne w&#252;rde ich diese Frage mit Nein beantworten. 

Ist ein K&#252;nstler ein Handwerker? Ja, sollte er eigentlichen sein. Ein K&#252;nstler sollte sein Handwerk verstehen.

Grafikdesign z&#228;hlt f&#252;r mich zur auftragsorientierten, kommerziellen Dienstleistung, die den W&#252;nschen des Kunden entspricht, was einem K&#252;nstler eigentlich nicht zuzusprechen ist (aber oft genug doch der Fall ist um zu &#252;berleben).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Handwerkskunst != Kunsthandwerk!?</p>
<p>Wie schon einige Vorredner bemerkt haben h&#228;ngt die Diskussion ob Grafikdesign Kunst ist von der Definition beider Begriffe ab. Und diese ist doch stark subjektiv gepr&#228;gt &#8211; was ich auch gut finde. Sonst g&#228;be es diese Diskussion nicht und das Leben w&#228;re um ein bisschen Farbe &#228;rmer.</p>
<p>Meiner Meinung nach ist f&#252;r mich Grafikdesign ein Handwerk, &#228;hnlich wie das Schuhmachen, das B&#228;ckern oder Setzen. Wird dieser Beruf mit Wissen, Leidenschaft und Erfahrung ausge&#252;bt so sagt man dazu dann Handwerkskunst. </p>
<p>Aber ist ein Handwerker ein K&#252;nstler? Im allt&#228;glichen Sinne w&#252;rde ich diese Frage mit Nein beantworten. </p>
<p>Ist ein K&#252;nstler ein Handwerker? Ja, sollte er eigentlichen sein. Ein K&#252;nstler sollte sein Handwerk verstehen.</p>
<p>Grafikdesign z&#228;hlt f&#252;r mich zur auftragsorientierten, kommerziellen Dienstleistung, die den W&#252;nschen des Kunden entspricht, was einem K&#252;nstler eigentlich nicht zuzusprechen ist (aber oft genug doch der Fall ist um zu &#252;berleben).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Juli Gudehus</title>
		<link>http://www.fontblog.de/ist-grafikdesign-kunst/comment-page-1#comment-98161</link>
		<dc:creator>Juli Gudehus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 11:44:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=2075#comment-98161</guid>
		<description>Ich war auch grad im Museum, im K&#246;lner Museum f&#252;r angewandte Kunst, in einer Ausstellung mit dem vielversprechenden Titel &quot;Kunst und Design im Dialog&quot; – f&#252;r mich leider verschenkte Zeit: ich hatte mich schon auf spannende neue Einsichten gefreut, auf die Herstellung von Bez&#252;gen, die ich noch nicht kenne – Pustekuchen. Eine Ausstellung zu genau dem Thema sollte es wirklich geben, das f&#228;nd ich auch reizvoll. Vielleicht kriegt das ja nochmal ein anderer Ausstellungsort hin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war auch grad im Museum, im K&#246;lner Museum f&#252;r angewandte Kunst, in einer Ausstellung mit dem vielversprechenden Titel &#8220;Kunst und Design im Dialog&#8221; – f&#252;r mich leider verschenkte Zeit: ich hatte mich schon auf spannende neue Einsichten gefreut, auf die Herstellung von Bez&#252;gen, die ich noch nicht kenne – Pustekuchen. Eine Ausstellung zu genau dem Thema sollte es wirklich geben, das f&#228;nd ich auch reizvoll. Vielleicht kriegt das ja nochmal ein anderer Ausstellungsort hin.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

