Die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin und Potsdam ist eine Erfolgsgeschichte. Im kommenden Jahr findet sie zum 13. Mal statt. Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstitute und rund 70 technologieorientierte Unternehmen in Berlin und Potsdam wollen in der »klügsten Nacht des Jahres» einen Besucherrekord aufstellen. Ein neues Corporate Design soll der heterogenen Veranstaltung ein klares Profil verleihen. Hierfür gibt es eine Ausschreibung, die in Designerkreisen für Entsetzen sorgte.
Der Berufsverband der Kommunikationsdesigner (BDG) rät ab von Wettbewerben, die keine Jury bekanntgeben, kein Gesamtbudget und keine Entscheidungskriterien nennen. Allein das Beschaffen der Unterlagen für die Vorauswahl braucht zwei Tage und niemand weiß, wer danach und warum eingeladen wird. Und dann mal schnell die kreative Aufgabe lösen, ohne Honorar?!
Erik Spiekermann twitterte gestern: »Kostenlose Konzepte! Nicht mitmachen!«
Corprate Design (sic!) für die Lange Nacht der Wissenschaften Berlin etc…. Kostenlose Konzepte! Nicht mitmachen!bit.ly/S9NZmW
— erik spiekermann (@espiekermann) November 19, 2012
Gegenüber Fontblog äußert er: »Ein Skandal! Wer sich die Mühe macht, endlose Fakten beizubringen, der wird eingeladen. Unter den Eingeladenen entscheidet dann eine ›Entscheidungsstelle‹, die natürlich zusätzlich zum finanziellen Angebot auch gleich ein ›Grobkonzept‹ mit Skizzen will. Über den Honorarumfang der vom Gewinner zu erwartenden Leistungen wird kein Wort verloren.«
Was meinen die Fontblog-Leser?
















