— Aktuell —


Petition: RV-Pflicht für Selbstständige

Viele Designer arbeiten als Selbstständige. Ein Fontblog-Leser aus Bremen macht mich eben darauf aufmerksam, dass der von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen geplante Rentenversicherungszwang für Selbstständige in der aktuellen Fassung für viele Kreative nicht akzeptabel sei. Darum wies er mich auf eine Online-Petition hin, die sich vielleicht noch nicht so breit herumgesprochen hat wie vergleichbare Widersprüche gegen Vorratsdatenspeicherung oder Fluglärm. Hier geht es zur Petition von Tim Wessels, die bis zum 22. Mai 2012 läuft und im Moment von 12.900 Unterzeichner hat.

Gertraude Benöhr 1927 – 2012

Am 25. April verstarb mit Gertraude Benöhr die große alte Dame der Schrift- und Typoszene. Als ausgebildete Dolmetscherin war sie 20 Jahre lang die rechte Hand von Dr. Walter Greisner, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Schriftgießerei D. Stempel AG. Von 1987 bis 2004 führte sie die Geschäfte der Gutenberg-Gesellschaft in Mainz, parallel dazu war sie Geschäftsführerin im Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte, wo sie bei der Jahrestagung 2011 in Antwerpen noch zum Ehrenmitglied ernannt worden war.

Gertraude Benöhr, die Seele so vieler Fachvereinigungen, pflegte intensiv den Kontakt zu Schrift- und Buchgestaltern weltweit. Mit Hermann Zapf und Gudrun Zapf-von Hesse verband sie eine enge Freundschaft. Reise- und unternehmungslustig war sie und ein Organisationstalent, dazu kompetent, charmant, immer hilfsbereit und engagiert. Am 23. Februar feierte sie noch ihren 85.Geburtstag. Viele Menschen werden sie sehr vermissen. (Silvia Werfel, Foto: Klaus D. Sonntag)

bukowskigutentag 14/12: drahtloslos & unsmartphone auf der re:publica 2012

b rumtwittern, facebooken oder rumspacken … ob bei Lesungen, im Gespräch oder beim auf der Straße gegen Bäume laufen: Hauptsache Smartphone vor der Nase. So sind sie bekanntlich, die Internetleute. Und immer mehr ehemals normale Menschen sind inzwischen auch so.

Abendlanduntergangspropheten haben dementsprechend Hochkonjunktur und frohlocken mit einem »Diesmal aber wirklich!« auf den Lippen ob dieser für sie günstigen Entwicklung, die sogar noch eine Steigerung erfuhr.

Denn der längst alltägliche Anblick des Smartphones vor der Nase ist jetzt dank Marina Weisband aka @afelia auch endgültig in den Massenmedien angekommen. Frau Weisband saß Anfang dieser Woche in einer abendlichen Fernseh-Talkshow und … twitterte! Und zwar ganz unverblümt und unkaschiert (übrigens auf Wunsch der Redaktion; sehr lobenswert).

Saubere Arbeitsteilung zwischen den Generationen: Die ehemalige Nachrichtensprecherin Dagmar Berghoff redet, die ehemalige Bundesgeschäftsführerin der Piraten twittert

So weit, so wurde auch Zeit. Am Mittwoch dieser Woche dann passierte dann aber wirklich Unglaubliches. Es öffnete ihre Pforten: die re:publica 2012, das große Klassentreffen der Netzleute und so in Berlin. Es öffnete sich nicht: das WLAN! Mal wieder. Längst eine etablierte re:publicanische Tradition.

Auch am zweiten Kongresstag wollte das drahtlose Internet nicht oder nur sporadisch laufen. Das schreit natürlich nach Häme: Internet-Treffen ohne Internet? Also wie Fußball ohne Fußball oder so. Nein, noch schlimmer. Wie Fußball mit Hertha BSC. Hahaha! Der Witz war aber schnell verbraucht. Stattdessen passierte gar wundersames, wie ein weiterer Fotobeweis zeigt:

Schauen Sie sich diese Zuschauerin einmal genau an: Was fällt auf?

Sehen Sie es? Hier, am Mittwochabend während eines Vortrages, sah man plötzlich im Publikum um sich herum Leute ohne Smartphone in der Hand – während eines Vortrags! Was haben die denn da nur gemacht, fragen Sie? Das kann ich Ihnen sagen, ich war ja Augenzeuge und selbst betroffen: Die Leute haben dem Vortragenden zugehört, anstatt zu twittern oder sich sonstwie mit dem Smartphone zu beschäftigen! Und dann … Moment:

Bitte entschuldigen Sie die kurze Unterbrechnung, hier läuft gerade eine Eilmeldung über den Ticker, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

+++ EIL +++ Mehrere Selbstmorde in der Abendlanduntergangspropheten-Szene! – Berlin. Beim Sichten von Fotos, die Netzleute ohne Smartphone, sondern zuhörend zeigten, haben sich soeben über ganz Deutschland verteilt 17 Kulturpessimisten erschossen. Eindeutige, bei uns in der Redaktion per Brieftaube eingegangene Abschiedsbriefe weisen auf einen Bericht auf fontblog.de als Suizidauslöser hin. Wir berichten weiter. +++ EIL +++

Zurück zum Thema: Hier noch ein kleiner Schnappschuss von der re:publica, ein anscheinend nebensächliches, aber doch schönes Detail: Es handelt sich um eine, wie ich finde, faire Geste gegenüber US-Wissenschaftlern, die dank dieser überall in den Gebäuden ausgehängten Hinweisschilder ihrer Profession nachgehen und ordnungsgemäß herausfinden können. Notfalls sogar in Scharen.

Michael Bukowski

P.S.: +++EIL+++Update: 18 …. oh! …. 20 +++ EIL +++

bukowskigutentag 13/12: Nazi-Tenor

Aktuell in Planung: Ein Panini-Album der schönsten »Kann nicht sein!«-Momente zum Sammeln und Einkleben. Ich habe mir dafür bereits das Urheber-, das Leistungsschutz- und das Recht der ersten Nacht bei wem auch immer sichern lassen.

Für das »Kann nicht sein!«-Album hat sich bereits ein Haufen Material angesammelt. Zum Beispiel neulich beim Griechen um die Ecke, als ich mit Karte zahlen wollte, wie ich es dort seit Jahren tue, und die Kellnerin mir plötzlich erklärte: »Kann nicht sein«, dass ich hier schon mal mit Karte gezahlt hätte, weil man Kartenzahlung erst bei Beträgen ab 20 Euro aufwärts akzeptieren würde. Schon immer! (Ich hatte fast Lust, kurz nach Hause zu gehen, meine EC-Kartenbelege bzw. Kontoauszüge der letzten Jahre einzupacken und diese dann gemütlich bei einem Glas Früchtetee mit der Kellnerin am Tresen auf ihren »Kann nicht sein!«-Gehalt zu untersuchen.)

Was ebenfalls nicht sein kann, wusste mir ein Bekannter zu berichten; nämlich dass ihm das sündhaft teure Dessert in einem Restaurant nicht schmecken wollte. »Kann nicht sein!«, dass es nicht schmeckt, meinte der Kellner, weil dieses Dessert aus ganz erlesenen und frischen Zutaten zubereitet wurde.

Erstaunlich, was alles nicht sein kann dieser Tage, wenn der Tag lang ist. Übrigens nicht nur in der Gastronomie, sondern auch auf bundesministerialer Ebene – letzteres leider fast unbemerkt von der Öffentlichkeit aus dem einfachen Grund, dass die Piraten gerade (Achtung, jetzt bloß alle möglichen nautischen Metaphern umschiffen!) die mediale Bühne geentert haben (Mist, Treffer versenkt … och nö, schon wieder!). In Vuvuzela-Lautstärke hupt uns ressort- wie niveauübergreifend ein einziger Nazi-Alarm aus den Medien entgegen. Wohl nicht ganz zu Unrecht, da die Piraten die passenden Steilvorlagen für mediale Amokläufe gerade in Serie liefern. Ich hoffe nur, das legt sich bald wieder, denn leider säuft bei dieser Nazi-Welle mein Lieblingsmotiv fürs Panini-Album völlig unter die Wahrnehmungsschwelle ab: das »Kann nicht sein!« des Bundesinnenministeriums.

Nicht sein konnte nämlich kürzlich, dass das Ministerium eine Muslim-Studie vor Veröffentlichung exklusiv dem Boulevard zugespielt hat; und zwar niemand Geringerem als der BILD-Zeitung. Dass besagte BILD-Zeitung dieses Futter entsprechend verwertet und gemäß eigener »Interpretation« aus der Studie, also jetzt »Schock-Studie«, volksverhetzende und fremdenfeindliche Schlagzeilen zieht, kann nicht nur sein, sondern folgt sogar der Natur der antihumanistischen Vereinszeitung. Dieser Vorgang, über den zum Beispiel hier bei sueddeutsche.de nachzulesen ist, dieser im wahrsten doppelten Wortsinn unerhörte Vorfall scheint mir persönlich viel mehr ein »Nazi«-Etikett wert als irgendwelche vereinzelt querschießenden Piraten. Das Bundesinnenministerium hat hier erstens einen aktiven Beitrag zu Desintegration und Fremdenfeindlichkeit geleistet sowie zweitens auch noch einem privatwirtschaftlichen Unternehmen, also dem Springer-Verlag, einen geldwerten, geschäftlichen Vorteil verschafft. Wenn man mit dem Begriff um sich werfen will, wie das gerade Mode ist, würde ist sagen: mehr Nazi geht fast gar nicht!

Trotzdem werde ich mich hüten, unseren Bundesinnenminister jetzt etwa mit Hitler zu vergleichen. Womöglich würde man mich noch in eine Fernseh-Talk-Show einladen, wo bekanntlich Godwins Gesetz mit aller Härte regiert, dem gemäß mit zunehmender Dauer einer Diskussion die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ein Nazi-Vergleich fällt.

Stattdessen will ich von einem interessanten, sozio-historischen Experiment berichten, dass wir kürzlich bei Twitter durchgeführt haben. Ausgangspunkt war die bisher so noch nie gestellte Frage, ob es eigentlich schon mal jemand gewagt hat, Hitler mit Hitler zu vergleichen. Das Ergebnis, das der wissenschaftlich-twitternde Mitarbeiter @cmer, beisteuerte, ist verblüffend: »Doch! Und ich war richtig baff, die sehen sich nämlich total ähnlich!« Kann nicht sein, oder?

Michael Bukowski

bukowskigutentag 11/12: “What the … Water!”

Und … Wasser so? Läuft! Vor drei Wochen hatten wir hier im Fontblog berichtet, dass unser ›Wasser – nass, flüssig, überflüssig‹ zum Sprung von der Satire zu Realität ansetzt. Dafür brauchten wir Grafik-Unterstützung, für die wir immerhin ein Budget in Höhe von null Euro ausloben konnten. Trotzdem haben sich insgesamt sechs (!) Leute hier aus der Fontblog-Leserschaft mit eindeutigen Absichten, idealistisch tätig zu werden, gemeldet. Stark! Vielen Dank dafür an Saba Güler, Ev Henke, Johannes Steil, Philipp Heinlein und Marco Ellinger.

Und so sieht Wasser aus, nachdem es von Matthias Neumann souverän gestaltet wurde.

Leider können wir das Etikett in dieser Form nicht umsetzen, da der Druck auf transparenter Klebefolie für unsere erste Startauflage von knapp 200 Flaschen zu teuer wäre.

Stattdessen haben wir uns für eine dunklere Version entschieden; weniger transparent, aber ebenfalls recht anmutig.

Es folgen bald Facebook-Page, Website und ein Bericht vom ersten Wasser-Auftritt beim Kongress Ende April in Berlin.

Vielen Dank noch einmal an Matthias für die gute Arbeit. Und nicht zuletzt freuen wir uns über Font-Sponsoring von Jürgen Siebert: Zapfino OT und Egyptienne F (©Linotype) wurden uns vom FontShop gesponsort.

Fehlt nur noch die aktualisierte Wasser-Story:

Von Berlin nach Chile und zurück – im Transport liegt die Quelle für gutes Wasser.

In Deutschland, insbesondere in Berlin, kommt qualitativ hochwertiges Wasser aus der Leitung – für fast kein Geld. Das ist absurd!

Viele Getränkehersteller haben diese Schieflage erkannt. Sie bieten ein breites Sortiment an Mineral- oder Tafelwasser an und beheben diesen Missstand. Und die Verbraucher danken es mit seit Jahren steigendem Konsum. Das heißt: Was zuhause fast umsonst aus dem Hahn kommt, lässt sich auch im Supermarkt kaufen und eigenhändig nach Hause schleppen. Ein gutes Konzept. Aber wir können das noch besser.

Erstens: Füllen wir original Berliner Leitungswasser in Flaschen ab. Das heißt, die Leute dürfen hohe Qualität zu deutlich höheren Kosten und mit der zusätzlichen Schikane des Transports erwarten.

Zweitens: Statten wir Wasser mit einer Besonderheit im Produktionsprozess aus. Wasser und Flaschen werden separat per Schiff nach Chile transportiert. Dort übernimmt ein Partner die Abfüllung, woraufhin die Flaschen wieder zurück nach Berlin verschifft werden. Fazit: Wasser bietet eine katastrophale Umweltbilanz mit noch größerem WTF!*-Effekt als jedes andere weltweit im Handel erhältliche Mineral- oder Tafelwasser.

»Die Zeit war reif für dieses Wasser. Erste Markttests bestätigen uns. Kein anderer Anbieter weltweit kann den Wasser-Genießern eine solche Win-Win-Win-Kombination von persönlichen Strapazen, erhöhten Kosten und unerreichbar schlechter Klima-Bilanz bieten.«

Michael Bukowski (Founder & CEO of Water)

P.S.: Wer am Montagabend in Berlin Lust und Zeit hat: In der Yuma-Bar in Neukölln findet eine Lesung statt, bei der wir eine kleine Präsentation zu Wasser abhalten. Eintritt frei.

(* What The Fail!)

Buchgestaltung: Auf nach Mainz …

Für alle die auf Gelb stehen, auf gute Schriften und wegweisende Typografie (also die/der typische Fontblog-Leser/in), ist diese Veranstaltung nächste Woche eine Reise wert. Unser Unicode-Experte und Freund Prof. Johannes Bergerhausen und seine Kollegin Dr. Petra Eisele (Designgeschichte) haben an der FH Mainz, Fachbereich Gestaltung, eine Vortragsreihe zum Thema Buchdesign ins Leben gerufen. Kommenden Dienstag, den 17. April (15:00 Uhr) wird Friedrich Forssman an seiner Alma Mater die jüngst lancierte Reclam-Überarbeitung diskutieren. Bergerhausen: »Wir sind sehr gespannt, da er keine Bilder zeigen möchte, sondern ein Gespräch mit uns und den Studierenden führen wird.« Cool, hingehen!

bukowskigutentag 10/12: Alles Banane? Fakt oder Fake?

Und jetzt: eine Runde Produkte-Raten! Das geht so: Wir beschreiben Ihnen fünf Produkte und Sie dürfen raten, ob es sich um reale oder erfundene Geschichten handelt. Die Auflösung finden Sie ganz unten. Aber bitte nicht schummeln, erst lesen!

1. Banane in Cellophan

Bekanntlich hat die Natur bei keiner Frucht so gut mitgedacht wie bei der Banane. Sie liefert uns die Frucht mit einer schützenden Verpackung, deren Usability in der Flora und Fauna ihresgleichen sucht. Trotzdem gibt es hier noch Verbesserungspotential, dachte sich ein Hersteller, und liefert Bananen einzeln in Cellophan verpackt aus, um sie als modernen Lifestyle-Snack zum Beispiel in Tankstellen und Raststätten zu vertreiben.

Interessant ist auch die Argumentation des Herstellers. Trotz der zusätzlichen, künstlichen Verpackung einer bereits optimal verpackten Banane sei das Produkt sogar umweltfreundlich. In Cellophan nämlich hält sich die Banane länger, was weniger Lebensmittelabfall und reduziertes Transportaufkommen ermöglicht. Irgendwie so halt.

Echt jetzt?

2. Mineralwasser-Spray

Wasser lässt sich nicht nur prima trinken, sondern auch in besonders umweltfreundlichen Spray-Dosen abfüllen. Mit einer solchen Dose und einer Prise Wasser-Spray kann man sich dann jederzeit Kühle und Erfrischung auf der Haut verschaffen – falls man eine Dose zur Hand hat. Wenn nicht, einfach mit Wasser ohne Dose die Haut benetzen. Letzteres hat einige hunderttausend Jährchen gut funktioniert, jetzt aber ausgedient. Von renommierten Abfüllern gibt es das Wasser aus der Spray-Dose schon für flockige 4 Euro im Handel.

Muss das wirklich?

3. Orangen-Abo mit Wortspiel-Garantie!

Die spannende Ergänzung des Portfolios eines der kreativeren Startups aus der deutschen Gründerszene widmet sich dem Vertrieb von Orangen im Abo-Modell. Nach dem Vorbild der Teekampagne wird der Einzelhandel umgangen und Verbraucher können sich alle zwei Wochen einen Karton Orangen liefern lassen. Die Menge der gelieferten Orangen reicht dann für täglich genau ein Glas frisch gepressten Saft. Tolle Idee! (Mir persönlich erschließt sich der Sinn nicht, aber: tolle Idee!)

Ein nicht zu unterschätzender Nebenaspekt liegt übrigens im Naming des Unternehmens. Es heißt nämlich »Oh!Saft« und lässt die damit verbundenen Befürchtungen total kreativer und irre witziger Wortspiele vorbildlichst wahr werden. Der CEO von Oh!Saft, ein bekennender »Orangensaft-Junkie«, schmückt sich zum Beispiel mit dem Titel »CEOh!«. Startup-Spirit vom Feinsten! »Oh!Saft macht Saft-Fans glücklich!«

Och nö, oder?

4. Bio-Mineralwasser

Was könnte »bio« an einem Wasser sein? Ganz einfach. Laut Hersteller liegt die Quelle des Bio-Wassers tief im Erdboden, wo sie durch mächtige Tonschichten vor Umwelteinflüssen bestens geschützt ist. Auf die Idee muss man erst mal kommen, wenn man diese mit anderen traditionsreichen Quellen vergleicht, deren Wasser ebenfalls nicht vom Klärwerk um die Ecke, sondern aus jahrtausendealten Reservoirs stammt; die also allesamt deutlich älter sind als die Umweltverschmutzung der Neuzeit.

Einen interessanten Bio-Aspekt am Wasser zitiert eine Tageszeitung (Link dazu unten): »Der Energieverbrauch bei Mineralwasser aus Flaschen ist um das 100-fache höher als bei Leitungswasser, so das Ergebnis einer Studie der Schweizer Firma ESU-Services im Jahr 2006. Daran dürfte auch Biomineralwasser nichts signifikant ändern.« Überzeugend bio also. (Auf ne Art.) Aber was anderes: Gibt’s eigentlich schon Bio-Atomkraftwerke?

Im Ernst?

5. Oh la la! Moët & Chandon im rosa Tütü!

 Wirklich wahr oder  Photoshop-Montage?

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AUFLÖSUNG:

1. Cellophan-Banane: Auf jeden! Siehe hier oder auch hier.

2. Mineralwasser-Spray: Na klar! Siehe hier oder hier.

3. Orangen-Abo: Läuft! Siehe hier.

4. Bio-Mineralwasser: Muss ja! Siehe hier und hier ein Artikel dazu.

5. Champagner im rosa Tütü: Original so kürzlich im Supermarkt fotografiert.

P.S.: Falls Sie von anderen bekloppten Produkten wissen, gerne her damit. Wir sammeln dergleichen für einen guten Zweck.

Michael Bukowski

Women in Graphic Design 1890–2012

Im Jovis-Verlag ist soeben ein Buch erschienen, dessen Thema uns seit längerem beschäftigt, mindestens seit es die TYPO Berlin gibt: »Warum sprechen immer noch so wenige Frauen auf Konferenzen?« Diese Frage stelle ich mir inzwischen nicht mehr, aber der Verlag und die Autoren stellen sie … sicherlich zu Recht. Weitere Fragen aus dem Buch:  Warum gibt es in der Designgeschichte scheinbar so wenige Frauen? Warum werden ehemals bekannte Frauen »vergessen«? Welche Auswirkungen hat die Gender-Debatte auf den heutigen Arbeitsalltag?

Seit den Anfängen der Professionalisierung haben Grafikdesignerinnen aktiv und erfolgreich gearbeitet. Dennoch wurden Frauen, bis auf wenige Ausnahmen, nicht in die »offizielle« Designgeschichte aufgenommen. Auch heute ist, trotz der Behauptung, die Geschlechterfrage im Grafikdesign sei obsolet, nur ein geringer Prozentsatz der tätigen Gestalterinnen öffentlich sichtbar.

Der soeben erschienene, opulent illustrierte Band »Women in Graphic Design 1890–2012« versucht die Ursachen zu finden, zum Beispiel die konstruierte Synthese von Männlichkeit und künstlerischer Genialität, und stellt wichtige Gestalterinnen vor. Zahlreiche Kurzbiografien vergegenwärtigen ihre Wege zur Professionalisierung, flankiert von Essays, Quellen und ausführlichen Gesprächen mit bekannten heutigen Designerinnen. Darüber hinaus enthält das Buch wissenschaftliche Beiträge von Sabine Bartelsheim, Gerda Breuer, Ute Brüning, Susanne Dechant, Jochen Eisenbrand, Ellen Lupton, Julia Meer, Ada Raev, Bettina Richter, Patrick Rössler, Martha Scotford und Judith Siegmund. Programmatische Schriften steuern Paula Scher, Sheila Levrant de Bretteville, Natalia Goncharova, Ellen Lupton, Martha Scotford, Véronique Vienne, Astrid Stavro, Alissa Walker und andere Autorinnen bei. Sie werden ergänzt von Interviews mit Irma Boom, Paula Scher, Sheila Levrant de Bretteville, Julia Hoffmann, Tina Roth Eisenberg (›Swiss Miss‹), Katja M. Becker, Anna Berkenbusch, Heike Grebin, Gisela Grosse, Miriam und Nina Lambert, Iris Utikal und Judith Grieshaber.

Kurz eine aktuelle Privatstatistik zu diesem Thema aus meinem eigenen Umfeld:

  • heute: ein charmanter, emotionaler Vortrag von Nadine Roßa auf dem Berliner Creative Morning
  • vorgestern: Launch des neuen Design-Ehrenpreis, initiiert von Juli Gudehus
  • Mai: TYPO Berlin 2012, 17 Sprecherinnen, 23 Sprecher
  • Freitag letzter Woche: TYPO Day Hamburg, 1 Sprecherin, 5 Sprecher

Nadine Roßa (LaunchCo), heute beim 8. Berliner Creative Morning im Konferenzsaal von Saint Elmo’s (Foto: Robert Schatton)

bukowskigutentag 9/12: Geile Headline?

Diese Woche weilte ich in Hamburg zu Besuch bei einer Agentur, für die ich ab und an als Junior-Tüte arbeite. Während einer Mittagspause kam es dort in der Innenstadt zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem Plakat und mir, bei dem meine Laune gesunken war; und zwar bis auf den Grund. Bis auf den Abgrund sogar. Hier das Plakat, mit dem meine gute Stimmung völlig unvorbereitet im Foyer eines Parkhauses kollidiert war.

Sehen Sie es? Geile Headline, was? Ja, finde ich auch – nicht! Genau genommen weiß ich nicht einmal, ob das »Für ihr persönliches Bedürfnis« überhaupt eine Headline, ein Slogan, ein Claim oder was auch immer sein soll. Deswegen würde ich hier die Bezeichnung Spruch bevorzugen. In diesem Fall mit dem Zusatz saublöder Spruch.

Mit der erlesenen Debilität dieses Satzes möchte ich mich gar nicht weiter aufhalten. Viel interessanter als die verunglückte Sentenz finde ich die Tatsache, dass auf diesem Plakat überhaupt ein Spruch steht. Lassen Sie uns die Unfallursache rekonstruieren. Wir haben hier eine Art werbliche Ansprache für eine öffentliche Toilette. Wozu denn bloß? Muss man jemanden, der muss, wirklich noch zusätzlich animieren, eine Toilette aufzusuchen? Nein. Kann man jemanden, der nicht muss, mittels witziger Ansprache trotzdem zum Besuch einer Toilette animieren? Wohl kaum. Gibt es hier eine Wettbewerbssituation, in der sich diese Toilette durch diese lustige Ansprache aufmerksamkeitsstark von der Konkurrenz absetzt. Nö.

Bleibt also nur eine einzige und leider die denkbar schlimmstmögliche Ursache: Auf diesem Plakat steht ein Spruch, weil man es kann. Lassen Sie mich den Auftraggeber zitieren: »Hier, Agentur! Top-Job für Euch. Plakat für Toilette und so bla bla. Da ist noch Platz. Macht da mal was hin. Geile Headline oder so. Weil wir es können. Gigantische Referenz für Euch, daher bitte für lau arbeiten. Danke. Geil!« (Nein, ich war nicht beim Briefing dabei, würde aber wetten, dass es sich genau so zugetragen haben muss). Es herrscht hier dasselbe Prinzip wie zum Beispiel bei Atomwaffen: Braucht niemand, sind sogar eher kontraproduktiv, werden aber trotzdem gebaut, weil man es kann.

Leider handelt es sich hier nicht um einen Einzelfall. Eine andere Dienstreise führte mich kürzlich nach Konstanz, wo ich ab und an bei einer Agentur als Kundenbändiger arbeite. Während einer Mittagspause besuchte ich die Toilette eines Cafés. Dort entdeckte ich am Handwaschbecken einen Spiegel mit darin eingelassenem Monitor, auf dem irgendwelche Informationen und Werbebotschaften gespielt wurden. Diese Entdeckung nutzte ich gleich mal für ein Spontan-Shooting und präsentiere Ihnen hier das Ergebnis:

Offensichtlich ist die Botschaften produzierende Industrie auf dem besten Weg, noch die letzten ungenutzten Freiflächen zu erschließen – auf dass man nirgendwo mehr hinsehen und hören kann, ohne werblich angequatscht zu werden. Ich persönlich begrüße das nicht, aber alles spricht dafür. Wieder zurück in Berlin sah ich in einem Café eine jungen Hipsterin, die ein knappes, bauchnabelfreies Oberteil trug. Auf ihrem Bauch prangte ein Tattoo, das aus folgendem Schriftzug bestand: »Aktion! Zwingli Erdnussflocken jetzt nur 2,99/kg!«

Das alles stimmt mich langsam etwas nachdenklich. Zumal sich die Zeichen häufen. Eines anderen Tages zum Beispiel belauschte ich im Vorbeigehen dieses Gespräch eines Pärchens in einem Park:

Sie so: Schau mal da, Schatz, netter Platz mit Parkbank in der Sonne. Lass uns da hin und bisschen knutschen.

Er so: Joa, aber … keine Headline, kein Slogan, kein Monitor, nicht mal ein Logo … nee, spricht mich irgendwie nicht an.

Leider wächst mit der Zunahme der vollflächigen Verwerblichung aller möglichen Räume und Flächen anscheinend auch die Akzeptanz bei den Leuten. Trotzdem: Ich persönlich möchte nicht von einer Toilette angesprochen werden. Und ich möchte auch nicht in einer Toilette angesprochen werden; sei es von Monitoren, Urinal-Plakaten oder was auch immer. Ginge das? Danke.

Michael Bukowski

Berlin: Kunst mit Zeitungen und Zeitschriften

Für typografische Gestalter ist es wahrscheinlich die spannendste Ausstellung der Saison: ART and PRESS (Kunst und Presse). Seit dem Wochenende ist sie im Berliner Gropiusbau zu sehen, mit Werken von internationalen Stars wie Ai Weiwei, Andy Warhol, Damien Hirst, Gilbert & George, Anselm Kiefer, Julian Schnabel oder Jenny Holzer.

Der junge iranische Künstler Farhad Moshiri beschäftigt sich in seiner Installation »Kiosk de Curiosité« mit dem Thema Zensur

Was gibt es zu sehen? Zum Beispiel ein Zeitungskiosk aus dem Iran, mit Magazinen wie Marie Claire, Essen & Trinken oder Vogue als handgewebte Teppiche – und mit großen ausgestanzten Löchern, ein Hinweis auf die persische Zensur. Oder ein lebensgroßer röhrender Hirsch auf einem Zeitungsstapel, also Mahnung, dass unser Medienkonsum auch ein Stück unserer Natur konsumiert. Anselm Kiefer hat im Lichthof drei Satz- und Druckmaschinen mit versilberten Sonnenblumen und Foto-Printrollen drapiert, um sie herum liegen Hunderte von Bleibuchstaben … »Für Kiefer begann ein Prozess der Verarmung, als nicht mehr manuell gesetzt wurde« heißt es im Katalog und: »Die Geschichte unserer Zivilisation wär ohne die Schrift, ohne das Buch, ohne die Zeitung nicht denkbar.«

In ihrem Bilderzyklus »London Pictures« werfen Gilbert & George mit zitierten Schlagzeilen die Frage nach der Produktion von Nachrichten und deren Wahrheitsgehalt auf

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Zeitung Material und Gegenstand der Kunst. Künstler setzen sich mit diesem Medium, ob in der Funktion als Instrument der Aufklärung oder der Manipulation, auf vielfältige Weise auseinander. Motivation und Bedeutung für die Nutzung des Mediums sind dabei immer unterschiedlich. Art and Press zeigt über 56 künstlerische Positionen zu dem Thema. Die Bandbreite der Werke reicht von Malerei und Collage über Skulptur und Installation bis zur Fotografie.

In »A Mallarmé« des italienische Künstler Mario Merz bilden Zeitungsstapel eine Bodenskulptur, auf denen ein Zitat aus blauen Neonbuchstaben auf die Beliebigkeit der journalistischen Praxis verweist

Viele Künstler haben eigens für die Ausstellung neue Arbeiten realisiert oder aus ihrem Œuvre ausgewählt. Gilbert & George werfen in ihrem Bilderzyklus »London Pictures« mit zitierten Schlagzeilen die Frage nach der Produktion von Nachrichten und deren Wahrheitsgehalt auf. Ai Weiwei hat für die Ausstellung eine Rauminstallation aus Armier-Stahl geschaffen. Das Material dafür stammt von einem erdbebenzerstörten Schulgebäude, unter dem über 1000 Schüler begraben wurden – der Stahl als Beweisstück auf der Suche nach der Wahrheit, über die in China nicht berichtet werden durfte.

Die Ausstellung läuft bis zum  24. Juni 2012. Im Herbst kommt Art and Press dann nach Karlsruhe: Das ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie zeigt die Ausstellung vom 15. 09. 2012 bis 10. 02. 2013.

bukowskigutentag 8/12: Wasser jetzt noch nasser!

Für gewöhnlich zieht Satire ihr Futter aus der Realität. Diesmal drehen wir den Spieß um und lassen eine Satire wahr werden. (Dafür brauchen wir übrigens Design-Unterstützung, siehe Ende des Beitrags.)

Vorgeschichte: die pure Nassness von Wasser

Im Sommer 2011 erschien hier im fontblog ein Beitrag, der sich parodierend mit dem partiell absurden Markt für Mineralwasser beschäftigt. Hier die Zusammenfassung:

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Mineralwasser-Booms kreierten wir eine Produktneuheit namens »Wasser«. Dabei handelt es sich um reines, in Flaschen abgefülltes Berliner Leitungswasser, das in den Geschmacksrichtungen »Wasser nass«, »Wasser flüssig« und »Wasser überflüssig« erhältlich ist. Ein geschmacklicher Unterschied zwischen den drei Sorten ist nicht vorgesehen. Auf den Etiketten wird ganz offen ausgeführt, dass es sich bei Wasser um nichts anderes handelt als reines Berliner Leitungswasser. Entscheidend ist schließlich der Markenkern von Wasser, nämlich die pure Nassness.

Der durchaus ernste Hintergrund dieser Satire liegt im seit Jahren boomenden Markt für Mineralwasser. Transport und Vertrieb, teilweise aus aller Welt, verschlingen erhebliche Mengen Energie, bzw. setzen entsprechende Mengen an umweltbelastenden Schadstoffen frei und kosten den Verbraucher auch noch überflüssig viel Geld – obwohl man doch qualitativ hochwertiges Wasser fast umsonst aus dem eigenen Hahn beziehen kann. (Wie ich in Gesprächen erfahren habe, schmeckt vielen Leuten das Leitungswasser nicht. Aber auch dafür gibt es Lösungen; nämlich Filter-Apparaturen etc.)

Um die Sache noch auf die satirische Spitze zu treiben, versah ich Wasser noch mit einer Besonderheit bei der Herstellung. Leere Flaschen und Wasser würden nämlich, behauptete ich, separat per Schiff nach Chile transportiert. Dort würde ein Partner die Abfüllung vornehmen, wonach das fertige Wasser wieder zurück nach Deutschland verfrachtet wird – mit dem Resultat einer verheerenden Umweltbilanz durch den sinnlosen Verbrauch von besonders klimaschädlichem Schiffstreibstoff. Deswegen erhält Wasser zusätzlich einen »Denk mal drüber nach«-Effekt mit eigenem Aufkleber auf der Flasche. Der krasse CO2-Fußabdruck von Wasser wird auf den Flaschen-Etiketten nämlich explizit beschrieben. Und fertig ist der neue Szene-Drink »Berliner Wasser aus Chile«.

Kongress-Sponsoring: Wasser wird wahr

So weit, so Satire as usual. Vor kurzem aber erhielt ich eine Anfrage per Email, ob wir mit unserem »Denk mal drüber nach«-Wasser als Sponsor bei einem Kongress einsteigen möchten. »Wie bitte?«, dachte ich gackernd. Mein erster Gedanke war, dass man mich veralbern will. Aber alle angegebenen Daten, Web-Adressen etc. schienen nach kurzer Recherche glaubwürdig. Also dachte ich im zweiten Schritt, den Spaß auszubauen und eine vorgetäuscht seriöse Korrespondenz zu führen. Das tat ich auch mittels einer Email, in der ich unser großes Interesse am Sponsoring bekundete etc.

Wiederum eine Email-Antwort später schien mir die Sache aber doch etwas fad zu werden. Wozu sollte ich die Frau eigentlich weiter hinhalten? Ist das wirklich noch lustig? Letztlich würde nur Zeit bei ihrer Sponsoren-Suche ins Land gehen, die, wenn ich dann die Hosen herunterlasse, sie in Terminnot bringen würde. Das ist nicht witzig, sondern einfach nur destruktiv und ziemlich uncharmant. Also rief ich die Frau an, erklärte ihr, dass es dieses Produkt eigentlich gar nicht gibt. Macht aber nichts, denn ich möchte ihre Anfrage gerne als Anregung nutzen, das ganze wahr werden zu lassen. Und das tun wir jetzt auch. Anfang dieser Woche erhielt ich die Bestätigung vom Kongress-Team, wo das in großer Runde besprochen wurde, und schon kann’s losgehen!

Ende April wird Wasser in den Geschmacksrichtungen »nass«, »flüssig« und »überflüssig« auf dem internationalen Kongress der Adoptions-Agenturen in Berlin im Französischen Dom am Gendarmenmarkt erhältlich sein und dort Referenten aus aller Welt und Vertretern des Bundesministeriums für Justiz munden. Natürlich werden auch wir mit Kamera vor Ort sein, um Stimmungen und Interviews zu Wasser einzufangen. Danach werden wir das ganze in allen möglichen Kanälen betrommeln, um eine gute Grundlage für die folgende Vermarktung zu schaffen. Ich sehe da perspektivisch zwei Möglichkeiten.

a) Wir finden einen Hersteller, der Wasser produziert, woraufhin wir ein neues Trend-Getränk à la Bionade etablieren.

b) Oder eben nicht. Dann hatten wir trotzdem Spaß, eine schöne Aktion und vielleicht sogar etwas Aufmerksamkeit in den überregionalen Medien.

Stellenausschreibung: Wasser-Grafik

Jetzt zum Tagesgeschäft. Wir brauchen Grafik! Die Wort-Bild-Marke Wasser mit Etiketten, Flyern u.a. muss gestaltet und eine einfache WordPress-Seite aufgelegt werden. Die Flaschen-Etiketten vom Beitrag aus dem letzten Sommer waren natürlich nur ein grober Anriss. Jetzt wollen wir das etwas professioneller anlegen. Dafür suchen wir eine/n Grafiker/in oder auch eine Agentur. Selbstverständlich können wir an Honorar garantiert gar nichts in Aussicht stellen, da es sich hier um eine absolute No-Budget-Aktion handelt. Was wir bieten können, sind Credits im ersten Schritt und eine potentielle, von der weiteren Entwicklung des Projekts abhängige Entlohnung. Wer Interesse hat, bitte einfach kurz per Kommentar melden oder direkt eine Email an mail – ät – bukowski-berlin.de senden. Hat jemand Lust? Würde uns sehr freuen!

Bald heißt es Wasser marsch! Wir berichten weiter.

Michael Bukowski

P.S.: Sehe ich das richtig, dass ich mich demnächst mit 120 Flaschen Wasser in der Badewanne vergnügen werde, um deren Etiketten abzulösen und die Flaschen dann neu zu bekleben? Ja, sieht so aus. Na muss ja auch mal!

P.P.S.: Parallel arbeiten wir an einem neuen Spin-Off für die »Wasser«-Welt: die Manufactum-Edition. Dafür lassen wir Wasser fünf Jahre lang in Eichenfässern reifen, wonach das Barrique-Aroma behutsam wieder herausgefiltert wird, damit der ursprüngliche Leitungswassergeschmack von Wasser erhalten bleibt. Kostet dann wahrscheinlich rund 54 Euro 80 die Flasche. (Nee … im Gegensatz zu obigem Plan nur ein Späßchen.)

Gibt es eigentlich ein E-Book-Logo?

Dominik schreibt mir heute: »Nach meinem Besuch auf der Leipziger Buchmesse, auf der alle vom E-Book redeten, stellt sich mir die Frage: Gibt es ein Symbol für dieses Medium, ähnlich dem DVD-Symbol?« Die Frage ist auch: Gäbe es einen Bedarf dafür? Eine Google-Suche scheint zu bestätigen, dass es ein vernünftiges Signet noch nicht zu geben scheint. Die liegt sicherlich auch an den vielen Einzellösungen, mit denen sich Verlage und die Hersteller von Lesegeräten beschäftigen. Ob irgend jemand ein solches Icon überhaupt braucht, das weiß Google natürlich auch nicht.