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Dringende Abo-Empfehlung: PAGE online

Ich freue mich riesig, dass ein frischer Wind auf PAGE online weht. Die Redaktion wurde aufgestockt, endlich ist der Online-Auftritt mehr als nur der Wurmfortsatz des gedruckten Heftes. Im Moment ist die Seite in meinen Augen die beste Informationsquelle für Kommunikationsdesigner, mit rund 15 aktuellen Meldungen pro Tag unverzichtbar. Grund: PAGE schreibt nicht aus irgendwelchen Blogs ab, sondern wird als Fachzeitschrift mit News aus erster Hand beliefert, die jetzt unverzüglich – redaktionelle veredelt – das Haus verlassen.

Falls Euch der Erstbesuch überfordert, abonniert doch zunächst mal einen (oder gleich alle 4) der angebotenen RSS-Benachrichtigungskanäle. Sie sind nicht leicht zu finden, zumal ein Indikator in der Browser-Adresszeile fehlt, aber es gibt sie:

Neu: Bemerkenswertes Typo-Buch von Taschen

Ich staunte nicht schlecht, als ich eben von unserem Einkauf dieses Buch in die Hände gedrückt bekomme: Type. A Visual History of Typefaces & Graphic Styles, 1901-1938, herausgegeben von Cees de Jong im Verlag Taschen. Das Wunderbare bei diesem Werk ist der unbeschränkte Zugang zur Taschen-Online-Datenbank, auf der sich die Käufer des Buchs die 1400 Abbildungen als hochaufgelöste jpg-Dateien auf den eigenen Rechner laden können – zur freien Verwendung  das oben gezeigte Beispiel hier herunterladen, 2 MB).

Das Buch bietet uns Schriftliebhabern einen kompetenten Überblick zum Schaffen der bedeutendsten Schriftentwerfer in den Jahren 1901 – 1938. Die auf einer angesehenen niederländischen Sammlung basierende Werkschau zeichnet die Entwicklung der Druckbuchstaben anhand ausnehmend schöner Schriftproben und -kataloge nach. Neben den Lettern sind auch Bordüren, Ornamente, Initialen und Verzierungen sowie exemplarische Lithografien, Schilder und Inschriften berücksichtigt.

Gezeigt werden Werke von William Caslon, Fritz Helmuth Ehmcke, Peter Behrens, Rudolf Koch, Eric Gill, Jan van Krimpen, Paul Renner, Jan Tschichold, A. M. Cassandre, Aldo Novarese, Adrian Frutiger und viele mehr. Die dem Buch beiliegende Taschen-Keycard ermöglicht den Zugang zur Online-Bilddatenbank: Über 1.400 hochauflösende Scans von Schriftmustern stehen zur unbeschränkten Verwendung bereit.

Das endgültige Sahnehäubchen auf Buch und Download-Service: Beides gemeinsam kostet nur 39,99 €. Im FontShop bestellen …

Paris en détail

Die Internetseite paris-26-gigapixels.com bietet einen (Full-Screen-)Rundumblick über Paris in der spektakulären Auflösung von 354.159 x 75.570 Pixeln, das sind 26 Milliarden Pixel. Oben habe ich mal einen Zoom von der Totale bis zur Spitze des Eiffelturms dokumentiert. Die Detailtreue ergibt sich durch das Zusammenfügen von 2346 Einzelbildern. Die Aufnahmen wurden am 8. September 2009 angefertigt, von einem Team um den Fotografen Arnaud Frich (atemberaubende Making-of-Kurzfilme auf dieser Seite). (via Spreeblick)

Vortrag und Gespräch im Atelier Beinert

Morgen, um 20:00 Uhr, findet im Atelier Wolfgang Beinert (Berlin, Görlitzer Straße 51, Kreuzberg) ein Vortrag (mit Diskussion) von Bernhard Pompeÿ statt. Thema: »Soziale Verantwortung im Kommunikationsdesign.« Seit knapp 4 Jahren beschäftigt sich der Mannheimer Designer mit diesem Themenfeld, auf der TYPO’08 präsentierte er erstmals seine Gedanken dazu. Inzwischen ist seine Forschungsarbeit einen großen Schritt voran gekommen … neue Erkenntnisse und neue eigene Projekte werden morgen im Mittelpunkt stehen.

Die soziale Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) hat in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Gesellschaft beginnt mehr und mehr zu verstehen, dass Reichtum nicht mit ökonomischem Kapital gleichgesetzt werden kann, sondern im wesentlichen ein hohes Maß an sozialem, ökologischem und menschlichem Kapital darstellt. CSR wird von Seiten der Politik, der Kirchen und der Wirtschaft, auf nationaler, europäischer und globaler Ebene inzwischen verstärkt als eine Notwendigkeit betrachtet – und das in einer Zeit des industriellen Wandels und der wachsenden Globalisierung.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wenn möglich bitte noch heute per Mail anmelden:  2010@beinert.net.

Designlabor 25|25 in Hamburg

Die Hamburger Branding- und Designagentur The Brand Union startet ab dem 1. März 2010 das Projekt Designlabor 25|25, einen Pop-up-Store als Live-Experiment im Kulturreich Hamburg. 25 Designer füllen in 25 Tagen die Galerie in der Wexstraße mit außergewöhnlichen Verpackungen. Es sollen Entwürfe entstehen, die Spaß machen, zum Nachdenken anregen, aber frei erfunden sind. Während der 25 Tage ist die Galerie sowohl Arbeits- als auch Ausstellungsraum und dient als Kommunikationsplattform für Designer und Interessierte.

Ziel des Projekts ist zum einen, dass man seine Kreativität ohne Beschränkungen (durch Konsumenten und Auftraggeber) ausleben kann. Zum anderen geht es darum, das Packaging-Design attraktiver und interessanter zu machen. Inspiration und Unterstützung für das Live-Experiment liefern aktuelle Trends vom Trendbüro Hamburg.

Erst googeln, dann twittern …

… ist das neue »Erst denken, dann sprechen«. Wer sich das nicht hinter die Ohren schreiben möchte, kann die neue Weisheit der Socials auch schwarz auf weiß bestellen. Entworfen von Joe Newton (@TheJoeNewton), mit der Schrift Olduvai, gedruckt auf 300 g Somerset-Velvet-Baumwollpapier im Buchdruck, Format A4 und erhältlich bei I love Typography für 15,00 Dollar.

Oscar-nominiert: Markenzeichen-Kurzfilm »Logorama«

Willkommen in Logos Angeles. Petr van Blokland wies eben über Twitter auf den französischen Animationsfilm »Logorama« hin. Das 13-minütige Werk wurde von der Agentur H5 produziert, die bereits mit Videos für Alex Gopher, Massive Attack, Goldfrapp und Röyksopp auf sich aufmerksam machten.

Logorama ist der erster Kurzfilm von H5. Er entstand neben der Agenturarbeit in den freien Stunden vieler Mitarbeiter. Die Hauptdarsteller des Streifens sind 2500 weltbekannte Logos und Markenzeichen. Auch sie befinden sich praktisch im Nebenjob, denn ihr Rolle im Film entspricht meist nicht der Funktion im richtigen Leben. Und weil die Regie alle Darsteller ungefragt in den Animationsfilm eingebaut hat, ist er natürlich 100 % illegal. Doch jede Klage eines Warenzeicheninhabers wird den Film nur bekannter machen, der übrigens seit wenigen Tagen für den Oscar in der Kategorie Kurzfilm Animation nominiert ist. Außerdem ist das große Kunst!

Oben eingebettet ist ein Trailer von YouTube, der nur die ersten 45 sec zeigt. Ihr müsst Euch das ganze Werk ansehen (Achtung: Mexican-Grill-Werbung als Vorspann), wenn die Michelin-Männchen (Bibendum), Meister Proper und Ronald McDonald ins Spiel kommen. Die Webseite zum Film: www.logorama-themovie.com

›Oscillator‹ Super-size-always-glow-Poster [Update]

Sagst Du oft Ja, obwohl Du Nein denkst? Was war eigentlich zuerst da: das Ja oder das Nein? Gibt es ein Nein nach einem Ja? Oder ein Ja im Nein? Wenn Dir diese und ähnliche Fragen auf den Nägeln brennen, wird Dir das neue XXL-Poster von Underware gefallen.

Sie nennen es Oscillator, das Super-size-always-glow-Poster, gesetzt aus der neuen Schreibschrift Liza. Es ist nicht billig, aber atemberaubend groß und magisch beschriftet. ›Oscillator‹ misst 825 x 1175 Millimeter und ist 5-fach siebgedruckt, mit Leuchtfarbe und phosphoreszierender Farbe. In seinem Zentrum steht ein Wort, das sich wahlweise als yes oder no liest. Faszinierend. Es gibt nur 100 Exemplare vom diesem Poster, das 80 € kostet.

[Update] Nur heute, am Erscheinungstag: 60 € (in Worten SECHZIG)

Typo-TV: Gerrit van Aaken – Webfonts im Jahr 2010

Gerrit van Aaken (praegnanz.de) fasst verständlich und knapp zusammen, was hier im Fontblog bisher »nur« zu lesen war. Dringende Anguckempfehlung.

Was war noch mal generative Gestaltung?

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Gestern twitterte der Mainzer Verlag H. Schmidt: »›Generative Gestaltung‹ (http://bit.ly/57ov7) klettert im Amazon-Verkaufsrang auf den sagenhaften Platz 1833. Vielen Dank an alle!« Damit ist das zitierte Werk im Augenblick das meistverkaufte Designbuch. Und dies zu recht! Wem diese Tatsache bereits ausreicht und jetzt »Haben wollen!« ruft, bestelle das 472-seitige Buch von Hartmut Bohnacker, Benedikt Groß, Julia Laub und Claudius Lazzeroni sofort und versandkostenfrei im FontShop … (75 € inkl. MwSt.). Oder freuen sich auf die TYPO 2010, wo Julia Laub und Hartmut Bohnacker das Thema mit vielen animierten Beispielen vertiefen. Alle anderen lesen nach dem Bild weiter.

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In »Generative Gestaltung« geht es darum, wie Bilder mittels Code erzeugt werden können. Ein Bild wird also nicht mehr von Hand geschaffen, sondern dadurch, dass eine visuelle Idee in ein Regelwerk übersetzt und dann in einer Programmiersprache in Form eines Quellcodes umgesetzt wird. Die Folge ist, dass ein solches Programm nicht nur ein einzelnes Bild erzeugen kann, sondern dass durch Veränderung von Parametern ganze Bilderwelten entstehen.

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Das Buch schafft eine solide Grundlage dafür, wie dieser veränderte Gestaltungsprozess genutzt werden kann. Zu Beginn werden in einer »Projektsammlung« 37 Arbeiten verschiedener Medienkünstler, Architekten und Designer aus dem Bereich der generativen Gestaltung vorgestellt, um zum einen einen Überblick über das Themenfeld zu bieten und zum anderen eine Inspirationsquelle an herausragenden Beispielen.

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Danach folgt der didaktische Hauptteil des Buches, der dem Gestalter die Möglichkeit bietet durch Experimentieren mit erläuterten Beispielprogrammen eine Vorstellung und ein Gefühl für generative Gestaltung zu bekommen. Die Programme im Buchteil »Grundlegende Prinzipien« veranschaulichen einzelne generative Techniken anhand der vier Gestaltungsbereiche Farbe, Form, Typo und Bild. Dieses Repertoire wird im Teil »Komplexe Methoden« erweitert, indem anhand von sechs größer angelegten Beispielen mehrere Prinzipien kombiniert und fortgeschrittene Techniken erläutert werden.

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Mit den Möglichkeiten von Programmiersprachen wie »Processing« geht ein Paradigmenwechsel im Design einher: Die Rolle des Gestalters erstreckt sich nicht mehr nur auf den eigentlichen formalen Gestaltungsprozess, er wird vielmehr auch zum Programmierer seiner dynamischen Werkzeuge. Die Programmiersprache wird zum Entwurfsmedium. Sie nutzt Abstraktionsmuster zum Generieren neuer visueller Welten.

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Das Buch von Hartmut Bohnacker, Benedikt Groß, Julia Laub und Claudius Lazzeroni vermittelt die Grundlagen zum Entwickeln komplexer Visualisierungsstrategien. Es zeigt, wie diese programmiertechnisch umsetzbar sind und legt den Grundstein für ein neues, zeitgemäßes Entwerfen. Mit den üppigen Best-Practise-Beispielen macht es Lust auf gestalterische Entdeckungsreisen.

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Ergänzt wird das Buch durch die Website www.generative-gestaltung.de, auf der alle Quellcodes aus dem Buch als Downloadpaket zur Verfügung stehen. Die Website ist aber auch Kommunkationsplattform für die Leser. In der Gallery können Ergebnisse präsentiert werden und über Kommentare zu den Programmen lassen sich Weiterentwicklungen vorstellen und Probleme diskutieren.

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gen_gest_0Wie oben bereits erwähnt, werden die Autoren Julia Laub und Hartmut Bohnacker das Thema ›Generative Gestaltung‹ auch auf der kommenden TYPO-Berlin-Konferenz vorstellen und vertiefen.

Generative Gestaltung:
Entwerfen, Programmieren, Visualisieren mit Processing

472 Seiten mit über 1000 farbigen Abbildungen
Mit internationalen Best-Practise-Beispielen, Grundlagen, Programmcodes und Ergebnissen
Format 21 x 30 cm
Festeinband mit erhabener UV-Lackierung
erschienen im Verlag Hermann Schmidt Mainz
ISBN 978-3-87439-759-9

Lehrreiches Poster: Anatomie der Buchstaben

anatomie_der_buchstaben Auf vielfachen Wunsch hat Achim Schaffrinna vom Designtagebuch seine typografische Know-how-Sammlung »Anatomie der Buchstaben« zu einem formschönen PDF-Poster zusammengetragen. Die Datei ist im A1-Format (CMYK/Vektoren) angelegt und steht jedem kostenlos zum Download zur Verfügung. Wer gerade keinen A1-Drucker in der Nähe hat, lässt das Poster vielleicht bei einem Dienstleister seines Vertrauens ausdrucken.

Mit in die Sammlung aufgenommen wurden etwa die Begriffe Überhang/Overshoot, Überlauf, Versalie, Scheitel und Gemeine. Auch der ein oder andere Tippfehler konnte ausgemerzt werden … zuletzt heute um 17:00 Uhr, ein Flüchtigkeitsfehler beim »Abstrich«. Das Poster auf dieser Seite downloaden …

24-h-Film: Zeit, von Menschenhand gebaut

st_dvdMit dem 24-Stunden-Film »Standard Time« beginnt das Jahr 2010  schon mal spektakulär. Wir sehen Menschen, die mit stoischen Pflichtbewusstsein einer scheinbar sinnlosen Tätigkeit nachgehen, die jedoch eine Funktion erfüllt: Die Zeit zu zeigen. Mit dem Anspruch, jede einzelne Minute zu bauen, bewegt sich das Team ständig am Rande des Scheiterns.

Standard Time ist eine Arbeit des Künstlers Mark Formanek, realisiert durch die Medienagentur Datenstrudel. 70 Arbeiter fertigen synchron zur Echtzeit aus Holzbrettern eine 4 x 12 Meter große fortlaufende digitale Zeitanzeige. Das macht 1611 Umbauten in 24 Stunden. Lückenlos aufgenommen auf Video (HD) steht nun ein 24 stündiger Film bzw. eine Uhr zur Verfügung. Der oben eingebaute Clip zeigt einen Originalausschnitt zwischen 04:57 und 05:02 Uhr.

Im Januar 2010 erscheint Standard Time auf DVD für den Einsatz auf Computern (29,90 €). Die mitgelieferte Software synchronisiert die 24 h Filmdatei mit der Systemzeit des Rechners und verwandelt ihn in eine »lebende Uhr«. Sie kann als frei skalierbare Anzeige auf dem Desktop oder als Bildschirmschoner verwendet werden. Drei Anwendungsbeispiele …