Ikea-Katalog 2010: Verdana ersetzt Futura

Der neue Ikea-Katalog wird gerade in Europa ausgeliefert. In den USA ist er bereits in den meisten Haushalten angekommen. Und von dort schwappen nun die ersten Horrormeldung via Twitter über den Teich: Der Hauptkatalog 2010 ist komplett in der Allerweltsschrift Verdana gesetzt. Drei typische Kommentare: Web-Fonts sehen gedruckt bescheuert aus, Ihr habt meinen Respekt als Designer verloren, typografische Identitätskrise.

Damit verabschiedet sich das Möbelhaus in dieser Saison von der lange verwendeten Futura. Warum haben die schwedischen Kataloggestalter das getan? Sicher nicht zur Verbesserung der Lesbarkeit: Schon seit Jahren wünsche ich mir eine Serifenschrift fürs Kleingedruckte. Um den gedruckten Auftritt mit dem Internet-Auftritt in Einklang zu bringen? Möglicherweise. Mehr Profil gewinnen: Eher nicht.

Ich glaube … doch das wird die Schweden so nicht zugeben: Verdana ist billig, Verdana ist massentauglich, Verdana ist zeitgemäß. Sind das nicht die Markenwerte von Ikea?


110 Kommentare

  1. Simon

    Außer im Internet in kleinen Textgrößen funktioniert die Verdana leider nicht. Schade IKEA, wer hat euch diesen Unsinn verkauft?! Für mich gehören Futura und IKEA zusammen…

  2. Micha

    Musste dies soeben im Onlinekatalog mit Erschrecken feststellen. Wechsel von Futura auf Verdana… Oh mein Gott! IKEA ist bei mir grade in der Beliebtheitsskala um einige Punkte nach unten geschnellt. Mir bleibt vor lauter Schrecken momentan die Luft weg. Ich hoffe nur, bei der 2011er Ausgabe des Katalogs wird wieder zurück auf die Futura gewechselt.

    (Übrigens… Es soll ja sogar Leute geben, die Verdana als Haus- und Logoschrift benutzen.)

  3. Matt

    Das tut weh. Sehr weh. Werde mir ein neues Möbelhaus suchen müssen.

  4. Michael

    Schön dass du die Diskussion zum Thema aufgenommen hast. Ich bin mir nicht sicher ob der Kostenfaktor eine entscheidende Rolle spielt und hab sogar positive Kommentare gelesen: http://jxnblk.tumblr.com/post/159210101/ikea-owns-verdana-i-love-verdana-on-screen-but-i
    Leider simmt eben nicht ganz, was das amerikanische Cover verspricht: “New lower prices, same great quality”…

  5. Thomas Scholz

    Wenn Verdana überhaupt etwas kommuiniziert, dann das Flair des Billigen. Im Jahr darauf kommt dann wohl der nächste logische Schritt: Comic Sans.

    Vielleicht will IKEA künftig auch mehr Text unterbringen und deshalb die Schrift verkleinern. Das hält die Verdana ein bißchen besser aus als die Futura. Aber ob längere Texte den ästhetischen Abrutsch kompensieren können? Ich bezweifle das …

  6. DanU

    der ansatz stimmt, denn die Futura ja auch nur gut für die Headlines war. da schliess ich mich Jürgen an: für die Textblöcke (und die vielen zahlen) war Futura auch keine traumlösung. aber die verdana muss es ja auch nicht gleich sein. ;)
    sollte so ein dicker global player nicht mal seine EIGENE schrift haben (und dabei womöglich sogar noch geld sparen!?)

  7. R::bert

    Aber eines muss man Ihnen lassen: sie haben gleich noch die Qualität des Titelfotos auf die der Typo reduziert. Hoffentlich nicht auch noch die Quali der Möbel…

  8. Jürgen W.

    Helvetica für die CDU und Verdana für Ikea. Passt alles wunderbar konsequent zusammen.

  9. HD Schellnack.

    Vor allem passt die Verdana prima zu Ikeas Umgang mit Markenvorbildern, die gern mal preiswert nachgebaut werden. Aber will man das nun wirklich kommunizieren?
    Futura ist zeitlos und von Ikea (und VW) seit Jahren ganz gut im familienfreundlichen Tandem seltsam emotionalisiert– und passte insofern immer recht gut, obwohl das Ikea-Design eh immer überladener wird.
    Die Verdana ist eine verpasste Chance, sich eine individuellere Schrift zu geben. Rück- statt Fortschritt. Wird entsprechend eventuell nicht von Dauer sein.

  10. Florian

    ruedi baur’s büro hat für eine französische schule mal die verdana als hausschrift überarbeitet und “lesbar” gemacht, da die original verdana schrecklich ist

  11. Jürgen W.

    @ 10: So? Mit dem Filzer übermalt wie die Syntax?

  12. Dave

    Meine Meinung als gelernter Tischler dazu:
    “Alles passend zur Qualität der Möbel. Ist doch konsequent!”

  13. Ralf

    Vielleicht ist der Verdana-“Look” ja grad total im kommen – die neue Audi-Hausschrift ist ja auch nicht weit weg davon. Und da tat’s auch richtig weh, finde ich!

  14. Uans

    Das ist doch krank! Wie kann ein vernünftig denkender Mensch so etwas veranlassen.

    Futura ist DIE Ikea Schrift überhaupt! Jedes Mal wenn ich eine Fette Futura als Headline seh denk ich erstmal an IKEA.

    Verrrückte Welt!

  15. Simon Wehr

    Ihr habt meinen Respekt als Designer verloren

    Welcher ein wenig mit Produktdesign bewanderte Designer kann den Respe©t vor IKEA haben? Als Jurist hätte ich das; als Marketingmensch hätte ich das – aber als Designer?
    Von daher fänd’ ich ja auch die Arial als der IKEA-Idee entsprechend. Aber die gibts leider nicht in kleine Kisten verpackt …

  16. thomas junold

    ich fand so einige elemente mit der futura immer sehr schön, zahlen in kreisen etc., aber die verdana macht mich gar nicht glücklich. ich hab auch schon klamotten gesehen, mit so fürchterlich zeitgeistigen all-over-aufdrucken in der verdana. nun kann ein 14jähriger das nicht wissen, aber die designer sollten es für ihn mit wissen und entscheiden.

    man war doch immer froh, dass ikea eine andere grafische qualität hatte, als der standard möbel-discounter, speziell in deutschland. sich die als vorbild zu nehmen über kurz oder lang, ist mit großer sicherheit das todesurteil für ikea als marke.

    was die plagiate angeht, die HD angesprochen hat, so finden sich zugebenermaßen auch bei mir so ein paar exemplare :) aber das mono-e ist einfach etwas unangenehm teuer. :(

  17. Plamen Tanovski

    Passt ja vom Geist her, wie richtig festgestellt, ausgezeichnet zueinander: die Schrift der “Microserfs” zu “semi-disposable Swedish furniture”

  18. Simon Wehr

    Wär das nicht mal Idee für Fontshop:
    »Du kaufst die Buchstaben in einem flachen Karton als einzelne Dateien und bekommst einen kleinen (einmal benutzbaren) Font-Editor und bastelst Dir Deine Schrift samt Kerning selber. Das spart Kosten und macht ja auch Spaß.«

    Die Schriften hießen dann LESÅR, TÅBELL oder RÄKLAMA …

  19. Ole

    … so schlimm finde ich die Verdana nicht, man hat sie eben etwas zu viel gesehen – Futura in den bestehenden Kaufversionen fand ich immer schon schlecht (die VW Futura basiert auf der Originalvorlage, das ist der bessere Ansatz).

    Ich würde Firmen wie Ikea immer eine eigene Hausschrift empfehlen, dies lohnt sich gestalterisch, in Bezug auf bessere Lesbarkeit und vor allem fördert eine eigene Schrift die Identität nach aussen und im Unternehmen selbst, was oft sehr unterschätzt wird.

  20. thomas junold

    simon: geh mal in die möbel-discounter und schau dich mal mit einem ikea-katalog in der hand um. wer klaut da eigentlich bei wem, wo sind die originale? ikea hat schon den designgedanken an sich an orte gebracht, die alleine aus finanziellen gründen vielen verschlossen bleiben werden. oder kannst du 10k€ für einen »lounge-chair« ausgeben? wenn die leute den wunsch haben darauf sitzen zu wollen mit zugegeben vermutlich dem bruchteil der eleganz und der qualität des originals, so finde ich da nichts verwerfliches drann.

    das perverse an designermöbeln, die eigentlich gebrauchsgegenstände sind, und deshalb auch zu solchen preisen gehandelt werden sollten sind defintiv die oftmals völlig überzogenen preise.

    es gibt sogar eine ikea-ausstellung in einem designmuseum, in der pinkatothek.

  21. Tobi

    Seid Ihr sicher, dass es sich bei dem Phänomen wirklich um die gedruckte Ausgabe handelt (wo ich gerade die Bestätigung auf Basis des „Online-Katalogs“ las)? Vielleicht ist das einfach nur eine Panne in der Schriftsubstitution eines PDF und gedruckt ist alles in Ordnung?

    Wäre zumindest meine Vermutung.

  22. Michel

    Ich hab auf Twitter gelesen, IKEA habe an einer Hausschrift arbeiten lassen, die sei dann aber nicht rechtzeitig zufriedenstellend fertiggeworden.

  23. Simon Wehr

    @ Thomas:
    Ja, ich habe ein wenig übertrieben, mit Absicht. Ich finde den Grundgedanken von IKEA auch richtig und mit der Qualität kann ich bei den Preisen meist auch leben. Aber man muss schon festhalten, dass IKEA bei vielen Produkten seeehr dicht an »Originalen« liegt, die dann mal lässig abgekupfert und rationalisiert produziert werden.
    In meiner Wohnung und im Büro stehen auch (zu) viele IKEA-Dinge.
    Wenn ich will könnte ich meine eigenen Kaufentscheidungen bei Möbeldesign auf die Kaufentscheidungen unserer Kunden beim Grafikdesign übertragen, gell?
    Aber das gehört jetzt nicht hierhin.

  24. thomas junold

    » … seeehr dicht an »Originalen« liegt, die dann mal lässig abgekupfert und rationalisiert produziert werden.«

    absolut. ABER ich habe mir schon lange vor der diskussion hier vorgenommen, nach und nach mir das oben genannte besteck im original zu kaufen. :) man braucht ja ziele. es fühlt sich auch besser an, das original in der hand zu halten. :)

    »Aber das gehört jetzt nicht hierhin.«

    die gründe dürften wirklich die gleichen sein. leider. :(

  25. Michael

    @Tobi: nein, es betrifft auch die Plakate (http://img27.yfrog.com/i/n38l.jpg/) und sonstiges Material (http://twitpic.com/du0t8)

    @Michel: Link?

  26. CRen

    Sieht nicht gut aus, ist aber doch letztlich völlig egal, oder warum diskutiert Ihr Grafik-Nerds darüber? ;)

  27. Niclas

    Das sieht ja wirklich schrecklich aus. Gerade im Vergleich der beiden Titelbilder kommt das Neue gar nicht gut weg.

  28. erik spiekermann

    ich würde Firmen wie Ikea immer eine eigene Hausschrift empfehlen

    Ikea hat sich die Futura und die Century Schoolbook schon vor Jahren bei Monotype in England maßschneidern lassen, vielleicht ja nur um Lizenzkosten zu sparen. Das hatte die damalige Agentur veranlasst, Stockholm Design Lab. Keine Ahnung, welche Agentur heute dahinter steckt. Jeder Auftraggeber hat eben die Gestaltung, die er verdient.

  29. Martin

    Vielleicht ist es sinniger, dass alle, die gerade hier ihren Unmut loslassen, diesen direkt an Ikea richten — in den USA gab’s nach unzähligen Beschwerden über das Redesign von Tropicana daraufhin ebenso ein Re-Redesign. Ich denke, das ist das Konstruktivste was man tun kann

  30. Christa

    @21 … bei uns in der Schweiz wurde der Katalog diese Woche versandt. Er ist komplett in Verdana gedruckt.

  31. Wolfgang

    Da hat wohl wieder jemand den Zeitgeist über zukunftsorientiertes Handeln gestellt. Wie das ja in den meisten großen Konzernzentralen geschieht…

  32. Ole

    @ erik 28
    … ich meinte mit «eigener Hausschrift» eigentlich eine neue Schrift, oder zumindest eine Schrift, die als Hausschrift zu identifizieren ist …

  33. Tobias

    Dann werde ich mal etwas aus dem Nähkästchen plaudern:
    Ich hatte das Glück während einer Studienexkursion nach Schweden Anfang Juni IKEA Communications in Älmhult zu besuchen. ICOM ist für die Katalogproduktion und alle Kommunikationsmittel zuständig.

    Der “Head of Graphics Design” informierte uns schon damals über den Wechsel von der Futura zu einer angepassten Verdana. Und auch er schlug die Hände über dem Kopf zusammen.

    Laut ihm ist jemandem aus der Führungsetage plötzlich aufgefallen, dass für Print und Internet unterschiedliche Schriften verwendet werden. Geht ja mal gar nicht… Und so war’s dann um die schöne Futura geschehen…
    ICOM hat versucht gegenzulenken, aber das war eine rein konzernpolitische Entscheidung und nichts mehr daran zu rütteln. Wenigstens haben sie versucht das beste aus der Verdana zu machen…

    Ich sehe noch heute das resignierte Gesicht dieses Mannes und das blanke Entsetzen auf dem Gesicht unseres Typo-Profs…

  34. David

    @ 34 Tobias
    Das Mitglied der Führungsetage gehört bestimmt zur Gattung der Internetausdrucker – einfach nur schlimm.

    Schlimm auch, dass das ICOM sich nicht letztendlich durchsetzen konnte. Hat der “Head” danach frustriert den Job gewechselt?

  35. erik spiekermann

    Schlimm auch, dass das ICOM sich nicht letztendlich durchsetzen konnte

    Viel schlimmer, dass die Agentur nicht weiss, wie man Futura ins Web kriegt., zB mit Sifr, @fontface, flash u.ä. Mit lizenz für eine eigene schrift geht alles, siehe unsere eigen website, http://www.edenspiekermann.com.

  36. Sebastian Nagel

    :) Katalog erhalten. Erste Reaktion: was ist denn das für ein Ungetüm? Da ich die Verdana in dem Kontext nie erwartet hätte, ist mir der Name nicht mal eingefallen … Ich bin noch hin und hergerissen zwischen “uäh…” und “geht doch eigentlich halbwegs”.
    Eine neue, eigene Type wäre schöner gewesen.

  37. Helen

    Hier könnt Ihr Euch trösten: http://www.nk.se/templates/html.aspx?id=111. Nordiska Kompagniet ist Schwedens vornehmstes Kaufhaus und immer noch der Meister des schwedischen Designs. Interessanterweise bestehen IKEA und NK beide aus denselben Grundprinzipien: Bauhaus und Carl Larsson.

  38. Marcus Kammer

    Die hatten auch nie Macintosh Computer bei sich im Möbelhaus. Pfui! Immer nur diese komischen HP Computer. Und jetzt auch noch die Futura durch die Verdana ersetzt. Pfui! Ich werde in Zukunft meine Möbel nur noch bei Apple kaufen…

  39. Heinrich

    ich habe es schon auf der website bemerkt und ahnte schlimmes und jetzt ist es da, unvorstellbar, dass die verantwortlichen sich nicht durchsetzen konnten. scheiss manager, echt mal.

  40. soso

    Ne, das hat schon Hand und Fuß.
    @font-face macht für ein CI noch nichts her weil es, zumindest in diesem Jahr nicht überall funktioniert.
    (Firefox 2, 3 z.B.)
    Flash? seid ihr wahnsinnig? Das würde bedeuten die ganze Seite in Flash umzusetzen das kommt nicht an, Barrierefreiheit und Suchmaschienentauglichkeit usw. kostet dann auch nicht schlecht extra.

    Zumal Verdana so schlecht nicht ist, wahr es wohl die richtige Entscheidung. Gute Typographie um jeden Preis ist, so Leid es mir tut, nicht sinnvoll.

  41. Sebastian Nagel

    Ein “guter Typograf” kann kaum die selbe Lösung für Bildschirm und für Druck anbieten, und ernsthaft sagen, dass das die optimale Lösung ist. Dann lieber Inkonsistenz (nicht, dass der Betrachter das nicht gewohnt wäre, dass das Netz anders aussieht wie ein Druck).

    Flash: mit sIFR muss nicht die ganze Seite in Flash umgesetzt werden, und auch Barrierefreiheit und Suchmaschinentauglichkeit ist gegeben.

  42. Miro

    Für den Schritt zur Verdana muss man wohl die ICOM zu Verantwortung ziehen. MMn wurde nicht gut genug argumentiert und Überzeugungsarbteit geleistet.
    Wir alle kennen die Situation, wenn sich, meist branchenfremde, “Wichtig-Tuer” in die Gestaltung einmischen wollen. Entweder man spielt dann den braven Dienstleister oder man versucht einfach alles, um eine andere, bessere Lösung an den Mann zubringen, denn die gab es in diesem Fall.

  43. hans hansen

    das is punk, ich finds geil

  44. Sanddorn

    Die wollen nur das Fightclub Image loswerden. hrhr

  45. sir

    Wenn ich so kommentare lese wie “da bleibt mir die Luft weg” “das tut weh, ich muss mir ein anderes Möbelhaus suchen” frage mich ob die Leute echt sonst keine Probleme haben…

  46. soso

    @Sebastian Nagel
    Nach dem Lesen von deinem Kommentar habe ich vor meinem Geistigen Auge schon die Streitereien zwischen unseren Grafikern und unseren Informatikern gesehen.

    Einigen wir uns darauf: Die Welt ist Ungerecht, mal für die Designer, mal für die Programmierer oder für die Buchhaltung.
    Zu sIFR: sIFR ist nicht optimal und nicht für alles geeignet, dass meint sogar der Erfinder. Ich möchte mir lieber nicht vorstellen was eine Umstellung des Shopsystems auf diese oder eine vergleichbare Lösung bei Ikea kosten würde selbst wenn diese Lösung in Frage kommen würde.

  47. Roland

    Genau! Endlich haben Großunternehmen wie IKEA begriffen, worauf es ankommt. Jedenfalls nicht auf Schrift. Mit der Verdana unterstreichen die Verantwortlichen ihre Nähe zum Kunden und folgen gleichzeitig ihren Sehgewohnheiten. Sollen sich doch alle selbst ernannten „Experten“ mit der überzüchteten Fontduselei aus dem Fenster stürzen. IKEA ignoriert das sinnfreie Anspruchsdenken vieler Typografen und liefert das, was Kunden bereits akzeptiert haben. Dabei pfeift das Unternehmen auf den Einsatz von Futura & Co. und die Verantwortlichen nehmen einfach das, was nahe liegt und jeder kennt. Alles andere ist belanglos.

    Wer es geschafft hat, Kunden davon zu überzeugen, dass sie die Möbel bezahlen, aber selber aufbauen sollen, der braucht keine Hausschrift, sondern hat Anspruch auf das Bundesverdienstkreuz. Wer dagegen weiterhin träge ist und den Einsatz der Typografie viel zu wichtig nimmt, wird damit nicht einen Kleiderschrank mehr verkaufen! Von mir aus hätte IKEA auch die Arial nehmen können. Was mich mehr beschäftigt, als die Betriebsblindheit vieler Typografen, ist ihre latente Erwartung, das Kunden Unterschiede bemerken und deshalb anders reagieren. Dem ist nicht so.

    Sollte es jemals dazu kommen, das ein Kunde bei IKEA vor lauter Empörung über den Einsatz der Verdana seine Ware umtauschen möchte, gelobe ich feierlich, das ich nie wieder einen Typografen in seinem Tiefschlaf wecken werde. Bis dahin reicht der Albtraum von der Vorstellung, das Schrift „einen Charakter“ hat. Das würde ich nicht mal von einem Hausschwein behaupten. Vielleicht wünschte ich mir auch nur von meinen lieben Kollegen, das sie vor lauter „Professionalität“ einfach mal nach vorne schauen sollten, anstatt ständig zurück. Kaum zu glauben, das uns ein Diplom fachlich verbinden soll. Erlaubt ist, was verkauft, auch wenn es denen nicht gefällt, die alles anders sehen. Für Experten mit herzergreifender Fontduselei öffnet IKEA trotzdem keine zusätzliche Kasse.

    Bitte hinten anstellen!
    IKEA – kritisierst du noch, oder kaufst du schon?

  48. Kommentator

    Roland, gut provoziert, aber zu durchsichtig. Ich frage mich gerade, wie Du gekleidet bist, ob Du Möbel hast und welchen Job Du hast. Du feierst das Nichts als Ultimum, als Nihilist bleibt Dir dann aber nicht viel. Auf jeden Fall hat Dich mal ein Typograf geärgert, Du schreibt ja wie ein kleines Kind, dem man sein Spielzeug weggenommen hat, geh mal in die Sonne, das beruhigt die Nerven.

  49. Juliane

    …jetzt ist es nur noch ein kleiner Schritt zur Comic Sans :)

  50. Detlef D. Seiner

    @ Roland 48. Dir empfehle ich das Buch: “Seichtgebiete: Warum wir hemmungslos verblöden!” Wenn schon alles um uns herum verdummt – durch was auch immer – und die Blödheit immer mehr Sprachrohre bekommt, dann müssen wir (Designer, Wissenschaftler etc.) es doch sein die mit Fachkenntnis und meinetwegen auch Diplom dieser Welle an Oberflächlichkeit und “Normalismus” entgegensteht. Ich streite mich lieber mit Gelehrten als mit dem Pöbel auf Der Straße. Die Kennen nur “die Fäuste”.

  51. HD Schellnack.

    >Erlaubt ist, was verkauft.
    Gähn. Nach deiner eigenen Logik verkauft Verdana nicht besser als Futura, die nun auch nicht teurer ist. BS.
    Außerdem sind wir damit zurück bei der Frage: «Why doesn’t Generel Motors sell Crack?»

  52. timeout

    Ich bin überzeugt, dass dahinter keine typografische Unkenntnis oder Ignoranz auf Seiten der Chefetage von IKEA steckt. Im Gegenteil, dieser Schritt ist wahrscheinlich strategisch geplant. Es muss billig aussehen. Sonst kommt keiner mehr in die Möbelhäuser und keiner schaut sich den Katalog an. Eine elegante Futura, die Wertigkeit und Stil vermittelt, will da keiner mehr haben. Es geht ums Geschäft und ums Verkaufen. Die Botschaft der Schrift ist Ausdruck der Wirtschaftskrise.

    Genauso machen es die privaten Krankenkassen wenn Sie für eine Versicherung ab 59 Euro werben. Da wird nichts mehr gestaltet und nur noch mit Courier oder anderen Systemschriften gearbeitet. Ich schätze das wird man in den nächsten Monaten öfter sehen.

  53. Detlef D. Seiner

    Und auf Oberfläche kann in Krisenzeiten verzichtet werden?! Hm, warum wurde der neue neue Katalog nicht von der Chefetage selbst in Word mit Wordart gesetzt und s|w kopiert? Wenn sie an allem sparen, warum bauen sie nicht demnächst in jeder Chefetage ihre Produkte selber und verkaufen ihre Produkte aus ihrer Garage heraus… ? Tut mir leid, wenn ich hier immer zynischer werde. Ich geh’ auch nicht in den Zahnärzte Blog und kritisiere deren Experten-Fachsimpelei.

  54. Roland

    @Kommentator
    Transparenz ist eine Voraussetzung für Provokation. Sonst würde doch niemand auf Provokation reagieren. Bei der Beantwortung deiner Fragen über meine Person und Lebensqualität kann ich dir leider nicht behilflich sein, denn es sind ja Fragen, die du dir selbst stellst. Ich bin zu höflich, um ein Selbstgespräch zu stören und sicher, das du dir bereits geantwortet hast.

    Bedaure, aber deine Vermutung ist unzutreffend, denn ich habe keine schlechten Erfahrungen mit einem Typografen gemacht. Ganz im Gegenteil: Die Wahrscheinlichkeit, keine guten Erfahrungen mit Typografen zu machen, erscheint wesentlich höher. Ich nehme an, IKEA hat daraus Konsequenzen gezogen − zum Wohl der Kunden und des Unternehmens.

    Apropos Reaktion:
    In die Sonne zu gehen, beruhigt nicht die Nerven. Ganz im Gegenteil: UV-Strahlung regt den Organismus an und reizt ihn sogar. Das mag von positiven Effekten begleitet sein, aber birgt auch Risiken. Damit sich Nerven beruhigen, geht man unverbesserlichen Typografen einfach aus dem Weg oder löscht die Fontduselei von ihrer Festplatte, denn erst dann wären wir bei dem von dir erwähnten Kleinkind, dem man sein Spielzeug wegnimmt. Eltern sollten dieses Kind schreien lassen, denn wenn es erst Neigungen zur Typografie entwickelt, ist nichts mehr zu retten. Die Folgeschäden für potenzielle Kunden und Kollegen sind unausweichlich, wenn der Nerd anfängt, seine Schriften als Freunde der Familie vorzustellen, nur weil alle einen Namen tragen.

    „Gestatten? Futura, meine Omi.“

  55. Tobias

    @35 David: Bis jetzt noch nicht… Vielleicht kann ich aber ab März 2010 ein bisschen mehr Hintergrundinfos liefern ;-)

    @53 timeout: Das bezweifle ich. So wie der Head of Graphics Design das rübergebracht hat war das absolut kein durchdachtes handeln der chefs… warum ICOM dann doch nicht überzeugen konnte, entzieht sich meiner kenntniss…
    und außerdem bezweifle ich, dass IKEA mit diesem Schritt explizit “billig” aussehen will! wann warst du denn das letzte mal bei IKEA? die haben ihr Image ganz schön aufpoliert und bieten lang nicht mehr nur “billigen Kram” an. Da brauchst du bloß mal in die Küchenabteilung wechseln oder dir den bekannten Kuh-Sessel der Stockholm-Kollektion (für 200 €) anschauen.

    und an alle die jetzt nach “sifr” & co schreien: das ist doch quark. dann müssten sie ALLE texte auf der Website, und ich wiederhole, ALLE, mit sifr ersetzten.
    dann können sie auch gleich ne ganz neue Flash-Website basteln. das war aber ja nicht sinn der sache.

    fakt ist doch aber, dass IKEA mit diesem schritt eindeutig sein gesicht verliert!
    wir alle haben doch bloß die markante Futura auf einem plakat erhaschen müssen um zu wissen, dass wir IKEA-Werbung vor uns haben. ohne überhaupt das logo zu sehen. und nun? jetzt kann die Werbung von jedem X-beliebigen stammen. die Verdana ist einfach zu verbreitet, zu ausgelutscht…

  56. Roland

    Ehrlich, wenn ein „Designbüro“ im Jahre 2009 einen Katalog präsentiert, der mit einer Schrift aus dem Jahre 1927 umgesetzt wurde, dann spende ich der Firma einen Kalender, aber erteile denen sicher keinen Auftrag für die Gestaltung, denn etwas frischer sollte es schon sein. Dagegen wirkt die Verdana aus dem Jahr 1996 zwar auch nicht mehr aktuell, aber liegt doch wesentlich näher an 2009, als eine „Futura“, die ihrer Bezeichnung schon seit Jahrzehnten nicht mehr gerecht wird. Nichts Neues von der Font-Front. ;-)

  57. Roland

    @Tobias

    IKEA verliert kein Gesicht, aber Typografie an Bedeutung!

    Mit IKEA steht nun ein Pro-Argument für jeden Bastler bereit, der für Kunden Prospekte und andere Medien gestaltet, aber dem die Auseinandersetzung mit Typografie zu langweilig ist. Selbst eine Comic Sans mutiert mit Hinweis auf die von IKEA eingesetzte Verdana zur exklusiven Hausschrift für manchen Kunden und skeptische Anfragen werden mit dem gleichen Hinweis im Keim erstickt. Was IKEA kann und macht, kann auch anderen Unternehmen nicht schaden. Ergo: Wenn IKEA die Verdana nutzt, dann können andere Unternehmen das ebenso und ziehen vielleicht auch die Arial in Erwägung. IKEA erleichtert die Überzeugungsarbeit von Billig-Anbietern und macht deutlich, das in einer professionellen Gestaltung nichts mehr unmöglich ist.

  58. timeout

    „Hm, warum wurde der neue neue Katalog nicht von der Chefetage selbst in Word mit Wordart gesetzt und s|w kopiert? �?

    Es geht ja nicht darum dass es billig sein soll, es soll nur billig aussehen.

    Die Chefetage weiß natürlich, dass der selbstgestaltete Word Katalog von der Druckvorstufe zurück kommt. Zusammen mit einem Angebot für Satz, Layout und Reinzeichnung.

  59. Detlef D. Seiner

    zitat: “# Roland
    am 15. August 2009 um 18.01 Uhr:

    Ehrlich, wenn ein „Designbüro“ im Jahre 2009 einen Katalog präsentiert, der mit einer Schrift aus dem Jahre 1927 umgesetzt wurde, dann spende ich der Firma einen Kalender, aber erteile denen sicher keinen Auftrag für die Gestaltung, denn etwas frischer sollte es schon sein. Dagegen wirkt die Verdana aus dem Jahr 1996 zwar auch nicht mehr aktuell, aber liegt doch wesentlich näher an 2009, als eine „Futura“, die ihrer Bezeichnung schon seit Jahrzehnten nicht mehr gerecht wird. Nichts Neues von der Font-Front. ;-)

    HÄ??? Du hast nie was mit Design studiert, oder?

  60. Roland

    Schau mal, Detlef D. Seiner:
    Futura (1927), von Paul Renner.
    Verdana (1996), von Matthew Carter + Thomas Rickner (Hinting).
    Brauchst du Nachhilfe?

  61. Roland

    @timeout
    Die Chefetage von IKEA gab ursprünglich grünes Licht für die „Comic Sans“, aber als die 1. Seite vom Praktikanten fertig war, erinnerte das „Design“ zu sehr an das Kinderparadies im eigenen Haus. Das wollten sie nicht, denn Kinder bringen nicht das Geld zu IKEA. Also hat der Praktikant die „Verdana“ vorgeschlagen, denn die hat er ebenfalls auf dem Rechner. Auf welchem Rechner? Ein PC der Luxusmarke Medion, exklusiv von ALDI. Und Word? Weit gefehlt! Viel zu teuer! Selbstverständlich verfügt die Grafikabteilung von IKEA nur über Open Office, da sich Microsoft geweigert hatte, für ihre Gebäude das Inventar von IKEA zu beziehen. Mit Open Office werden bei IKEA auch die Geschäftsberichte erstellt. Den Kunden ist das egal. Ich bin am Donnerstag bei IKEA gewesen und kann sagen: „Die Bratwurst am Stand schmeckt für 1,50 Euro ebenso gut wie woanders für 2,80 Eur.“ Wen interessiert da noch der Wechsel von Futura zur Verdana? Mahlzeit!

  62. Anonymus

    Ähm, Roland: was Detlef meint, ist, dass du die Einsetzbarkeit einer Schrift (im Sinne ihrer ästhetischen Tauglichkeit über ihren historischen Kontext hinweg) ausschliesslich über ihr Entstehungsjahr zu definieren scheinst. Also nach dem Motto: Verdana ist 69 Jahre moderner als Futura, also besser geeignet für den Einsatz in 2009.
    Hahahaha!
    Ich schliesse mich dem Aufruf an: geh mal an die frische Luft!

  63. Kai

    Lieber Roland,
    im Grunde ist es sehr reizvoll auf Deine Kommentare und Weisheiten einzugehen; allerdings würde eine Diskussion auf Kommentarebene nicht funktioniert. Ich empfehle Dir dich mit der Materie rund um Grafik-Design und Typografie mehr auseinanderzusetzen.

  64. wave77

    Mich haut die Verdana auch nicht um.
    Aber: Für einen Konzern, der auf der ganzen Welt produzieren lässt – zum Teil in den exotischsten Gebieten der Erde – ist es bei diesen auswuchernden Lizenzierungsbedingungen vielleicht einfacher auf eine solche Systemschrift zu setzen. Auf den Kartons jedenfalls war allenfalls das IKEA Logo. Die zusätzlichen Texte waren dann meist in irgendwelchen unabgestimmten Fonts gesetzt. Das alles ist bei einem Lagerverkäufer natürlich auch nicht im Sinne des CI und führt neben der Web-Problematik vielleicht zu solchen verrückten Entscheidungen.
    Ganz ehrlich, Hausschrift hin oder her, ich glaube nicht, dass sich so etwas bei ständig wechselnden Produktionsstandorten aufrechterhalten lässt. Und zu guter Letzt könnte es sein, dass das CI sogar noch einen Schub bekommt, auch wenn es nicht allen gefällt.

    Kann mir vielleicht noch jemand sagen, mit welcher Schriftart die Bildmarke IKEA gesetzt wurde? Danke.

  65. Nils L.

    ich kann das Entsetzen der »Grafikszene« nicht teilen. Jedem Möbelhaus die Schrift, die es verdient. Ich für meinen Teil freue mich, dass diese wunderbare Schrift von derartigen Konnotationen befreit wird und wir endlich wieder Kittlers »Grammophon Film Typewriter« lesen können, ohne an Billigmöbel zu denken.

    Interessant übrigens auch, dass so viele Leute, die anscheinend eine ganze Menge auf ihr ästhetisches Empfinden halten (zumal damit teilweise sogar Geld verdienen), sich plötzlich als Ikea-Fans outen.

  66. Heinrich

    roland hat keine ahnung und regt sich darüber auf, dass sich die anderen aufregen, was soll man sagen – uncool.

  67. Anti-T-Nerd

    Jetzt ist auch mir deutlich vor Augen geführt worden, das es keinen Unterschied zwischen einem Typografen und einem Nerd gibt.

    Beide zeichnen sich durch ihr gefährliches Halbwissen aus, welches nur innerhalb eines Kreises von Gleichgesinnten eine Form der Anerkennung erfährt. Eine Anerkennung, die ihnen außerhalb des Kreises versagt bleibt. Beide geben stets die Informationen wieder, die sie auswendig gelernt haben, aber die Fähigkeit, das erworbene Wissen zu analysieren, in Frage zu stellen oder es einfach zu vergessen, ist ihnen leider nicht gegeben. So werden Kritiker ihres Themas, für das sie bereit wären, zu sterben, durch arrogantes Verhalten ausgegrenzt oder eine Auseinandersetzung endet in einem unverbesserlichen Gehabe von Prahlerei und Rechthaberei, wobei die Beratungsresistenz in allen Fällen ebenso ausgeprägt erscheint, wie die Unfähigkeit, die gesammelten Informationen für allgemein gültig und für unstreitig zu erklären. Was theoretisch üblich sein sollte, erfährt in der Praxis kaum Aufsehen. Ablehnung durch andere Meinungsbildung führt zu dem Bestreben, sich schnellstmöglich in den Kreis zurückzuziehen, denn nur darin finden sie eine Form der Sicherheit, damit ihre Konstruktionen, an denen sie ihr Leben lang bauen, nicht völlig einstürzen.

    Beängstigend!

    Natürlich erklärt das die Übereinstimmung von Typograf und Nerd die lautstarke Empörung über den Schriftwechsel bei IKEA, denn das Unternehmen hat es gewagt, sich über den Kreis der T-Nerds hinweg zu setzen. Durch Missachtung dieser Gruppe, die sich innerhalb ihres Kreises ein Zentrum geschaffen hat, wo Tag und Nacht nur die selbst auferlegten Regeln zu gelten haben, keine Todsünde zu begehen, die die ihr typografisches Handeln bestimmen, ist IKEA zu dem Ergebnis gekommen, das man weder Kreis, noch T-Nerd benötigt, um markant zu sein.

    Tja, so sind und bleiben Typografen „Fanboys“. Und da Han Solo nicht der Fetisch ist, wie im gleichnamigen Film, so wird eben der Schrift unterstellt, sie wäre nur „eine Schlampe“! Ich hoffe nur, das T-Nerds auch mal über ihren kleinen Tellerrand bzw. Kreis schauen, um sich an der Außenwelt zu erfreuen. Selbstverständlich muss ich die Einladung dankend ablehnen, mich mit Typografie und Design wieder zu beschäftigen, denn ich bin schon weiter und konnte den ganzen Unsinn, den man mir an der Hochschule vermittelt hat, getrost vergessen. Um zu begreifen, das vieles von dem, was darüber geschrieben steht und gelehrt wird, für die Praxis ohne Bedeutung ist, müssen T-Nerds ihren kleinen Kreis verlassen und große Veränderungen akzeptieren.

    Keine Angst, Ihr schafft das!

  68. Anti-Troll

    Schade um die Diskussion, trollverseucht.

  69. Turin

    Quatsch! „Roland“ ist Lehrbeauftragter für KD und verschaukelt Euch mit seinem Rollenspiel. Der proviziert Berufskollegen auch bei MacUser.de und hat viele Namen. Da helfen auch Studenten, die ab und zu posten. Alle sind vom Fach und nehmen uns auf die Rolle. Wer ernst bleibt und sich zu wichtig nimmt, hat schon verloren.

  70. Detlef D. Seiner

    Man kann auch anders “Spaß” haben… tzpf… Wer sowas zum Zeitvertreib macht ist der wahre N.E.R.D.

  71. Sebastian Nagel

    @ Nils L. (#66): “Interessant übrigens auch, dass so viele Leute, die anscheinend eine ganze Menge auf ihr ästhetisches Empfinden halten (zumal damit teilweise sogar Geld verdienen), sich plötzlich als Ikea-Fans outen.”

    Wir könnten die Trolle vertreiben, indem wir eine Diskussion zum Thema “Der Bauhausgedanke – Funktion, Ästhetik, Massenfertigung, Massentauglichkeit – im globalkapitalistischen System des späten 20. Jahrhunderts” beginnen, und dann ausloten, wer heute diesem Gedanken näher kommt als Ikea.

    Natürlich kann ich mich heute als “Ästhet” mit schönen, handgefertigten und hoffentlich auch nützlichen Artefakten umgeben, so mein Budget das zulässt und ich gewillt bin, meinen Alltag und alle meine Gebrauchsgegenstände entsprechend zu ästhetisieren.
    Wenn ich das aber etwas befremdlich finde und mein Budget es zudem nicht hergibt, alle meine Zweckkäufe auf diesen Anspruch auszurichten, dann gehe ich halt im Falle eines solchen Zweckkaufs immer noch lieber zu Ikea als zu einem anderen Billigmöbelanbieter, weil ich dort zumindest ein Design-System erkennen kann.

  72. Sebastian Nagel

    Roland und Anti-T-Nerd: Ihr nehmt Typografie offenbar viel zu wichtig und steigert euch da in was rein was so gar nicht da ist. Oder aber: zieht weiter, der Spaß ist ausgelutscht.

  73. smyts

    Sieht doch ganz gut aus ;-)

  74. Alexander

    Als typophiler Nicht-Designer und großer Freund der Futura dachte ich erst „Oh mein Gott, wie können die!?“. Nachdem ich mich beruhigt hatte und einige Kommentare las folgte ein „Naja, was soll’s, es ist nur ein Katalog und die meisten Ikea-Kunden interessiert es ja wirklich nicht.“
    Dann erinnerte ich mich, wie ich mit meiner typografisch vollkommen unbedarften und -interessierten, aber Ikea-begeisterten Frau an einem Schuhgeschäft in unserer Umgebung vorbei fuhr und sie bemerkte: „Schau mal, bei denen sieht der Eingang aus wie bei Ikea!“. Die Leuchtschrift über dem Eingang war in der Futura gesetzt. Da hatte ich erstmals selbst bewiesen bekommen: Typografie wirkt.

  75. BTrisha

    Na ja, mein unbestechliches Wahrscheinlichkeitsgerät zeigt lediglich 0,4% an, das es tatsächlich an der Schrift gelegen haben könnte, die bei deiner Frau den Eindruck erweckte, der Eingang eines Schuhgeschäftes wäre ähnlich wie der Eingang von Ikea. Da spielen unterbewusst noch zahlreiche andere Ursachen eine Rolle, die durchaus einen Wiedererkennungswert durch bestimmte Farben und Formen hervorrufen können. Vielleicht war es auch nur die Freude, wieder Geld auszugeben oder ein cleverer Versuch der Frau, sie in Zukunft in diesen Schuhladen zu begleiten, den du ohne solche Ablenkungstricks nie freiwillig betreten würdest. Bedenke: Es geht um Schuhe und dafür würden Frauen sogar töten! Bedenke auch: Der Eingang der Ikeafilialen ist selten mit Schrift zugepflastert, als das es bei Kunden so dominant in Erinnerungen bleiben würde.

    Frauen, Schuhe und Schuhfachgeschäfte. so was klingt nach einer Übereinstimmung, aber der Fokus liegt sicher nicht auf der Futura, wenn Frauen in Richtung eines Schuhladens schauen. Das hat die Psychologie längst bewiesen, indem ein Auto voller Frauen an einem Schuhfachgeschäft vorbei gefahren ist, aber die Insassen nicht aus dem Pkw gelassen wurden. Die Frauen haben bei jedem Vorbeifahren hysterisch geschrien und wollten unbedingt aussteigen und einkaufen. Für den Fahrer des Wagens bestand akute Lebensgefahr, als er zum 3. Mal mit verschlossenen Türen an dem Schuhgeschäft vorbei fuhr. Wir mussten das Experiment abbrechen, denn die Frauen wurden zu unkontrollierbaren Bestien.

    Wie schon gesagt: 99,6% sprechen dagegen, das Schrift ausreicht, um solche Reaktionen aus dem Reich der Mythen und Sagen zu holen. Nur ein Foto von dem besagten Eingang des Schuhgeschäftes und zum direkten Vergleich ein Foto vom Ikea-Eingang könnte den wissenschaftlichen Beweis liefern.

  76. Alexander

    Es war tatsächlich die Schrift, das sagte sie selbst. Fotos könnte ich sogar nachreichen, ich bin nämlich noch mehrmals sowohl bei Ikea als auch bei besagtem Geschäft vorbei gekommen und habe mich selbst noch mal der Gleichheit vergewissert; es ist wirklich identisch. Und, btw, meine Frau hat untypischerweise keinen Schuhtick …

  77. aleks

    postscript-error beim belichten!

  78. R::bert

    Habt Ihr Euch mal das Erscheinungsbild von Praktiker genau angeschaut? Farbe, Typo usw.? Da ist die Nähe zu IKEA nicht mehr zu leugnen. Vielleicht auch ein Grund für den Wechsel…

    Ich find´s auch schade. Für mich hatte die jahrelange Konsequenz bzgl. Typo vorbei an modischen Trends immer am Bauhaus festzuhalten wirklich Charme. Außerdem war es ein Zeichen von Selbstbewusstsein und Stärke. Es ergab auch auch inhaltlich Sinn, was das Möbeldesign anlangt. Bin immer noch sprachlos und kann diese Verdana-Entscheidung einfach nicht nachvollziehen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass es IKEA nötig hat auf billig zu machen. Waren die Absatzzahlen in den vergangenen Jahren wirklich so schlecht. Und die Wirtschaftskrise betrifft doch alle. Fraglich, ob das der richtige Weg ist, sich mehr Kundenherzen zu erobern.

  79. ?

    mal schauen ob vitra nachzieht.

  80. Henning

    Irritierend finde ich, dass IKEA bereits Exklusivschriften hat (die IKEA-Futura und die IKEA-Century), doch die sich daraus ergebenden Vorteile für eine Verwendung im Netz nicht nutzt. Das Serverleistungsargument sticht dabei nicht, wenn ich daran denke, dass schon in den Neunzigern für die Loveparade Server mit Live-Video-Streams für zigtausend Hits pro Sekunde aufgesetzt wurden – und liefen. Schon damals war es möglich, Texte dynamisch fomatiert zu GIFs zu generieren. Vergleichbares soll heute – über ein Jahrzehnt später, mit ganz anderen Netztechnologien – nicht möglich sein?

    ICOM ist es leider nicht gelungen, den Wert der über bald zwanzig Jahre aufgebauten visuellen Identität in die Waagschale zu werfen und darauf aufbauend einen Entwicklungsauftrag für den Internetauftritt zu generieren. Schade.

  81. HD Schellnack.

    Das peinliche ist und bleibt aus meiner Sicht, dass die Verdana – wie die Arial – eine aus Urheberrechts-Sicht nicht gerade ideale Schrift ist. Ein Haus, das weg will vom Wir-klauen-wo-wir-können-Image hin zu eigenen Designideen (à la PS), und das eben nicht wie oben erwähnt unbedingt auf Brüllbillig setzt, sondern auf einen eigenen Gesamtstil setzt, tut sich hier einfach keinen Gefallen. Ist völlig okay, von der Futura wegzugehen, aber die Richtung ist natürlich falsch. Technologisch spricht nichts für die Entscheidung, aber ich kann mir eigentlich ziemlich genau vorstellen, wie solche Dinge in Gremien und Managemententscheidungen passieren. Bleibt zu hoffen, dass alsbald eine echte eigene Hausschrift kommt – der Zeitpunkt wäre gut.

  82. R::bert

    @ erik spiekermann 36

    Mal ehrlich, Grafikschrift war und ist ja bereits auf der IKEA-Seite zu sehen (siehe Hauptmenü, noch Futura). Hängt es nicht vielmehr am Fließtext. Der ist doch auf Eurer Seite (welche ich persönlich klasse finde) auch aus einer Webschrift generiert. Dann müsste tatsächlich eine komplette Flashseite her wie z.B. http://www.superreal.de/#/start/.
    Das ist aber keine Lösung für die breite Basis. Hoffen wir also mal, dass wir wenigstens in 5 Jahren endlich auch im normalen HTML (V. 5) Grafikschriften verwenden können.

  83. erik spiekermann

    Hängt es nicht vielmehr am Fließtext. Der ist doch auf Eurer Seite (welche ich persönlich klasse finde) auch aus einer Webschrift generiert.

    Erstens ist es ein ungeheurer Aufwand, eine Schrift so zu hinten, dass sie in der Lesbarkeit bei 9 oder 10 Pixel so gut ist wie Georgia oder Verdana.

    Zweitens schaffen Headlines an den richtigen Stellen aus der richtigen Schrift schon eine typografische Atmospäre.
    Drittens ist der technische Aufwand beim Absender und vor allem beim Leser riesengroß, wenn man unbedingt eine textintensive Site in Flash machen möchte.

    Wir werden nicht erst in 5 Jahren alle Schriften in HTML verwenden können, sondern bald. Aber dann wird sich herausstellen, dass nur wenige als Textschriften auf dem Bildschirm geeignet sind. Es ist eben immer noch ein geringauflösendes Medium, verglichen mit Papier, ungeachtet aller technischen Tricks wie ClearType, Anti-Aliasing usw.

  84. R::bert

    Richtig, und deshalb kann man die Wahl einer Unternehmensschrift nicht von websicheren Fonts abhängig machen, was aber hier offensichtlich aufgrund des Fließtextes der IKEA-Website geschehen ist.

  85. Henning

    deshalb kann man die Wahl einer Unternehmensschrift nicht von websicheren Fonts abhängig machen

    Genau. Zumal IKEA sogar bereits Exklusivschriften hat, die man nur hätte technisch ertüchtigen müssen – unter anderem eine robustere IKEA-Century mit kräftigeren Haarlinien, die ich mal für kleine Negativtexte entworfen habe. Die wäre vermutlich sogar im Internet gegangen, wenn man die mit Hinting aufgepeppt hätte. Der Aufwand wäre für ein Unternehmen wie IKEA erträglich gewesen. Immerhin ist der jährliche Druckjob »IKEA-Katalog« mit der größte und kostenintensivste Druckjob, den es weltweit gibt. IKEA weiß, was Marketing wert ist.

    Gerade deshalb verblüfft, dass das über Jahrzehnte mit Marketingmilliarden aufgebaute typografische Markenbild so leichtfertig weggeworfen wurde.

  86. R::bert

    @ Tobias 34
    Gibt es Kontakte zur IKEA-Chefetage? Ich bin für eine fontblog-petition an die Verantwortlichen…

  87. Tobias

    @ Robert 89
    In die Chefetage leider nicht. Den ICOM-“Head of Graphics Design” kann ich gerne mal kontaktieren wenn wir eine Petitionsliste auf die Beine gestellt bekommen ;-)

  88. soso

    Mit Petitionen zu versuchen auf Unternehmensentscheidungen ein zu wirken ist doch einigermaßen unprofessionell.

  89. T-Shirt Druck

    Es ist erstaunlich, dass man sich an derartigen Kleinigkeiten so aufregen kann. Mir persönlich gefällt Verdana wesentlich besser als Arial, Futura und Times New Roman zusammen. Außerdem kann man doch mal was neues ausprobieren und etwas das die Massen anspricht muss doch nicht immer gleich schlecht sein. Zudem ist Ikea doch nicht primär auf den Katalog angewiesen.

  90. Jan

    Ich finde die Entscheidung ziemlich schlimm. Wenn man das mal ganz nüchtern betrachtet:

    Das Corporate Design ist wichtig für die Wiedererkennung. Und das gilt nicht nur für uns Grafikfuzzis und Typohansel.
    Die Menschen da draußen nehmen den Wechsel nämlich auf jeden Fall wahr. Meist unterbewußt. Und deshalb ist ein Wechsel in der Hausschrift gefährlich für das Markenbild. Dabei ist es völlig egal, ob der Betrachter nun weiß dass die Schriftart gewechselt wurde oder nicht ist völlig egal. Es reicht, wenn er ein leichtes Gefühl von Unstimmigkeit hat. Sowas weicht eine starke Marke (und das ist IKEA zweifelsfrei) ziemlich auf.

    Ich habe den Katalog fast weggeschmissen, als der aufgeschlagen bei uns rumlag. Und daran ist definitiv die Verdana gepaart mit dem neuen Format schuld.

  91. HD Schellnack.

    Ich verstehe vor allem nicht, warum man eine Schrift mit so hässlichen Zahlen nimmt, wenn man fast andauernd mit Preisen arbeitet :-D. Auch ansonsten wirkt der Katalog irgendwie auf billiger getrimmt, immer wieder mit dem Preisargument kommend, fast stereotyp mit dem «Warum mehr bezahlen?» Sicher sinnvoll in der Wirtschaftskrise, aber auf Dauer ist IKEA so endbillig nicht, dass es erfolgreich auf dieser Discounter-Schiene fahren sollte. Der emotionale Faktor ist wichtig – und genau der wird hier preisgegeben.

  92. Martin

    Eine Petition ist bereits am Laufen und bereits jenseits der 3000 Unterzeichner:

    http://www.petitiononline.com/IKEAVERD/petition.html

  93. tobi

    Einen ähnlichen aufschrei gab es, als Ikea auf sein jahrzehntelanges symboltier verzichtete – den Elch …

    Ganz nüchtern betrachtet hat Verdana den vorteil des großen zeichensatzes; griechisch/kyrillisch/fernost/hebräisch usw. ist alles dabei. Wenn in den möbelhäusern für die erstellung von schildern usw. nur noch die anweisung gegeben werden musst »Nehmt Verdana, die habt ihr eh auf dem computer«, ist es schon mal nicht so einfach, fehler zu machen (und etwa mangels installierter schriften auf Arial oder was auch immer zurückzugreifen).

    Verdana hat aber einen gestaltungsfehler: Die anführungszeichen funktionieren im “englischen”, nicht aber im „deutschen“ (dafür ist das obere »66-förmige« anführungszeichen verkehrt geneigt). Wurde der wenigstens korrigiert im katalog? (gerade keinen greifbar)

  94. Jens

    Ganz nüchtern betrachtet hat Verdana den vorteil des großen zeichensatzes; griechisch/kyrillisch/fernost/hebräisch usw.

    Ja wo denn? Alle Verdanas, die ich habe, unterstützen nur den WGL4-Standard, also Extended Latin, Kyrillisch und Griechisch. Wobei das WGL4-Kyrillisch auch nur die Basissprachen wie Russisch, Ukrainisch und Bulgarisch abdeckt. Gut, Vietnamesisch ist bei den lateinischen Zeichen noch drin.

    Das Argument mit der Sprachunterstützung habe ich schon ein paar mal gelesen, auch von Ikea selbst, aber ich versteh es einfach nicht.

  95. Jens

    Das läßt ja eigentlich nur zwei Schlüsse zu: entweder werden da irgendwo Schriften automatisch durch einen Fallback-Font ersetzt und die wissen gar nichts davon, oder sie haben eben doch eine Custom-Verdana.

  96. Uwe

    Ich finde die Aufregung um Ikeas Entscheidung lächerlich. Die typografischen Wichtigtuer sind genauso Pain-in-the-necks, wie viele Religionsvertreter. Die Verdana, sicher keine schöne Schrift, aber eine lesbarere Schrift als manch andere, kann man mittels gekonntem Satz genauso kompetent einsetzen, wie die Futura. Ein guter Gestalter wird es als Herausforderung ansehen.
    Das Gejaule bestimmter “Typografen” erinnert mich an das Gejaule des untergegangenen Adels…

  97. Werner

    Als ich neulich – noch nicht im Besitz des neuen Katalogs – durch den Ikea-Markt ging hab´ich mir immerzu gedacht irgendwas stimmt hier nicht….jetzt ist es klar … die Veranda war´s! Also unterbewusst zeigte sich schon die volle gestalterische Wirkung – als Unbehagen. Jetzt bin kein “Typologe”, sondern nur Architekt (dementsprechend natürlich Bauhaus-futurisiert) aber mir kommt es vor als will sich hier eine Marke mit aller Gewalt auch CI-mäßig in den totalen Mainstream hineinbegeben. Sicherlich, über die Qualität der Möbel in puncto handwerkliche Verarbeitung muss man nicht ernsthaft diskutieren, dennoch bin ich an der “Endverbraucher-Gestaltungs-Schnittstelle” oft froh über horizonterweiternde Ikea(wenn-auch-Plagiat)-Möbel. Naja, ab 2011 dann Gelsenkirchener-Barock beim Schweden….

  98. Petrus

    Könnte doch sein dass alles nur ein schreckliches Missverständnis ist und die Druckerei das versemmelt hat.

  99. Andrea

    Viel Aufregung um nichts. Typisch IKEA… :/

  100. BAR M Grafikdesign

    Das kann doch nur eine lizenzrechtliche Entscheidung sein. Oder künftig wird die Kataloggestaltung an Nicht-Design-Unternehmen, die das dann in Word umsetzen, outgesourct.

    Viel Spaß noch.

  101. Prepaidtest

    Verdana wurde ja als Bildschirmschrift konzipiert, warum jetzt als Printschrift verwenden? Nach meiner Meinung gibt es keinen Grund auf Verdana zu wechseln (ausser dass dadurch eventuell der digitale Publishing Workflow vereinfacht wird?).
    Die Preise in Verdana sehen nicht so gut aus.

  102. Hans Konrad

    Verdana war und ist die Topschrift. Als Printschrift immer ein Hingucker.

  103. Shirt-Drucker

    Ich denke, die Veränderung wird nur von 0,3% der Leser wahrgenommen. Der Rest kennt sich mit Schriftarten nicht wirklich aus und interessiert sich auch nicht dafür.

  104. Günstige Brillen

    Verdana war schon immer mein Lieblings-Font also bin ich recht zufrieden das es jetzt auch beim IKEA diesen Font gibt

  105. Christian

    Thema “Billig”:
    Bei IKEA sicher nicht anders als bei Fielmann oder Media Markt. Durch Markenpflege wird gezielt der Eindruck erweckt die Produkte seien günstig. Wer genauer nachrechnet wird erkennen dass der Laden auch nicht günstiger ist als andere. Es hat eben niemand was zu verschenken. Im Gegenteil: Ich behaupte IKEA ist im Verhältnis zu den Herstellungskosten bei vielen Dingen viel zu teuer.

    Zurück zum Thema: Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Verdana hier als Teil der Markenpflege fungieren soll.

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