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	<title>Kommentare zu: Fraktur ist (auch) eine Nazi-Schrift</title>
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	<description>Täglich News und Meinungen aus der Grafikszene</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 23:46:27 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Kosinsky</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-2#comment-121972</link>
		<dc:creator>Kosinsky</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 11:23:22 +0000</pubDate>
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		<description>Dass Laien bestimmte Dinge (in dem Fall eine von vielen Schriftarten) mit bestimmten Dingen (wie den Nationalsozialisten) assoziieren, liegt auch daran, dass au&#223;er &#252;ber die Nazizeit (wenn auch entsprechend oberfl&#228;chlich) &#252;ber keine Periode der Geschichte mehr &quot;aufgekl&#228;rt&quot; wird. Dass inzwischen schon Schriftarten auf &quot;Nazi&quot; &quot;untersucht&quot; werden ist wirklich aus psychologischer und satirischer Sicht faszinierend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Laien bestimmte Dinge (in dem Fall eine von vielen Schriftarten) mit bestimmten Dingen (wie den Nationalsozialisten) assoziieren, liegt auch daran, dass au&#223;er &#252;ber die Nazizeit (wenn auch entsprechend oberfl&#228;chlich) &#252;ber keine Periode der Geschichte mehr &#8220;aufgekl&#228;rt&#8221; wird. Dass inzwischen schon Schriftarten auf &#8220;Nazi&#8221; &#8220;untersucht&#8221; werden ist wirklich aus psychologischer und satirischer Sicht faszinierend.</p>
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	<item>
		<title>Von: Lee Jay Stoltzfus</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-2#comment-121133</link>
		<dc:creator>Lee Jay Stoltzfus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 21:14:35 +0000</pubDate>
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		<description>Hello from Pennsylvania, USA,
Sorry I do not speak German.  (My parents spoke Pennsylvania German, but did not teach me.)

Here in Pennsylvania, the Amish sing hymns from their fraktur hymnbook titled &quot;Ausbund.&quot; The Amish and Mennonites have been reading fraktur books here in Pennsylvania for hundreds of years.
The latest edition of the &quot;Ausbund&quot; hymnbook, printed in 1997, is also in fraktur fonts. For the Amish, fraktur is not Nazi posters, it is American grandmothers&#039; hymns.

Best wishes,
Lee Jay Stoltzfus
My website about local printing history:
http://www.lancasterlyrics.com/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hello from Pennsylvania, USA,<br />
Sorry I do not speak German.  (My parents spoke Pennsylvania German, but did not teach me.)</p>
<p>Here in Pennsylvania, the Amish sing hymns from their fraktur hymnbook titled &#8220;Ausbund.&#8221; The Amish and Mennonites have been reading fraktur books here in Pennsylvania for hundreds of years.<br />
The latest edition of the &#8220;Ausbund&#8221; hymnbook, printed in 1997, is also in fraktur fonts. For the Amish, fraktur is not Nazi posters, it is American grandmothers&#8217; hymns.</p>
<p>Best wishes,<br />
Lee Jay Stoltzfus<br />
My website about local printing history:<br />
<a href="http://www.lancasterlyrics.com/" rel="nofollow">http://www.lancasterlyrics.com/</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: dr. ente</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-2#comment-120466</link>
		<dc:creator>dr. ente</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 22:32:49 +0000</pubDate>
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		<description>Die Frakturschrift ist doch letztens auch nur eine Schrift, aber vollkommen unabh&#228;ngig von den 12 Jahren ein Bestandteil der Identitit&#228;t der deutschen Kultur auf die, so finde ich verdammt stolz sein kann. Deshalb m&#252;ssen wir zwar immer an die schrecklichen Folgen dieser hasserf&#252;llten Ideologie erinnern, deshalb d&#252;rfen wir uns aber nie kulturelle Eigenheiten verbieten lassen. Aus diesem Grund benutze ich auch (handgeschriebene) Fraktur im Alltag um zum Beispiel &#220;berschriften hervorzuheben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frakturschrift ist doch letztens auch nur eine Schrift, aber vollkommen unabh&#228;ngig von den 12 Jahren ein Bestandteil der Identitit&#228;t der deutschen Kultur auf die, so finde ich verdammt stolz sein kann. Deshalb m&#252;ssen wir zwar immer an die schrecklichen Folgen dieser hasserf&#252;llten Ideologie erinnern, deshalb d&#252;rfen wir uns aber nie kulturelle Eigenheiten verbieten lassen. Aus diesem Grund benutze ich auch (handgeschriebene) Fraktur im Alltag um zum Beispiel &#220;berschriften hervorzuheben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: K.A.T.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-2#comment-116616</link>
		<dc:creator>K.A.T.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 13:49:32 +0000</pubDate>
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		<description>Was ich noch vergessen habe:

Lieben Dank, Judith Schalansky f&#252;r &quot;Fraktur mon Amour&quot; :-))</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich noch vergessen habe:</p>
<p>Lieben Dank, Judith Schalansky f&#252;r &#8220;Fraktur mon Amour&#8221; :-))</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: K.A.T.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-2#comment-116615</link>
		<dc:creator>K.A.T.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 13:44:59 +0000</pubDate>
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		<description>Nach mehr als einem Jahr mal wieder ein Eintrag, denn ich stehe gerade auch vor der Situation, dass ich bei einem von mir entwickelten Logo vom Kunden zu h&#246;ren bekomme, ich h&#228;tte eine &quot;Nazi-Schrift&quot; verwendet.

Auf der Suche nach einer Gegenargumentation (so bin ich auch hier gelandet), habe ich angefangen, mich mit der Frage zu besch&#228;ftigen, inwieweit ich mich/oder andere sich auch mit etwas anfreunden kann/k&#246;nnen, was im Dritten Reich verwendet wurde oder den Krieg und dessen Verlauf m&#246;glich gemacht hat?

Komische Frage, kann der geneigte Leser jetzt denken und um allen eventuellen Vermutungen hinsichtlich meiner politischen Einstellung entgegenzuwirken: ich hab mit der braunen So&#223;e und Adolf, der Nazi-Sau (danke Walter Moers) nichts am Hut.

Dementsprechend benutze ich die Fraktur auch nicht in diesem Kontext. Wie in diesem Blog schon eingehend besprochen, l&#228;sst sich &#252;ber die Wahl der Schrift einiges an Interpretationen und Emotionen ausl&#246;sen (wenn man’s kann) und alleine durch Bilder und Dokumentationen aus der Zeit von 1933 bis 1945 bringen wir diese Zeit mit der Fraktur in Verbindung. Liegt das aber eventuell auch daran, dass es, im Vergleich zu vorhergehenden Zeiten, viel mehr Bilder aus dieser Zeit gibt? Schlie&#223;lich haben die Nazis nicht nur eine Kriegs- sondern auch eine gut funktionierende Propagandamaschine gehabt.

Bevor ich jetzt aber allzuweit abschweife, zur&#252;ck zu meiner &quot;seltsamen&quot; Eingangs- und einer weiteren Frage an alle, die die Fraktur als &quot;Nazischrift&quot; verdammen: wer von euch f&#228;hrt ein deutsches Auto? Einen BMW, Mercedes, Opel, Audi (vormals Horch, Auto-Union, NSU) oder gar &quot;Volks-&quot; bzw. KdF-Wagen?

Na, Entr&#252;stungsst&#252;rme (auch ein sehr sch&#246;nes Wort in diesem Zusammenhang)? Ich wei&#223;, den ganzen Firmen blieb nichts anderes &#252;brig, als mit Fahrzeugen, Flugzeugmotoren und dem ganzen Kram die Nazis zu unterst&#252;tzen und sie haben das ja alle gemacht, ohne eine Reichsmark daran zu verdienen (f&#252;r unge&#252;bte: Achtung Ironie!).

Gl&#252;ck f&#252;r sie, dass wir hier in Deutschland alle so autogeil sind und diese Firmen mit den rechtzeitigen und astronomischen Entsch&#228;digungszahlungen an die &#220;berlebenden alle Schuld beglichen haben. Schade nur, dass so eine kleine Schriftgruppe wie die gebrochenen Schriften keine Entsch&#228;digungszahlungen geleistet hat und jetzt die volle Schuld daf&#252;r tragen muss, dass sie damals f&#252;r miese Zwecke von irgendwelchen Idioten benutzt wurden.

Gl&#252;cklicherweise gibt es aber auch Menschen wie uns, die solche Absichten mit der Verwendung von gebrochenen Schriften und dem Bau von deutschen Autos nicht verfolgen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach mehr als einem Jahr mal wieder ein Eintrag, denn ich stehe gerade auch vor der Situation, dass ich bei einem von mir entwickelten Logo vom Kunden zu h&#246;ren bekomme, ich h&#228;tte eine &#8220;Nazi-Schrift&#8221; verwendet.</p>
<p>Auf der Suche nach einer Gegenargumentation (so bin ich auch hier gelandet), habe ich angefangen, mich mit der Frage zu besch&#228;ftigen, inwieweit ich mich/oder andere sich auch mit etwas anfreunden kann/k&#246;nnen, was im Dritten Reich verwendet wurde oder den Krieg und dessen Verlauf m&#246;glich gemacht hat?</p>
<p>Komische Frage, kann der geneigte Leser jetzt denken und um allen eventuellen Vermutungen hinsichtlich meiner politischen Einstellung entgegenzuwirken: ich hab mit der braunen So&#223;e und Adolf, der Nazi-Sau (danke Walter Moers) nichts am Hut.</p>
<p>Dementsprechend benutze ich die Fraktur auch nicht in diesem Kontext. Wie in diesem Blog schon eingehend besprochen, l&#228;sst sich &#252;ber die Wahl der Schrift einiges an Interpretationen und Emotionen ausl&#246;sen (wenn man’s kann) und alleine durch Bilder und Dokumentationen aus der Zeit von 1933 bis 1945 bringen wir diese Zeit mit der Fraktur in Verbindung. Liegt das aber eventuell auch daran, dass es, im Vergleich zu vorhergehenden Zeiten, viel mehr Bilder aus dieser Zeit gibt? Schlie&#223;lich haben die Nazis nicht nur eine Kriegs- sondern auch eine gut funktionierende Propagandamaschine gehabt.</p>
<p>Bevor ich jetzt aber allzuweit abschweife, zur&#252;ck zu meiner &#8220;seltsamen&#8221; Eingangs- und einer weiteren Frage an alle, die die Fraktur als &#8220;Nazischrift&#8221; verdammen: wer von euch f&#228;hrt ein deutsches Auto? Einen BMW, Mercedes, Opel, Audi (vormals Horch, Auto-Union, NSU) oder gar &#8220;Volks-&#8221; bzw. KdF-Wagen?</p>
<p>Na, Entr&#252;stungsst&#252;rme (auch ein sehr sch&#246;nes Wort in diesem Zusammenhang)? Ich wei&#223;, den ganzen Firmen blieb nichts anderes &#252;brig, als mit Fahrzeugen, Flugzeugmotoren und dem ganzen Kram die Nazis zu unterst&#252;tzen und sie haben das ja alle gemacht, ohne eine Reichsmark daran zu verdienen (f&#252;r unge&#252;bte: Achtung Ironie!).</p>
<p>Gl&#252;ck f&#252;r sie, dass wir hier in Deutschland alle so autogeil sind und diese Firmen mit den rechtzeitigen und astronomischen Entsch&#228;digungszahlungen an die &#220;berlebenden alle Schuld beglichen haben. Schade nur, dass so eine kleine Schriftgruppe wie die gebrochenen Schriften keine Entsch&#228;digungszahlungen geleistet hat und jetzt die volle Schuld daf&#252;r tragen muss, dass sie damals f&#252;r miese Zwecke von irgendwelchen Idioten benutzt wurden.</p>
<p>Gl&#252;cklicherweise gibt es aber auch Menschen wie uns, die solche Absichten mit der Verwendung von gebrochenen Schriften und dem Bau von deutschen Autos nicht verfolgen.</p>
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	<item>
		<title>Von: HCL</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-2#comment-92577</link>
		<dc:creator>HCL</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 05:20:29 +0000</pubDate>
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		<description>auch schon ein paar tage alt aber eben erst entdeckt: http://www.freitag.de/2007/22/07221901.php</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>auch schon ein paar tage alt aber eben erst entdeckt: <a href="http://www.freitag.de/2007/22/07221901.php" rel="nofollow">http://www.freitag.de/2007/22/07221901.php</a></p>
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		<title>Von: Hermann</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-2#comment-19831</link>
		<dc:creator>Hermann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jul 2007 03:08:17 +0000</pubDate>
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		<description>Dar&#252;ber zu diskutieren f&#252;r welche Inhalte Fraktur verwendet werden darf und f&#252;r welche nicht ist reine Zeitverschwendung, da sind wir uns doch wohl alle einig.

Soweit ich KurtR verstanden habe geht es auch ihm vordergr&#252;ndig um die fachgerechte Anwendung. Vielleicht k&#246;nnte KurtR das ja selbst noch einmal erl&#228;utern.

Die Vermittlung gewisser GRUNDREGELN f&#252;r den Gebrauch von Fraktur halte ich f&#252;r unabdingbar, so wie ich gewisse typographische Grundregeln an sich f&#252;r sinnvoll halte, ganz gleich ob es sich um eine gebrochene Schrift handelt oder nicht.

Es geht hierbei nicht nur um &#228;sthetishe Aspekte - vielmehr stehen oft Verst&#228;ndlichkeit und Lesbarkeit auf dem Spiel.

W&#228;hrend beispielsweise der falsche Gebrauch des Schluss-s nur dem Fraktur-Hardliner schmerzt, f&#252;hrt ein in Frakturversalien gesetztes Wort zu einem unleserlichen und auch f&#252;r Laienaugen unharmonischen Kuddelmuddel.

Von „historischer Verkl&#228;rung“ der Fraktur zu sprechen, wenn es tats&#228;chlich um die Vermittlung von sinnvollen Grundregeln geht, w&#228;re meiner Meinung nach fatal.

Letztendlich liegt es in der Hand derer, die mit Frakturschriften umzugehen wissen, die Zukunft der Fraktur mitzugestalten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dar&#252;ber zu diskutieren f&#252;r welche Inhalte Fraktur verwendet werden darf und f&#252;r welche nicht ist reine Zeitverschwendung, da sind wir uns doch wohl alle einig.</p>
<p>Soweit ich KurtR verstanden habe geht es auch ihm vordergr&#252;ndig um die fachgerechte Anwendung. Vielleicht k&#246;nnte KurtR das ja selbst noch einmal erl&#228;utern.</p>
<p>Die Vermittlung gewisser GRUNDREGELN f&#252;r den Gebrauch von Fraktur halte ich f&#252;r unabdingbar, so wie ich gewisse typographische Grundregeln an sich f&#252;r sinnvoll halte, ganz gleich ob es sich um eine gebrochene Schrift handelt oder nicht.</p>
<p>Es geht hierbei nicht nur um &#228;sthetishe Aspekte &#8211; vielmehr stehen oft Verst&#228;ndlichkeit und Lesbarkeit auf dem Spiel.</p>
<p>W&#228;hrend beispielsweise der falsche Gebrauch des Schluss-s nur dem Fraktur-Hardliner schmerzt, f&#252;hrt ein in Frakturversalien gesetztes Wort zu einem unleserlichen und auch f&#252;r Laienaugen unharmonischen Kuddelmuddel.</p>
<p>Von „historischer Verkl&#228;rung“ der Fraktur zu sprechen, wenn es tats&#228;chlich um die Vermittlung von sinnvollen Grundregeln geht, w&#228;re meiner Meinung nach fatal.</p>
<p>Letztendlich liegt es in der Hand derer, die mit Frakturschriften umzugehen wissen, die Zukunft der Fraktur mitzugestalten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf Herrmann</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-19629</link>
		<dc:creator>Ralf Herrmann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jul 2007 17:39:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-19629</guid>
		<description>Entweder greifen wir uns heute die Fraktur und geben der Schrift die Freiheit, die sie vertr&#228;gt – dann darf sie auch f&#252;r Kosmetik und Schwulenpartys eingesetzt werden … oder wir lassen sie verkl&#228;rt in der historischen Ecke stehen: dann stirbt sie aus.

Genau so ist es!
Ich verstehe auch nicht, woher die &#220;berzeugung kommt, dass der Fraktursatz pl&#246;tzlich ein unumst&#246;&#223;liches Naturgesetzt ist. Seit mehreren tausend Jahrend wandeln sich Schriftform und Schriftsatz nun. Warum sollte das f&#252;r die Gebrochenen nicht zutreffen?
Schrift muss sich den Umst&#228;nden anpassen. Sprache, Kultur,  Schreibwerkzeuge etc. Und die Umst&#228;nde des Einsatzes der Fraktur haben sich ja nun augenscheinlich dramatisch gewandelt …

Ralf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Entweder greifen wir uns heute die Fraktur und geben der Schrift die Freiheit, die sie vertr&#228;gt – dann darf sie auch f&#252;r Kosmetik und Schwulenpartys eingesetzt werden … oder wir lassen sie verkl&#228;rt in der historischen Ecke stehen: dann stirbt sie aus.</p>
<p>Genau so ist es!<br />
Ich verstehe auch nicht, woher die &#220;berzeugung kommt, dass der Fraktursatz pl&#246;tzlich ein unumst&#246;&#223;liches Naturgesetzt ist. Seit mehreren tausend Jahrend wandeln sich Schriftform und Schriftsatz nun. Warum sollte das f&#252;r die Gebrochenen nicht zutreffen?<br />
Schrift muss sich den Umst&#228;nden anpassen. Sprache, Kultur,  Schreibwerkzeuge etc. Und die Umst&#228;nde des Einsatzes der Fraktur haben sich ja nun augenscheinlich dramatisch gewandelt …</p>
<p>Ralf</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-19403</link>
		<dc:creator>Jürgen</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jul 2007 07:10:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-19403</guid>
		<description>&lt;p&gt;@ Kurt &amp; Hermann: Die &#220;berschrift war bewusst provokant gew&#228;hlt, um eine fruchtbare Diskussion anzusto&#223;en, die es auch gab. Darum kann ich Eurer Fassungslosigkeit nicht ganz folgen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Ich wehre mich dagegen, dass man die gebrochenen Schriften jenen T&#246;lpeln &#252;berl&#228;sst. Ebenso wehre ich mich dagegen, dass diese sch&#246;nen, wie gebrechlichen (!) Schriften im Rausche allgemeiner Trendgeilheit zu IN-Schriften erkoren und j&#228;mmerlich missbraucht werden.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Beides geht nicht, Kurt. Du willst das Rad der Geschichte aufhalten, was bekanntlich noch niemandem (gewaltfrei) gelungen ist. Entweder greifen wir uns heute die Fraktur (nehmen sie also den »T&#246;lpeln« weg) und geben der Schrift die Freiheit, die sie vertr&#228;gt – dann darf sie auch f&#252;r Kosmetik und Schwulenpartys eingesetzt werden ... oder wir lassen sie verkl&#228;rt in der historischen Ecke stehen: dann stirbt sie aus.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Kurt &#038; Hermann: Die &#220;berschrift war bewusst provokant gew&#228;hlt, um eine fruchtbare Diskussion anzusto&#223;en, die es auch gab. Darum kann ich Eurer Fassungslosigkeit nicht ganz folgen.</p>
<blockquote><p>Ich wehre mich dagegen, dass man die gebrochenen Schriften jenen T&#246;lpeln &#252;berl&#228;sst. Ebenso wehre ich mich dagegen, dass diese sch&#246;nen, wie gebrechlichen (!) Schriften im Rausche allgemeiner Trendgeilheit zu IN-Schriften erkoren und j&#228;mmerlich missbraucht werden.</p></blockquote>
<p>Beides geht nicht, Kurt. Du willst das Rad der Geschichte aufhalten, was bekanntlich noch niemandem (gewaltfrei) gelungen ist. Entweder greifen wir uns heute die Fraktur (nehmen sie also den »T&#246;lpeln« weg) und geben der Schrift die Freiheit, die sie vertr&#228;gt – dann darf sie auch f&#252;r Kosmetik und Schwulenpartys eingesetzt werden &#8230; oder wir lassen sie verkl&#228;rt in der historischen Ecke stehen: dann stirbt sie aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hermann</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-19392</link>
		<dc:creator>Hermann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jul 2007 06:14:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-19392</guid>
		<description>Es ist mir v&#246;llig unverst&#228;ndlich, wie man ernsthaft von einer „Nazischrift“ an sich sprechen kann.

Der Begriff ist eine fatale Vereinfachung, ja Verf&#228;lschung der entstehungshistorischen Hintergr&#252;nde.
Im Nachhinein werden so Schriften und ihre Macher diffamiert und scheinbar - wie auch hier teils zu lesen - auf eine Stufe mit den Verbrechern des „Dritten Reichs“  gestellt.
Es f&#228;llt uns leicht, jeden K&#252;nstler, Graphiker, Typographen, der das Ungl&#252;ck hatte, in jene dunkle Zeit hineingeboren worden zu sein und der nicht den Mut hatte, sich offen gegen das Hitlerregime zu stellen, mit erhobenem Zeigefinger abzuurteilen.
Jedoch war bei Weitem nicht jeder, der nicht Verhaftung, Berufsverbot und soziale &#196;chtung in Kauf nehmen wollte, ein bl&#252;hender Nazi.
N&#252;chtern betrachtet haben M&#228;nner wie Walter H&#246;hnisch und Berthold Wolpe (der &#252;brigens Jude war) einen Weg gesucht, klare, schn&#246;rkellose Schriften zu schaffen, die dennoch den Charakter einer Fraktur haben.

So gesehen liegt genau hier der Punkt an dem man ansetzen m&#252;sste, um „alltagstaugliche“ Frakturen zu schaffen, die wiederum den Blick f&#252;r kunstvollere, ornamentalere Frakturen &#246;ffnen k&#246;nnten (Schriftentwickler wie Canada Type haben die M&#246;glichkeiten erkannt).

Den Grund, weshalb gerade in der sog. Neonazi-Szene die Frakturen so beliebt sind, m&#252;ssen wir letztendlich bei uns selbst suchen: Durch die strikte Abkehr von der Fraktur und ihrer Tabuisierung durch sinnfreie und verallgemeinernde Totschlagbegriffe wie „Nazischrift“ haben wir die gebrochenen Schriften f&#252;r die Extremen erst interessant gemacht.
Noch immer kann man allein mit wei&#223;er Fraktur auf schwarzem Grund Unbehagen provozieren. Solange die Rechtsextremen ein „Exklusivrecht“ auf Anwendung von Fraktur besitzen wird das Unbehagen bleiben. Und die Rechtsextremen werden auf dieses simple Provokationsmittel nicht verzichten.
Bringt man aber die Fraktur in einen allt&#228;glichen Zusammenhang zur&#252;ck, fernab jeglicher Anr&#252;chigkeit, so wird sich das Bild wandeln, selbst wenn die Fraktur von manchen Kreisen weiterhin als Politikum missbraucht wird.
Es w&#228;re n&#228;mlich jammerschade, w&#252;rden die gebrochenen Schriften eines Tages tats&#228;chlich ganz ins Zwielicht verruchter Kreise abtauchen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mir v&#246;llig unverst&#228;ndlich, wie man ernsthaft von einer „Nazischrift“ an sich sprechen kann.</p>
<p>Der Begriff ist eine fatale Vereinfachung, ja Verf&#228;lschung der entstehungshistorischen Hintergr&#252;nde.<br />
Im Nachhinein werden so Schriften und ihre Macher diffamiert und scheinbar &#8211; wie auch hier teils zu lesen &#8211; auf eine Stufe mit den Verbrechern des „Dritten Reichs“  gestellt.<br />
Es f&#228;llt uns leicht, jeden K&#252;nstler, Graphiker, Typographen, der das Ungl&#252;ck hatte, in jene dunkle Zeit hineingeboren worden zu sein und der nicht den Mut hatte, sich offen gegen das Hitlerregime zu stellen, mit erhobenem Zeigefinger abzuurteilen.<br />
Jedoch war bei Weitem nicht jeder, der nicht Verhaftung, Berufsverbot und soziale &#196;chtung in Kauf nehmen wollte, ein bl&#252;hender Nazi.<br />
N&#252;chtern betrachtet haben M&#228;nner wie Walter H&#246;hnisch und Berthold Wolpe (der &#252;brigens Jude war) einen Weg gesucht, klare, schn&#246;rkellose Schriften zu schaffen, die dennoch den Charakter einer Fraktur haben.</p>
<p>So gesehen liegt genau hier der Punkt an dem man ansetzen m&#252;sste, um „alltagstaugliche“ Frakturen zu schaffen, die wiederum den Blick f&#252;r kunstvollere, ornamentalere Frakturen &#246;ffnen k&#246;nnten (Schriftentwickler wie Canada Type haben die M&#246;glichkeiten erkannt).</p>
<p>Den Grund, weshalb gerade in der sog. Neonazi-Szene die Frakturen so beliebt sind, m&#252;ssen wir letztendlich bei uns selbst suchen: Durch die strikte Abkehr von der Fraktur und ihrer Tabuisierung durch sinnfreie und verallgemeinernde Totschlagbegriffe wie „Nazischrift“ haben wir die gebrochenen Schriften f&#252;r die Extremen erst interessant gemacht.<br />
Noch immer kann man allein mit wei&#223;er Fraktur auf schwarzem Grund Unbehagen provozieren. Solange die Rechtsextremen ein „Exklusivrecht“ auf Anwendung von Fraktur besitzen wird das Unbehagen bleiben. Und die Rechtsextremen werden auf dieses simple Provokationsmittel nicht verzichten.<br />
Bringt man aber die Fraktur in einen allt&#228;glichen Zusammenhang zur&#252;ck, fernab jeglicher Anr&#252;chigkeit, so wird sich das Bild wandeln, selbst wenn die Fraktur von manchen Kreisen weiterhin als Politikum missbraucht wird.<br />
Es w&#228;re n&#228;mlich jammerschade, w&#252;rden die gebrochenen Schriften eines Tages tats&#228;chlich ganz ins Zwielicht verruchter Kreise abtauchen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kurt _R</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-19367</link>
		<dc:creator>Kurt _R</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jul 2007 04:23:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-19367</guid>
		<description>Der Artikel folgt einer seltsamen Logik:

&quot;Fraktur ist (auch) eine Nazi-Schrift&quot; hei&#223;t es in der &#220;berschrift rei&#223;erisch, am Ende des Artikels wird genau diese Aussage als &quot;falsch&quot; bezeichnet.
Die jahrhundertealte Tradition der Fraktur wird genannt, gleichzeitig aber vehement auf die Rolle der (vergleichsweise) kurze Zeit verwiesen, in denen die Gebrochene von den Nazis als &quot;deutscheste&quot; Schrift verehrt wurde.
Sollte man nun diesen kulturellen Schatz auf ewig den Nazis &#252;berlassen? Den Nazis, die, wie zur Gen&#252;ge erl&#228;utert, h&#246;chstselbst die Fraktur zum &quot;ideologischen Feind&quot; stilisiert haben? Die Nazis, die letztendlich f&#252;r die Abschaffung der Fraktur in Deutschland und damit f&#252;r einen gewaltigen kulturellen Bruch verantwortlich sind?

Sollen heute die einzigen, die diese sch&#246;nen und vielseitigen Schriften benutzen d&#252;rfen, Angeh&#246;rige einer politisch-extremen Minderheit sein, die diese Schriften eigentlich aus &#220;berzeugung verachten m&#252;ssten? Die von ihrem richtigen Satz meist &#252;berhaupt nichts wissen?

Die in rechtsextremen Kreisen am h&#228;ufigsten zu beobachtende Gebrochene ist zudem nicht etwa die deutsche Fraktur, sondern eine englische Gebrochene (was die meisten Skinheads nat&#252;rlich nicht wissen / wissen wollen, wenn sie sich einen &quot;Fraktur-&quot;Schriftzug auf die Schultern t&#228;towieren lassen).

Ich wehre mich dagegen, dass man die gebrochenen Schriften jenen T&#246;lpeln &#252;berl&#228;sst. Ebenso wehre ich mich dagegen, dass diese sch&#246;nen, wie gebrechlichen (!) Schriften im Rausche allgemeiner Trendgeilheit zu IN-Schriften erkoren und j&#228;mmerlich missbraucht werden.

Deshalb: Wer ihren Satz nicht beherrscht, der sollte doch bitte tunlichst die Finger davon lassen (dieser Appell geht hier auch insbesondere an benjaminhick, der eindrucksvoll gezeigt hat, was man in einem kurzen Fraktur-&quot;Satz&quot; so alles falsch machen kann (Schluss-s beim &quot;sch&quot;, Frakturversalien, Zeichenabstand)

Vermehrter Fraktursatz: Ja, aber nur, wenn das N&#246;tige Hintergrundwissen vorhanden ist.

Kurt R.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Artikel folgt einer seltsamen Logik:</p>
<p>&#8220;Fraktur ist (auch) eine Nazi-Schrift&#8221; hei&#223;t es in der &#220;berschrift rei&#223;erisch, am Ende des Artikels wird genau diese Aussage als &#8220;falsch&#8221; bezeichnet.<br />
Die jahrhundertealte Tradition der Fraktur wird genannt, gleichzeitig aber vehement auf die Rolle der (vergleichsweise) kurze Zeit verwiesen, in denen die Gebrochene von den Nazis als &#8220;deutscheste&#8221; Schrift verehrt wurde.<br />
Sollte man nun diesen kulturellen Schatz auf ewig den Nazis &#252;berlassen? Den Nazis, die, wie zur Gen&#252;ge erl&#228;utert, h&#246;chstselbst die Fraktur zum &#8220;ideologischen Feind&#8221; stilisiert haben? Die Nazis, die letztendlich f&#252;r die Abschaffung der Fraktur in Deutschland und damit f&#252;r einen gewaltigen kulturellen Bruch verantwortlich sind?</p>
<p>Sollen heute die einzigen, die diese sch&#246;nen und vielseitigen Schriften benutzen d&#252;rfen, Angeh&#246;rige einer politisch-extremen Minderheit sein, die diese Schriften eigentlich aus &#220;berzeugung verachten m&#252;ssten? Die von ihrem richtigen Satz meist &#252;berhaupt nichts wissen?</p>
<p>Die in rechtsextremen Kreisen am h&#228;ufigsten zu beobachtende Gebrochene ist zudem nicht etwa die deutsche Fraktur, sondern eine englische Gebrochene (was die meisten Skinheads nat&#252;rlich nicht wissen / wissen wollen, wenn sie sich einen &#8220;Fraktur-&#8221;Schriftzug auf die Schultern t&#228;towieren lassen).</p>
<p>Ich wehre mich dagegen, dass man die gebrochenen Schriften jenen T&#246;lpeln &#252;berl&#228;sst. Ebenso wehre ich mich dagegen, dass diese sch&#246;nen, wie gebrechlichen (!) Schriften im Rausche allgemeiner Trendgeilheit zu IN-Schriften erkoren und j&#228;mmerlich missbraucht werden.</p>
<p>Deshalb: Wer ihren Satz nicht beherrscht, der sollte doch bitte tunlichst die Finger davon lassen (dieser Appell geht hier auch insbesondere an benjaminhick, der eindrucksvoll gezeigt hat, was man in einem kurzen Fraktur-&#8221;Satz&#8221; so alles falsch machen kann (Schluss-s beim &#8220;sch&#8221;, Frakturversalien, Zeichenabstand)</p>
<p>Vermehrter Fraktursatz: Ja, aber nur, wenn das N&#246;tige Hintergrundwissen vorhanden ist.</p>
<p>Kurt R.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: kurt</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-9380</link>
		<dc:creator>kurt</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2007 10:51:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-9380</guid>
		<description>Genau!
Das kommunistische Manifest wurde auch in Fraktur gesetzt. 
Und ansonsten ist f&#252;r mich immer Vorsicht geboten, wenn K&#252;nstler &#252;ber Politik reden. (in diesem Fall z&#228;hle ich Leute aus der Design-Branche dazu). Da ist zu oft zuviel &quot;Bauch&quot; im Spiel.
Es w&#228;re gut, sich mal die wissenschaftlichen Definitionen des Faschismus/Nazionalsozialismus/Totalitarismus anzutun. Dann sollte man dar&#252;bernachdenken. Auch &#252;ber die Frage, ob nicht alle Sozialismusse schlecht sind. Und dann eine Meinung &#228;ussern.
Ich w&#252;nsche mir auch eine heutige Fraktur f&#252;r den Buchsatz. Wir haben zuletzt einen Lyrikband in Fraktur gesetzt. Aber da war&#039;s egal, liest eh kaum einer.
Ansonsten sehe ich hier in Dresden immer mehr Schilder in Fraktur. Sogar mit meinem geliebten lang-s! Und da&#223; B&#228;cker Schmidt ein b&#246;ser Sozialist ist, nur weil er in Fraktur am Laden steht, ist f&#252;r mich ausgeschlossen.
Apropos Dresden: Diese Diskussion wird, scheint mir, immer nur bei ehemaligen Westdeutschen mit dieser Vehemenz  gef&#252;hrt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genau!<br />
Das kommunistische Manifest wurde auch in Fraktur gesetzt.<br />
Und ansonsten ist f&#252;r mich immer Vorsicht geboten, wenn K&#252;nstler &#252;ber Politik reden. (in diesem Fall z&#228;hle ich Leute aus der Design-Branche dazu). Da ist zu oft zuviel &#8220;Bauch&#8221; im Spiel.<br />
Es w&#228;re gut, sich mal die wissenschaftlichen Definitionen des Faschismus/Nazionalsozialismus/Totalitarismus anzutun. Dann sollte man dar&#252;bernachdenken. Auch &#252;ber die Frage, ob nicht alle Sozialismusse schlecht sind. Und dann eine Meinung &#228;ussern.<br />
Ich w&#252;nsche mir auch eine heutige Fraktur f&#252;r den Buchsatz. Wir haben zuletzt einen Lyrikband in Fraktur gesetzt. Aber da war&#8217;s egal, liest eh kaum einer.<br />
Ansonsten sehe ich hier in Dresden immer mehr Schilder in Fraktur. Sogar mit meinem geliebten lang-s! Und da&#223; B&#228;cker Schmidt ein b&#246;ser Sozialist ist, nur weil er in Fraktur am Laden steht, ist f&#252;r mich ausgeschlossen.<br />
Apropos Dresden: Diese Diskussion wird, scheint mir, immer nur bei ehemaligen Westdeutschen mit dieser Vehemenz  gef&#252;hrt.</p>
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	<item>
		<title>Von: m.t.w.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-9256</link>
		<dc:creator>m.t.w.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2007 07:26:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-9256</guid>
		<description>ich kann von mir sagen das ich seit &#252;ber 15 jahren linkspolitisch einzuordnen bin.
was mir, nun wo ich eure beitr&#228;ge gelesen habe, ein bisschen auf den zeiger geht ist die mentalit&#228;t einiger schreiberlinge hier im bezug auf die fraktur!
wenn von historisch vergiftet etc. die rede ist frage ich mich ob sich diese leute nicht hyperintellektuell im detailgeschwafel verlieren....
versteht mich bitte nicht falsch!
ich bin schwul, in einem k&#252;nstlerischen beruf t&#228;tig,und schon aus diesem grund der festen &#252;berzeugung das sich dieser teil der geschichte auf keinen fall wiederholen darf!
blo&#223; sollte nicht alles was von den nazis missbraucht /geklaut wurde verteufelt werden. es geht hierbei auch um kulturhistorisches design.
die fraktur wurde ja schlie&#223;lich nicht f&#252;r nazis entwickelt und es w&#252;rde ja auch niemand auf die idee kommen in hinduistischen ganesha-abbildungen das sonnenrad(hakenkreuz) in frage stellen...
der meiner meinung nach viel wichtigere punkt, der wahrscheinlich in vergessenheit geraten ist ist doch der das wir alles daransetzen sollten die heranwachsenden dar&#252;ber aufzukl&#228;ren das solche symboliken bzw schriftarten missbraucht wurden/werden, sie selbst aber als solches nicht anzuprangern seinen.
jemand der den mund aufrei&#223;t und oben genanntes verbieten will hat genau das selbige diktatorische potential, den er geht davon aus das seine ansicht die richtige ist........................</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich kann von mir sagen das ich seit &#252;ber 15 jahren linkspolitisch einzuordnen bin.<br />
was mir, nun wo ich eure beitr&#228;ge gelesen habe, ein bisschen auf den zeiger geht ist die mentalit&#228;t einiger schreiberlinge hier im bezug auf die fraktur!<br />
wenn von historisch vergiftet etc. die rede ist frage ich mich ob sich diese leute nicht hyperintellektuell im detailgeschwafel verlieren&#8230;.<br />
versteht mich bitte nicht falsch!<br />
ich bin schwul, in einem k&#252;nstlerischen beruf t&#228;tig,und schon aus diesem grund der festen &#252;berzeugung das sich dieser teil der geschichte auf keinen fall wiederholen darf!<br />
blo&#223; sollte nicht alles was von den nazis missbraucht /geklaut wurde verteufelt werden. es geht hierbei auch um kulturhistorisches design.<br />
die fraktur wurde ja schlie&#223;lich nicht f&#252;r nazis entwickelt und es w&#252;rde ja auch niemand auf die idee kommen in hinduistischen ganesha-abbildungen das sonnenrad(hakenkreuz) in frage stellen&#8230;<br />
der meiner meinung nach viel wichtigere punkt, der wahrscheinlich in vergessenheit geraten ist ist doch der das wir alles daransetzen sollten die heranwachsenden dar&#252;ber aufzukl&#228;ren das solche symboliken bzw schriftarten missbraucht wurden/werden, sie selbst aber als solches nicht anzuprangern seinen.<br />
jemand der den mund aufrei&#223;t und oben genanntes verbieten will hat genau das selbige diktatorische potential, den er geht davon aus das seine ansicht die richtige ist&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: MiSc</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-2560</link>
		<dc:creator>MiSc</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2006 13:02:43 +0000</pubDate>
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		<description>Die Fraktur lebt, Bruder!

Schlie&#223;lich hat sie die gewaltige PR-Maschine des US-Hip-Hop wieder auf Plattencover gebracht: nach 50 Cent kommt auch das neue Snoop Dogg Album mit Fraktur daher. Und wir wissen ja, dass sich deren Texte so was von gar nicht um Nationalsozialismus drehen.

Links:
http://www.snoopdogg.com/
http://www.50cent.com
U.S.W.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fraktur lebt, Bruder!</p>
<p>Schlie&#223;lich hat sie die gewaltige PR-Maschine des US-Hip-Hop wieder auf Plattencover gebracht: nach 50 Cent kommt auch das neue Snoop Dogg Album mit Fraktur daher. Und wir wissen ja, dass sich deren Texte so was von gar nicht um Nationalsozialismus drehen.</p>
<p>Links:<br />
<a href="http://www.snoopdogg.com/" rel="nofollow">http://www.snoopdogg.com/</a><br />
<a href="http://www.50cent.com" rel="nofollow">http://www.50cent.com</a><br />
U.S.W.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Benjamin Hickethier</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-1234</link>
		<dc:creator>Benjamin Hickethier</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2006 19:09:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-1234</guid>
		<description>... noch eine sp&#228;te Erg&#228;nzung: auf einer Israel-Karte, die bei mir an der Wand h&#228;ngt, sind historische Orte ebenfalls in Fraktur gesetzt worden. die Karte ist die offizielle »touring map« vom israelischen Fremdenverkehrsamt - und soweit ich weiss, auch keine ›special edition‹ f&#252;r Deutsche, zur besseren Orientierung.
http://www.diediebe.be/jerusalem.jpg

&lt;blockquote&gt; Man darf nicht vergessen, dass die klassische Moderne, mit ihren abstrakten und avantgardistischen Tendenzen, durchaus dem Totalitarismus jeglicher Couleur verhaftet war. 
&lt;/blockquote&gt;

Auf dieses Zitat wurde schon zahlreich berechtigt eingegangen, trotzdem m&#246;chte ich mich auch der Kritik anschlie&#223;en, um es nicht so stehen zu lassen. Es kommt schlie&#223;lich von der aktuellen ›Fachfrau‹ f&#252;r Frakturfragen – trotzdem ist es mir unerkl&#228;rlich, wie man so etwas so schreiben und meinen kann: Beziehungsweise, wie man in einen verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig so kurzen Satz so viele pauschalisierende Zusammenfassungen und Verk&#252;rzungen so widerspr&#252;chlicher Aussagen packen kann (und es schafft, den Satz dann noch zusammenzuschn&#252;ren). ›Die‹ ›klassische‹ ›Moderne‹ […] ›ihre‹ ›abstrakte‹ und ›avantgardistische‹ wom&#246;glich noch ›abstrakte und avantgardistische‹ Tendenzen,
[…] der ›Totalitarismus jeglicher Couleur‹ ...
Klingt, als w&#252;rde es aus dem ›Schnellkurs Kunstgeschichte‹ stammen.
Und letzteres, also wenn das so aussieht, dann sollten wir wohl hier auch noch eine Totalitarismusdiskussion vom Zaun brechen. Hannah Arendt hat ja schlie&#223;lich auch gerade Jubil&#228;um gehabt.
(Aber, um mal auf der Verk&#252;rzungsebene vom Schnellkurs Kunstgeschichte zu bleiben,
›Bauhaus = Stalinismus‹ stimmt einfach nicht. Ganz abgesehen davon, dass es nat&#252;rlich   K&#228;se ist, von ›dem Bauhaus‹ zu sprechen, s.o.)

Naja, HD, und wie Deine Formulierung mit Hitler und Goebbels und Mami und Papi und ›Corporate‹ Design zu verstehen ist, kannst Du ja, wenn Du mal mehr Zeit hast, auch gerne noch ausf&#252;hren. So ungef&#228;hr wei&#223; man ja, was Du sagen willst, aber ›so‹ klingt es erstens haarstr&#228;ubend und kann man es zweitens auch inhaltlich nicht stehen lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; noch eine sp&#228;te Erg&#228;nzung: auf einer Israel-Karte, die bei mir an der Wand h&#228;ngt, sind historische Orte ebenfalls in Fraktur gesetzt worden. die Karte ist die offizielle »touring map« vom israelischen Fremdenverkehrsamt &#8211; und soweit ich weiss, auch keine ›special edition‹ f&#252;r Deutsche, zur besseren Orientierung.<br />
<a href="http://www.diediebe.be/jerusalem.jpg" rel="nofollow">http://www.diediebe.be/jerusalem.jpg</a></p>
<blockquote><p> Man darf nicht vergessen, dass die klassische Moderne, mit ihren abstrakten und avantgardistischen Tendenzen, durchaus dem Totalitarismus jeglicher Couleur verhaftet war.
</p></blockquote>
<p>Auf dieses Zitat wurde schon zahlreich berechtigt eingegangen, trotzdem m&#246;chte ich mich auch der Kritik anschlie&#223;en, um es nicht so stehen zu lassen. Es kommt schlie&#223;lich von der aktuellen ›Fachfrau‹ f&#252;r Frakturfragen – trotzdem ist es mir unerkl&#228;rlich, wie man so etwas so schreiben und meinen kann: Beziehungsweise, wie man in einen verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig so kurzen Satz so viele pauschalisierende Zusammenfassungen und Verk&#252;rzungen so widerspr&#252;chlicher Aussagen packen kann (und es schafft, den Satz dann noch zusammenzuschn&#252;ren). ›Die‹ ›klassische‹ ›Moderne‹ […] ›ihre‹ ›abstrakte‹ und ›avantgardistische‹ wom&#246;glich noch ›abstrakte und avantgardistische‹ Tendenzen,<br />
[…] der ›Totalitarismus jeglicher Couleur‹ &#8230;<br />
Klingt, als w&#252;rde es aus dem ›Schnellkurs Kunstgeschichte‹ stammen.<br />
Und letzteres, also wenn das so aussieht, dann sollten wir wohl hier auch noch eine Totalitarismusdiskussion vom Zaun brechen. Hannah Arendt hat ja schlie&#223;lich auch gerade Jubil&#228;um gehabt.<br />
(Aber, um mal auf der Verk&#252;rzungsebene vom Schnellkurs Kunstgeschichte zu bleiben,<br />
›Bauhaus = Stalinismus‹ stimmt einfach nicht. Ganz abgesehen davon, dass es nat&#252;rlich   K&#228;se ist, von ›dem Bauhaus‹ zu sprechen, s.o.)</p>
<p>Naja, HD, und wie Deine Formulierung mit Hitler und Goebbels und Mami und Papi und ›Corporate‹ Design zu verstehen ist, kannst Du ja, wenn Du mal mehr Zeit hast, auch gerne noch ausf&#252;hren. So ungef&#228;hr wei&#223; man ja, was Du sagen willst, aber ›so‹ klingt es erstens haarstr&#228;ubend und kann man es zweitens auch inhaltlich nicht stehen lassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-1151</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2006 10:29:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-1151</guid>
		<description>Die Futura ist ja eben auch «geschmacklich» irgendwo verankert (eben in der Bauhaus-Sachlichkeit), ebenso wie ja auch die Helvetica ihren «Klang» hat (Neosachlichkeit) udn bei der Fraktur ist&#039;s eben der Faschismus. Dass das historischer Quatsch ist und die Verwendung der Schwabacher in Drucksachen der Nationalsozialisten ein sch&#246;ner histroischer Gag ist, geht es im Kern darum, da&#223; die Nazis sehr erfolgreich ein Corporate Design umgesetzt haben, das als Marke bis heute griffig und eben insofern klischeeartig funktioniert. Neben der katholischen Kirche hat hat bisher keine religi&#246;se-politische Bewegung derart erfolgreich eine umfassende Ikonographie in den K&#246;pfen der Leute verankert. Wobei die Kirche «nur» das Kreuzund ein paar visuelle Symbole hat, der Faschismus aber eine ganze Klaviatur an Bildsprache, Typographie, Farbkombinationen (man denke an das beliebte letzte braunrotwei&#223;schwarze Wahlkampfplakat der SPD), Klang und so weiter. Hitler und Goebbels bleiben Mami und Papi des Corporate Designs, und genau deshalb soltle man bei CD immer seeeeehr sehr gegen alle totalit&#228;ren Trends ank&#228;mpfen und den Otl-Humanismus immer sch&#246;n  fest in der Hosentasche dabei haben. 

Ich bin mir &#252;brigens sicher, ein Gutteil der Nazi-Ikonographie w&#228;re l&#228;ngst vergessen, wenn es nicht via Hollywood eingebrannt w&#228;re.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Futura ist ja eben auch «geschmacklich» irgendwo verankert (eben in der Bauhaus-Sachlichkeit), ebenso wie ja auch die Helvetica ihren «Klang» hat (Neosachlichkeit) udn bei der Fraktur ist&#8217;s eben der Faschismus. Dass das historischer Quatsch ist und die Verwendung der Schwabacher in Drucksachen der Nationalsozialisten ein sch&#246;ner histroischer Gag ist, geht es im Kern darum, da&#223; die Nazis sehr erfolgreich ein Corporate Design umgesetzt haben, das als Marke bis heute griffig und eben insofern klischeeartig funktioniert. Neben der katholischen Kirche hat hat bisher keine religi&#246;se-politische Bewegung derart erfolgreich eine umfassende Ikonographie in den K&#246;pfen der Leute verankert. Wobei die Kirche «nur» das Kreuzund ein paar visuelle Symbole hat, der Faschismus aber eine ganze Klaviatur an Bildsprache, Typographie, Farbkombinationen (man denke an das beliebte letzte braunrotwei&#223;schwarze Wahlkampfplakat der SPD), Klang und so weiter. Hitler und Goebbels bleiben Mami und Papi des Corporate Designs, und genau deshalb soltle man bei CD immer seeeeehr sehr gegen alle totalit&#228;ren Trends ank&#228;mpfen und den Otl-Humanismus immer sch&#246;n  fest in der Hosentasche dabei haben. </p>
<p>Ich bin mir &#252;brigens sicher, ein Gutteil der Nazi-Ikonographie w&#228;re l&#228;ngst vergessen, wenn es nicht via Hollywood eingebrannt w&#228;re.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Harki</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-1112</link>
		<dc:creator>Harki</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 11:57:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-1112</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;da&#223; sie dennoch auf einer m&#246;rderische »Blut-und-Boden« Ideologie basierte&lt;/blockquote&gt;
[Wie formatiert man hier eigentlich als Zitat, also mit Sternchen] mit: &lt;strong&gt;‹blockquote› Zitat ‹blockquote›&lt;/strong&gt;
Aber wo ist der Gegensatz zwischen Moderne und der &quot;m&#246;rderischen Blut-und-Boden-Ideologie&quot;? Letztere ist schon insofern modern, als sie vor Ende des 19. Jahrhunderts undenkbar gewesen w&#228;re - alle europ&#228;ischen Faschismen (vielleicht mit Ausnahme des rum&#228;nischen) sind st&#228;dtische, &quot;moderne&quot; Bewegungen, auch der deutsche, trotz seiner (im romanischen Faschismus undenkbaren) Tendenz zu Idylle, zum Heimeligen. Umgekehrt war das Weltbild der meisten M&#228;nner des 20. Juli (gerade das der K&#246;pfe der Verschw&#246;rung) bekanntlich durchaus reaktion&#228;r - und auch die Wei&#223;e Rose hatte eine rechten, &quot;elit&#228;ren&quot;, anti-modernen Zug.

Wenn &#252;brigens Le Corbusier am liebsten ganz Paris plattgemacht h&#228;tte, um es nach eigenem Gutd&#252;nken wiederaufbauen zu k&#246;nnen, scheint mir das auch schon totalit&#228;r genug, auch wenn es keinen direkten Konnex zu einem Faschismus oder zum Bolschewismus gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>da&#223; sie dennoch auf einer m&#246;rderische »Blut-und-Boden« Ideologie basierte</p></blockquote>
<p>[Wie formatiert man hier eigentlich als Zitat, also mit Sternchen] mit: <strong>‹blockquote› Zitat ‹blockquote›</strong><br />
Aber wo ist der Gegensatz zwischen Moderne und der &#8220;m&#246;rderischen Blut-und-Boden-Ideologie&#8221;? Letztere ist schon insofern modern, als sie vor Ende des 19. Jahrhunderts undenkbar gewesen w&#228;re &#8211; alle europ&#228;ischen Faschismen (vielleicht mit Ausnahme des rum&#228;nischen) sind st&#228;dtische, &#8220;moderne&#8221; Bewegungen, auch der deutsche, trotz seiner (im romanischen Faschismus undenkbaren) Tendenz zu Idylle, zum Heimeligen. Umgekehrt war das Weltbild der meisten M&#228;nner des 20. Juli (gerade das der K&#246;pfe der Verschw&#246;rung) bekanntlich durchaus reaktion&#228;r &#8211; und auch die Wei&#223;e Rose hatte eine rechten, &#8220;elit&#228;ren&#8221;, anti-modernen Zug.</p>
<p>Wenn &#252;brigens Le Corbusier am liebsten ganz Paris plattgemacht h&#228;tte, um es nach eigenem Gutd&#252;nken wiederaufbauen zu k&#246;nnen, scheint mir das auch schon totalit&#228;r genug, auch wenn es keinen direkten Konnex zu einem Faschismus oder zum Bolschewismus gibt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: franz</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-1106</link>
		<dc:creator>franz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 10:48:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-1106</guid>
		<description>Hallo Judith,
ich wollte dir auch nicht unterstellen, du h&#228;ttest die Futura als Nazischrift bezeichnet (das w&#228;re nun auch wirklich unsinnig, wie ich mit dem G&#246;ring-Rembrandt-Zusammenhang zum Ausdruck bringen wollte), sondern nur, dass die Vorliebe Hitlers f&#252;r die Futura diese genausowenig zur Nazischrift macht wie die allgemeine Verwendung der Fraktur (bis Bormann) DIE, d.h. alle Frakturschriften zu Nazischriften macht. Ausnahme f&#252;r mich sind ist z.B. National, Element, Tannenberg, das sind Nazischriften und sind auch so beworben worden (á la „Schrift der neuen Zeit“ usw.)
Das Problem ist, wie du selbst sagst, dass die Fraktur „nicht &#252;berlebt“ hat, und sie so wahrgenommen wird, wie ich oben beschrieben habe. Das Argument, dass sie sowohl „heimelig-gem&#252;tlich“ wie auch als „brutal-provokant“ (provokant eben durch ihre Verwendung 33-43)gesehen wird, funktioniert f&#252;r mich nicht: In diesem Kontext ist es von heimelig-gem&#252;tlich bis zur Sicherheit in der Volksgemeinschaft und sonstigem v&#246;lkischen Krempel eben nicht weit. Eine Walbaum (Antiqua – nicht -Fraktur!) beispielsweise, die ja auch gerne als heimelig-gem&#252;tvoll beschrieben wird, kommt eben gar nicht in dieses Fahrwasser und damit in diesen Verdacht, da k&#228;me einfach niemand auf die Idee, diesen Zusammenhang herzustellen, bei der Fraktur aber eben schon. 
Und eben dieser „Generalverdacht“ ist der Unterschied und macht die „historische Vergiftung“ aus.
Gegen eine vereinzelte Verwendung mit Sinn, Verstand und Idee habe ich gar nichts, im Gegenteil, die Verwendung f&#252;r den Derrida-Band  halte ich f&#252;r einen mittelschwer-genialen Schachzug im Kontext Dekonstruktivismus, Postmoderne, etc. ABER eben in diesem speziellen Kontext. Auf breiter Ebene, f&#252;r irgendwelche Inhalte, sehe ich weder Chance und Notwendigkeit, noch Sinn und Verstand.

P.S. Richtig, unter den Nazis hat es auch moderne, richtungsweisende Gestaltung gegeben, siehe die Zeitschrift „Neue Linie“ zum Beispiel, man hat schon  verstanden, dass man f&#252;r verschiedene Zielgruppen verschiedene T&#246;ne anschlagen mu&#223;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Judith,<br />
ich wollte dir auch nicht unterstellen, du h&#228;ttest die Futura als Nazischrift bezeichnet (das w&#228;re nun auch wirklich unsinnig, wie ich mit dem G&#246;ring-Rembrandt-Zusammenhang zum Ausdruck bringen wollte), sondern nur, dass die Vorliebe Hitlers f&#252;r die Futura diese genausowenig zur Nazischrift macht wie die allgemeine Verwendung der Fraktur (bis Bormann) DIE, d.h. alle Frakturschriften zu Nazischriften macht. Ausnahme f&#252;r mich sind ist z.B. National, Element, Tannenberg, das sind Nazischriften und sind auch so beworben worden (á la „Schrift der neuen Zeit“ usw.)<br />
Das Problem ist, wie du selbst sagst, dass die Fraktur „nicht &#252;berlebt“ hat, und sie so wahrgenommen wird, wie ich oben beschrieben habe. Das Argument, dass sie sowohl „heimelig-gem&#252;tlich“ wie auch als „brutal-provokant“ (provokant eben durch ihre Verwendung 33-43)gesehen wird, funktioniert f&#252;r mich nicht: In diesem Kontext ist es von heimelig-gem&#252;tlich bis zur Sicherheit in der Volksgemeinschaft und sonstigem v&#246;lkischen Krempel eben nicht weit. Eine Walbaum (Antiqua – nicht -Fraktur!) beispielsweise, die ja auch gerne als heimelig-gem&#252;tvoll beschrieben wird, kommt eben gar nicht in dieses Fahrwasser und damit in diesen Verdacht, da k&#228;me einfach niemand auf die Idee, diesen Zusammenhang herzustellen, bei der Fraktur aber eben schon.<br />
Und eben dieser „Generalverdacht“ ist der Unterschied und macht die „historische Vergiftung“ aus.<br />
Gegen eine vereinzelte Verwendung mit Sinn, Verstand und Idee habe ich gar nichts, im Gegenteil, die Verwendung f&#252;r den Derrida-Band  halte ich f&#252;r einen mittelschwer-genialen Schachzug im Kontext Dekonstruktivismus, Postmoderne, etc. ABER eben in diesem speziellen Kontext. Auf breiter Ebene, f&#252;r irgendwelche Inhalte, sehe ich weder Chance und Notwendigkeit, noch Sinn und Verstand.</p>
<p>P.S. Richtig, unter den Nazis hat es auch moderne, richtungsweisende Gestaltung gegeben, siehe die Zeitschrift „Neue Linie“ zum Beispiel, man hat schon  verstanden, dass man f&#252;r verschiedene Zielgruppen verschiedene T&#246;ne anschlagen mu&#223;.</p>
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	</item>
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		<title>Von: Atli Seelow</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-1105</link>
		<dc:creator>Atli Seelow</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 10:31:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-1105</guid>
		<description>@ judith schalansky: Da&#223; die klassische Moderne dem Totalitarismus jeglicher Couleur verhaftet war, kann man so nicht stehenlassen. Dies trifft allenfalls teilweise auf die Konstruktivisten in der Sowjetunion oder die Futuristen in Italien zu.
Um bei dem Beispiel Paul Renners zu bleiben, darf man nicht vergessen, da&#223; er Werkbund-Mitglied war, in seinem 1932 erschienen Buch »Kulturbolschewismus« die Kulturpolitik der Nationalsozialisten heftig kritisierte und bereits 1933 von den Nazis als Direktor der Meisterschule f&#252;r Buchdruck in M&#252;nchen entlassen wurde.
&#196;hnliches l&#228;&#223;t sich &#252;ber viele Mitglieder des Bauhauses oder andere Protagonisten der Moderne sagen, die — vereinfacht gesagt — mehrheitlich gem&#228;&#223;igt links waren und gerade zu wenigen in der Weimarer Republik geh&#246;rten, die diese unterst&#252;tzt haben — das Bauhaus in Dessau gab es dank des sozialdemokratischen B&#252;rgermeisters Hesse.  

Da&#223; die »Kulturpolitik« der Nationalsozialisten zwar nicht homogen war, – wie es in der wissenschaftlichen Literatur dargestellt wird – vier oder f&#252;nf unterschiedliche Kulturstr&#246;mungen umfa&#223;te und sich in Teilbereichen, wie der Propaganda auch der modernsten Methoden bediente (Volksempf&#228;nger, Riefenstahl etc.) darf nicht dar&#252;ber hinwegt&#228;uschen, da&#223; sie dennoch auf einer m&#246;rderische »Blut-und-Boden« Ideologie basierte.

Ob man deshalb Frakturschriften wie Richard-Wagner-Opern als historisch »verseucht« ansehen mu&#223;, ist eine andere Frage. Einerseits macht man es sich ziemlich leicht wenn man das tut, die politische Auseinandersetzung ist viel wichtiger und wir akzeptieren ja auch andere Produkte dieser Zeit (Autobahnen, Kindergeld etc.). Andererseits ist der »Flirt mit dem Verbotenen« unn&#246;tiges Schreibtisch-Abenteurertum.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ judith schalansky: Da&#223; die klassische Moderne dem Totalitarismus jeglicher Couleur verhaftet war, kann man so nicht stehenlassen. Dies trifft allenfalls teilweise auf die Konstruktivisten in der Sowjetunion oder die Futuristen in Italien zu.<br />
Um bei dem Beispiel Paul Renners zu bleiben, darf man nicht vergessen, da&#223; er Werkbund-Mitglied war, in seinem 1932 erschienen Buch »Kulturbolschewismus« die Kulturpolitik der Nationalsozialisten heftig kritisierte und bereits 1933 von den Nazis als Direktor der Meisterschule f&#252;r Buchdruck in M&#252;nchen entlassen wurde.<br />
&#196;hnliches l&#228;&#223;t sich &#252;ber viele Mitglieder des Bauhauses oder andere Protagonisten der Moderne sagen, die — vereinfacht gesagt — mehrheitlich gem&#228;&#223;igt links waren und gerade zu wenigen in der Weimarer Republik geh&#246;rten, die diese unterst&#252;tzt haben — das Bauhaus in Dessau gab es dank des sozialdemokratischen B&#252;rgermeisters Hesse.  </p>
<p>Da&#223; die »Kulturpolitik« der Nationalsozialisten zwar nicht homogen war, – wie es in der wissenschaftlichen Literatur dargestellt wird – vier oder f&#252;nf unterschiedliche Kulturstr&#246;mungen umfa&#223;te und sich in Teilbereichen, wie der Propaganda auch der modernsten Methoden bediente (Volksempf&#228;nger, Riefenstahl etc.) darf nicht dar&#252;ber hinwegt&#228;uschen, da&#223; sie dennoch auf einer m&#246;rderische »Blut-und-Boden« Ideologie basierte.</p>
<p>Ob man deshalb Frakturschriften wie Richard-Wagner-Opern als historisch »verseucht« ansehen mu&#223;, ist eine andere Frage. Einerseits macht man es sich ziemlich leicht wenn man das tut, die politische Auseinandersetzung ist viel wichtiger und wir akzeptieren ja auch andere Produkte dieser Zeit (Autobahnen, Kindergeld etc.). Andererseits ist der »Flirt mit dem Verbotenen« unn&#246;tiges Schreibtisch-Abenteurertum.</p>
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	<item>
		<title>Von: judith schalansky</title>
		<link>http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/comment-page-1#comment-1104</link>
		<dc:creator>judith schalansky</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 10:14:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift#comment-1104</guid>
		<description>Ich habe von den totalit&#228;ren Z&#252;gen der Futura gesprochen, und nicht behauptet, sie w&#228;re eine Nazi-Schrift (auch wenn sie tats&#228;chlich auch gerne verwendet wurde: z. B. f&#252;r die besagten Olympischen Spiele). Die Frage ist doch, inwiefern eine Schrift ›mi&#223;braucht‹ werden kann. Die Futura hat alles &#252;berlebt, die gebrochenen nicht, weil sie – zusammen mit allem, was als ›deutsch‹ verstanden wurde – in der Nachkriegszeit verdr&#228;ngt wurde, und in den oben aufgef&#252;hrten Nischen ihr seltsam untotes Dasein fristeten. (Im &#220;brigen war das in der DDR anders, wo es vergleichsweise viele B&#252;cher in Fraktur und Schwabacher gab, allerdings aus einem traditionsverhafteten, bibliophilen Bleisetzerbewusstsein heraus).

Und weil sie nicht als Verkehrsschrift genutzt wurde, konnte sie eben mit neuen Bedeutungen – g&#228;nzlich widerspr&#252;chlichen – aufgeladen werden. Dass die Rechnung Fraktur=Nazi nicht aufgeht, zeigt doch schon allein, dass sie als sowohl als heimelig-gem&#252;tlich als auch als brutal-provokant verstanden wird. Die Fraktur wird als exotisch verstanden, sie wird nicht gelesen, funktioniert nicht mehr als Schrift, sondern nur noch als Zeichen. Daher kommen diese seltsamen fetischisierten Anwendungen im Display-Bereich. Wenn sie allerdings wieder vereinzelt f&#252;r B&#252;cher – vereinzelt, nicht auf »breiter Ebene« –  statt f&#252;r T-Shirts (und es gibt daf&#252;r einige gro&#223;artige, bezwingende, zeitgem&#228;&#223;e Beispiele: Derridas Meine Chancen von Brinkmann&amp;Bose zum Beispiel) verwendet wird, verschwindet auch dieses seltsame und mi&#223;verst&#228;ndliche Zombie-Dasein der gebrochenen Buchstaben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe von den totalit&#228;ren Z&#252;gen der Futura gesprochen, und nicht behauptet, sie w&#228;re eine Nazi-Schrift (auch wenn sie tats&#228;chlich auch gerne verwendet wurde: z. B. f&#252;r die besagten Olympischen Spiele). Die Frage ist doch, inwiefern eine Schrift ›mi&#223;braucht‹ werden kann. Die Futura hat alles &#252;berlebt, die gebrochenen nicht, weil sie – zusammen mit allem, was als ›deutsch‹ verstanden wurde – in der Nachkriegszeit verdr&#228;ngt wurde, und in den oben aufgef&#252;hrten Nischen ihr seltsam untotes Dasein fristeten. (Im &#220;brigen war das in der DDR anders, wo es vergleichsweise viele B&#252;cher in Fraktur und Schwabacher gab, allerdings aus einem traditionsverhafteten, bibliophilen Bleisetzerbewusstsein heraus).</p>
<p>Und weil sie nicht als Verkehrsschrift genutzt wurde, konnte sie eben mit neuen Bedeutungen – g&#228;nzlich widerspr&#252;chlichen – aufgeladen werden. Dass die Rechnung Fraktur=Nazi nicht aufgeht, zeigt doch schon allein, dass sie als sowohl als heimelig-gem&#252;tlich als auch als brutal-provokant verstanden wird. Die Fraktur wird als exotisch verstanden, sie wird nicht gelesen, funktioniert nicht mehr als Schrift, sondern nur noch als Zeichen. Daher kommen diese seltsamen fetischisierten Anwendungen im Display-Bereich. Wenn sie allerdings wieder vereinzelt f&#252;r B&#252;cher – vereinzelt, nicht auf »breiter Ebene« –  statt f&#252;r T-Shirts (und es gibt daf&#252;r einige gro&#223;artige, bezwingende, zeitgem&#228;&#223;e Beispiele: Derridas Meine Chancen von Brinkmann&#038;Bose zum Beispiel) verwendet wird, verschwindet auch dieses seltsame und mi&#223;verst&#228;ndliche Zombie-Dasein der gebrochenen Buchstaben.</p>
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