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Weimar: Typogravieh lebt 8/∞ — end of line

Auch in diesem Jahr hat sich wieder eine engagierte Schriftfamilie von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar zusammengefunden, um mit breitem Workshop-Angebot und fetten Vorträgen die Sitzreihen richtig durchzuschießen. Das kleine, kernige TypograVieh bricht am 1. und 2. Juni 2012 in neue Gevierte auf!

Unter dem Motto »8/∞ – End of line« wird in diesem Jahr das Orakel von Typhi befragt. Gemeinsam mit Irma Boom (NL), Petr van Blokland (NL), Dafi Kühne (CH), Verena Gerlach (D), Jakob Runge (D) und dem Studio Bendita Gloria (ES) wollen wir die Zukunft unserer Profession gegen die Vergangenheit aufstellen. Eine Reise zwischen den Zeilen bis über den Rand des Satzspiegels hinaus.

Selbst wenn die Route ungewiss ist, bleibt doch immerhin der Setzkasten der alte: Das Internationale Sommer-Typosium findet in der gewohnt gemütlichen Atmosphäre im E-Werk (Lichthaus-Kino) in Weimar statt. Auch dieses Jahr braucht niemand den Gürtel enger zu schnallen, denn das Typosium bleibt für jeden Gast kostenfrei! Damit die Veranstalter aber nicht ganz align dastehen, würden sie sich über jeden Besuch sehr freuen.
1. Juni: Workshops
2. Juni: Vorträge, Beginn 10 Uhr, abends Endless Party

Weitere Informationen befinden sich noch auf der Zielgeraden und sich im Laufe der Woche auf www.typogravieh-lebt.de anzutreffen

Sommerakademie für Gestaltung in Hamburg

Die inzwischen 24. Internationale Sommerakademie Pentiment am Department Design der HAW Hamburg veranstaltet vom 22. Juli bis 11. August 2012 wieder ein gutes Dutzend ein- bis dreiwöchige Kurse im Bereich Kunst, Zeichnen, Druckgrafik, Fotografie, Grafikdesign, Illustration und Modedesign. Die Kurse werden von namhaften Kreativen aus dem In- und Ausland geleitet und bieten Studierenden und begabten Autodidakten die Gelegenheit, bis zu drei Wochen am Stück in einen intensiven Arbeitsprozess einzutreten.

Unterschiedliche künstlerische Positionen treffen dabei in einem professionellen Umfeld aufeinander und inspirieren sich gegenseitig. Unter anderem leitet der französische Fotograf Denis Darzacg (Paris) einen 3-wöchigen Fotografie-Kurs zum Thema »The Speaking Bodies« und der Artdirector Titelbild des SPIEGEL Stefan Kiefer einen einwöchigen Kurs im Bereich Cover-Design zum Thema »Der rote Rahmen des SPIEGEL«. Die Pentiment-Teilnehmer kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, dem europäischen Ausland und zum Teil aus Übersee. Für Studenten, Auszubildende und Arbeitslose (ALG2) kann der Teilnahmebetrag ermäßigt werden.

Begleitet werden die Kurse von einem umfangreichen Rahmenprogramm: Präsentationen der Gastprofessoren, Vorträge,  Filme, Konzerte und Feste bieten Teilnehmern und interessierten Besuchern neben der Kursarbeit neue Inspirationen und gegenseitigen Austausch. Zum Abschluss der Sommerakademie werden am 11. August ab 14 Uhr die Arbeiten aller Kurse in einer großen öffentlichen Ausstellung präsentiert.

Typoversity geht in die 2. Runde

Typoversity, das vor 2 Jahren gestartete Jahrbuchprojekt von Nadine Roßa und Patrick Marc Sommer, beide auch aktiv bei designmadeingermany.de, wird zur Fortsetzungsgeschichte. Der nächste Band möchte an die erfolgreiche Erstausgabe anknüpfen und einen aktuellen Überblick über die typografische Ausbildung an deutschen Hochschulen liefern. Typoversity 2 wird neue typografische Arbeiten von Studierenden zeigen. In Interviews und redaktionellen Beiträgen kommen zudem Lehrende von nationalen und internationalen Hochschulen zu Wort.

Neu: In diesem Jahr wählt eine Jury, bestehend aus Christoph Dunst, Verena Gerlach, Christoph Koeberlin, Dan Reynolds, Andrea Schmidt, Patrick Marc Sommer und Birgit Tümmers die überzeugendsten Projekte aus, die ins Buch Typoversity 2 aufgenommen werden sollen (herausgegeben von Patrick Marc Sommer und Andrea Schmidt).

Sendet euer Projekt als PDF-Datei (Low Resolution, max. 10 Seiten, max. 5 MB) per Email an mail@typoversity.com. Bitte vermerkt in der Datei folgende persönliche Angaben: Eigene Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, Email) + Daten zum Projekt (Datum der eingereichten Arbeit, betreuender Professor/Lehrender, Semester, Hochschule). Eingereicht werden können Projekte, die nicht älter als Januar 2010 sind. Einsendeschluss ist der 31.07.2012.

Weitere Informationen: www.typoversity.com

Werbekongress 2012 »Machtspiele«

Der Werbekongress ist das größte Nachwuchsevent in der deutschen Kommunikationsbranche und findet in diesem Jahr zum 21. Mal statt. An drei Kongresstagen (14. bis 16. Juni) finden im Berliner Club Office (Bundesallee) Workshops mit 150 per Copytest ausgesuchte Studierenden statt, die angeleitet von 15 der renommiertesten Agenturen 15 Kommunikationsstrategien und Kampagnen entwickeln und vor einer fachkundigen Jury präsentieren. Am letzten Kongresstag findet die Messe und das Speed-Dating mit den Agenturen statt. Den krönenden Abschluss bildet die Gala, auf der die besten Konzepte aus den Workshops prämiert werden.

In diesem Jahr lautet das Motto »Machtspiele«. Aus der Ankündigung: »Der Konsument wird immer selbstständiger, mündiger und hat schon lange begonnen sich einzumischen. Beim Werbekongress 2012 wird diese Entwicklung nicht mehr einfach nur akzeptiert, sondern wir wollen die Macht der Konsumenten nutzen.« Weitere Informationen: www.werbekongress.de

»Zeit ist Held«, Ausstellung in Salzburg

Am 4. Mai um 19:00 Uhr eröffnet im Foyer der FH Salzburg die interaktive Ausstellung Zeit ist Held für eine Woche ihre Pforten. Das Verhältnis zwischen dem Streben nach Glück und dem eigenen Umgang mit der Zeit bilden den inhaltlichen Kern der Ausstellung.

Wo bleibt unsere Zeit zwischen Leben und Sterben? Wer beherrscht sie und wie wichtig ist sie für mich und meine Mitmenschen? Das Verhältnis zwischen dem persönlichen Streben nach Glück und dem eigenen Umgang mit der Zeit bilden den inhaltlichen Kern des Projekts »Zeit ist Held«.

Aus der Ankündigung. »Periodische Phänomene wie Tag und Nacht, Ebbe und Flut oder Jahreszeiten ermöglichten dem Menschen seine Zeit zu strukturieren und das eigene Leben daran auszurichten. Schleichend errichteten unsere Kulturen und Institutionen ein Netz aus Kalendern und Plänen, so dass Veränderungen in der Natur nur mehr ein geringer Teil der persönlichen Zeitempfindung sind. Diese Strukturen und Zwänge – in Verbindung mit kapitalistischen Gesellschaften – fördern aktuelle Themen wie Stress, Unaufhaltsamkeit der Zeit, Monotonie im Leben oder das ständige Aufschieben von Aufgaben. Den richtigen Umgang mit den uns auferlegten Zeitstrukturen zu finden, scheint eine der erstrebenswertesten Fähigkeiten der Gegenwart zu sein – denn Zeit ist Held.«

Weitere Informationen: www.zeitistheld.at

Kyrillisch für alle

Wer nie in der Schule (oder im Leben) mit der kyrillischen Schrift in Berührung kam, der weiß vielleicht – dank der Scorpions und ihrem »Wind of Change« –, dass Moskau von den Einheimischen »Moskva« genannt wird, trotzdem lesen wir Nicht-Kyrillen ein Москва́ einfach nur »Mockba«, und kriegen die Verbindung zur Originalaussprache nicht hin.

Als Kind bekam ich mal eine Langspielplatte des Sängers Iwan Rebroff geschenkt, der eigentlich Hans Rolf Rippert hieß und Deutscher war, aber unter seinem russischen Künstlernamen mit dem Singen tiefer Weisen Ende der 60er Jahre Millionen verdiente. Auf dem Cover stand sein Name in kyrillischen Schriftzeichen, also statt Ivan Rebrow war dort Иван Ребров zu lesen, und so war er für mich immer jahrelang der »Peopopp«.

Damit sich diese Leselücke schließt, haben die Schriftentwerfer Marija Juza und Nikola Djurek jetzt einen Font herausgebracht, der als Lern- und Lesehilfe verwendet werden kann. Wie der oben eingebettet Film zeigt, verbindet die Schrift Balkan Sans lateinische Zeichen und die kyrillischen Gegenstücke zu einem Zeichen mit zwei aufeinander stehenden Buchstaben. Sind kyrillisch und lateinisch identisch, wie beim M, erscheint nur ein Zeichen, dieses aber doppelt so hoch. Ein wunderbares typografisches Spiel, für das es vom Type Directors Club New York (TDC) jüngst eine Auszeichnung gab.

Women in Graphic Design 1890–2012

Im Jovis-Verlag ist soeben ein Buch erschienen, dessen Thema uns seit längerem beschäftigt, mindestens seit es die TYPO Berlin gibt: »Warum sprechen immer noch so wenige Frauen auf Konferenzen?« Diese Frage stelle ich mir inzwischen nicht mehr, aber der Verlag und die Autoren stellen sie … sicherlich zu Recht. Weitere Fragen aus dem Buch:  Warum gibt es in der Designgeschichte scheinbar so wenige Frauen? Warum werden ehemals bekannte Frauen »vergessen«? Welche Auswirkungen hat die Gender-Debatte auf den heutigen Arbeitsalltag?

Seit den Anfängen der Professionalisierung haben Grafikdesignerinnen aktiv und erfolgreich gearbeitet. Dennoch wurden Frauen, bis auf wenige Ausnahmen, nicht in die »offizielle« Designgeschichte aufgenommen. Auch heute ist, trotz der Behauptung, die Geschlechterfrage im Grafikdesign sei obsolet, nur ein geringer Prozentsatz der tätigen Gestalterinnen öffentlich sichtbar.

Der soeben erschienene, opulent illustrierte Band »Women in Graphic Design 1890–2012« versucht die Ursachen zu finden, zum Beispiel die konstruierte Synthese von Männlichkeit und künstlerischer Genialität, und stellt wichtige Gestalterinnen vor. Zahlreiche Kurzbiografien vergegenwärtigen ihre Wege zur Professionalisierung, flankiert von Essays, Quellen und ausführlichen Gesprächen mit bekannten heutigen Designerinnen. Darüber hinaus enthält das Buch wissenschaftliche Beiträge von Sabine Bartelsheim, Gerda Breuer, Ute Brüning, Susanne Dechant, Jochen Eisenbrand, Ellen Lupton, Julia Meer, Ada Raev, Bettina Richter, Patrick Rössler, Martha Scotford und Judith Siegmund. Programmatische Schriften steuern Paula Scher, Sheila Levrant de Bretteville, Natalia Goncharova, Ellen Lupton, Martha Scotford, Véronique Vienne, Astrid Stavro, Alissa Walker und andere Autorinnen bei. Sie werden ergänzt von Interviews mit Irma Boom, Paula Scher, Sheila Levrant de Bretteville, Julia Hoffmann, Tina Roth Eisenberg (›Swiss Miss‹), Katja M. Becker, Anna Berkenbusch, Heike Grebin, Gisela Grosse, Miriam und Nina Lambert, Iris Utikal und Judith Grieshaber.

Kurz eine aktuelle Privatstatistik zu diesem Thema aus meinem eigenen Umfeld:

  • heute: ein charmanter, emotionaler Vortrag von Nadine Roßa auf dem Berliner Creative Morning
  • vorgestern: Launch des neuen Design-Ehrenpreis, initiiert von Juli Gudehus
  • Mai: TYPO Berlin 2012, 17 Sprecherinnen, 23 Sprecher
  • Freitag letzter Woche: TYPO Day Hamburg, 1 Sprecherin, 5 Sprecher

Nadine Roßa (LaunchCo), heute beim 8. Berliner Creative Morning im Konferenzsaal von Saint Elmo’s (Foto: Robert Schatton)

Berlin: ›Future Self‹ mit Wayne McGregor

Am 28. April feiert in der Berliner Kunstwerkstatt Made am Alexanderplatz die visuelle Performance ›Future Self‹ des Kollektivs Random International in Zusammenarbeit mit Wayne McGregor Premiere. Die Kunstaktion beschäftigt sich mit der menschlichen Anatomie und Bewegung, sowie dem Zustandekommen einer additiven, zwischen mehreren Akteuren entstehenden Interaktion, und was uns diese über unsere Identität verrät. Die Installation spiegelt Bewegungen in Licht und lässt eine dreidimensionale, ›lebendige‹ Skulptur entstehen, die sich aus der Kombination der Gesten der Betrachter zusammensetzt. Ein Teaser-Video auf Vimeo vermittelt einen ersten Eindruck über das Geschehen im Raum.

Wayne McGregor ist ein mehrfach preisgekrönter, britischer Choreograf, der durch Arbeiten bekannt wurde, in denen die physischen Grenzen der Choreografie getestet werden. Er ist künstlerischer Direktor von Wayne McGregor | Random Dance, Mitglied des Sadler’s Wells Theater in London und wurde 2006 zum Choreograph des Royal Ballet ernannt. Im Januar 2011 erhielt er den Ehrentitel CBE (Commander of the Order of the British Empire).

Vorstellung mit Live-Aufführung:
Samstag, 28. April: Premiere, geladene Gäste.
Sonntag, 29. April: Drei öffentliche Aufführungen finden um 12:00, 15:00 und 17:00 Uhr statt. Voranmeldung an futureself@made-blog.com, da die Kapazität begrenzt ist.

Guardian Open Journalism: »Drei kleine Schweine«

Dieser neue Werbespot für das Open-Journalism-Projekt der britischen Tageszeitung The Guardian demonstriert, wie die Geschichte von den Drei kleinen Schweinen mittels Print- und Online-Kanäle begleitet werden könnte. Was mit einer Schlagzeile beginnt und einer Diskussion im Netz fortgeführt wird, steuert auf Versicherungsbetrug und ein unerwartetes (politisches) Ende hin. »Echtzeitjournalismus im Dialog mit dem Leser ist das Gebot der Stunde, so die Botschaft.« (Der Spiegel)

Update: Zum besseren Verständnis des dem Spot zugrunde liegenden britischen Märchens dient dieser Beitrag auf Spiegel Online von heute

Best Pixel Editor in Town: The Grix

Das Mosaik ist eine der ältesten grafischen Techniken der Menschheit. Schon im Altertum setzten Künstler aus verschiedenfarbigen oder verschieden geformten Stein- oder Glasstücken Muster und Bilder zusammen. Mit dem Erscheinen der ersten grafischen Computer Anfang der 80er Jahre erlebte die Mosaik-Technik eine Wiedergeburt, die bis heute anhält. Bei den ersten Computerspielen wurde das Zusammenbauen von Spielelementen aus vollfarbigen Quadraten eher noch als technisches Defizit wahrgenommen. Seitdem uns Millionen Farben zur Verfügung stehen und damit Halbtöne, stand zunächst die realistische Nachbildung von Charakteren und Spielelementen im Vordergrund. Doch einige Designer widmeten sich intensiv der minimalistischen Pixeltechnik und entwickelten sie weiter, zum Beispiel eBoy und Craig Robinson.

Heute nun bringen eBoy gemeinsam mit den Programmierern von Felt Tip den elegantesten Pixel-Baukasten auf den Markt, den die Menschheit je bedient hat: Die iOS-App The Grix. Smartphones sind natürlich wir geschaffen für die simple Zeichentechnik, denn unsere Fingerspitze ist der Pinsel, mit dem sich eine bunte Mosaikwelt mittels An- und Ausknipsen farbiger Quadratflächen erschaffen lässt. Unterstützt von einem raffinierten, leicht zu bedienenden User-Interface ist stundenlanger Pixelspaß garantiert.

Die Funktionsweise von The Grix erschließt sich am schnellsten mit dem oben eingebetteten Filmchen. Die App arbeitet mit 2 Vergrößerungsstufen, die äußerst raffiniert (und pixelgerecht) organisiert sind. Auf einer 8 x 8 Matrix lassen sich – auch mit kräftigen Fingern – simple Muster generieren, die in der zweiten Ebene selbst zum Baustein werden. Auf diese Weise entstehen Muster und Bilder im Format 64 x 64 Pixel, wobei die reale Auflösung der Exportbilder durch Pixelwiederholung bei 256 x 256 Pixel liegt.

Jede Kachel lässt sich per Fingertipp bewegen, drehen, löschen und speichern. Eine Auswahl von 128 vorgefertigte Kacheln sorgt für sofortigen Zeichenspaß. Mit 12 vorgegebenen Filtern kann der Benutzer fertige (oder halbferige) Bilder, wie bei Instagram, mit einem Klick in eine anderes Farbklima überführen. Fünf von eBoy entworfene Beispielbilder liegen bereits in der Library der Grix-App. Die fertigen Bilder lassen sich direkt auf Twitter, Tumblr oder Facebook veröffentlichen, oder in Fotoalbum ablegen. Auf http://thegrix.com gibt es jede Menge Beispiele, eine Grix-Flickr-Gruppe ist auch schon angelegt, ebenso eine Facebook-Fan-Seite. The Grix kostet 3,99  und ist jeden Cent wert.

Stühle ohne Beine im Bauhaus-Archiv

Vom 21. März bis 10. Juni 2012 ist die Münchener Designmuseum Die Neue Sammlung mit einer Sonderausstellung zu Gast im Bauhaus-Archiv Berlin. Die älteste und größte Designsammlung der Welt präsentiert dort »Stühle ohne Beine«, die in der Tradition des Freischwingers stehen. Bereits in den 1920er Jahren entwarfen namhafte Bauhäusler wie Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe Freischwinger aus Stahlrohr, die die Idee von Leichtigkeit und Transparenz aus der Architektur in den Möbelbau übertrugen. Die Ausstellung zeigt, wie sich seitdem die Stühle ohne Beine durch hochtechnisierte Produktionsweisen, neuartige Materialien, Einflüsse der freien Kunst und gesellschaftlich-politische Veränderungen weiterentwickelt haben.
(Abbildungen: Die Neue Sammlung)

»Nicht allein das ABC …« DDR-Fibeln unter der Lupe

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Design Zentrum IDZ lädt die Stiftung Industrie- und Alltagskultur zu ihrer ersten Veranstaltung im Jahr 2012 ein. In loser Folge werden Themen der visuellen Kommunikation in der DDR in Vorträgen und Round-Table-Gesprächen zur Diskussion gestellt. Der Eintritt ist frei.

Am 24. Februar um 19:00 wird Verena Stürmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik der Universität Würzburg, anhand von Texten und Bildern aus den Fibeln den Alltag der Kinder und ihrer Familien in der DDR darstellen. Ergänzend dazu zeigt Prof. Matthias Gubig Beispiele von Arbeiten der Illustratoren für die Fibeln, Hans Baltzer und Werner Klemke. Die Veranstaltung wird von einer kleinen temporären Ausstellung von Fibeln und anderer einführender Lehrbücher begleitet.

Um die Zahl der benötigten Stühle ungefähr einschätzen zu können, bitten die Veranstalter um eine unkomplizierte Online-Anmeldung: http://www.tinyurl.com/NichtAlleinDasABC

24.Februar, 19 Uhr, Literaturwerkstatt Berlin in der Kulturbrauerei, Knaackstraße 97, 10435 Berlin.