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	<title>Fontblog &#187; Reportage</title>
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	<description>Täglich News und Meinungen aus der Grafikszene</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 15:55:24 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Markus Hanzer »Genesis«, kostenloses iBook [Update]</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 12:02:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahrscheinlich ist es das erste iBook im Selbstverlag, das von einem professionellen Gestalter mit der neuen Macintosh-Software iBooks Author erstellt wurde, die Apple vor 2 Wochen vorgestellt hat … Der &#246;sterreichische Designer und mehrfache TYPO-Berlin-Sprecher Markus Hanzer hat es gestern ver&#246;ffentlicht. Unter dem Titel »Genesis« setzte er sich auf der TYPO Berlin 2011 mit den Ver&#228;nderungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-22320" title="genesis_simulation" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2012/02/genesis_simulation.jpg" alt="" width="500" height="282" /></p>
<p>Wahrscheinlich ist es das erste iBook im Selbstverlag, das von einem professionellen Gestalter mit der neuen Macintosh-Software <a href="http://itunes.apple.com/de/app/ibooks-author/id490152466?mt=12" target="_blank">iBooks Author</a> erstellt wurde, die Apple vor 2 Wochen vorgestellt hat … Der &#246;sterreichische Designer und mehrfache TYPO-Berlin-Sprecher <em><a href="http://www.hanzer.at" target="_blank">Markus Hanzer</a></em> hat es gestern ver&#246;ffentlicht. Unter dem Titel »Genesis« setzte er sich auf der <a href="http://www.typoberlin.de/2011/" target="_blank">TYPO Berlin 2011</a> mit den Ver&#228;nderungen in seinem Beruf auseinander. Der viel beachtete Vortrag lieferte nun den Inhalt f&#252;r sein <a href="http://itunes.apple.com/de/book/genesis/id499833466?mt=11" target="_blank">kostenloses e-Book, das im iTunes-Store</a> zum Download bereit liegt.</p>
<p><img class="zentriert" title="hanzer1" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2012/02/hanzer1.jpg" alt="" width="500" height="365" /></p>
<p>Das Buch beleuchtet die unterschiedlichen Vorstellungen, die sich im Laufe der Geschichte &#252;ber den Mensch als Gestalter entwickelt haben und fragt danach, welche dieser Ans&#228;tze noch von Bedeutung sind. In jedem Diskurs &#252;ber Gestaltung taucht fr&#252;her oder sp&#228;ter die Frage auf : Wer hat die Z&#252;gel in der Hand? Wer hat die Welt in ihrer uns erfahrbaren Form geschaffen? Ist das Werk gelungen? In welchem Rahmen sind Ver&#228;nderungen denkbar und wer hat das Recht ein Urteil zu f&#228;llen?</p>
<p>Je mehr Gestaltungsarbeit sich von traditioneller Handarbeit entfernt, indem wir mit Programmen und vorgefertigten Templates und Designelementen von der Stange arbeiten, desto komplexer wird die Rechtslage, die uns vorgibt, wie weit unsere Handlungsspielr&#228;ume noch reichen, welche Rechte den so genannten Urhebern einger&#228;umt werden, wer, was als sein geistiges Eigentum bezeichnen darf, und somit auch, welche Schranken und Grenzen der Gestaltung gesetzt werden. Wer hat das Recht die Welt umzugestalten und wer darf wann andere zur Kasse bitten, wenn diese vorgefundene Gestaltungselemente benutzen wollen?</p>
<p><img class="zentriert" title="hanzer3" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2012/02/hanzer3.jpg" alt="" width="500" height="365" /></p>
<p>Es zeigt sich, dass Gestaltung nach wie vor der gemeinschaftlichen Konstruktion eines Weltbilds dient. Beim Design werden zentrale Fragen verhandelt, zum Beispiel wie wir zu unserer Umwelt stehen, wie wir unser Zusammenleben ordnen und welchen Zielen wir unsere Lebensenergien widmen? Es geht gar nicht mehr darum, jeden denkbaren Raum mit Zeichen zu f&#252;llen, sondern einen Raum zu schaffen, in dem sich Zusammenleben entfalten kann. Oder wie die von Markus Hanzer zitierten <em>Hans-Joachim G&#246;gl</em> und <em>Josef Kittinger</em> meinen: »Ver&#228;nderung f&#252;hrt &#252;ber das Erlebnis der Alternative. Wandel ben&#246;tigt sinnlich erfahrbare Modelle anderer Realit&#228;ten; Prototypen einer anderen Wirklichkeit. Denn wir verwandeln uns in das, was wir betrachten, da die Energie der Wahrnehmung folgt. Wir sind somit verantwortlich f&#252;r unsere Aufmerksamkeit.«</p>
<p><img class="zentriert" title="hanzer4" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2012/02/hanzer4.png" alt="" width="500" height="365" /></p>
<p>Fazit: Das in den letzten Jahrzehnten gewachsene Heer an Gestalterinnen und Gestaltern wird dringend gebraucht, sollte es gelingen, dass jene die Hilfe suchen, diese auch finden.</p>
<p>Ich sprach mit Markus Hanzer &#252;ber die Produktion seines e-Books:</p>
<p><strong>Fontblog: Markus, wie hast Du das e-Book produziert?</strong></p>
<p><em>Hanzer: Ich habe die Datei mit iBooks Author generiert … und – um ehrlich zu sein – sogar eines der angebotenen Templates benutzt.</em></p>
<p><strong>Wie aufwendig war das f&#252;r dich?</strong></p>
<p><em>Nach dem ich mit Keynote sehr vertraut bin, bewege ich mich hier auf gewohntem Terrain. Unmittelbare Benutzung ohne jede Gebrauchsanweisung ist &#252;berhaupt kein Problem. Das Programm macht vielleicht Designer die sich prim&#228;r mit QuarkXPress und Indesign besch&#228;ftigen nicht sehr gl&#252;cklich, da Feinjustierungen in diesem Umfang nicht vorgesehen sind. Aber so schnell etwas ver&#246;ffentlichen zu k&#246;nnen, finde ich revolution&#228;r.</em></p>
<p><strong>Was kostet die Software?</strong></p>
<p><em>Das Programm ist kostenlos, der Vertrieb meines Buches &#252;ber den iTunes-Book-Store ebenso.</em></p>
<p><em><strong>Was hat Apple davon?</strong></em></p>
<p><em>Apple will damit jede Menge Publikationen in seinen Store sp&#252;len und damit auch den Verkauf des iPads voran treiben. Die M&#246;glichkeiten die das iPad bietet sind durchaus berauschend und wir stehen ja hier absolut noch in den Anfangstagen.</em></p>
<p><img class="zentriert" title="hanzer2" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2012/02/hanzer2.png" alt="" width="500" height="365" /></p>
<p><strong>Wo werden wir demn&#228;chst iBooks sehen?</strong></p>
<p><em>Vor allem im Bildungsbereich, in dem Apple auch m&#228;chtig Gas gibt, sehe ich einschneidende M&#246;glichkeiten Unterricht spannender, lebendiger, einpr&#228;gsamer und individueller zu machen.</em></p>
<p><strong>Brechen auch f&#252;r Autoren neue Zeiten an?</strong></p>
<p><em>Ob es f&#252;r Autoren auf diesem Weg leichter wird, ein Publikum zu finden, sei dahingestellt … Die Zeit wird es weisen.</em></p>
<p><em><strong>[Update:</strong> 2 weitere Fragen]</em></p>
<p><strong>Hat Apple Dein Buch gepr&#252;ft?</strong></p>
<p><em>Ich habe keine Ahnung ob Apple das Buch gepr&#252;ft hat. Sie haben mit mir in keiner Weise kommuniziert. Ich habe auch kein Best&#228;tigungsmail oder sonst ein, wie immer geartete Nachricht bekommen.</em></p>
<p><strong>Wie lange dauerte die Freigabe?</strong></p>
<p><em>Ein paar Stunden. Falls man bei Apple in die Datei schaut, was ich annehme, h&#228;ngt die Bearbeitung sicher davon ab, wie viele Uploads in einem bestimmten Zeitraum erfolgen.</em></p>
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		<title>Neue Volksbank-Spots setzen auf Geschriebenes</title>
		<link>http://www.fontblog.de/volksbank-werbung-setzt-wieder-auf-geschriebenes</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 10:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor genau zwei Jahren habe ich hier im Fontblog die  typografische »Was-uns-antreibt«-Printkampagne der Volksbanken Raiffeisenbanken vorgestellt: Schriften sind Schauspieler des geschriebenen Wortes. Auch die neuen Werbespots inszenieren den besonderen, auf die W&#252;nsche der Kunden und Mitglieder bezogenen Ansatz der genossenschaftlichen Banken, erneut mit dem geschriebenen Wort. Nachdem sich die Sch&#246;pfer der  erfolgreiche »Antriebskampagne« h&#228;ufiger mit Nachahmungen konfrontiert sahen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor genau zwei Jahren habe ich hier im Fontblog die  typografische »Was-uns-antreibt«-Printkampagne der <em>Volksbanken Raiffeisenbanken</em> vorgestellt: <a href="http://www.fontblog.de/schriften-sind-schauspieler-des-geschriebenen-wortes" target="_blank">Schriften sind Schauspieler des geschriebenen Wortes</a>. Auch die neuen Werbespots inszenieren den besonderen, auf die W&#252;nsche der Kunden und Mitglieder bezogenen Ansatz der genossenschaftlichen Banken, erneut mit dem geschriebenen Wort.</p>
<p>Nachdem sich die Sch&#246;pfer der  erfolgreiche »Antriebskampagne« h&#228;ufiger mit Nachahmungen konfrontiert sahen, musste freilich eine neue, eigenst&#228;ndige Stilistik gefunden werden, die in den Grundelementen mit der alten erkennbar verwandt ist. Nun baut die Kampagne nicht mehr auf fertige Satzschriften, sondern die W&#246;rter bilden sich aus Handschriften, Objekten, Stop-Motion-Blumenarrangements oder aus Gebasteltem. Die Spots werden ab heute in privaten und &#246;ffentlichen Sendern geschaltet.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/34652570?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=165da8" frameborder="0" width="500" height="281"></iframe></p>
<p>Auf der neuen <a href="http://www.was-uns-antreibt.de/" target="_blank">Was-uns-antreibt.de</a>-Homepage sind seit gestern alle sechs 30-Sekunden-Clips zu sehen, zum Beispiel der &#252;ber <em>Franz Donnerbauer</em>, Nutzfahrzeuge-Fan aus Leidenschaft. Mit dieser im R&#252;cken gr&#252;ndet der bayerische Gesch&#228;ftsmann ein Unternehmen und h&#228;ngte damit die Konkurrenz ab.</p>
<p>Ebenfalls sehenswert: Das Rentner-Ehepaar <em>Kurt und Gertrud St&#252;mer</em>. Nach 60 Ehejahren f&#252;hren sie einen am&#252;santen Dialog &#252;ber ihr Alter. Sie wollen in die »Villa Emma« ziehen, ein generationen&#252;bergreifendes Wohnprojekt in Bonn, und daf&#252;r verkaufen sie ihr Haus:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/34652862?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=165da8" frameborder="0" width="500" height="281"></iframe></p>
<p>Agentur: <a href="http://www.heimat-berlin.com/" target="_blank">Heimat</a>, Berlin<br />
Produktion: <a href="http://triggerhappyproductions.com/" target="_blank">Trigger happy production</a>, Berlin<br />
K&#252;nstlerische Leitung: <a href="http://www.helloiamjohankramer.com/" target="_blank">Johann Kramer</a>  (er stellte auch als Kurator die Arbeiten der einzelnen K&#252;nstler zusammen, die Inszenierungsideen f&#252;r die verschiedenen Spots wie Lotte, Donnerbauer, Netter oder St&#252;rmer lieferten)</p>
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		<title>Mein Nachtrag zum Typotag M&#252;nchen</title>
		<link>http://www.fontblog.de/mein-nachtrag-zum-typotag-munchen</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 12:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag, auf dem Typotag in M&#252;nchen, hatte ich die Ehre, unsere FontBook-App einem ausgesprochen aufgeschlossenen Publikum vorzustellen. Schon vor dem Betreten der B&#252;hne war mir klar, dass die Ouvert&#252;re meiner Pr&#228;sentation unpassend konzipiert war. Ich hatte mir eine Strategie zurechtgelegt, mit der ich bibliophile Besucher auf »The End of Print« einstimmen wollte. Das war gar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="zentriert" title="typotag_screen" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/typotag_screen.gif" alt="" width="500" height="365" /></p>
<p>Am Freitag, auf dem <a href="http://www.typotag.de/" target="_blank">Typotag</a> in M&#252;nchen, hatte ich die Ehre, unsere <a href="http://itunes.apple.com/de/app//id448250130?mt=8" target="_blank">FontBook-App</a> einem ausgesprochen aufgeschlossenen Publikum vorzustellen. Schon vor dem Betreten der B&#252;hne war mir klar, dass die Ouvert&#252;re meiner Pr&#228;sentation unpassend konzipiert war. Ich hatte mir eine Strategie zurechtgelegt, mit der ich bibliophile Besucher auf »The End of Print« einstimmen wollte. Das war gar nicht n&#246;tig, wie mir eine Besucherin sp&#228;ter auch best&#228;tigte: »Das gedruckte FontBook ist mir schon lange viel zu unhandlich … es steht nur bei mir im Regal herum«.<span id="more-20949"></span></p>
<p><img class="zentriert" title="J&#252;rgen Siebert, im Hintergrund Indra Kupferschmid" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/typotag_1.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p>Vielen Dank an <em>Michael Bundscherer</em>, der mir die hier gezeigten Fotos zur Verf&#252;gung gestellt hat (<a href="http://www.flickr.com/photos/bundscherer/sets/72157628088415811/" target="_blank">mehr davon auf Flickr</a>). Danke auch noch mal an die Typotag-Technik, die es mir m&#246;glich machte, meine Pr&#228;sentation (mobile <em>Keynote</em>) und die Demonstration der FontBook-App nahtlos vom iPad aus durchzuf&#252;hren. Oben stelle ich das Team hinter der App vor, darunter <em>Indra Kupferschmid,</em> die an der Verfeinerung der Klassifikation mitgewirkt hat.</p>
<p><img class="zentriert" title="FontBook App Demo" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/demo.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p>W&#228;hrend der Demonstration des FontBooks sp&#252;rte ich an der Reaktionen des Publikum, das es die &#220;berlegenheit der App gegen&#252;ber einem gedruckten Enzyklop&#228;die sofort akzeptierte. Hier bl&#228;ttere ich durch den Zeichenvorrat einer chinesischen Schrift, deren 16.077 Glyphen sich allesamt in der FontBook-App anzeigen lassen … wenn es die Zeit erlaubt. Bei der Auswahl dieser Schrift half mir Dan Reynolds sachkundig: Da erst eine sp&#228;tere Version der App die Suche nach Fremdsprachen erlaubt, musste ich den asiatischen Font &#252;ber den Herstellernamen finden, der mir partout nicht einfiel: Dynacomware.</p>
<p><img class="zentriert" title="purpose" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/purpose.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p>Am Ende stellte ich neue Funktionen vor, die noch vor Jahresende in einer Version 1.1 erscheinen sollen. Hier im Bild: der <strong><em>Purpose</em></strong>-Button, &#252;ber den sich bald Schriften nach Anwendungszweck finden lassen.</p>
<p><img class="zentriert" title="Boris Kochan und J&#252;rgen Siebert" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/boris_juergen.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p>Weil es viel mehr zu zeigen gab, als die Zeit zulie&#223;, verga&#223; ich am Ende wichtige Informationen mitzuteilen … zum Beispiel den Preis der FontBook-App. Eine Zuh&#246;rerin erinnerte mich daran: »Und was kostet das jetzt alles?« Ich freute mich innerlich &#252;ber diese Formulierung, aus der ich ein »bestimmt nicht billig« herauslas. Ich ging also noch mal auf die B&#252;hne und verk&#252;ndete stolz: »5 Euro«, was mit einem fetten Schlussapplaus quittiert wurde.</p>
<p>Ich verga&#223; auch, am Ende meiner Pr&#228;sentation noch etwas Farbe ins Spiel zu bringen. Beim Vergleichen von Schriften helfen verschiedenfarbige Hintergrundfolien bei der Beurteilung der Wirkung und der Stabilit&#228;t einer Schrift. Die Abbildung ganz oben zeigt die Schriften Bodoni Classic (Gerd Wiescher), Monotype Bodoni und URW Bodoni im Vergleich auf verschiedenen Farben.</p>
<p>Abschlie&#223;end noch mal mein Dank an <em>Boris Kochan</em> (oben links im Bild) f&#252;r den angenehmen Typotag und den darauffolgenden Webfontday, dem ich ebenfalls mit gro&#223;em Interesse beiwohnte.</p>
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		<title>Erster, Erster, … Weihnachtskartenkritik 2011</title>
		<link>http://www.fontblog.de/erster-erster-weihnachtskartenkritik-2011</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 08:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie liegt vier Jahre zur&#252;ck, doch noch immer erinnern sich viele Fontblog-Leser an meine Weihnachtskartenkritik von 2007. In den letzten Jahren merkte ich das an beigelegten Zetteln zur Jahresendpost, auf denen teils um Gnade oder ausdr&#252;cklich um eine Kritik hier im Blog gebeten wurde. Ich bin noch nicht sicher, ob ich dieses Jahr – nach langer Pause – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-20905" title="erstererster" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/erstererster.jpg" alt="" width="500" height="315" /></p>
<p>Sie liegt vier Jahre zur&#252;ck, doch noch immer erinnern sich viele Fontblog-Leser an meine Weihnachtskartenkritik von 2007. In den letzten Jahren merkte ich das an beigelegten Zetteln zur Jahresendpost, auf denen teils um Gnade oder ausdr&#252;cklich um eine Kritik hier im Blog gebeten wurde. Ich bin noch nicht sicher, ob ich dieses Jahr – nach langer Pause – erneut die Gunst der Stunde ergreife, und die (ausschlie&#223;lich berufliche) Weihnachts- und Neujahrspost &#246;ffentlich zur Schau stelle.</p>
<p>Vor 4 Jahren hatte ich meine Aktion bereits im Sommer angek&#252;ndigt, so dass es ausreichend Vorlauf gab, um <a href="http://www.fontblog.de/die-10-peinlichsten-weihnachtsgrussfehler" target="_blank">die 10 peinlichsten Weihnachtsgru&#223;fehler</a> zu vermeiden. Trotzdem <a href="http://www.fontblog.de/page/2?s=wkk">tappten viele in die alten Fallen …</a> F&#252;r eine Vorwarnung ist es nun zu sp&#228;t, also mache ich es von meinem Feingef&#252;hl bzw. einer Ansage abh&#228;ngig: Wer Kritik w&#252;nscht, bekommt sie.</p>
<p>So wie <a href="http://filter-design.de/">Stefan</a> aus K&#246;ln. Seine Post erreichte mich am vergangenen Freitag und erf&#252;llte damit das selbst gesteckte Ziel: Es war der erste Gru&#223; zum neuen Jahr. W&#246;rtlich schreibt Stefan »Lieber J&#252;rgen, ich hoffe, ich bin tats&#228;chlich diesmal der erste, der dir ein frohes neues Jahr w&#252;nscht. Ich warte schon wieder gespannt auf die diesj&#228;hrige Bilanz der Weihnachtsaussendungsauswertung.«</p>
<p>Stefans Post besteht aus einer Ansichtskarte mit dem Motto »Erster! Erster.« Das Thema ist Programm, und zwar im doppelten Sinn: Stefan will Erster sein und er gr&#252;&#223;t zum 1. 1. Aus diesem Grund enth&#228;lt die beiliegende Musik-CD auch nur 1 Song mit genau diesem Titel »Erster Erster«, komponiert, getextet und vorgetragen von unserer Lieblingsband <a href="http://www.erdmoebel.de/">Erdm&#246;bel</a>, entnommen dem Album »Krokus«, erschienen 2010 (<a href="http://itunes.apple.com/de/album/krokus/id391720867" target="_blank">iTunes-Link</a>).</p>
<p><strong>Urteil:</strong> Prima gemacht, Stefan. Ich bin sicher, dass du die Rechte f&#252;r das Brennen der CD(s) gekl&#228;rt hast … die Gestaltung ist ordentlich, das Thema perfekt getroffen, Mission erf&#252;llt, Schulnote <strong>2+</strong>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine deutsche Geschichte, zum 9. Nov [Update]</title>
		<link>http://www.fontblog.de/eine-deutsche-geschichte-zum-9-november</link>
		<comments>http://www.fontblog.de/eine-deutsche-geschichte-zum-9-november#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 12:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=20778</guid>
		<description><![CDATA[[To all english speaking Fontblog readers: My colleague Steven Heller has just published the same story here …] Im vergangenen Jahr wies ich im Fontblog auf die Plakate von Blotto Design hin, auf denen historische Werke der Weltliteratur in 3,2 Punkt gesetzt sind: Weltliteratur, auf einem einzigen Blatt Papier. In der aktuellen PAGE gibt es die Fortsetzunggeschichte zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/BildZettel_gross.jpg" rel="lightbox[20778]"><img class="zentriert" title="Handzettel" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/handzettel.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>[To all english speaking Fontblog readers: My colleague Steven Heller has just published <a href="http://imprint.printmag.com/daily-heller/penitentiary-notes/" target="_blank">the same story here …</a>]</p>
<p>Im vergangenen Jahr wies ich im Fontblog auf die Plakate von <em>Blotto Design</em> hin, auf denen historische Werke der Weltliteratur in 3,2 Punkt gesetzt sind: <a href="http://www.fontblog.de/weltliteratur-auf-einem-einzigen-blatt-papier" target="_blank">Weltliteratur, auf einem einzigen Blatt Papier</a>. In der <a href="http://www.page-online.de/heft/einzelheft/2011/12" target="_blank">aktuellen PAGE</a> gibt es die Fortsetzunggeschichte zu der Poster-Literatur mit Namen <a href="http://www.all-the-worlds-a-page.com/" target="_blank">All The World’s A Page</a>.</p>
<p>Vor einigen Wochen erinnerte sich <em>Thilo von Debschitz</em>, TYPO-Sprecher und Koautor des Buchs <a href="http://www.fritz-kahn.com/" target="_blank">Fritz Kahn: Maschine Mensch</a>, an das Mikroschrift-Projekt, weil ihm »ein St&#252;ck deutscher Geschichte in die H&#228;nde gefallen« war, genauer gesagt handelt es sich um sieben Zettelchen. Sie lagerten im Haus eines Bekannten, von dem er nur wusste, dass er mit seiner Familie einst einen missgl&#252;ckten Fluchtversuch aus der DDR unternommen hatte. »Irgendwann konnte ich meine Neugier nicht z&#252;geln und fragte nach den Umst&#228;nden der Flucht. Nachdem er mir seine lange, bewegende Geschichte erz&#228;hlt und (f&#252;r mich erstmalige) Einblicke in eine Stasi-Akte gew&#228;hrt hatte, holte er eine kleine Kartonbox hervor. Darin befanden sich sieben kleine Zettel, beschrieben mit mikroskopisch kleiner Handschrift. Ich habe es ausgemessen – die Schriftgr&#246;&#223;e betr&#228;gt 4 Punkt.« schreibt Thilo von Debschitz.</p>
<p><span id="more-20778"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-20800" title="Die Geschichte einer Flucht auf Zigarettenpapier niedergeschrieben" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/zellelchen.jpg" alt="" width="500" height="373" /></p>
<p>F&#252;r ihn als Gestalter und Typomanen verdichte diese kleine Schrift auf engstem Raum das gro&#223;e, gewaltige Unrecht des DDR-Regimes. Daher werde er den Moment, an dem er die Zettel zum ersten Mal in H&#228;nden hielt und den Grund f&#252;r ihre Existenz erfuhr, sicherlich nicht mehr vergessen. »Die Erz&#228;hlung dieses Abends habe ich direkt als Geschichte aufgeschrieben, bislang aber nicht gewusst, was ich damit machen will. Vielleicht entsteht daraus ein Eintrag in deinem Fontblog am 9. November 2011, dem Tag des Mauerfalls?«</p>
<p>Genau das m&#246;chte ich heute tun, gemeinsam mit einem gro&#223;en Kollegen in den USA, Steven Heller. In seinem Blog <a href="http://imprint.printmag.com/daily-heller/" target="_blank">The Daily Heller</a> wird er die Fluchtgeschichte nachher in englischer Sprache ver&#246;ffentlichen. Die Namen der Titelhelden sind nicht anonymisiert: »Sie sahen dazu keine Veranlassung. Meine Geschichte haben sie gelesen und autorisiert, eine Ver&#246;ffentlichung in irgendeinem Medium f&#228;nden sie prima.«</p>
<p>Die Aufmacherabbildung stammt von Debschitz’ Kollegin <em>Tanja Nitzke</em>. Das gesamte Team des Wiesbadener <a href="http://www.q-gmbh.de/">Designb&#252;ros Q</a> starrte v&#246;llig ungl&#228;ubig auf die Zettelchen, nachdem Thilo von Debschitz beim Morgenmeeting die Box ge&#246;ffnet hatte. »Sie konnten nicht glauben, wie akkurat hier geschrieben wurde. Und nachdem ich die Geschichte zu den Zetteln erz&#228;hlt hatte, blieb es in unserem Atelier sehr lange sehr ruhig …«</p>
<p>Wer sich die Geschichte zum Lesen ausdrucken m&#246;chte, lade das ganz unten abgebildete PDF …</p>
<p style="text-align: center;">* * *</p>
<h2 style="text-align: left;">Haftnotizen</h2>
<p style="text-align: left;"><em>festgehalten von Thilo von Debschitz</em></p>
<p style="text-align: left;">Am 20. Dezember 1975 ist es endlich soweit.</p>
<p>„Den Mund ganz weit aufrei&#223;en!“, sch&#228;rft Hartmut Winkelmann seinen Kindern ein. „Dann h&#246;rt man euren Atem nicht. Und das kann entscheidend sein, wenn sie den Innenraum kontrollieren!“ Dann steigt der Fleetmarker Zahnarzt mit seiner achtj&#228;hrigen Tochter in das enge Versteck, die Sitzbank eines zum Wohnmobil umgebauten VW-Busses. Seine Frau nimmt den f&#252;nfj&#228;hrigen Sohn und kauert sich mit ihm unter die Bank auf der gegen&#252;berliegenden Seite. Der Fluchthelfer klappt die Sitzpolster um und startet den Wagen. Ziel ist der DDR-Grenz&#252;bergang Drewitz. Was die Familie nicht ahnt: Die Schlepperorganisation steht schon seit einiger Zeit unter Beobachtung.</p>
<p>An der Grenze kommt der Bus zum Stehen. Erstarrt lauscht die Familie nach dem, was da drau&#223;en besprochen wird. Aber au&#223;er Hundegebell kann man nichts h&#246;ren. Dann f&#228;hrt der Wagen langsam wieder an. Er beschreibt leichte Kurven. Wir passieren die Grenzkontrolle, jubelt Hartmut Winkelmann innerlich, wir schaffen es! Das viele Geld an die Fluchthilfeorganisation hat sich gelohnt, nun werden wir dem Freund Andreas in den Westen folgen!</p>
<p>Pl&#246;tzlich stoppt der Bus. Die T&#252;r des Wagens wird ge&#246;ffnet, ein schmaler Lichtspalt f&#228;llt durch die Ritzen des Verstecks. Dann werden die B&#228;nke hochgeklappt, die Winkelmanns blicken in Gewehrl&#228;ufe und das Licht heller Taschenlampen, eine Stimme ruft: „Alle aussteigen, die Fahrt ist zu Ende!“ Der Bus steht in einer verschlossenen Garage; um das Auto haben sich mehrere Uniformierte mit Maschinenpistolen aufgebaut.</p>
<p>Die Familie wird sofort getrennt. Die ver&#228;ngstigten Geschwister bringt man in zwei Heime f&#252;r schwer erziehbare Kinder im Grenzbereich Sacrow. Sp&#228;ter werden sie dort von Oma und Opa abgeholt, die nun f&#252;r sie sorgen. Als Republikfl&#252;chtlinge landen die Eltern zun&#228;chst in der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums f&#252;r Staatssicherheit in Potsdam. Hartmut Winkelmann wird dort vierzehn Stunden lang ohne Pause verh&#246;rt. Am 22. Dezember 1975, ihrem Hochzeitstag, &#252;berf&#252;hrt man das Paar in die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums f&#252;r Staatssicherheit in Magdeburg. Die Verh&#246;re gehen &#252;ber Monate weiter. Auf ihre verzweifelte Frage, was mit den Kindern geschehen ist, erhalten die Winkelmanns lange keine Antwort. Schlimmer noch: Gudrun Winkelmanns Zelle liegt direkt neben einer Schule. Zu den Pausen &#246;ffnet der Vernehmer das Fenster, so dass die Stimmen spielender Kinder zu h&#246;ren sind. Man bietet ihr an, dass sie noch am selben Abend Tochter und Sohn in die Arme schlie&#223;en kann; sie m&#252;sse sich lediglich von ihrem Mann scheiden und verpflichten, die DDR niemals zu verlassen. Damit bricht man der Kinderg&#228;rtnerin das Herz, aber nicht ihren Willen: Gudrun Winkelmann lehnt ab, sie bleibt in Haft.</p>
<div>
<p>Nach neun Monaten sieht sich das Ehepaar zum ersten Mal bei einem Gespr&#228;chstermin wieder, um sich auf die bevorstehende Gerichtsverhandlung vorzubereiten. Am 5. November 1976, elf Monate nach dem Fluchtversuch, wird den Winkelmanns wegen <em>ungesetzlichen Verlassens der DDR</em> vor dem Bezirksgericht Magdeburg der Prozess gemacht. Das Strafma&#223; von sieben Jahren Haft f&#252;r Hartmut Winkelmann und vier Jahren f&#252;r seine Frau wird im Berufungsverfahren vor dem Obersten Gericht am 17. Dezember auf f&#252;nf bzw. dreieinhalb Jahre reduziert.</p>
<p>Gudrun Winkelmann verb&#252;&#223;t ihre Strafe gemeinsam mit M&#246;rderinnen und Einbrecherinnen im ber&#252;chtigten Frauengef&#228;ngnis Hoheneck; die klaustrophobisch veranlagte Frau leidet besonders unter der Enge in ihrer Zelle. Ihr Mann wird in die zun&#228;chst in die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums des Innern in Magdeburg, dann in die Strafvollzugsanstalt Brandenburg verbracht. Einem Aufseher soll Hartmut Winkelmann Spickzettel f&#252;r die Fahrpr&#252;fung anfertigen, das bringt ihn auf eine Idee: Als H&#228;ftlingszahnarzt schreibt er in seiner Praxiszelle unbeobachtet seine Geschichte auf, damit Freunde und Verwandte in Dresden alles &#252;ber die missgl&#252;ckte Flucht und die Haftumst&#228;nde erfahren. Die bei seiner T&#228;tigkeit als Arzt erworbenen F&#228;higkeiten f&#252;r Detailarbeit kommen ihm dabei zugute. Mit einem angespitzten Bleistift zeichnet Winkelmann winzige Buchstaben – rechnerisch 4 Punkt – auf sieben kleine, durchnummerierte Zigarettenbl&#228;ttchen. Er faltet sie zu einem Paket von zwei mal einem Zentimeter zusammen, nicht viel gr&#246;&#223;er als ein Pfefferminzdragee, und umh&#252;llt es mit Alufolie.</p>
<p>Kurze Zeit sp&#228;ter k&#252;ndigt sich Besuch an: Winkelmann wird in der Haft von seiner Stiefschwester Sofie besucht. Er wickelt das angefeuchtete Kaugummi um das Zettelp&#228;ckchen und steckt ihn in den Mund. Vor dem Besuchsraum wird sein gesamter K&#246;rper gefilzt, doch ein Kaugummi ist unverd&#228;chtig. Sofie betritt den Besuchsraum, Hartmut Winkelmann holt mit einer kurzen Bewegung den Kaugummi heraus und dr&#252;ckt ihn Sofie mit bedeutungsvollem Blick in die Hand. Die Stiefschwester erfasst die Situation und schiebt sich das P&#228;ckchen beil&#228;ufig in den Mund. So finden die eng beschriebenen Zettel unbeschadet ihren Weg aus dem Gef&#228;ngnis und zu ihrem Bestimmungsort.</p>
<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/Haftnotizen.pdf" target="_blank"><img class="rechts" title="Haftnotizen_1S" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/Haftnotizen_1S.jpg" alt="" width="255" height="360" /></a>Weil im Regelfall nicht die gesamte Strafzeit verb&#252;&#223;t werden musste, wird Gudrun Winkelmann am 4. Oktober 1977 in den Westen abgeschoben. Am 10. Februar 1978 folgt ihr Mann. Erst dann l&#228;sst man auch die Kinder die Grenze passieren. Am 25. Februar schlie&#223;en sich Kinder und Eltern nach &#252;ber drei Jahren erzwungener Trennung wieder in die Arme und starten als Familie einen v&#246;lligen Neuanfang.</p>
<p>Kopien aus ihrer Stasi-Akte heben die Winkelmanns, die heute in der N&#228;he von Frankfurt am Main leben, in einem Ringordner auf. Die sieben kleinen Zettel befinden sich in einer Pappschachtel, die mit gr&#252;nem Seidenpapier ausgeschlagen ist.</p>
<p>Dass viele derjenigen, die ihre Familie zerst&#246;ren wollten, daf&#252;r nicht bestraft wurden, ertr&#228;gt das Paar mit bewundernswerter Haltung. Aber wenn Gudrun Winkelmann an den Augenblick denkt, an dem man ihr die Kinder nahm, steigt in ihr die Wut auf: „In diesem Moment h&#228;tte ich mir eine Maschinenpistole schnappen und alle umbringen k&#246;nnen!“</p>
</div>
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		<title>Gestaltung des Hybridmediums TagesWoche</title>
		<link>http://www.fontblog.de/gestaltung-des-hybridmediums-tageswoche</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 14:27:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[»Schneller und n&#228;her am Leser« … das m&#246;chte die gerade lancierte TagesWoche aus Basel sein. Die Berliner Designer Matthias Last und Manuel B&#252;rger erarbeiteten in Zusammenarbeit mit der Schweizer Redaktion ein Nachrichtenkonzept der neuen Generation, ein Hybridmedium, das t&#228;gliche Nachrichten im Netz und w&#246;chentlich ausf&#252;hrliche Hintergrundberichte auf Papier herausbringt. Dabei setzten die Gestalter auf eine starke CI, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="zentriert" title="TAGESWOCHE_43" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/TAGESWOCHE_43.jpg" alt="" width="500" height="694" /><br />
»Schneller und n&#228;her am Leser« … das m&#246;chte die gerade lancierte <a href="http://www.tageswoche.ch/">TagesWoche</a> aus Basel sein. Die Berliner Designer <em>Matthias Last</em> und <em>Manuel B&#252;rger</em> erarbeiteten in Zusammenarbeit mit der Schweizer Redaktion ein Nachrichtenkonzept der neuen Generation, ein Hybridmedium, das t&#228;gliche Nachrichten im Netz und w&#246;chentlich ausf&#252;hrliche Hintergrundberichte auf Papier herausbringt. Dabei setzten die Gestalter auf eine starke CI, die der Marke auf den Kan&#228;len Online, Print und Mobile einen klaren Wiedererkennungswert gibt. Mit der Verkn&#252;pfung der Kan&#228;le und vor allem einer starken Einbindung der Online-Community wird eine crossmediale Dichte erreicht.</p>
<p>Ich hatte vorhin die Gelegenheit, mehr &#252;ber das Projekt zu erfahren …</p>
<p><a href="http://www.tageswoche.ch/" target="_blank"><img class="zentriert" title="tags_website" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/tags_website.jpg" alt="" width="500" height="405" /></a></p>
<p><em><strong>Fontblog:</strong> Welche speziellen Anforderungen ans Design ergaben sich bei der TagesWoche? </em></p>
<p><strong><em>Matthias Last:</em></strong> Die Anforderungen an das Design waren: Ein modulares, visuelles System bereit zu stellen, dass von einer kleinen Redaktion (30 K&#246;pfe) schnell und praktikabel eingesetzt werden kann. Das Layout musste dynamisch sein, um verschiedenste Themen aufzufangen und Rhythmus in der mit 56 Seiten kalkulierten Zeitung zu erzeugen. Die visuelle Identit&#228;t und Repr&#228;sentation von Zeitung und Website sollte hoch sein, das hei&#223;t beide Medien sollen aus einem Guss kommen … was meines Wissens die wenigsten Zeitungen im Moment leisten.</p>
<p><em>Grundschrift ist die allgegenw&#228;rtige Georgia … wie l&#228;sst sich mit ihr Unverwechselbarkeit sicherstellen?</em></p>
<p>Matthias Last: Ja, das angefertigte visuelle System zeichnet sich vor allem durch die limitierte Schriftwahl aus. Als Grundschrift wurde sowohl f&#252;r Web als auch Print die Georgia gew&#228;hlt. Identi&#228;tsbildend ist aber die Kombination von Georgia und Founders Grotesk, einer Schrift von Kris Sowersby (Klim Type Foundry). Die Founders Grotesk vermittelt – neben ihrer seri&#246;sen Ausstrahlung – eine gewisse junge Haltung, was man in etwas »schr&#228;gen« und »handgemachten« Details sieht. Das Logo der TagesWoche ist mit der Founders Grotesk gesetzt und hat die markante gr&#252;ne Unterstreichung, welches auf die starke Einbindung der Community verweist: Jeder User der Website ist ebenfalls gr&#252;n unterstrichen.</p>
<p><em>Warum haben Sie sich f&#252;r das selten in Zeitungen eingesetzte Gr&#252;n entschieden.<br />
</em><br />
Matthias Last: Die Farbe Gr&#252;n steht f&#252;r das engagierte Verhalten der Zeitung. Dabei wurden f&#252;r Web und Print verschieden Gr&#252;nt&#246;ne gew&#228;hlt, um jeweils das eindrucksvollste Ergebnis zu erzielen, eine mutige, aber dennoch moderne und zeitgem&#228;&#223;e Art, eine (Un)corporate zu betreiben.</p>
<p><em>Welche Rolle spielt das gr&#252;ne Dreieck?<br />
</em><br />
Matthias Last: Es ist ein weiteres wichtiges Merkmal der TagesWoche und eine wichtige Komponente des visuellen Systems. Das Dreieck steht f&#252;r Einmischen und Anecken und symbolisiert die aktive Teilnahme der Leser/User an der Zeitung. Die visuelle Verbindung von Print und Web der TagesWoche sind durch solche reduzierten und markanten Merkmale der CI gew&#228;hrleistet.</p>
<p><em>Zeitung und Website machen einen sehr flexiblen Eindruck …<br />
</em><br />
Matthias Last: Das Layout der Zeitung besteht aus wenigen simplen Bausteinen, die je nach Artikel zusammengesetzt werden k&#246;nnen. Mit wenigen Mitteln und der Komposition von Bild und Text k&#246;nnen so die Artikel abwechslungsreich gestaltet werden. Die TagesWoche verf&#252;gt zus&#228;tzlich &#252;ber 2 Flie&#223;textgr&#246;&#223;en um dem Leser Abwechslung und Entspannung zu bieten.</p>
<p><em>Vielen Dank f&#252;r die Informationen.</em></p>
<p><strong>Weitere Beispielseiten</strong> auf <a href="http://matthiaslast.com/" target="_blank">matthiaslast.com</a> und nat&#252;rlich bei <a href="http://www.tageswoche.ch" target="_blank">www.tageswoche.ch</a></p>
<p><img class="zentriert" title="Agenda" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/11/Agenda.jpg" alt="" width="500" height="351" /></p>
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		<item>
		<title>InDesign: Weicher Umbruch, weiche Trennung</title>
		<link>http://www.fontblog.de/indesign-weicher-umbruch-weiche-trennung</link>
		<comments>http://www.fontblog.de/indesign-weicher-umbruch-weiche-trennung#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 10:49:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute morgen schrieb mir Stefan Brunner: »Fontblog begleitete mich durch mein Studium als Kommunikationsgestalter und hat mich stets zur L&#246;sung von Problemen angeregt. Nun, da ich mein Studium beendet habe, stehe ich wieder mal vor einer Herausforderung, f&#252;r die ich, trotz intensiver Recherche, noch keine Antwort gefunden habe. Es geht um weiche Umbr&#252;che und Trennung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen schrieb mir <em>Stefan Brunner</em>: »Fontblog begleitete mich durch mein Studium als Kommunikationsgestalter und hat mich stets zur L&#246;sung von Problemen angeregt. Nun, da ich mein Studium beendet habe, stehe ich wieder mal vor einer Herausforderung, f&#252;r die ich, trotz intensiver Recherche, noch keine Antwort gefunden habe. Es geht um weiche Umbr&#252;che und Trennung im InDesign.</p>
<p>Flattersatz ist ja nicht gleich Flattersatz. Ein wirklich guter Satz kostet viel Zeit und Leidenschaft, da ist es umso &#228;rgerlicher, wenn man Anpassungen vornimmt, die bei weiteren &#196;nderungen nicht ber&#252;cksichtigt werden. Angenommen ich habe folgenden Absatz (ein beliebiges Beispiel):</p>
<p><img class="links" title="absatz_1" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/10/absatz_1.jpg" alt="" width="483" height="163" /></p>
<p>So gef&#228;llt er mir allerdings besser:</p>
<p><img class="links" title="absatz_2" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/10/absatz_2.jpg" alt="" width="483" height="163" /></p>
<p>Hei&#223;t also, ich muss das »soll« mit Hilfe eines harten Umbruchs in die n&#228;chste Zeile bringen und dort bleibt es auch, egal ob der Text oben noch k&#252;rzer wird oder nicht. &#196;hnlich verh&#228;lt es sich bei Trennungen. Passt ein Wort definitiv in die Zeile, kann ich es nur umbrechen, indem ich einen Bindestrich einf&#252;ge und wiederum hart umbreche. Besonders &#228;rgerlich, da, sofern das Wort wieder in die Zeile hoch rutscht, der Trennstrich im Wort bleibt.</p>
<p>Nun gibt es bestimmt M&#246;glichkeiten, das irgendwie hinzutricksen, beispielsweise durch gesch&#252;tzte Leerzeichen, durch gesch&#252;tzte oder bedingte Trennstriche, aber wirklich sauber ist das auch nicht und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so eine grundlegende Funktion in InDesign nicht vorhanden sein soll. Bisher konnte man mir lediglich sagen, dass dies alles im Quark und Freehand wohl kein Problem sei, aber wie das im InDesign funktioniert, bleibt mir unklar.«</p>
<p>Vielleicht kennen einer der Fontblog-Leser eine einfache, praktische Methode. &#220;ber eine Antwort w&#252;rden wir uns sehr freuen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Adidas Laces: Orientierungssystem, Interior Design</title>
		<link>http://www.fontblog.de/adidas-laces-orientierungssystem-interior-design</link>
		<comments>http://www.fontblog.de/adidas-laces-orientierungssystem-interior-design#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 08:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=20093</guid>
		<description><![CDATA[Bewegte Buchstaben, schwingende Schrift Text: B&#252;ro Uebele und Zieglerb&#252;rg, Fotos:  Werner Huthmacher, Christian Richters Die englische Bezeichnung »laces« (Schn&#252;rsenkel oder Spitzen) bildet die Metapher f&#252;r die gebaute Kommunikation eines weltweit agierenden Unternehmens, das in der Entwicklung von Sportartikeln und Sportmode f&#252;hrend ist. Das Wesen des Sports ist Bewegung, und sie bestimmt auch die grafische Sprache, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_1_gross.png" rel="lightbox[20093]"><img class="aligncenter size-full wp-image-20096" title="adidas_1_klein" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_1_klein.png" alt="" width="500" height="323" /></a></p>
<p><strong>Bewegte Buchstaben, schwingende Schrift<br />
</strong>Text: B&#252;ro Uebele und Zieglerb&#252;rg, Fotos:  Werner Huthmacher, Christian Richters</p>
<p><strong></strong>Die englische Bezeichnung »laces« (Schn&#252;rsenkel oder Spitzen) bildet die Metapher f&#252;r die gebaute Kommunikation eines weltweit agierenden Unternehmens, das in der Entwicklung von Sportartikeln und Sportmode f&#252;hrend ist. Das Wesen des Sports ist Bewegung, und sie bestimmt auch die grafische Sprache, bewegte Typografie durchzieht das neue <em>Adidas Design Center</em> (Architektur: kadawittfeldarchitektur). Sie zeigt sich selbst in der Schrift des Orientierungssystems: leicht und schnell schwingt sie sich &#252;ber W&#228;nde und Gel&#228;nder, vibrierend ver&#228;ndert sie ihre Form.</p>
<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_3a_gross.jpg" rel="lightbox[20093]"><img class="aligncenter size-full wp-image-20097" title="adidas_3a_klein" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_3a_klein.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Worte bezeichnen Orte, werden zu Farbfl&#228;chen, Reliefs und Skulpturen. Laces ist der Entwicklung und dem Design gewidmet. Es ist ein sachlicher Ort in Schwarz und Wei&#223;, der den Mitarbeitern einen neutralen Raum f&#252;r die bunten Produkte bietet. In den Besprechungszonen der oberen Etagen ist die wei&#223;e Schrift, scheinbar mitten in der Bewegung, zu einem Wandrelief erstarrt. Auf den Glasbr&#252;stungen der Stege, die das Innere des Geb&#228;udes durchziehen, wirken die Buchstaben wie aus einem hauchd&#252;nnen, durchsichtigen Vlies ausgestanzt. Die Konturen bestehen aus hochspiegelnder Folie und erzeugen so ein flirrendes Bild. An besonderen Orten verdichten sich die Schriftzeichen zu abstrakten Fl&#228;chen oder bilden Paravent, Empfangstresen und Mitarbeitereingang. In den Untergeschossen werden die reliefartig wirkenden Wandbilder der Besprechungszonen, die Namen diverser Unternehmensprodukte tragen und den R&#228;umen ihre unverwechselbare Identit&#228;t geben, in zweidimensionalen Farbkl&#228;ngen ausgebildet. Zus&#228;tzlich werden W&#228;nde, die der Orientierung dienen, durch die Farben Blau, Rot, Gelb, Gr&#252;n und Schwarz markiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-20098" title="adidas_2a" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_2a.jpg" alt="" width="500" height="750" /></p>
<p><strong>Orientierungssystem</strong></p>
<p><strong></strong>Das Haus bildet eine r&#228;umliche Schleife. Freischwebende Stege &#252;berspannen ein Atrium und schn&#252;ren den Bauk&#246;rper, &#228;hnlich den Schn&#252;rsenkeln eines Sportschuhs, zusammen. Sie verbinden die einzelnen Abteilungen des Geb&#228;udekomplexes und sorgen so f&#252;r kurze Wege und vermeiden st&#246;renden Verkehr in den B&#252;ros. Das Orientierungssystem unterst&#252;tzt diesen Gedanken, indem es an Knotenpunkten &#252;ber die Lage der Geb&#228;udeteile informiert. Auf den gl&#228;sernen Br&#252;stungen sind die Namen der Besprechungszonen zu sehen, die beim Blick durch die Halle ein bewegtes, aber zur&#252;ckhaltendes Bild erzeugen und den Besuchern den Weg weisen.</p>
<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_2_gross.jpg" rel="lightbox[20093]"><img class="aligncenter size-full wp-image-20099" title="adidas_2_klein" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_2_klein.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Die Hausschrift, eine Entwicklung auf Basis der FF DIN, ist aufgel&#246;st. Die Konturlinien der Buchstaben und der Pfeile werden, vertikal versetzt, rhythmisch wiederholt: daraus entwickelt sich der Eindruck einer sportlichen Bewegung. Die schillernden – wie im Zeitraffer erstarrten Zeichen – werden zu wechselnden Mustern kombiniert und bieten dem Betracher ein abwechslungsreiches, laces-typisches »Schn&#252;rmuster«.</p>
<p>Um eine gute Lesbarkeit zu gew&#228;hrleisten wird jeweils ein Buchstabe und ein Pfeil der Sequenz von einer dicken Konturlinie &#252;berlagert. Als Zielbest&#228;tigung wird ein alphabetischer Code vor den Eing&#228;ngen zu den Abteilungen gezeigt. Im Erdgeschoss und im Hof ist diese Zielbest&#228;tigung &#252;berdimensional in die paraventartige Fassade aus d&#252;nnen Stahlr&#246;hren integriert. Sie sind von jedem Standpunkt der Halle zu sehen und bieten eine selbsterkl&#228;rende Orientierungshilfe. Das Motiv der bewegten Schrift bildet interessante Muster wie geh&#228;kelte Spitzen – laces. Die – auf den ersten Blick abstrakten Muster – geben deutliche Hinweise auf die verschiedenen R&#228;umlichkeiten, wie Konferenzraum, Restaurant, Athlete Services und Brand Archive.</p>
<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_3_gross.jpg" rel="lightbox[20093]"><img class="aligncenter size-full wp-image-20100" title="adidas_3_klein" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_3_klein.jpg" alt="" width="500" height="314" /></a></p>
<p><strong>Interior Design</strong></p>
<p>Die Lounges, die als Besprechungsr&#228;ume mit angrenzenden Teek&#252;chen dienen, sind f&#252;r die Entwicklung des Produktdesigns wichtige informelle Zonen. Ihre Bedeutung wird durch eine signaletisch pr&#228;gnante Ausformung der W&#228;nde unterst&#252;tzt. Die Reliefs mit den Schriftz&#252;gen ber&#252;hmter Produktpers&#246;nlichkeiten geben diesen offenen R&#228;umen nicht nur den Namen, sondern auch eine unverwechselbare Identit&#228;t und Orientierungshilfe. Beispielsweise sind s&#228;mtliche Oberfl&#228;chen der Teek&#252;che in einem Buntton gehalten. Die Farbe leuchtet durch die Ausgabetheke in die wei&#223;e Welt der Besprechungszonen und unterst&#252;tzt die unterbewusste Orientierung. Auch die Vorh&#228;nge der Besprechungsr&#228;ume sind innen farbig und au&#223;en wei&#223;. Das Bunte kann, wenn es als st&#246;rend empfunden wird, zur Seite geschoben werden. Die kr&#228;ftigen T&#246;ne folgen einem sportlichen Prinzip. Der &#228;u&#223;erst sparsame Einsatz von Farben setzt in der schwarz-grau-wei&#223;en Skala einen frischen Akzent. Die leuchtende Buntheit kommuniziert den Unternehmenszweck: Sport.</p>
<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_4_gross.jpg" rel="lightbox[20093]"><img class="aligncenter size-full wp-image-20101" title="adidas_4_klein" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/09/adidas_4_klein.jpg" alt="" width="500" height="320" /></a></p>
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		<title>Hat das Tonbuch Zukunft?</title>
		<link>http://www.fontblog.de/hat-das-tonbuch-zukunft</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 15:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Welch wunderbare Gesch&#228;ftsidee: vertonte E-Books … nicht zu verwechseln mit H&#246;rb&#252;chern. Ein vertontes E-Book liest man selbst, doch dies geschieht nicht in aller Stille sondern wird von einem Soundtrack begleitet. Dass wir uns jetzt richtig verstehen: Es geht nicht um Leseger&#228;usche, etwa das Rascheln von Papier oder Bl&#228;tter-Sounds. Nein, hier ist die Rede von einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://youtu.be/qfSP5mesyIs" target="_blank"><img class="zentriert" title="book_track" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/08/book_track.jpg" alt="" width="500" height="392" /></a></p>
<p>Welch wunderbare Gesch&#228;ftsidee: vertonte E-Books … nicht zu verwechseln mit H&#246;rb&#252;chern. Ein vertontes E-Book liest man selbst, doch dies geschieht nicht in aller Stille sondern wird von einem Soundtrack begleitet. Dass wir uns jetzt richtig verstehen: Es geht nicht um Leseger&#228;usche, etwa das Rascheln von Papier oder Bl&#228;tter-Sounds. Nein, hier ist die Rede von einer Vertonung wie wir sie vom Film kennen, also Hintergrundger&#228;uschen, Sound-Effekten und Begleitmusik. Klingt irgendwie komisch, bereitet mir aber gerade einen Riesenspa&#223;. W&#228;hrend ich dass hier schreibe knistert auf meinem iPad der Kamin von Seite 3 des <a href="http://itunes.apple.com/de/app/sherlock-holmes-w-booktrack/id455861970?mt=8">kostenlosen Demo-Buchs Sherlock Holmes &#8211; Speckled Band</a>. Wird das stumme E-Book bald ein abgeschlossenes Kapitel in der Geschichte des Lesens sein, so wie der Stummfilm f&#252;r das Kino?</p>
<p><img class="zentriert" title="Demoseite des vertonten E-Book Sherlock Holmes – Speckled Band" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/08/demoseite.jpg" alt="" width="500" height="667" /></p>
<p><em>Die Lautst&#228;rke der drei Tonspuren f&#252;r Stimmung, Sound-Effekte und Musik l&#228;sst sich individuell regeln</em></p>
<p>Die Entwickler von <a href="http://www.booktrack.com/home.do" target="_blank">Booktrack</a> sind gut aufgestellt. Hauptinvestor ist <em>Peter Thiel</em>, Mitbegr&#252;nder und Ex-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer von PayPal. Seine Partner arbeiten in New York, Hong-Kong und Neuseeland. <em>Sony/ATV</em> stellt sein Musik- und Sound-Archiv zur Verf&#252;gung, <em>HarperCollinsPublishing</em> liefert den literarischen Content und falls ma&#223;geschneiderte Begleitmusik gew&#252;nscht wird, steht das <em>New Zealand Symphony Orchestra</em> zur Verf&#252;gung.</p>
<p>An wen wendet sich das Tonbuch? M&#246;glicherweise ist es geeignet, bei einem bestimmten Typ Leser die Aufmerksamkeit bzw. die Leseausdauer anzufachen. Leseunwillige dagegen lassen sich auch mit Booktracks kaum kurieren. Vielleicht entsteht eine neu Art Buch, bei der eine Klangidee der Ausgangspunkt ist und die geschriebenen Worte erst sp&#228;ter folgen. So k&#246;nnte ich mir zum Beispiel ein raffiniertes E-Book &#252;ber die Geschichte von Motown-Records vorstellen oder die Biografie von Mick Jagger. Ich bin gespannt, wie das erweiterte Medium Buch von der Leserschaft aufgenommen wird.</p>
<p>Im nachfolgenden Werbevideo wird die <em>Booktrack</em>-Idee vorgestellt und erl&#228;utert:</p>
<p><iframe width="500" height="311" src="http://www.youtube.com/embed/K1rLBnltxV0?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Mobiles Graﬁkdesign in der Provinz</title>
		<link>http://www.fontblog.de/mobiles-grafikdesign-in-der-provinz</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 09:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Ende Juni ist die Berliner Designerin Eva Kretschmer mit ihrem gelben Hupe Design-Bus in Brandenburg unterwegs und bietet kleinen Unternehmern und Firmen ihre Dienste an. »Mein Angebot ist offen f&#252;r jegliche Art von visueller Gestaltung. Ich &#252;berarbeite Speisekarten, entwerfe Ladenschilder, entwickele Logos und benenne Imbissbuden um. Dar&#252;ber hinaus lasse ich mich gern auf individuelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/08/landwirtschaft.jpg" target="_blank" rel="lightbox[19431]"><img class="zentriert" title="Der Arbeitsplatz und die Arbeitsweise von Hupe Design" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/08/hupe_neu.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Seit Ende Juni ist die Berliner Designerin <em>Eva Kretschmer</em> mit ihrem gelben <strong><em>Hupe Design</em></strong>-Bus in Brandenburg unterwegs und bietet kleinen Unternehmern und Firmen ihre Dienste an. »Mein Angebot ist offen f&#252;r jegliche Art von visueller Gestaltung. Ich &#252;berarbeite Speisekarten, entwerfe Ladenschilder, entwickele Logos und benenne Imbissbuden um. Dar&#252;ber hinaus lasse ich mich gern auf individuelle Vorstellungen ein. Die ›Bezahlung‹ soll als Tauschgesch&#228;ft funktionieren, kann aber auch mit finanziellen Mitteln geschehen. Wichtig ist die Deckung des t&#228;glichen Bedarfs wie Essen, Benzin, Strom, Internet und Stellplatz.« Mit diesen S&#228;tzen hat sie ihr Projekt in einem PDF formuliert, das sie zu Beginn ihrer Diplomprojekt an der Kunsthochschule Berlin-Wei&#223;ensee <em>Prof. Alex Jordan</em> &#252;bergab, der sie im Fachbereich Visuelle Kommunikation betreut.</p>
<p>Durch das Herumfahren und mittels Empfehlungen versucht die Designerin an neue Auftr&#228;ge zu gelangen. Wochenweise l&#228;dt sie dar&#252;ber hinaus immer wieder G&#228;ste zu sich ein – Illustratoren, Fotografen, Architekten, Literaten und &#228;hnliche – , die als »Special offer« ihr Angebot bereichern. Nebenbei m&#246;chte sie auf ihren Fahrten interessante und engagierte (Gesch&#228;fts-)Ideen ausfindig machen und dokumentieren. »Brandenburg ist gepr&#228;gt durch Wirtschaftsschw&#228;che und Zersiedelung, dennoch entwickeln gerade dort die Menschen interessante und ungew&#246;hnliche &#220;berlebensstrategien.« schreibt sie <a href="http://www.hupe-blog.de/" target="_blank">in ihrem Blog</a>. Diese Menschen m&#246;chte sie kennenlernen und interviewen. Ihr eigenes Gesch&#228;ft wird auf diese Art Mittel zum Zweck, um diesen Menschen nahe zu kommen und ihre Ideen, W&#252;nsche und Vorstellungen zu kommunizieren.</p>
<p>»Es geht darum herauszufinden, ob ihre &#220;berlebensstrategien wirken, was ihnen an ihrer Arbeit wichtig ist und was sie daf&#252;r in Kauf nehmen. Gleichzeitig hinterfrage ich meine Rolle als Grafikdesigner: kann ich &#252;berhaupt n&#252;tzlich sein, wof&#252;r werde ich gebraucht und welche Kompromisse bin ich bereit daf&#252;r einzugehen. Diese Auseinandersetzung gibt mir die M&#246;glichkeit, &#252;ber Arbeits- und Identit&#228;tssuche beider Seiten zu reflektieren.« so beschreibt die Designerin das Ziel ihrer Diplomarbeit. Es werde interessant sein zu erfahren, welche Wertsch&#228;tzung man f&#252;r seine Arbeit oder Leidenschaft erf&#228;hrt, also auch wie viel Auftraggeber bereit sind zu zahlen.</p>
<p>Nach den ersten Auftr&#228;gen in <em>Zempow</em> fuhr Eva Kretschmer weiter nach <em>Heimland</em>. Dort gestaltet sie im Moment Infotafeln f&#252;r das Ferienland Luhme. »Der Mitinhaber und Linken-Stadtverordnete<em> Freke Over</em> hat sie au&#223;erdem gebeten, das Willkommensbild zu malen, dass seit gestern Reisende am Bahnhof der Prinzenstadt begr&#252;&#223;t. Es verdeckt ein Nazi-Graffito.« <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12152305/61299/Eva-Kretschmer-aus-Berlin-gestaltet-Logos-und-Schriftzuege.html">wei&#223; die M&#228;rkische Allgemeine zu berichten</a>. Auch <a href="http://www.hupe-blog.de/presse/">andere Lokalzeitungen</a> sind bereits auf das interessante Projekt aufmerksam geworden.</p>
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		<title>10 Praxistipps zu Lion (2/3)</title>
		<link>http://www.fontblog.de/10-praxistipps-zu-lion-23</link>
		<comments>http://www.fontblog.de/10-praxistipps-zu-lion-23#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 20:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[(Meine OS-X-Lion-Tipps 1 – 3 … sind hier zu finden …) 4. Ein PDF handschriftlich signieren Der Homo Digitalis hat kein Faxger&#228;t zu Hause, und Briefmarken befinden sich allenfalls im Sammelalbum. Konsequenterweise verlassen Bestellungen, K&#252;ndigungsschreiben und Briefe an Beh&#246;rden den Arbeitsplatz als PDF, per E-Mail – ohne Transportkosten und minutenschnell erledigt. Das einzige Problem: Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Meine OS-X-Lion-<strong>Tipps 1 – 3</strong> … <a href="http://www.fontblog.de/10-profi-tipps-zu-lion-13" target="_blank">sind hier zu finden …</a>)</p>
<p><strong>4. Ein PDF handschriftlich signieren</strong></p>
<p>Der <em>Homo Digitalis</em> hat kein Faxger&#228;t zu Hause, und Briefmarken befinden sich allenfalls im Sammelalbum. Konsequenterweise verlassen Bestellungen, K&#252;ndigungsschreiben und Briefe an Beh&#246;rden den Arbeitsplatz als PDF, per E-Mail – ohne Transportkosten und minutenschnell erledigt. Das einzige Problem: Wie kriege ich eine handgeschriebene Unterschrift auf digitale Formulare? Nur Photoshop-Experten wissen eine Handschriftzug zu scannen, freizustellen und auf transparenten Hintergrund zu stellen. Selbst wer eine solche digitalisierte Signatur auf seiner Festplatte als .png-Datei vorr&#228;tig hat verzweifelt sp&#228;testens dann, wenn er sie in einem Word-Dokument oder einem PDF platzieren m&#246;chte.</p>
<p><img class="zentriert" title="Die eigene Unterschrift &#252;ber die FaceTime-Kamera einlesen …" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/tipp4_1.png" alt="" width="500" height="362" /></p>
<p>Apples OS X Lion bietet jetzt eine verbl&#252;ffend einfache Methode, ein PDF im Programm <em>Vorschau</em> mit einer sicheren Unterschrift zu versehen, und zwar &#252;ber die eingebaute FaceTime-Kamera. Zun&#228;chst &#246;ffnet man das zu signierende PDF im Programm <em>Vorschau</em> (wenn ein Dokument noch nicht als PDF vorliegt, l&#228;sst es sich ganz einfach &#252;ber den Drucken-Dialog in ein solches verwandeln). Ein Klick auf den Stift-Button (»Anmerkungen«) in der <em>Vorschau</em>-Symbolleiste klappt eine zweite Werkzeugleiste auf, in der sich das Signatur-Werkzeug befindet (ein S auf einer Grundlinie). Wenn man darauf klickt, erscheint die Option »Signatur von FaceTime-HD-Kamera (integriert) erstellen …«. W&#228;hlt man diese Option, schaltet sich die Kamera an und ein Fenster &#246;ffnet sich mit einer kleinen Anleitung: »Schreiben Sie Ihren Namen mit schwarzer Tinte auf ein kleines Blatt Papier«. Genau das habe ich getan, anschlie&#223;end das Blatt vor die Kamera gehalten, so dass es auf der blauen Hilfslinie steht, und schwupp … wurde die Signatur eingelesen und f&#252;r immer gespeichert.</p>
<p><img class="zentriert" title="… und anschlie&#223;end im Programm Vorschau auf das PDF platzieren." src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/tipp_6_2.png" alt="" width="500" height="423" /></p>
<p>Diese Signatur l&#228;sst sich nun mit drei weiteren Klicks platzieren, skalieren und sogar einf&#228;rben – und nat&#252;rlich liegt sie auf transparentem Grund. Warum meine im Original zugelaufenen Innenr&#228;ume der beiden e in der digitalen Version ge&#246;ffnet wurden wei&#223; nur Apple und deutet damit an, dass in diesem kniffligen Prozess, der so leicht zu bedienen ist, eine Menge Know-how und Patente stecken.</p>
<p><strong>5. Den <em>User/Library</em>-Ordner wieder sichtbar machen</strong></p>
<p>Der <em>Library</em>-Ordner ist so etwas wie die Abstellkammer des OS-X-Betriebssystems. Hier landet all das, was den Benutzer nicht interessieren muss. Nur wenn es wirklich mal hakt, in einer Anwendung oder mit einer Voreinstellung, muss man doch in die <em>Library</em>, um zum Beispiel Plug-ins zu l&#246;schen oder den Application-Support-Ordner auszumisten. Designer schauen auch gerne mal hinein, um im <em>Fonts</em>-Ordner aufzur&#228;umen.<br />
Dummerweise hat Apple den Library-Ordner seit Lion unsichtbar gemacht. Mit der folgenden Befehlszeile, eingegeben in Terminal-Programm, wird er wieder sichtbar:</p>
<ul>
<li><em>chflags nohidden ~/Library</em></li>
</ul>
<p>Um diesen Vorgang wieder r&#252;ckg&#228;ngig zu machen, gebe man folgenden Befehl ein:</p>
<ul>
<li><em>chflags hidden ~/Library</em></li>
</ul>
<p>Wer nicht im Terminal herumfummeln m&#246;chte, kommt im Finder &#252;ber das Men&#252; »Gehe zu« in den Library-Ordner, indem er beim Aufruf des Men&#252;s die <em>alt</em>-Taste gedr&#252;ckt h&#228;lt.</p>
<p><strong>6. Die neue Rechtschreibkontrolle<br />
</strong><br />
<img class="zentriert" title="Das W&#246;rterbuch aufrufen in OS X Lion …" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/tipp4.png" alt="" width="500" height="331" /></p>
<p>Die Autokorrektur in Lion zeigt jetzt Korrekturvorschl&#228;ge unter einem Wort an, &#228;hnlich wie auf iPhone und iPad. Tippt man den Wortabstand, wird die vorgeschlagene &#196;nderungen &#252;bernommen; um die aktuelle Schreibweise beizubehalten klickt man auf das x.</p>
<p>Akzentbuchstaben lassen sich in Lion leichter eingeben als je zuvor: Man h&#228;lt einfach den Grundbuchstaben gedr&#252;ckt (zum Beispiel das s um ein š zu finden), worauf eine kleine Dialogblase mit allen Alternativen und Sonderzeichen aufspringt. Das gew&#252;nschte Zeichen kann dann durch Klicken ausgew&#228;hlt werden; wer die Hand nicht von der Tastatur nehmen m&#246;chte, verwendet die Pfeiltasten und <em>Enter</em>.</p>
<p>Ebenfalls neu ist das direkte Nachschlagen im Mac-W&#246;rterbuch (das sich Lexikon nennt) &#252;ber das Trackpad. Je nachdem mit welchen B&#252;chern es best&#252;ckt ist (es gibt im Internet tolle kostenlose W&#246;rterb&#252;cher f&#252;r das Lexikon zu laden), hilft einen das Lexikon dabei ein Wort zu &#252;bersetzen (Deutsche-Englisch und umgekehrt), eine &#228;hnliches Wort (Thesaurus) zu finden oder die Rechtschreibung zu &#252;berpr&#252;fen. Um das Lexikon-Fenster aufzurufen, einfach ein Wort mit <strong><em>drei</em></strong> Fingern <em><strong>doppelt</strong></em> antippen.</p>
<p><strong>7. Mit dem Kalender auf Du und Du</strong></p>
<p><img class="zentriert" title="tipp5" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/tipp5.png" alt="" width="538" height="255" /></p>
<p>Wen schon immer das kleinkarierte Formular zum Anlegen eines Kalendereintrags abgeschreckt hat, sollte dem neuen Lion-Kalender eine neue Chance geben. Der versteht n&#228;mlich jetzt Umgangssprache. Zum Anlegen eines Eintrags klickt man auf das Pluszeichen oben links und gibt einfach ein paar passende W&#246;rter zum Ereignis ein, wie beispielsweise »Peters Geburtstagsfeier um 20 Uhr« oder »Mittagessen mit Jan am Donnerstag«, und &#252;berl&#228;sst iCal den Rest. Der eingegebene Text wird mit hoher Treffsicherheit in ein Ereignis mit Name, Uhrzeit und Ortsangabe verwandelt, und wenn was nicht stimmt, l&#228;sst es sich sofort leicht nachbessern.</p>
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		<item>
		<title>Interview: »Typonerds reiben sich die Finger wund«</title>
		<link>http://www.fontblog.de/interview-typonerds-reiben-sich-die-finger-wund</link>
		<comments>http://www.fontblog.de/interview-typonerds-reiben-sich-die-finger-wund#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 10:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit den Machern der FontBook-App von Yves Peters Der langj&#228;hrige FontShop-Weggef&#228;hrte und Chefredakteur des Weblogs Fontfeed, Yves Peters, sprach vor einer Woche mit den Entwicklern der FontBook-App f&#252;rs iPad. Lesen Sie hier die ungek&#252;rzte Aufzeichnung seines Gespr&#228;chs &#252;ber die Grenzen gedruckter Schriftproben, zerbrochene 3-Kilo-B&#252;cher, wie man 620.000 Schriftmuster leicht navigierbar macht und von welchen Vorbildern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="zentriert" title="team4" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/team4.jpg" alt="" width="500" height="284" /></p>
<p><strong>Interview mit den Machern der FontBook-App</strong> <em>von Yves Peters</em></p>
<p>Der langj&#228;hrige <em>FontShop</em>-Weggef&#228;hrte und Chefredakteur des Weblogs <a href="http://fontfeed.com/" target="_blank">Fontfeed</a>, <em>Yves Peters</em>, sprach vor einer Woche mit den Entwicklern der FontBook-App f&#252;rs iPad. Lesen Sie hier die ungek&#252;rzte Aufzeichnung seines Gespr&#228;chs &#252;ber die Grenzen gedruckter Schriftproben, zerbrochene 3-Kilo-B&#252;cher, wie man 620.000 Schriftmuster leicht navigierbar macht und von welchen Vorbildern sich die Entwickler inspirieren lie&#223;en.</p>
<p><em><strong>Yves Peters:</strong> Wann und warum wurde bei FSI FontShop International entschieden, dass es nie wieder ein gedrucktes FontBook geben wird  und wie enstand die Idee f&#252;r eine iPad-App?</em></p>
<p><strong>J&#252;rgen Siebert: </strong> Die Restriktionen zeigten sich bereits beim <a href="http://www.fontblog.de/das-neue-fontbook" target="_blank">FontBook 4</a>, das 2006 erschien. Die Menge der darzustellenden Schriften war gegen&#252;ber der vorherigen Auflage um 30 Prozent gestiegen, das ergab 32.000 Schriftmuster von 90 Foundries (plus 25 %). Hinzu kamen 100.000 neue lexikalische Angaben. Um diese Informationsmenge in einen Band zu packen, mussten wir schmerzhafte Kompromiss eingehen. Zum Beispiel schrumpfte die Darstellung eine <em>FF Meta</em>-Familie von drei Seiten im <em>FontBook 3</em> (1998) auf eine Seite im <em>FontBook 4</em>, und dies obwohl die Schrift von 26 Fonts auf beachtliche 300 gewachsen war. Dies konnten wir nur erreichen, indem wir die Schnitt-Varianten Reg / SC / LF / EXP / SC LF / SC EXP  auf vier Zeilen Text in Lesegr&#246;&#223;e zusammendampften … nicht gerade benutzerfreundlich. Trotz der Abstriche  lie&#223; sich nicht verhindern, dass das FontBook 4 am Ende auf eine R&#252;ckenbreite von 6,5 cm anwuchs und &#252;ber 3 Kilo wog. Der Buchbinder hatte seine liebe M&#252;he und musste nach der Pr&#252;fung einer Testcharge noch mal von vorn anfangen, weil der Buchblock bereits beim Anheben aus dem Umschlag herausbrach.<span id="more-19211"></span></p>
<p>Und so stellen wir uns seit Jahren die Frage: Wie soll das eigentlich weitergehen mit dem FontBook? Eine gute Antwort fiel niemandem ein. Nachdem sich die Buch-Vorr&#228;te in den letzten 12 Monaten langsam aufbrauchten, schien alles danach auszusehen, als w&#252;rde die Website <a href="http://www.fontshop.com" target="_blank">fontshop.com</a> unsere einzige verbleibende Ressource f&#252;r das Recherchieren, Vergleichen und Lizenzieren von Schriften bleiben. Selbst die positiv aufgenommene <a href="http://www.fontblog.de/fontshuffle-1-1-ist-erschienen" target="_blank">FontShuffle</a>-App f&#252;r das iPhone w&#252;rde an ihre Grenzen sto&#223;en, wenn man statt der rund 800 enthaltenen Fonts den gesamten FontShop-Bestand integrieren w&#252;rde.</p>
<p><img class="zentriert" title="J&#252;rgen Siebert, FontShop-Vorstand und Leiter der App-Entwicklung, in seinem B&#252;ro" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/juergen_siebert.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Die Vorstellung des <em>iPad</em> im Januar 2010 und sein positive Aufnahme in Verlagskreisen lie&#223; uns dann vor acht Monaten aufhorchen. Im Dezember letzten Jahres haben dann Joan Spiekermann und ich beschlossen, die Transformation des FontBook auf das iPad zu wagen. Zum Jahresbeginn 2011 stellten wir ein Team zusammen, das aus den langj&#228;hrigen FontBook-Redakteuren <em>Andi Pieper</em> (Programmierung) und <em>Mai-Linh Truong</em> (Datenbank) bestand, verst&#228;rkt um den User-Interface-Designer <em>Jan Rikus Hillmann</em>. Innerhalb von 10 Tagen haben wir dann einen &#252;berzeugenden Prototypen zusammengebastelt, den wir im Rahmen unseres internationalen FontShop-Partner-Meeting Ende Januar vorstellten und absegnen lie&#223;en. Die Partner waren begeistert und gaben sofort das n&#246;tige Budget frei. Von da an ackerten wir mit gro&#223;er Begeisterung an der App, die dank der enormen Begeisterung aller Beteiligten sogar schneller als geplant fertig wurde: in f&#252;nf statt sechs Monaten – und das mit dem 10-fachen der urspr&#252;nglich geplanten Datenmenge. Anfang Juli lag die App bei Apple auf dem Seziertisch zur Genehmigung.</p>
<p><em><strong>Q: </strong>Mal unabh&#228;ngig von den typischen Eigenschaften eines Buches und einer iPad-App: Welches waren die gr&#246;&#223;ten Unterschiede (und &#196;hnlichkeiten) in der Behandlung der FontBook-Daten?</em></p>
<p><strong>J&#252;rgen Siebert:</strong> Die erste Herausforderung bestand darin, dass die &#252;ber Jahre gewachsene FontBook-Datenbank fundamental umgebaut werden musste. Unser erstes Ziel war, die Klassifizierung der Schriften feiner aufzudr&#246;seln als in den letzten 20 FontBook-Jahren, so wie im <em>FontShuffle</em>. Aus praktischen Gr&#252;nden teilte sich das gedruckte FontBook seit der Erstausgabe in die acht gro&#223;en Schriftklassen <em>Sans, Serif, Slab, Blackletter, Script, Display, Symbols </em>und<em> Non-Latin</em>, wobei die drei letzten eher aus praktischen als aus formal-historischen ›gewachsen‹ waren. Zusammen mit der Saarbr&#252;cker Schrifthistorikerin <em>Prof. Indra Kupferschmid</em> – eine Expertin f&#252;r das Klassifizieren von Schriften – habe ich die FontShuffle-Kategorien &#252;berarbeitet und gestrafft. Am Ende hatten wir sieben Hauptklassen mit je f&#252;nf Unterklassen, also 35 Schubladen (in der App KLASSEN genannt), in die wir die Schriften einsortierten. Auch dabei half uns Indra Kupferschmid.</p>
<p><em><strong>Q:</strong> Ihr habt mit der App alle Analogien des FontBook zu einem klassischen Buch abgeschnitten. Wie entstand das Konzept f&#252;r die neue Navigation durch die Welt der Schriften?</em></p>
<p><strong>Mai-Linh Truong:</strong> Das FontBook war immer schon ein Quell f&#252;r neue Ideen, selbst in gedruckter Form. Nicht umsonst ist es weltweit das einzige hersteller&#252;bergreifende Nachschlagewerk f&#252;r historische und zeitgen&#246;ssische Schriften. Bei dem Konzept f&#252;r die digitale Version standen wir zun&#228;chst vor den gleichen Herausforderungen wie bei einer gedruckten Ausgabe: Wie ballst du die immense Menge an Informationen – Schriftfamilien, -schnitte, Zeichensatztabelle und Querverweise – so zusammen, dass es verst&#228;ndlich gestaltet und leicht navigierbar wird?</p>
<p><img class="zentriert" title="Mai-Linh Thi Truong, FontBook-Datenbank-Managerin, FSI" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/mai-Linh.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Zum Gl&#252;ck konnten wir auf das jahrelange gesammelte Know-how des FontBook-Veteranen Andi (Pieper) und seinen Kollegen Rikus (Hillmann) bauen, unser UX-Experte. Sie w&#228;hlten das Prinzip des <strong><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Treemapping" target="_blank">Treemappings</a></strong> f&#252;r die Visualisierung der hierarchischen Strukturen, die durch ineinander verschachtelte Rechtecke dargestellt werden: Gr&#246;&#223;enverh&#228;ltnisse erschlie&#223;en sich unmittelbar anschaulich, weil die Fl&#228;che der Rechtecke proportional zur Gr&#246;&#223;e der darzustellenden Dateneinheit gew&#228;hlt wird. Dar&#252;ber hinaus f&#252;gten die beiden Ideen aus der Spiele-Programmierung hinzu und griffen auf die Bordmittel des iPad zur&#252;ck, also naheliegende Gesten. Neben der leicht verst&#228;ndlichen Look-up-Funktionen enth&#228;lt die Navigation eine bewusst-spielerische Facette, die zum Abschweifen einl&#228;dt, zum Springen und Verfolgen nicht-lineare Wege.</p>
<p><strong>Jan Rikus Hillmann:</strong> Auf dem iPad macht es wenig Sinn, eine 1700-seitige Bibel wie das FontBook einfach nur zum Durchbl&#228;ttern anzubieten … hartgesottene Typonerds w&#252;rden sich die Finger wund reiben. Also mussten wir einen ganz anderen Weg finden, um die Schriftinformationen zug&#228;nglich zu machen. Wir fragten uns: Wie findet man schnell die Nadel im Fonthaufen? Soll man einfach so eintauchen, in den Haufen? Am Ende lag der entscheidende Kniff auf der Hand, und ohne lange zu fragen haben wir’s f&#252;r die erste Pr&#228;sentation einfach so gemacht. Dazu mixte ich weitere systematischer Ans&#228;tze, die dem visuelle Aufbereiten gro&#223;er Mengen von Schriften dienen: Periodentabelle, coole Abk&#252;rzungen und der ganze wissenschaftlich aussehende Zauber, mit dem man die Herzen der Schriftenfreunde gewinnen k&#246;nnte. Hey, wir sprechen &#252;ber eine echte Wissenschaft, oder …</p>
<p><img class="zentriert" title="Jan Rikus Hillmann, UX-Design FontBook App, burningbluesoul.com" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/jan_rikus.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Abgesehen davon, dass ich schon seit lange ein Freund von ›Informationskacheln‹ bin, machte ich mir erg&#228;nzend Gedanken dar&#252;ber, wie ich das Treemap-Prinzip mit grundlegenden Interaktionsgesten verbinden k&#246;nnte einschlie&#223;lich der Darbietung visueller Informationen. Dies alles sollte am Ende leicht bedienbar, spielerisch zu durchforsten aber auch gezielt navigierbar sein. Parallel dazu &#252;berlie&#223; ich Andi, der oft bis in die Nacht am Programmiercode werkelte, ein paar kreative Pralinen, damit er durchh&#228;lt und nicht wahnsinnig wird angesichts der komplizierten Datenbankstrukturen. Am n&#228;chsten Tag kam er dann mit so am&#252;santen Spielereien wie dem explodierenden Stern hinter dem Favoriten-Knopf oder den Schriftmuster-Player.</p>
<p><em><strong>Q:</strong> Wie genau entstand das Fundament f&#252;r die FontBook-App?</em></p>
<p><strong>Jan Rikus Hillmann: </strong>Unser erstes Treffen war k&#246;stlich. Andi, ein &#214;sterreicher, also eher zur&#252;ckhaltend, und ich als Friese, die ebenfalls nicht gerade f&#252;r Gespr&#228;chigkeit bekannt sind, wir sa&#223;en also im B&#252;ro zusammen und hatten ein eher schweigsames Kick-off-Meeting. In diesem versuchte jeder den anderen mit Screenshots von Websites, bild-basierten Interaktionsmodellen und einer Menge raffinierter Gesten zu &#252;berzeugen, wie wir uns beide von unseren iPad-erfahrenen Kids abgeguckt hatten. Das sa&#223;en wir also, Entwickler und Programmierer, schauten uns sch&#246;ne Bilder an … und auf einmal machte es Peng-Bumm, und wir beschlossen das gr&#246;&#223;te Buch der Welt zu basteln, das sogar chinesische und arabische Texte enthalten wird.</p>
<p>Frag mich jetzt nicht, wie wir auf die Idee einer interaktiven Treemap kamen. Ich erinnere mich nur noch daran, dass wir ein paar Bier getrunken hatten und irgendwann beschlossen, dass Listen nerven und Mapping nicht. Der Rest ist Treemap-Schulstunde. Und so lief’s dann auch …</p>
<p><strong>Andi Pieper:</strong> Tats&#228;chlich hatte Rikus ein paar Beispiel f&#252;r Treemaps dabei. Eines war ein Flash-basierter Nachrichten-Aggregator <a href="http://newsmap.jp/" target="_blank">newsmap.jp</a>. Dann erinnerte ich mich an eine kleine App, die den Datenbestand deiner Festplatte visualisierte, die ich immer als sehr n&#252;tzlich empfand, um den versteckten M&#252;ll zu finden und zu l&#246;schen. Es wurde urspr&#252;nglich unter dem Namen <a href="http://w3.win.tue.nl/nl/onderzoek/onderzoek_informatica/visualization/sequoiaview/" target="_blank">SequoiaView</a> f&#252;r MS Windows entwickelt, f&#252;r den Mac gibt es mit <a href="http://grandperspectiv.sourceforge.net/" target="_blank">GrandPrespective</a> etwas &#228;hnliches. Bei meinen weiteren Recherchen fand ich dann ein bisschen Theorie (<a href="http://www.win.tue.nl/~vanwijk/stm.pdf" target="_blank">Squariﬁed Treemaps</a>, PDF) und Code (<a href="https://github.com/yatsu/treemapkit" target="_blank">yatsu, treemapkit</a>).</p>
<p><em><strong>Q:</strong> Klingt alles nach einem glatten Durchmarsch …<br />
</em></p>
<p><strong>Andi Pieper:</strong> Nat&#252;rlich gab es auch Probleme. Wenn es zum Beispiel eine gro&#223;e Differenz zwischen dem gr&#246;&#223;ten und dem kleinsten Datensatz gibt, dann nehmen die kleinen Elemente eine so geringe Fl&#228;che ein, dass man sie nicht mehr antippen kann. Ich konnte das nur in den Griff kriegen, indem ich die Wertetabellen zuvor bearbeitet habe. Daher sind die Kacheln, die man jetzt sieht, nicht immer exakt proportional zu den wahren Inhalten: die kleinen wurden zum Zwecke ser Usability vergr&#246;&#223;ert. Eine andere Herausforderung war die maximal sinnvolle Gesamtmenge der Kacheln auf dem iPad-Bildschirm. Wir haben herausgefunden, dass es nicht mehr als 120 sein sollten. Was dar&#252;ber hinaus geht ergibt zu kleine Fl&#228;chen f&#252;r die Touch-Screen-Bedienung. Im ersten Durchgang wollten wir das durch Zwischenebenen l&#246;sen, zum Beispiel bei den Designern: Man tippte erst auf S, danach auch Sp und in einem dritten Durchgang schlie&#223;lich auf Spi, um zu Erik Spiekermann zu gelangen. Auf diese Art bedurfte es bis zu 5 Fingertipps, um zur Schriftfamilie eines Designer zu kommen. Am Ende – eigentlich in der letzten Minute – entschieden wir uns f&#252;r ein ganz anderes Konzept bei Seiten, auf denen es mehr als 120 Datens&#228;tze gibt: Sie werden breiter als der iPad-Screen gebaut und man kann sie nun horizontal scrollen. Das war ein spannender Moment bis zur letzten Sekunde vor der Ver&#246;ffentlichung.</p>
<p><img class="zentriert" title="Andi Pieper, Software-Architekt und Developer bei null2.net" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/andi_pieper1.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p><em><strong>Q:</strong> Wie und wo werden eigentlich die Schriftmuster gebaut?</em></p>
<p><strong>Andi Pieper:</strong> Aus naheliegenden Gr&#252;nden enth&#228;lt die App keinerlei Fonts, au&#223;er den wenigen Schnitten der FF Good f&#252;r das Interface. Die Schriftmuster-Abbildungen sind png-Bilder. Gl&#252;cklicherweise k&#246;nnen wir f&#252;r deren Echtzeit-Produktion auf die Render-Farm von fontShop zur&#252;ckgreifen, die bereits auf der Wensite <a href="http://www.fontshop.com" target="_blank">fontshop.com</a> n&#252;tzliche Dienste leistet. Die App bietet auch einen regulierbaren Cach-Speicher an (maximal 500 MB, EINSTELLUNGEN), so dass einmal gerenderte Schriftmuster erhalten bleiben und beim zweiten Aufrufen noch schneller erscheinen.</p>
<p><em><strong>Q: </strong>Das hei&#223;t, ohne Internet-Verbindung ist die App nutzlos.</em></p>
<p><strong>Mai-Linh Truong:</strong> Ganz und gar nicht. Auch wenn der gro&#223;e Teil der Schriftmuster online gerendert wird, so enth&#228;lt die App  doch die gesamten Metadaten der FontBook-Datenbank. Wenn man unterwegs ist, ohne Internet, kann man die App in einen cleveren Offline-Zustand versetzen (EINSTELLUNGEN), der sie weiterhin zum n&#252;tzlichen Werkzeug macht, denn sie ist mit rund 10 Prozent der rund 620.000 Schriftmuster beladen, daher ihre Gr&#246;&#223;e.</p>
<p><strong>J&#252;rgen Siebert:</strong> Bei diesen 10 Prozent handelt es sich um die weltweit beliebtesten Schriften, die wir unseren Charts entnommen haben – zum Beispiel Bestsellern in Deutschland und den USA, dem Ranking »<a href="http://www.100besteschriften.de" target="_blank">Die 100 besten Schriften aller Zeiten</a>« … plus rund 30 kleinere Foundries, die uns regelm&#228;&#223;ig mit &#252;berraschenden Neuheiten erfreuen.</p>
<p><em><strong>Q: </strong>Einer der Nachteile des gedruckten FontBooks war, dass es schon bei Erscheinen nicht mehr aktuell war, weil der Redaktionsschluss schon Monate zur&#252;cklag. Wie ist das bei der App?</em></p>
<p><strong>Andi Pieper:</strong> Unser Ziel sind live Datenbank-Updates, die wir im Moment aber noch nicht integrieren konnten ohne die Deadline f&#252;r die Ver&#246;ffentlichung um Wochen zu verfehlen. Wir arbeiten daran. Im Moment m&#252;ssen Datenbank-Updates (noch) mit einem Update der App ausgeliefert werden. Das ist viel schneller als je zuvor, aber noch nicht ideal. In naher Zukunft werden alle neuen Schriften automatisch – f&#252;r die User – in die App einflie&#223;en, w&#228;hrend es Updates nur bei Funktionserweiterungen neu geladen werden m&#252;ssen … und davon haben wir schon eine Menge im Kopf.</p>
<p><em><strong>Q: </strong>Noch ein Wort zur Klassifizierung der Schriften: Nach welchen Kriterien wurde die neue Einteilung entwickelt?</em></p>
<p><strong>Indra Kupferschmid:</strong> Die Klassifikation basiert auf Recherchen, die ich schon vor l&#228;ngerer Zeit angestellt habe, gemischt mit der Gliederung der FontShuffle-App f&#252;r das iPhone. Die Idee unseres Sortieren nach Formprinzip soll es auch Laien einfacher machen, gew&#252;nschte Schriften zu finden um sie anschlie&#223;end mit der VERGLEICHEN-Funktion zu untersuchen. Wir haben versucht, die Subklassen konsistent zu gestalten, zum Beispiel mit den Begriffen Statisch und dynamisch in den Klassen Serif, Sans, Slab und Script. Dabei erwies sich die Namengebung im Deutschen und im Englischen als echte Herausforderung. Als die durch war, habe ich jede Schrift – in Handarbeit – einer Subklasse zugeteilt, in einer komfortablen FileMaker-Datenbank, die mir Mai-Linh gebaut hatte. Es waren zig Abende, die ich damit verbrachte. Eigentlich w&#228;re ich am Ende gerne noch mal alle durchgegangen um sie ein zweites Mal zu checken … aber die Zeit war nicht da. Sicherlich wird es den einen oder anderen Zuordnungsfehler geben … das k&#246;nnten die Benutzer dann ja twittern, direkt aus der App heraus an @FontBookApp.</p>
<p><em><strong>Q: </strong>Aus Datenbank-technischen Gr&#252;nden musste jede Schrift, auch Grenzf&#228;lle, genau einer Subklasse zugeordnet werden. Waren da schwierige Entscheidungen dabei?</em></p>
<p><strong>Indra Kupferschmid:</strong> Diese Einschr&#228;nkung machte das Klassifizieren manchmal sehr schwierig. Ist eine Schrift mit kr&#228;ftigen Serifen und Strichkontrast noch eine Serif oder schon eine Slab Serif? Zum Beispiel <a href="http://www.fontshop.com/search/?q=FF+Tisa">FF Tisa</a> oder <a href="http://www.fontshop.com/search/?q=Ibis">FB Ibis</a>? Es fiel mir manchmal auch schwer eine Schrift in die Display-Klasse einzuordnen, nur weil sie etwas eigenwillig war. Ich musste mir immer wieder vorstellen, nach welchen Kriterien ein Benutzer wohl eben diese Schrift finden m&#246;chte, denn die Klassen werden &#252;berwiegende zum St&#246;bern verwendet. Wer eine Schrift gezielt sucht, wird &#252;ber die schnelle Suche oder den Namen des Designers zu ihr finden.</p>
<p><img title="Prof. Indra Kupferschmid verfeinerte die FontBook-Klassiﬁkation" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/indra_kupferschmid.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p><em><strong>Q: </strong>Was glaubt ihr: Werden viele FontBook-Freunde das gedruckte Werk vermissen?</em></p>
<p><strong>Mai-Linh Truong:</strong> Glaubt man den ersten Feedbacks unserer Betatester, so wird auch die digitale Version des FontBooks weiterhin das Nachschlagewerk Nummer 1 f&#252;r Schriftliebhaber sein. Tats&#228;chlich stellt die mobile Version eine enormen Schritt nach vorne dar. Noch niemals konnten wir so viele Informationen derart aktuell zur Verf&#252;gung stellen …</p>
<p><strong>J&#252;rgen Siebert:</strong> Die iPad-App entspricht 20 gedruckten FontBook-B&#228;nden</p>
<p><strong>Mai-Linh Truong:</strong> W&#228;hrend man mit dem gedruckten FontBook jemandem den Sch&#228;del einschlagen konnte, bl&#228;st dir die FontBook App das Gehirn weg – ohne t&#246;dliche Folgen.</p>
<p><em><strong>Yves Peters: </strong>Vielen Dank f&#252;r das Gespr&#228;ch.</em></p>
<p><em>(Erg&#228;nzung der Redaktion: Auch Yves Peters</em> ist ein FontBook-Mitwirkender. Gemeinsam mit <em>Stephen Coles</em> hat er &#252;ber 8000 redaktionelle Querverweise zu Schrift-&#196;hnlichkeiten – See also – recherhciert und beigetragen.)</p>

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		<title>10 Praxistipps zu Lion (1/3)</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 11:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum? Ganz einfach: Ich arbeite seit 1986 an Macs, kenne die Geschichte des Betriebssystems aus dem Effeff, einschlie&#223;lich verloren gegangener Funktionen und dauerhafter &#196;rgernisse. Und deshalb glaube ich, dass meine 10 Tipss f&#252;r erfahrene Mac-Benutzer hilfreich sein k&#246;nnten … f&#252;r Einsteiger sind sie es sowieso. 1. Nat&#252;rliches Scrollen, Trackpad-Bedienung. Seit rund einem Jahr verwende ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum? Ganz einfach: Ich arbeite seit 1986 an Macs, kenne die Geschichte des Betriebssystems aus dem Effeff, einschlie&#223;lich verloren gegangener Funktionen und dauerhafter &#196;rgernisse. Und deshalb glaube ich, dass meine 10 Tipss f&#252;r erfahrene Mac-Benutzer hilfreich sein k&#246;nnten … f&#252;r Einsteiger sind sie es sowieso.</p>
<p><strong>1. Nat&#252;rliches Scrollen, Trackpad-Bedienung.</strong><br />
<img class="zentriert" title="lion1" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/lion1.jpg" alt="" width="500" height="142" /></p>
<p>Seit rund einem Jahr verwende ich an meinem MacBook keine Maus mehr, weil die Bedienung &#252;ber Trackpad-Gesten immer raffinierter wurde … vorausgesetzt die Voreinstellungen stimmen. Zum Beispiel sollte »Klick durch Tippen« angehakt sein und bei »Sekund&#228;rklick« die Option »Mit zwei Fingern klicken oder tippen«. Im Ergebnis ergibt dies eine muskel- und gelenkschonende Fingerspitzen-Bedienung, weil man nicht mehr klicken, also das Trackpad nach unten dr&#252;cken muss.</p>
<p>Mit »nat&#252;rlichem Scrollen« bezeichnet Apple die seit Lion umgekehrte Laufrichtung des Fensterinhalts nach oben und unten sowie nach links und rechts. Diese entspricht jetzt den Gesten auf den Touchscreens von iPad und iPhone und nicht mehr der Bewegung des Rollbalkens. Dass Rollbalken seit &#252;ber 30 Jahren in die falsche Richtung laufen, scheint ein Unfall der Computergeschichte zu sein, wenn man diesen neueren <a href="http://www.ixda.org/node/30565#comment-82659">Kommentar das Apple-Lisa-Mitentwicklers <em>Larry Tesler</em></a> richtig interpretiert.</p>
<p>Wer seinen Mac weiterhin mit der Maus bedient, braucht sich weder um nat&#252;rliches Scrollen noch um Gesten zu k&#252;mmern, sondern sollte das neue Scrollverhalten einfach gem&#228;&#223; der bisherigen Gewohnheit zur&#252;ckstellen (Einstellungen ➔ Trackpad). Ich empfehle bei dieser Gelegenheit zugleich ein Augenmerk auf die rechte Maustaste (Sekund&#228;rtaste) und ihre Funktion zu werfen: das einblendbare <strong><em>Kontextmen&#252;</em></strong> kommt bei mir jede Minute zum Einsatz, ich kenne aber kaum jemanden, der das benutzt … weil schwer zu entdecken.</p>
<p><strong>2. Safari oder Chrome oder Firefox oder …</strong></p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-19198" title="lion2" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/lion2.jpg" alt="" width="200" height="200" /></strong> Seit rund einem Jahr setze ich<em> Google Chrome</em> als Browser ein. Und ich tue es weiterhin, obwohl ich <em>Safari</em> mindestens einmal in der Woche eine Chance gebe, zuletzt sogar t&#228;glich. Die neuste Version hat drei wunderbare integrierte Funktionen, die ich liebend gerne benutzen w&#252;rde:</p>
<ol>
<li>den Reader, f&#252;r das ungest&#246;rte Lesen und Drucken von Texten</li>
<li>blitzschnelles R&#252;ckw&#228;rtsbl&#228;ttern im Tab-Fenster (Historie) und</li>
<li>die Leseliste (Seiten ablegen zum Sp&#228;terlesen).</li>
</ol>
<p>Es hat aber auch drei Defizite in Bereichen, die ich viel h&#228;ufiger benutze als Readern, Historie und Sp&#228;terlesen. Und dabei w&#252;rde mir Safari – &#252;ber den Tag gerechnet – Minuten meiner Arbeitszeit stehlen:</p>
<ol>
<li>Das schnelle Schlie&#223;en zuletzt ge&#246;ffneter Tabs durch das Klicken auf eine Stelle – funktioniert in Safari nicht, weil das Schlie&#223;kreuz auf der linken Seite der Tabs liegt, und sich st&#228;ndig verschiebt bei dynamischer Tabbreite</li>
<li>immer wieder Probleme mit essenziellen Extensions, zur Zeit mit der von 1Password</li>
<li>Die Performance von WordPress ist unertr&#228;glich, genau so wie das &#214;ffnen sicherer Seiten.</li>
</ol>
<p>Fazit: Wer nicht mit WordPress arbeitet, das <em>tabbed Browsing</em> selten benutzt und seine Passw&#246;rter nicht mit 1Password verwaltet, wird mit dem aktuellen Safari so gl&#252;cklich sein wie nie zuvor. Und Firefox? Steckt in einer selbst verschuldeten Sackgasse.</p>
<p><strong>3. Finder: individuell sortierte Spaltenansicht</strong><br />
<img class="zentriert" title="lion3" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/lion3.jpg" alt="" width="500" height="146" /></p>
<p>Darauf habe ich seit 10 Jahren gewartet: Dass sich die Spaltenansicht des Dateisystems im Finder individuell sortieren l&#228;sst (statt alphabetisch). Dass Spalten die schnellste und platzsparendste Navigation darstellen, war bereits kurz nach Erscheinen von OS X klar. Allein die unver&#228;nderbare alphabetische Sortierung war Unsinn. Jetzt kann man nach Art. Gr&#252;&#223;e, Etikett und einigem mehr sortieren lassen, aber das N&#252;tzlichste f&#252;r den Workflow ist schicht und einfach: <em>&#196;nderungsdatum</em> (oder auch <em>zuletzt ge&#246;ffnet</em>). Damit stehen die Dateien, an denen man gerade arbeitet, immer ganz oben in den Listen/Spalten. Und da diese Sortierung nicht nur im Finder, sondern auch beim &#214;ffnen-Dialog aus einer Anwendung heraus angeboten wird (z. B. das Laden eines gerade bearbeiteten Fotos), bedeutet dies gleich doppelte Zeitersparnis beim Suchen weiter zu verarbeitender Dateien.</p>
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		<title>Was ist der Pantone ColorChecker® Lighting Indicator?</title>
		<link>http://www.fontblog.de/was-ist-der-pantone-colorchecker-lighting-indicator</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 09:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montag habe ich auf den raffinierten neuen Pantone Field Guide F&#228;cher aufmerksam gemacht, der nicht nur sch&#246;n verpackt ist, sondern gleich mehrere Funktionen in einem Tool vereint: Inspiration (F&#228;cher), Kontrolle (Chip) und sogar einen Neutrallicht-Checker enth&#228;lt. Nachdem Kunden bei uns angefragt haben, wie dieser funktioniert, soll seine Funktion hier kurz erl&#228;utert werden. Beim patentierten Pantone [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="zentriert" title="pantone_lightingindicator" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/pantone_lightingindicator.jpg" alt="" width="500" height="319" /></p>
<p>Am Montag habe ich auf den raffinierten neuen <a href="http://www.fontblog.de/praktisch-neue-pantone-feldausrustung-mit-doppelfunktion" target="_blank">Pantone Field Guide F&#228;cher</a> aufmerksam gemacht, der nicht nur sch&#246;n verpackt ist, sondern gleich mehrere Funktionen in einem Tool vereint: Inspiration (F&#228;cher), Kontrolle (Chip) und sogar einen Neutrallicht-Checker enth&#228;lt. Nachdem Kunden bei uns angefragt haben, wie dieser funktioniert, soll seine Funktion hier kurz erl&#228;utert werden.</p>
<p>Beim patentierten <em>Pantone ColorChecker® Lighting Indicator</em> handelt es sich um einen Farbindikator am Ende des F&#228;chers, mit dem ich pr&#252;fen kann, ob ich mich mit meinem F&#228;cher aktuell in neutralem Licht befinde. Ich habe das in der obigen Abbildung versucht zu simulieren, links das Falbfeld aufgenommen bei Tageslicht, rechts unter einer Schreibtischlampe … und siehe da: Unter neutralem Licht sieht man eine gleichfarbige olivgr&#252;ne Farbfl&#228;che, unter nicht neutralem Kunstlicht sind zwei verschieden Farbfl&#228;chen zu erkennen. Weitere Erl&#228;uterungen zu dem Testfeld auf dieser Pantone-Seite: <a href="http://www.pantone.com/pages/pantone/pantone.aspx?pg=20714" target="_blank">www.pantone.com/lightingindicator</a></p>
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		<title>Berlin bekommt »Internet-Uni«, powered by Google</title>
		<link>http://www.fontblog.de/berlin-bekommt-internet-uni-powered-by-google</link>
		<comments>http://www.fontblog.de/berlin-bekommt-internet-uni-powered-by-google#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 08:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Unabh&#228;ngiges Forschungsinstitut f&#252;r Internet und Gesellschaft startet mit vier Partnern, Google ist Initiator und erster Geldgeber Eric Schmidt, Executive Chairman von Google, hatte es Anfang des Jahres angek&#252;ndigt, nun wird es Wirklichkeit: Gemeinsam mit f&#252;hrenden Universit&#228;ten und Forschungseinrichtungen initiiert Google ein unabh&#228;ngiges Forschungszentrum f&#252;r Internet und Gesellschaft in Berlin. Ich war heute morgen auf der Pressekonferenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unabh&#228;ngiges Forschungsinstitut f&#252;r Internet und Gesellschaft startet mit vier Partnern, Google ist Initiator und erster Geldgeber<br />
</strong><br />
<em>Eric Schmidt</em>, Executive Chairman von Google, hatte es Anfang des Jahres angek&#252;ndigt, nun wird es Wirklichkeit: Gemeinsam mit f&#252;hrenden Universit&#228;ten und Forschungseinrichtungen initiiert Google ein unabh&#228;ngiges Forschungszentrum f&#252;r Internet und Gesellschaft in Berlin. Ich war heute morgen auf der Pressekonferenz zur Gr&#252;ndung des Instituts, dessen Forschungsergebnisse auch f&#252;r die Kreativbranche von gro&#223;em Interesse sind, zumal der Mitbegr&#252;nder von Jovoto zu den V&#228;tern des neuen Instituts geh&#246;rt und mit auf dem Podium sa&#223;.</p>
<p>Die <em>Humboldt-Universit&#228;t</em> zu Berlin (HU), die <em>Universit&#228;t der K&#252;nste Berlin</em> (UdK) sowie das <em>Wissenschaftszentrum Berlin f&#252;r Sozialforschung</em> (WZB) werden bis Herbst 2011 gemeinsam das <a href="http://www.internetundgesellschaft.de/" target="_blank">Institut f&#252;r Internet und Gesellschaft</a> in Berlin gr&#252;nden. Dies gaben die Pr&#228;sidenten der drei Berliner Hochschulen, <em>Prof. Jan-Hendrik Olbertz, Prof. Martin Rennert</em> und <em>Prof. Jutta Allmendinger</em>, heute auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt. Das neue Institut wird von Google mitfinanziert (1,5 Mio pro Jahr, begrenzt auf 3 Jahre), ist aber in seiner wissenschaftlichen Arbeit und Organisation autonom. Ziel des Instituts f&#252;r Internet und Gesellschaft ist es, die vom Internet ausgel&#246;sten und verst&#228;rkten Ver&#228;nderungen der Gesellschaft besser zu verstehen und allen Gruppen die Mitgestaltung der digitalen vernetzten Zukunft zu erm&#246;glichen.</p>
<p><img class="zentriert" title="institutsgruender" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/institutsgruender.jpg" alt="" width="500" height="288" /></p>
<p><em>Das Gr&#252;ndungsteam des Instituts f&#252;r Internet und Gesellschaft, von l. nach r.: Dr. Max Senges (Google), Prof. Thomas Schildhauer (UdK), Dr. Jeanette Hofmann (WZB), Dr. Wolfgang Schulz (HBI), Prof. Ingolf Pernice (HU) und Ahmet Emre Acar (Ansprechpartner des Instituts)</em></p>
<p>Der Pr&#228;sident der Universit&#228;t der K&#252;nste <em>Prof. Martin Rennert</em> betonte die Bedeutung der Gestaltung f&#252;r ein solches interdisziplin&#228;res Instituts. »Die vielf&#228;ltigen Fragestellungen – rechtliche, ethische, wirtschaftliche, aber auch politische –, welche uns durch neue Kommunikationstechniken auf den Tisch gekommen sind, m&#252;ssen auch von Seiten einer Universit&#228;t bearbeitet werden, die sich in all ihren F&#228;chern der nuanciertesten Kommunikation durch K&#252;nste und Gestaltung widmet. Es gibt in der UdK Berlin keinen Studiengang, in welchem entsprechende Fragen nicht zum t&#228;glichen Brot geh&#246;ren.« Die Einfl&#252;sse des Internets wirkten sich nicht nur stark auf die visuelle Kommunikation aus, sondern w&#252;rden auch entscheidend von der Gestaltung mitgeformt.</p>
<p>Ebenfalls interessant f&#252;r Designer: <em>Prof. Thomas Schildhauer</em>, Mitbegr&#252;nder der Crowdsourcing-Plattform <strong><em>Jovoto</em></strong>, geh&#246;rt ebenfalls zum <a href="https://sites.google.com/a/internetundgesellschaft.de/betasite/gruendungsteam" target="_blank">Gr&#252;ndungsteam</a> des neuen Instituts. Der Informatiker, Marketingexperte und Internet Forscher gr&#252;ndete 1999 und leitet seitdem als Direktor das gr&#246;&#223;te <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/An-Institut" target="_blank">An-Instituts</a> der UdK, das <em>Institute of Electronic Business</em> (IEB). Sein Lieblingsthema sind die Schwarmintelligenz und internetbasierte Gesch&#228;ftsmodelle. Auf der Pressekonferenz betonte er, dass das neue Institut als zentrale Anlaufstelle zur Beobachtung, Analyse und Bewertung internetbasierter Innovationen diene. »Insbesondere die Rolle des Nutzers im Innovationsprozess soll untersucht werden.«</p>
<p><img class="zentriert" title="forschungsgebiete" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/forschungsgebiete.gif" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Gro&#223;en Wert werde in der neuen Forschungseinrichtung auf den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft gelegt. Dabei erm&#246;gliche die Expertise der Direktoren in den Themengebieten eine auf die Menschen fokussierte Untersuchung der Wechselwirkungen von Internet und Gesellschaft. Um die Unabh&#228;ngigkeit des Instituts sicher zu stellen, existieren von Anfang an zwei Gesellschaften: Eine F&#246;rdergesellschaft gew&#228;hrleistet die Finanzierung des Instituts; das unabh&#228;ngige Institut als Forschungsgesellschaft bestimmt die Inhalte und Ziele. Ein wissenschaftlicher Beirat wird die Forschungsarbeit des Instituts kritisch begleiten.</p>
<p>Das neue Institut soll als An-Institut der Humboldt-Universit&#228;t gegr&#252;ndet und in den R&#228;umen der dortigen Juristischen Fakult&#228;t untergebracht werden. Die offizielle Er&#246;ffnung des Instituts f&#252;r Internet und Gesellschaft ist f&#252;r Ende Oktober 2011 geplant. Zum Start der Forschungsarbeit werden die Gr&#252;ndungspartner zu einem internationalen Symposium nach Berlin einladen.</p>
<p><img class="zentriert" title="rennert" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/rennert.jpg" alt="" width="490" height="238" /></p>
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		<title>Heute morgen im Bergmann-Kiez</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 08:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Stunde startet die Berliner Fashion Week durch. Die Messen &#246;ffnen ihre Pforten und die gro&#223;en Laufstegschauen beginnen. Den Auftakt im Zelt am Brandenburger Tor bestreitet der Nachwuchsdesigner Michael Sontag. Tausende Besucher str&#246;men zu der auf Streetwear spezialisierten Messe Bread &#38; Butter auf dem Flughafen Tempelhof, ein Steinwurf weg vom FontShop. Die Stra&#223;en run um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-18819" title="coolway1" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/coolway1.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>In dieser Stunde startet die Berliner Fashion Week durch. Die Messen &#246;ffnen ihre Pforten und die gro&#223;en Laufstegschauen beginnen. Den Auftakt im Zelt am Brandenburger Tor bestreitet der Nachwuchsdesigner <a href="http://www.berlinfashion.tv/fashion-events/fashion-week/berlin/2011/01/michael-sontag/" target="_blank">Michael Sontag</a>. Tausende Besucher str&#246;men zu der auf Streetwear spezialisierten Messe <a href="http://www.breadandbutter.com/summer2011-super/de/home/" target="_blank">Bread &amp; Butter</a> auf dem Flughafen Tempelhof, ein Steinwurf weg vom FontShop.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-18819" title="coolway2" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/coolway2.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>Die Stra&#223;en run um die Bread &amp; Butter sind nicht nur mit Taxen und gesch&#228;ftigen Mode-Menschen &#252;berf&#252;llt: au&#223;ergew&#246;hnliche Werbema&#223;nahmen erregen die Aufmerksamkeit der Passanten. Das spanische Young-Fashion-Schuh-Label <a href="http://www.coolway.com/html/inicio.aspx" target="_blank">Coolway</a> hat sich zum Beispiel eine hippe Guerilla-Marketing-Aktion ausgedacht. In den Fahrradst&#228;ndern des Bergmann-Kiez stecken 1:1-Pappkarton-Fahrradmodelle, beschriftet mit dem Coolway-Logo und dem Hinweis »Scan &amp; Score«, die zum Einlesen eine QR-Codes auffordert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-18819" title="coolway3" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/07/coolway3.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>An Ampeln h&#228;ngen Karton-Ghettoblaster, an Laternenmasten Skateboards auf Pappe. Allein das Ziel der Barcode-Reise ist eher entt&#228;uschend. Statt auf einer farbigen Produktseite landen die mobilen Surfer auf einer trostlosen <a href="http://www.likify.net/Like/WWWCOOLWAYCOM1" target="_blank">Likify-Landing-Page</a>, die zum Facebook-Liken auffordert. Da h&#228;tte ich mir aber einen spannenderen Abschluss gew&#252;nscht.</p>
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		<title>Vorank&#252;ndigung: Typostammtisch-Pecha-Kucha</title>
		<link>http://www.fontblog.de/vorankundigung-typo-stammtisch-pecha-kucha</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 22:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Am kommenden Donnerstag findet zum 25. Mal der Berliner Typo-Stammtisch statt, gegr&#252;ndet und veranstaltet von Ivo Gabrowitsch (@typostammtisch). Und wieder einmal nutzen zehn Mitwirkende diesen Abend in der Kreuzberger Gastst&#228;tte Max &#38; Moritz dazu, ihre Vortragskunst in Form eines Pecha-Kucha-Referats weiter zu entwickeln: 20 Folien à 20 Sekunden, macht 6 min und 40 Sekunden Rededauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/typostammtisch_gross.jpg" rel="lightbox[18355]"><img class="zentriert" title="Einladung zum 25. Berliner Typostammtisch, ein Pecha-Kucha-Abend" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/typostammtisch_klein.jpg" alt="" width="500" height="282" /></a></p>
<p>Am kommenden Donnerstag findet zum 25. Mal der <em>Berliner Typo-Stammtisch</em> statt, gegr&#252;ndet und veranstaltet von<em> Ivo Gabrowitsch</em> (<a href="https://twitter.com/#!/typostammtisch" target="_blank">@typostammtisch</a>). Und wieder einmal nutzen zehn Mitwirkende diesen Abend in der Kreuzberger Gastst&#228;tte <em>Max &amp; Moritz</em> dazu, ihre Vortragskunst in Form eines Pecha-Kucha-Referats weiter zu entwickeln: 20 Folien à 20 Sekunden, macht 6 min und 40 Sekunden Rededauer pro Kandidat. Hier das aktuelle Line-up:</p>
<ul>
<li>Ole Sch&#228;fer »Rockdesign«</li>
<li>Alex Branczyk »Keine Bahnhofs-, eine Flughafenschrift!«</li>
<li>J&#252;rgen Siebert »Die 10 gr&#246;&#223;ten Designjobmissverst&#228;ndnisse«</li>
<li>Frank Rausch »Money, Money, Money«</li>
<li>Georg Seifert »Glyphs (Teil 2)«</li>
<li>Andreas Frohloff »Einblicke in meine Federsammlung«</li>
<li>Christine Gertsch »Modono Mio«</li>
<li>Silke Schaffrath &#038; Ilja Wanka »Kultur gut st&#228;rken«</li>
</ul>
<p>Ihr seht: <strong>2 Live-acts sind noch zu vergeben …</strong> mitmachen, lampenfiebern und ein Jahr sp&#228;ter auf der TYPO-B&#252;hne stehen.</p>
<p>In meinem Beitrag werde ich versuchen – anders, als die unendlich langen Bem&#252;hungen der europ&#228;ischen W&#228;hrungsh&#252;ter bei der Griechenland-Rettung –, binnen Minuten ein &#252;berzeugendes Sanierungskonzept f&#252;r die Grafikdesignbranche zu pr&#228;sentiern. Auf 20 Folien entlarve ich – <strong><em>in einem Countdown à la David Letterman</em></strong> – die 10 d&#228;mlichsten Vorurteile der Designszene, beginnend mit Platz 10 (dem am wenigsten d&#228;mlichsten) und endend mit Platz 1 (dem top-d&#228;mlichsten Jobmissverst&#228;ndnis in der Designwelt). Eine Schnellumfrage unter einem Dutzend Design-Koryph&#228;en hat mir dabei geholfen, die Thesen fundiert zu entwickeln. Jede der 10 Thesen wird auf 2 gespiegelte Sichtweisen pr&#228;sentiert:</p>
<ol>
<li>als entlarvendes, bereits verinnerlichtes Selbstbild des Designers</li>
<li>als sprach-taktisches Man&#246;ver seines Auftraggebers</li>
</ol>
<p>Nachfolgend ein Beispiel zur Verdeutlichung, das nicht im Vortrag enthalten ist. Der Designer eines Buchumschlags hat das 800-seitige Werk inzwischen gelesen und glaubt, dass sein erster Entwurf (entstanden vor dem Lesen des Buchs) doch nicht so gut ist wie sei neuer (nach dem Lesen des Buchs entstanden). Seine (falsche) Selbstsicht: <strong>Der zweite Entwurf ist immer besser als der erste! </strong>(diese Aussage st&#252;nde dann auf meiner 1. Folie). Anschlie&#223;end folgt die Sichtweise des Verlegers (= Auftraggeber, 2. Folie), die um einiges h&#228;rter ist als das Selbstbild des Designers: »Glauben Sie, dass wir mit diesem Titelbild auch nur ein Buch mehr verkaufen werden?« Hammer, oder?! Und so geht das 10 mal volle Kanne weiter … 20 Slides.</p>
<p>Ich hoffe, wir sehen uns am Donnerstag im Max &amp; Moritz.</p>
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		<title>Exklusivschrift f&#252;r den Berlin Brandenburg Airport</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 20:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[[Dieser Beitrag erschien am 20. Mai unter dem Titel »Eine Flughafen-, keine Bahnhofsschrift« im TYPOblog und beschreibt die Pr&#228;sentation der BBI-Hausschrift von Alex Branczyk auf der TYPO Berlin 2011. Der Text erscheint hier im Fontblog, leicht erg&#228;nzt und mit aktuellen Abbildungen versehen. Autor: Harry Keller.] Abflug und Landung: Die Schrift f&#252;r den neuen Flughafen Berlin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Dieser Beitrag erschien am 20. Mai unter dem Titel »<a href="http://www.typoberlin.de/blog/archives/4831" target="_blank">Eine Flughafen-, keine Bahnhofsschrift</a>« im <strong>TYPOblog</strong> und beschreibt die Pr&#228;sentation der BBI-Hausschrift von <em>Alex Branczyk</em> auf der TYPO Berlin 2011. Der Text erscheint hier im Fontblog, leicht erg&#228;nzt und mit aktuellen Abbildungen versehen. Autor: Harry Keller.]</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-18297" title="bbi_aufmacher" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/bbi_aufmacher.jpg" alt="" width="490" height="282" /></p>
<p><strong>Abflug und Landung: Die Schrift f&#252;r den neuen Flughafen Berlin Brandenburg International</strong></p>
<p>»Ist das jetzt <em>Arial</em> oder <em>Helvetica</em>? Keine Ahnung.« &#220;ber diese Art typografischer Weltfremdheit kann der TYPO-Berlin-Besucher nur milde l&#228;cheln. Nat&#252;rlich kennen wir die Unterschiede zwischen diesen beiden Schriftarten: Am G, am R, am C, um nur einige zu nennen … <a href="http://www.ms-studio.com/articlesarialsid.html" target="_blank">ein</a> <a href="http://createordie.de/cod/news/Arial-%26-Helvetica-%26ndash%3B-die-kleinen-Unterschiede-051366.html" target="_blank">Dutzend</a> <a href="http://ilovetypography.com/2007/10/06/arial-versus-helvetica/" target="_blank">Websites</a> widmet sich ausf&#252;hrlich der Anatomie dieser beiden Schritarten. Dass der flapsige Spruch aus dem Munde eines Vortragenden stammt, verwundert zun&#228;chst. Doch <em>Alexander Branczyk</em> darf das. Er hat die Schrift f&#252;r den <a href="http://ber.berlin-airport.de" target="_blank">Berlin Brandenburg International Airport</a> entwickelt.</p>
<p>Um diese ging es zun&#228;chst gar nicht. Stattdessen stellte er andere Projekte vor, zum Beispiel ein Haus in Berlin Marzahn, das aus Buchstabenreihen konstruiert ist. »Christlicher Garten« hei&#223;t der Bau, &#252;ber den <a href="http://www.fontblog.de/der-christliche-garten-kann-wachsen" target="_blank">Fontblog schon mehrfach berichtete</a>, und er ist zweifellos einen Besuch wert … Aber sollte nicht die neue BBI-Schriftart pr&#228;sentiert werden? Das sah Branczyk dann auch irgendwann – fast widerwillig – ein und legte los.</p>
<p><img class="zentriert" title="bbi_pik" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/bbi_pik.gif" alt="" width="490" height="265" /></p>
<p>Seine B&#252;ro <a title="xplicit" href="http://www.xplicit.de/">Xplicit</a> ist auf dem Typograﬁegebiet nicht unerfahren, schlie&#223;lich entwickelte es die typografischen Komponenten im Spardabank- und Duravit-Erscheinungsbild. Im Vergleich mit diesen Projekten erscheint die Aufgabe, einen Flughafen mit Buchstaben zu best&#252;cken, ungleich verantwortungsvoller, weshalb das Publikum zun&#228;chst einen Einblick in die Recherchearbeit bekam. Fazit: Viele Flugh&#228;fen sehen gleich oder zumindest &#228;hnlich aus: <em>Frutiger, Arial </em>und<em> Helvetica</em> dominieren schwarz auf gelbem Grund das Bild der Airport-Leitsysteme.</p>
<p><img class="zentriert" title="bbi2" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/bbi2.png" alt="" width="490" height="251" /></p>
<p>Dagegen str&#228;uben sich Branczyk und seine typophilen Mitstreiter von Xplicit, sowie der hinzugezogene Schriftentwerfer <em>Georg Seifert</em>. Sie und die f&#252;r das Geb&#228;udeleitsystem verantwortlichen Moniteurs Berlin fanden, dass es an der Zeit sei, die omnipr&#228;sente Frutiger abzul&#246;sen. Die Uniformit&#228;t der internationalen Airports widerstrebt ihnen, sie wollen Individualit&#228;t. Nicht eine Schrift f&#252;r alle Flugh&#228;fen, sondern passende f&#252;r jeden einzelnen.</p>
<p>Dennoch begann die Arbeit mit der Frutiger, schlie&#223;lich ist diese f&#252;r ihre Lesbarkeit bekannt und wurde urspr&#252;nglich von ihrem Namensgeber f&#252;r den <em>Charles de Gaulle Flughafen</em> in Paris entworfen. Dann jedoch begannen bei Xplicit die &#220;berlegungen, wie man die Schriftart an die Umgebung Berlin-Brandenburg anpassen k&#246;nne. Zun&#228;chst fiel das Flughafengeb&#228;ude selbst ins Blickfeld: Dieses empf&#228;ngt den Reisenden mit einer geometrisch-kantigen, konstruktivistischen Architektur. Daran solle sich auch die Schrift orientieren, fand Xplicit und entschied sich gegen Verspachtelungen, gegen ein zu weiches, organisches Erscheinungsbild.</p>
<p><img class="zentriert" title="bbi3" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/bbi3.png" alt="" width="490" height="447" /></p>
<p>Stattdessen sollte die neue Type aufrecht, konstruiert, gerade und schlank wirken: Leichtigkeit ausstrahlen, als w&#252;rde sie fliegen. Unter diesen Gesichtspunkten wurden die Buchstaben ge&#246;ffnet, verschlankt, weniger bauchig konzipiert. Desweiteren lie&#223; Xplicit typographische Feinheiten wie die tz-Ligatur der Berliner Stra&#223;enschilder einflie&#223;en – ob solche Details es letztendliche in die finale Schrift geschafft haben, durfte oder wollte Branczyk nicht verraten. Die Pr&#228;sentation des gesamten Corporate Design fand erst am 3. Juni dieses Jahres statt, also nach Branczyks Pr&#228;sentation im Haus der Kulturen der Welt.</p>
<p>Eine weitere Besonderheit findet sich bei der Anbringung des Leitsystems im Flughafen: Hier wird weitestgehend auf h&#228;ngende, applizierte Schilder verzichtet. Stattdessen werden die Lettern direkt auf den dunklen Holzvert&#228;felungen des neuen Airports angebracht. Dadurch integriert sich die Schrift besser, sie wird Bestandteil der Architektur.</p>
<p><img class="zentriert" title="bbi1" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/bbi1.jpg" alt="" width="490" height="263" /></p>
<p><em>Lesbarkeits- und Funktionstest des Geb&#228;udeleitsystems der Moniteurs<br />
</em></p>
<p>Ein Vortrag &#252;ber eine einzige Schriftart – das gibt es nur auf der TYPO-Konferenz. Die rund 200 Zuh&#246;rer, darunter der Schriftenpapst <em>Erik Spiekermann</em> in der ersten Reihe, wissen selbstverst&#228;ndlich alle, welche Arbeit in der Erstellung einer solchen Schriftfamilie steckt, die sowohl f&#252;r das Leitsystem, die Drucksachen wie auch die Website von BBI geschaffen wurde. Den eiligen Flugg&#228;sten hingegen, die Arial und Helvetica tats&#228;chlich nicht unterscheiden k&#246;nnen und ab dem kommenden Jahr tagt&#228;glich durch BBI eilen und vom durchdachten Leitsystem profitieren werden, bleibt dies sicherlich verborgen.</p>
<p><img class="zentriert" title="Willy" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/Willy.jpg" alt="" width="490" height="162" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gut, b&#246;se, h&#228;sslich: Supermarkt-Typograﬁe</title>
		<link>http://www.fontblog.de/gut-bose-hasslich-supermarkt-typograe</link>
		<comments>http://www.fontblog.de/gut-bose-hasslich-supermarkt-typograe#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 09:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein jeder mache den Selbsttest: Was f&#228;llt dir zu Lidl ein? Was f&#228;llt dir zu Edeka ein? Was f&#228;llt dir zu Penny ein? Was f&#228;llt dir zu Netto ein? Es gibt Supermarktketten, die habe sich – visuell oder mit bestimmten Produkten – in unserer Erinnerung verankert. Andere l&#246;sen partout kein Bild in unserem Gehirn aus. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="zentriert" title="tegut_schild" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/tegut_schild.jpg" alt="" width="490" height="272" /></p>
<p>Ein jeder mache den Selbsttest: Was f&#228;llt dir zu <em>Lidl</em> ein? Was f&#228;llt dir zu <em>Edeka</em> ein? Was f&#228;llt dir zu <em>Penny</em> ein? Was f&#228;llt dir zu <em>Netto</em> ein? Es gibt Supermarktketten, die habe sich – visuell oder mit bestimmten Produkten – in unserer Erinnerung verankert. Andere l&#246;sen partout kein Bild in unserem Gehirn aus. Oder nur Puzzlesteine. Denke ich an <em>Aldi</em> (Nord), assoziiere ich eine Halle mit vielen Paletten, Kartons und B&#252;chsen. Zu <em>Penny</em> f&#228;llt mir gar nichts ein. <em>Rewe</em> ist aufger&#228;umt, dort gibt es alles, neben der billigen Eigenmarke <em>ja!</em> sogar prima Premium-Produkte.</p>
<p>Zwei aktuelle und leseswerte Blogbeitr&#228;ge (bei <em>Faz.net/Supermarktblog</em> und <em>Fonts in use</em>) besch&#228;ftigen sich mit dem Thema Lebensmittelketten und ihre Typografie. Mit dem Autor des Beitrags <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/supermarkt/archive/2011/05/31/netto-verpasst-seiner-eigenmarke-biobio-schon-wieder-ein-neues-design.aspx" target="_blank">Netto verpasst seiner Eigenmarke ›BioBio‹ schon wieder ein neues Design</a>, <em>Peer Schader</em>, habe ich kurz gesprochen. Wir haben gemeinsam die Schriften identifiziert, mit denen BioBio damals, zwischenzeitlich und heute wieder in Erscheinung tritt. Meine Vermutungen zur Schriftwahl sind in seinem Beitrag zitiert, aber nicht so scharf, wie ich es hier machen kann und werde:</p>
<p>Schader glaubt, dass der grauenhafte visuelle Auftritt von <em>Netto</em> System habe … man wolle eben <em><strong>billig</strong></em> aussehen. Ich dagegen glaube, dass sich der visuelle Auftritt von <strong><em><a href="http://www.netto-online.de/home/home.php" target="_blank">Netto</a></em></strong> (und manch anderer Billigl&#228;den) auf purem Unverm&#246;gen st&#252;tzt. Bei der Schriftwahl von <em>BioBio</em> gehe ich von einer Zufallsentscheidung aus: Man hat genommen, was gerade auf dem Grafikrechner geladen war, n&#228;mlich die allgegenw&#228;rtigen Klassiker der Betriebssysteme bzw. der mit dem Grafikprogramm gelieferten Fonts. Anders kann ich mir die Beliebigkeit der Textgestaltung nicht erkl&#228;ren.</p>
<p><em>Billig sein</em> ist eine wichtige Markenqualit&#228;t im Discount-Bereich. Wie alle anderen Markeneigenschaften auch, muss sie professionell kommuniziert werden. <em>Plus</em> hat das einst mit den »kleinen Preisen« vorgemacht, auch <em>MediaMarkt</em> und <em>Easy Jet</em> verstehen es, preisbewusste Kunden gezielt anzusprechen. Darum bin ich verwundert, dass viele Menschen (durchaus auch Designer) die Eigenschaft <em>billig</em> mit <em>minderwertig</em> in der Kommunikation gleich setzen. Leider finden wir viel zu h&#228;ufig Best&#228;tigungen f&#252;r die Gleichung <em>billig = schlecht gemacht</em>. Richtig und &#246;konomisch schmerzhaft ist aber die Gleichung: <em>schlecht gemacht = schlechte Werbung</em>.</p>
<p>Erinnern wir uns noch mal an das heftig diskutierte Schrottschild f&#252;r die Berliner <em>Fahrschule Edelwei&#223;</em>: <a href="http://www.fontblog.de/ronald-w-ist-sauer-auf-uns-typografen">Ronald W. ist sauer auf uns Typografen</a>. Es blieben drei &#252;berraschende Erkenntnisse, nach 137 Kommentaren:</p>
<ul>
<li>der Sch&#246;pfer wusste nicht, was er (typografisch) tat</li>
<li>weniger (Effekte) w&#228;re mehr gewesen und damit:</li>
<li>gute Typografie ist billiger als schlechte Typografie</li>
</ul>
<p>Die Autorin des zweiten lesenswerten Beitrags zur Supermarkt-Typografie ist die Hochschullehrerein und TYPO-Moderatorin <em>Indra Kupferschmid</em>. F&#252;r das englischsprachige Blog <a href="http://fontsinuse.com" target="_blank">Fonts In Use</a> hat sie sich mit der Schriftwahl der nordhessischen Handelskette <em><strong><a href="http://www.tegut.com/" target="_blank">Tegut</a></strong></em> auseinandergesetzt, deren Erfolgsgeschichte in ihrer Heimatstadt Fulda begann und im Handelsmarketing als Vorbild taxiert wird. Ich sch&#228;tze mich gl&#252;cklich, just in der letzten Woche zum ersten Mal einen Tegut betreten zu haben, dessen Filialen sich inzwischen bis in meine s&#252;dhessische Heimat ausgebreitet haben. Das Einkaufen hat richtig Freude gemacht. Ich f&#252;hlte mich als Kunde ernst genommen, was viel mehr mit Regalen, Wegen, dem Angebot und Tageslicht aus Fenstern zu tun hatte als mit der – in der Tat vorz&#252;glichen – Typografie. Aber lest selbst: <a href="http://fontsinuse.com/tegut/" target="_blank">Good groceries deserve good typography.</a></p>
<p><img class="zentriert" title="netto_screen" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/06/netto_screen.jpg" alt="" width="490" height="277" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sorry, Coca-Cola, versteh’ nur Bahnhof</title>
		<link>http://www.fontblog.de/sorry-coca-cola-versteh-nur-bahnhof</link>
		<comments>http://www.fontblog.de/sorry-coca-cola-versteh-nur-bahnhof#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 May 2011 07:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen auf meiner Cola-Dose: »Warum dann nicht auch alles kann und zero muss?« Wer kann mir &#252;bersetzen Satz das? (mehr Zero-B&#252;chsen hier …)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="zentriert" title="Warum dann nicht auch alles kann und zero muss?" src="http://www.fontblog.de/wp-content/uploads/2011/05/zero_cola.jpg" alt="" width="490" height="330" /></p>
<p>Heute Morgen auf meiner Cola-Dose: »Warum dann nicht auch alles kann und zero muss?« Wer kann mir &#252;bersetzen Satz das? (mehr Zero-B&#252;chsen <a href="http://newsroom.coca-cola-gmbh.de/ccd/2011/03/coca-cola-zero-dosen-aktion-warum-dann-nicht-auch.html#top" target="_blank">hier …</a>)</p>
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