
Unsere Freunde von Underware haben ein Buch gemacht. Mit »gemacht« meine ich nicht nur gestaltet, sondern sie haben es selbst verlegt und verkaufen es auch selbst. Es ist in ihrer Schrift Fakir gesetzt, die in dem Werk wunderbar zur Geltung kommt. Damit nicht genug. Dem Buch liegt eine CD bei, mit der kompletten Schriftfamilie – das sind immerhin 11 Schriftschnitte im Wert von 250 € (in diesem Fall zum persönlichen Ausprobieren gedacht, keine kommerzielle Nutzung). Doch das Bemerkenswerte an diesem Buch: Es wurde mit dem Blut seines Autors gedruckt.
Das Making-of der Druckfarbengewinnung haben Underware in diesem Film festgehalten (ebenfalls auf der CD-ROM enthalten):
Der Titel des Buches ist übrigens: »Book of war, mortification and love« (Buch vom Tod, Kränkung und Liebe). Sein Autor Ruud Linssen stellt Fragen wie »Warum setzen wir uns freiwillig Leid aus?« oder »Warum entscheiden wir und für Familienleben, eine Mönchszelle oder ein blutgetränktes Schlachtfeld?«. Zwei Jahre arbeitete der holländische Schriftsteller und Journalist an dem Werk, das aus Essays über freiwilliges Leiden besteht. Hier kann man mehr erfahren und es bestellen … (Auflage 2000 Exemplare, handnummeriert)
Ruud Linssen: Book of war, mortification and love, 135 x 210 mm, 96 Seiten, Englisch, Leineneinband mit eingebranntem Titel, gedruckt mit dem Blut des Autoren, CD-ROM, ISBN 978-90-76984-09-4, 24,50 €



Mit über 80 Workshops, Vorträgen, Ausstellungen, Präsentationen und Installationen verwandelt die Wiener Designwoche ihr Stadt Anfang Oktober für 10 Tage zum Mittelpunkt der europäischen Designszene. In diesem Jahr steht der Wiener Bezirk Hernals im Fokus der 4. Vienna Design Week. Hier lädt unter anderem die Mailänder Gruppe Esterni zum Bau von »Everybody’s Bench«, einer in kreativer Interaktion mit den Bezirksbewohnern entstehenden Riesenholzbank. Auch im übrigen Stadtraum wird die Veranstaltung nachhaltige Spuren hinterlassen, ganz im Sinne von Wien Tourismus, der erneut als Partner auftritt … zum Beispiel die Workshops der Gruppe Design°mobil oder die Bustouren des neuen Partners Trafo.K, die in Zusammenarbeit mit Schülern der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt entwickelt wurden; sie bieten Erwachsenen und Jugendlichen Gelegenheit zu spielerischem Erforschen und kritischer Auseinandersetzung.



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