— In eigener Sache —


Sportschriften – die Sieger

Die überwältigende Resonanz auf mein gestrige Sportaufgabe hat mich überrascht und gefreut. Euer Interesse hat mich angeregt, den geplanten Beitrag über Sportschriften zu erweitern. Er wird daher erst heute Mittag erscheinen, unter dem Titel »Sport und Typografie«. Zuvor möchte ich jedoch die Gewinner bekanntgeben. Viele der vorgeschlagenen Schriften und Schriftstile decken sich mit meinen 15 ausgewählten Sportschriften, 3 sind Volltreffer. Ich vergebe aber 4 Preise, weil ein »Fleißbienchen« an Robert M. Schoene geht :)

  1. Typodarium: Gero Pflüger (Crillee)
  2. Slanted 11 (incl. Cheers): Frank (United)
  3. Leerzeichen für Applaus: Patrick (Princetown)
  4. Schriftwechsel: Robert M. Schoene (»Fleißbienchen«)

PS @Holland: Du hältst FF DIN Round für sportlich, ich auch, was aber bereits im Beitrag erwähnt ist. Daher gibt es dafür leider keinen Preis.

Schreibschrift Baka, für 15,– statt 20,– €

Baka, japanisch für Dummkopf, war ursprünglich ein Schreibexperiment auf Papier. Neil Summerour gefiel die Schrift allerdings so gut, dass er digital weiter arbeitete, um sie in eine perfekte Form zu bringen. Mehr als 1000 Zeichen wurden von ihm auf Baumwollpapier entworfen und in die beiden Zeichensätze Baka und Baka Too überführt. Er zeichnete die Lettern übrigen nicht mit einem Pinsel, sondern mit einen Füllfederhalter, dessen Spitze er abgeschrägter.

Als Stern der Woche kostet Baka in den kommenden 7 Tagen nur 15,– statt 20,– €. Hier geht es zur Bestellung auf www.fontshop.de …

Zur Pflege der Tradition des Notizhefts

Trotz Smartphones und iPad: Die Gepflogenheit, ein Notizbüchleins bei sich zu tragen, ist so populär wie nie zuvor. Einer der Gründe hierfür ist die allgegenwärtige Marke Moleskine. Sie hat ihr Sortiment in den letzten Jahren stark ausgebaut, so dass es inzwischen für jeden Zwecke ein Moleskine-Heftchen gibt – vom Kalender über den Organizer bis hin zum City-Notebook. Die ursprüngliche Idee des schlanken Ideenspeichers ist darüber fast in Vergessenheit geraten.

Diese Entwicklung nervte die Designer von Draplin (Portland, USA) und Coudal Partners (Chicago, USA) irgendwann, weil sie sich »beobachtet fühlten« bei dem Gedanken, an öffentlichen Orten ein Notizheft zu zücken. »Da beruft sich ein 1997 gegründeter Hersteller, der in China produzieren lässt, auf die Tradition von Hemingway, Van Gogh und Matisse … das passt irgendwie nicht zusammen.« spöttelten sie in ihrem Blog. Auf der Suche nach einem ehrlichen, authentischen Notizheft, das es wert ist, mit guten Ideen gefüllt zu werden, entschlossen sie sich irgendwann zur Selbsthilfe: Sie gestalteten sich eines nach ihrem Geschmack. Die Field Notes waren geboren.

Die »Field Notes« haben nichts mit Feldpost oder Kriegstagebüchern zu tun, sondern knüpfen an die wissenschaftliche Tradition der Feldforschung an (vgl. Wikipedia.en-Artikel Fieldnotes). Unter Feldforschung versteht man die systematische Erforschung von Kulturen oder bestimmten Gruppen, indem man sich in deren Lebensraum begibt und das Alltagsleben der Menschen zeitweise teilt. Mithilfe eines oder mehrerer Informanten und durch gezieltes Fragestellen sowie teilnehmende Beobachtung werden wissenswerte Informationen über die betreffende Kultur oder Gruppe gesammelt. Eine für Designer durchaus empfehlenswerte Strategie … Wer die TYPO 2010 besucht hat, wird sich vielleicht an den Vortrag von Jan Chipchase erinnern, der im Auftrage von Nokia solche Forschungen in entlegenen, nicht-industrialisierten Regionen durchgeführt hat.

Die Field-Notes-Heftchen bringen drei essenzielle Werte unter einen Hut: Bescheidenheit, Ästhetik und – wichtig für die Fans in ihrem Geburtsland – »Made in USA«. Dass sie darüber hinaus nützlich sind (klein und flach, abgerundete Ecken, 3 Heftklammern, 48 Seiten), haltbar und erschwinglich ist eine Selbstverständlichkeit – unterscheidet sie aber nicht von vielen anderen Notizheften. Kein Wunder also, dass die Field Notes vor allem durch ihre inneren Werte binnen kurzem zum Kult bei den US-Designern wurden.

Wir haben uns bei FontShop gedacht: Warum sollen nur die Kollegen in den USA in den Genuss dieses sinnvollen Tools kommen? Also haben wir Kontakt mit dem Hersteller aufgenommen, das OK für den Vertrieb in Deutschland eingeholt und eine ordentliche Erstbestellung abgeschickt. Jetzt gibt es die Field Notes auf www.fontshop.de, in unterschiedlichen Paketen, auf Wunsch auch mit passendem Schreib- oder Zeichenwerkzeug.  Ein 3er-Päckchen schlägt mit 10,00 € netto zu Buche, inkl. MwSt und Versand kostet ein Heftchen (88 x 139 mm) somit 6,75 € brutto (bei der gleichzeitigen Bestellung eines Buches bei FontShop entfallen übrigens die 7 € Versandkosten). Sicherlich kein Schnäppchen, aber angemessen für ein gut gestaltetes, praktisches und vernünftiges Notizheft.

(Abb: fieldnotesbrand.com und Fontblog)

1000 Bar & Cafe Graphics, für 14,– statt 37,– €

Gaststätten, Bars und Cafés gehören zu jenen Geschäften, die ihre Kunden überwiegend mit visuellen und emotionalen Mitteln ansprechen. Ein durchdachtes Marketing und überzeugendes Branding sind für Lokale überlebenswichtig. Dieses Buch liefert Anregungen sowie Dos & Don’ts für gestalterische Ideen im Gaststättengewerbe. Es bietet Entwerfern eine sichere Orientierung inkl. Argumente für Promotion, Menukarten, Flyer, Installationen, CI und das ganze Drumherum. Nicht nur für Restaurantbesitzer ein Muss.
Kostet als Stern der Woche auf www.fontshop.de in den kommenden Tage weniger als die Hälfte, nämlich 14,– statt 37,– €. Hier geht es zur Bestellung …

Designbücher für den kleinen Geldbeutel

FontShop führt seit heute die Bücher des Stiebner Verlag, München. Sein Programm widmet sich unter anderem den Themen Grafik, Design, Typografie, Mode, Karikaturen und Kunst … vielen Fontblog-Lesern wird das Magazin Novum ein Begriff sein, Europas führende Monatszeitschrift zum Thema Grafikdesign. Das Schöne an den Büchern von Stiebner: Sie kosten nicht die Welt und sind daher auch für Studierende eine empfehlenswerte Anschaffung. Auf dieser Seite bei www.fontshop.de stehen 8 Bücher aus dem Bereich Corporate Design, Editorial Design, Designpraxis und Typografie zur Auswahl. Unsere Pflichtangabe »Angebot nur für Gewerbe, Handel, Industrie, Behörden« deutet vor allem darauf hin, dass alle Preise bei FontShop ohne MwSt. angegeben sind … wir liefern unsere Bücher selbstverständlich auch an Hochschüler … und natürlich versandkostenfrei!

Corporate-Font-Familie Museo Sans, für 55 €

Die Museo-Schriftfamilie, entworfen vom holländischen Designer Jos Buivenga, ist selbst ohne Aktionspreis eine ausgesprochenes Schnäppchen: der Einzelschnitt ab 12,50 €, die 10-köpfige Familie gerade mal 65 €. Und trotzdem reduziert FontShop diesen Preis nochmals um 10 €, weil wir der gut ausgebauten, modernen Museo als Stern der Woche mehr Aufmerksamkeit geben möchten. Zur Stern-der-Woche-Bestellung …

Museo Sans ist eine sehr gut ausgebaute lineare Groteskschrift, die Schwester der raffinierten Museo Slab …
Ihr kräftige Architektur und die schwachen Kontraste garantieren ihre Neutralität, so dass sie vor allem im Corporate Design, bei Leitsystemen und im Editorial-Design punkten kann. Weil beim Entwerfen die Lesbarkeit im Vordergrund stand, erweist sie sich auch in Lesetexten und sogar am Bildschirm als ausgesprochen gut lesbar.

Das in Arnhem angesiedelte Ein-Mann-Fontlabel Exljbris wurde 2004 von Jos Buivenga gegründet. 1984 begann er sein Studium an der Academy of Arts Arnhem. Seine erste Schrift Delicious entwarf er 1994. Diese wurde dann nur zwei Jahre später veröffentlicht. Seitdem fesselt ihn das Schriftengestalten. Hauptberuflich arbeitet er in einer Werbeagentur als Art Director. Neben dem Beruf entwirft er mit Begeisterung weiterhin Schriften.

Paper for Great Graphic Design, für 14 € statt 37 €

In der Druckwelt beeinflusst die richtige Wahl der Papierart jedes Designprojekt. Gerade Designer klagen oft über den Mangel an wirklich gutem Referenzmaterial. »Paper for Great Graphic Design« versucht die Lücke zu füllen.

Fallstudien zeigen, wie das Papier ausgewählt wurde und welche kreativen Verarbeitungstechniken zum Einsatz kammen: Faltung, Bindung, Beschnitt, Prägung, Druckverfahren etc. Keith Stephenson und Mark Hampshire machen den Erfolg ausgesuchter Drucksachen transparent. Das Buch stellt Arbeiten mit unterschiedlichen Budgets vor und zeigt, wie man das Optimum aus den verschiedenen Papierqualitäten herausholt.

Als Stern der Woche bietet FontShop das Werkzeug für 14,– statt 37,– € an.
Hier geht es zur Bestellung …

Und jetzt alle: Gefällt mir!

Die Nachrichten aus der Welt der Schriften reißen nicht ab, wenn Fontblog sich ab heute für 14 Tage in Schweigen hüllt. Ganz im Gegenteil: Es gibt einen neuen Font-Sender – die FontShop.de-Fanpage auf Facebook. Ein Redaktionsteam um FontShop-Marketingleiterin Kathrin Kluge veröffentlicht dort nicht nur Nachrichten in eigener Sache, sondern allerlei Fundstücke aus der Schrift- und Designszene, Veranstaltungen sowie Mitteilungen von Kollegen und internationalen Foundries. Ich bin sicher, das gefällt euch … Und mir erst.
Darum gehen wir jetzt alle auf die FontShop.de-Fanpage, klicken dort Gefällt mir und dann melde ich mich entspannt ab in den Urlaub.

Das DIN-Round-Coffee-Table-Book (Flash)

Die FF-DIN-Round-Schreibmaschine (Flash)*


*erfordert Flash, eingeschränkter Zeichensatz

Die amtliche Farbreferenz, für 149 € statt 199 €

Das umfangreichste und von Gutachtern und Verbänden anerkannte Referenzwerk »DCS CMYK Professional« zeigt absolut exakte Vierfarbdruckfelder. Die 5%-Abstufungen bis zu den Halbtönen geben Farbnuancen wieder, wie sie Designern fast täglich im Prepress-Alltag begegnen. Weil Bildschirme die kaum auszumachenden Farbunterschiede meist nicht darstellen können, bringt das DCS-Book echte Sicherheit ins Farbmanagement. Es versetzt Entwerfer und Produktioner in die Lage, im Layout oder der Bildbearbeitung genauste Farbkorrekturen vorzunehmen und die Druckergebnisse für ihre Auftraggeber zu perfektionieren.

Das DCS-Book CMYK besteht aus 256 Farbtafeln mit insgesamt 65.536 Farbreferenzen, gedruckt auf mattgestrichenem Bilderdruckpapier. Es bietet darüber hinaus:

  • ein umfassendes Vorwort zu Farbwiedergabe und -druck
  • ausführliche Gebrauchsanweisung
  • Farb- und Graustufenbilder in 10 Rasterweiten
  • Graustufen- (K) und Farbstufenmuster (C, M, Y, K) in 10%-Schritten und in 10 Rasterweiten
  • Lieferung im hochwertigen Ringordner mit 6-fach-Mechanik im Lichtschutzschuber

Als Stern der Woche bietet FontShop das Werkzeug für 149,– statt 199,– € an. Hier geht es zur Bestellung …

Webfont-Sandkasten FontFonter

Über FontFonter.com jede Website mit Webfonts ansehen

Seit Erscheinen der ersten 1250 Web-FontFonts im Februar 2010 (siehe auch: Heute ist Webfont-Tag) äußerten Webdesigner immer wieder den Wunsch nach einer Testseite für diese bildschirmoptimierten Schriften. Es hat uns etwas beschäftigt, weil FontShop kein weiteres »Fontlabor« einrichten wollte, sondern eine Testumgebung, die allen Live-Situationen gerecht wird und praktisch jede typografische Stellschraube berücksichtigt. Warum nicht auf existierender Webseiten einen Schriftwechsel durchführen. Gesagt, getan!

Die Homepage des Tagesspiegel – statt in Ariel und Verdana hier in FF Olsen Web

Nun ist sie da, die Experimentierkammer FontFonter, der schnellste und einfachste Weg, um Webfonts auf bestehenden Websites Probe zu fahren. Wer seine Lieblingsseite mal in einer anderen Schrift lesen möchte oder für ein Projekt in Arbeit ein paar Fonts durchspielen möchte wird www.fontfonter.com sofort lieben. Das Portal entstand in Zusammenarbeit mit Tim Ahrens (Just Another Foundry) und erlaubt zur Zeit das Einspielen von 25 verschiedenen Web-FontFont (darunter auch die neue FF DIN Round), wobei sich Serif- und Sans-Schriften getrennt voneinander austauschen lassen. Die Auswahl der Schriften wird in den kommenden Tagen erweitert.

Die Homepage des Tagesschau – ausnahmsweise mal in der Schrift FF Unit Web

FontFonter lief in den vergangenen 14 Tagen als Private-Beta, was zu einer Menge interessanter Verwandlungen führte. Vier davon sind auf der Startseite als Anregung zu sehen: die Homepages der New York Times, von Twitter, Digg und Google. Viele von uns haben gleich die eigenen Blogs unter die Lupe genommen, um den Abschied von den allgegenwärtigen Georgia und Verdana vorzubereiten. Andere suchten schlicht (die oben bereits zitierten) Font-Testseiten auf, um sich einigen Web-FontFonts analytisch zu nähern … hier zum Beispiel der FF Quadraat Web auf Tim Brown’s Web-Font-Specimen-Seite :-)

Die Homepage der ZEIT – versuchsweise gesetzt aus FF Dax Web und FF Meta Serif Web