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	<title>Kommentare zu: Deutsche Schrift k&#246;nnte einfacher werden (2)</title>
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	<description>TÃ¤glich News und Meinungen aus der Grafikszene</description>
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		<title>Von: adi</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-9258</link>
		<dc:creator>adi</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2007 08:07:58 +0000</pubDate>
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		<description>Um die deutsche Sprache &#246;konomischer zu gestalten bedarf es nicht migrantendeutscher Satzkonstruktion.
Un&#246;konomisch ist eh nur Hochdeutsch und das spricht kaum wer bei uns.
In meinem Wiener Dialekt z.B.
Weisst du? ist   Waastas ?
Hast du ein Problem ?  Hosta probleem ?
Siehst du die junge Frau dort ? Siigsteetuat ?
(Beispiele aus obigem Text &#252;bersetzt).
Und in den meisten Dialekten, auch in D-Land und der Schweiz , schauts sicher &#228;hnlich aus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Um die deutsche Sprache &#246;konomischer zu gestalten bedarf es nicht migrantendeutscher Satzkonstruktion.<br />
Un&#246;konomisch ist eh nur Hochdeutsch und das spricht kaum wer bei uns.<br />
In meinem Wiener Dialekt z.B.<br />
Weisst du? ist   Waastas ?<br />
Hast du ein Problem ?  Hosta probleem ?<br />
Siehst du die junge Frau dort ? Siigsteetuat ?<br />
(Beispiele aus obigem Text &#252;bersetzt).<br />
Und in den meisten Dialekten, auch in D-Land und der Schweiz , schauts sicher &#228;hnlich aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefano picco blog &#187; Blog Archive &#187; Alda, was geht? *Update*</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8436</link>
		<dc:creator>stefano picco blog &#187; Blog Archive &#187; Alda, was geht? *Update*</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Apr 2007 10:09:05 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Deutsche Schrift k&#246;nnte einfacher werden (2) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Deutsche Schrift k&#246;nnte einfacher werden (2) [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mario</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8425</link>
		<dc:creator>Mario</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Apr 2007 08:12:05 +0000</pubDate>
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		<description>Sch&#246;nes Schlusswort zu dieser leidigen Diskussion :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sch&#246;nes Schlusswort zu dieser leidigen Diskussion :)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Harki</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8393</link>
		<dc:creator>Harki</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 21:35:02 +0000</pubDate>
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		<description>Gut, wir stimmen &#252;berein, nicht &#252;bereinzustimmen - um einen riesenfetten, aber nicht unbedingt verdammungsw&#252;rdigen geistigen Anglizismus anzubringen... ^^

Ja, es stimmt: in Deutschland stehen Unternehmungen wie der VdS gewissenma&#223;en zwangsl&#228;ufig in der Tradition patriotischer Sprachreinigungsgesellschaften der Kaiserzeit, und ihre Bem&#252;hungen wirken in der Regel auch &#228;hnlich - hm, bem&#252;ht. Ferner haben wir in Deutschland nicht diese &quot;sprachetatistische&quot; Tradition wie in Frankreich und auch nicht das kulturelle Selbstbewu&#223;tsein wie die Leute im Heiligen Sechseck. Beides kann man nicht herzaubern. Eine L&#246;sung wei&#223; ich also auch nicht. Was ich mir aber zum mindesten w&#252;nschte, w&#228;re ein gewisses Selbstbewu&#223;tsein gegen&#252;ber Altachtundsechzigern, die mal so mir nichts Dir nichts &#252;ber Jahrzehnte und Jahrhunderte gewachsene orthographische Traditionen &#252;ber Bord werfen wollen, weil dann ja alles &quot;viel einfacher&quot; w&#228;re, weil dann der ganze alte Plunder in den Bibliotheken endlich auch optisch veraltet w&#228;re - und vor allen Dingen, weil sie sich halt was in den Kopf gesetzt haben und Spa&#223; daran haben, andere Leute zu schikanieren.

Und das Argument, da&#223; sich die Sprache &quot;eben eh ver&#228;ndert&quot;, habe ich schon sooo oft als Rechtfertigung pers&#246;nlicher Schw&#228;chen angef&#252;hrt bekommen, da&#223; ich es allemal nicht mehr h&#246;ren mag. So war&#039;s auch Mitte der Neunziger in der ersten Phase der Rechtschreibreform: Die ersten, die mitgemacht haben, waren die Leute, die gemeint haben, da&#223; man nun ihre Fehler nicht mehr bemerken w&#252;rde.

Ah gna, was soll&#039;s, weites Feld. Und in einer halben Stunde ist Mitternacht, der 1. April beginnt. Man darf mithin gespannt sein, was sich Sieberts J&#252;rgen als Folge 4 einfallen l&#228;&#223;t. Thumbs up. :D</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, wir stimmen &#252;berein, nicht &#252;bereinzustimmen &#8211; um einen riesenfetten, aber nicht unbedingt verdammungsw&#252;rdigen geistigen Anglizismus anzubringen&#8230; ^^</p>
<p>Ja, es stimmt: in Deutschland stehen Unternehmungen wie der VdS gewissenma&#223;en zwangsl&#228;ufig in der Tradition patriotischer Sprachreinigungsgesellschaften der Kaiserzeit, und ihre Bem&#252;hungen wirken in der Regel auch &#228;hnlich &#8211; hm, bem&#252;ht. Ferner haben wir in Deutschland nicht diese &#8220;sprachetatistische&#8221; Tradition wie in Frankreich und auch nicht das kulturelle Selbstbewu&#223;tsein wie die Leute im Heiligen Sechseck. Beides kann man nicht herzaubern. Eine L&#246;sung wei&#223; ich also auch nicht. Was ich mir aber zum mindesten w&#252;nschte, w&#228;re ein gewisses Selbstbewu&#223;tsein gegen&#252;ber Altachtundsechzigern, die mal so mir nichts Dir nichts &#252;ber Jahrzehnte und Jahrhunderte gewachsene orthographische Traditionen &#252;ber Bord werfen wollen, weil dann ja alles &#8220;viel einfacher&#8221; w&#228;re, weil dann der ganze alte Plunder in den Bibliotheken endlich auch optisch veraltet w&#228;re &#8211; und vor allen Dingen, weil sie sich halt was in den Kopf gesetzt haben und Spa&#223; daran haben, andere Leute zu schikanieren.</p>
<p>Und das Argument, da&#223; sich die Sprache &#8220;eben eh ver&#228;ndert&#8221;, habe ich schon sooo oft als Rechtfertigung pers&#246;nlicher Schw&#228;chen angef&#252;hrt bekommen, da&#223; ich es allemal nicht mehr h&#246;ren mag. So war&#8217;s auch Mitte der Neunziger in der ersten Phase der Rechtschreibreform: Die ersten, die mitgemacht haben, waren die Leute, die gemeint haben, da&#223; man nun ihre Fehler nicht mehr bemerken w&#252;rde.</p>
<p>Ah gna, was soll&#8217;s, weites Feld. Und in einer halben Stunde ist Mitternacht, der 1. April beginnt. Man darf mithin gespannt sein, was sich Sieberts J&#252;rgen als Folge 4 einfallen l&#228;&#223;t. Thumbs up. :D</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mario Donick</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8389</link>
		<dc:creator>Mario Donick</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 19:32:39 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r die Klarstellung. Dass ich die Ziele des VdS nicht unbedingt f&#252;r lobenswert halte, habe ich bestimmt schon gen&#252;gend zum Ausdruck gebracht.

Ich stehe aber &lt;em&gt;allen&lt;/em&gt; regelnden Eingriffen in die Sprache skeptisch gegen&#252;ber. Die Sprachvereine mit ihrer langen nationalistischen Tradition (ich sage nur &#187;Entwelschung&#171; &#8230; ) haben Angst um ihre sch&#246;ne Kultursprache und und w&#252;rden am liebsten alle Anglizismen verbieten (auch wenn sie das so nat&#252;rlich nicht schreiben), w&#228;hrend die andere Seite k&#252;nstliche Vereinfachungen einer bestehenden Sprache herbeif&#252;hren will. Ich finde beides unangebracht.

Dass in Deutschland vor allem die rechts au&#223;en stehenden Menschen W&#246;rter wie &#187;E-Post&#171; oder &#187;Weltnetz&#171; benutzen, mag auch ein Grund daf&#252;r sein, dass sich diese W&#246;rter hier nicht in breiteren Kreisen durchsetzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die Klarstellung. Dass ich die Ziele des VdS nicht unbedingt f&#252;r lobenswert halte, habe ich bestimmt schon gen&#252;gend zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Ich stehe aber <em>allen</em> regelnden Eingriffen in die Sprache skeptisch gegen&#252;ber. Die Sprachvereine mit ihrer langen nationalistischen Tradition (ich sage nur &#187;Entwelschung&#171; &hellip; ) haben Angst um ihre sch&#246;ne Kultursprache und und w&#252;rden am liebsten alle Anglizismen verbieten (auch wenn sie das so nat&#252;rlich nicht schreiben), w&#228;hrend die andere Seite k&#252;nstliche Vereinfachungen einer bestehenden Sprache herbeif&#252;hren will. Ich finde beides unangebracht.</p>
<p>Dass in Deutschland vor allem die rechts au&#223;en stehenden Menschen W&#246;rter wie &#187;E-Post&#171; oder &#187;Weltnetz&#171; benutzen, mag auch ein Grund daf&#252;r sein, dass sich diese W&#246;rter hier nicht in breiteren Kreisen durchsetzen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Harki</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8380</link>
		<dc:creator>Harki</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 17:01:44 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Wobei in den Sprachvereinen die Â»seminarvermiefte[n] LinguistenÂ« eher gering vertreten sind. Viele der heute t&#228;tigen Sprachwissenschaftler stehen den Sprachvereinen n&#228;mlich sehr skeptisch gegen&#252;ber.&lt;/blockquote&gt;

Nur zur Klarstellung: Ich meinte damit in der Tat die &quot;Amtslinguistik&quot; inklusive der Sprachreformer, nicht die Sprachvereine, die sich ja - zumindest der VdS - auch aus einer ganz verst&#228;ndlichen Trotzreaktion gegen erstere heraus konstituiert haben. Ich pers&#246;nlich halte die Ziele des VdS f&#252;r lobenswert und seine Anliegen f&#252;r verst&#228;ndlich - nur sind seine Publikationen und Vorschl&#228;ge in der Tat oft (meist...) furchtbar, nun, mokelig.

Daher beneide ich in dieser Hinsicht, das hatte ich ja gesagt, Frankreich mit seiner Akademie und die franz&#246;sische Mentalit&#228;t, deren T&#228;tigkeit zwar gelegentlich ironisch zu kommentieren, aber letztlich breit mitzuziehen. Ich finde es zum Beispiel faszinierend, wie vor einigen Jahren das Wort &quot;courriel&quot; f&#252;r E-Mail durchgedr&#252;ckt wurde - &quot;E-Post&quot;, das schreiben in Deutschland nur Leute vom rechten Rand. Und in F k&#228;me auch niemand auf die Idee, die franz&#246;sische Rechtschreibung umfrickeln zu wollen, nur damit in der Schule ein paar verzogene Idiotenb&#228;lger ein bi&#223;chen weniger zu schwitzen haben. Dort wei&#223; man, wie wichtig eine auf allen Gebieten funktionsf&#228;hige und zugleich traditionsverbundene Kultursprache f&#252;r eine Nation ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wobei in den Sprachvereinen die Â»seminarvermiefte[n] LinguistenÂ« eher gering vertreten sind. Viele der heute t&#228;tigen Sprachwissenschaftler stehen den Sprachvereinen n&#228;mlich sehr skeptisch gegen&#252;ber.</p></blockquote>
<p>Nur zur Klarstellung: Ich meinte damit in der Tat die &#8220;Amtslinguistik&#8221; inklusive der Sprachreformer, nicht die Sprachvereine, die sich ja &#8211; zumindest der VdS &#8211; auch aus einer ganz verst&#228;ndlichen Trotzreaktion gegen erstere heraus konstituiert haben. Ich pers&#246;nlich halte die Ziele des VdS f&#252;r lobenswert und seine Anliegen f&#252;r verst&#228;ndlich &#8211; nur sind seine Publikationen und Vorschl&#228;ge in der Tat oft (meist&#8230;) furchtbar, nun, mokelig.</p>
<p>Daher beneide ich in dieser Hinsicht, das hatte ich ja gesagt, Frankreich mit seiner Akademie und die franz&#246;sische Mentalit&#228;t, deren T&#228;tigkeit zwar gelegentlich ironisch zu kommentieren, aber letztlich breit mitzuziehen. Ich finde es zum Beispiel faszinierend, wie vor einigen Jahren das Wort &#8220;courriel&#8221; f&#252;r E-Mail durchgedr&#252;ckt wurde &#8211; &#8220;E-Post&#8221;, das schreiben in Deutschland nur Leute vom rechten Rand. Und in F k&#228;me auch niemand auf die Idee, die franz&#246;sische Rechtschreibung umfrickeln zu wollen, nur damit in der Schule ein paar verzogene Idiotenb&#228;lger ein bi&#223;chen weniger zu schwitzen haben. Dort wei&#223; man, wie wichtig eine auf allen Gebieten funktionsf&#228;hige und zugleich traditionsverbundene Kultursprache f&#252;r eine Nation ist.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mario Donick</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8379</link>
		<dc:creator>Mario Donick</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 16:44:16 +0000</pubDate>
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		<description>Interessant &#8230;

F&#252;r mich bezieht sich Harkis Aussage auf die Leute, die in Sprachvereinen sitzen und sich anma&#223;en, &#252;ber gut und schlecht einer Sprache bestimmen zu wollen. Die w&#252;rde ich n&#228;mlich noch viel mehr als &#187;Kulturklempner&#171; bezeichnen als die Leute, die das Rechtschreibref&#246;rmchen beschlossen haben.

F&#252;r Joshua bezieht sich die gleiche Aussage auf die Leute, die dem Sprachwandel gelassen gegen&#252;ber stehen und damit auch &#187;Vereinfachungen&#171; als nat&#252;rlichen Prozess betrachten, in den man nicht eingreifen muss &#8211;

wer war nun gemeint?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant &hellip;</p>
<p>F&#252;r mich bezieht sich Harkis Aussage auf die Leute, die in Sprachvereinen sitzen und sich anma&#223;en, &#252;ber gut und schlecht einer Sprache bestimmen zu wollen. Die w&#252;rde ich n&#228;mlich noch viel mehr als &#187;Kulturklempner&#171; bezeichnen als die Leute, die das Rechtschreibref&#246;rmchen beschlossen haben.</p>
<p>F&#252;r Joshua bezieht sich die gleiche Aussage auf die Leute, die dem Sprachwandel gelassen gegen&#252;ber stehen und damit auch &#187;Vereinfachungen&#171; als nat&#252;rlichen Prozess betrachten, in den man nicht eingreifen muss &ndash;</p>
<p>wer war nun gemeint?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Joshua KrÃ¤mer</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8378</link>
		<dc:creator>Joshua KrÃ¤mer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 16:22:23 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;es geht [â€¦] darum, da&#223; sich seminarvermiefte Linguisten &#252;berhaupt anma&#223;en, die Sprache oder das Schriftsystem einer Kulturnation ummodeln zu wollen, und damit auch noch von einigen Leuten ernst genommen werden. Das ist Kulturklempnerei und Volksp&#228;dagogik im Stile der Bolschewiken oder der Nazis.&lt;/blockquote&gt;

Wie wahr. Diese â€žVereinfachung der Spracheâ€œ erinnert mich stark an die im III. Reich geplante Rechtschreibreform, die nur aufgrund des Krieges aufgeschoben wurde (und von der die aktuelle Reform m. E. im &#252;brigen nur einen schlechten Abklatsch darstellt)...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>es geht [â€¦] darum, da&#223; sich seminarvermiefte Linguisten &#252;berhaupt anma&#223;en, die Sprache oder das Schriftsystem einer Kulturnation ummodeln zu wollen, und damit auch noch von einigen Leuten ernst genommen werden. Das ist Kulturklempnerei und Volksp&#228;dagogik im Stile der Bolschewiken oder der Nazis.</p></blockquote>
<p>Wie wahr. Diese â€žVereinfachung der Spracheâ€œ erinnert mich stark an die im III. Reich geplante Rechtschreibreform, die nur aufgrund des Krieges aufgeschoben wurde (und von der die aktuelle Reform m. E. im &#252;brigen nur einen schlechten Abklatsch darstellt)&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mario Donick</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8376</link>
		<dc:creator>Mario Donick</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 16:13:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2#comment-8376</guid>
		<description></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Ausf&#252;hrungen zu Bodmer dienten nur als Illustration &ndash; um zeigen, dass andere Leute andere Dinge als &#187;primitiv&#171; ansehen und das somit alles auf die Perspektive ankommt. Dass Bodmer &#252;berhaupt solche Adjektive in Bezug auf Sprachen bzw. damit Kultur benutzt, finde ich genauso schlimm wie folgendes Zitat von dir, Joshua:</p>
<blockquote><p>Aber k&#246;nnen wir wirklich wollen, da&#223; in der <strong>Hand des P&#246;bels</strong> liegt, was aus unserer Sprache wird? [&hellip;] Oder will hier irgendjemand bald nur noch das <strong>&#187;Deppen-Deutsch&#171; der Gosse</strong> sprechen?</p></blockquote>
<p>Es ist dieser anma&#223;ende, herablassende und arrogante Tonfall, der mich so st&#246;rt. Aus dem Grund auch meine bewusst provozierende und bewusst verdenglischte Aussage bzgl. der Egos der Bildungsb&#252;rger.</p>
<p>Niemand wird gezwungen, so zu sprechen wie die von dir genannten Gruppen es anscheinend machen. Sollte sich aber irgendwann das Deutsch des &#187;P&#246;bels&#171; durchsetzen, steht es niemandem zu, das zu verurteilen.  </p>
<p>Oder wie Harki wohltuend richtig bemerkt:</p>
<blockquote><p>es ist [&hellip;] ein unkultivierter Szientizismus hier Ma&#223;st&#228;be wie â€œh&#246;herwertigâ€?, â€œminderwertigâ€? oder â€œprimitivâ€? anzulegen. [&hellip;] es geht [&hellip;] darum, da&#223; sich seminarvermiefte Linguisten &#252;berhaupt anma&#223;en, die Sprache oder das Schriftsystem einer Kulturnation ummodeln zu wollen, und damit auch noch von einigen Leuten ernst genommen werden. Das ist Kulturklempnerei und Volksp&#228;dagogik im Stile der Bolschewiken oder der Nazis.</p></blockquote>
<p>Wobei in den Sprachvereinen die &#187;seminarvermiefte[n] Linguisten&#171; eher gering vertreten sind. Viele der heute t&#228;tigen Sprachwissenschaftler stehen den Sprachvereinen n&#228;mlich sehr skeptisch gegen&#252;ber.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sven</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8363</link>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 13:56:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2#comment-8363</guid>
		<description>Eigentlich muss man doch gar nicht so wissenschaftlich an die Sache rangehen. Werfen wir doch einen Blick in den Alltag: Wenn ich vor dem Training in der Umkleidekabine unserer Sporthalle den jugendlichen Basketball-Nachwuchs beim Kommunizieren belausche, dann merke ich, wie wichtig es ist, dem Nachwuchs ein sprachliches Vorbild zu sein. Immerhin werden diese Jugendlichen vielleicht in ein oder zwei Jahren Vorstellungsgespr&#228;che absolvieren m&#252;ssen. Die meisten Leser des Fontblogs k&#246;nnen vermutlich gut mit Sprache umgehen und werden zwischen kreativen Wortsch&#246;pfungen, SMS-Gek&#252;rzel und der Sprache des Alltags und der Gesch&#228;ftswelt differenzieren k&#246;nnen - vielen Menschen in unserem Land geht es da anders. Es ist im Grunde wie mit dem Fernseher: er macht schlaue Menschen schlauer und dumme Menschen d&#252;mmer. Sollten nicht die Medien und auch wir als Designer sprachliche Vorbilder sein?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich muss man doch gar nicht so wissenschaftlich an die Sache rangehen. Werfen wir doch einen Blick in den Alltag: Wenn ich vor dem Training in der Umkleidekabine unserer Sporthalle den jugendlichen Basketball-Nachwuchs beim Kommunizieren belausche, dann merke ich, wie wichtig es ist, dem Nachwuchs ein sprachliches Vorbild zu sein. Immerhin werden diese Jugendlichen vielleicht in ein oder zwei Jahren Vorstellungsgespr&#228;che absolvieren m&#252;ssen. Die meisten Leser des Fontblogs k&#246;nnen vermutlich gut mit Sprache umgehen und werden zwischen kreativen Wortsch&#246;pfungen, SMS-Gek&#252;rzel und der Sprache des Alltags und der Gesch&#228;ftswelt differenzieren k&#246;nnen &#8211; vielen Menschen in unserem Land geht es da anders. Es ist im Grunde wie mit dem Fernseher: er macht schlaue Menschen schlauer und dumme Menschen d&#252;mmer. Sollten nicht die Medien und auch wir als Designer sprachliche Vorbilder sein?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Joshua KrÃ¤mer</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8360</link>
		<dc:creator>Joshua KrÃ¤mer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 13:33:04 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;â€žÂ»Der Sinn der Sprache ist [es selbstverst&#228;ndlich nicht, leicht erlernt zu werden]Â«

Ja was denn dann? Das Ego des deutschen Bildungsb&#252;rgers zu pushen?â€œ&lt;/blockquote&gt;

Zu dieser qualifizierten Aussage sage &lt;i&gt;&lt;b&gt;ich&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; jetzt mal bewu&#223;t nichts.

&lt;blockquote&gt;â€žEs ging Bodmer u.a. darum, f&#252;r die Schaffung einer auf der ganzen Welt einheitlichen (und die Nationalsprachen erg&#228;nzenden, nicht abschaffenden) Â»WelthilfsspracheÂ« zu werben...â€œ&lt;/blockquote&gt;

Na bitte. Geht es uns hier um die Schaffung einer Weltsprache? Eben. F&#252;r eine solche w&#228;re selbstverst&#228;ndlich leichte Erlernbarkeit eine ganz entscheidende Bedingung. Wir sprechen jedoch von ganz anderen Zusammenh&#228;ngen, und hier sind Bodmers Lehren unangebracht und unpassend.

&lt;blockquote&gt;â€žWie alles andere passt sich auch Sprache diesem Prozess an. Aber nicht die Nutzer der Sprache passen sich der Sprache an, sondern die Nutzer passen die Sprache den neuen Kontexten an, je nach ihren Erfordernissen.

Zum BfdS und seinem Sprach- und Schriftpurismus (sowie &#228;hnlich gelagerten Vereinen wie dem VdS und seinem vor semantischen Fehlern &#252;berquellenden Â»Anglizismen-IndexÂ«) sage ich mal ganz bewusst nichts. Ein Unisemester zu dem Thema reicht mir.â€œ&lt;/blockquote&gt;

Hier wird anscheinend die Bedeutung der Sprachpflege verkannt. Sicherlich erf&#228;hrt die (gesprochene) Sprache st&#228;ndig Ver&#228;nderungen von den â€žNutzernâ€œ. Aber k&#246;nnen wir wirklich wollen, da&#223; in der Hand des P&#246;bels liegt, was aus unserer Sprache wird? Im Gegenteil halte ich unbedingt f&#252;r notwendig, da&#223; der n&#228;mlichen Entwicklung nach M&#246;glichkeit entgegengewirkt wird. Oder will hier irgendjemand bald nur noch das â€žDeppen-Deutschâ€œ der Gosse sprechen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>â€žÂ»Der Sinn der Sprache ist [es selbstverst&#228;ndlich nicht, leicht erlernt zu werden]Â«</p>
<p>Ja was denn dann? Das Ego des deutschen Bildungsb&#252;rgers zu pushen?â€œ</p></blockquote>
<p>Zu dieser qualifizierten Aussage sage <i><b>ich</b></i> jetzt mal bewu&#223;t nichts.</p>
<blockquote><p>â€žEs ging Bodmer u.a. darum, f&#252;r die Schaffung einer auf der ganzen Welt einheitlichen (und die Nationalsprachen erg&#228;nzenden, nicht abschaffenden) Â»WelthilfsspracheÂ« zu werben&#8230;â€œ</p></blockquote>
<p>Na bitte. Geht es uns hier um die Schaffung einer Weltsprache? Eben. F&#252;r eine solche w&#228;re selbstverst&#228;ndlich leichte Erlernbarkeit eine ganz entscheidende Bedingung. Wir sprechen jedoch von ganz anderen Zusammenh&#228;ngen, und hier sind Bodmers Lehren unangebracht und unpassend.</p>
<blockquote><p>â€žWie alles andere passt sich auch Sprache diesem Prozess an. Aber nicht die Nutzer der Sprache passen sich der Sprache an, sondern die Nutzer passen die Sprache den neuen Kontexten an, je nach ihren Erfordernissen.</p>
<p>Zum BfdS und seinem Sprach- und Schriftpurismus (sowie &#228;hnlich gelagerten Vereinen wie dem VdS und seinem vor semantischen Fehlern &#252;berquellenden Â»Anglizismen-IndexÂ«) sage ich mal ganz bewusst nichts. Ein Unisemester zu dem Thema reicht mir.â€œ</p></blockquote>
<p>Hier wird anscheinend die Bedeutung der Sprachpflege verkannt. Sicherlich erf&#228;hrt die (gesprochene) Sprache st&#228;ndig Ver&#228;nderungen von den â€žNutzernâ€œ. Aber k&#246;nnen wir wirklich wollen, da&#223; in der Hand des P&#246;bels liegt, was aus unserer Sprache wird? Im Gegenteil halte ich unbedingt f&#252;r notwendig, da&#223; der n&#228;mlichen Entwicklung nach M&#246;glichkeit entgegengewirkt wird. Oder will hier irgendjemand bald nur noch das â€žDeppen-Deutschâ€œ der Gosse sprechen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Harki</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8358</link>
		<dc:creator>Harki</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 12:32:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2#comment-8358</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;â€žsprachen mit komplizierten flektionen (z. b. sprachen mit deklination â€¦ und am besten noch f&#252;nf oder mehr f&#228;lle â€¦ ) wurden von ihm als Â»primitivÂ« und r&#252;ckst&#228;ndig bezeichnet. denn sie erschweren es, die sprache zu erlernen.â€œ

Fragt sich nur, ob der Sinn der Sprache tats&#228;chlich ist, leicht erlernt zu werden.&lt;/blockquote&gt;

Nat&#252;rlich. Es ist ein weithin bekanntes Ph&#228;nomen, da&#223; sich Sprachen im Laufe ihrer Entwicklung vereinfachen. Bekanntlich hatte das Indogermanische acht Kasus. Das Russische hat noch sechs, das Lateinische f&#252;nf, das Deutsche noch dreieinhalb. Das (nichtindogermanische) Tschetschenisch &#252;brigens hat sechzehn.

Aber es ist ein ganz blutleerer Modernismus, ein unkultivierter Szientizismus hier Ma&#223;st&#228;be wie &quot;h&#246;herwertig&quot;, &quot;minderwertig&quot; oder &quot;primitiv&quot; anzulegen. Nur nebenbei: Die &quot;fortgeschrittensten&quot; Sprachen w&#228;ren nach diesem Schema Kreolsprachen wie Haitifranz&#246;sisch oder Afrikaans. Aber es geht nicht darum, &lt;em&gt;welche&lt;/em&gt; Me&#223;latte angelegt wird, sondern darum, da&#223; sich seminarvermiefte Linguisten &#252;berhaupt anma&#223;en, die Sprache oder das Schriftsystem einer Kulturnation ummodeln zu wollen, und damit auch noch von einigen Leuten ernst genommen werden. Das ist Kulturklempnerei und Volksp&#228;dagogik im Stile der Bolschewiken oder der Nazis.

Die ganze deutsche Rechtschreibreformistis wurzelt bezeichnenderweise in den Lebensreformbewegungen des fr&#252;hen 20. Jahrhunderts. Damals wurde so etwas als &quot;artgerechte&quot; oder &quot;rassengerechte&quot; Schreibung verkauft. Die entprechenden Propagandisten haben dann versucht, sich den Nazis anzudienern, die aber erst einmal mit anderem besch&#228;ftigt waren. In der 68er-BRD hatte man dann mehr Sinn f&#252;r solche Heilslehren. Die FAZ, die nun Anfang des Jahres auch umgekippt ist, hat das in den letzten zehn, zw&#246;lf Jahren wieder und wieder herausgearbeitet.

Leute, schaut nach Frankreich. Dort ist die geistige Elite der Nation f&#252;r die Bewahrung und ma&#223;volle Modifikation der Sprache zust&#228;ndig - und kein Mensch nimmt irgendwelche scharfbebrillten Sektierer und Reformapostel ernst.

&lt;blockquote&gt;Die Rechtschreibung sollte sich nach dem Leser richten, nicht nach dem Schreiber.&lt;/blockquote&gt;

Tjo. Jeder schreibt, hat sozusagen die moralische Verpflichtung, sich M&#252;he zu geben - damit sich sein Leser m&#246;glichst wenig M&#252;he geben mu&#223;. Das ist sozusagen Handwerkergeist im besten Sinne. Einer, der schreibt, m&#246;chte gelesen und m&#246;glichst auch verstanden werden. Also mu&#223; er sich anstrengen. Kunst kommt von k&#246;nnen, und Kunst ist immer mit M&#252;he verbunden. Die M&#252;he und die Fertigkeiten, die der Schreiber investiert, mu&#223; der Leser nicht mehr investieren. Schreiben mu&#223; daher zu einem gewissen Grade schwer sein - auf da&#223; n&#228;mlich das Lesen leichter werde.

Ich empfehle in diesem Zusammenhang &#252;brigens die Stilfibeln von Wolf Schneider. Man mu&#223; nicht in jedem Punkt seiner Meinung sein, aber sein Ansatz ist unbedingt richtig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>â€žsprachen mit komplizierten flektionen (z. b. sprachen mit deklination â€¦ und am besten noch f&#252;nf oder mehr f&#228;lle â€¦ ) wurden von ihm als Â»primitivÂ« und r&#252;ckst&#228;ndig bezeichnet. denn sie erschweren es, die sprache zu erlernen.â€œ</p>
<p>Fragt sich nur, ob der Sinn der Sprache tats&#228;chlich ist, leicht erlernt zu werden.</p></blockquote>
<p>Nat&#252;rlich. Es ist ein weithin bekanntes Ph&#228;nomen, da&#223; sich Sprachen im Laufe ihrer Entwicklung vereinfachen. Bekanntlich hatte das Indogermanische acht Kasus. Das Russische hat noch sechs, das Lateinische f&#252;nf, das Deutsche noch dreieinhalb. Das (nichtindogermanische) Tschetschenisch &#252;brigens hat sechzehn.</p>
<p>Aber es ist ein ganz blutleerer Modernismus, ein unkultivierter Szientizismus hier Ma&#223;st&#228;be wie &#8220;h&#246;herwertig&#8221;, &#8220;minderwertig&#8221; oder &#8220;primitiv&#8221; anzulegen. Nur nebenbei: Die &#8220;fortgeschrittensten&#8221; Sprachen w&#228;ren nach diesem Schema Kreolsprachen wie Haitifranz&#246;sisch oder Afrikaans. Aber es geht nicht darum, <em>welche</em> Me&#223;latte angelegt wird, sondern darum, da&#223; sich seminarvermiefte Linguisten &#252;berhaupt anma&#223;en, die Sprache oder das Schriftsystem einer Kulturnation ummodeln zu wollen, und damit auch noch von einigen Leuten ernst genommen werden. Das ist Kulturklempnerei und Volksp&#228;dagogik im Stile der Bolschewiken oder der Nazis.</p>
<p>Die ganze deutsche Rechtschreibreformistis wurzelt bezeichnenderweise in den Lebensreformbewegungen des fr&#252;hen 20. Jahrhunderts. Damals wurde so etwas als &#8220;artgerechte&#8221; oder &#8220;rassengerechte&#8221; Schreibung verkauft. Die entprechenden Propagandisten haben dann versucht, sich den Nazis anzudienern, die aber erst einmal mit anderem besch&#228;ftigt waren. In der 68er-BRD hatte man dann mehr Sinn f&#252;r solche Heilslehren. Die FAZ, die nun Anfang des Jahres auch umgekippt ist, hat das in den letzten zehn, zw&#246;lf Jahren wieder und wieder herausgearbeitet.</p>
<p>Leute, schaut nach Frankreich. Dort ist die geistige Elite der Nation f&#252;r die Bewahrung und ma&#223;volle Modifikation der Sprache zust&#228;ndig &#8211; und kein Mensch nimmt irgendwelche scharfbebrillten Sektierer und Reformapostel ernst.</p>
<blockquote><p>Die Rechtschreibung sollte sich nach dem Leser richten, nicht nach dem Schreiber.</p></blockquote>
<p>Tjo. Jeder schreibt, hat sozusagen die moralische Verpflichtung, sich M&#252;he zu geben &#8211; damit sich sein Leser m&#246;glichst wenig M&#252;he geben mu&#223;. Das ist sozusagen Handwerkergeist im besten Sinne. Einer, der schreibt, m&#246;chte gelesen und m&#246;glichst auch verstanden werden. Also mu&#223; er sich anstrengen. Kunst kommt von k&#246;nnen, und Kunst ist immer mit M&#252;he verbunden. Die M&#252;he und die Fertigkeiten, die der Schreiber investiert, mu&#223; der Leser nicht mehr investieren. Schreiben mu&#223; daher zu einem gewissen Grade schwer sein &#8211; auf da&#223; n&#228;mlich das Lesen leichter werde.</p>
<p>Ich empfehle in diesem Zusammenhang &#252;brigens die Stilfibeln von Wolf Schneider. Man mu&#223; nicht in jedem Punkt seiner Meinung sein, aber sein Ansatz ist unbedingt richtig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Alex</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8357</link>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 12:10:11 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;img class=&quot;rechts&quot; src=&quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/a/ad/XTRMNTR_album_cover.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Um mal noch eine ganz andere Komponente in die Diskussion zu bringen:

Mag sein, da&#223; die vokallosen Wortsch&#246;pfungen keine Neuerfindung sind. Dem Unwissenden (wie mir) sind sie noch nicht so oft aufgefallen. Meine erste bewusste Begegnung mit einem solchen Wort war das Plattencover von 
Primal Scream, bzw. PRML SCRM - XTRMNTR

Ich bin aber erst 24, daher hab ich sicher einiges &#252;bersehen. Denke nicht, da&#223; (wer hat das Cover eigentlich gestaltet?) sie die Ersten waren, die das in einen modernen, Â»gestyltenÂ« Kontext gestellt haben. 
Kennt jemand noch &#228;ltere Beispiele?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><img class="rechts" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/a/ad/XTRMNTR_album_cover.jpg" alt="" />Um mal noch eine ganz andere Komponente in die Diskussion zu bringen:</p>
<p>Mag sein, da&#223; die vokallosen Wortsch&#246;pfungen keine Neuerfindung sind. Dem Unwissenden (wie mir) sind sie noch nicht so oft aufgefallen. Meine erste bewusste Begegnung mit einem solchen Wort war das Plattencover von<br />
Primal Scream, bzw. PRML SCRM &#8211; XTRMNTR</p>
<p>Ich bin aber erst 24, daher hab ich sicher einiges &#252;bersehen. Denke nicht, da&#223; (wer hat das Cover eigentlich gestaltet?) sie die Ersten waren, die das in einen modernen, Â»gestyltenÂ« Kontext gestellt haben.<br />
Kennt jemand noch &#228;ltere Beispiele?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mario Donick</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8356</link>
		<dc:creator>Mario Donick</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 11:59:24 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Der Sinn der Sprache ist [es selbstverst&#228;ndlich nicht, leicht erlernt zu werden]&lt;/blockquote&gt;
Ja was denn dann? Das Ego des deutschen Bildungsb&#252;rgers zu pushen?

Es ging Bodmer u. a. darum, f&#252;r die Schaffung einer auf der ganzen Welt einheitlichen (und die Nationalsprachen erg&#228;nzenden, nicht abschaffenden) &#187;Welthilfssprache&#171; zu werben, die es allen Kulturkreisen erlauben sollte, mit minimalem Aufwand in k&#252;rzester Zeit bestm&#246;gliche Verst&#228;ndigung zu erzielen (also ein Ziel, das eine Menge k&#252;nstlicher Sprachen, wie Esperanto, verfolgen). Je einfacher Syntax, Morphologie und Lexikologie sind, desto leichter ist so ein Ziel zu erreichen.

Damals (also zur Zeit von Bodmers Buch, 1950/60er) sprach man zwar noch nicht von der (und protestierte noch nicht gegen die) &#187;Globalisierung&#171;, aber deren Auswirkungen und Erfordernisse waren durchaus schon sp&#252;rbar.

Wie alles andere passt sich auch Sprache diesem Prozess an. Aber nicht die Nutzer der Sprache passen &lt;em&gt;sich&lt;/em&gt; der Sprache an, sondern die Nutzer passen die Sprache den neuen Kontexten an, je nach ihren Erfordernissen.

Zum BfdS und seinem Sprach- und Schriftpurismus (sowie &#228;hnlich gelagerten Vereinen wie dem VdS und seinem vor semantischen Fehlern &#252;berquellenden &#187;Anglizismen-Index&#171;) sage ich mal ganz bewusst nichts. Ein Unisemester zu dem Thema reicht mir.

Die simple Einsicht, dass man sich als Produzent, der vom Konsumenten etwas haben will (im Fall Sprache: Verst&#228;ndnis. Sonst meistens: Geld), stets nach den Erfordernissen des Konsumenten richten sollte, ist freilich trotzdem richtig.

Abschlie&#223;end:

Das Gef&#252;hl, Sprachtradition bewahren zu wollen, ist mir nicht fremd. Da ich im Ostteil des Landes aufgewachsen bin, pl&#228;diere ich z. B. ganz stark f&#252;r Uhrzeitangaben der Form &#187;dreiviertel vier&#171; anstatt &#187;viertel vor vier&#171;. Und werde damit regelm&#228;&#223;ig nicht verstanden, wenn ich mich in den n&#246;rdlichen Altbundesl&#228;ndern aufhalte.

Also passe ich mich dem dortigen Sprachgebrauch an. Wenn nun Leute mit starkem Hang zu Abk&#252;rzungen oder Lehn- und Fremdw&#246;rtern merken, dass man sie auf breiter Front nicht versteht, werden sie ihre Ausdrucksweise ebenfalls &#228;ndern.

Also kein Grund zur Panik.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Sinn der Sprache ist [es selbstverst&#228;ndlich nicht, leicht erlernt zu werden]</p></blockquote>
<p>Ja was denn dann? Das Ego des deutschen Bildungsb&#252;rgers zu pushen?</p>
<p>Es ging Bodmer u. a. darum, f&#252;r die Schaffung einer auf der ganzen Welt einheitlichen (und die Nationalsprachen erg&#228;nzenden, nicht abschaffenden) &#187;Welthilfssprache&#171; zu werben, die es allen Kulturkreisen erlauben sollte, mit minimalem Aufwand in k&#252;rzester Zeit bestm&#246;gliche Verst&#228;ndigung zu erzielen (also ein Ziel, das eine Menge k&#252;nstlicher Sprachen, wie Esperanto, verfolgen). Je einfacher Syntax, Morphologie und Lexikologie sind, desto leichter ist so ein Ziel zu erreichen.</p>
<p>Damals (also zur Zeit von Bodmers Buch, 1950/60er) sprach man zwar noch nicht von der (und protestierte noch nicht gegen die) &#187;Globalisierung&#171;, aber deren Auswirkungen und Erfordernisse waren durchaus schon sp&#252;rbar.</p>
<p>Wie alles andere passt sich auch Sprache diesem Prozess an. Aber nicht die Nutzer der Sprache passen <em>sich</em> der Sprache an, sondern die Nutzer passen die Sprache den neuen Kontexten an, je nach ihren Erfordernissen.</p>
<p>Zum BfdS und seinem Sprach- und Schriftpurismus (sowie &#228;hnlich gelagerten Vereinen wie dem VdS und seinem vor semantischen Fehlern &#252;berquellenden &#187;Anglizismen-Index&#171;) sage ich mal ganz bewusst nichts. Ein Unisemester zu dem Thema reicht mir.</p>
<p>Die simple Einsicht, dass man sich als Produzent, der vom Konsumenten etwas haben will (im Fall Sprache: Verst&#228;ndnis. Sonst meistens: Geld), stets nach den Erfordernissen des Konsumenten richten sollte, ist freilich trotzdem richtig.</p>
<p>Abschlie&#223;end:</p>
<p>Das Gef&#252;hl, Sprachtradition bewahren zu wollen, ist mir nicht fremd. Da ich im Ostteil des Landes aufgewachsen bin, pl&#228;diere ich z. B. ganz stark f&#252;r Uhrzeitangaben der Form &#187;dreiviertel vier&#171; anstatt &#187;viertel vor vier&#171;. Und werde damit regelm&#228;&#223;ig nicht verstanden, wenn ich mich in den n&#246;rdlichen Altbundesl&#228;ndern aufhalte.</p>
<p>Also passe ich mich dem dortigen Sprachgebrauch an. Wenn nun Leute mit starkem Hang zu Abk&#252;rzungen oder Lehn- und Fremdw&#246;rtern merken, dass man sie auf breiter Front nicht versteht, werden sie ihre Ausdrucksweise ebenfalls &#228;ndern.</p>
<p>Also kein Grund zur Panik.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Joshua KrÃ¤mer</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8351</link>
		<dc:creator>Joshua KrÃ¤mer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2007 11:01:06 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;sprachen mit komplizierten flektionen (z. b. sprachen mit deklination â€¦ und am besten noch f&#252;nf oder mehr f&#228;lle â€¦ ) wurden von ihm als Â»primitivÂ« und r&#252;ckst&#228;ndig bezeichnet. denn sie erschweren es, die sprache zu erlernen.&lt;/blockquote&gt;

Fragt sich nur, ob der Sinn der Sprache tats&#228;chlich ist, leicht erlernt zu werden. Selbstverst&#228;ndlich nicht! Im interessanten Aufsatz â€žDie Schrift ist nicht zum Schreiben daâ€œ von Friedrich Roemheld, der beim Bund f&#252;r Deutsche Schrift und Sprache erh&#228;ltlich ist, deckt der Verfasser einen wesentlichen Zusammenhang auf: Die Rechtschreibung sollte sich nach dem Leser richten, nicht nach dem Schreiber. Wenn n&#228;mlich Schnelligkeit erlangt werden soll, dann f&#252;r das Erfassen der geschriebenen Botschaft. Und in diesem Sinne kann man nur feststellen: â€žR&#252;ckst&#228;ndigâ€œ sind Sprachen wie das grammatikarme Englische oder solche, in denen nur Mitlaute geschrieben werden. Diesem Manko haben wir beispielsweise zu verdanken, da&#223; heute kein Mensch mehr wei&#223;, wie die alten &#196;gypter gesprochen haben.

Was hier als Fortschritt der Sprache verkauft werden soll, ist das Vorantreiben sprachlicher Verarmung. Gegen solchen Unsinn kann sich, wer gesunden Verstandes ist, nur verwahren!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>sprachen mit komplizierten flektionen (z. b. sprachen mit deklination â€¦ und am besten noch f&#252;nf oder mehr f&#228;lle â€¦ ) wurden von ihm als Â»primitivÂ« und r&#252;ckst&#228;ndig bezeichnet. denn sie erschweren es, die sprache zu erlernen.</p></blockquote>
<p>Fragt sich nur, ob der Sinn der Sprache tats&#228;chlich ist, leicht erlernt zu werden. Selbstverst&#228;ndlich nicht! Im interessanten Aufsatz â€žDie Schrift ist nicht zum Schreiben daâ€œ von Friedrich Roemheld, der beim Bund f&#252;r Deutsche Schrift und Sprache erh&#228;ltlich ist, deckt der Verfasser einen wesentlichen Zusammenhang auf: Die Rechtschreibung sollte sich nach dem Leser richten, nicht nach dem Schreiber. Wenn n&#228;mlich Schnelligkeit erlangt werden soll, dann f&#252;r das Erfassen der geschriebenen Botschaft. Und in diesem Sinne kann man nur feststellen: â€žR&#252;ckst&#228;ndigâ€œ sind Sprachen wie das grammatikarme Englische oder solche, in denen nur Mitlaute geschrieben werden. Diesem Manko haben wir beispielsweise zu verdanken, da&#223; heute kein Mensch mehr wei&#223;, wie die alten &#196;gypter gesprochen haben.</p>
<p>Was hier als Fortschritt der Sprache verkauft werden soll, ist das Vorantreiben sprachlicher Verarmung. Gegen solchen Unsinn kann sich, wer gesunden Verstandes ist, nur verwahren!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mario Donick</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8303</link>
		<dc:creator>Mario Donick</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 21:02:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2#comment-8303</guid>
		<description>&#187;Degeneration bezeichnet einen Zerfallsprozess [&#8230;] Die Nutzung des Begriffs dennoch als &#039;verwerflich&#039; zu bezeichnen, halte ich doch f&#252;r sehr befremdlich.&#171;

Das hast du jetzt sch&#246;n sachlich erkl&#228;rt.

Leider machte dein erstes Posting auf mich den Eindruck, als h&#228;ttest du den Begriff negativ wertend gebraucht. Und ich bin absolut dagegen, kulturelle Verfallsprozesse (so denn diese aus objektiver Sicht &#252;berhaupt nachweisbar sind) zu bewerten.

Dadurch stellt man sich n&#228;mlich gleichsam als Richter &#252;ber diese Kultur und dazu hat niemand das Recht.

Ich verstehe zwar, dass man oft das Bed&#252;rfnis dazu hat, aber dann sollte man sich daran erinnern, dass die Generationen vor uns &#228;hnlich negativ &#252;ber viele Dinge gedacht haben, die wir heute vor einem bef&#252;rchteten Verfall bewahren wollen.

Dass die verst&#228;rkte Nutzung von Abk&#252;rzungen im &#220;brigen mit dem &#187;Gebrabbel eines Babys&#171; vergleichbar ist, vermag sich mir auch nicht zu erschlie&#223;en. Eine SMS wie &#187;HbDchLb&#171; zu verstehen verlangt IMO mehr kognitive Arbeit als Gebrabbel es erfordern w&#252;rde.  

Die Nutzung von &#187;U&#171; im Englischen anstatt &#187;you&#171; ist ebenfalls kein Gebrabbel, sondern die konsequente Fortsetzung eines Prozesses, der schon mit der Verk&#252;rzung von althd. &#187;ic&#171; bzw. &#187;ih&#171; zu &#187;I&#171; begonnen hat. &#196;hnliches f&#252;r &#187;C&#171; statt &#187;see&#171;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#187;Degeneration bezeichnet einen Zerfallsprozess [&hellip;] Die Nutzung des Begriffs dennoch als &#8216;verwerflich&#8217; zu bezeichnen, halte ich doch f&#252;r sehr befremdlich.&#171;</p>
<p>Das hast du jetzt sch&#246;n sachlich erkl&#228;rt.</p>
<p>Leider machte dein erstes Posting auf mich den Eindruck, als h&#228;ttest du den Begriff negativ wertend gebraucht. Und ich bin absolut dagegen, kulturelle Verfallsprozesse (so denn diese aus objektiver Sicht &#252;berhaupt nachweisbar sind) zu bewerten.</p>
<p>Dadurch stellt man sich n&#228;mlich gleichsam als Richter &#252;ber diese Kultur und dazu hat niemand das Recht.</p>
<p>Ich verstehe zwar, dass man oft das Bed&#252;rfnis dazu hat, aber dann sollte man sich daran erinnern, dass die Generationen vor uns &#228;hnlich negativ &#252;ber viele Dinge gedacht haben, die wir heute vor einem bef&#252;rchteten Verfall bewahren wollen.</p>
<p>Dass die verst&#228;rkte Nutzung von Abk&#252;rzungen im &#220;brigen mit dem &#187;Gebrabbel eines Babys&#171; vergleichbar ist, vermag sich mir auch nicht zu erschlie&#223;en. Eine SMS wie &#187;HbDchLb&#171; zu verstehen verlangt IMO mehr kognitive Arbeit als Gebrabbel es erfordern w&#252;rde.  </p>
<p>Die Nutzung von &#187;U&#171; im Englischen anstatt &#187;you&#171; ist ebenfalls kein Gebrabbel, sondern die konsequente Fortsetzung eines Prozesses, der schon mit der Verk&#252;rzung von althd. &#187;ic&#171; bzw. &#187;ih&#171; zu &#187;I&#171; begonnen hat. &#196;hnliches f&#252;r &#187;C&#171; statt &#187;see&#171;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: thomas</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8297</link>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 20:00:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2#comment-8297</guid>
		<description>das wiederum ist wahr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>das wiederum ist wahr.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karl</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8292</link>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 18:34:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2#comment-8292</guid>
		<description>@thomas

Ich glaube, hier haben mich einige missverstanden: Ich habe ja nie behauptet, dass hier der kulturelle Mittelpunkt der Erde ist. Abgucken und Austauschen ist gut, wenn es einen weiterbringt, und aus den USA gibt es davon durchaus einiges. Aber zum gekonnten Abgucken geh&#246;rt auch, dass man w&#228;hlerisch ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@thomas</p>
<p>Ich glaube, hier haben mich einige missverstanden: Ich habe ja nie behauptet, dass hier der kulturelle Mittelpunkt der Erde ist. Abgucken und Austauschen ist gut, wenn es einen weiterbringt, und aus den USA gibt es davon durchaus einiges. Aber zum gekonnten Abgucken geh&#246;rt auch, dass man w&#228;hlerisch ist.</p>
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		<title>Von: Karl</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8291</link>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 18:27:16 +0000</pubDate>
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		<description>Degeneration bezeichnet einen Zerfallsprozess und wenn sich beispielsweise die Sprache - sei es nun in einer SMS oder auf dem Schulhof - dem Gebrabbel eines Babys n&#228;hert anstatt sich weiter auszudifferenzieren und zu verfeinern, liegt ein solcher ja nun offenkundig vor. Die Nutzung des Begriffs dennoch als â€žverwerflichâ€œ zu bezeichnen, halte ich doch f&#252;r sehr befremdlich.

Nat&#252;rlich gab es Gr&#252;nde f&#252;r die Einf&#252;hrung der Schreibmaschine (auch, wenn sie jahrhundertealtes Kalligrafen- und Schriftsetzer-Wissen in wenigen Jahren dahingerafft hat) und nat&#252;rlich gibt es Gr&#252;nde, sich in einer SMS kurz zu fassen (auch wenn die Sprache auch au&#223;erhalb des Displays darunter leidet). Dies aber nicht als Opfer zu sehen, das man f&#252;r technischen â€žFortschrittâ€œ in Kauf nehmen muss, sondern per se f&#252;r gut und erstrebenswert zu halten, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Degeneration bezeichnet einen Zerfallsprozess und wenn sich beispielsweise die Sprache &#8211; sei es nun in einer SMS oder auf dem Schulhof &#8211; dem Gebrabbel eines Babys n&#228;hert anstatt sich weiter auszudifferenzieren und zu verfeinern, liegt ein solcher ja nun offenkundig vor. Die Nutzung des Begriffs dennoch als â€žverwerflichâ€œ zu bezeichnen, halte ich doch f&#252;r sehr befremdlich.</p>
<p>Nat&#252;rlich gab es Gr&#252;nde f&#252;r die Einf&#252;hrung der Schreibmaschine (auch, wenn sie jahrhundertealtes Kalligrafen- und Schriftsetzer-Wissen in wenigen Jahren dahingerafft hat) und nat&#252;rlich gibt es Gr&#252;nde, sich in einer SMS kurz zu fassen (auch wenn die Sprache auch au&#223;erhalb des Displays darunter leidet). Dies aber nicht als Opfer zu sehen, das man f&#252;r technischen â€žFortschrittâ€œ in Kauf nehmen muss, sondern per se f&#252;r gut und erstrebenswert zu halten, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.</p>
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		<title>Von: thomas</title>
		<link>http://www.fontblog.de/deutsche-schrift-koennte-einfacher-werden-2/comment-page-1#comment-8289</link>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 18:11:33 +0000</pubDate>
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		<description>karl: daf&#252;r machen leute in europa die westernkultur nach und die amis werden sich schlapp lachen ob der drolligkeit. 

und noch ein stiwchwort: pop-art, jackson pollock usw â€¦, alles Â»origin&#228;reÂ« amerikanische kultur.
nicht alles, was von Â»dr&#252;benÂ« kommt ist schlecht, nur weil gewisse leute in unserem land Â»linkeÂ« scheuklappen tragen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>karl: daf&#252;r machen leute in europa die westernkultur nach und die amis werden sich schlapp lachen ob der drolligkeit. </p>
<p>und noch ein stiwchwort: pop-art, jackson pollock usw â€¦, alles Â»origin&#228;reÂ« amerikanische kultur.<br />
nicht alles, was von Â»dr&#252;benÂ« kommt ist schlecht, nur weil gewisse leute in unserem land Â»linkeÂ« scheuklappen tragen!</p>
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