Tut mir auch leid, liebe EMI, dass ich hier das wunderbare (typografische) Video von Samy Deluxe nicht zeigen kann. Daniel Meyer hat es mir ans Herz gelegt (vielen Dank dafür). Er schreibt: »Für einen Typofan ein leckerer Augenschmaus, das neue Video von Samy Deluxe, falls unbekannt, auf http://www.samy-deluxe.de/ einsehbar. Für die Umsetzung u. a. die ›Typeholics‹ aus Hamburg verantwortlich.«
Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr darüber geschrieben, aber dieser kleinkarierte Urheberrechtskrieg zwischen YouTube (die Beklagte; praktisch fürs plattformübergreifende Video-Einbetten), der GEMA (die Klägerin) und den Major-Musikfirmen (die Orientierungslosen) hat mir die Laune verdorben. Vielleicht geht es Samy Deluxe und den Video-Produzenten ähnlich und sie haben deswegen ein Making-of-Video produziert und auf YouTube hochgeladen. Immerhin haben sich das schon 31.000 Samy-Deluxe-Fans angesehen. Ist das jetzt die Zukunft, liebe Musikindustrie, das Angucken wie man Musik und Videos produziert, also der Konsum von Metainformation?
[Update]
Tape-TV hat mir inzwischen einen Embedding-Code gesendet, den ich gemeinsam mit diesem Backlink veröffentlichen darf: Mehr von Samy Deluxe gibt es auf tape.tv – Treppe Hoch!

















Für das Geburtstagsplakat der Berlinale haben die Designer die Titel alle Filme, die seit Beginn des Festivals 1951 gezeigt wurden, zusammengestellt und als Textmuster inszeniert (vgl. vergrößerter Ausschnitt am Beginn dieses Artikels). Rund 15 000 Filmtitel aus aller Welt bilden den Hintergrund und das Vordergrundmotiv des zweifarbigen Entwurfs. Weil auch die Chronologie aller Filme berücksichtigt wurde, werden sicherlich die Augen viele Betrachter bei näherem Hinschauen mit dem Lesen beginnen. Damit, so die Berlinale Leitung, biete das Poster einen ganz besonderen Blick auf die Festivalgeschichte. »Mit etwas Geduld wird jeder seine Lieblingsfilme finden. Mit dieser filmhistorischen Reise möchten wir alle Filmkünstler, deren Filme die Berlinale so besonders machten, noch einmal ehren«, kommentiert Festivaldirektor Dieter Kosslick das Konzept.