— Aktuell —


Wally Olins, 1930 – 2014

@ Marc Eckardt

Wally Olins, einer der großen Markenmacher -und -designer unserer Zeit, Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (CBE), starb am gestrigen Montag nach kurzer Krankheit im Alter von 83 Jahren (Quelle: The Guardian). Seine bekanntesten Projekte sind die Entwicklung der Dachmarke VAG für die Volkswagen-Gruppe Ende der 1970er Jahre, das Rebranding der Britischen Telecom zu BT, sowie die Markenführung von Akzo Nobel, Fujitsu und Repsol. 1968 empfahl Olins den Beatles, ihre frisch gegründete Plattenfirma Apple Records zu taufen, 25 Jahre später verlieh er Hutchison Telecom den Namen Orange. Olins definierte Corporate Identity als »Unternehmensstrategie sichtbar gemacht«.

Auf unserer Konferenz TYPO Berlin 2007, wo das obige Foto entstand, stellte Wally Olins seine jüngste und letzte Initiative vor, Nationen und Städte eine Identität nach dem Muster von Marken zu geben. London, Mauritius, Nordirland, Polen, Portugal, Litauen und andere Regionen wurden seitdem seine Auftraggeber. Seinen Vortrag von damals haben wir ins Netz gestellt, hier ist er zu sehen …

Wally Olins wurde 19. Dezember 1930 geboren. Nachdem er am St. Peter’s College in Oxford Geschichte studiert hatte, zog es ihn nach London und dort in die Werbung. Sein erster großer Job war die Geschäftsführung eines jungen Unternehmens, das später Ogilvy und Mather Bombay wurde, wo er 5 Jahre lebte. Anschließend kehrte Olins nach London zurück, um mit seinem Partner Michael Wolff das auf Markenberatung spezialisierte Unternehmen Wolff Olins zu gründen. In den darauffolgenden Jahren expandierte das Unternehmen mit weiteren Standorten in Hamburg, Paris, San Francisco, Madrid und Lissabon, die heute nicht mehr existieren; 1998 eröffnete Wolff Olins ein Büro in New York, 10 Jahre später ein weiters in Dubai.

1989 veröffentlichte Wally Olins das Standardwerk »Corporate Identity – Strategie und Gestaltung«, das ihn zum Pionier der Branche machte. Nachdem Michael Wolff bereits 1983 aus seiner Firma ausgestiegen war, folgte Wally Olins 2001, um mit seinem Kollegen Jacob Benbunan ein neues Unternehmen zu gründen. Sie mieteten eine schicke Altbauwohnung in London, strichen die Wände gelb an, kauften gelbe Teppiche und nannten sich Saffron, zu deutsch: Safran. Denn ein gutes Corporate Design kann Wunder wirken: Eine Messerspitze genügt, und alles färbt sich ein. Saffron spezialisierte sich darauf, Stadtmarken zu entwickeln und Nationen zu positionieren.

Erst gegen Ende seiner Laufbahn merkte Wally Olins, dass er sich selbst nie richtig vermarktet hatte. In einem Interview äußerte er 2001: “I have not consciously branded myself at all. It is true that I wear a bow tie and funny spectacles but it is not conscious branding”. Zumindest entstand auf der Basis von Brille und Fliege ein eigenes Logo, das er auf seiner Website einsetzt.

Wally Olins’ Sohn Rufus Olins, eines von vier Kindern, erklärte heute gegenüber dem Guardian: »Er wollte zuletzt nur noch sein Buch ›Brand New‹ fertig bekommen, das letzte Woche erschien*. Seine Krankheit war kurz, und er arbeitete bis zuletzt, getreu seinem Motto ›Lasst uns weitermachen‹. Bis vor zwei Monaten reiste er noch ins Ausland. Er wollte nie in Rente gehen, und genau so kam es auch.« Bis zuletzt war Olins Aufsichtsratvorsitzender bei Saffron Brand Consultants. (Foto: @ Marc Eckardt)

________________
*Rezension im Economist: Brand Old Man; die offizielle Premiere für das Buch findet erst am 13. Mai 2014 im Victoria und Albert Museum statt. Im nachfolgenden Video spricht Wally Olins über sein letztes Buch »Brand New. The Shape of Brands to Come«.

Jerszy Seymour gewinnt den »Kölner Klopfer« 2014

Die Studierenden der Köln International School of Design (KISD) haben zum 15. mal ihren Designer des Jahres gewählt. Mit dem Kölner Klopfer wird dieses Jahr der international renommierte Gestalter Jerszy Seymour ausgezeichnet. Die Verleihung findet am 8. Mai um 18.00 Uhr in der KISD statt. Überreicht wird die Auszeichnung von den Studierenden Antonia Fedlmeier, Moritz Wallasch und Sascha Praet, die Seymour für den Preis nominiert haben.

klopfer2014

Jerszy Seymour lebt und arbeitet seit 2004 in Berlin und betreibt dort sein Studio »Design Workshop«. Er hat für namhafte Unternehmen wie Moulinex, Vitra, Magis oder SFR gearbeitet. Sein stapelbarer Tisch »Easy Table«, produziert von Magis, aus dem Jahr 2006, wurde in die Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York aufgenommen. Die von ihm veranstaltete Workshops sind das zentrale Element seiner Arbeit. Design-Ikonen wie der »Workshop Chair« oder der »Amateur Masters Chair« sind aus solchen Projekten hervorgegangen und haben den Begriff des »Amateurs« geprägt: Eines Liebhabers, eines passionierten »Nicht-Professionisten« als Form des Seins, der fernab von teuren Herstellungsprozessen autark und mit den gegebenen Materialien gestaltet. Seinen Workshops entsprechend stehen nicht die Produkte, sondern das gemeinsame Herstellen, aktive Gestalten und Teilen im Fokus.

Die kleinste Schriftsippe der Welt: FF Antithesis

antithesis_schriftmuster

Antithesis ist die neueste Schrift von Jan Gerner aka Yanone, dessen kommerzielle Premiere FF Amman Sans und Serif  vor 4 Jahren hier im Fontblog gefeiert wurde. Weit mehr Grafikdesigner kennen ihn als Entwerfer des Freefonts Kaffeesatz (heute ein Google-Font), aus dem später die professionelle Familie FF Kava wurde.

Eines Vorweg: der Name von Yanones jüngstem Release steht in keinem Zusammenhang mit der berühmten Schriftsippe Thesis von Luc(as) de Groot (TheSans, TheSerif, TheMix, …), was sich alleine schon aus dem Aussehen und dem Umfang von Antithesis (3 Schnitte) ablesen lässt. Nein, die Antithesis hat ihre ganz eigene Entstehungsgeschichte und ist eng mit einem Kurzfilm von Yanone verknüpft, der in zwei Wochen auf der TYPO San Francisco Weltpremiere feiern wird und im Mai auf der TYPO Berlin Europapremiere.

yanone_portrait

Yanone, aufgenommen von Daniel Scholz wärend der Dreharbeiten zum Antithesis-Tanzfilm

Wenn hier von der »kleinsten Schriftsippe der Welt« die Rede ist, so sei noch mal daran erinnert, dass wir von Sippen statt von Familien reden, wenn ein Schriftsystem mehrere Schriftklassen abdeckt, zum Beispiel Sans, Serif und Slab; im Englischen hat sich der Begriff Super-family durchgesetzt. Mich persönlich erinnert das Wortspiel an das britische Rockduo Hardin & York Anfang der 1970er Jahre, die als »kleinste Big-Band der Welt« bezeichnet wurden, weil sie alleine mit Keyboard und Schlagzeug eine Riesenshow auf der Bühne abzogen, freilich ohne Sequencer und gespeicherte Tracks. Zurück zur Superschrift und kurz begründet: Antithesis besteht aus drei Schnitten – Regular, Italic und Bold –, die sich drei Schriftklassen zuordnen lassen.

Die dynamische Neuheit ist Yanones Meisterstück aus der Schriftgestaltungsklasse Type and Media an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Den Haag. So ungewöhnlich der Name, so außergewöhnlich das Bauprinzip der drei Schnitte: Die Spannung zwischen drei ungleichen Polen. Anders als bei vielen Schriften heute üblich, besteht Antithesis nicht aus einer Vielfalt interpolierter Strichstärken, die dem gleichen Konstruktionsprinzip folgen. Antithesis ist eine Familie aus nur drei Schnitten, deren Konstruktion sich maßgeblich voneinander unterscheidet. Die Normale ist eine scharfkantig geschnittene Slab-Serif, die Kursive eine verbundene Schreibschrift und die Fette eine serifenlose Grotesk— drei Formprinzipien unter einem Dach, was in dieser Kombination äußerst unüblich ist.

antithesis_muster_03

Schon während des Type-Design-Studiums in Den Haag hatte Yanone die Idee, sein Konzept der Spannung in einen Kunstfilm zu verwandeln. Im Sommer 2011, nach dem Ende des einjährigen Master-Studiums, kam ihm, nach Gesprächen mit der langjährig befreundeten freien Dresdner Tänzerin Johanna Roggan und mehreren Festivalbesuchen in der Psytrance-Szene, die richtungsweisende Idee: Es soll ein rund 10-minütiger Tanzmusikfilm werden, in dem Johanna Roggan im Rampenlicht steht und sie die Freiheit bekommt, die gemeinsam erarbeitete Handlung rund um die Spannung zwischen den drei Polen (frei nach der philosophischen Dialektik These, Antithese und Synthese) und den drei Phasen der Entstehung des Universums (nach hinduistischem Glauben Entstehung, Dauer und Auflösung) aufs Parkett zu bringen.

antithesis_still_01

Die Dresdner Tänzerin Johanna Roggan spielt die alleinige Hauptrolle in dem 10-Minuten Tanzfilm »Antithesis«

Ursprünglich sollte es ein 3D-Film werden, worauf Yanone jedoch aus Kostengründen verzichten musste. Nicht verzichtet hat er auf die adäquate Begleitmusik. Der Berliner Komponist und Musikproduzent Georg Bauer war sofort begeistert vom Thema und steuerte die Komposition und Produktion der Musik bei. Die Sopransängerin Anna-Sophia Backhaus wirkte ebenfalls beim Soundtrack mit. Der Film entstand aus Naturaufnahmen in der Sächsischen Schweiz und Innenaufnahmen in einem improvisierten Studio. Hier ein Trailer zum Film, der vor einem Jahr entstand:

Antithesis – Trailer from Yanone on Vimeo.

Zum Vertrieb der Schrift Antithesis sagt Yanone heute: »Ich habe mich in der Zwischenzeit entschlossen, entgegen meiner bisherigen Vorstellung, nicht den Weg des unabhängigen Schriftgestalters zu gehen, der seine Fonts selbst veröffentlicht und vermarktet. Stattdessen setze ich erneut mein Vertrauen auf die FontFont-Bibliothek von FontShop und die bewährte Zusammenarbeit. Auf die Art werde ich komplett unabhängig bleiben, selbst unabhängig von Büroarbeit, die das Schriften-Verlagswesen mit sich bringt. Ich möchte in der näheren Zukunft vermehrt reisen.«

antithesis_dreharbeiten

Yanone, mit bürgerlichem Namen Jan Gerner, wurde 1982 in Dresden als Sohn eines Kraftfahrzeugtechnik-Ingenieurs und einer Industrie-Architektin geboren. Nachdem er neun Jahre seiner Kindheit und Jugend mit der Familie in Addis Abeba, Hauptstadt des ostafrikanischen Äthiopiens lebte, kehrte er 1997 ins wiedervereinigte Deutschland zurück und schloss seine Schulbildung am Gymnasium in Dresden ab. Sein Vater lehrte ihm mit 14 Jahren die Programmiersprache Pascal. Das zum Hobby gewordene Programmieren sollte fortan sein Berufswunsch sein. Frühe Erfahrungen im Web-Design und das Gestalten der Abi-Zeitung seines Jahrgangs verschoben den Fokus allerdings schnell auf die Gebrauchsgrafik, und Schriftgestaltung im Speziellen.

2002 nahm er das Studium der Mediensysteme an der Bauhaus-Universität in Weimar auf, wo er 2004 ins Fach Visuelle Kommunikation wechselte. Ein Freund brachte ihm damals das Gefühl für das Gestalten einzelner Buchstaben und die benötigte Software bei, was sein Interesse in Schriftgestaltung erneuerte. Seine sieben Universitäts-Jahre brachten ihn u.a. auch zu einem Praktikum nach Amman, Jordanien, ins dort ansässige Gestaltungsbüro Syntax, und nach Berlin zum Schriftenhersteller FontShop International. Dort lernte er das Verständnis und den Durchblick zum Herstellen professioneller Schriften.

Wir räumen das Bücherlager [update]

Bücher für alle! Jetzt kommt günstig zum Zug, wer sich für den Osterurlaub bestücken möchte oder auf kommende Geburtstage vorbereiten: Wir leeren unseren Buchbestand und schaffen Platz für Neues. Grafische Fachliteratur, Ratgeber und Inspirationsquellen ab 6 Euro*:

Zum Beispiel:

Über den Umgang mit E-Mails

Scholz & Friends (Hrsg.) • Der Scholz & Friends E-Mail-Knigge • 10 x 14 cm, 64 Seiten mit zahlreichen gold geprägten Schwarzweiß-Illustrationen, Deutsch • € 9,00

ÜberSicht. Schriften vergleichen, auswählen, erkennen, finden.

Michael Kern, Sieghart Koch • Schriften vergleichen, auswählen, erkennen, finden • 21,5 x 28 cm, 430 Seiten mit rund 1800 Schriften, Paperback, Deutsch • € 12,00

Mr. Typo & der Schatz der Gestaltung   [ausverkauft]

Eine Typo-Graphic Novel von Alessio Leonardi • 17 x 24 cm, 96 Seiten mit dem wichtigsten zu Type & Typo in 400 farbigen Zeichnungen, Festeinband mit Fadenheftung, Deutsch • € 12,00  

Anleitung zum Ausbrechen

von Thomas Lupo • Kunst zeigt, dass Kreativität die Welt verändern kann • 32,4 x 24,2 cm, 248 Seiten, Paperback, Deutsch • € 29,00  

Aufs Ganze: Mediengestaltung im Zeitalter der Unaufmerksamkeit  [ausverkauft]

von Christian Fries, Rainer Witt • Ein Blick in die Personalanzeigen, ein Gespräch mit Beratern zeigt: die Zeit der Spezialisten ist vorbei • 21,5 x 24,5 cm, 320 Seiten, Festeinband mit Fadenheftung, Deutsch • € 14,00  

Blicktricks  [ausverkauft]

von Uwe Stokolossa, Thomas Rempen (Hrsg.) • die Autoren analysieren die subtile Verführungen zum Sehen • 24,5 x 28,7 cm, 274 Seiten, 500 farbigen Abbildungen, Deutsch • € 14,00

Corporate Design – Kosten & Nutzen [ausverkauft]

von Abdullah/Hübner • Gewinner des Award for typographic exellence des Type Director Club of New York! • 17 x 24 cm, ca. 200 Seiten, mehrere farbige Abbildungen und 20 Beispielrechnungen, Hardcover, Deutsch • 29,00 €

Alle reduzierten Bücher dieser Liste entnehmen …

- -

*Preise zzgl. 7% MwSt., keine Versandkosten, solange der Vorrat reicht

Walter-Tiemann-Preis 2014 an Felix Salut

Felix-Salut-CoverDie Gewinner des Walter-Tiemann-Preis stehen fest. Den mit 5000 € dotierten Hauptpreis erhält der Berliner Gestalter Felix Salut. Die beiden Förderpreise zu je 1500 € gehen an Sinisa Mackovic (USA) und Robert Milne (Australien), sowie an Manuel Raeder (Berlin) und Mariana Castillo Deball (Mexiko).

Auf die Shortlist haben es die Einreichungen von Katharina Gaenssler, Matthias Christ, Florian Lamm und Johannes Markus Frerichs geschafft.

Felix-Salut-Innen

Das ausgezeichnete »Shut Up I’m Counting!« von Felix Salut ist ein Buch, das einen Film darstellt. Der Designer ist hier Autor, Fotograf, Regisseur und Gestalter zugleich. Das gelungene Experiment eines gedruckten Filmes trägt Elemente eines Drehbuches in sich, nutzt Zeichensysteme, akzentuiert Pausen und baut mit bilddramaturgischen Mitteln Spannung auf.

Milne-Innen

Im von Robert Milne und Sinisa Mackovic gestalteten Katalog »A Bell is a Cup« zur Malerei von Matt Connors spielen Buntpapiere eine ordnende, trennende und drama­turgische Rolle

Der Walter-Tiemann-Preis 2014 war so international wie noch nie, mit 117 Einsendungen aus Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, Litauen, den Niederlanden, Österreich, Portugal, der Schweiz, Slowenien, Tschechien und den USA. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 13. März ab 19 Uhr in der Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig statt. Die Laudatio hält Jurymitglied Prof. Annette Stahmer. Eine Ausstellung zeigt nicht nur die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs, sondern auch ausgezeichnete Bücher aus den vergangenen Jahrgängen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: waltertiemannpreis.de

Raeder-Innen

»Rogério Duarte: Marginália 1« wurde von Manuel Raeder und der Künstlerin Mariana Castillo Deball gestaltet, die visuelle Elemente brasilianischer Bildkultur der 1960er und 1970er Jahre mit einem sehr gegenwärtigen Designkonzept verknüpften

Die schönsten Plakate 2013 stehen fest

Die Gewinner des Wettbewerbs 100 Beste Plakate sind ermittelt, Fontblog zeigt 10 ausgewählte Motive. Der Schlussjury (Verena Panholzer, Reza Abedini,  Christophe Gaudard, Holger Matthies und Felix Pfäffli) lagen 533 Einzelplakate vor, die es von knapp 1700 – nach einer Online-Vorauswahl – in die Endrunde geschafft hatten.

Nach Ländern gliedern sich die prämierten 100 Plakate und Plakatserien in 55 mal Deutschland, 41 mal Schweiz und 4 mal Österreich. Dabei handelt überwiegend um Auftragsarbeiten sowie um selbstinitiierte Plakate/Eigenwerbung und Ergebnisse aus dem Kontext studentischer Projektaufträge. Am Wettbewerb hatten sich 486 (darunter 159 studentische) Einreicher beteiligt, davon 117 Agenturen bzw. Grafik- und Design-Büros, 348 Einzelgestalter, 18 Auftraggeber und 3 Druckereien. Von den Einreichern kommen aus Deutschland 330, aus Österreich 28 und aus der Schweiz 128.

Der Wettbewerb um die 100 besten Plakate, begründet Mitte der 60er Jahre in der DDR, zwischen 1990 und 2000 in der Bundesrepublik ausgeschrieben, wurde mit dem Jahrgang 2001 zum internationalen Leistungsvergleich erweitert. Seit dem Jahrgang 2010 werden die Ergebnisse in drei Kategorien ausgewiesen: Auftragsarbeiten, Eigenwerbung und studentische Projektaufträge. Zum dritten Mal wurde jetzt das zweistufige Auswahlverfahren mit Online-Vorauswahl und finaler Jurysitzung erfolgreich praktiziert.

Die Auftaktausstellung mit Präsentation aller Plakate und Buchpremiere des Jahrbuchs aus dem Verlag Hermann Schmidt Mainz wird am 19. Juni 2014 im Kulturforum Potsdamer Platz der Staatlichen Museen zu Berlin eröffnet (Laufzeit bis 13. 7. 2014) und ist anschließend in Nürnberg, Luzern und Wien zu sehen.

Zur Übersicht aller Gestalter der 100 Siegerplakate …

4528_web

Kosmostage, Design: Henning Wagenbreth

3780_web

Lesung Charles Bukowski, Design: Andrea Weber

3799_web

Das Kapital, Design: Vincenzo Fagnani

4132_web

Schauspiel Stuttgart, Spielzeit 2013, Design: Spector Bureau

4163_web

Wo zum Henker, Design: FÖRM

3548_web

Neubad Start, Design: Erich Brechbühl

3550_web

Sister Act, Design: Erich Brechbühl

3563_web

Book Design Workshop, Design: burkhardthauke ╬ Büro für Gestaltung

3672_web

Cat Power, Design: Rocket & Wink

4305_web

Vortrag Alex Jordan, Design: Atelier mit Meerblick

IDZ Berlin: Design & Company Workshopreihe 2014

2014_wsr_aufmacher

Die erfolgreiche Workshopreihe Design & Company des Internationalen Design Zentrum IDZ in Berlin findet 2014 noch ein letztes Mal statt. Es geht um Fragen wie:

  • Welche (Unternehmens-)Ziele habe ich?
  • Wie und wo positioniere ich meine Design-Leistung?
  • Was kann ich tun, um Kunden zu gewinnen?

Wichtige unternehmerische Kompetenzen, wie die Entwicklung einer passenden Kommunikationsstrategie, eine rentable Finanzkalkulation oder das wirkungsvolle Schützen eigener Ideen, kommen bei Designprojekten häufig zu kurz. Um diese zu optimieren, setzt das IDZ noch einmal seine Design & Company-Workshopreihe fort. Hierbei trifft sich eine feste Teilnehmergruppe von 15 Berliner Designerinnen und Designern (Gestalter/-innen der Bereiche Grafik, Produkt, Kommunikation und Mode) über ein halbes Jahr lang zu sechs zweitägigen Workshop-Modulen. Jedes Modul widmet sich einem Themenfeld, z.B. Selbst-Analyse, Marketing oder Recht.

Durch fachliche Hintergründe, berufspraktische Übungen und den kollegialen Austausch untereinander, werden die Inhalte nachhaltig vermittelt. Ziel der Workshopreihe ist es, das eigene Profil zu schärfen, Fachkenntnisse zu erlangen, Netzwerke aufzubauen und zukünftig durch unternehmerisches Denken wirtschaftlich erfolgreicher zu gestalten. Weitere Informationen und das detaillierte Programm zum Download …

Getty gestattet Einbettung seiner Fotos in Blogs

Ein kleiner Schritt für Getty Images, ein großer für alle Blogger und Social-Media-Publisher: Die weltweit bedeutendste Bildagentur gibt große Teile ihres Archivs für die kostenlose redaktionelle Nutzung frei. Zum Beispiel mein Aufmacher oben, das den Astronauten Edwin Aldrin beim Verlassen der Landefähre Eagle nach der ersten Mondlandung am 20. Juli 1969 zeigt, aufgenommen von Neil Amstrong. Millionen Fotos können – so wie es YouTube seit langem mit Videos macht – mittels Code-Schnipsel auf privaten und kommerziellen Websites eingebettet werden. Nicht gestattet sind der Einsatz für Werbezwecke und für Kaufprodukte, zum Beispiel Kalender, Ansichtskarten oder Bildbände. Link zur Suche in Millionen einbettbarer Getty-Bilder …

Von dieser Möglichkeit habe ich nicht nur lange geträumt, ich habe sie sogar vor 7 Jahren der Getty-Tochter PhotoDisc (und anderen Royalty-Free-Bildagenturen) vorgeschlagen … als FontShop noch pauschal lizenzierte Fotos im Programm hatte. Damals wie heute bewegten sich Blogger bei der Platzierung von Fotos in Beiträgen auf urheberrechtlich unsicherem Boden … wenn die Bilder nicht selbst geschossen waren. Doch sogar eigene Aufnahmen können zur Abmahnung führen, wenn sie urheberrechtlich geschützte Gebäude zeigen oder Menschen, die kein Model-release erteilt haben. Tausende Privatblogger tappten in (teils bewusst aufgestellte) Bild-Copyright-Fallen, zum Beispiel wenn sie Fotos für ihre Rezepte aus dem Netz »ausborgten« (Stichwort: Marions Kochbuch).

Lizenzfrei und kostenlos aus dem Getty-Archiv: Cocktail-Tomaten zum Bebildern privater Rezeptseiten

Inzwischen haben sich die Zeiten im Netz geändert, dank bildgetriebener Social-Media-Kanäle wie Instagram, Facebook oder Pinterest. Heute ist fast jeder Leser und Verleger in einem. Abmahnende Bildrechteinhaber haben entweder aufgegeben, oder sie müssen mit einem Shitstorm rechnen, der ihrem eigentliches Geschäft in Gefahr bringen kann. Getty betonte gegenüber der PC Welt, dass man nicht angesichts der bisher unberechtigten Nutzung der Bilder einknicke, sondern versuche, die Kontrolle zurück zu erhalten und sich für neue Möglichkeiten in dem Geschäftsfeld öffne.

Gegenüber dem British Journal of Photography erläuterte Getty die Spielregeln für die Benutzung der Fotos in verständlicher Sprache: Wenn ein Blog Geld mit Werbung verdient, gilt das nicht als kommerzielle Nutzung im Hinblick aufs Einbinden der Fotos. Kommerziell sei für Getty Werbung für Dienste oder Produkte, nicht ein redaktionelles Angebot, das Geld über Anzeigen verdient. Tatsächlich dürften die Folgen für Gettys klassisches Geschäft gering sein, die Vermarktung aktueller Nachrichtenbilder mit Exklusivfotografen sowie der Bildverkauf an Werbetreibende.

Die Oscar-Gewinnerin Cate Blanchett, aufgenommen am 2. März 2014 am Rande der Filmpreis-Verleihung

Seit dieser Woche befinden sich unter etwa 35 Millionen von den über 60 Millionen Fotos in der Getty-Images-Bilddatenbank  Tools, die das Einbinden der Fotos auf den privaten Seiten oder in sozialen Netzwerken möglich machen. Bei allen auf diese Art eingebundenen Fotos werden sowohl der Fotograf als auch Getty Images als Quelle genannt und gezeigt. Außerdem führt ein Link zum entsprechender Getty-Images-Website, wo das Foto für die kommerzielle Nutzung lizenziert werden kann.

Der Hamburger Spiegel macht auf einige gewinnbringende Möglichkeiten aufmerksam, die das massenweise Einbetten von Getty-Fotos dem Herausgeber offen stehen. »Einerseits könnte das Unternehmen Daten sammeln, wie häufig und in welchem konkreten Kontext seine Motive verwendet werden. Andererseits behält sich Getty das Recht vor, im eingebetteten Viewer Werbung anzuzeigen oder seine Nutzung anderweitig kommerziell auszuwerten, ohne den Nutzer dafür entschädigen zu müssen.« Daher empfiehlt Spiegel Online, »lieber vorsichtig mit der Embed-Funktion umzugehen, und die Bilder nicht als geschenkt, sondern als geliehen anzusehen«. Einige weiterführende Gedanken zu den Chancen und Grenzen von Gettys Embed-Funktion finden sich bei Nieman Journalism Lab.

Vorsicht Falle

Dieses inzwischen weltberühmte Selfie von der diesjährigen Oscar-Verleihung wird ebenfalls unter den einbettbaren Getty-Fotos im »Oscar«-Suchergebnis gezeigt. Es ist aber lizenzpflichtig. Ich müsste, laut Getty-Kalkulator, mindestens 98 € zahlen, um es hier im Fontblog zu verwenden. Daher hab’ ich es mir mal eben aus dem Original-Tweet seiner Schöpferin Ellen DeGeneres ausgeliehen …

Tipp: Antiquariatskataloge und deren Titelgestaltung

cover_goldrauschWomit kann man Bücherfreunde mehr begeistern als mit Büchern? Sicherlich mit Büchern über Bücher … Doch es gibt eine weitere Steigerungsform dieses Glücks: Ein Buch über Bücher die von Büchern handeln. Und da es das einzige seiner Art ist, sprechen wir hier von einem einmaligen Werk, das in der zweiten Meta-Ebene der Buchkultur angesiedelt ist.

Als ich vor 9 Jahren zum ersten Mal über den Berliner Antiquar und Verleger Jürgen Holstein schrieb (Liebhaberbuch für Designer), war Fontblog noch jung und die Buchindustrie in voller Blüte. Inzwischen sind viele Bits und Bytes durch Kindle & Co. geflossen, doch auf das Wirken und die Publikationen von Holstein hatte das kaum einen Einfluss. Seine Leidenschaft sind die Buchkunst und die Verlagsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Die Zukunft des Buches kann ihm, als Beobachter abgeschlossener historischer Verlagsperioden, fast egal sein.

Und so publiziert Jürgen Holstein seine Erkenntnisse sowohl jenseits aller gültigen Verlagszyklen, aber auch nach den eigenen Qualitätskriterien und eigener Preisgestaltung. Sein neuestes Werk »Goldrausch & Werther« ist die Folgeveröffentlichung zum 2005 von mir vorgestellten Blickfang, damals in einer Auflage von 400 Exemplaren erschienen und in wenigen Tagen ausverkauft. Dieses Mal ist die Auflage mit 250 Exemplaren sogar etwas geringer, der Verkaufspreis bewegt sich in vergleichbarer Region: 178 € (zur Bestellseite auf Holsteinbuch)

Das 300-seitige Verzeichnis widmet sich mit 850 farbigen Abbildungen einem Thema, zu dem es bisher keine Monografie gab: Der Präsentation von Antiquariatskatalogen und deren Titelseiten zwischen 1900 und 2014. Übertragen in die Welt der Schriften ist dies am ehesten vergleichbar mit einem Buch über die Musterblätter der Type-Foundries, so wie es Heike Nehl, Sibylle Schlaich, Alexander Branczyk, Jutta Nachtwey und ich 1999 mit »emotional_digital« beim Schmidt-Verlag herausgebracht haben.

Den Grundstock für »Goldrausch & Werther« bildet Jürgen Holsteins eigene Katalogsammlung, die er erstmals in dieser ausführlichen Auswahl vorstellt. »Der auffälligste Aspekt des jetzt vorgelegten Bandes ist die Fülle von Abbildungen, die die Lust am Experiment, Kataloge zu gestalten in all ihren Variationen widerspiegelt.« schreibt er in seiner Einleitung. Ausführliche Kommentare begleiten die Bildbeispiele aus aller Welt. Sie liefern Fakten, die sich auf den Inhalt und auf das Äussere der Kataloge beziehen, sowie auf persönliche und firmengeschichtliche Hintergründe der dahinter stehenden Antiquariate.

208---209-Goldrausch

Einstiegsdoppelseite 1991 – 2000: Das japanische Antiquariat Hotaka-Shobo, spezialisiert auf Bergsteigen (links) und der Schiebelaschen-Einband eines Katalogs von Étude Loudmer, Paris, aus dem Jahr 1995 (rechts)

Es ist oft überraschend und unterhaltsam zu erfahren, in welch außergewöhnliche Fachgebiete sich Antiquariate vertieft haben und mit welcher Kenntnis und Intensität sie Besonderheiten ihrer Objekte aufspüren und beschreiben: Luftfahrt, Indianer, Typografie, Zeitmessung, Fotografie, Illustratione, Kinderwelten, die »Götter von gestern« oder die Bergsteigerei. Nicht selten ist den Katalogen anzumerken, dass deren Verfasser Quereinsteiger sind. »Das klassische Beispiel« so Holstein »sind Studienabbrecher, die als Antiquare eine Möglichkeit gefunden haben, in dem neuen Arbeitsgebiet ihren persönlichen Interessen nachzugehen«.

Jürgen Holstein hat sein gesamtes Berufsleben solchen Katalogen gewidmet. Er pflegte gute Beziehungen zu amerikanischen Bibliotheken, die im Lauf der Zeit seine wichtigsten Kunden wurden. Die Bedeutung der osteuropäischen Avantgarde erkannte er vor den großen Auktionshäusen und Museen. Verdienstvoll waren seine Aktivitäten nach der deutschen Wiedervereinigung. Aus der Sorge, dass wichtige Belege zur Buchkunst der DDR aus Ignoranz oder Ablehnung vernichtet würden, sammelte er alles ein was er kriegen konnte. Aus dem Besitz von Künstlern, Kunsthistorikern und Funktionären des Parteiapparats erwarb Holstein Bücher, Kataloge und Kleinschriften sowie Künstlerbücher, Plakate, Unikate und Objekte der alternativen Szene. Diese Materialsammlung, vermutlich die umfangreichste ihrer Art, lagert heute im Getty Center (Los Angeles) und ist in ihrer Vielfalt die ideale Voraussetzung für das Studium der abgeschlossenen Kunstgeschichte der DDR.

62---63-Goldrausch

Doppelseite mit Katalogen der Antiquariate Scribner Book Store (New York, links) und dem Münchner Horst Stobbe (rechts), aus den Jahren 1910 bis 1955

Spezialisiert auf Bücher über Kunst und Architektur, legte Jürgen Holstein nicht nur Wert auf die gute Gestaltung der eigenen Kataloge, sondern registrierte auch aufmerksam, wie Berufskollegen sich ihren potentiellen Kunden präsentieren. Für die Gestaltung von »Goldrausch & Werther« hat er wieder die Berliner Buchgestalter Peter Nils Dorén und Reinhard Köster gewinnen können. Natürlich kam erneut seine Lieblingsschrift FF Meta von Erik Spiekermann zum Einsatz, und auf den perfekten Druck und die vorzügliche Bindung achtete er sowieso (fgb Freiburger Grafische Betriebe). Das Buch ist ist eine Hommage an alle Berufskollegen, die im 20. Jahrhundert nicht nur Bücher verkaufen, sondern mit der Ausstattung ihrer Kataloge selbst etwas Schönes in die Welt setzten.

Der Titel Goldrausch & Werther geht übrigens auf zwei herausragende Werke zurück, die Jürgen Holstein im Vorsatz des Buchs zeigt. Das ist zum einen »The Race for Gold« von Randall House (San Francisco, 1979), „a selection of rare and important books and other printed matter, … relating to the California gold rush«, und zum anderen der 100. Katalog von Friedrich Meyers Buchhandlung (Leipzig, 1911), blauer Umschlag mit gelbem Aufkleber, wie »Werthers blauer Frack und gelbe Weste«. Beides Belege für eine Kultur des Umgangs mit Büchern, die langsam verschwinden wird – das weiß auch Jürgen Holstein –, obwohl das Börsenblatt gerade ein »spürbar ansteigendes Interesses an antiquariatsgeschichtlichen Themen und Zusammenhängen« vermeldet und daher das »höchst willkommene Referenzwerk« mit Freude begrüßt.

172---173-Goldrausch

Eine kleine Auswahl der liebevoll gestalteten Kataloge von L’Arengario Studio Bibliografico (Gusago, Italien, links) und Between the Covers (New Jersey, USA, rechts)

Neuer Markenauftritt bei Dr. Hauschka

Dr. Hauschka, neues Markenzeichen

Seit dem Sommer 2010 arbeiten die Wala Heilmittel GmbH (Bad Boll) und das Berliner Designbüro Stan Hema an einer behutsamen Weiterentwicklung der Naturkosmetikmarke Dr. Hauschka. Das renovierte Logo, die neu Hausschrift Viacultura und die frisch gestalteten Produktverpackung waren erstmals auf der Nürnberger Fachmesse Vivaness (12. – 15. Februar 2014) zu sehen. Ab März erreichen sie den Einzelhandel, so dass der neue Markenauftritt von Dr. Hauschka in den Wochen darauf zur vollen Entfaltung kommt.

schriftmuster

Die Dr.-Hauschka-Philosophie folgt dem Grundsatz »für den Menschen und seine Bedürfnisse« zu arbeiten. Eine Aufgabe an Stan Hema für die Überarbeitung der Produktsystematik war es daher, dem Konsumenten den Zugang zum ganzheitlichen Produktkonzept zu erleichtern. Neben einer verbesserten Farbkodierung entstanden eine transparentere Produktbenamung und -beschriftung. Sie nimmt ausdrücklich Bezug auf Aufgabe und Zweck des Produkts, so dass sich die Kunden schneller im Sortiment zurechtfinden.

Die Wertigkeit der natürlichen Inhaltsstoffe sowie den medizinisch-naturwissenschaftlichen Hintergrund der Produkte spiegelt der neue puristische Markenauftritt wider, bei dem schlichtes Weiß die Bühne bildet. Ein zurückhaltendes Platin ersetzt den bisherigen Goldton und kommt für das Markenzeichen, in der Banderole und zum Beispiel bei den Pumpzerstäubern zum Einsatz. Die seit 1948 im Einsatz stehende Bildmarke bildet erstmals mit dem Schriftzug Dr. Hauschka eine kombinierte Wort-/Bildmarke.

Dr. Hauschka, Gefäße und Packungen

Charaktergebendes Element des überarbeiteten Markenauftritts ist die neue, exklusive Hausschrift Viacultura. Sie besteht aus 10 Schnitten und löst die bisher verwendete Rotis Semisans ab. Viacultura entstand unter der künstlerischen Leitung des Sten-Hema-Partners Andreas Weber und des Typografen André Leonhardt (ebenfalls Stan Hema). »Wir hatten im Zuge der Markenentwicklung die Idee, eine eigene Hausschrift zu entwickeln, die die Dr.-Hauschka-Markentonalität eindeutig unverwechselbar transportiert.“ erläuterte Andreas Weber die typografische Strategie bei der Vorstellung des neuen Designs.

Um die schnelle, weltweite Umsetzung des neuen Markenauftritts zu garantieren, schuf Stan Hema für die internationalen Brandmanager die Dr.-Hauschka-Markenplattform mit allen Informationen rund um den neuen Markenauftritt. Neben den Richtlinien finden sich hier Vorlagen und Musterdateien. Die Agentur führte darüber hinaus Schulungen für das interne Grafikteam durch, das maßgeblich die Implementierung des neuen Markenauftritts verantwortet.

Erste Spendenbilanz: über 100.000 €

klitschko_hand

Wie die Tageszeitung Die Welt heute meldet, brachte die Versteigerung der Klitschko-Buchstaben und die Spenden für den Download-Font übers Wochenende 110.000 Euro (siehe auch: Wladimir Klitschko: Schriftkunst gegen Leseschwäche). Unser Server protokollierte bis heute morgen rund 3000 Downloads für die kostenlose Schrift.

»Bis zum letzten Moment hatte Wladimir Klitschko gezögert, zu seiner Vernissage und Versteigerung unter dem Motto ›The Klitschko Alphabet‹ in die Axel Springer Passage zu kommen.« schreibt die Welt. Doch als im Verlauf des Freitags in seinem Geburtsland der Stuhl des umstrittenen Präsidenten Janukowitsch wackelte, war das »eine Sensation« für den vierfachen Schwergewichtsweltmeister und »für ihn vielleicht der schönste Tag in seinem Leben«, verkündete Johannes B. Kerner, der Moderator der Versteigerung, und konnte Dr. Steelhammer vor den rund 200 geladenen Vernissagegästen doch noch persönlich ankündigen.

Die Spendenaktion ist noch nicht zu Ende. Die Buchstaben HELP können in den kommenden Tagen noch auf eBay ersteigert werden.

Wladimir Klitschko: Schriftkunst gegen Leseschwäche

Klitschko_vs_Illiteracy_01

Für einen guten Zweck ist der mehrfache Box-Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko unter die Schriftkünstler gegangen. Mit seinen Fäusten und blauer Farbe boxte er die Buchstaben des Alphabets auf Leinwände. FontShop machte daraus einen Font, den man auf unserer Corporate-Font-Website kostenlos downloaden kann … eine SMS-Spende (2,60 €) für das Klitschko-Illiteracy-Projekt als Gegenleistung ist gerne gesehen (English version of Klitschko download page).

Klitschko_vs_Illiteracy_02

Im Rahmen des Charity-Projekts »Klitschko vs. Illiteracy« boxte der vierfache Weltmeister die 26 Buchstaben des Alphabets in blauer Farbe auf Leinwände

Die Aktion Klitschko vs. Illiteracy soll auf die weltweite Bildungsarmut unter Kindern aufmerksam machen. Ab heute werden die 26 Leinwände live versteigert – auch im Internet. Der gesamte Erlös kommt der Klitschko Foundation und »Ein Herz für Kinder« zugute, die damit Bildungsprojekten helfen. Die ersten Buchstaben-Gemälde werden um 18:30 Uhr bei der Auktion »The Klitschko Alphabid« im Axel-Springer-Haus in Hamburg vor geladenen Gästen versteigert. Zeitgleich beginnt die Ebay Online-Auktion. So kann man auch zu Hause einen Lieblingsbuchstaben ersteigern und gleichzeitig Bildungsprojekte für junge Menschen unterstützen.

Klitschko_vs_Illiteracy_03

Wladimir Klitschko boxte »in seinem ersten Kampf über 26 Runden« jeden Buchstaben des Alphabets in blauer Farbe auf Leinwand, und signierte die Unikate anschließend

klitschko_schriftmuster

Zur Klitschko-Font-Download-Site …