Endlich mal ein gutes Plakat in Deutschland [Update]

Barack Obama, Berlin-Tiergarten, Siegessäule, 24. Juli 2008. PDF auf barackobama.com …

[Update] Auf dem Download-Server haben sich noch zwei verworfene Versionen des Plakats versteckt:


73 Kommentare

  1. IngoJ

    Schon erfrischend zu sehen, wie ein politischer Auftritt gestaltet werden kann. Gefällt.
    Wobei mir beim Anblick des Seitenprofiles (Art und Weise) auch andere Assoziationen kommen könnten ….

  2. Pascal

    Witzig! Wollte dir gerade schreiben das mal zum Diskurs auszusetzen. Grafisch finde ich das Plakat superschön, aber es zitiert mir zu sehr Propagandaplakate und ich finde das etwas bedenklich. Das gebläute Konterfei wirkt extrem wie ein Revoluzzer, es ist mir daher etwas zu gestelzt vom Inhalt. Gestalterisch zweifelsfrei ein Hingucker!

  3. Suse

    Welche Schrift ist das auf dem Plakat?

  4. Roman

    Shepard Fairey lässt grüssen was das Konterfei Obamas angeht.

  5. Dan Reynolds

    Die Schrift ist Gotham, von Hoefler & Frere-Jones.

  6. Dan Reynolds

    Propaganda hin oder her… ich werde am Donnerstag in Berlin sein, und zum Event gehe ich auf jeden Fall. So viele Möglichkeiten den US-Wahlkampf live mitzuverfolgen habe ich nicht :-)

  7. Dav(id)

    Roman, nachdem Shepard Fairey ja auch ein überzeugter Obama ‘Fan’ ist, ist das durchaus naheliegend. (Siehe auch: google.com/search?hl=de&q=obama+site%3Aobeygiant.com / etc.)

  8. Nina

    Oh! Sehr fein (auch wenn die Gestaltung in den USA eventuell tatsächlich besser funktioniert als in Deutschland). Auf jeden Fall mit Versal-Eszett! :-)

  9. Jürgen

    @ Dan Reynolds: Keine Plakate mitnehmen, keine Schriftmuster-Transparente oder typografische Fahnen, die zu Werbezwecken dienen ;-)

  10. Jürgen

    Gute Gestaltung funktioniert überall besser als schlechte. Dabei kostet sie genau so viel.

  11. Dan Reynolds

    @ Jürgen: ja, habe ich heute schon im Nachrichten gelesen. Ich frag’ mich, ob ich es wagen sollte, überhaupt eine Kamera mitzubringen!

  12. Roman

    @ Dav(id)
    ich denke du meinst das gleiche was ich andeuten wollte.

    _Roman

  13. tobi78

    muss euch auf den ersten blick zustimmen, denn die gestaltung des plakats gefällt mir auch sehr gut.

    auf den zweiten blick fällt allerdings auf, das man scheinbar den rohentwurf gedruckt hat oder ein absoluter stümper mit der reinzeichnung beauftragt wurde.
    so ziemlich alle textachsen, die man hätte angleichen können sind für die einzelnen textblöcke immer wieder anders gesetzt und alles flattert wild durch die gegend.

    wirklich schade!

  14. frank katzer

    muss tobi78 rechtgeben, obgleich die gelungene gestaltung vieles wieder gutmacht…

  15. michael

    Auf den ersten Blick: Wunderschön.

    Wenn man aber dann genauer hinsieht, fällt auf, das man mehr rausholen hätte können. Das schon angesprochene rumgeflattere, die Vielzahl an anscheinend willkürlich gewählten Schriftstärken, die je nachdem mal vorhandenen, mal fehlenden Punkte („24 Juli 2008“? Wirklich?), die fehlende Linie (etwas mehr Einheitlichkeit hätte dem Plakat gut getan). Irgendwie kommt es mir so vor als hätte man beim entwerfen des Plakats 30 Minuten bevor man fertig war die Lust verloren. Es ist trotzdem immer noch gut genug, niemanden werden solche Kleinigkeiten wirklich auffallen – aber irgendwie ist es dann doch unschön, dass man nicht die Zeit gefunden hat das Ganze zu perfektionieren.

  16. charly

    tja, die downside ist halt dann das „ß“ im versalsatz, der fehlende punkt bei „24 juli 2008“ und der doppelpunkt bei „16:00“. mich stört sowas. aber sonst: geiles poster! ;-)

  17. Tobias

    Bei der Typo stellen sich bei mir schon die Nackenhaare auf. Gerade auf einem Plakat, dessen Informationen auch im »Vorbeifahren« kommuniziert werden sollen, hätte ich ein bischen mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Auf Versalsatz (zumal noch unterschiedlich stark gesperrt bzw. unterschnitten) sollte man in dieser Menge wohl verzichten.

  18. thomas junold

    tobi: häääh? kannst du das mal bitte am beispiel belegen?

    ausser der tatsache, dass ich ein paar blöcke anders gesperrt hätte, auf der »ß« verzichtet hätte, kann ich nichts entdecken, was störend wäre.
    defintiv ein hingucker, wenn man sich die schlimmen plakate deutscher wahlkampagnen anschaut.

  19. Pascal

    Bitte mal die Seite des Senators checken! Das gesamte Artwork ist supergut, gerade von der Typografie, hier:

    http://www.barackobama.com/downloads/

  20. Tobias

    @ thomas: soll ich jetzt Links mit besser lesbaren Plakaten anfügen?
    Natürlich gibt es schlechtere Plakate im Wahlkampf, aber auch viele, die besser zu lesen sind. Warum müssen Texte unterschiedlich gesperrt werden? Um Blocksatz realisieren zu können? Davon wollen wir doch eigentlich wegkommen. Und zuletzt: Ich glaube, es steht außer Frage, dass Versalsatz schlechter zu lesen ist als die gemischte Schreibweise.

  21. Tobias

    @ Thomas: dein Nachtrag kam leider zu spät.

  22. karl

    Wenn das Datum so prominent erscheint, sollte man es auch richtig setzen. Auch sonst muss ich Tobi rechtgeben, was die Sorgfalt im Detail angeht: dass die einzelnen Blöcke ab und einschließlich des roten Streifens links unnötig flattern, sieht ein wenig stümperhaft aus. Auch fehlt am rechten Rand etwas Luft.

    Das Konterfei ist ein wenig dreißigerjahremäßig, daher sieht man solche Plakate in Deutschland sonst nicht.

  23. Paul

    Wenn man das Plakat mal in s/w umwandelt, hat es für mich eine ziemlich starke 30er-Jahre-Ästhetik, und wirklich ziemliche Nationalsozialismus-Anleihen. Geht das niemandem sonst so?

    Abgesehen davon ist das aber ne saubere Sache, der gesamte Auftritt. So stark als Marke inszeniert sieht man das ja besonders hierzulande selten…

  24. robertmichael

    @ paul – was ist das denn für ne logik? es ist doch nicht s/w.
    das plakat ansich wirkt auch sehr bauhausig. mir gefällts, bis auf paar details. außerdem fällt es auf und das sollen plakate ja.

  25. Roman

    meine Güte.
    die Nazionalsozialisten waren Meister darin Ihren Inhalt aufs Beste zu kommnunizieren; auch als Propaganda bekannt. Jedoch sollte bedacht werden, dass diese Formsprache ihre Anfänge im Bauhaus zu finden sei.
    Dieser immerwährende Vergleich mit Adolf Hitler und seinem Schurkenstaat ist zwar legitim, sollte aber nicht zur Regel werden.
    Also bitte…

  26. Markus Widmer

    Hierzulande wirkt das schon etwas faschistoid. Aber hey, Propaganda ist Propaganda ist Propaganda.

  27. Ivo

    Wenn das Blau Rot wäre, der Senator gegen den Führer und das Logo gegen ein Hakenkreuz ausgetuscht werden würde … da darf ich gar nicht drüber nachdenken …

  28. Markus Widmer

    Godwins Gesetz… wieder was gelernt. Danke! :-)

  29. karl

    Falls ich durch meinen Link den Bezug auf “Godwins Gestz” (mit) ausgelöst haben sollte: so war das nicht gemeint. Ich hatte bewusst “dreißigerjahremäßig” und nicht “nazimäßig” geschrieben, da letzteres so nicht stimmt. Das Hitlerplakat war das passenste, was ich gefunden hatte, es hätte aber genauso gut ein SPD-Plakat dieser Zeit sein können.

    Dem Nationalsozialsimus werden ohnehin – von Haarschnitten bis zur Frakturschrift – kulturell viel zu viele Dinge zugeschrieben, mit denen er kausal überhaupt nichts zu tun hat.

  30. Daniel

    Einfach ein gelungenes Plakat. Punkt.

    Aber ich sehe es schon kommen, wie in den nächsten Tagen der Boulevard »Obamas Naziplakat« draus macht.

  31. Cesar

    Ahoi.
    Von dem Plakat gibt es noch zwei weitere Varianten – sicherlich zwei frühere Versionen, u.a. ein Motiv mit der Siegessäule. Der Link wurde bereits eingangs erwähnt – und wenn man den PDF-Link anschaut, endet dieser mit “…lin_03.pdf” – Tipp: Die “3” nun in eine “1” oder “2” abwandeln.
    Das “Wir” uns meist schwer tun Einiges ins Negative zu assozieren – das Plakat erweckt Aufmerksamkeit und Frische.

  32. Philip

    Leute, der fehlende Punkt ist doch bestimmt aus Versehen runtergerutscht (dit steht ja och allet im Winkel, oder?): an der Stelle nach “benötigt”. Außerdem – benötigt das Datum wirklich einen Punkt, wo fast alles ohne Punkt auskommt? Come on…

    Viel interessanter dagegen die Frage: warum nicht den Mut haben, Obama so zu zeigen, wie er ist: nicht als Blue Man, sondern als Afroamerikaner?

    Auch interessant: daß es hier um eine Wahlkampf-Veranstaltung geht, für das “wichtigste Amt der Welt”, weiß man nur, wenn man Obama schon kennt, oder?

    “Paid for by Obama…” – wär schön, wenn dieser Satz auch auf allen Polizeibeamten stehen würde. Der Einsatz soll Berlin eine Viertelmillion Euro kosten!

  33. Der liebe Gott

    Obamas Designer orientieren sich sehr am Plakatstil des Art Deco und kombinieren diesen mit hierzulande befremdlich, weil sehr pathetisch wirkenden Bildern seines Antlitzes, die durchaus an alte Propaganda-Plakate erinnern.

    Wenn ich mir vorstelle, ein hiesiger Politiker würde sich so präsentieren – Hohn und Spott wären ihm gewiss, und das vollkommen zu Recht. Schließlich geht es um die Bewerbung um ein Amt und nicht um das unreflektierte Glorifizieren eines Supermanns oder Erlösers.

    Obgleich also dieses Plakat um Welten schöner ist, als jegliches, das ich bisher hier sehen durfte, sind letztere schlicht näher an der biederen Realität und somit passender (und dadurch zumindest optisch “ehrlicher”).

  34. poms

    Ja, ein Hingucker.
    Aber als zweite Reaktion folgt bei mir prompt „Nee, das ist mir zu sehr Messias“. Eine Mixtur aus Metropolis und Diffuse-Werte-Emotionalität. Zu diesem Stimmungscocktail passt dann auch die Gotham in Versalien gut. Je mehr ich von Obama sehe, desto schwieriger wird unser beidseitiges Verhältnis ;-)

  35. Jürgen

    Cesar hat recht … ich habe die beiden verworfenen Versionen noch in den Beitrag eingefügt …

  36. Suzu

    Wer hat’s erfunden….?

    … ausnahmsweise mal nicht die Schweizer, sondern die konstruktivistische russische Avantgarde, und zwar auch schon vor den dreißiger Jahren, sowie El Lissitzky (Bauhaus), Piet Zwart (Holland) etc.

    Schön zu sehen an der Seite zur MoMA-Ausstellung vor einigen Jahren:
    http://www.moma.org/exhibitions/2002/russian/
    (aber Vorsicht: nach dem Stöbern auf dieser Seite sieht das Plakat (das ich auch toll finde) leider irgendwie nur noch halb so gut aus…)

  37. Der beste Designer der Welt

    Es ist nur im Vergleich zu deutschen Wahlkampfplakaten gut gelungen. Streicht man das Vergleichsargument bleibt ein ziemlich überzogenes, schmalziges Mesias-Propaganda-Plakat (siehe “der liebe Gott” & “Poms”).
    “U S A , U S A!”

  38. Ines

    @charly
    Danke! Ich dachte schon, niemanden stört das “ß” in den Versalien und genauso dachte ich, dass das ansonsten eine schönes Ding ist.

  39. Kathrin Wendt

    Hallo??? Wie blöd ist Deutschland (in den Augen von B. Obama)? Das Plakat ist echt das Letzte! Warum tritt ein U.S.-Präsidentschaftskandidat in Deutschland auf? Wir dürfen nicht an der Wahl des neuen Präsidenten der USA teilnehmen! Weiß er das überhaupt? Sollte man ihm das vielleicht mal stecken?
    Oh mein Gott, womöglich nutzt er uns und Berlin nur aus? Will er Parallelen zu J.F.K. schaffen? Kann doch nicht sein, so blöd sind wir doch nicht! Das lassen wir nicht mit uns machen!
    … oder doch (»Man wat is det doch fürn schauet Plakat. Kiek mal!« – »Haste eijentlich recht, und so schön erfrischend. Is ja umsonst, wolln wa da nich hinjehn, villeicht jibs ne Bolette und n Bier umsonst? Könn’ wa gleich ooch noch de Kinder mitnehm, ruf ma an!«)?
    Hat der nichts Besseres mit seinen Wahlkampfgeldern zu tun? Polizei, Straßenreinigung etc. werden von unseren Steuergeldern bezahlt! Keine Ahnung, ob das Plakat auch im »Rest« der Republik hängt. Die Berliner wissen auf alle Fälle, dass die Siegessäule am Großen Stern steht (es gibt nur einen G. S. und eine Siegessäule hier), dieser sich im Tiergarten befindet und Berlin – hängt das Plakat im deutschsprachigen Raum – sich in Deutschland befindet!
    Meine Nationalität ist auch deutsch, wäre ja echt ein irrer Zufall, wenn Mr. Obama Berlin in Zentral- oder Westafrika meinen würde. Bei den Benzinpreisen wäre mir das Ticket sowieso zu teuer, da hilft auch der ausdrückliche Vermerk auf den freien Eintritt nicht viel. Fehlt nur noch der Vermerk auf 1 Freibier/Softdrink + 1 x Pommes pro Person, dann hätten wir einen reellen Einblick in U.S.-amerikanische Denkweisen und Wahlveranstaltungen. Mr. Obama würde so sicherlich den Zuschauerrekord bei internationalen Wahlkampfveranstaltungen erreichen.
    Das dieses bisher noch nicht durchgeführt wurde (Wahlkampf in Europa) interessiert den amerikanischen Durchschnittsbürger sowieso nicht. Wenn ich Wahlkampfgelder gespendet hätte, dann würde ich den Herren verklagen! Was sagt Ihr, wenn Frau Merkel demnächst in Dubai, den Malediven, Neuseeland oder Südafrika (die Mongolei soll ja touristisch auch im Kommen sein) auf Wahlkampfreise geht?
    Ich könnte kotzen bei diesem Plakat!!!
    Dabei fällt mir ein: vielleicht hätte er noch erwähnen sollen “ehemals West-Berlin�?.

  40. Jo

    Da ist aber jemand enorm frustriert. Finde nichts Schlechtes an Obamas Auftritt in Berlin. Meine Vorrednerin kann mal gerne beim Bund der Steuerzahler anklopfen, wieviel Mio Euro jährlich andernorts verschleudert werden. Da wird Obamas Rede unter ferner liefen erscheinen.

    Das Plakat ist erfrischend, ohne Frage. Auch wenn da einige typografische Schnitzer drin sind.

  41. Ivo

    Natürlich macht er das nur, um seine Wahl zu gewinnen. Für die Amerikaner hat eine Rede in Berlin einen ordentlichen Stellenwert. Und wir sind schon mal die besten Kumpels des wahrscheinlich nächsten amerikanischen Präsidenten, dem mächtigsten Mann der Welt. Eine Win-Win-Situation. Das ist die große Weltpolitik.

  42. stk

    @Paul: Ich dachte eher an die 1920er Jahre, statt an Nazis und Machtergreifung. Hatte erst neulich wieder Bilder aus der Zeit vor mir, auf denen aehnlich gestaltete Drucksachen im Hintergrund zu sehen waren.

  43. Johann

    Was ist denn das für ein misverständlicher bis dreister Titel dieses Beitrags? “Endlich mal ein gutes Plakat in Deutschland”. Was hast du dir denn dabei gedacht.
    Dieses Plakat würde mit Sicherheit nicht unter den Besten 100 landen. Absolut nichts besonderes, nur im Rahmen des politschen Plakates in Deutschland der letzten 30 Jahre vielleicht. Ansonsten hängt an jeder Hausecke in Friedrichshain ein besseres. Aber ich nehme mal an, es ist auch nicht nur wegen der Gestaltung bei Fontblog gelanden, denn sonst würden hier täglich diverse Plakate gepostet.

  44. Sebastian

    Genau, Obama ist ein mit deutschen Steuergeldern finanzierter Nazi der die ganze Welt erobern will! ähhhhm wird…

  45. Andi

    Ja, ein großartiges Plakat. Mit Typofehler.

    AM GROßEN STERN -> AM GROSSEN STERN.

    Und 16:00 ist auch nicht korrekt, ist ja keine Digitaluhr. Und ein Punkt hinter 24 bei 24 Juli 2008.

    Aber ansonsten ganz schön :-D

  46. ole

    Tolles Plakat? Nein. Versalien sind immer schlecht zu lesen, hier noch schlechter.
    Abgesehen davon: Ob ein Kandidat spricht oder in China ein Sack Reis umfällt – es wird sich nichts ändern, weder national und international. Hoffnungsträger haben immer ein hohes Potential zu scheitern.

  47. hamster

    Versalien sind hervorragend lesbar. Ein wirklich gutes Plakat, sowas sieht man selten.

  48. HD Schellnack

    Mir wird bei dem ganzen gesperrt/zusammengequetscht etwas schwindelig. Und ich finde es für Politik irgendwie zu… keine Ahnung. Visuell greift es mir zu stark auf die Bildsprache totalitärer Staaten zurück und das find ich irgendwie eher unglücklich. Die Farben etwas anders gedreht und man ist bei russischer Agitprop.

  49. HD Schellnack

    Und PS
    Ich verstehe den Barack-Hype nicht ganz, im Gegenteil, einen demagogischen, von inneren Überzeugungen geleiteten Präsidenten der USA hatten wir doch gerade… nur, dass dieser charismatischer und weniger durchschaubar zu sein scheint. Mir selbst wäre gerade in den USA ein weniger menschenfischender Typus, wie wir ihn hier meist haben, fast lieber geworden – genau so, wie ich mir im deutschen Grau in Grau einen Populisten manchmal wünschen würden (im anderen Sinne als Lafontaine).

  50. CL

    Warum ist der Barack plötzlich Blau angelaufen??? Dieses Plakat versprüht den Geist einer typisch amerikanischen Superman-Wahl. Bin ich froh, dass wir in Deutschland noch nicht “soweit” sind und auch hoffentlich nicht “soweit” kommen werden. Also schnell weg mit dem Ding: “Auf, auf und davon”!!! Wen interessiert bei diesem schrecklichen Bild noch wirklich die Typo????

  51. ole

    @ jürgen: Fatalist habe ich gerade mal nachgeschlagen, trifft nicht zu. besser: Realist.

  52. christoph_z

    statt versalien im kampfanflug wäre ein plakat schöner und angemessener gewesen, dass etwas kultur, ernsthaftigkeit und menschlichkeit ausstrahlt.

  53. sharif

    … Eine Win-Win-Situation. Das ist die große Weltpolitik.

    Eine Win-Win-Situation ist das für Obama nicht. Viele konservative Amerikaner wählen ungern einen Präsidenten der gut mit den Europäern kann. Und ich kann so eine Einstellung auch ganz gut nachvollziehen.

    Zum Plakat: Mir gefällts. Obwohl die vielen Versalien schon ein wenig nerven. Aber das wurde ja auch schon oft genug gesagt.

  54. Ivo

    Eine Win-Win-Situation ist das für Obama nicht. Viele konservative Amerikaner wählen ungern einen Präsidenten der gut mit den Europäern kann. Und ich kann so eine Einstellung auch ganz gut nachvollziehen.

    Warum, bitte, will Obama unbedingt jetzt in Berlin bzw. Europa derart publikumswirksam auftreten? Damit er ein paar Prozentpunkte verliert? Doch wohl eindeutig aus wahltaktischen Gründen. Schließlich ist es auch im Sinne konservativer Amerikaner, Europa an ihrer Seite zu wissen.

  55. sharif

    Gleich die erste Google-News-Meldung:
    John Kerry als warnendes Beispiel

    Aber wir sind hier ja im Fontblog und kein Politikforum. :-)

  56. Jan

    Um nochmal auf die Nationalsozialisten-Geschichte zurückzukommen – ich sehe da wenig Anknüpfungspunkte: Vgl. z.B. http://www.wahlplakate-archiv.de

  57. Vroni

    Ästhetisch.
    Aber kalt. Kaltes Kühlschrank-Design.
    (Und das hat nicht nur mit dem Blau was zu tun.)

    Es grüßt
    die emotionale Analytikerin

  58. HD Schellnack

    Nicht Nazi, Kommunismus. Rodchenko olé. Aber was Franz Ferdinand recht ist, soll Obama billig sein.

    Ich finde auch übrigens die ständig ändernden Abstände zwischen den Texten/Zeilen nervig – und die Informationsflut ist oft etwas redundant. -=+

  59. StefanS

    > Warum, bitte, will Obama unbedingt jetzt in Berlin bzw. Europa derart
    > publikumswirksam auftreten?

    Nicht nach dem “Warum” fragen. Nur PR wirksam. Punkt.

    JFK -> Berlin (Ick bin en Berlinaa) -> Brandenburger Tor
    Reagan -> Tear down this wall -> Brandenburger Tor
    Obama -> … ??? …. -> Tiergarten (shit happens)

  60. Ivo

    Nicht nach dem “Warum�? fragen. Nur PR wirksam. Punkt.

    Eben. Auch bei den Konservativen [vielleicht sogar gerade bei denen] punktet er damit. PR-mäßig können wir definitiv von den Amis etwas lernen. Politisch? Hmm. Andere Baustelle.

  61. Dan Reynolds

    >JFK -> Berlin (Ick bin en Berlinaa) -> Brandenburger Tor

    StefanS, Reagans Rede war schon direkt vor dem Brandenburger Tor, aber Kennedys nicht… sondern Rathaus Schöneberg.

  62. StefanS

    @ Dan

    Auweia. Danke für die Richtigstellung! Das Ergebnis bleibt jedoch: “Berlin bleibt doch Berlin”, “Amerika steht an Ihrer Seite, jetzt und für immer” (Bill Clinton, 1998), “Was immer sei, Berlin bleibt frei” (Carter, 1978)

  63. bibo

    Also mir ist das ganze irgendwie zu – weiss nicht – äh – grün? kann man so was nicht irgendwie anders machen, also wie genau, ist mir auch nicht so klar… tolle kommentare;)

  64. mikado

    irgendwann werden die deutschen in ihrem fatalismus ersaufen.

  65. leser

    Mir gefällt das Plakat und über Versalien, gestauchtes hier und gepresstes dort, fehlende Punkte und Digitaluhrschreibweise macht der normale Leser sich sowieso keine Gedanken, ihr Nerds. ;-)

  66. Honktonk

    »Endlich mal ein gutes Plakat in Deutschland«?!
    DAS soll ein gutes Plakat sein? Da ist ja alles falsch dran!

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